Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
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 Hikari & Umi

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BeitragThema: Hikari & Umi   Mi 30 Okt 2013 - 9:00

„Trautes Heim, Glück allein“, so lassen sich die Zimmer des Internats am besten beschreiben. Sie gleichen einer kleinen aber feinen Wohnung, die selbst durch kleine Zimmer geteilt wird.
Betritt man eines dieser Zimmer, so muss man sich nach links wenden und schon blickt man in ein spartanisch aber einladend eingerichtetes Wohnzimmerchen. Allein dieser kleine Raum wird von zwei kleinen Fenstern erhellt, zwischen denen bereits ein Schreibtisch steht. Ein zweiter Tisch ist gleich rechts von diesem aufzufinden.
In der linken oberen und unteren Ecke befinden sich Regale für diverse Dinge, Bücher, private Sammlungen oder was man sonst noch mit in das Internat schmuggelt. Des Weiteren findet man hier auch einen kleinen Couchtisch und zwei angenehm gepolsterte, breite Stühle, in die man sich nach einem langen Tag fallen und entspannen kann. Hilfreich dabei ist auch die Heizung neben der Tür zum nächsten Raum.
Auch in diesem Raum befindet sich eine Heizung, gegenüber der Tür, die zum Wohnzimmerchen führt. Wendet man sich nach links, so erblickt man eine Kommode und zwei Fenster die sich wiederum jeweils neben zwei Betten befinden.
Rechts von der Tür findet man einen großen Spiegel und zwei Kleiderschränke auf, die genügend Platz für Kleidung und heimliche Peinlichkeiten bieten. Eine Tür weiter befindet sich dann ein kleiner Raum, der ein Wachbecken enthält.
Alles in allem kann das Zimmer des Day Dorms es kaum mit dem des Night Dorms aufnehmen, trotzdem bietet es Erholung und Entspannung.


Zuletzt von Rektor Kaien Cross am Fr 13 Dez 2013 - 15:28 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Hikari & Umi   Mo 4 Nov 2013 - 19:16

Ich bin einsam, einsam
Wirklich, ich bin etwas einsam
Aber ich mag es, allein zu sein
Um ehrlich zu sein, bin ich dem Charme der Einsamkeit erliegen
Ich bin eine schwarze Katze

Die traurige Stimme der Sängerin hallte leise im Zimmer wieder. Sie drang aus einem kleinen, handlichen Lautsprecher, der an einem MP3-Player hing.
Das Mädchen, das dieser Musik eine gefühlte Ewigkeit lang lauschte, hatte sich auf die Kopfhälfte des Bettes gesetzt, das Kissen eng umschlungen, die Knie angezogen und die nackten, kalten Füße mit den Händen bedeckt.
Sie hatte zwar bereits die Schuluniform angezogen, doch sie sah nicht so aus, als hätte sie jemals wieder Lust darauf, etwas zu lernen.
Hikari wirkte müde, als sie die Stirn an ihre angezogenen Knie legte und die Arme um diese schlang. Tagelang hatte sie damit verbracht, Yukio beruhigend in den Schlaf zu reden, ihm zu versichern, dass er ruhig schlafen könnte. Denn sie würde nicht böse auf ihn sein. Tagelang hatte sie mit dem verbitterten Versuch verbracht, die Schuld, die er sich selbst auflastete, mit ihm zu teilen. Doch es ergab sich als schwieriger, als sie dachte.
In all dieser Zeit, die sie sich auf Yukio konzentriert hatte, hatte sie sich von ihren besten Freunden entfernt. Sie wusste nicht, weshalb, aber auch Yukio hatte sich entfernt.
Was hatte diese zerbrochene Beziehung nur angerichtet?
Die Weißhaarige legte ihren Kopf an die Wand, kaute auf ihrer Unterlippe und dachte nach. Yukio würde später kommen – das stand fest. Sie hatte Zeit für sich und das machte sie fertig.
Kamikizu hatte verlernt, sich auf sich selbst zu konzentrieren und nun, da sie die Zeit dazu hatte, wurde sie von Gefühlen übermannt, die sie vergessen hatte.
Die keinen Platz bei dem trauernden Yukio hatten.

“E-… Es tut mir so leid ich… ich…“, Hikari hatte beinahe einen Herzinfarkt erlitten, als sie Yukio im Wartezimmer sah. Seine Entschuldigungen waren gar nicht erst nötig, alles, das sie wollte, war, ihn in die Arme zu schließen. Obwohl sie nicht wusste, was passiert war, hatte sie das Gefühl, es gar nicht wissen zu müssen.
Sie konnte es sich vorstellen, weil sie Yukio wie ihre Westentasche kannte. Und deshalb war sie ihm nicht böse – sie hätte unter Umständen ähnlich gehandelt.
Ähnlich, aber nicht genauso, aber das machte Yukio liebenswert, er war glücklicherweise anders, als Hikari
„Schsch, es ist schon okay. Ich bin hier… ich bin genau hier, bei dir“


Die roten Augen sahen müde über die Knie hinweg, als das junge Mädchen den Entschluss fasste, das Kissen zu packen, es gegen das Bettende zu werfen und aufzustehen.
„Ist ja nicht so, als würde Trübsal blasen irgendetwas daran ändern“, sie stellte den Player ab, die letzte Phrase würde ihr ewig im Kopf bleiben.
Sie war in ihre Strümpfe und Schuhe geschlüpft, die Weste hatte sie lediglich über ihren Unterarm gehängt, als sie sich im Spiegel betrachtete und ihr Haar kämmte.
Es war etwas länger geworden. Nun, nicht, dass es einen Unterschied gemacht hätte.
Sie sah jungenhaft wie immer aus. Nicht nach jemanden, den man mögen konnte.
Nachdem sie sich die Zähne geputzt hatte, verließ Hikari mit einem neutralen, aber müden Gesicht das Zimmer. Sie sah eigentlich unverändert aus. Fakt aber war, dass sich in ihrem Inneren viel getan hatte. Damals war sie noch rein gewesen – zumindest reiner, als sonst.
Doch jetzt… jetzt war sie…
Ich bin eine schwarze Katze

===== >>> Eingangsbereich; Day Dorm
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BeitragThema: Re: Hikari & Umi   Mi 25 Jun 2014 - 22:09

<<< Flur, Mädchentrakt

Sie sah an sich herunter. Mit einer geschickten Bewegung strich sie über den schwarzen Rock, sodass sich dessen Falten etwas besser richteten, und dabei stellte sie fest, wie komisch es war nach den Ferien diesen Stoff wieder unter den Fingern zu spüren und ihn zu tragen. Irgendwie konnte sie nicht sagen, ob sie sich über das Gefühl freute, oder nicht. Sie hatte die Ferien durchaus genossen. Endlich hatte sie sich ausschlafen und ausruhen können, was hier nun definitiv nicht mehr der Fall sein würde. Und wieder auf der Cross zu sein, bedeutete, dass sie dem Schulabschluss noch ein Stückchen näher gekommen war. Das war auch so eine Sache, über das sie sich nur schwer ein Urteil machen konnte. Es war so simpel, aber es gab einige Dinge, welche die ganze Geschichte doch ein wenig bedeutsamer und die Entscheidung deswegen auch heikler machten. Umi hoffte, dass die Zeit mit ihren Freunden, die sie hier wiedersehen würde, ihr dabei vielleicht helfen könnte, die kleine innerliche Debatte aus der Welt zu schaffen, oder zumindest so gut in eine Ecke zu drängen, dass sie damit umgehen konnte.
Ihr Blick sank etwas tiefer. Ebenso schwarze Strumpfhosen hielten ihre geraden Beine warm und an den Füßen trug sie die braunen Halbstiefel aus Leder, die ebenfalls zur Uniform gehörten. Statt dem üblichen weißen Hemd, hatte sie sich für einen dunkelgrünen Pullover entschieden. Sein Kragen war so lang und breit gestrickt, dass sie ihn sich bis über die Schultern hätte spannen oder über den Kopf hätte ziehen können.
Ein schwarzer Blazer sollte sie noch ein wenig besser vor dem schönen, aber noch immer recht frischen Wetter schützen. Er war nach vorne hin etwas länger geschnitten und konnte nicht geschlossen werden, wodurch er ein wenig etwas von einem kurzen Mantel hatte. Mit beiden Händen zog die junge Frau anschließend an dem Kragen, damit er sich wie ein Schal um ihren Hals schmiegte und auch wie einer über ihr bescheidenes, aber weibliches Dekollete fiehl.
In diesem Moment schwebten ihre Gedanken von der Schule und ihrer Zukunft zu Akunin. Die Erinnerung an seine Umarmungen und Berührungen brachte sie zum Lächeln. Sie fand es immer noch so erstaunlich, wie wichtig er für sie geworden war. Nicht nur als Freund, sondern auch als jemand, mit dem sie eine richtige Beziehung führte! Wenn sie zurückblickte, hätte sie es sich niemals vorstellen können. Sie und Freund. Un nun zog er sie magisch an. Sie hätte Tage damit verbringen können, mit ihm auf der Couch Arm in Arm zu liegen und irgendwelche witzigen oder gruseligen Filme zu gucken. Generell machte seine Anwesenheit alles einfach besser.
Ob das ein Zeichen dafür war, dass sie wahrhaftig in ihn verliebt war?
Ein letztes Mal fuhr sie sich mit den Fingerspitzen über den Nacken. Sie konnte das Metall der Kette deutlich wahrnehmen, die sich unter der Kleidung versteckte, was sie erleichterte.
Ein Mal noch klopfte sie sich auf die Seite, wo die Tasche ihres Rockes war, um auch sicher zu sein, dass sie ihr Handy nicht vergaß, an dem Akunins kleiner Anhänger immer noch baumelte.
Und dann verließ Umi das Zimmer.
Sie spazierte durch den Flur, das Gelände des Hauses Sonne und über den gewaltigen Schulhof. Im Theatersaal kam sie dann an.

>>> Theatersaal
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BeitragThema: Re: Hikari & Umi   So 14 Jun 2015 - 2:10

[Se First after Timer Travel]

Sie stand vor dem Spiegel und musterte sich müde selbst darin.
Statt dem Rock trug sie nun eine bequeme, schwarze Leggins. Die Bluse und der Blazer ihrer Uniform hingen ebenfalls ordentlich in ihrem Kleiderschrank, um einem übergroßen, dunkelblauen Pulli, der mehr Ähnlichkeiten mit einem Kleid aufwies, weil er ihr fast bis zu den Knien ging, Platz zu machen. Er war aus Baumwolle und von der Innenseite aufgearbeitet, weswegen er sich von einem kuscheligen Kapuzenpullover gar nicht unterschied.
Ihre Fingernägel wurden von einem Nagellack verziert, der einen sanften, hellen Rosa-Ton besaß.
Und so süß sie gerade auch aussah, während sie sich ihre vom Duschen noch feuchten Haare bürstete, würde sie es nicht als Anlass nehmen ihr Zimmer zu verlassen und sich vielleicht ihrem liebsten Akunin zu zeigen, damit er sie liebevoll anlächeln konnte und ihr sagen konnte, dass sie hübsch aussah, bevor er sie in den Arm nahm. Er und Taki lernten sicher noch, oder entspannten sich irgendwie vom harten Tag - was sie sich verdient hatten, wie auch alle anderen.
Die Nachrichten des Morgens waren bitter gewesen und die Stimmung der Schülerschaft hatte darunter sehr gelitten. Diese komischen Gefühle und Gedanken würden einen wahrscheinlich nicht so schnell verlassen. So etwas musste man schließlich erst richtig verarbeiten und sie hoffte für alle, dass es ihnen gut genug gelang, damit sie sich wieder ein wenig sicher auf diesem Campus fühlen konnten. Wenigstens ein wenig.
Daran würden die Hausvorstände und der Rektor nun arbeiten.
Sie wunderte sich darüber, ob es die Vampire waren, aber sie wollte darüber auch gar nicht wirklich nachdenken.
Also legte sie die Bürste weg, schaltete das Licht aus und kletterte träge in ihr Bett. Sie wollte wach bleiben, bis Hikari wieder da war und ihr erzählte, worauf sie sich mit den anderen geeinigt hätten.
Dass sie dann aber wach sein würde, konnte sie schon jetzt nicht mehr garantieren.
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BeitragThema: Re: Hikari & Umi   Sa 27 Jun 2015 - 1:34

Die Tagesdecke lag ordentlich gefaltet am Fuß des Bettes auf der weichen Decke selbst. Es war zu erkennen, dass sich Füße darunter bewegten und ihre Besitzerin tat es ihnen gleich; sie drehte sich auf den Bauch und kuschelte dann ihr Wange an das Kissen. Ihre Hand tastete nach ihrem Handy, das neben ihr auf Kopfhöhe lag, und der schlanke Zeigefinger drückte schließlich auf eine Taste. Das Licht des kleinen Bildschirms erhellte das dunkle Zimmer, reflektierte sich in ihren halboffenen Augen und ließ die geschliffenen Steine des Schlüsselanhängers ein wenig funkeln. Und dann war das Zimmer auch schon wieder finster. Tief atmete sie ein und seufzte anschließend schwer. Es war erst neunzehn Uhr.
Ich dachte, ich hätte länger geschlafen.
Ihre Lider fielen zu und ihre Hände strichen unter das große Kissen, bis sie es in eine kleine Umarmung zog. Nach einer kleinen Weile öffnete sie ihre Augen erneut und konnte dann in der Dunkelheit die Umrisse der Möbel wieder ausmachen, wozu auch das zweite, noch immer leere Bett gehörte. Die Tür zum Schlafzimmer war offen, doch selbst aus dem anderen Raum drang kein Leuchten, kein Ton bis zu ihr. Hikari müsste noch unterwegs sein, vermutete sie.
Umi hoffte sehr, dass es ihr gut ging. Sie hoffte, dass es allen irgendwie gut ging. Und dass die Hausvorstände zu sinnvollen und klugen Ergebnissen kämen.
Es war eine so schwer einzuschätzende Situation. Wo sollte man mit dem Planen da nur beginnen? Was sollten sie nun alles beachten und kontrollieren? Gäbe es Sperren und waren neue Meldungen von Nöten? Zwei echte Menschen war verschwunden. Echte Menschen mit Familien, Freunden und Erinnerungen. Man suchte Schuldige, Erklärungen und Lösungen.
Dass ihnen andere Schüler noch mehr Ärger bereiteten, war bitter und das hätte Umi ihnen im Leben nicht gewünscht, hätte sie davon gewusst. Sie wünschte ihnen nur Kraft und Mut, weil sie wusste, dass es alles andere als einfach war, für derartiges verantwortlich gemacht zu werden und sich mit den Problem anderer herumzuschlagen.
Sie selbst war aus gutem Grund noch immer froh darüber, dieser Aufgabe nicht mehr nachzugehen. Genauso erleichternd war sie, dass es ebenfalls nicht länger Akunins Pflicht war, diesem Posten alle Ehre zu machen.
Unter ihrer beider Führung waren zwar keine Mädchen verschwunden, aber auch ihr Jahr war irgendwie voller Chaos gewesen. Jede Geschichte schien mit Unglück und Trauer besprenkelt gewesen zu sein. Sie wollte gar nicht daran denken, was Akunin mit dem Tod seiner Mutter durchgemacht hatte. Sie wollte sich gar nicht an das entsetzte, bleiche Gesicht von Taki erinnern, als sie ihm sagten dass Kazuya einen Unfall hatte. Sie mochte nicht Kazuyas trauriges, vorwurfsvolles Gesicht vor Augen haben, wie er sich an niemanden von ihnen mehr erinnern konnte.
Dennoch.
Irgendwo zwischen all dem Wahnsinn war sogar etwas Liebe erblüht.
Verliebt zu sein, war so seltsam.
Es machte Umi nervös, es ließ ihr Herz schneller klopften und an tausend Dinge gleichzeitig denken. Sie hatte angefangen, besser auf sich Acht zu geben und versuchte gleichermaßen hübscher zu werden, weil sie nicht nur sich, aber auch dieser einen ganz besonderen Person gefallen wollte. Sie fing an, sich im Unterricht mehr Mühe zu geben, nicht nur, weil sie einen guten Abschluss wollte, sondern auch, um diesen bestimmten Menschen ein wenig zu beeindrucken. Umi hatte aufgehört sich zu verstecken und weniger aus sich zu machen, als sie war. Gleichzeitig blieb sie liebevoll, freundlich und bescheiden. Sie behielt ihre unschuldige Zurückhaltung bei, während sich ein gesundes Selbstbewusstsein eingependelt hatte.
Akunin hatte sie besser gemacht. Er motivierte sie dazu, besser zu sein!
Und doch, wenn sie in seiner Näher war, wenn er sie umarmte, oder gar küsste, dann fühlte sie sich unglaublich wohl. Sie fühlte sich, als müsste sie nichts machen, außer bei ihm zu sein, um glücklich zu sein. Er mochte sie schließlich so, wie sie war.
Und sie war in ihn verliebt, weil er es war – weil es Akunin war.
Ihr wurde warm. Sie lächelte in sich hinein und versuchte wieder einzuschlafen.
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BeitragThema: Re: Hikari & Umi   Di 21 Jul 2015 - 3:16

<= Eingangsbereich

Akunin war nach einem kurzen Spaziergang durch den Flur endlich am Zimmer angekommen. Das alte Holz sah wie immer unverändert aus und auch der Name seiner Schönheit stand wie auch immer gekennzeichnet. Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen formte er seine Finger zu einer leichten Faust, die er sogleich an die Türe klopfte. Er sah sie immer am Abend ein Mal. Mochte sein, dass er vielleicht die Anhänglichkeit seines besten Freundes zu seiner Freundin auf den Arm nahm, aber dass er sich Umi gegenüber nicht genauso verhielt, das wäre eine Lüge.
Denn, man glaubte es kaum. Akunin war ein Romantiker.
Ja, so jetzt war es raus.
Er vermochte jemand sein, der nicht an die Wäsche ging, aber seine Gesten, seine Bewegungen, sie suchten immer nach Umi.
Verwundert bemerkte Akunin, dass die Türe verschlossen blieb, also starrte er diese an in der Hoffnung – wie ein trauriger Welpe – man würde ihm diese öffnen. Unschlüssig klopfte er nochmal, etwas fester und legte den Kopf schief. Seine Kleidung, ein feuchtes Etwas, dass nach einem Trockner schrie, klebte am Körper und er zuckte mit den Schultern, eher er die Türe öffnete und hereintrat.
Umi?“, fragte er unschlüssig in den Raum und setzte seinen Rucksack ab, eher er sich im Wohnbereich der Mädchen umblickte. Langsam beugte er sich nach seiner Tasche und zog eine große Tüte heraus, welche er vom eigentlich Objekt abstreifte. Es war ein großer Plüschhase, groß wie ein Kissen im Wohnzimmer. Eine rote Schleife hing um ihn, mit einem Aufkleber.
„PonPon – Für Umi von Akunin“, stand es ordentlich geschrieben. Der Hase blickte aus Mischung: Ich töte dich aber überschütte dcich dabei mit LIEBE.
Komisch, es war erst vor acht Uhr, war sie noch unterwegs? Langsam durchquerte er die Tür und klopfte kurz am Schlafzimmer, eher er nochmals nach ihr rief und dann hereintrat.
Im matten Licht der Dunkelheit, musste er sich an die Schwärze gewönnen. Seine Hand langte automatisch nach dem Lichtschalter, als er inne hielt.
Da sah er das Mädchen, wie ihre langen Beine in einer schwarzen Leggings ausgestreckt waren.
In einem Pullover gekleidet wunderte es ihn daher nicht, dass sie gänzlich auf ihre Decke verzichtete, denn diese lag zusammengeknüllt am Fuße des Bettes.
Schlimm war es um Akunin, der nun in der Dunkelheit seine Freundin beobachtete, wie sie friedlich an ihr Kissen geschmust lag. Ihre Haare umrandeten unordentlich ihr Gesicht und er schritt die wenigen Meter auf sie zu. Langsam setzte er sich an den Bettrand und strich sanft mit seinen Fingern ihr Haar zur Seite, welches in kleinen Strähnen sie an der Nase kitzeln könnte.
Vorsichtig beugte er sich vor und drückte seine weiche Lippen auf ihre Wange, um ihrer Haut einen liebevollen Kuss zu schenken, während er den Hasen auf ihr Handy platzierte. Er hoffte, er würde ihr gefallen.
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BeitragThema: Re: Hikari & Umi   Di 21 Jul 2015 - 15:54

Es war ihr nicht schwer gefallen wieder einzuschlafen. Frisch geduscht und ohne Pflichten, denen noch zu folgen war, war es theoretisch sogar unumgänglich gewesen. Die Decke, unter der sie sich versteckt hatte, wurde ihr allerdings auf Dauer ein wenig zu aufheizend, weswegen sie irgendwann diese einfach mit den Füße ans Ende des Bettes getreten hatte, wo auch schon die Tagesdecke lag. In ihrem dunkelblauen Pulli, der mehr Ähnlichkeiten mit einem bequemen Kleid hatte, war es ihr warm genug. Und wenn später Hikari auftauchen würde, sie nichts mehr vorhätte, außer vielleicht ihrem Liebsten eine gute Nacht zu wünschen, dann würde sie sich auch ihre eigentlichen Schlafsachen anziehen.
Jetzt aber lag sie einfach dar und wurde von der Dunkelheit ihres Zimmers umarmt, während ein paar Strähnen ihres fast trockenen Haares sanft um ihr Gesicht tanzten, wann immer sie sich etwas bewegte.
Sie hörte das Klopfen, das für sie bestimmt war, nicht. Der Ruf ihres Namens, der daraufhin folgte, erreichte sie genauso wenig. Erst, als ihre Nase zu kitzeln begann, löste sich der traumlose Schlaf langsam auf. Sie begann Nähe zu spüren, fühlte ein zartes Echo auf ihrer Haut und fing an etwas anderes wahrzunehmen. Es roch nach Gras; nach Wald wie nach einem Regen. Es war ein angenehmer, frischer Duft, der sie dazu brachte ihre Augen zu öffnen und in den kaum beleuchteten Raum hinein zu blinzeln.
"Hmphmmh.", entkam es ihr und sie streckte sich ein wenig, wobei sie endlich bemerkte, dass etwas ihre Sicht aufs Zimmer störte und etwas anders war als vorhin. Sie hob ein wenig den Kopf, erkannte das süße Kissen da aber noch gar nicht direkt.
Doch sie realisierte das Gewicht neben sich und den Schatten, weswegen sie erschrocken in sich hineinfuhr, ehe sie erleichtert ausatmete.
"Du machst Sachen!", schimpfte sie mit Akunin und drehte sich sofort auf die Seite. Ihre eigene Stimme klang noch leise und verschlafen. Sie musste ihre Hand nur ein wenig zur anderen Seite bewegen, bevor ein warmes Licht den Raum erfüllte. Umi ließ den Kopf wieder zurück ins Kissen sinken und rieb sich kurz die Augen mit ihren Händen.
"Wie spät ist es?", fragte sie ihn dann, ohne, dass ihr Stimmchen wacher wurde. Doch bevor sie eine Antwort erhielt, drehte sie sich selbst wieder um, weil ihr einfiel, dass ihr Handy doch noch immer neben ihr liegen sollte.
"Oh." Verblüfft besah sie das lächelnde Gesicht, dass in einen weichen, weißen Stoff eingestickt war. Verwundert blinzelte sie es an, während ihre Hand still in der Luft verblieb. Sie brauchte einen Moment, um zu verstehen, was das war und von wem es war, worauf sie innerlich zu schreien begann: EIN HÄSCHEN!
Ein sanftes Lächeln legte sich auf die Lippen, ehe sie zu grinsen begann.  
"awwwwww.", schnurrte sie leise gerührt und streckte ihre Hand nach dem kleinen Häschen aus. Wie wundervoll es sich anfühlte! Am liebsten hätte sie sofort ihr Gesicht darin vergraben.
"Ponpon? Hast du dir das einfallen lassen?", schmunzelte sie ihm zu, während sie die kleine Karte, die an dem roten band befestigt war, zwischen den Fingern drehte, sich etwas hoch stützte und zu ihrem Freund sah.
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BeitragThema: Re: Hikari & Umi   Di 4 Aug 2015 - 0:41

Es war bereits Zeit zu gehen, so glaubte Akunin und wollte sich von der Bettkante abstoßen, nachdem er genug von seiner Prinzessin gehabt hatte. Auch wenn sie friedlich im Bett ruhte wie Dornröschen, so wollte er sie dennoch nicht aus ihrer Ruhephase locken. Dafür gab es ja einen anderen Tag. Erschrocken war die junge Dame jedoch selbst erwacht und sich wohl sonderlich über sein Erscheinen gefürchtet, vermutlich weil sie ihn noch nicht im Schatten des Raumes erblicken konnte. Allerdings brauchte sie zum Glück nur wenige Sekunden um ihren Prinzen als ihren zu erkennen.
Ein sanftes Schmunzeln legte sich auf Akunins Lippen, welche er zusammenpresste, um ein amüsantes Kichern zu unterdrücken. Ihre Lider noch vom süßen Schlaf verführt blinzelten im plötzlich eingestellten Licht. Er selbst bemerkte erst jetzt, dass er noch vom leichten Regen durchnässt war. Er beugte sich vor und drückte seine feuchte Stirn gegen ihre, um sie eindeutig absichtlich etwas selbst zu durchnässen, als Antwort auf ihren Ausruf, er machte Sachen! Die Uhrzeit konnte er ihr leider auch nicht sagen:
Ich weiß es nicht, aber vorhin war es Zeit Taki wieder Megumi abzugeben“, murmelte er ein wenig mürrisch. Er war froh, dass Umi sich nicht mehr ein Zimmer mit ihr teilte. Es reichte ihm schon, dass das Mädchen seinen besten Freund beanspruchte, aber seine Freundin? Er mochte Megumi nicht sonderlich, empfand ihr auch nicht eine sehr große Abneigung. Er war einfach den meisten Menschen gegenüber neutral eingestellt und nicht wirklich emotional. Er zeigte den nötigen Respekt, aber auch Distanz. Wenn man sein beherrschtes Gesicht verändert sah, dann wohl in der Nähe seiner liebsten Menschen.
Auch jetzt musste er Lächeln, während Umi in ihrer Bewegung verharrte. Ihre deutlich gerührte Reaktion floss wie Lava in seinem innersten. Wie ein kleines Kind erfreute er sich an ihrer Freude und nickte dann.
Jap. Weil du mir das eine Video gezeigt hattest“, erwiderte er fröhlich, irgendwie schon verträumt und räusperte sich.
Ich hoffe, er ist zur Zeit des Chaos auf der Schule ein guter Beschützer für dich, wenn ich nicht da bin“, erklärte er und blickte dabei ein wenig peinlich berührt zur Seite, wobei er so cool wie möglich seine Emotionen zügelte und anschließend schmunzelte. Er wusste noch nicht genau, wie es Umi mit den ganzen Mädchen ging, aber er hatte das Gefühl, dass sie genauso erleichtert war, wie er, dass sie nicht mehr den qualvollen Job der Hausvorstände inne hielten.
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