Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
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 Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)

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BeitragThema: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Di 12 Mai 2009 - 20:12

Ihrer Beider Vorgeschichte.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Di 12 Mai 2009 - 22:09

Die Hand des jungen androgynen Chinesen zitterte nicht, als er den Abzug betätigte welcher, den vor ihm liegenden Älteren das Leben kostete.
Auf seiner Pistole war ein Schalldämpfer aufgesetzt, weshalb niemand den tödlichen Schuss zu hören vermochte.
Sein Gesicht war ausdruckslos, und zeigte nicht den leisesten Anflug einer Emotion. Die hellbraunen Augen waren hart wie Granit, und ließen nicht vermuten was im inneren, dieser wahrscheinlich geplagten Seele vorging.
Der junge Mann war gekleidet in eine grüne Chinesische Jacke, sie war am Hals hochgeschossen, und vorne zugeknöpft, eine passende Hose in Schwarz, und Samtschlappen. Ein traditioneller chinesischer Aufzug eben, komplettiert, durch hüftlanges, glänzendes schwarzes Haar, welches in einem hohen Zopf geflochten auf seiner linken Schulter lag.
Mann konnte es nicht anders sagen. Li Nian war schön.
Und obgleich er gerade jemanden umgebracht hatte würde es ihm niemand übel nehmen können. Denn so eine Schönheit befand man einfach nicht für böse...wenngleich er eben das war. Er gehörte zu den Bösen. Zur Baishe. Zur chinesischen Mafia.
Eben so wie der Andere auf dem Boden ebenfalls zu diesen Leuten gehörte, doch auf Verrat stand nun einmal der Tod.
Der Schwarzhaarige war wohl nicht älter als zwanzig Jahre, vielleicht einundzwanzig, doch das konnte man nicht so ganz genau sagen, und mal ehrlich, wen interessierte so eine Banalität wie ein Alter?
Plötzlich hörte man wie ein Hund laut zu bellen begann, und man hörte wie das Bellen näher kam. Nun heizte eine deutsche Dogge mit Stachelhalsband um die Ecke und kam direkt auf Li zu.
Der Chinese hob seine Pistole, doch das Tier war schneller. Es versenkte in Sekundenschnelle, seine Messerscharfen Zähne in Li’s linker, behandschuhter, Hand.
Er ließ einen erstickten Schrei hören. Und nachdem er sich einen Moment später wieder gefangen hatte, drückte er noch einmal ab. Der Hund ließ ein Jaulen ertönen, und starb dann.
„Verfluchtes Mistvieh!“ fluchte der Schwarzhaarige, und sein Gesicht war Schmerz verzerrt, er musste machen, dass er hier weg kam. Weg aus Knowloon, denn gleich würde sicherlich die Polizei eintreffen, und dann durfte er nicht mehr hier sein.
Er griff mit der gesunden Hand in die Tasche seiner Jacke, holte ein weißes Taschentuch heraus, und presste es auf die blutende Wunde. Er durfte keine Spuren hinterlassen, zum Glück war jedoch nicht in den Akten verzeichnet das Li überhaupt existierte. Und das war gut so.
Vor der Tür wartete ein schwarzer Wagen in den er nun einstieg.
Gefahren, wurde das Vehikel von einem Fahrer, der nicht fragte, sondern einfach tat was er musste.
„Verdammt“ fluchte Li erneut, und suchte nach irgendetwas um die Blutung zu stoppen.
Schließlich fand er im Handschuhfach einen kleinen Verbandkasten, um die gröbste Blutung mit einer Mullbinde zu stillen. Er würde das nachher noch einmal richtig machen, aber jetzt galt erst einmal hier weg zu kommen.
Der junge Mann stieg am Anwesen aus, wehrend der Fahrer das Auto wegbrachte.
Li eilte sich in sein Zimmer zu kommen, denn so durfte er Mai auf gar keinen Fall begegnen. Sein Bruder durfte nicht erfahren, dass Li eine Verletzung davon getragen hatte.
Er stürzte ins Bad, und schnitt den Blutigen Handschuh von der Hand, der war eh nicht mehr zu retten. Und hielt die blutige Hand erstmal unter fließendes Wasser, damit das überschüssige Blut abgespült wurde, und er sehen konnte wie tief die Wunde war.
Es stellte sich heraus, dass sie zwar nicht besonders tief war, aber sehr stark blutete da eine Arterie getroffen worden war.
Die Wunde war nun jedoch Li’s geringste Sorge. Als er sich, nun umgezogen auf den Weg zu Mei machte.
Denn der junge Mann hatte Angst. Angst vor seinem Eigenen Bruder. War das nicht leicht bis mittelschwer erbärmlich?
Doch als das Li keine Angst haben konnte, hatte Mei schon oft versucht mit ihm etwas zu machen was Li nicht wollte. Etwas das man im allgemeinen Sprachgebrauch als ‚angrapschen’ bezeichnete, und im juristischen Sinne ‚sexuelle Belästigung’ oder ‚sexuelle Nötigung’
Trotz der Tatsache, das Li außerordentlich klug war, verstand er nicht warum Mei derartige Dinge versuchte. Und bis jetzt hatte Li sich auch immer erfolgreich gegen seinen Bruder erwähren können, doc war immer ein gewisses Gefühl der Machtlosigkei8t da, weil Mei über Li stand, und somit tun und lassen konnte was er wollte.
Wie frustrierend das doch alles war. Früher hatten sich die beiden wunderbar verstanden.
Doch seit Mei die Macht des Vaters, der wohl bald dahinscheiden würde, innehatte, hatte sich der einst fröhliche Junge verändert. Er war kalt und gegen über Li sehr ungerecht gewordne, und Li war kein Bruder mehr für ihn, sondern ein Söldner...eine Marionette.
Der Chinese stand vor der Tür seines Bruders, und klopfte. Die verletzte Hand hatte er hinter dem Rücken versteckt.
„Herein.“ Erklang Mei’s sonore Stimme, und Li drückte die Klinke hinunter und trat ein.
„Ah Li.“ Ein kaltes Lächeln lag auf Mei’s ohnehin schon kalten Zügen, als er seinen Stiefbruder anblickte. Steifbruder, weil Li nicht der leibliche Sohn von Ling Nian war, nicht wie Mei der auch noch der Ältere war.
Viele hätten Li lieber an Mei’s Position gesehen, und as war ein offenes Geheimnis, weshalb Mei Li noch mehr zu verachten pflegte.
Der Androgyne war immer Nians Lieblingssohn gewesen, wenngleich nicht vom gleichen Blut, und Mei nie viel Aufmerksamkeit bekommen hatte, doch hier galt das Recht des Blutes und der Jahre. Kurz um, Mei war das Oberhaupt der Baishe, und würde diese Position nicht aufgeben.
„Es verlief alles nach Plan.“ Sagte Li mit melodischer, feiner, wohlklingender Stimme, die so ganz anders war als die seine Bruders.
„Wenn du erlaubst möchte ich mich entfernen, Nii-san.“
„Nenn mich nicht so!“ entfuhr es Mei...und er war auf einmal ganz nah an Li. „Ich bin nicht dein Bruder, und du bist nicht meiner, wir sind nicht gleichen Blutes, also wage nicht gegenteiliges zu behaupten."
Er hatte die Hand an Li’s Kragen, und zog ihn leicht hoch.
Li verzog keine Miene... er war die Launen Mei’s gewohnt, und ertrug sie geduldig.
Der Andere ließ ihn los. „Vater fragt nach dir geh zu ihm, udn mir aus den AUgen!“ Bellte Mei, und Li nickte nur, um so schnell wie möglich den Raum zu verlassen.
Denn irgendetwas an Mei’s Gegenwart war dem Chinesen unangenehm. Li wollte garnicht wissen, was Mei in seinen Gedanken mit ihm anstellte...Und was hatt sic zwischen sie gestellt? Vermutlich alles...oder war es doch nur die Barriere, die sich zwischen den ehemaligen Brüdern .. Jene Barriere der Macht?
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Mo 18 Mai 2009 - 18:10

Zur gleichen Zeit flog ein schnittiger, schwarzer Hubschrauber über die flimmernde Hauptstadt Chinas. Der Braunhaarige Passagier warf einen gelangweilten Blick aus dem Fenster. Sie waren jetzt schon einige Stunden unterwegs und er wurde langsam etwas ungeduldig.
Draußen konnte man die schlechte Luft förmlich flimmern sehen, je näher sie dem Stadtkern kamen.
Der Pilot steuerte nun zielstrebig auf eines der Hochhäuser zu, und bald konnte man die Landefläche auf dem Dach erkennen. Die grauen Augen des Passagiers huschten vom Fenster rasch zu seinem Ziel. Einer seiner Kontaktmänner müsste unten in der Tiefgarage schon mit einem Wagen auf ihn warten.
Der Pilot landete auf der kleinen Fläche und der Japaner stieg aus, nicht ohne sich vorher noch einmal zu bedanken. Mit schnellen Schritten lief er von der Fläche herunter und kam vor dem Aufzug zum stehen. Seine Tasche trug er mit einer Hand lässig über die Schulter.
Gekleidet war der Mann in einem schwarzen Overall, überall hingen Karabinerhaken und weitere Schnürrungen.
Der Fahrstuhl brachte ihn direkt in die hauseigene Tiefgarage, wo schon sein Kontaktmann wartete.

„Ajoi-san“ lächelte er ihn an und begutachtete den Wagen. Nichts auffälliges, ein normaler Mitsubishi. Welch ein Jammer.
„Heiji-san, freut mich dich einmal wieder zu sehen. Etwas Besseres war auf die schnelle nicht aufzutreiben. Aber keine Sorge, natürlich sind ein paar Extras eingebaut“ er lächelte den Braunhaarigen verschmitzt an. Dieser grinste nur und warf seine Tasche auf den Beifahrersitz.
„Perfekt! Ich danke dir!“ Er streckte die Hand nach den Schlüsseln aus, die sogleich klimpernd in seiner Handfläche landeten.
„Gern geschehen, wenn du etwas brauchst, ruf mich an…. egal was es ist!“ dem letzten verleihte er mehr Nachdruck als eigentlich nötig.
Der Blick der grauen Augen sagte alles. Er hob noch einmal die Hand zum Gruß, bevor er in den Wagen einstieg. Etwas erschöpft lehnte er sich zurück und holte aus einer der vielen Taschen an seinem Körper, ein zerknautschtes Päckchen Zigaretten raus. Nebenbei beobachtete er noch aus den Augenwinkeln, wie Ajoi in einen der anderen Wagen stieg und davonbrauste.
Die Augenlider schlossen sich und er versuchte sich ein wenig zu entspannen. Manchmal hasste er es, von seinem Vater herum zu kommandiert werden, wie einer der anderen Auftragskiller. Aber auf der anderen Seite hatte es auch seine Vorteile. Die meisten wussten nicht einmal, welches Verhältnis er mit dem Yakuzaoberhaupt hatte. Das er sein Sohn war. Genauso wie seinen richtigen Namen. Er benutzte eigentlich fast nur noch sein Pseudonym. Heiji Matanuri.
Zukünftiges Oberhaupt der japanischen Yakuza. Er ließ es sich förmlich auf den Lippen zergehen. Denn in letzter Zeit weihte sein Vater ihn in immer mehr Angelegenheiten ein. Das ließ die nahe Vermutung auftreten, dass dieser bald abdanken und die Geschäfte seinem Sohn übergeben würde.
Die Zigarette im Mundwinkel, das Verdeck offen und die Musik aufgedreht. So fuhr Shouta durch die engen und verwundenen Straßen Hongkongs. Das Wetter wäre ganz ok gewesen, wäre da nicht die dicke Dunstwolke, welche über der Stadt hing. Er kannte sich halbwegs in der Metropole aus. Kannte zwar nicht alle Schleichwege und Abkürzungen, doch er schaffte es ohne größere Probleme von A nach B. Der Verkehr war dicht wie immer, zähfließend kam er voran. Doch er hatte es nicht wirklich eilig. Sein Opfer wusste eh nicht, dass er im Anmarsch war.
Die Stunden schlichen dahin, und er steckte immer noch im Verkehr fest. Zwar war er seinem Ziel näher gekommen, doch es wurde mittlerweile auch schon dunkel. Er fuhr von der Hauptstraße herunter in ein Wohngebiet. Mit einem kurzen Blick auf den Beifahrersitz vergewisserte er sich noch einmal, ob er die richtige Adresse im Kopf hatte. Die Geschwindigkeit des Wagens verringerte sich, bis er schließlich ganz zum stehen kam. Vor einem schicken, freistehendem Einfamilienhaus. Genüsslich zog er den letzen Zug seiner Zigarette und drückte sie im Ascher aus. Danach stieg er aus dem Auto und ging zum Kofferraum. Die Straßenlaternen warfen lange Schatten auf den Bürgersteig. Mit einem zufriedenen Lächeln begutachtete er in dem schwachen Licht den Inhalt des Kofferraumes. Ein Waffenlager war nichts dagegen. Er zögerte ein wenig, bis er sich für zwei einfache Pistolen entschied. Zur Vorsicht steckte er noch einige Wurfsterne und zwei Messer in seinen Gürtel. Dann knallte er den Deckel wieder zu und sah sich um. Die Straße war menschenleer und verlassen. Gut so, dachte er und ging auf das Haus zu. Mit einem grazilen Sprung überwand er den Gartenzaun und ging um das Haus herum.
Hinten war leichtsinniger Weise eines der Fenster gekippt. Das ist ja fast schon zu einfach, dachte er und öffnete das Fenster ohne große Probleme. Dann stieg er hindurch und schaute sich im Inneren des Hauses um. Normale Mittelschicht, schätzte er und ging in die Küche. Jetzt hieß es warten; warten auf den Verräter. Shouta musste wieder grinsen, als er an die Geschichte zurückdachte. Sein Opfer führte gekonnt ein Doppelleben. Er war Spitzel der Baishe und der Yakuza. Somit würde die Baishe ihm auch nicht viele Probleme bereiten, wenn er diesen Verräter für sie beide auslöschte. Auch wenn es ihm nicht gefiel, der verhassten, chinesischen Organisation einen Gefallen zu tun. Etwas gelangweilt schnappte er sich einen Apfel aus einem Obstkorb und biss hinein. Wieder schaute er sich in den dunklen, leeren Räumen um. In seinem Kopf ratterte es wie wild, welche Möglichkeiten er alles hatte um sein Opfer zu überraschen.
Nach ganzen geschlagenen drei Stunden der Langeweile, kam endlich Bewegung in das Spiel. Er hatte es sich mittlerweile in einem der Sessel im Wohnzimmer bequem gemacht. Sein Gesicht lag im Schatten. Solange kein Licht angemacht wurde, war er fast unsichtbar, verschmolz mit dem düsteren Hintergrund. Er hörte den Schlüssel in der Haustüre, die darauf folgenden Schritte im Flur. Zwei Personen, schoss es zufrieden durch seinen Kopf. Er zückte seine Waffen und richtete die Pistolenläufe auf die Tür, durch welche sein Opfer eintreten würde. Mit einem fiesen Grinsen im Gesicht saß er stockstill da und wartete.
Dann öffnete sich die Tür zum Zimmer und das Licht wurde eingeschaltet.
Genau diese Momente liebte er. Wo das Opfer realisierte, dass es entdeckt wurde. Das es zu spät war, der Mörder saß hier und wartete auf ihn. Den entgleisten Gesichtsausdruck, Angst, Wut, Schock, Trauer, Rachegelüste. Alles in einem winzigen Moment, nicht länger als ein Wimpernschlag.
Dann schoss er. Mehrere Male hintereinander, sodass auch die zweite Person, wahrscheinlich die Frau, gleich mit ihrem Ehemann sterben konnte.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Di 19 Mai 2009 - 11:07

Der junge Mann schloss die Tür hinter sich und seufzte...jedes Mal aufs Neue machte es ihn traurig, dass Mei so kalt geworden war...dass er so abgebrüht war, und schon alles gesehen hatte, und deshalb nicht mehr sein großer Bruder zu sein schien.
~
„Großer Bruder.“ Rief der kleine Junge und lief auf den anderen Jungen zu, der gut, einen halben Kopf größer war als er, und fiel ihm um den Hals. „Schön, dass du wieder da bist Mei Nii-san.“
„Hallo Li-chan...ich sehe schon, du hast mich vermisst“ lachte der Größere, und schloss den Kleineren in die Arme. Li hatte damals schon längere Haare gehabt, bis zur Schulter, und das sollte für ihn immer Charaktereistisch bleiben.
Er ergriff die Hand des Größeren, und zog ihn mit sich ins Haus.

~
Und wiederum seufzte der gegenwärtige Li , so hatte er seinen Bruder eigentlich in Erinnerung behalten wollen, als einen fröhlichen Jungen, glücklich und so etwas wie sein sicherer Hafen, doch Mei hatte das Band, welches Li an den Hafen band durchtrennt, und hatte ihn in die kalte Einöde der See der Sehnsucht abtreiben lassen, und das ohne mit der Wimper zu zucken.
Wie sehr der Verlust eines Bruders einen doch aus der Bahn werfen konnte.
Doch Mei war ja nicht verloren, nur waren sie keine Brüder mehr....nicht mehr wirklich zumindest, und Li vermisste diese Wärme. Auch jene Wärme die er als Kind von Yumi Nian erhalten hatte...Der Frau von Ling Nian, Meis Mutter, und seiner Ziehmutter...sie war sehr früh gestorben, Li war sechzehn gewesen, Mei achtzehn.
Sie war nicht gestorben, sie war umgebracht worden. Li ballte eine Hand zur Faust und biss die Zähne aufeinander....warum verlor er immer das was ihm lieb und teuer war... Erst Yumi, nun Mei und bald auch noch den Alten Nian. Das war so ungerecht.
Vielleicht ist es ein bisschen schwierig nachzuvollziehen wie diese Seele fühlt.
Li lebte in einem goldenen Käfig...wenn man es denn so nennen konnte. Er war nicht frei.
Und obgleich diese Blume im Großstadtmoloch von Hong Kong aufgewachsen, und gestutzt worden war, so war er doch ein Gefangener dessen, was er war. Eine verdammte Marionette seines Bruders, dazu verurteilt dessen Dienste zu verrichten, bis er einst von einer Kugel danieder gestreckt werden sollte, oder anderweitig starb.
Und wenngleich er alles Materielle hatte, so fehlte ihm doch die menschliche Bindung. Li hatte niemanden an den er sich wenden konnte, wenn er Kummer hatte.
Li Nian war allein, und wohl die einsamste Seele Hong Kongs.
Es war ein Wunder, dass es ihn nicht hatte kalt werden lassen, wie seinen Bruder, dass es ihn nicht zu einem Monster hatte werden lassen, und dass er sich dennoch seine Würde bewahrt hatte.
Li war allein mit seinen Sorgen, mit der Angst vor Mei, mit der Angst vor dem Töten, mit dem Töten, mit dem Betrügen, mit dem Schmuggeln, und mit allem was die Baishe eben so tat. Und das war für ein solch blumig zartes Wesen ein wirklich schweres Los, unter dem er zu zerbrechen drohte...Tag um Tag,
Des androgynen Chinesen Schritte trugen ihn die Flure entlang, und jetzt zündete er sich erst einmal eine Zigarette an.
Er kam hinaus in den steinernen Garten, und langsam machte sich die Sonne bereit unterzugehen.
Nian war im anderen Gebäude, und Li wollte ihm nicht so aufgewühlt wie er gerade war entgegentreten.
Er lehnte sich gegen die Wand und dachte nach, auf einmal spürte er etwas Feuchtes auf seiner linken Wange, und wischte es mit der gesunden rechten Hand ab. Eine Träne?
Eine Träne auf diesem reinen Gesicht grenzte für einen Außen stehende bereits an Sünde, während Li sich fragte, was diese auf seiner Wange tat, er hatte doch nicht geweint. Oder hatte er es einfach nicht gemerkt?
Er wischte mit seinem Ärmel durch das Auge, und irgendwie gaben nun eine Beine unter ihm nach, und er rutschte an der Wand hinab, bis er auf dem Kiesboden saß.
Er lehnte den Kopf an die Wand, und hatte immer noch die Zigarette in der Hand.
Irgendwas rebellierte in ihm, irgendetwas Großes was nach draußen wollte. Und Li versuchte es zu unterdrücken. Doch die Tränen kamen auf einmal, und ließen sich nicht mehr aufhalten.
Und es war als würde ein Engel Tränen vergießen, ohne es zu wollen.

Die Zigarette fiel zu Boden, als sich der Chinese weniger als zwei Minuten später zwang wieder aufzustehen.
Er wischte sich noch einmal durchs Gesicht. Doch auch ob der Tränen empfand er keine Erleichterung.
Der alte Nian durfte nicht merken, dass sein Ziehsohn, Mei’s Söldner, geweint hatte wie ein Mädchen.
Doch öfter gab es solche Szenen in denen er den Druck kaum noch aushielt.
Aber jetzt musste er stark sein. Nian lag im Sterben, und da sollte er sich nicht mit Li’s Problemen auseinandersetzen müssen.. Nian sollte in Frieden sterben, und alle Konflikte in dieser Welt nicht mit ins Jenseits nehmen.

Wenig später klopfte der langhaarige Chinese an die Tür des Gemaches seines Ziehvaters, und trat nach dessen Zustimmung ein.
„Guten Abend Oto-sama.“ Sagte er, trat an das große Bett, und verneigte sich ehrfürchtig.
„Konban wa Li huâ“ hauchte der Sterbende, und winkte seinen Ziehsohn zu sich, der sich neben das Bett kniete, und die verletzte Hand immer noch versteckte.
„Du wolltest mich sehen?“ Li zwang sich zu einem Lächeln.
Zwischen Mei und Li gab es ein stillschweigendes Abkommen, nämlich, dass sie ihre Streitigkeiten außerhalb des Vaters Zimmer ließen, um ihn damit nicht zu belasten. Das war das einzig gute hier, weshalb Li auch lange und oft dem Vater Gesellschaft leistete, doch war dies natürlich nicht der einzige Grund warum er oft hier war. Dieser Mann hatte ihm ein Leben gegeben, und nun musste er das zurückgeben, Liebe, und Hoffnung auf ein neues Leben für den Alten, der sündig, unheimliche Angst vor dem Sterben hatte.
„Das wollte ich, aber nur um dich zu sehen.“ Der alte Mann brachte ein Lächeln zu Stande, und hob eine zitternde Hand um sie auf Li’s Wange zu legen.
„Du bist zu einer wahrhaften Augenweide herangewachsen, wieso suchst du dir nicht eine hübsche Frau, und wirst glücklich?“ fragte er seinen Lieblingssohn, und Li ergriff die Hand seines Ziehvaters.
„Du weißt gar nicht wie sehr ich, das wollen würde, Vater, doch du weißt so gut wie ich, dass das nicht geht, ich muss Mei zur Seite stehen, und das ist wichtiger als mein Leben.“
Li’s Blick war traurig, als er weiter die Hand seines Ziehvaters in der Seinen Hatte, und diesen aus hellbraunen Augen anblickte.
Der junge Mann war eine tiefsinnige Schönheit. Stille Wasser sind tief.
Erneut klopfte es an der Tür und Mei trat ein. Sofort erhob sich Li und verbeugte sich.
„Nii-san.“ Dann wandte er sich wieder dem Vater zu. Hier ließ Mei es zu, dass Li ihn als ‚großen Bruder’ betitelte, denn vor dem Vater stritten sie sich wie gesagt nicht.
„Oto-sama, in Knowloon verlief alles nach Plan.“ Sagte Mei ohne Li auch nur eines Blickes gewürdigt zu haben.
Li’s Gedanken verfinsterten sich.
//Natürlich verlief alles nach Plan, ich habs ja auch für dich erledigt du Arsch.//
Sonst erwischte er sich nie bei solch aufmüpfigen Gedanken, das war ja ganz was Neues.
Er musste hier weg, und sich beherrschen. „Oto-sama, ich ziehe mich nun zurück.“ Sagte er und verbeugte sich wiederum. Er musste sich zurückhalten nicht auszurasten, und er wusste nicht woher diese neue Wut auf einmal kam. Der Ziehvater hatte genickt und Li hatte sich entfernt.
Draußen trat Li wütend gegen einen Stein. Verflucht, seit wann konnte er sich nicht mehr kontrollieren.

Einige Stunden später, hatte er geduscht, und sah nun wieder so aus als sei nichts gewesen, die Wunde war wieder ordentlich verbunden. Doch dieses Mal trug Li einen Anzug, und keine chinesischen Kleider. Man konnte jedoch nicht sagen, dass ihm das nicht auch stand.
Ein weißes Hemd, mit schwarzem Anzug. Doch aus irgendeinem Grund, hatte auch jetzt die Wut noch nicht nachgelassen.
Mittlerweile war es mitten in der Nacht, und Li fragte sich was Mei noch von ihm wollen konnte, als er an die Tür klopfte.
Wieder eine Zustimmung und ein Eintritt.
„Du wolltest mich sprechen Mei?“ fragte Li, die Haare mittlerweile offen. Sie wallten wie ein Schleier schwarzer Seide über seine Schultern, und er blickte seinen Steifbruder an.
Sollte nun wieder das kommen was er so hasste? Wenn dies der Fall war, so dachte Li in Wut würde Mei heute sein blaues Wunder erleben.
Und wie hätte er es nicht anders gewusst, kam Mei auf ihn zu, und drücke Li gegen die Wand, auch hielt er seine Handgelenke fest.
„Mei, Lass das.“ Zischte Li und versuchte sich zu erwähren, doch körperlich war Mei einfach stärker.
Er drückte seine verlangenden Lippen auf die Li’s und küsste ihn, was Li ganz und gar nicht gut fand. Er stieß Mei von sich, der unsanft auf dem Boden landete. Dabei zerriss Mei Li das Hemd.
„Lass es doch!“ rief Li vorwurfsvoll und griff in die Innentasche seines Jacketts um eine Pistole herauszuholen.
Der Schwarzhaarige erkannte sich gar nicht wieder, doch das war jetzt auch egal, er war wütend.
„Wieso kannst du es nicht einmal zulassen Li, man meint du bist eine Frau, wieso lässt du mich nicht in dem Gauben?“
Li erstarrte, und blickte seinen Bruder entsetzt an, doch dann wurde sein Blick kalt und durchdringend. „Bin ich das für dich...ein Lustspielzeug?!“ er zischte wie eine wütende Schlange, als er die Pistole auf Mei richtete, und den Finger am Abzug hatte.
Nun geschahen viele Dinge auf einmal.
Eine Tür stob auf, und der Männer kamen in den Raum, die Li von Mei wegzerrten und ihm die Pistole abnahmen. Er Schwarzhaarige warf sich gegen die starken Arme doch hatte er keine Chance. Die drei brüllten durcheinander, er solle sich doch beruhigen.
Und nun geschah etwas Unerwartetes. Ling Nian wurde in einem Rollstuhl in das Zimmer geschoben, von einer Bediensteten, und auf seinem bleichen Gesicht zeichnete sich Wut und Entsetzen ab. „Was muss ich sehen, Der Brüder richtet eine Waffe auf den Bruder, und das bei meinen Söhnen,“
Eine Weile ging die Konversation weiter, und Li versuchte sich zur rechtfertigen, und sich loszumachen, doch alles brachte nichts.
Der Satz der sich auf ewig in Li’s Gedächtnis eingebrannt hatte war „Du wirst für eine Weile ins Nebenhaus ziehen, damit sich dein Gemüt abkühlt“ und dabei der vorwurfsvolle Blick eines enttäuschten Vaters. Nian hatte Li bestraft, anstatt Mei, der eigentlich Schuld gewesen wäre.
In diesem Augenblick wollte Li zusammenbrechen, und sterben, hatte sich denn die ganze Welt gegen ihn verschworen.
Gewaltsam riss er sich nun los, und verließ wortlos den Raum. Er wollte weg, weg von diesem Anwesen, und er wollte vergessen, und was ließ einen leichter vergessen als Alkohol.
Ohne einen Blick zurück zu werfen, verließ er das Anwesen, der Mantel wehte hinter ihm, und machte sich auf die Suche nach dem Vergessen, in einer Bar namens ‚Aoi’.

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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Do 11 Jun 2009 - 16:37

Shouta war wieder auf dem Rückweg. Das Fenster offen, die Zigarette im Mundwinkel brauste er zurück über Hongkongs Schnellstraßen. Seine Auftragsbestätigung hatte er bereits nach Japan verschickt, allerdings würde sein Flug zurück erst morgen Nachmittag gehen. Was ihm nur gelegen kam, so konnte er sich heute Abend das Nachtleben konzentrieren.
Nachdem er wieder im Hotel angekommen war, ging er zu allererst unter die Dusche. Den Dreck, die Blutspritzer und die Schuldgefühle abwaschen. Wobei das schlechte Gewissen ihn am wenigsten plagte. Es war sein Job und er erledigte die Auftrag mit eiskalter Brutalität, erlaubte sich keine Gefühle dabei. Sein Vater hatte ihn von Anfang an so erzogen, somit war es für ihn nicht weiter tragisch.
Mit einem Handtuch um die Hüften trat er aus dem kleinen Bad und warf seine beschmierten Kleidungsstücke in den Müll. Dann suchte er in seiner Reisetasche nach neuen Sachen. Seine Wahl fiel auf eine Jeans und ein legeres, schwarzes Hemd. Dazu noch seine Armbänder und eine Kette mit Lederband. Die Sonnenbrille steckte er ins noch leicht feuchte Haar. Kritisch betrachtete er sich im Spiegel. Was seine Kleidung und sein Aussehen betraf, war er ziemlich eitel. Mit einem charmanten Lächeln griff er sich die Lederjacke von der Stuhllehne und schaute ins Zimmer zurück. Einige Kleidungsstücke lagen herum, eine angefangene Instant-Nudelsuppe, doch keine Waffen mehr. Die hatte er vorsorglich alle verschwinden lassen. Schwungvoll zog er die Tür hinter sich zu und sperrte ab. Dann bahnte er sich zu Fuß seinen Weg durch die Innenstadt.
Sein Weg führte ihn direkt zu einer der zurzeit angesagtesten Bar in Hongkong. >FreiRaum< hieß sie, war modern eingerichtet und beherbergte ziemlich viele Frauen. Mit einem süffisanten Lächeln holte er sich an der Bar etwas zu trinken und setzte sich in einen der sehr bequemen Sessel. Es vergingen keine drei Minuten und schon war er in einem Flirt mit dem Mädchen ihm gegenüber verwickelt. Zwar sah man auf den ersten Blick, dass es sich um ein billiges Ding handelte, aber er wollte ja auch keine tiefsinnigen Gespräche mit ihr führen. Nach kurzer Zeit kam sie zu ihm rüber, setzte sich lasziv auf seinen Schoss. Er musterte sie von oben bis unten. Minirock, Netzstrumpfhose, hohe Stiefel, extremer Ausschnitt. Da hatten ja manch Prostituierte noch mehr Stil. Denn auf das unterste Niveau wollte er auch nicht absinken. Von weitem sah sie sogar einigermaßen hübsch aus, doch jetzt wo sie so nah bei ihm saß, konnte er ihre unreine Haut und die Zentimeterdicke Schicht Make-up ausmachen. Flucht ergreifen war manchmal ein guter Plan.

Zwei Stunden später war er wieder auf der Straße, auf der Suche nach einer neuen Bar. Das Mädel hatte er nach einigen Versuchen zum Glück erfolgreich abgeschüttelt.
Ein paar Ecken weiter, betrat er das „Aoi“. Sie unterschied sich ziemlich von der ersten, es war viel weniger los und die ganze Einrichtung war auch nicht auf so Modern getrimmt. Kurz blieb er in der Tür stehen, betrachtete den Raum vor sich. Die Farben waren in dunklen Nuancen gehalten, die Möbel schlicht. Hinter der Theke standen unzählige Flaschen und verschiedene Gläser. Die leuchtende Wand wechselte dauernd das Licht, ein Farbspiel der besonderen Art. Die Tür fiel hinter ihm zu und er ging hinein. Nickte dem Barkeeper zu und ließ sich auf einem Platz ziemlich weit hinten nieder. Der Sessel war weich und wahrscheinlich auch sehr durchgesessen, aber dennoch bequem. Der Barkeeper war ein etwas älterer Mann, der wohl auch schon seine besten Zeiten hinter sich hatte. In perfektem Chinesisch bestellte er einen Caipirihnia. Dann angelte er aus seiner Tasche die Zigarettenschachtel und legte sie zusammen mit dem Feuerzeug auf den Tisch. Er hatte nur noch 4 Stück. Das würde vielleicht gerade so für den Abend reichen. Wo zum Teufel würde er neue herbekommen? Er hatte keine Ahnung wie es sich in China mit dem Tabakgesetz verhielt. Japan und China glichen sich in so vielen Punkten, doch in genauso vielen waren es zwei komplett unterschiedliche Kulturen. In seiner Kindheit hatte Shouta von klein auf viele Sprachen gelernt, sodass er mittlerweile die meisten fließend sprechen konnte. Einzig mit Französisch hatte er so seine Probleme, er hasste die Sprache.
Etwas müde lehnte er sich in dem Sessel zurück, ließ den Tag Revue passieren. Der Morgen hatte ganz gut angefangen, doch genauso schnell wurde er zu diesem Auslandsauftrag losgeschickt. Er dachte an das Ehepaar, welches jetzt kalt und leblos in ihrem Haus liegen würden. Wie lange es wohl dauern würde, bis jemand die beiden Leichen entdeckte? Bestimmt verging bis dahin einiges an Zeit. Er grinste, die Leichenstarre hatte bis dato schon längst eingesetzt. Spuren hatte er, soweit er welche hinterlassen hatte, alles beseitigt. Kein Indiz würde auf ihn zurückführen. In ein paar Tagen würde es der Baishe vielleicht komisch vorkommen, dass sich ihr „Spitzel“ nicht meldete. Aber bis dahin würde er wieder sicher in Tokyo sein.
Seine Gedanken schweiften weiter. Zu seinem Vater. Er hatte so dass Gefühl, das dieser ihm bald die Zügel überlassen würde. Hatte er bis jetzt nur als ganz „gewöhnlicher“ Auftragsmörder gearbeitet, weihte ihn sein Vater mehr und mehr in die Verwaltung und die Führung der Yakuza ein. Zwar würde es bestimmt noch über ein Jahr dauern, aber lange würde sein Vater es nicht mehr machen. Das war kein Wunsch eines Habgierigen Sohnes, sondern einfach eine nüchterne Tatsache. Matsuri war mit 35 Jahren zum Oberhaupt geworden. Ein ziemlich junges Alter. Nun war er kurz vor seinem 70 Geburtstag. Und die 35 Jahre „Herrschaft“ sah man ihm an. Das Leben hatte eindeutige, tiefe Spuren hinterlassen. Der Verlust seiner zwei Ehefrauen, der brutale Mord an seinen Eltern, einige blutige Kämpfe, welche in Erinnerung gehalten wollten. Sein Vater hatte es nicht leicht gehabt. Seine erste Ehefrau kam mit den Machenschaften der Yakuza nicht klar und begann zwei Jahre nach der Hochzeit Selbstmord. Seine zweite Frau, gleichzeitig Sho’s Mutter, starb an Krebs. Er war damals 12 gewesen. Seit er sich zurückerinnern konnte, war sie schwach und krank gewesen. Er hatte sie oft gepflegt und eigentlich nie recht verstanden, was sie den hatte. Die Ärzte konnten nicht viel tun, zum einen war die Medizin noch nicht auf dem Stand wie heute und zum anderen war die Krankheit sowieso schon fast im Endstadium.

Er griff zu der Schachtel auf dem Tisch und zündete sich den Glimmstängel an. Sein Caipi war mittlerweile auch schon da. Genüsslich atmete er den Tabakrauch ein und blies die verbrauchte Luft wieder heraus. Kleine Wölkchen bahnten sich den Weg zu der Lüftung an der Decke.


(ich hoffe es waren jetzt keine großen flüchtigkeitsfehler mehr drinnen, habs nicht mehr geschafft drüber zu lesen ...v.v)
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Fr 12 Jun 2009 - 13:30

Der junge Mann saß da, vor einem Glas Whiskey und starrte auf die hölzerne Platte des Tresens , die hellbrauneren Augen waren leer, Li fühlte sich ausgelaugt, belogen, betrogen, missverstanden… Warum traf es immer ihn? Warum war immer er es der zu leiden hatte? Reichte nicht schon diese verfluchte Einsamkeit? Reicht es nicht, dass er jetzt vollkommen allein auf der Welt war? Dass er niemanden hatte dem er sich anvertrauen konnte?
Und wieso wurde Mei von allein bevorzugt? Wieso war er es der die Leitung der Baishe erbte? Warum war es nicht Li der es viel mehr verdient hatte als Mei? Li hatte jahrelang die verdammte Drecksarbeit gemacht, Ach zur Hölle damit…!
Dachte er und schallte sich einen Narren, er konnte ja eh nichts an der ganzen Sache ändern…
Für ihn war klar, dass er nicht zurückgehen würde… zumindest vorerst nicht, denn ob der Tatsache, dass Nian Li bestraft hatte und nicht Mei war dem jungen Chinesen klar, dass er nie wirklich geliebt worden war, und in diesem Augenblick wurde ihm klar wie sinnlos sein Leben doch war, Einsamkeit gab keinem einen Sinn, man konnte nur mit anderen Menschen glücklich sein, es gibt keinen der allein glücklich ist, dessen war sich Li sicher.
Der Schwarzhaarige hatte nicht einmal das zerrissene Hemd ausgezogen, sondern hatte einfach seinen Mantel genommen und ihn übergeworfen.
Ich wurde im Augenblick ebenfalls klar, dass er nicht würde neu anfangen können, er hatte zwar das Geld… doch war er kein unbekanntes Gesicht in der Unterwelt, und das war das Problem an der ganzen Sache, denn was sollte er tun, wenn sie ihn bekamen? Im Augenblick war er angreifbar und immer noch ein mögliches Druckmittel gegen seinen Vater, obgleich er sich nicht sicher war ob Nian noch irgendetwas für Li tun würde. Der androgyne Chinese war im Augenblick einfach nur noch tief abgründig enttäuscht, und sauer… auch auf sich selbst, warum hatte er Mei nicht einfach machen lassen?
Jetzt dachte er schon darüber nach sich missbrauchen zu lassen, das war ja armselig, er schallte sich wiederum einen Narren. Er war doch so stolz, und wo war sein Stolz jetzt wo er ihn am meisten brauchte? Wahrscheinlich irgendwo in den tiefsten Kellergewölben seiner Selbst verschwunden, in eine kleine Ecke eingepfercht.
Li versank in Selbstmitleid, im wahrsten Sinne, denn das tat er sonst nie, es war als hätte ihm jemand das Herz herausgeschnitten und nur eine klaffende Wunde hinterlassen, die sich nicht schließen ließ und unablässig blutete, die nie geschlossen werden würde bis er irgendwann einsam, und vollkommen zerbrochen starb. Ja Li war jetzt schon zerbrochen. Mit einundzwanzig Jahren war in diesen wunderschönen hellbraunen Augen kein bisschen Glanz mehr, der Blume war der Glanz genommen worden. Er nahm einen großen Schluck Whiskey, und verzog kurz das Gesicht, ihm war so sehr danach zu mute zu weinen, und seinen ganzen Schmerz auf den Straßen von Hong Kong hinauszuschreien, zu sagen ‘Ich existiere, ich will nicht mehr allein sein!’ Doch das würde er nicht tun, er hatte die ganzen Jahre seien Gefühle unterdrückt und sich in grausamer Selbstbeherrschung geübt, die jedoch sein Innerstes, den sensiblen Keim der einst dort gespießt zerfressen und zerstört hatte, der Keim wollte nicht mehr wachsen… er war der Welt müde, und er war müßig sich alles gefallen zu lassen.
Doch Li war einfach nicht der Mensch der eine Trotzhaltung hatte… er sagte niemals ‘ich schaff das schon’ Li war einfach kein Optimist, und er hatte deshalb auch keinen Ansporn mehr. Er war seit seiner Jugend die Marionette seines Bruders gewesen, hatte stets das getan was Mei von ihm verlangt hatte… hatte Menschen getötete, hatte gequält, betrogen, Drogen verkauft und war sündig.
Li befand sich in einem sehr tiefen Zwiespalt und drohte darin zu ertrinken. Es gab kein Zurück.
Doch, es fiel ihm ein, es hatte einen Menschen gegeben der ihn geliebt hatte, seine Ziehmutter Yumi Nian.
Er hatte auch bis vor ein paar Stunden daran geglaubt das Der alte Nian ihn wie einen Sohn geliebt hatte, doch dieser Glauben war ja enttäuscht worden… doch bei Yumi Nian war er sich sicher, sie war so eine gute Frau gewesen, und sie hatte ihn geliebt wie den eigenen Sohn, er war zeit ihres Lebens ihr Lieblingssohn gewesen.
Doch auch sie gab es nicht mehr! Li hätte am Liebsten die Theke in zwei Teile geschlagen. Sie war ja auch tot.. Und wieder bestätigte sich wie allein er war, wie einsam er sein würde.
Selbstmitleid eben.
Das chinesische Glockenspiel ertönte und das riss Li aus seinen Gedanken. Er hob den hübschen Kopf, und mit einem kurzen scheuen Blick schaute er wer die Bar, welche nicht voll war, besuchte.
Ein braunhaariger junger Mann, entweder Japaner oder Koreaner so wie Li es erkennen konnte. Aber er kannte ihn nicht, weshalb er kaum glaubte, dass es jemand von Meis Leuten war, außerdem wusste kaum einer wo diese Bar war, und obendrein wussten Meis Leute nicht wo er hingegangen war, und so weit er wusste hatten sie ihn auch nicht verfolgt. Er wandte den Blick ab, doch merkte er, dass der Mann einen Platz in seiner Nähe einnahm. Er trank sein Glas aus, und bestellte beim Barkeeper nun einen Absinth. Er war hie rum zu vergessen, wollte nicht mehr fühlen, aber irgendwas an dem neuen Besucher erweckte seine Aufmerksamkeit. Der Braunhaarige hatte etwas Besonderes an sich.
Aber Li wollte jetzt nicht reden, weil er befürchtete wenn er jetzt etwas sagte, das über Getränkebestellungen hinausging würde er weinen müssen, und vollkommen in sich zusammenfallen.
Zwischendrin dachte er auch an Selbstmord, dann wäre er wenigstens endlich frei.
Er seufzte tief und traurig und das lange seidige Haar fiel ihm ins Gesicht.
Es würde ein langer Abend werden und Li würde sehr viel Alkohol trinken, damit er nicht mehr nachdenken musste.
Armselig.
Er zündete sich in einer Zigarettenspitze eine Zigarette an, und lagte Schachtel und Feuerzeug auf den Thresen nebens ein Glas.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Sa 20 Jun 2009 - 10:54

Shouta saß da, zurückgelehnt in dem Stuhl, den Blick nachdenklich in die Ferne gerichtet. Die Zigarette, schon wieder über die Hälfte abgebrannt, zwischen den Fingern. Das Glas Caipirinia neigte sich auch schon wieder dem Ende entgegen.
Er zuckte etwas erschrocken zusammen, begann doch seine Hosentasche zu vibrieren. Schnell angelte er nach dem Mobiltelefon und klappte es auf.
„Heiji-chaaan! Wie geht es dir? Ich habe schon so lange nichts mehr von dir gehört, du hast irgendwie nie zurückgerufen…“ säuselte eine weibliche Quietsch -Stimme.
Der Japaner verdrehte genervt die Augen. Er hätte es lieber ignorieren sollen, doch er hatte nicht auf die Nummer geschaut. Natürlich hatte sie schon lange nichts mehr von ihm gehört. Es war ein One-Night-Stand und dabei sollte es auch bleiben. Deshalb hatte er auch auf keine Kurzmitteilung oder Rückrufe geantwortet. Warum verstehen Frauen so etwas nicht? Leicht säuerlich fuhr er sich mit der Hand durch die Haare.
“Keine Lust” antwortete er monoton gelangweilt, während er mit der Früchtedekoration seines Glases spielte.
Ein nervöses Lachen war die Antwort. „Ach Süßer, mach dich nicht über mich lustig …"
Mit einem fiesen Grinsen nahm er die Unsicherheit und die Nervosität in ihrer Stimme war.
„Mach ich nicht! Okay, kleiner One-Night-Stand Knigge, weil du es bist! Wenn der Kerl sich nicht mehr meldet, wars das, da kannst du noch so oft anrufen. Wenn Kerle dich wiedersehen wollten, würden wir alles daran setzen. Warum willst du das nicht verstehen? Die Nacht war ganz o.K, ja … aber dein Stöhnen war viel zu gekünstelt und ich hatte schon bessere im Bett! … Also, lösch meine Nummer einfach aus deinem Gedächtnis! Ein schönes Lebe noch, Bye bye!“ meinte er und legte auf.
Die Proteste am anderen Ende ignorierte er geflissentlich. Das Handy fand seinen Weg wieder zurück in die Hosentasche. Er hasste solche billigen Flittchen einfach, die nicht wussten wann Ende war. Sein Handy hatte ihm schon einige Rückrufe von diesem nervigen Exemplar aufgezeichnet.
Die grauen Augen fixierten das leere Glas. Besonders stark war der Drink nicht gewesen. Und irgendwie hatte er das Bedürfnis sich zu betrinken. Und bis Shouta richtig betrunken war, musste er einiges hinunterkippen. Er winkte der Bedienung und bestellte sich einen neuen Drink.
Wenig später hatte er das neue Glas auf dem Tisch stehen. Eine weitere Zigarette wurde auch wieder angezündet. Aus Langeweile stocherte er in dem Glas herum. Er wusste nichts mit diesem Abend anzufangen. Auf irgendein Mädchen hatte er jetzt nicht viel Lust, doch den ganzen Abend alleine hier zu sitzen war ihm auch etwas zu doof. Unbeteiligt schlürfte er an dem Drink und verzog gleich darauf angewidert das Gesicht. Hier fehlten bis auf den Alkohol alle anderen Zutaten. Leicht genervt stand er auf und ging vor zur Bar, das Glas in der Hand.

„Sorry, ich glaube du hast mich missverstanden! Ich wollte einen > Sex on the Beach < !“ Er hielt der Bedienung demonstrativ das Glas vor die Nase. „Das ist ein Sex ohne Beach mit purem Alkohol. Klar, ich will mich betrinken, aber bitte, nicht mit reinem Wodka!“ lächelte er das Mädchen weiter an.
Er sprach schnell und leise auf Chinesisch. Seine Muttersprache wollte er hier auf keinen Fall verwenden, dazu war er zu nah an den anderen Gästen. Zwar ließ sich sein Akzent im Chinesischen auch noch nicht vollständig verbergen, doch mittlerweile war es schwer auf das richtige Heimatland zu schließen. Man merkte ihm zwar deutlich an, das er kein Chinese war, doch konnte er von Koreaner über Japaner alles andere Asiatische sein. Die Kellnerin schaute ihn mit großen Augen an. Er seufzte und stellte das Glas auf die Theke. Missbilligend schüttelte er den Kopf und gab der Bedienung zu verstehen, sie sollte probieren. Das tat sie auch gleich und verzog den Mund, bevor sie sich rasch umdrehte und alles wieder ausspuckte. Ja, purer Wodka hatte es in sich. Der Braunhaarige konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Entschuldigend lächelte das Mädchen Shouta an und meinte, sie wäre noch nicht lange hier.
Während er wartete, ließ er den Blick über die übrigen Gäste wandern. In der Ecke saß eine Gruppe von drei Männern, unterhielten sich leise. Zwischendrin saßen weitere, einzelne Gäste; alle starrten sie still ihre Getränke an.
Sein Blick blieb an dem jungen Mann neben ihm hängen. Er schätzte ihn nicht viel jünger als sich selbst ein, vielleicht so Mitte bis Ende Zwanzig. Lange, seidig glänzende, schwarze Haare umspielten seine feinen Gesichtszüge. Er war sehr blass, doch nicht ungesund. Mehr eine vornehme Blässe. Er lächelte über diesen Gedanken. Sein Blick wanderte weiter, den Körper des Mannes hinunter. Er trug ein stilvolles, traditionell Chinesisches Oberteil und eine schwarze Hose. Lange, feingliedrige Finger und geschmeidige Hände ruhten auf der Theke. Einen kurzen Blick erhaschte er in die Augen. Tiefes Schokoladenbraun und Scheu, wie die eines Rehs. Er wirkte niedergeschlagen, wenn nicht sogar am Boden zerstört. Traurig und melancholisch blickte er zu seinem Glas. Shouta war ein ziemlich guter Menschenkenner, daher stellte er solch Gefühlslagen mit Leichtigkeit fest.
Die staubgrauen Augen des Japaners konnten den Blick nicht von dem faszinierenden Fremden lösen. Erst als die Kellnerin ihm ein neues Glas hinstellte, blinzelte er kurz wie benommen und dankte ihr leise.
Dann wandte er sich dem Fremden zu, lehnte sich seitwärts lässig an die Bar und fixierte ihn.
„Du siehst aus, als könntest du etwas Ablenkung gebrauchen!“ lächelte er und spielte wieder einmal mit seinem Charm.
Der Braunhaarige Japaner war auch eine Augenweide. Die perfekte Modelstatur. Durchtrainierter Oberkörper, nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Muskeln. Die leicht gebräunte, glatte Haut. Für Asiatische Verhältnisse hatte er auch eine untypisch, helle Haarfarbe. Braun war für die gesamte Region eher ungewöhnlich. Auch die helle Augenfarbe war atypisch Asiatisch. In seinem Blut vermischten sich auch die verschiedensten, Kulturellen Hintergründe.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Sa 20 Jun 2009 - 14:17

Li war ziemlich in seinen Gedanken versunken und bekam den Fauxpas der Barkeeperin nur am Rande mit. Er starrte auf sein Glas und zog ab und an, an seiner Zigarette. Auch das Telefonat beachtete er nicht wirklich. Li war nicht in der Stimmung, die Enttäuschung hatte Überhand genommen, und in seinen Rehaugen war tiefe Trauer zu erkennen. Li war enttäuscht von der Welt, und von ihren Bewohnern, vor allem von seinem Vater und seinem Bruder welcher ihn dreckig verraten hatte, und ihn, waren sie doch einst ein Herz und eine Seele gewesen, allein gelassen hatte, dabei hatte er Yumi Nian versprochen immer auf seinen kleinen Bruder aufzupassen… jetzt waren sie in Meis Augen noch nicht mal mehr Brüder.
Er wurde angesprochen, und das holte ihn ein wenig aus den trübsinnigen Gedanken.
Wer ihn ansprach war jener der neben ihm saß, und ihm schon beim reinkommen aufgefallen war. Er war sicherlich kein Chinese, wie Li jetzt feststellte.
Der Einundzwanzigjährige erwiderte den Blick des Mannes, und wendete sich dann ab.
Er trank sein Glas aus. „Noch einen Whiskey.“ Er hatte noch nicht auf die Ansprache des Anderen mit einer Antwort reagiert, doch betrachtete er ihn erst einmal eingehend, ehe er antwortete. Groß gewachsen, mehr oder weniger muskulös, ein hübsches Gesicht, der junge Mann könnte ohne weiteres ein Model sein, aber gut, das konnte Li mit seiner sehr androgynen Erscheinung allemal.
Er merkte, dass der Andere mit seinem Charme spielte, doch das war dem, am Boden zerstörten Chinesen grade so was von egal, er wollte weder ein One-Night-Stand…. Noch irgendetwas anderes, er wollte nur, dass alles wieder so wurde wie es einst gewesen war.
„Ablenkung ist gut, ich bräuchte theoretisch ein neues Leben….“ Er wandte den Blick ab, und jener war wieder auf das nun wieder volle Whiskeyglas gerichtet.
„Versuch gar nicht dich mit mir abzugeben. Denn wenn dir dein Leben lieb ist, dann solltest du nicht versuchen mit mir zu flirten.“ Li war nicht blöd, den flirten war es was der Fremde in Begriff war zu versuchen. Er nahm wieder einen großen Schluck Whiskey. Er fragte sich wie lange es dauerte, bis Mei nach seinem Söldner suchen ließ, wahrscheinlich nicht all zu lang, und das Letzte was Li wollte war zurück.
Er würde auch nicht zurückkönnen, wenn Mei ihn nicht zurückholte. Es waren durchaus konfuse Gedanken die dem jungen Mann durch den Kopf schossen. Li war in Begriff all das zu verlieren was ihm immer lieb und teuer gewesen war…all das was das Fundament dieser verletzlichen Seele war bröckelte langsam und Zusehens weg, er sah obendrein übernächtigt aus, und obgleich er die letzte Nacht geschlafen hatte war diese Tag wohl der Schlimmste in seinem Leben. Er versuchte sich zu sagen, dass es nicht mehr schlimmer werden konnte, doch das war eine simple Lüge zur Selbsttäuschung um diesen Abgrund zu ertragen. Es konnte schlimmer kommen, tausend Mal schlimmer. Li’s Leben bröckelte, und nahm seine verletzliche Seele mit, denn so bald Ling Nian tot war hatte Mei uneingeschränkte Macht
Und dann würde niemand mehr ihn aufhalten können. Li ertappte sich bei dem Gedanken, dass Mei nur darauf wartete bis sein Vater starb…Mei war machthungrig geworden weil er auf Li eifersüchtig gewesen war, weshalb sich Li wohl die ganze Sache auch ein Stück weit selbst zuzuschreiben hatte, doch daran wollte der androgyne Chinese nicht denken. Er musste sich ja jetzt schon zurückhalten nicht auf der Stelle in Tränen auszubrechen, weshalb er seinen Frust lieber in Alkohol ertränkte. Er drückte seine Zigarette aus, und zündete sich gleich wieder eine neue an. Li’s Zigaretten waren komplett weiß sowohl der Filter als auch die Hülse, Davidoff Platinum eben. Seine Zigarettenspitze war zehn Zentimeter lang, und unterstrich ziemlich seine weibliche Seite… warum Li rauchte, rauchen war Stress abbauend, und davon hatte er mehr als genug. Li’s Hoffnung, seine Träume waren dahingeschwunden, und ließen ihn mit Kälte und Einsamkeit im herzen zurück, und er hatte Angst jeden der mit ihm in Kontakt kam mit dieser Einsamkeit zu infizieren, die sich wie ein Virus in seinem Körper auszubreiten schien.
Doch hatte er nicht mehr lange Zeit in seinen Gedanken zu schwelgen.
Es war Gefahr im Anmarsch, doch davon ahnte der Chinese nichts.Ein Mann kam zu Li, legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Nian-sama, ihr Bruder schickt mich, ich soll sie zurückholen. " DieStimme des anderen war ruhig, und freundlich, doch in seinen Augen blitzte der Hinterhalt.
"Ich komme nicht mit." sagte Li ebenso ruhig wie der andere und blickte ihn an." Die Luft schien zu knistern.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Sa 11 Jul 2009 - 18:18

Noch immer lehnte er lässig gegen die Bar, den Körper zu dem schwarzhaarigen gewandt. Dieser Chinese war niedergeschlagener als er gedacht hätte. Anscheinend lief in seinem Leben gerade so einiges schief. Ein amüsiertes Lächeln huschte über seine Lippen. Das war nicht sein Problem. Er fand den Schwarzhaarigen attraktiv, keine Frage, er wollte ihn. Und Shouta war es gewohnt, dass zu bekommen was er wollte. Als der Chinese in warnte, brach Sho in schallendes Gelächter aus. Es dauerte einige Sekunden bis er sich wieder im Griff hatte und seine grauen Augen fixierten sein Gegenüber. Manchmal war es richtig amüsant als inkognito Yakuza durch die Gegend zu laufen. Im Gegensatz zu fast allen anderen Mitgliedern war sein Körper nicht voll tätowiert. Er mochte Tattoos nicht einmal besonders. Einzig zu dem kleinen an seinen Lenden hatte er sich überreden lassen. Doch es war nun einmal schon seit Jahrhunderten eines der Erkennungszeichen der „Wertlosen“. Voll tätowierte Körper.
Sein Lächeln zierte immer noch die geschwungen Lippen als er antwortete.
„Wenn mir mein Leben lieb ist? Mhm … um ehrlich zu sein, ich spiele tagtäglich mit meinem Leben, warum sollte ich jetzt darauf verzichten?“ fragte er neugierig.
Der Braunhaarige bemerkte mit Verwirrung, das der Chinese mit seinen Gedanken ganz wo anders war. Es ärgerte ihn, so offensichtlich abgewiesen zu werden. Wie erwähnt, Shouta bekam was er wollte. Der Chinese griff zwischendurch immer wieder zu seinem Glas und trank einen Schluck. Shouta tat es ihm gleich, wenn auch deutlich weniger. Er wollte sich nun nicht mehr besaufen. Ein volles Bewusstsein war in manchen Situationen nur von Vorteil. Kurz konnte er einen Blick auf die braunen Augen erhaschen, welche feucht glänzten. Er legte fragend den Kopf schief. Sein Gegenüber beherrschte sich gerade sichtlich nicht in Tränen auszubrechen. Dieser zündete sich gerade eine weitere Zigarette nach der anderen an. Der Japaner holte sein zerknautschtest Päckchen L&M aus der Hosentasche und rauchte ebenfalls wieder einen der Glimmstängel.
Mit einem sichtlich genervten Ausdruck bemerkte er den Mann, welcher Li ansprach und ihm sehr besitzergreifend die Hand auf die Schulter legte. Shoutas graue Augen verengten sich zu Schlitzen. Die Hand lag nicht liebevoll oder freundschaftlich auf seiner Schulter, sondern ziemlich angriffslustig. Der Japaner wollte nicht eingreifen, wusste ja die Hintergründe oder die Beziehung zwischen den beiden nicht, doch es gefiel ihm ganz und gar nicht. Sein Kopf legte sich schief bei dem knappen Gespräch der beiden. Nian hieß er also? Gut zu wissen, dachte er sich und stellte sein Glas auf die Theke, blickte den Mann herausfordernd und provozierend an. Der Schwarzhaarige wollte aber offensichtlich nicht mitkommen und blieb demonstrativ auf seinem Barhocker sitzen. Die Stimmung wurde angespannt und mit einem Mal wurde es sehr ruhig in der Bar. Er schüttelte den Kopf und grinste. Anscheinend zog seine pure Anwesenheit solche Situationen einfach an.
Der braunhaarige Japaner stand auf, richtete sich zu seiner vollen Größe auf und schaute den Mann provozierend an. „Er will nicht, also verpiss dich!“ meinte er und stieß die dreckige Hand von Nians Schulter. Der kleine Chinese lief vor Wut rot an. Doch er versuchte Shouta zu ignorieren und redete leise weiter auf Nian ein. Er solle sofort mitkommen, andernfalls würde er nicht mehr für seine Gesundheit garantieren könnten und lauter solche Drohungen. Dem Japaner wurde es zu bunt. Er kannte Nian zwar nun nicht wirklich, doch man musste kein Freund der Familie sein um zu sehen, dass dort etwas ziemlich falsch lief. Er ließ seinen Kopf nach links und rechts wandern, den Nacken knacken. Dann die Fäuste. Der kleine Chinese blickte wütend zu ihm auf. Shouta lächelte ein eiskaltes Lächeln und packte den Mann blitzschnell am Kragen. Fast schon angewidert beugte er sich herunter. „Ich glaube ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt. Du sollst deine Finger von Nian-kun lassen und verschwinden. Andernfalls muss ich ungemütlich werden!“ knurrte er leise und bedrohlich. Er schubste ihn weg von ihnen, gegen die Bar. Seine Finger wanderten zum Mund, schnappten sich die Zigarette, welche die ganze Zeit in seinem Mundwinkel hing. Sie war fast schon wieder abgebrannt. Mit zwei schnellen Schritten war er bei dem Chinesen und drückte den glimmenden Stängel an seinem Arm aus. Dann knallte die Tür auf und zwei weitere Gestalten gesellten sich dazu.



so kurz ... *heul*
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Sa 11 Jul 2009 - 18:44

Er sah unbehelligt bei der Szene zu, und trank sein Glas aus... dann wandte er sich mit wehendem Haar direkt an den Japaner.. "Ich benötige keines Leibwächters, oder Besützers." sagte er, die schönen augen waren kühl. Er stand von dem Barhocker auf und betrachtete wachsam seinem Umgebung... "Wie gesagt....ich komme nicht mit. " Er schob Shoouta zur Seite, und taxierte den Chinesen, der im Auftrag von Mei hergekommen war.
Die beiden anderen Männer die die Bar betraten, reagierten ein wenig schneller als Li es tat, und hielten ihn auf einmal an beiden Seiten fest, sie waren etwa, jeweils, anderhalb Köpfe größer als der Chinese, und Muskelprotze, viel Kraft, wenig Hirn, jene Schergen die nur dazu da waren Leuten Angst einzujagen....Li blieb vollkommen ruhig, es war als sammelte er Kräfte.. "Ich sage bereits zum Dritten mal, ich kome nicht mit zurück, und selbst wenn mein Bruder sich auf den Kopf stellt." Auchs eine Stimme war ganz ruhig... Die Schergen wollten ihn wegziehen. Viele unterschätzten Li ob seiner Statur.. Er seufzte entnervt, die Maske perfekt gewahrt..."Wer nicht hören will muss eben Fühlen." Behände entwand er sich dem Griff, ein Tritt hier, ein Tritt dort, und die beiden gingen eirsteinmal zu Boden. Dann ließ er seinen Nacken knacken, ebenso wie die Schultern, machte einen Ausfallschritt, und schloss die Augen. Einige mochten das als Lebensmüde bezeichen, für Li war das Routine, und er würde nicht mit zurück gehen, ums verrecken nicht. Grade war es egal wie es ihm ging. Grade war er der Söldner, die effiziente Kampfmaschiene, die auch mit einundzwanzig bereits ein Meister seiner Künste war. Der erste Chinese wollte Li auf einmakl angreifen, es war egal dass eine ganze Bar zusah...die hatten eh alle zu viel Angst vor der Baishe als dass sie etwas unternehmen würden. Immernoch die Augen geschlossen, traf der androgyne Chinese und wehrte den Angriff ab, dann öffnete er die braunen Augen, fuhr herrum, da sich die beiden Bodyguards schon wieder aufgerappelt hatten. "Ich bedaure dies zu tiefst, und möge Vater mir vergeben." Er sprang hoch, machte einen Salto über die Schultern der Bodyguards und schlug ihnen im Flug kräftig mit den Ellenbogen in den Nacken. Man hörte lautes Knacken und die beiden gingen zu Boden, und Li landete auf dem Boden, mit einem minder süffisanten Ausdruck auf dem Gesicht. Dann zahlte er in Ruhe seine Zäche, nahm seinen Mantel, und machte sich auf in richtung Tür als ihm auf einmal schwindlig wurde...der Alkohol zeigte Wirkung er hatte heute kaum etwas gegessen...ihm wurde plötzlich schwarz vor Augen, und er verlor das Gleichgewicht und das Bewusstsein.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   So 19 Jul 2009 - 17:41


Shouta grinste, als der Chinese ihn kühl anfuhr, sich herauszuhalten. Der Japaner zuckte nur entschuldigend mit den Schultern und ließ sich auf den Barhocker hinter Li nieder. „Viel Spaß“ murmelte er amüsiert und schaute gespannt zu der Tür. Zwei große, muskelbepackte Chinesen standen dort und bahnten sich ihren Weg zu ihnen. Der Braunhaarige schaute gespannt zu, freute sich beinahe auf das kommende Schauspiel. Er langte in seine Hosentasche und zog die Zigarettenschachtel heraus. Die Letzte, wie er enttäuscht feststellen musste. Er holte das Feuerzeug heraus und zündete sich das Tabakstäbchen im Mundwinkel an.
Nebenbei bahnte sich bei den Schränken und dem gutaussehenden Chinesen eine schöne Schlägerei an. Sho hätte ja gerne mitgemischt, doch nachdem Li ihn zurecht gewiesen hatte, bewegte er erst recht keinen Finger. Er lehnte sich bloß kurz zur Seite, als etwas auf ihn zugeflogen kam. Eines musste man ihm lassen, trotz seiner sehr androgynen Gestalt hatte er ganz schön Kraft. Wie es wohl erst im Bett mit diesem Mann abgehen musste? Die Mundwinkel verzogen sich zu einem Lächeln und seine Finger griffen nach der Zigarette. Genüsslich blies er den Rauch aus, beobachtete die weiße Wolke wie sie sich ihren Weg zu der Zimmerdecke bahnte.
Fast schon gelangweilt saß der Japaner auf seinem Barhocker, hatte längst schon das Interesse an dem Schauspiel vor ihm verloren. Für ihn stand der Sieger eh schon fest, was sollte er da noch groß beobachten, mit welchen Tritten und Schlägen Li nun gewann? Shouta musste sich in seiner Kindheit auch jeglicher Kampfeskunst widmen. Doch warum sollte man sich die Finger schmutzig machen, wenn es so etwas wie Pistolen oder Messer gab? Er hatte nie den größeren Sinn hinter Kung Fu, Shaolin und Karate verstanden. Er beherrschte das meiste noch, allein schon zur Selbstverteidigung waren manche Griffe echt nützlich, doch nur damit kämpfen, kam ihm nicht in den Sinn. Der Blick seiner grauen Augen wanderte durch die Bar, blieb an der Rückseite einer Kellnerin hängen. Die Damen hier hatten verdammt kurze Röcke an. Und wenn sie sich vorbeugten um Getränke zu servieren. Ein weiteres Lächeln umspielte seine Lippen. Rosa, wie langweilig.
Als Li sich bei seinen Gegnern entschuldigte, musste er fast lachen, doch er beherrschte sich und wandte sich schließlich wieder dem Geschehen zu. Die drei Schränke waren erledigt, wie schon vorher vermutet unterlagen sie dem schwächlich, aussehenden Chinesen.
Der Schwarzhaarige ignorierte ihn vollkommen und bezahlte in Ruhe seine Rechnung, bevor er sich zum Gehen wandte. Shouta seufzte leicht genervt und legte ebenfalls das Geld auf seinen Platz, bevor er aufstand und Li folgte. Dann passierte alles ganz schnell. Li hatte gerade nach seinem Mantel gegriffen und wollte durch die Tür nach draußen verschwinden, als er taumelte und schließlich umkippte. Innerhalb eines Sekundenbruchteils hatte Sho die kurze Distanz zwischen ihnen überwunden und fing Li wenige Zentimeter über dem Boden auf. In den Knien, die halb abgebrannte Kippe im Mundwinkel und einen verwunderten Ausdruck im Gesicht.
„Eigentlich hätte ich dich fallen lassen müssen …du brauchst ja keinen Beschützer oder Leibwächter…“ murmelte er und fuhr sich mit einer Hand durch die braunen Haare. Er blieb in der Position und überlegte. Was sollte er jetzt machen? Für Sex war der Chinese heut Abend wohl nicht mehr in der Lage, doch ihn einfach hier liegen zu lassen wollte er auch nicht. Dann würden womöglich noch weitere Handlanger seines Bruders auftauchen und wer wusste, welchen Zwiespalt die beiden hatten.
Er erhob sich, den Chinesen geschultert und verließ ohne einen weiteren Kommentar die Bar. Zum Glück hatte er seinen Wagen nicht weit von hier geparkt. Doch einen bewusstlosen Li auf den Beifahrersitz zu verfrachten, erwies sich als schwieriger als gedacht. Irgendwann gab der Japaner auf und legte ihn auf die Rücksitzbank. Er schmiss die abgebrannte Kippe auf die Straße und stieg in den Wagen. Er würde zu seinem Hotel fahren, in der Hoffnung dort keine seltsamen Blicke zu kassieren. War ja schließlich nicht auf der Tagesordnung das er mit einem bewusstlosen Chinesen über der Schulter in sein Zimmer marschierte. Doch er hatte Glück. Der Verkehr ging einigermaßen, somit war er ziemlich schnell bei seinem Hotel und dort hatten sich anscheinend schon alle in die Nachtruhe verabschiedet. Er trug Li hoch zu sich und legte in auf sein Bett. Dann zog er die Vorhänge zu und verschloss die Tür. Seine grauen Augen musterten den Mann. Zu Schade, es hätte so eine schöne Nacht werden können. Mit einem Schulterzucken ging er in das Badezimmer und machte die Dusche an, ließ das Wasser heiß laufen. Danach ging er noch einmal ins Zimmer zurück, zog sein Hemd aus, sowie auch die restlichen Sachen und blieb vor dem Bett stehen. Er könnte jetzt sonst was mit dem Kerl anstellen und er würde es noch nicht einmal merken. Die geschwungenen Lippen verzogen sich zu einem gehässigen Lächeln. Impulsiv beugte er sich herunter und drückte dem Chinesen einen kurzen Kuss auf den Mund. Danach verschwand er grinsend im Bad, die Tür ließ er allerdings offen. Heißes Wasser rann über seinen Körper, floss in kleinen Rinnsalen wieder hinab gen Ausfluss. Die braunen Haare wurden durch die Feuchtigkeit immer dunkler und klebten schließlich an seiner Haut. Die Wärme tat gut, lockerte seine verspannten Muskeln.
Als er fertig war, zog er nur seine Shorts und eine Hose an. An seiner Lende konnte man den Anfang seines Tattoos erspähen, verdeckt unter der Kleidung.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   So 19 Jul 2009 - 19:32

Der junge Chinese bekam davon rein gar nichts mit, nicht wie er ins Auto getragen wurde, auch nicht, wie er sich wenig später auf einem Bett in einem Hotelzimmer befand. Er war einfach zusammengebrochen, es war zu viel für seinen zarten Körper, und das sensible Gemüt gewesen, welches ihn bewohnte. An diesem Abend hatte er seinem ‚Bruder’ eine Pistole an den Kopf gehalten, und beinahe abgedrückt, sein Vater hatte ihn mehr oder minder verstoßen, wenn man es denn so nennen konnte, und wenn man davon ausging, dass der alte Nian nicht mit Li verwandt war. Doch sei waren einfach Vater und Sohn. Ling hatte sich um Li gekümmert, wie es eben ein Vater tat, und ihn wie seinen Sohn behandelt, hatte seinen leiblichen und seinen Ziehsohn als Brüder aufwachsen lassen, und das Blut hatte niemals eine Rolle gespielt. Dennoch war zweifelsohne festzustellen, dass Li der besser geratene von beiden war, er war hübscher, stattlicher und ambitionierter als sein älterer ‚Bruder.’
Mei war einfach nur machthungrig, und stets neidisch gewesen, doch ihm war ja schon immer die Position an der Spitze sicher. Er hatte sich auf einen Konkurrenzkampf eingelassen, in dem es keine Konkurrenz gab. Seltsam wie sich Brüder verändern konnten.
Nach etwas mehr als einer Stunde seit er aus der Bar fortgebracht worden war kam der androgyne Chinese zu sich, das Bewusstsein hatte sich lange Zeit gelassen, und deshalb erreichte der zukünftige schwarze Drache nur sehr langsam. Seine Glieder waren schwer, und er sah müde aus, und war es auch. Etwas in ihm sträubte sich, der Teil der seine ewige Ruhe haben wollte, um nicht mehr leiden zu müssen, doch diesen Teil sperrte Li stets in den Kellergewölben seines Bauches ein. Er litt schon genug, da brauchte er sich nicht noch um so etwas Gedanken zu machen. Er öffnete mit einem erstickten Laut der seiner Kehle entrann seine Rehaugen, und hatte noch keine Kraft sich zu bewegen. Er schaute an die Decke welche in einem Pastellton gehalten war. Dämmriges Licht erfüllte den Raum. Von irgendwo her hörte man ein Rauschen, welches Li aber nicht sofort dem Rauschen einer Duschbrause zuordnen konnte, dazu war er noch viel zu benebelt. Doch nicht vom Alkohol, den Alkohol spürte er überhaupt nicht mehr. Er war so gut wie nüchtern. Nur unheimlich schwach. Li hasste solche Tage die einfach nicht umgehen wollten. An seinem Bewusstsein kratzte die Realität. Er würde nicht mehr nach Hause zurückkehren können, solange Mei, sein einstmaliger Bruder noch am Leben war, obgleich er natürlich versuchen würde Li zu fangen und zu finden. Das Jahr des Drachen, welches in einigen Tagen anbrechen sollte für den Chinesen eine Zeit des Umbruchs sein, ob sie gut war oder schlecht, das sollte einmal dahingestellt sein, doch es würde sich etwas verändern, etwas großes.
Nach einigen Minuten schaffte er es sich aufzusetzen. Sein Schädel brummte, wie als sei er irgendwo aufgeschlagen. Pochende Kopfschmerzen materten ihn, und er stützte den Kopf auf den Händen ab. Erst jetzt konnte er sich richtig umsehen. Ja, definitiv ein Hotelzimmer...nur wie zur Hölle war er hergekommen, und wer würde ihn nun erwarten. Li roch Ärger.
Man sollte sich nie von jemandem mitnehmen lassen, wenn man dem nicht selbst zugestimmt hatte, und Li war ohnmächtig gewesen, ein großer Fehler, obgleich er ja kaum etwas dafür konnte, dass es für seinen Jungen Körper zu viel gewesen war, zuviel Alkohol und zu viel Anstrengung. Li sollte weniger Trinken und mehr essen, dann würde das auch nicht passieren. Jetzt ordnete er auch das Rauschen einer Brause zu, denn es kam aus dem Bad. Dann stoppte die Brause plötzlich. Wer auch immer da grade duschte er war jetzt fertig und würde gleich rauskommen, seine wachsamen Augen lagen erwartungsvoll auf der Tür.

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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Mo 20 Jul 2009 - 19:36

Er streckte sich und betrachtete sich im großen Spiegel des Badezimmers. Durch die viele Sonne war seine Haut wieder ziemlich braun geworden, vor allem an den Armen und im Gesicht. Er liebte diese Kontraste seines Körpers. Die untypisch hellbraunen Haare, die stechenden grauen Augen und dazu seine gebräunte, dunkle Haut. Wieder etwas Untypisches für einen Japaner. Der typische Japaner hatte tiefstes, schwarzes Haar und war blass. Er grinste, nein durchschnittlich war er keineswegs. Seine Mutter hatte viele Europäische Einflüsse an ihn weitergegeben, obwohl sie selbst zur Hälfte Japanerin war. Doch in seinen Vorfahren tummelten sich sämtliche Kulturen. Nicht einmal die extremen Schlitzaugen, wofür Europäer die Asiaten kannten, konnte er aufweisen.
Langsam streckte er sich nach einem der Hotelhandtücher und fing an seine Haare trocken zu rubbeln. Die feuchten, dunkelbraunen Strähnen standen danach wild in alle Richtungen. Er schüttelte noch einmal den Kopf, bis sie wieder einigermaßen normal fielen.
Er ließ das Handtuch locker über seine Schultern hängen und ging dann aus dem Bad heraus. Sein erster Blick galt sofort dem Chinesen auf seinem Bett, welcher mittlerweile wieder bei Bewusstsein war. Ein ungeniertes Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus und ließ sein ganzes Gesicht lächeln. Selbst seine Augen, welche meistens hart und kühl blieben.
„Na, ist Dornröschen aus ihrem ewigen Schlaf erwacht? Hat der Herr angenehm geruht?“ grinste er und ging an dem Bett vorbei zum Fenster. Li hatte sich halb aufgesetzt, den Kopf weiter mit den Händen abgestützt. Shouta tippte auf höllische Kopfschmerzen. Er öffnete das Fenster ein wenig um kühlere Nachtluft hineinzulassen. Doch zusätzlich zog er den Vorhang zu, er wollte sein Leben nicht der Öffentlichkeit präsentieren, und bei den engen Gebäudekomplexen hier war das durchaus der Fall. Dann ging er zurück und zog eine kleine Schachtel aus einer Tasche. Mit Schwung landete sie auf Lis Oberkörper. „Kopfschmerztabletten… dein Schädel müsste dich doch gerade umbringen oder?“ grinste er und zog sich schließlich den Schreibtischstuhl heran. Breitbeinig ließ er sich darauf nieder, die Lehne vorne und den Blick auf Li fixiert. Die Jeans hing tief auf seinen Hüften, das feuchte Handtuch lag noch um seine Schultern.


moaaa... so scheiß wenig... -.-'
<< total unzufrieden ist
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Mo 20 Jul 2009 - 21:20

Li betrachtete die Tür die sich nun öffnete, und jener junge Mann aus der Bar hervortrat. Er beäugte ihn argwöhnisch.. Der Typ war ja schon ganz schön attraktiv und hatte etwas sehr ungewöhnliches an sich...er war wahrscheinlich nicht ganz Asiate. Li betrachtete ihn einen Moment und war überrascht von dem strahlenden Lächeln, dass er geschenkt bekam.
„Geruht, wohl mehr schlecht als recht...“ er betrachtete Shouta, taxierte ihn, ließ ihn nicht aus den Augen. Li vertraute niemandem, vor allem nicht jemandem der ihn ohne Zustimmung in sein Hotelzimmer verfrachtet hatte...“Wo sind wir?“ fragte er, und bekam dann sogleich ein Packung Kopfschmerztabletten ab. Er würde sie ganz sicher nicht nehmen, er wusste schon was der Typ da beigemischt hatte. Er stand auf, ließ Shouta immer noch nicht aus den Augen, war aber dennoch nicht ganz sicher auf den Beinen... Nun setzte sich der junge Mann, und Li’s Blick folgte ihm wie ein zweiter Schatten... Er kam grade aus der Dusche, also war er vermutlich unbewaffnet, doch wer wusste das schon. Li wog die Möglichkeiten ab, wie er am Besten fliehen konnte.. Aus dem Fenster wohl kaum.. da ging es ziemlich tief runter, und die Tür war vermutlich abgeschlossen.... „Was willst du?“ fragte er immer noch argwöhnisch...er vertraute einfach nichts und niemandem. Sein Vertrauen musste man erst gewinnen, denn in Li’s Bewusstsein war tief verwurzelte Angst und Vorsicht, er hatte gelernt Situationen einzuschätzen...So wie sie kamen. Er suchte seinen Revolver im Hosenbund, er war nicht da.
Das alles war sehr unauffällig. Er wich ein paar Schritte zurück, wollte Distanz zwischen sich und Shouta bringen. Er stand nun mit dem Rücken zur Scheibe.

Is auch relativ kurz,aber in Dialogen ist das okay ^^
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Mi 22 Jul 2009 - 21:01

Shouta saß weiterhin auf dem Stuhl, sein Blick lag die ganze Zeit auf Li. Dieser hatte zuerst einmal Probleme sich zu orientieren.
„Wo wir sind? In einem Hotel … leider nur billige drei Sterne, deshalb erwarte jetzt bitte keinen Prosecco in der Minibar!“ lächelte er und grinste. Lis braune Rehaugen fixierten ihn wie ein ängstliches Rehkitz. Sein Blick verriet sofort wie misstrauisch, gar ängstlich der Chinese war. Dass er die Kopfschmerztabletten nicht angerührt hatte, wunderte ihn nicht weiter. Es passte einfach zu seinem misstrauischen Verhalten. Er zuckte nur belanglos die Schultern. Es waren immerhin nicht seine Kopfschmerzen, von dem her konnte es ihm egal sein. Als der Schwarzhaarige nach seiner Waffe griff und verwundert feststellte, dass sie nicht mehr am angestammten Platz war, musste er wieder unwillkürlich grinsen. „Suchst du deine Waffe?“ fragte er scheinheilig. „Weißt du, du musst mir nicht danken. Ich habe dich gerne vor diesen Lackaffen gerettet, keine Ursache. Hab sie einfach noch mal zusammengeschlagen während du süß geschlummert hast …“ die pure Ironie sprach aus seinen Worten. Li war mittlerweile aufgestanden, schritt misstrauisch im Raum herum. Dabei ließ er Sho jedoch keine Sekunde aus den Augen, wie auch der Japaner. Die grauen Augen folgten dem Chinesen überall hin. Zum Schluss stand er mit dem Rücken zurückgedrängt an die Fensterscheibe.
Der braunhaarige Japaner lächelte und stand auf, die Hände abwehrend zur Seite erhoben. „Ich will nichts! Ich konnte dich bloß nicht so da liegen lassen, während die Gorillas wieder zu Bewusstsein kamen…!“
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Fr 24 Jul 2009 - 21:16

"Ich weiß, dass wir in einem verdammten Hotel sind, aber es wäre hilfreich wenn sie mri sagen könnten in welchem." er funkelte Shouta an.. "Wer sind sie...?" er war immernoch mistrauisch.. "Und ja ich suche meine Waffe, denn ich bin gegenüber Fremden unggern unbewaffnnet, obwohl ich wie sie ja gesehen haben alles andere als wehrlos zu sein vermag. Ausserdem wären die Gorillas nicht mehr zu sich gekommen, ich hab ihnen das Genick gebrochen."
Er stand weiter mit dem Rücken zur Scheibe, und taxierte Shouta.. "Was bringt sie dazu mir helfen zu wollen, niemand hilft nur aus reiner Nächstenliebe zumindest nicht in meinem Metier." Er war schon wieder sicher auf den Beinen, wenngleich sein Hemd, immernoch zerrissen an seinem Oberkörper hing. Er traute Shouta nicht weiter als er spucken konnte... "Sie sind kein Chinese, das wird bestätigt durch die Tatsache, dass wir Japanisch sprechen, mit tokioter AKzent, also wer zur Hölle sind sie?" Wüsste er, dass er geradewegs einem Yakuza in die Arme gelaufen war hätte er sich vermutlich riesig darüber aufgeregt.
Er raffte die Fetzen vor seiner Brust zusammen, sein Körper stand unter enormer Spannung, und war jederzeit Kampfbereit, doch was in seinen Augen zu lesen war war Angst, der ganze Tag war schon zu viel für ihn gewesen. Was sollte noch kommen? Sollte er sich nun von diesem Typen vergewaltigen lassen, oder was auch immer, und dann qualvoll sterben, naja dann hätte er es wenigstens hinter sich. Er ließ sein langes Haar welches, ihm fast bis zur Hüfte ging über die linke Schulter fallen,e s schimmerte seidig, und das war ein grund weshalb Li so eine eindrucksvolle Erscheinung war, er war einfach schön. Androgyn, gut gebaut, muskulös, groß, charismatisch, eigentlich eine Führungspersönlichkeit, doch diese Blume konnte sich nicht vernünnftig entfalten.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   So 2 Aug 2009 - 18:50

Der braunhaarige Japaner blieb immer noch sitzen, die Hände hatte er mittlerweile auf der Stuhllehne verschränkt.
„Okay, erstens, hör auf mich zu siezen, da fühl ich mich ja gleich doppelt so alt! Zweitens, mein Name ist Shouta und drittens, deine Waffe liegt in der Schreibtischschublade, aber ich warne dich, überleg dir vorher ob du sie ziehst!“ seine Stimme wurde zum Schluss immer schneidender, die Augen funkelten bedrohlich. Warum er ihm seinen wahren Namen verriet, wusste er selbst nicht. Die Sache mit den Vornamen allerdings, störte ihn am wenigsten. Auf die Sache mit den Gorillas ging er erst gar nicht ein, er hatte keine sonderlich große Lust sich wegen solch Lappalien mit dem Chinesen auseinander zu setzen. Sichtlich genervt stand Shouta schließlich auf und ging mit wenigen Schritten auf Li zu. In Sekundenschnelle hatte er ihn an die nächste Wand gedrängt und sich dicht vor ihn gestellt. Der rechte Unterarm war über ihn an der Wand abgestützt, Shouta vorgebeugt. Nur wenige Zentimeter trennten sie voneinander. Er nahm seinen Duft war, bemerkte gleichzeitig auch die letzten Züge seines Parfüms. Ihre Hüften berührten sich fast. „Ja, es soll noch so etwas wie Sozialgefühl und Nächstenliebe geben! Auch wenn ich selbst davon nur selten Gebrauch mache, kenne ich doch noch die Bedeutung!“ Seine grauen Augen bohrten sich in die Braunen seines Gegenübers. „Und wenn dir Japanisch nicht gefällt, wir können auch gerne ins Chinesische oder Englische wechseln!“ meinte er grinsend und sprach bereits auf Chinesisch. Seine Herkunft würde er allerdings nicht so schnell preisgeben. „Hätte ich dich doch liegen lassen sollen, Li-kun!“ grinste er, immer noch nah an den Chinesen dran.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Mo 3 Aug 2009 - 9:44

"Shouta...soso" er konnte dem jungen Mann nicht vertrauen das wusste Li ganz genau, er konnte doch eh niemandem vertrauen.
Sie funkelten sich gegenseitig an, und Li wars chon fast auf dem Weg zum Schrreibtisch.
Auf einmal wurde er gegen die Wand gedrückt...."Lass mich los!" rief er und so wurde er festgehalten. In dieser Position fühlte er sich so wehrlos, genau dieses Prinzip wandte Mei an wenn er versuchte Li unsittlich zu berühren. Wut kochte in dem androgynen Chinesen hoch, und er versuchte sich zu wehren, doch schaffen tat er es nicht wirklich, der Japaner war erstaunlich stark.
"Woher kennst du meinen Namen?" fragte er im schnellen Chinesisch. Für Aussenstehende musste diese Unterhaltung seltsam wirken, vorallem weil sie zwischen zwei Sprachen wechselte..."Du hättest mich auch einfach liegen lassen können, soll ich etwa einfach danke sagen? Entschuldige aber ich bin nunmal unhemlich misstrauisch." Er fühlte sich unwohl und an die Wand gedrückt, im wahrstens Sinne des Wortes. Nach eine Monute in der er sich gesammelt hatte, schaffte er es sich loszureißen, und war schon auf dem Sprung zum Schreibtisch. Li fühlte sich mehr als nur bedroht.
"Was willst du von mir?" fragte er wütend und ris sdie Schublade auf um an seine Waffe zu kommen, aber anstatt sie auf Shouta zu richten behilet er sie in der Hand.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Mo 3 Aug 2009 - 19:40

Der Japaner unterdrückte mit Mühe ein Lachen. Es war einfach zu köstlich, wie Li sich vergebens versuchte aus seinem Griff zu befreien. Dabei berührte er ihn nicht einmal. Naja, fast, einzig ihre Hüften ein wenig. Der Arm war immer noch über seinen Kopf an der Wand abgestützt. Trotzig hielt er den vergeblichen Befreiungsversuchen stand. Li wirkte wie eine gefangene Raubkatze. Er schmunzelte und ließ dann schließlich locker; Li befreite sich innerhalb von Sekunden und gewann schnell Abstand zwischen ihnen. „Die Kerle haben deinen Namen vorhin erwähnt!“ meinte er schulterzuckend und lehnte sich lässig gegen die Wand. Die Arme vor der Brust verschränkt, folgten seine grauen Augen jeglicher Bewegung des androgynen Chinesen. „Ja, ich hätte dich liegen lassen sollen, merk ich im Nachhinein auch langsam, aber ich habe es nun einmal nicht!“ murrte er langsam sichtlich genervt. „Und das du misstrauisch bist, fällt mir ja auch überhaupt nicht auf, Kleiner!“ grinste er und griff sich in die Hosentasche. Seine Augen waren weiterhin auf Li geheftet. Er zog seine zerknautschte Kippenschachtel heraus und zündete sich wieder eine Zigarette an. Arrogant lehnte er dort, den dünnen Glimmstängel zwischen zwei Fingern, die Hand am Mund, atmete den Rauch ein. Dann pustete er ihn wieder heraus, blickte Li weiterhin von oben herab kühl und erhaben an. Dieser hatte währenddessen die Schreibtischschublade geöffnet und sich seine Waffe wieder genommen. Shouta grinste und verzog keine Miene. Reglos blieb er stehen und betrachte ihn weiter. „Ich will nichts von dir! Da ist die Tür, verschwinde wenn du meinst … aber zieh dir bitte vorher etwas an, sonst denken die noch sonst was über mich!“ grinste er weiter und machte mit der Hand eine Geste zur Tür.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Di 4 Aug 2009 - 12:20

Gerne wäre er einfach gegangen, doch irgendetwas hielt den Chinesen zurück. Er stand wie versteinert neben dem Schreibtisch, und hatte seine Waffe in der linken Hand. Was wenn sie garnicht geladen war? Sie fühlte sich irgenwie leichter an. Li war hin und her gerissen. SOllte er gehen, und sich Meis Häschern in die Arme geben, oder sollte er hier bleiben, bei diesem seltsamen Menschen. Er stellte seltsamer Weise nicht in Frage ob er überhaupt hierbleibem durfte. Er legte die Waffe auf der Tischplatte ab, dann lehnte er sich gegen die Wand...fuhr sich durch sien Llanges Haar..."Ich glaube ich habe ein wenig überreagiert" ein plötzlicher Sinneswandel weil er glaubte von Shouta nichts befürchten zu müssen. Jeder andere hätte ihn dort liegen lassen, oder einen Krankenwagen gerufen, und beides wäre Li's Verhängnis geworden. Denn vom Krankenhaus wäre es für ihn garantiert sofort in den Knast gegangen....Er öffnete die Reste seines Hemdes, und ließ den Stoff von den Schultern gleiten, das war sowieso nicht mehr zu gebrauchen. Es landete im Müll. Er schämte sich nicht vor Shouta seinen Körper zu zeigen, wieso sollte er auch. DIe große Tätowierung die sich auf seinem Rücken befand war deutlicher zu sehen dann je...Er seufzte tief.." es war ein wenig zu viel für mich heute....Danke für deine Hilfe..:" sagte er und griff nach seinem Mantel der an einem Haken hing. Wahrscheinlich würde Shouta ihn sowieso nicht gehen lassen, auch wenn Li hätte gehen wollen. Er hatte ein druckmittel gegen die Baishe in der Hand, obwohl Li bezweifelte das Shouta sich überhaupt darüber im Klaren befand wer Li war. Er ließ sich auf einem Stuhl nieder, und vergrub das Gesicht in den Händen. Kein bisschen Scham empfand er, und ihm war grade ergal wer zusah. Li musste sich ersteinmal wieder beruhigen, er war vollkommen fertig mit der Welt.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Di 4 Aug 2009 - 20:24

Er lehnte weiterhin an der Wand, die Zigarette zwischen seinen Lippen. Amüsiert beobachtete er Lis Stimmungswechsel. Er konnte sich gut denken, was in dem Chinesen abging. Eigentlich hätte ihn dieses exzessive Misstrauen seltsam vorkommen müssen, doch er war anscheinend zu gewöhnt an all die Gegebenheiten des Untergrundes, dass es ihn gar nicht mehr weiter auffiel. Allerdings bemerkte er sofort, wie geschickt und geübt Li die Waffe in der Hand hielt. Seine Augen verengten sich, dieser Kerl hielt nicht zum ersten Mal eine Waffe in der Hand. Als er die Pistole wieder auf den Schreibtisch zurücklegte, legte Shouta den Kopf leicht schief, sagte aber nichts. „Überreagiert? Ja, so könnte man es nennen!“ murmelte er und drückte sich von der Wand ab. Gemächlich schritt er an Li vorbei und zog sich die Zigarette aus dem Mund. Vorgebeugt drückte er sie im Ascher aus und richtete sich wieder auf. Li zog sich gerade die letzten Reste seines ehemaligen Hemdes aus und danach seinen Mantel an. Davor erhaschte er allerdings einen Blick auf das Tattoo von Li, den gigantischen Drachen, welcher fast seinen gesamten Rücken in Anspruch nahm. Seine Augen verengten sich abermals, seine Gedanken rasten. Die chinesische Untergrundorganisation war ebenfalls für ihre großflächigen Tätowierungen bekannt. Er musterte Li nun erneut von oben bis unten. Seine Verteidigungskünste, die Handhabung mit Waffen, das Misstrauen und nun das Tattoo. Wenn man es so betrachtete ergab das alles einen Sinn. Aber Hundertprozentig sicher war er sich nicht. „Keine Ursache“ winkte er schließlich die Danksagung ab und setzte sich aufs Bett. Shouta hatte immer noch kein Oberteil an, einzig das Handtuch hing noch locker um seine Schultern. Die Hose hing ebenfalls tief auf der Hüfte, offenbarte seine wohl definierten Muskeln im Lendenbereich. Der Japaner hatte fest damit gerechnet, dass Li nun verschwinden würde, doch seine Rechnung ging nicht auf. Der Chinese ließ sich auf den Stuhl nieder und vergrub den Kopf in den Händen. Etwas perplex schaute Sho ihn an, bevor er sich zurücklehnte und nach den Kopfschmerztabletten streckte. Ebenfalls angelte er sich ein Wasser, welches neben dem großen Bett stand. Beides hielt er dem Schwarzhaarigen hin. „Versuchs, Kopfschmerztabletten helfen wirklich was!“ grinste er und stellte es vor Li hin. Dann stand er wieder auf und verschwand ins Badezimmer. Seine Haare waren immer noch ziemlich nass und tropften ihn auf dem Rücken. Er rubbelte mit dem Handtuch über seinen Kopf, bis sie nur noch feucht waren und kam wieder aus dem kleinen, gefliesten Zimmer heraus. Sein erster Blick galt Li, welcher unverändert auf dem Stuhl saß. Dann wandte er sich zum Kleiderschrank.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Mi 5 Aug 2009 - 22:46

Er bickte immernoch nicht auf, sondern verbarg weiter das Gesicht in den Händen...
"Das Leben ist beschissen." hauchte er mehr für sich selbst. Auf einmal schellte ein schrilles Handy und Li seufzte entnervt, dann zog er es aus der Tasche... Natrülich Mei...wer auch sonst. Wütend ließ er es auf den Boden fallen und trat darauf bis das Display knackte und schließlich die Aussenschale zerbarst...Das Handy hörte natürlich auf zu klingeln, es würde sowieso nie wider irgendetwas tun. Sein mantel war offen und ließ ein wenig von seiner muskulösen Brust zum Vorschein kommen... Er fing mit mörderrischen reflexen die Tabletten auf...
"Danke ich nehm mir eine mit" er drückte eine aus der Plastik, und behielt sie in der Hand
"Ich glaube ich sollte gehen...nicht wahr?" fragte er und blickte Shouta an.
"Danke für deine Hilfe..." er erhob sich. Er war irgendwie hin und her gerissen, ob er nun gehen sollte oder nicht... er wollte eigentlich nichts über sich preis geben, doch war er schon wieder den Tränen nahe....Hong Kong war so riesig und doch hatte Mei überall seine Leute. Immerhin nervte ihn nun das Handy nicht mehr... Ihm war nicht bewusst, dass Shouta das großflächige Tatoo auf Li's Rücken gesehen hatte. Den schwarzen Drachen den er seit seinem sechzehnten Lebensjahr auf seinem Rücken trug, und der ihm später auch seinen Spitznamen verleihen würde. Später, wenn er der Oyabun der Baishe war. Li Nian 'Der schwarze Drache'. Dieser Name würde jedem der ihn aussprach mit Respekt über die Lippen kommen, und er würde in die Geschichte eingehen, als das jüngste, und das weiseste Oberhaupt. Doch von all dem ahnte er noch ncihts, auch ahnte er nicht,d ass Shouta der Mann seines Lebens sein würde.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Do 6 Aug 2009 - 19:49

Leicht missmutig schmiss er die Tür des Schrankes zu und blickte wieder zu dem Chinesen, welcher anscheinend kurz vorm heulen war. Shouta achtete nicht weiter darauf, sondern holte sich aus der Schublade eine neue Schachtel Zigaretten. Die kleinen Glimmstängel bekamen bei ihm Beine und waren irgendwie immer total schnell zu Ende. Er schmiss das Silberpapier in den Müll und zog sich eine Neue heraus. Dann griff er zu dem Feuerzeug auf dem Schreibtisch und zündete sich das Tabakstäbchen an. Genüsslich zog er den Rauch ein, hielt ihn für einige Sekunden und öffnete den Mund wieder. Als Li auf einmal aufsprang, blickte er verwirrt zu ihm, die Augen misstrauisch verengt. Sein Handy hatte geklingelt und anstatt das Gespräch anzunehmen, haute er das Mobiltelefon mit voller Wucht auf den Boden und trat es kaputt.
„Autsch“ kommentierte er. „Jetzt kann ich dich ja gar nicht mehr anrufen!“ grinste er und ging auf Li zu. „Bitte, keine Ursache“ er hob abwehrend die Hände. „Es ist deine Entscheidung!“ antwortete er Schulterzuckend auf die Frage, ob er gehen oder bleiben sollte. Er blieb dicht vor dem Chinesen stehen, griff nach einer langen Haarsträhne und zwirbelte sie zwischen den Fingern. Dabei blickten seine kalten, grauen Augen in die von Li. Einem Impuls folgend, beugte er sich vor und hauchte ihm einen leichten Kuss auf die Lippen. Dann ließ er die Strähne los und entfernte sich von Li. Er verschwand ins Bad.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Fr 7 Aug 2009 - 10:45

Der junge Mann stand immernoch unschlüssig im Raum. Er hatte Angst, und nach Hause konnte er ganz sicher nicht. Er ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen und war nun auf dem Flur. Kristallene Tränen rannen seine Wangen hinab, als er so schnell wie möglich versuchte Distanz zwischen Shouta und sich zu bringen. Er war es nicht gewöhnt, dass sich jemand um ihn sorgte. Und dass Shouta sich um ihn sorgte, da war er sich einfach sicher. Sonst hätte er ihn definitiv nicht mitgenommen. Das schwarze Haar fiel ihm ins Gesicht, bildete einen Schleier, der ihn zu schützen schien, der seine Tränen nicht jedem sofort bloßstellte. Erst auf den zweiten Blick konnte man s seine Schwäche sehen. Er raffte den Mantel um seinen Körper und verschrenkte die Arme.
In diesem Augenblick wirkte er weiblicher als je zu vor. Schwach, zart und zerbrechlich. Dabei durfte er doch eigentlich niemals Schwäche zeigen. Als er auf die Streße kam, kam ihm die Welt schon wieder ein wenig dunkler vor. Das rege Treibens chien ihn garnicht mehr so wirklich zu interessieren. Und auch das Treiben schien sich nicht ehr für ihn zu interessieren. Es war als gehörte er nicht mehr hier her. Als wäre die Welt von einer Stunde zur Nächsten aus den Angeln gehoben worden. Also ob der Cosmos alle Gesetze ausser Kraft gesetzt hätte. Li lief ziellos durch die Straßen gehetzt. Und alles was er hörte, war sein eigener erschöpfter rasselnder Atem der sich immer schwerer in seinen Lungen anfühlte. Der Schwarzhaarige fühlte sich als würde er ersticken. Ihm ging es alles andere als gut. Irgendwann lehnte er ausser Atem an einer Wand. Und weinte immernoch. Es war zu viel für ihn. Scheinbar war Li kurz vor einem Nervenzusammenbruck, und diesem näher als es ihm lieb war. Auf einmal wurde es still, und die Temperatur schien ume in paar Grad abzufallen. Ein paar Autotüren knallten, und Li ahnte schon dass sie seinertwegen hier waren. Dass sie ihn suchen, das waren sie, seine Häscher, Mei's Häscher, die ihn in ganz Hong Kong suchten. Nur ihn, und jeder Triadenboss Hong Kongs hatte für Mei seine Leute ausgesant und alle suchten sie Li, der wieder Mei's Söldner werden sollte, wie er es eigentlich schon war seit er schießen konnte.
Durch die kalte Nachtluft schnitt sich eine Gruppe von Männern. Allesamt adrett und in Anzügen... Sie kamen auf ihn zu. Li schaute sie Wachsam an. Pistolen richteten sich auf ihn..."Nian-sama, wir sind gezwungen sie wieder mitzunehmen...Nian-Oyabun wünscht sie wieder in seinen Diensten."
ALs Li nun sprach wirkte er gar nicht mehr schwach, sondern viel mehr wie ein Raubtier. Seine Stimme war gefährlich leise..."Ich werde nicht mit kommen, Hört ihr? Ich komme nicht mehr mit, ich lasse mich nicht mehr einsperren. NIE MEHR!" beim Letzten Satz schrie er fast, sie versuchten ihn festzuhalten. Doch man durfte nicht vergessen mit wem sie es zu tun hatten. Li riss sich los, rannte, doch sie verfolgten ihn, sogar mit einem Auto....Verbissen ließ er sich jedoch nicht unterkrigen, wenngleich er irgenwann müde wurde, und zurückfiel...
Die Jagd dauerte mehrere Stunden. Und Li wusste, dass er die Leute abhängen musste. Vorteilhaft dabei war, dass Li alle Schlupfwinkel kannte, dass er Hong Kong wie seine Westentasche kannte.
Wieder Stunden später stand er vor dem Hotel aus dem er weggegangen war und klopfte auf der Suche nach Schutz an Shouta Matsuris Tür.
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BeitragThema: Re: Memories of two lost Souls (Shouta Matsuri und Li Nian)   Mo 10 Aug 2009 - 18:34

Shouta lauschte, hörte aber kurz darauf die Tür ins Schloss fallen. Der Chinese war gegangen. „Schade“ murmelte er mit einem Grinsen und zog sich weitgehend an. Das Hemd blieb offen und so trat er wieder in das nun leere Zimmer, sah sich um. Alles war noch genau wie vorher, aber was hatte er erwartet? Verwirrt schüttelte er den Kopf, die braunen Haare wippten hin und her. Er ging auf den Schreibtisch zu und zündete sich wieder eine Zigarette an, dann setzte er sich hinaus auf den winzigen Balkon. Die Füße auf das Geländer hochgelehnt, tief im Stuhl versunken und geistig abwesend saß er da. Der graue Rauch bahnte sich seinen Weg in den Himmel. Nachdenklich folgte Shouta seinen Weg und schnippte den aufgerauchten Stummel irgendwann über die Brüstung. Bis der unten angekommen war, konnte sich daran eh niemand mehr verbrennen. Und wenn, war es ihm auch gleich. Er saß noch einige Zeit so da, bis der schrille Klingelton seines Handys die Stille durchbrach. Genervt stand er auf und angelte sich das Mobiltelefon aus seiner Jackentasche.
„Ja?“ fragte er gelangweilt. Es war sein Vater. Leicht genervt verdrehte er die Augen und ließ sich aufs Bett fallen. Wieder irgendwelche Hintergrundinformationen zu seinem nächsten Auftrag. Leider nur ein unauffälliger Mord. Shouta schloss die Augen und massierte sich mit Daumen und Zeigefinger den Nasenrücken. Ob Li die Kopfschmerztabletten mitgenommen hatte? Oder lagen hier noch irgendwo welche herum. Die meiste Konversation ging von seinem Vater aus, der junge Yakuza musste nur hin und wieder etwas dazu beitragen. Das Telefonat dauerte lange. Der Braunhaarige hatte ein paar Mal versucht, seinen Vater abzuwimmeln, doch es wollte nicht klappen. Und einfach auflegen konnte er nicht bringen. Gerade als er wieder etwas erwidern wollte, klopfte es hektisch und laut an der Zimmertür.
Sein Blick glitt misstrauisch zu der Holztür. Wer wollte um diese Uhrzeit noch etwas von ihm? Und seinen Weckdienst hatte er erst für in drei Stunden bestellt. Außerdem riefen die an. Geschmeidig erhob er sich und öffnete ruckartig die Tür. Li. Leicht versteinert starrte er ihn an, verwundert warum der Chinese auf einmal wieder vor ihm stand. Dann unterbrach er seinen Vater, welcher immer noch am Telefon redete.
„Ich muss auflegen!“ meinte er auf schnellem Chinesisch und klappte das Handy zu. Dann trat er einen Schritt zur Seite und ließ Li herein.
„Was hast du angestellt?“ fragte er und griff schon wieder nach der Zigarettenschachtel. Nachdem Li hineingegangen war, spähte er noch nach links und rechts aus dem Zimmer, schloss die Tür schließlich ab. Dann ging er durch das Zimmer und schaute vom Balkon herunter. „Wer ist hinter dir her?“ meinte er, bevor er die Glastür schloss und Li fixierte. Dieser sah einfach nur abgehetzt und völlig fertig aus.
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