Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
StartseiteForumAbout usFAQSuchenLoginAnmelden
Das Rollenspiel wird neu aufgebaut.

Teilen | 
 

 Sebastian Sakura no Hana

Nach unten 
AutorNachricht
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Sebastian Sakura no Hana   Do 26 Apr 2012 - 17:52

¬PERSÖNLICHE DATEN:
Vorname:
Sein Vater suchte liebevoll einen Namen für den kleinen Jungen aus. Dieser lautete Sebastian.
Nachname:
Der Nachname ist der Name Sakura no Hana. Er will den Namen nicht ablegen, da es der stolze Name seines Vaters ist, den er über alles liebt, neben seiner Schwester.
Spitzname:
Sebbi, oder Wüstenteufel sind die Namen, die man ihm gerne verleiht. Oder auch der Mann mit den zwei Gesichtern, weil er ein sehr wechselhafter Mensch ist.
Alter:
Sebastian hat schon einiges erlebt. Nun zählt er 30 Jahre, da er sechs Jahre älter ist als seine Schwester.
Geburtsdatum:
Sebastian wurde am 23.08. geboren.
Herkunft:
Sebastian entstammt dem Windmühlendorf.
Rasse:
Sebastian ist eigentlich ein Mensch, aber andere behaupten er wäre ein Dämon, was natürlich vollkommener Blödsinn ist.
Familie:
- Minako Sakura no Hana

Die Frau war die Tochter eines berühmten Marinekommandanten. Er achtete sehr auf sie und willigte bei der Hochzeit nur sehr widerwillig ein. Letztendlich bekam sie zwei Kinder, zusammen mit Hektor Sakura no Hana.
Das eine war Sebastian selbst, die andere seine jüngere Schwester Sakura. Später starb sie bei einer ihrer Ausgrabungen, die sie wider Willen ihres Vaters gerne machte.

-Hektor Sakura no Hana

Der Mann war der Sohn eines einfachen Fischers. Da seine Mutter von Piraten getötet wurde, beschloss er zur Marine zu gehen und diese zu bekämpfen.
Später lernte er durch seinen Vorgesetzten, dessen Tochter kennen und verliebte sich in diese.
Er war bei der Geburt seines Sohnes mit dabei, dass er eine Tochter hat, weiß er bis heute nicht, obwohl man nicht weiß, ob er es überhaupt je erfahren wird, da er seit einem Kampf gegen Piraten als verschollen gilt.

- Sakura no Hana

Das kleine Mädchen war ihm wichtiger als sein Leben, aber wie ein Egoist hat er sie verlassen, um ihren Vater zu suchen und in dessen Fußstapfen zu treten. Er selbst gibt sich die Schuld daran, dass sie auf die falsche Laufbahn gekommen ist und Piratin wurde. Eines seiner wichtigsten Ziele ist, diese zu beschützen und zur Besinnung zu bringen, bevor sie der Weltregierung zum Opfer fällt.
Zugehörigkeit:
Sebastian gehört der für Gerechtigkeit kämpfenden Elite an. Der Kaigun.
Rang:
Sebastian ist ein Taishõ.

¬KÖRPERLICHE DATEN:
Haarfarbe:
Sein Haar hat ein helles Blond und ist oft mit dunklen Strähnen durchzogen. Je nach Licht ist es mal orange, mal fast weiß.
Augenfarbe:
Seine Augen besitzen zwei verschiedene Farben, das eine rot, durch dass sich seltsame Schlieren ziehen, das andere eisblau, dass mehrere Kreise darin aufweist. Das rote wird meist von einer Augenklappe und seinem Haar verdeckt.
Größe:
Sebastian ist 1,86 m groß.
Gewicht:
Er bringt ca. 84 kg auf die Waage.
Blutgruppe:
Blutgruppe AB. Menschen dieser Blutgruppe haben "zwei Gesichter", denn zum einen findet man in ihnen sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, aber andererseits sind sie häufig sehr misstrauisch. Manche Träger dieser Blutgruppe neigen auch dazu sich selbst und ihre Fähigkeiten zu überschätzen, obwohl sie aber auch sehr schüchtern und sensibel sein können. Vor allem sind sie aber sehr streng mit sich selbst und denken zu viel nach. Sie verbringen auch gerne viel Zeit alleine, sind aber dennoch gute Freunde, auf die man sich verlassen kann.
Generelles Aussehen:
Sebastian ist bekannt für seinen auffälligen Kleidungsstil. Seine Uniformen haben stets etwas besonderes an sich.
Sein liebstes ist ein weißer Anzug mit schwarzen Ärmeln und einer Hose, die an den Beininnenseiten ebenfalls schwarz ist. Dazu trägt er eine Kappe mit der Aufschrift Marine, die ebenfalls weiß ist, aber einen schwarzen Schirm hat. Außer die Ärmel der Jacke, ist auch der Kragen von dieser in schwarz gehalten.
Er trägt dazu eine pinke Krawatte mit roten Streifen, an der eine Brosche in Form eines Wüstenvogels befestigt ist. Seine Augen sind echte Saphire, das Metall ist mit einer Schicht Gold überzogen worden. Sie war ein Geschenk seines Vaters an ihn gewesen, bevor er ihn das allerletzte Mal verließ.
Aber auch schwarze Uniformen liebt er. Diese hat weiße Streifen an den Ärmeln und dem Kragen. Dazu trägt er feine Schuhe, die immer ordentlich poliert sind. Die Hosen sind passgenau geschnitten, sodass er immer ordentlich aussieht.
Ein weiteres Outfit, dass er liebt. Eine schwarz-weiß gestreifte Hose, dazu ein weißes Hemd und ein schwarzes Jacket darüber. Wieder auffällig ist die gepunktete Krawatte, ebenfalls in schwarz und weiß gehalten.
Oder wie auch schon bekannt den gelb-orange gestreiften Anzug, der immer wieder ein Blickfang ist.
Trotz seiner Anzüge trägt er immer einen weißen Mantel der Marine über diese, wie es sich für einen Mann der Marine gehört. Auf dem Rücken steht das Wort Gerechtigkeit, wie es der Leitfaden der Marine ist.
Aber auch gemütlichere und legere Kleidung stimmt ihn munter. Ein einfaches weißes Hemd, recht schlampig zugeknöpft, dazu eine einfache knielange schwarze Hose und keine Schuhe, aber ein schicker schwarzer Hut auf dem Kopf.
In einer kälteren Umgebung trägt er oft einen mit an der Kapuze mit Fell verzierten Mantel, der innen gefüttert ist, aber nur sehr kurze Ärmel hat. Dazu trägt er schwarze Armstulpen, die die Finger frei lassen. Eine lange Hose, die in schweren, reich verzierten, Stiefeln steckt trägt er zusammen mit einem Hemd unter dem Mantel.
Er ist immer mit einem Hut an zu treffen, denn er liebt Kopfbedeckungen, vor allem Kappen, von denen er eine beträchtliche Sammlung hat. Insgesamt 10.354 Kappen hat es inzwischen gehabt.
Sein Haar ist ein orange-blond, das je nach Licht anders schimmert. Es ist schulterlang und immer ordentlich glatt gekämmt, hinten zu einem kleinen Pferdeschwanz gebunden, der mit einer roten Schleife gehalten wird.
Seine Züge sind eher weich und ähneln denen seiner Mutter sehr, dafür hat er aber den Körperbau seines Vaters, sowie dessen Haarfarbe. Breite Schultern und durchtrainierte Glieder, zeigen, dass er ein strammer Bursche ist. An den Händen trägt er meist Handschuhe, welche er selten weg lässt. Auf dem Rücken, umgesehen, trägt er ein Tattoo mit geschlossenen Flügeln. Seine Begründung, warum diese geschlossen sind, lautet wie folgt: Wenn ich eines Tages alle meine Wünsche und Ziele ich erreicht habe, werde ich sie ausbreiten und wie ein Vogel frei sein und davon fliegen.
Merkmale:
Sebastian trägt über dem linken Auge eine schwarze Augenklappe, da dieses Auge flammend rot ist und viele ziemlich abschreckt. Da er sowieso auf diesem Auge blind ist, macht es ihm nichts.

¬CHARAKTERISTISCHE DATEN:
Persönlichkeit:
Sebastian ist ein strenger und ruhiger Mann, der seine Ziele nach Belieben immer wieder ändert, genau wie seine Persönlichkeit.
Zu Menschen die er mag ist er stets aufgeschlossen und freundlich, zeigt selten seine kalte Seite, aber auch ebenso selten, was er wirklich denkt und fühlt, denn Gefühle können gut als Waffe eingesetzt werden, dass lernte er schon in jungen Jahren. Da er sehr hilfsbereit ist, packt er gerne mit bei schweren Dingen an und macht auch gerne mal die Drecksarbeit, weshalb er bei der Marine sehr beliebt ist. Dennoch ist es schwer sein Vertrauen zu gewinnen. Er ist sehr misstrauisch, was neue Begegnungen angeht, er lässt sich auch nicht leicht hinters Licht führen. Er hat einen guten Blick für den Charakter eines Menschen und kann somit auch leicht seine Stärken und Schwächen erkennen.
Da er aber sowieso ein eher zurückhaltender Typ ist, spricht er auch niemanden von alleine an und versucht erst gar nicht jemanden zu provozieren. Denn so was bringt eh nur Probleme mit sich und ist bei einem Mann der Marine nicht gerade etwas, was ihm Vorteile bringen würde, sowohl im Kampf, wie bei seiner Karriere im Beruf.
Hat man aber erst mal den Freund in ihm gefunden, ist er ein netter und freundlicher Typ, der ganz plötzlich doch gerne zu reden scheint. Viele wissen ihn zu schätzen und wissen seine Qualitäten zu schätzen.
Da er ein Logia Nutzer ist, hat er nicht sonderlich Angst vor Waffen. Da er sowieso kaum welche außer Pistolen und Schwerter benutzt, kennt er sich mit diesen auch nicht sonderlich gut aus, was ihm relativ egal ist.
Allgemein interessiert er sich recht wenig für seine Umgebung, es sei denn es steht Arbeit an. Wenn er jemanden nicht mag, tut er einfach so, als wäre dieser nicht da.
Er arbeitet gerne mit anderen zusammen, ist aber auch darauf vorbereitet alleine gegen andere vor zu gehen. Dennoch trifft man ihn selten alleine an. Aber auch wenn er viel auf seine Kameraden eingeht, gibt es Dinge, in die er sich nicht rein reden lässt. Stur wie er sein kann, lässt er sich von nichts und niemanden die Meinung ändern lassen, denn was er sich einmal vorgenommen hat, zieht er auch durch, weswegen er oft sehr garstig werden kann.
Auch wenn er meistens ein sehr ruhiger Typ ist, kann er auch aggressive Seiten zeigen. Vor allem in stressigen Situationen gelingt es Sebastian nicht recht bei Verstand zu bleiben und er fährt mal jemanden an, aber es muss schon sehr schwerwiegend sein, um ihn zum Explodieren zu bringen. Aber im Kampf ist er ganz gelassen. Er konzentriert sich auf die Gegner und blendet alles andere aus. Er geht nicht auf Provokation ein und achtet stets drauf Abstand zu halten.
Da er oft sehr vielseitige Facetten seiner Selbst zeigt, ist es schwer eine genaue Persönlichkeit fest zu halten, da diese sowieso immer wieder wechselt, was ihm den Beinamen; Der Mann mit den zwei Gesichtern, verlieh.
Ziel:
Sebastian will seinen Vater wieder finden, um mit ihm zusammen seine Schwester dazu zu bringen ihr Leben als Pirat auf zu geben und wieder ein normales Leben mit ihnen zu führen.
Schatz:
Sebastian besitzt eine Brosche, die die Form eines Wüstenvogels hat und dessen Augen echte Saphire sind. Sein Vater schenkte sie ihm, bevor er los zog, um bei einem Einsatz der Marine dabei zu sein, von dem er nie wieder kam.

¬GESCHICHTE:

Buch I - Zuhause

Das Laub fiel sachte, als in einem kleinen Dorf, genannt Windmühlendorf, ein kleiner Junge das Licht der Welt erblickte. Während seine Mutter mit der Nachgeburt kämpfte, lag er warm und behutsam in den Armen seines Vaters, der ihn mit weichem Blick ansah und durch den weichen blonden Flaum auf seinem Kopf strich. Als es die Augen aufschlug blickte er in die schönen strahlend blauen Augen, die jedes Kind bei der Geburt hatte, naja fast jedes. Die Nähe dieses kleinen Wesens berührte ihn so wie sonst nur seine Frau es tat. Stolz war es ebenfalls, die seine Brust anschwellen ließ.
Er und seine Frau hatten diesen Ort dazu auserkoren, um hier ihr Kind groß zu ziehen, weit entfernt von den tückischen Gefahren der Grand Line, die da draußen lauerten, weit weg von den Piraten, den berüchtigten Teufeln des Meeres.
Sie Beide, die die Marine im Blut hatten, er durch seine Arbeit, sie durch ihre Familie, wollten ihre Kinder fern von jener Gewalt groß ziehen, sodass sie behutsam groß wurden und nicht in Angst leben mussten, dass sie mit einem Schlag alles verloren, was ihnen wichtig war, jedenfalls nicht alles. Denn so schmerzhaft es war, würde Hektor bald zurück kehren müssen. Sein Schwiegervater gönnte ihm nur eine kurze Zeit mit seinem Sohn und diese würde er nun voll und ganz ausnutzen.
Mit einem Lächeln wandte er sich seiner Frau zu. Jetzt wo er ihn sich so ansah, wusste er mit einem Mal, wie er heißen sollte. Sebastian. Als er es seiner Frau sagte, lächelte diese und sah ihn strahlend an. Sie bestätigte, dass dies ein schöner Name war, wurde aber je unterbrochen, denn ihr Sohn meldete alarmierend, dass sein kleiner Magen nach Nahrung verlangte. Sein Vater legte ihn behutsam an die Brust seiner Frau, wo seine Lippen gierig nach der Quelle suchten. Kaum hatte er sie gefunden, schlang er wie kurz vor dem Verhungern alles herunter, was er bekommen konnte. Seine Mutter verzog kurz das Gesicht, denn er zog ganz schön kräftig und an einer so empfindlichen Stelle, konnte das auch mal weh tun. Sie lauschten dem gierigem kleinen Schlucken und mussten Lächeln. Er trank so hastig, dass er sich verschluckte. Kurz jammerte er, beruhigte sich aber durch das sandte Hin- und Herwiegen seiner Mutter und schlief friedlich ein.

Der kleine Junge trabte an der Hand seines Vaters im Dorf umher. Immer wenn er etwas Fremdes entdeckte, zeigte er darauf und fragte mit seiner kindlichen Stimme immer wieder was es sei, wobei man da fragende Da? auch anders verstehen konnte. Als sie am Hafen ankamen, blickte der Junge begeistert zu einem Schiff hoch. Er brabbelte munter vor sich hin und zeigte ständig darauf. Er liebte Schiffe. Voller schöner Maschinen waren sie und Sebastian liebte die Geräusche, die die Kessel machten, das stetige Zischen und Klacken, das Geknalle und Getöse.
"Da da da da da!", sagte er und zog ungeduldig an der Hand seines Vaters, der nur mit einem sanften Lächeln auf den Jungen herab blickte.
"Warte noch einen Moment.", sagte er, woraufhin der Kleine kurz still hielt, nur um wieder von vorne an zu fangen.
"Schiff...", sagte der Kleine und hüpfte munter und fröhlich auf und ab, wobei er wild mit dem Arm winkte. Auf dem Schiff waren einige Matrosen und lachten und winkten dem Jungen aus Spaßes halber zurück, weshalb dieser sich noch viel mehr freute. Aber als jemand auf sie zu kam, versteckte er sich scheu hinter den Beinen seines Vaters.
"Süßer kleiner Fratz! Sag mal, ich dachte du kommst erst in ein paar Jahren wieder? Oder wurdest du schon früher wieder eingezogen?", fragte ein blonder Junger Mann und kniete sich hin. Neugierig lugte Sebastian hinter den Beinen seines Vaters hervor. Der Mann schien ganz lieb, aber er war fremd. Sebastian versteckte sich nun hinter dem anderen Bein, was den Mann belustigte und ihm ein frohes Lachen entlockte.
"Wahrlich ein süßer Fratz!", wiederholte er und stand auf, um seinem Gegenüber direkt ins Gesicht zu sehen.
"Wie du gesehen hast, scheint mein Sohn Schiffe sehr zu lieben, da dachte ich mir, ich zeig ihm mal eins.", antwortete er und lächelte friedlich, wie er es immer tat.
Sein Sohn zupfte an seinem Mantel und streckte die Arme zu ihm hoch. Er beugte sich herab und hob Sebastian hoch, wo er gleich seinen Kopf in die Schulterbeuge kuschelte, damit sein Vater ihn beschützte, wenn etwas Schlimmes passieren sollte.
"Was meinst du? Wird er später auch ein tapferer Mann der Marine?", fragte der Andere und lächelte dem Kleinen zu, welcher breit grinste und seine kleinen weißen Zähnchen zeigte.
"Vorerst bleibt er erst mal fern von alledem. Er kann ja später immer noch zur See gehen, aber hier sollte er erst mal in Ruhe groß werden.", antwortete Hektor und strich dem Kleinen über den Kopf. Süß war er. Jeder liebte ihn. Und deswegen wurde er ein ziemlich verwöhnter kleiner Junge, aber das würden sie ihm schon irgendwie austreiben.

Der Junge war nun fünf Jahre alt. Traurig winkte er mit seiner weinenden Mutter einem Schiff hinterher. Es war so weit gewesen. Sein Vater verließ ihn, um auf See zurück zu kehren. Sebastian hoffte eines Tages auch auf das Meer zu ziehen und wie sein Vater ein großer Mann zu werden. Schließlich wollte er seinen Vater stolz machen. Stolz, dass er einen ganz besonderen Sohn hatte.
"Komm Sebastian.", sagte Minako und griff nach der Hand des Kleinen, um ihn mit nach Hause zu nehmen. Mit einem letzten wehmütigen Blick drehte er sich um und folgte dieser.
"Wann kommt Papa wieder?", fragte Sebastian und leckte an einem Lutscher, den ein Mannschafter ihm geschenkt hatte, zusammen mit einer Marine Kappe, die er nun nicht mehr absetzen wollte, egal wie sehr man ihn beredete.
"Ich weiß es nicht mein Schatz. Es kann eine ganze Weile dauern, bis er wieder kommt.", antwortete sie ihm.
"Was macht Papa denn da draußen?", löcherte der Kleine weiter.
"Papa kämpft gegen böse Piraten.", erzählte Minako.
"Was machen die?"
"Piraten sind Diebe, die Schiffe ausrauben und Menschen verletzen. Die Marine, in der dein Papa ist, kämpft gegen sie, um Gerechtigkeit in unsere Welt zu bringen.", erklärte Minako ihrem Sohn, der gebannt zuhörte.
"Wie sieht ein Pirat aus?", fragte er neugierig. Vielleicht sahen sie ja anders auf, hatten Haare auf dem Körper wie Tiere oder waren größer als normal oder, oder vielleicht hatten sie rote Augen und scharfe Zähne?!
"Piraten sind wie wir normale Menschen. Nur sie haben einen miesen Charakter.", antwortete Minako ihrem Schießhund, der immer weitere Fragen stellte.
"Und was ist ein mieser Charakter?"
"Böse Menschen sind das. Sie haben nur schlimme Sachen im Kopf, tun anderen weh und klauen Sachen. Das darfst du aber nie machen. Papa wäre sonst ganz traurig und ich natürlich auch.", sagte sie und blickte den kleinen Jungen ernst an.
"Nein Mama. Ich bin ganz lieb. Ich will doch wie Papa werden!", sagte er und lachte feixend. Seine Mutter lachte auch, griff nach ihm und kitzelte ihn. Lachend rannten sie Fangen spielend nach Hause.

Sebastian saß in dem Bottich voll mit schaumigen Wasser und lachte vergnügt, als seine Mama mit einem kleinen Boot darin rumspielte. Sie selbst kniete davor und beobachtete wie ihr Sohn sich darin amüsierte.
"Mama? Wenn ich groß bin, will ich so wie Papa werden.", sagte der Kleine und betrachtete das Schiff.
"Dafür musst du aber groß und stark werden, so wie Papa.", lachte Minako und spritzte ihren Sohn etwas nass. Dieser prustete und warf eine Gummiente nach ihr, der sie nicht ausweichen konnte und die ihr direkt auf den Schoß sprang.
"Wie lange dauert das? Ich meine, bis ich groß und stark bin?", fragte Sebastian und sah seine Mutter mit großen Augen an.
"Das geht nicht von heut nach morgen, da musst du noch lange warten.", sagte Minako, "Außerdem, wer soll den die Mama beschützen, wenn der Papa nicht da ist?", fragte sie.
Mit stolz geschwellter Brust zeigte Sebastian auf sich selbst. "Das mach ich!", sagte er. Minako lachte erneut.
"Klar, du bist ja auch mein kleiner Held!", sagte sie, bevor sie ihn aus der Wanne holte.

"Warum ist dein Bauch so dick geworden?", fragte der Sechs Jahre alte Junge seine Mutter nach langem Zögern. Sie trug inzwischen ausgeleierte Kleider, die nicht über dem spannten und locker über den Bauch hingen, der schon rund wie ein Ball war. Draußen schneite es stürmisch.
Bevor Minako antwortete, verzog sie schmerzerfüllt das Gesicht. "Ich bin schwanger. In meinem Bauch ist ein Baby.", sagte sie.
"Wie ist das denn da rein gekommen?", fragte Sebastian verwundert. Er wusste noch rein gar nichts über diese Vorgänge, wie Kinder entstanden und zur Welt kamen. Für ihn waren sie einfach da.
"Das erkläre ich dir, wenn du älter bist.", sagte sie und strich ihm über den Kopf. "Aber bitte tue mir einen Gefallen. Geh los und hol schnell einen Arzt. Ich glaube dein Geschwisterchen will raus...", sagte sie und setzte sich erschöpft auf ihr Bett. Sebastian nickte, griff seinen Mantel und seine Kappe und rannte los.
Der Schnee peitschte wild in sein Gesicht, als er losrannte, um einen Arzt zu holen. Es war schwer voran zu kommen, doch als der einzige Herr im Haus wollte Sebastian seiner Mama unbedingt helfen, damit es ihr besser ging. Außerdem konnte der Arzt seinem Bruder oder seiner Schwester bestimmt helfen aus dem Bauch raus zu kommen.
Der Arzt war gar nicht begeistert, als Sebastian ihn darum bat ihn bis nach Hause zu begleiten, damit er seiner Mutter half, aber trotzdem packte er schnell seine Sachen und folgte Sebastian. Schließlich war es ein Notfall. Und als sie ankamen, lag ihnen eine anstrengende Geburt bevor.

Am nächsten Tag hatte sich der Sturm gelegt. Alles war verschneit und die ersten Leute machten sich daran das Chaos, dass dadurch entstanden war zu beseitigen, während Sebastian und Minako sicher in ihrem warmen kleinen Haus saßen und gemeinsam die Kleine betrachteten. Es sah niedlich aus, mit den kleinen weichen rosa Haaren, die sie hatte. Der kleine Brustkorb hob und senkte sich langsam und ruhig. Neugierig setzte sich Sebastian neben sie.
"Mama, Mama, Wie heißt sie denn?", fragte er, während er dieser ungeduldig am Ärmel herum zupfte.
Seine Mutter runzelte die Stirn, denn sie wusste es nicht so Recht. Sie hatte es zusammen mit ihrem Mann entscheiden wollen, weshalb sie schon sehnsüchtig auf seine Wiederkehr wartete. Sie sagte es Sebastian, der sie immer noch fragend ansah.
"Weißt du was? Wir nennen sie einfach Sakura... Und wenn Papa wiederkommt, dann suchen wir ihr einen richtigen Namen aus, okay?", sagte sie und lächelte.
Sebastian war begeistert und riss die Arme hoch, um es ihr zu zeigen. "Jaa, so machen wir es!", sagte er etwas zu laut. Die kleinen Augen seiner Schwester öffneten sich, sahen ihn einen kurzen Augenblick still an und dann begann sie zu schreien.
Erschrocken wich Sebastian ein kleines Stück zurück. So süß und weinerlich sie gerade war... Sebastian beschloss die Kleine zu beschützen, egal was passierte und egal wer oder was es darauf anlegte.

Vier weitere Jahre waren vergangen. Sebastian trainierte auf der Terrasse, während seine jüngere Schwester ihm gelangweilt dabei zuschaute. Sebastian war nun zehn. Sein oberstes Ziel war es einmal so stark wie sein Vater zu werden, weshalb er fast täglich Gewichte hob, Kniebeugen und Liegestütze machte.
"Komm Sebastian, lass uns was anderes machen...?", quengelte Sakura, weshalb Sebastian genervt die Augen verdrehte. Wieso mussten Geschwister so nervig sein.
"Sorry Schwesterherz, geht nicht. Muss trainieren, damit ich später was anständiges arbeiten kann.", entgegnete er und stemmte weiter seine Gewichte. Seine Schwester murmelte irgendetwas von Blödsinn und ging hinein.
Sebastian setzte sich kurz auf den Boden und strich sich durch das verschwitzte Haar. Nach einer kleinen Weile kam seine Mutter heraus, mit einem Krug und einem Glas Wasser, welche sie neben ihm hin stellte, bevor sie sich selbst setzte.
"Du arbeitest viel und hart an dir. Gönn dir doch selbst einmal eine Pause und unternimm etwas mit deiner Schwester. Sie freut sich bestimmt!", sagte sie und lächelte munter.
Sebastian schüttete das kühle Wasser regelrecht in sich hinein. Ihm war gar nicht aufgefallen, wie Durst er eigentlich hatte.
"Ich überleg es mir, okay?", sagte Sebastian und stellte das Glas ab.
"Dein Vater wäre bestimmt stolz auf dich, wie sehr du dich bemühst stärker zu werden.", bemerkte seine Mutter und betrachtete den durchtrainierten Körper ihres Sohnes. "Aber auch er würde dir sagen, dass du eine Pause brauchst."
Sebastian nickte. "Ich habe ja nicht nein gesagt, sondern, dass ich es mir überlege. Okay?", sagte er und griff wieder zu seinen Gewichten.
Minako seufzte, gab sich aber zufrieden. "Okay. Ich mach dann mal essen.", sagte sie und verschwand zurück im Haus.
Vielleicht würde Sebastian mit seiner Schwester den Hafen besuchen gehen, so wie sein Vater es immer mit ihm getan hatte, um ihm die Schiffe zu zeigen. Er war immer begeistert von diesen gewesen. Auch heute liebte er diese noch. Jedes Schiff im Hafen kannte er beim Namen. Es war schon fast krankhaft, aber die wahre Realität. Sobald ein neues kam, erkundigte er sich danach.
Er wurde je von seinen Gedanken unterbrochen, als seine Schwester ihn zum Essen holte. Er ließ seine Gewichte stehen und folgte ihr ins Haus.
Plötzlich klopfte es an der Tür. Überrascht sah Sebastian zu dieser. Sie erwarteten eigentlich keinen Besuch. Oder war Vater wieder zurück? Als seine Mutter die Tür öffnete, schwand die Freude wieder. Es war zwar auch ein Mann von der Marine, aber nicht sein Vater.
Der Mann reichte mit traurigen Gesicht einen Brief an seine Mutter, zog den Hut und wünschte ihr sein Beileid, bevor er sich wieder zum Gehen wandte. Zitternd öffnete Minako den Brief auf das Schlimmste gefasst. Ihre Augen zeigten Panik, aber Sebastian verstand nicht wieso.
Sie schluchzte und legte die Hand an die Stirn, während sie sich mit dem Rücken an die Tür lehnte, an der sie herabrutschte. Sie klammerte sich in den Saum ihres Rockes und versuchte sich zu beruhigen, ihrer Kinder wegen.
Diese knieten sich vor sie und schauten sie besorgt an. "Es ist alles in Ordnung...", sagte sie mit erstickter Stimme, was Sebastian zeigte, dass es eben nicht so war.
Sakura war ebenfalls besorgt und setzte sich tröstend auf den Schoß ihrer Mutter. "Ist wirklich alles okay?", fragte diese.
"Ich habe es schon immer geahnt,... Dass euer Papa nicht mehr zurück kommen würde... Doch es schriftlich bestätigt zu haben...", sagte sie traurig.
Sebastian war geschockt. Sein geliebter Vater war entweder tot oder verschollen. Innerlich kochte Sebastian vor Wut. Wieso? Wieso nur er? War es nicht schlimm genug, wenn er seine Tochter nicht einmal kennenlernen durfte?
Als Sakura nach ihrem Vater fragte, sagten Sebastian und Minako im Chor, dass dieser auch ihr bestimmt ein gutes Vater gewesen wäre. Sebastian wusste es ja am Besten. Nur allzu gerne entsinnte er sich zurück zu den Tagen, an denen er mit diesem am Hafen spazieren ging. Seine Hand war immer viel zu groß gewesen. Sebastians Hand war darin immer verschwunden.
Seine Mutter erzählte noch, wie er immer für Freiheit, Recht und Ordnung gekämpft hatte und strich dem Mädchen tröstend durchs Haar.
Ja, das war er wahrlich gewesen. Immer hatte er von der Marine gesprochen und ihn versucht dafür zu begeistern, was ihm letztendlich auch gelungen war. Ansonsten würde Sebastian irgendwo hocken und Dinge zusammen basteln.
Ihre Mutter lenkte nun ab. Das Essen stand schon auf dem Tisch und es wäre Schade, würde es jetzt kalt werden, weil es keiner essen wollte.
Als Sakura ihn mit in die Küche zog, drückte sie sanft seine Hand und fragte, ob bei ihm alles okay sei. Sebastian spürte, dass er kurz vor dem Weinen war. Er lächelte, drückte ihre Hand ebenfalls und sagte, dass alles in Ordnung sei. Auch wenn sich Sakura damit nicht recht zufrieden gab, tat sie ihm den Gefallen nicht weiter nach zu haken.
Die Stille am Tisch war drückend. Sebastian stocherte ziemlich lustlos in seinem Essen herum. Sakura beschwerte sich. "Können wir denn nicht machen, dass Papa wieder kommt? Dann seid ihr auch nicht mehr traurig... Ja?", fragte sie mit enttäuschter Stimme. Sie verstand es einfach nicht, wie denn auch. Sie hatte ihren Vater nie gekannt. Also warum sollte sie ihn vermissen? Sebastian machte es etwas wütend, doch plötzlich stand seine Mutter auf und umarmte Sakura.
Sie erzählte, dass ihr Vater bestimmt noch lebte, und das sie sich keine Sorgen machen brauchten. Er käme wieder und sie alle würden hier auf ihn warten. Nun erhob sich auch Sebastian.
Er kniff seiner kleinen Schwester in die Wangen, um ihren Mund zu einem Lächeln zu verziehen. Sie lachte und schob ihn weg und rückte ganz eng zu ihrer Mutter hin.
"So ist das doch schon viiiiel besser!", lachte er und setzte sich zurück an den Tisch. Plötzlich forderte Sakura ihm zu einen Versprechen auf.
"Wir werden Papa wieder finden. Das schwöre ich dir.", versprach er seiner kleinen Schwester und besiegelte es, indem er mit ihr den kleinen Finger kreuzte. Zusammen mit ihr würde er es schaffen. Und sie würde endlich sehen, wie toll es war für die Marine zu kämpfen, so wie ihr Vater es immer tat.

Sebastian konnte es nicht fassen. Seine Schwester hatte ihn tatsächlich dabei erwischt, wie er Faxen im Spiegel machte und ihn auch noch dabei fotographiert! Wütend raste er dem sichtlich amüsierten Mädchen hinterher. Ihre Mutter sah ihnen schief nach, denn sie kam gerade vom Einkaufen wieder und wusste nicht was los war.
Als er auf dem Dachboden trat, war von seiner Schwester keine Spur zu sehen. Fluchend stieg er wieder herab und erwischte sie in der Küche.
"Hab ich dich!", rief er und hielt sie fest. Selbst als sie sich versuchte zu entwinden, ließ er sie nicht los.
Nachdem er sie gebeten hatte, die Fotos zu verbrennen, beschloss er trainieren zu gehen. Aber als er auf die Terrasse trat, überkam ihn die Lust auf einen Spaziergang. Er ging hinab zum Hafen und beobachtete einige Matrosen, wie sie arbeiteten. Einige winkten ihm, zogen ihren Hut oder nickten einfach. Ganz so unbekannt war er nicht. Erschrocken wandte er sich um, als ihn ein junger Bursche ansprach. Er erkannte ihn. Das war einst ein Freund seines Vaters gewesen.
"Komm Junge, ich erzähl dir ein bisschen was. Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen.", sagte er und nahm Sebastian mit.
Gemeinsam betraten sie eine kleine Bar. Der Mann bestellte sich ein Bier und für Sebastian orderte er einen Saft. Beide setzten sich in eine kleine Ecke weiter hinten, um nicht gestört zu werden.
"Das mit deinem Vater tut mir echt leid, aber wir wollen nicht in Trauer schwelgen, sondern soll ich dir mal ein paar Geschichten über ihn erzählen? So wie wir unsere Tage verbracht haben?", fragte er.
Sebastian nickte begeistert. Er liebte Geschichten über seinen Vater. Vor allem die, die von ihm in der Marine handelten.
"Wir sollten einmal einen Trainingskampf machen...", begann er und schilderte folgenden Tag:
Hektor wirbelte herum und stieß mit seiner Klinge nach Jacob. Dieser streckte seines vor. Die Schwerter berührten sich zum ersten Mal und jeder der Gegner fühlte die elektrisierende Verbindung der Klingen. Längst lächelten die Freunde einander nicht mehr an. Es gab so viel, worauf sie sich konzentrieren müssten, als sie begannen, sich durch den Auftakt von dem Admiral genannten Bewegungsablaufen zu lavieren.
Jegliche Nervosität fiel von Hektor ab. Auch wenn es nur ein gestellter Kampf war, fühlte er dennoch diese erhöhte Aufmerksamkeit, die der Admiral in seiner Lehre Zanshin genannt hatte. Als sein Schwert gegen Jacobs prallte, tönte das Geräusch in seinem Kopf lauter als die Schiffsglocke. Als Jacob mit dem Schwert nach ihm schlug, blitzte der eingelassene Saphir für Hektor blauer als das Wasser einer Lagune. Jedes Geräusch und jede Farbe erlebte es intensiver, all seine Sinne waren geschärft. Er schöpfte seine Energie tief aus seiner Mitte. So war er in der Lage, höher durch die Luft zu springen und das Schwert in einem Bruchteil der normalen Zeit zu schwingen. Selbst als er aus dem ruhigen Energiequell in seinem Inneren schöpfte, war ihm bewusst, wie leicht er ihm fiel. Er nahm das Gebrüll der Menge wahr, als die erste Sequenz, in der er vermeintlich die Oberhand über Jacob hatte, zum Schluss kam. Dahinter steckte perfekte Choreographie - jeder von ihnen wurde während des Schaukampfs Momente des Triumphs haben.
"Beeindruckende Arbeit.", flüsterte Kommodore Jahn in des Admirals Mir. "Hektor ist ein Naturtalent."
Dieser nickte. "Ich hoffe nur, dass Jacob sich an all seine Anweisungen erinnert."
Jahn nickte, dann lehnte es sich zurück und konzentrierte sich wieder auf die Beiden jungen Kämpfer. Die zweite Sequenz war sehr viel komplexer als die erste - Der Admiral wusste, wie man sein Publikum fesselte. Diese Sequenz begann mit schnellen Paraden vor und zurück über das Deck. Dann gewann Jacob die Oberhand, zwang Hektor in die Knie und durchbrach scheinbar seine Verteidigung. An diesem Punkt musste Hektor all seine Kraft und Geschicklichkeit aufbieten, um Jacob zurück zu stoßen, damit er überhaupt wieder in den Kampf bestimmen konnte.
Wieder spürte er das Zanshin in sich - dieses alles umfassende Bewusstsein um seinen Körper herum. Es sah Jacob und das vorgestreckte Schwert. Er konnte den Raum abschätzen, der ihm zum Bewegen blieb. Er konnte die Zuschauer sehen, die wie ein Wesen mit angehaltenem Atem zusagen, und ganz vorne sah er - wie die beiden Augen eines Ungeheuers - den Admiral und Jahn, die ihn nicht aus den Augen ließen. Er sah all das, ohne jemals den Blick von Jacobs Augen ab zu wenden. Er erinnerte sich an das, was sein Meister ihm in der ersten Stage seiner Ausbildung gesagt hatte: "Sieh deinem Gegner inner in die Augen. Die Waffe kann lügen, aber die Augen nicht." Hektor blickte Jacob fest in die Augen. Da lag etwas Falsches in ihnen - eine Lüge hinter den Vertrauten Augen seines neuen Freundes. Hektor nahm er wahr, versuchte aber gleichzeitig, sich nichts davon anmerken zu lassen. Verwirrt konzentrierte es sich weiter, führte die einstudierte komplizierte Drehung aus, stieß Jacob zurück und übernahm die Kontrolle.
Doch plötzlich kam alles anders. Jacob schlug energischer und heftiger zurück als geplant und schaffte es Hektor zu treffen. Zuerst dachte er, es wäre die heiße Klinge, die er gespürt hatte, aber er irrte sich. Es war sein Blut, dass ihm die Schulter herab lief. Jacob plagte das schlechte Gewissen. Auf Befehl von Jahn hatte er eingewilligt Hektor zu prüfen.
Dieser schlug nun zurück. Begeisterte Anfeuerungsrufe hallten über das Deck. Hektor gab sich alle Mühe und schlug Jacob immer weiter zurück, bis diesem die Klinge aus der Hand fiel und er auf den Boden stürzte.
Siegesgewiss hielt ihm Hektor die Klinge an den Hals. Er hatte gewonnen. Nach kurzer Stille brach tosender Applaus aus. Jacob stand auf und schüttelte ihm die Hand. "Du hast bestanden. Du wurdest so eben befördert.", sagte er.

"Am selben Tag erhielt er einen neuen Rang und lernte deinen Opa kennen und bald auch schon dessen Tochter, also deine Mama."
Sebastian nickte. "Aber woher wusstest du, wie mein Vater dachte und so?", fragte der Junge verwundert.
"Weil er es immer und immer wieder erzählt hat und die Leute waren ihm immer gefolgt. Dein Vater war sehr beliebt bei der Marine."
Sebastian nickte. Dann bemerkte er, wie spät es geworden war. Er verabschiedete sich schnell, dann rannte er los. Seine Mutter musste schon längst daheim sein.
"Warte Sebastian!", ertönte die Stimme seiner Schwester hinter ihm. Er wartete und fragte sie, ob sie einen schönen Tag hatte. Sie sagte Ja.
In der Küche hatte ihre Mutter den Tisch zu Abend gedeckt und fragte ebenfalls, ob der Tag schön gewesen war. Beide nickten, bevor sie sich an Tisch setzten.

Es waren ein paar Tage ohne sonderbare Ereignisse vergangen. Nur Sakura machte sich oft aus dem Staub, wer weiß wohin, doch Sebastian spionierte ihr nicht hinterher, denn es war ihre Sache, was sie machte.
Er hatte beschlossen seiner Mutter einen Gefallen zu tun und das Haus ein wenig auf Vordermann zu bringen. Er schnappte sich einen Besen und kehrte durch. Dann holte er Wasser und wischte den Boden und die Regale.
Dann klopfte es an der Tür. Ein nervöser Mann stand vor ihm. Er war verdreckt, denn anscheinend hatte er irgendwo gegraben. Vielleicht ein Kollege seiner Mutter? Sebastian fragte was los sei. Der Mann zögerte kurz dann erzählte er es.
Sebastian war geschockt. Seine Augen füllten sich mit Tränen. Nein, nein! Das durfte nicht wahr sein, nicht so kurz nach dem Verschwinden seines Vaters! Der Mann wünschte ihm sein Beileid und verschwand. Sebastian ließ alles fallen und rannte nach oben, wo er sich verschanzte, bis die Sonne unterging und er hörte, wie jemand das Haus betrat. Sakuras leise und ängstliche Stimme drang nur schwach zu ihm. Wie ein Zombie erhob er sich. Das Gesicht war fahl und ausdruckslos. Erst als seine Schwester ihn berührte, senkte er den Blick herab zu ihr.
"Mutter... Sie ist... Tot. Sie wurde verschüttet.", brachte er nur schwer über die Lippen.
Er sah seiner Schwester an, dass sie hoffte, ers all dies nur ein schlechter Scherz war, aber dem war nicht so. Er drückte sie an sich, aber nicht nur um sie zu trösten, sondern um sich selbst ein wenig auf zu heitern.
Das Schluchzen seiner kleinen Schwester tat ihm im Herzen weh, doch was sollte er tun? Man konnte nicht einfach ins Totenreich spazieren und sagen Hallo hier bin ich und ich will meine Mutter zurück. Definitiv nicht. Das war reiner Blödsinn.
Sebastian zwang sich dazu sich zusammen zu reißen, denn wenn er nicht stark genug war, würde er seine Schwester bestimmt enttäuschen. In den Zeiten der Not mussten sie zusammen halten.
Sakura weinte und meinte auf seine Aussage, dass jeder einmal gehen musste, hin, dass es viel zu früh war. Das stimmte auch. Viel zu früh waren sie alleine gelassen worden. Von allen.

Nach dem Tod ihrer Mutter hatte sich sehr viel verändert. Sie hatten eine Aufsicht bekommen. Miss Tounso war ihr Name. Sie kümmerte sich eigentlich ganz gut um sie Beide fand Sebastian. An den Wochenenden arbeitete sie in Bars unten am Hafen.
Sakura mochte sie nicht, was wahrscheinlich daran lag, dass sie ständig im Haushalt helfen durfte. Sebastian fand es ganz gut, so konnte sich das Mädchen besser auf ihr Leben vorbereiten, auch wenn sie noch jung war.
Während Sebastian trainierte, machte Sakura irgendwas in der Küche. Er wusste nicht was und um ehrlich zu sein war es ihm egal.
Allgemein hatte er nicht mehr viel mit seiner Schwester zu tun. Er trainierte, traf sich mit Freunden der Marine oder lungerte einfach am Hafen herum.
Nachdem er noch einmal kurz am Hafen vorbei geschaut hatte, kam er heim und sah, wie seine Schwester versuchte an etwas ran zu kommen, was aufgrund ihrer Größe wirklich nicht leicht war. "Komm ich helfe dir...", murmelte er und holte ihr all das heraus, was sie brauchte.
Nachdem er eine Weile schweigend umher gestarrt hatte, setzte er sich ein wenig hin. Die Stille war unerträglich, doch keiner schien sich zu trauen Etwas zu sagen. Schließlich seufzte Sebastian auf und ging wieder hinten hinaus in den Garten.
Er lief los und rannte ein wenig umher. Die Sonne schien und die Vögel sangen. Alles schien friedlich, doch dem war nicht so. Sebastian ahnte, dass irgendetwas nicht stimmte. Vor allem mit Sakura nicht.
Atemlos blieb er stehen. Er pfiff wirklich aus dem letzten Loch. Was für ein Weichei er doch war. Schließlich riss er sich zusammen und zwang sich weiter zu machen. Nur so lernte er Kondition und Disziplin zu trainieren. Schließlich wollte er seinen Vater so gut es ging folgen und die Leere füllen, die er hinterlassen hatte. Auch für Sakura wollte er ein Vorbild sein.
Keuchend ließ er sich auf die Knie fallen, als plötzlich Sakura erschien. Wenn man vom Teufel sprach.
Sie bat ihm heim zu kehren, denn das Essen sei fertig. Sebastian nickte und folgte ihr mit schleppenden Schritten. Er war auf einmal so müde und kaputt, dass er am liebsten tot umfallen würde. Schließlich lastete so viel auf seinen Schultern.
Zu Tisch beschwerte sich Miss Tounso ununterbrochen über ihre Anstrengungen und Wehwehchen. Sebastian hörte nur halb hin, stellte ab und an eine Zwischenfrage, achtete aber nicht weiter auf sie.
Ungeachtet dessen, ob die anderen schon fertig waren, legte er schließlich sein Besteck bei Seite und stürmte hinaus. Er murmelte nur kurz, dass er sich mit Freunden traf und verschwand den Hügel herab.
Sein Geheimnis war aber, dass er anstatt sich mit seinen Freunden zu treffen er zwar zum Hafen ging, aber eine ganz andere Person auf ihn wartete. Majo. Die kleine junge Dame war seine Freundin und inzwischen empfanden Beide immer mehr für einander. Als sie ihn entdeckte, winkte sie freudig. Sebastian lächelte und rannte auf sie zu. Alle Sorgen waren fortan wie weg geblasen, er drückte das Mädchen an sich und küsste sie auf die Stirn.
"Schön dich wieder zu sehen. Wie geht er dir?", fragte Sebastian. Sein Mädchen lächelte breit und hüpfte etwas freudig auf und ab.
"Sehr gut! Meine Eltern und ich waren heute auf einer bezaubernden Teegesellschaft!", erzählte die junge Dame munter und schilderte amüsiert, wie sich eine Dame erschrocken mit Kuchen bekleckert hatte, obwohl sie immer so "perfekt" war, was aber daran lag, dass Fifi sie erschreckt hatte, indem er auf ihren Schoß sprang und ihr ganzes Kleid dreckig machte.
Sebastian musste lächeln. Wenigstens einer lebte unbeschwert von ihnen. Er lief mit ihr am Hafen entlang und betrachtete das Meer.
"Du willst gerne die Welt bereisen, nicht wahr?", fragte Majo mit leichter Trauer in der Stimme. Sebastian schluckte, nickte aber, denn er war wahr. Er wollte aber nicht nur die Welt bereisen, sondern auch seinen Vater finden, der bestimmt irgendwo da draußen darauf wartete, dass er kam und ihn rettete. Sebastian spürte, dass dieser noch am Leben war. Also hoffte er, dass sein Bauchgefühl das Richtige war und es so stimmte.
"Soweit ich weiß befindet sich das nächste Hauptquartier in Lougetown. Dort könntest du dich für die Marine melden, die du doch so magst.", sagte sie mit leiser Stimme. Sebastian drückte sanft ihre Hand, woraufhin sie ihren Kopf sachte an seine Schulter lehnte. Wenn er zur Marine ging, musste er sie verlassen, so weh er auch tat, genauso wie Sakura. Der Gedanke versetzte ihm einen Stich im Herzen. Aber er wollte seinen Vater finden.
Sebastian fasste den Entschluss, dass er er tun würde. "Ja, dort werde ich mich melden.", sagte er zielstrebig.
Sein Mädchen sah ihn an. "Mein Onkel ist Händler. Sein nächstes Schiff fährt in ein paar Wochen dort hin. Er könnte dich mit nehmen.", schlug sie vor.
Sebastian sah sie dankbar an. "Würdest du ihn wirklich für mich fragen? Du bist ein Schatz.", sagte er fröhlich und küsste sie kurz. Sie lachte und schob ihn sanft weg von sich.
"Vielleicht wäre er besser, wenn wir langsam anfangen los zu lassen. Es tut zwar weh...", begann sie, aber ihre Stimme erstickte unter Tränen. Traurig wischte Sebastian ihr die Tränen von den Wangen, doch er kamen immer mehr davon. Er reichte ihr sein Tuch und umarmte sie. Hemmungslos begann sie zu weinen.
Nachdem sie sich etwas verklemmt und traurig von einander verabschiedet hatten, kehrte Sebastian nach Hause zurück. Leise schlich er die Treppen hinauf und in sein Zimmer hinein. Zwar war Miss Tounso nicht da, aber Sakura schlief bestimmt schon. Er schaffte er sowieso gerade noch rechtzeitig zum Bett, dann kippte er um und schlief müde und erschöpft ein.

Sebastian studierte gerade Bücher über die Marine. Er fand viel heraus, auch wenn er schon einiges wusste. Zum Beispiel, dass die Marine direkt der Weltregierung unterstand. Und das Uniformpflicht herrschte.
Die Marine ist das Organ, das für Recht und Ordnung sorgt und die Größte Streitmacht der Erde. Sie machte Jagd auf Piraten und natürlich auch normale Kriminelle, aber nur in ganz seltenen Fällen richtete die Marine öffentlich hin, so wie bei dem großen Piratenkönig Gol D. Roger. Außerdem war sie so Etwas wie die Meerespolizei, die darauf achtete, dass die Gesetzte der Weltregierung eingehalten wurden. Das Hauptquartier war das Marine Ford, welches durch die Tarai-Strömung mit den anderen beiden großen Einrichtungen der Weltregierung - Impel Down und Enies Lobby - verbunden ist. Das Symbol der Marine ist eine stilisierte Möwe mit einem horizontalen Schraubenschlüssel.
Die Uniform der Mannschafter war einfach. Schwarze Stiefel, eine dunkelblaue Höre, dazu ein weißes Oberteil mit Kragen. Natürlich durften das blaue Halstuch und die Kappe mit dem Schriftzug "Marine" nicht fehlen.
Sebastian blätterte weiter. Es gab mehrere Ränge unter verschiedenen Kategorien. Die erste war die niedrigste. Mannschafter. Darunter gab es die Ränge Matrose - Gefreiter - Obergefreiter und Hauptgefreiter. Dann kamen die Unteroffiziere: Maat und Obermaat. Danach wiederum die Offiziersanwärter: Seekadett und Fähnrich zur See. Eine Seite weiter überblickte Sebastian die Ränge der Offiziere: Leutnant zur See - Oberleutnant zur See - Kapitänleutnant. Schließlich kamen die ganz hohen Ränge, wie die Stabsoffiziere: Korvettenkapitän - Fregattenkapitän und Kapitän zur See und ganz zum Schluss die Flaggoffiziere: Flottenadmiräle - Konteradmiräje - Vizeadmiräle - Admiräle und ganz zum Schluss der Großadmiral. Es gab also eine Menge Ränge, die man sich erkämpfen konnte.
Sebastian legte das Buch bei Seite und gähnte. Plötzlich bemerkte er einen leicht verbrannten Geruch. Er stand auf um nach zu sehen, was es sein könnte und wie groß war der Schreck, als er in der Küche war. Alles brannte. Sebastianp schrie Miss Tounso an, sie solle gefälligst abhauen, er kümmere sich schon darum. Schnell versuchte er irgendetwas zu finden. Er hustete. Der Qualm brannte überall; in den Augen, der Nase und somit auch in den Lungen. Ein scheusliches Knacken ertönte. Irgendetwas fiel herab und Sebastian wurde schwarz vor Augen.

Sebastian hörte weit entfernt ein Schluchzen. "Nicht weinen!", rief seine Stimme, doch wo war die Person die weinte? Schließlich wurde er wach und bemerkte die kleine Gestalt, die auf seiner Brust lag. Sanft legte er einen Arm auf ihre Schulter.
Als sie ihn noch stärker umarmte fielen Beide zu Boden. Sebastian war froh, dass es seiner kleinen Schwester gut ging. Traurig sagte sie, dass sie seinen Verlust nicht mehr verkraftet hätte.
Sebastian tröstete sie. Solange sie Beide am Leben waren, war alles okay.

Sebastian hatte die ganze Nacht nicht gut geschlafen. Er war müde, aber auch ziemlich unruhig. Es war so weit. Heute war der Tag, an dem er mit dem Schiff zum nächsten Marinehauptquartier fahren.
Seine Schwester lief ungeduldig um ihn herum. Sie wollte nicht, dass er ging. Er rollte mit den Augen und seufzte. Er hatte es schon ziemlich oft gesagt, dass es soweit war.
Als Sakura nach dem Schwert fragte, musste er schwer schlucken. Es war eines von zweien gewesen, die er immer bei sich trug.
Er fragte sie, ob sie mitkommen wolle. Er ging schon mal vor, am Eingang blieb er stehen und wartete. Er zog seine Kappe auf.
Er griff nach ihrer Hand, denn in den letzten Minuten wollte er noch bei ihr sein können. Sie fragte ihm, ob er schreiben würde. Er versprach es.
Sie würde ihn vermissen, klar, aber Sebastian wusste, dass er sich trennen musste.
"Du kommst dann einfach in sechs Jahren nach!", sagte er und grinste.
Er nahm ein letztes Mal Abschied, dann stieg er auf das Schiff und kehrte seinem alten Leben den Rücken.

Buch II - Auf der See

Sebastian war nun ein einfacher Mannschafter bei der Marine. In der typischen Uniform lief er über das Deck und half, wo er konnte. Tüchtig war er allemal, denn schließlich wollte er ja auch was erreichen. Vieles kannte er schon, denn er hatte viel bei den Männern daheim im Hafen gelernt und natürlich behalten.
"Was für ein fleißiger Junge.", lobte ein Offizier, den Neuen in der Mannschaft und stellte sich gleich vor. Es war ein ältererer Herr, hatte schon graue Haare und sein Leben ging allmählich dem Ende zu, aber trotzdem schien er körperlich ganz fit zu sein. "Ich bin Kapitänleutnant Jao. Freut mich dich kennen zu lernen. Wie kann ich dich ansprechen, Matrose?", begrüßte der Mann Sebastian. Dieser erhob sich von seiner Arbeit, verbeugte sich leicht und stellte sich ebenfalls vor. "Mein Name ist Sebastian Sakura no Hana.", sagte Sebastian.
"Ah, dann musst du der Enkel von dem Kommandanten Sakura no Hana sein. Leute aus deiner Familie haben immer hohe Ränge bei der Marine gehabt, vielleicht schaffst du es ja auch, jedenfalls freue ich mich, dich bei der Marine Willkommen zu heißen."
Sebastian bedankte sich. Mit einem Nicken reichten sich Beide die Hände. "Komm ich zeig dir das Schiff.", sagte der Mann und nahm Sebastian mit.

Sebastian verstand sich gut mit dem Kapitänleutnant. Er half ihm als persönlicher Assistent und erledigte seine Arbeiten fleißig und immer stets zu alles vollsten Zufriedenheit.
Ein paar Monate waren vergangen und sie hatten die Stadt Whiskey Peak erreicht. Dank seines Vorgesetzten, hatte Sebastian die Erlaubnis mit einigen anderen einen Trinken zu gegen. Fröhlich singend wanderten sie die Straßen entlang und betraten lachend eine Bar.
Sebastian setzte sich an die Theke, neben einen seltsamen Mann mit weißen Haaren. Dieser schaute kurz zur Seite, widmete sich dann aber wieder seinem Bier.
"Hallo!", sprach ihn Sebastian trotzdem freundlich an. Der Mann seufzte innerlich, wandte sich aber seinem Gegenüber zu und begrüßte ihn ebenfalls.
"Hi. Was führt die Marine in so eine lausige Ecke wie Whiskey Peak?", fragte der Mann.
"Nur ein kleiner Zwischenstopp.", lachte Sebastian, "Und du? Was machst du in einer Stadt wie dieser?"
Der Mann lächelte. "Dieser Ort war schon immer meine Heimat. Ich bin Kopfgeldjäger, nur einer von vielen. Wir sind ein schreckliches Pack, aber keiner will so wirklich etwas mit uns zu tun haben.", sagte er und klang ziemlich wehleidig.
"Ich find dich ganz nett. Ich bin Sebastian, wer bist du?", fragte Sebastian höflich und reichte ihm die Hand.
Der Mann zögerte. Noch nie war jemand so offen zu ihm gewesen, also beschloss er einfach mal darauf ein zu gehen.
"Loren.", sagte dieser knapp. "Ich heiße Loren." Er griff Sebastians Hand und schüttelte sie. Somit hatten sie schon einmal den ersten Schritt zu einer tiefgründigen Freundschaft geschaffen.
Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Piraten stoben herein. Sofort sprang Sebastian hoch, zog sein Schwert, mit dem er oft trainiert hatte und wehrte einige Angriffe ab, die sonst einfache Zivilisten getroffen hätten. Eine Dame im roten Kleid trat hinter ihn ebenfalls ein Schwert gezückt. "Ich gebe dir Rückendeckung!", sagte sie und parierte einige Angriffe. Auch Loren stellte sich zu ihnen und gemeinsam schulgen sie die Piraten zurück, was Dank Sebastians Anweisungen gut funktionierte. Lachend betrachteten sie die fluchende Meute, die gefesselt am Boden saß. Jemand klatschte. Kapitänleutnant Jao hatte alles gesehen.
"Herzlichen Glückwunsch Sebastian! Ich werde deine Leistung des heutigen Tages weiterleiten. Vielleicht steht dir eine Beförderung bevor!", lobte der Kapitänleutnant Sebastian, welcher ganz rot wurde. Seine Kameraden, die ihm geholfen hatten klatschten ebenfalls. Sebastian fühlte sich stolz und war dem Ziel seinem Vater ein nach zu folgen einen großen Schritt näher gekommen.

Der junge Unteroffizier ging stolz das Deck entlang, zusammen mit seinem kleinen Gefolge. Das Mädchen, dass bei ihm gewesen war trug den Namen Celle. Sie war eine junge Kopfgeldjägerin gewesen, die nun beschlossen hatte ihrem alten Leben den Rücken zu kehren, um bei der Marine tätig zu sein. Sie folgte Sebastian wie ein Schatten, doch hielt sich immer im Hintergrund. Er war ganz zufrieden mit ihr und genoss die Ruhe, die sie besaß.
Loren war ebenfalls mitgekommen. Natürlich blieb er Kopfgeldjäger, dennoch hatte er die Erlaubnis, dank Sebastian und Jao, mit auf dem Schiff umher zu reisen. Auch er war still und sagte kaum etwas, dennoch war er einer der engsten Vertrauten Sebastians. Sie Beide verstanden sich blendend. Auch Celle und er hatten eine freundschaftliche Bindung aufgebaut.
Sebastian war mit seiner Situation sehr zufrieden. "Obermaat Sakura no Hana?", fragte Celle zögerlich. Sebastian drehte sich zu ihr um. Nervös strich sie ihr Haar hinter ihr Ohr.
"Was kann ich dann für dich tun?", fragte Sebastian sanft.
"Ich... Seid Ihr überhaupt damit einverstanden, dass ich Euch begleite?", fragte sie. "Ich meine, ich bin Euch einfach gefolgt und... Ich habe kein Zuhause mehr."
"Es ist alles okay, so wie es ist. Du kannst ruhig bei mir bleiben.", sagte er.
Das Mädchen lächelte dankbar. "Bitte um Erlaubnis Sie umarmen zu dürfen.", sagte sie leicht mit tränenerstickter Stimme.
"Erlaubnis erteilt.", sagte er und breitete die Arme aus, woraufhin Celle sich an ihn warf und die tröstende Wärme seines Körpers genoss.
Doch sah sie in ihm nur einen wiedergewonnenen Bruder, den sie einst verloren hatte. Er sah ihm so ähnlich. So verdammt ähnlich.
Traurig begann sie zu weinen. Sebastian zog sie noch fester an sich und strich ihr tröstend durch die Haare. Langsam beruhigte sie sich wieder. Als sie aufgehört hatte zu weinen, bemerkte Sebastian, ers sie eingeschlafen war. Sanft, um sie nicht zu wecken hob er sie hoch und brachte sie unter Deck, wo er sie in ein kleines Bett legte. Sie zuckte kurz, atmete tief ein und Sebastian befürchtete sie geweckt zu haben, doch sie entspannte sich wieder und schlief weiter. Sebastian lächelte, dann kehrte er zurück an Deck.
Die Sonne schien hell am Himmel, zusammen mit Loren stand Sebastian am Reling.
"Ich habe gehört die nächste Insel soll Alabasta sein. Wir besuchen die Hauptstadt Arbana.", murmelte Loren und strich sich das weiße Haar aus der Stirn.
sebastian zog seine Kappe zurecht und seufzte. Heißes Klima, trockene Wüste, all dass würde sie erwarten.
"Was meinst du? Treffen wir auf Piraten?", fragte Sebastian seinen Freund, welcher mit den Schultern zuckte.
"Wer weiß. Aber wenn ja, dann fang ich sie, kassiere ihr Kopfgeld ein und wir teilen es uns. Was hälst du davon?"
Eigentlich gar nichts. Das war es, was er davon hielt, aber er lächelte nur, schließlich war Loren nur ein Kopfgeldjäger und kein Mann der Marine. Sein Lohn war das Kopfgeld der Piraten. Und somit auch sein einziger Lebensunterhalt.
Sebastian nahm es ihm nicht weiter übel und sah einfach nur den Horizont entlang, als etwas das Schiff rammte. Sebastian hielt sich am Reling fest.
Eine riesige Seeschlange wand sich vor ihnen im Wasser nach oben. Sebastian war geschockt. Seine Augen weiteten sich, als er in die roten Augen dieses Wesens blickte, welches sie mit scharfen Zähnen beeindruckte und den langen Schwanz peitschen ließ, sodass das Schiff nach hinten schwang. Sebastian fiel nun um und rollte das Deck herab auf die andere Seite. Einige fielen ins Meer, schrien in Todesangst, doch Sebastian riss sich zusammen und schaffte es seinen Weg wieder ins Waagerechte zu finden.
Mit funkelnden Augen lieferte er sich dem Seekönig ein Blickduell, als dieser vorstieß. Sein spitzer Zahn bohrte sich in das weiche Fleisch seines Armes, Sebastian kniff die Zähne zusammen, als sein Knochen splitternd brach und das Tier sich schmerzerfüllt aufbaute. Blut rann aus seinem Mund, in dessen Rachen sein Schwert steckte. Tief hatte es sich in den Kopf des Tieres gebohrt, dass nun direkt auf das Deck zuraste. Sebastian blickte wütend dem Tier entgegen, dass nun auf Deck prallte und es in zwei Teile riss.
Sebastian sprang hoch und landete auf einem Teil des Körpers der Schlange, die sich aufpeitschte, woraufhin Sebastian in die Luft katapultiert wurde. Er machte einen Salto, bevor er auf einem anderen Teil des Körpers landete, der sich zwischen den Beiden sinkenden Teile des Schiffes schlang. Kapitänleutnant Jao warf ihm etwas zu, was er nur mit Mühe fing. Eine Armbrust. Das Vieh musste richtig getroffen werden.
"Ziel zwischen die Augen!", befahl der Mann und hielt sich verzweifelt am Reling fest, damit er nicht ins Wasser fiel.
Sebastian stolperte, als die Schlange auf ihn zu raste. Er sprang bei Seite, auf einem der beiden Schiffshälften und von dort sprang er zurück auf die Schlange. Diese fauchte. Das Schwert musste ihr ziemlich weh tun. Da sie sich nun auch noch selber gebissen hatte, wurde sie erst recht wütend.
Sebastian legte mühsam an und zielte. Doch die Seeschlange wandte sich zu schnell um und der Pfeil traf sie direkt ins rechte Auge. Ein markerschütternder Schrei drang aus ihrem Maul und sie schnappte wütend nach Sebastian, der zur Seite geschubst wurde. Sebastian wurde zusammen mit Celle gefressen. Im Maul der Schlange wandte Sebastian all seine Kraft auf, um es zu öffnen, was ziemlich schwer mit einem Arm war, aber im Gegensatz zum Spannen einer Armbrust viel einfacher. Celle saß benommen auf der Zunge. "SCHNELL ZIEH DAS SCHWERT UND RAUS!", fuhr Sebastian Celle an.
Sie riss das Schwert heraus. Der Seekönig schrie auf; Sebastian und Celle flüchteten sich aus dem Maul des Tieres, als es dieses aufriss.
Sebastian packte sein Schwert und sprang auf den Kopf des Tieres. Dann hob er sein Schwert und stach tief hinein. Seine Augen rollten nach oben, sein Schrei erstickte und es sank in sich zusammen. Sebastian fiel herunter, Loren fing ihn auf.
"Nächstes Mal pass besser auf, von wem du dich anknabbern lässt."
Sebastian fluchte. "Finger weg, der Arm tut weh!", sagte er. Wo befanden sie sich überhaupt? Ein kleines Boot. Anscheinend hatten die Beiboote nichts abbekommen, was ganz gut war viele Männer hatten sich in diese gerettet. Celle saß zitternd saß Celle neben Kapitänleutnant Jao. Sie lächelte. Der Mann zog eine Teleschnecke aus dem Mantel und rief in der nächsten Zentrale an. Ein Schiff, dass sich in der Nähe befand würde sie retten. Sebastian freute sich, als er es schon sah. Seine Wunde musste behandelt werden und zwar schnell.
Als das Schiff sie endlich erreichte, machte Sebastian große Augen. Es war ein wahrhaftiger Admiral, der ihn aus dem kleinen Boot holte und an Deck brachte. Sebastian war noch nie im Leben so stolz gewesen. Ein richtiger Admiral! Und er hielt ihn fest, er kümmerte sich um ihn allein! Sebastian war im Himmel auf Erden.

Das Schiff brachte sie direkt nach Alabasta, wo sich eine Heilerin um seinen Arm kümmerte. Sebastian war glücklich, denn der Admiral folgte ihm überall hin und fragte ihn über die Ereignisse aus.
"Du arbeitest dich fleißig hoch.", lobte der Admiral und tätschelte seinen Kopf. Sebastian lächelte breit.
"Darf ich fragen wie Sie zur Marine gekommen sind? Ich habe noch nie einen Admiral getroffen und würde gerne etwas über einen wissen.", fragte Sebastian neugierig.
Der Mann musste lachen. Der Junge war so fasziniert von ihm, dass es schon niedlich war. Er nickte und erzählte ein bisschen von sich selbst, um den Jungen von seinen Schmerzen ab zu lenken.
Er war der Junge eines reichen Mannes gewesen. Seine Eltern wurden bei einem Überfall auf hoher See ermordet und er zog zu seinem gierigen Onkel, der meinte alles mit Geld kaufen zu können.
Er hatte damals einen guten Freund gehabt, mit dem er Seite an Seite gekämpft hatte, doch er wandte sich der schlechten Seite zu und wurde Pirat. Dabei hatten sie sich einst geschworen ihre Eltern zu rächen und Piraten zu jagen.
Er erkämpfte sich seinen Rang ehrlich, nicht wie andere mit Geld und Sex. Schließlich war die Marine ein Bund der Gerechtigkeit und sollte auch aus Gerechten bestehen.
Er sah seinen Freund bislang nicht wieder, doch wusste er, dass er eines Tages auftauchen würde. Aber nicht, um zu ihm zurück zu kehren, sondern um ihn zu töten. Das wusste der Admiral und mit jedem Tag der verstrich sehnte er sich diesem Moment immer mehr entgegen.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Sebastian Sakura no Hana   Do 26 Apr 2012 - 17:53

Munter folgte der junge Mann namens Sebastian Sakura no Hana dem Admiral, der sich dazu entschlossen hatte sich persönlich um dieses Wunderkind zu kümmern.
Sein Arm war damals gut verheilt und jetzt ging es ihm besser wie nie zuvor. 18 Jahre zählte der einst kleine Junge zu den Erwachsenen. Er liebte das Leben auf See und seinen neuen Rang. Er war zum Fähnrich zur See benannt worden. Stolz war er. In wenigen Jahren hatte er viel erreicht. Das war gut. Sehr gut. Somit kam er seinem Vater immer näher und würde bald in der Lage sein ebenso lobenswerte Taten wie er zu vollbringen.
"So mein Junge. Wir legen demnächst in Water Seven an, der Schiffsbaustadt.", sagte der Admiral. Sebastian nickte. Er wusste es schon. Der Bootsmann hatte es ihm schon erzählt gehabt. Dort sollten die besten Schiffe der Marine gebaut worden sein. Eine Legende war die Blue Legacy gewesen und sie war es immer noch. Aber sie fuhr unter der Flagge einer Kaiserin über die Meere, was Sebastian ärgerte. Dabei war diese Frau bei der Marine groß gezogen worden! Und so liebte sie diese, indem sie diese verriet und der Piraterie nachging! Der Vater von ihr war ein Admiral gewesen. Man erzählte sich, dass er nach dem Verschwinden seiner Tochter vor langer Zeit sich das Leben genommen hatte. Sebastian konnte ihn verstehen. Er selbst würde auch nicht zulassen können, dass seine Kinder Piraten wurden. Sofort wanderten seine Gedanken zu Sakura. Viele Briefe hatte er schon geschrieben, aber nie kam eine Antwort.
"Water Seven ist doch langweilig...", gähnte Loren und hielt sich demonstrativ die Hand vor den Mund.
"Ach, Quatsch. Wer weiß, was uns dort erwartet!", sagte Sebastian begeistert und wandte seinem Blick dem Landstreifen zu.
Water Seven war wirklich eine Stadt, die bezauberte. Viele Menschen waren hier unterwegs. Sie betraten die Galley-La Schiffswerft und betrachteten die Schiffe, die sie umgaben. Sebastian war begeistert. Viel Mühe und Gedankenkraft steckte hinter diesen Schiffen.
"Siehst du da hinten das Gerüst? Das ist ein neuer Auftrag von mir. Ich hoffe es wird dir Gefallen, wenn es fertig ist.", sagte der Admiral und zeigte auf ein gerade erst begonnenes Projekt. Sebastian staunte. Wie groß Schiffe doch waren, vor allem, wenn man sie
nicht im Wasser sah.
Plötzlich begann draußen ziemlicher Trubel zu herrschen. Sebastian und der Admiral rannten hinaus und betrachteten eine Bande von Piraten, die gerade auf der Flucht waren. Sebastian pfiff und Celle erschien. Sie zog ihr Schwert und war sofort bereit zum Kampf. Ihr Blick war voller Willen. Für ihren Meister würde sie alles tun. Schnell sprang sie nach vorne, direkt zwischen die Piraten, wirbelte herum und schleuderte einige ihrer Gegner fort.
Sebastian zog ebenfalls ein Schwert und kreuzte seine Klinge mit einem Mann, der anscheinend die zweite Geige auf dem Schiff war, während sich der Admiral um den Captain kümmerte. Funken stoben auf, als Sebastians und des Vizes Klingen aufeinander trafen und das in einer Raschen Reihenfolge, die eher einem Tanz, als einem Kampf glich. Ihre Klinge liefen an einander vorbei, hielten vor den Gesichtern ihrer Gegner und streckten sich vor, aber Beide duckten sich weg und wieder begannen sie Schritt für Schritt um einander her zu laufen, immer darauf bedacht eine Schwachstelle bei dem anderen zu finden.
Sebastian fand sie zuerst. Er attackierte seine linke Seite und der Mann fluchte. Schnell schlug Sebastian ihn zurück. Der Mann sprang bei Seite, schwang sein Schwert und hätte Sebastian beinahe getroffen, hätte dieser nicht schnell reagiert und sein Schwert zum Parieren herunter gerissen.
Wieder riss er es hoch, und schaffte es dem Gegner das Schwert aus der Hand zu schlagen. Es landete neben Celle, welche es gleich ergriff und mit zweien kämpfte.
Zufrieden hielt er die Spitze seines Schwestes an dessen Kehle. Auch die anderen hatten die Piraten überwältigt. Nun war alles perfekt.

Sebastian saß gelangweilt auf einem der Schiffe. Ein junger Mann fiel ihm auf. Er hatte orangene Haare und blickte ziemlich finster drein. Sein Gesicht war nachdenklich, die Brauen waren zusammengezogen, sodass die Stirn in Falten gelegt war. Dabei war er noch ziemlich jung. Wahrscheinlich hatte er seinen Blick gespürt, denn er sah auf und blickte ihn direkt an.
"Macht es dir Spaß mich die ganze Zeit zu beobachten?", fragte er gereizt. Sofort verzog Sebastian das Gesicht. Also wirklich. Etwas höflicher wäre es auch gegangen, doch er behielt diesen Gedanken für sich.
"Verzeihung, ich war gerade verwundert, ich dachte ich kenne Euch.", sagte Sebastian förmlich, woraufhin der Mann noch beleidigter war. "Spaß dir das dumme Geplänkel! Das klingt ja wie als wollest du dich bei mir einschleimen.", bemerkte der Mann und schlug das Buch zu.
"Du darfst mich ruhig duzen.", sagte der Mann, verriet seinen Namen aber noch nicht.
"Wenn du willst...", murmelte Sebastian, woraufhin der andere lächelte und ihm auf die Schulter boxte. "Ich werd nicht umsonst der Arch der Weltregierung genannt.", sagte er. "Ich bin es auch!"
"Dann musst du Corben Drake sein.", stellte Sebastian fest. Der Mann nickte.
"Yopp! Der bin Ich!", sagte er und schlug mit seinem Buch auf den Kopf von Sebastian, was diesem gar nicht gefiel. Langsam begann er den Typen immer mehr zu hassen. Was bildete der sich ein! Nur weil er einer der Weltregierung war, hieß es nicht, dass er ihn so behandeln durfte.
"Weißt du was? Ich find dich cool. Ich komm mit dir, denn ich habe Langeweile.", sagte Corben und marschierte voraus. In diesem Moment hätte Sebastian sterben können, aber auch dieser Mann war ein Freund, den er kennen lernen musste.

Die heiße Sonne prallte vom Himmel auf Sebastian herab. Gnadenlos versengte sie seine Haut. Müde und schlapp, schleppte er sich das Deck entlang. Viele arbeiteten trotzdem hart weiter, während er selbst sich Vorträge von diesem Corben anhören durfte. Langsam ging er Sebastian tierisch auf die Nerven. Sein Blick wanderte hoch zu Corben, der anscheinend auf eine Antwort wartete.
"Häh?", fragte Sebastian planlos. Der Mann sah ihn jetzt ziemlich sauer an, so wie Sebastian sich fühlte.
"Also wirklich. Zuhören ist nicht deine Stärke, oder?", fragte er und bohrte mit einem Finger in seinem Ohr herum.
"Ich habe zwei Ohren. Eins rein, das andere raus.", sagte Sebastian und drehte sich weg, um sich einen ruhigen Platz an Deck zu suchen.
Doch der Mann dachte gar nicht daran. Wie eine Klette lief er Sebastian hinterher und fragte ihn alles mögliche.
"Wo kommst du her?"
"Windmühlendorf."
"Hast du Geschwister?"
"Ja, eine kleine Schwester."
"Was ist mit deinen Eltern?"
"Tot."
"Sorry tut mir Leid für dich. Wie alt bist du jetzt?"
"Fast 19 Jahre alt."
"Wolltest du schon immer zur Marine?"
"Nein. Ja... Ich weiß nicht..."
"Würdest du dich Piraten anschließen um dein Leben zu retten?"
"Nein. Um andere Leben zu retten aber würde ich es tun, nur um mich später selbst um zu bringen."
"Echt? Cool. Deine Freunde müssen dich echt gerne haben."
"Das tun sie auch."
Nun schwieg er. Sebastian fand es ganz gut. Nun lief Corben still neben ihm her. Sein orangenes Haar schimmerte seltsam.
Müde gähnte Sebastian. Irgendwie war er erschöpft. Auch wenn er nicht wusste, wie das zu Stande kam, aber wollte er sich nicht weiter damit beschäftigen, denn sonst schlief er wirklich noch ein.
Sein Mantel schlug im Wind wild gegen seine Beine. Ein Sturm kam auf. Sebastian spürte es in den Knochen, auch wenn die Sonne schien.
"Komm Sebastian! Wir legen gleich ab.", rief ihm Celle zu und winkte wild mit dem Tuch, dass sie immer benutzte, um ihre Haare zusammen zu binden.
Sebastian schüttelte den Kopf. "Es wäre nicht gut, wenn wir jetzt segeln würden. Wir sollten bis morgen warten.", warnte Sebastian.
"Kannst du mir verraten wieso du so denkst Obermaat Sakura no Hana!", befahl der Admiral.
"Ich fühle einen Sturm kommen!", antwortete Sebastian. Der Admiral lachte. "Haben dir das deine Knochen gesagt, so wie bei den alten Leuten?", spottete er. Sebastian sah böse drein. Dann stieg er auf das Schiff. "Ich habe euch gewarnt. Wenn wir alle sterben ist es eure Schuld."

Meterhohe Wellen türmten sich auf dem Meer. Sebastian saß beleidigt neben dem Bootsmann, der Befehle gab. "Los, helfe den Leuten da hinten beim Segel!", bat ihn dieser und zeigte auf ein paar Männer, die müßig an einem Seil zu schaffen hatten.
Ein Blitz zuckte über den schwarzen Himmel, erleuchtete für einen Moment den düsteren Ozean um sie herum für einen kleinen Moment. Doch dieser eine kleine Moment zeigte das, was alles noch schlimmer machte. Eine Flotte von Piratenschiffen.
"Piraten!", schrie Sebastian, so laut er konnte. Sofort sprangen alle alarmiert zu den Waffen. Ein weiterer Blitz erhellte den Himmel und nun erkannten sie die Fahne. "Bete zu den Göttern.", sagte der Admiral. "Das sind sie. Die BlackEnd Piraten, die schlimmste Piratenbande der Weltmeere.", sagte er. Dann zog er eine goldene Teleschnecke hervor.
"Die bringt uns auch nichts mehr! Für einen Buster Call ist es zu spät.", sagte Sebastian. "Wir müssen entweder alles geben oder hoffnungslos verlieren.", sagte der Sebastian. "Also sollte es wirklich einen Gott geben, soll er uns verdammt noch Mal einmal im Leben beistehen und unsere verdammten Ärsche retten."
Der Admiral lachte. "So soll es sein! Nicht aufgeben!"

Die See tobte und doch schien alles still, als der schlimme Pirat das Schiff betrat. Das Auftreten seiner Schritte war lauter als das Donnern am Himmel. Sein Atem roch fauliger als die Abgründe der See. Sebastian starrte ihm dennoch direkt ins Gesicht, um ihn zu zeigen, dass sein Wille eisern und unbeugsam war.
Der Pirat grinste breit. "Lange her... Admiral...", sagte der Mann mit viel Hohn in der Stimme. "Verdammt lange her. Kannst du mir noch sagen, wann wir uns das letzte Mal gesehen haben? Ich glaube ich habe es vergessen alter Freund!"
"Sag einfach was du willst, Billicomme BlackEnd.", zischte der Admiral verachtungsvoll. Er hasste diesen Mann. Er hasste ihn inzwischen so sehr, auch wenn sie einst Freunde waren.
"Was ich will? Gegen dich kämpfen. Wenn du gewinnst, darfst du mich und meine Crew gefangen nehmen. Wenn nicht, gehört mir dieser Bursche da!", sagte er und zeigte auf Sebastian, welcher ihn anknurrte.
"Du denkst, ich würde freiwillig mitkommen? Da irrst du dich! Ich gehöre der Marine an und nicht den Piraten. Ich kämpfe für Recht, Ordnung und Ehre!", schrie Sebastian.
Der Mann zog eine Braue hoch, doch lächelte er breit. "Damit hast du dein Schicksal besiegelt.", sagte er nur und sah den Admiral an.
"Also, was ist?", fragte der Pirat. Der Admiral zögerte. Dann nickte er. Und sein Kampf begann.

Buch III - Bei Piraten

Sebastian wusste nicht was geschehen war. Er wusste im Moment überhaupt nichts. Er nahm die Umgebung vollkommen fremd war. Der Himmel, war neu, die Planken des Schiffes und alles in seinem Kopf war weiß. Als er sich aufrichtete sah er einem großen schwarzhaarigen Mann ins Gesicht.
"Willkommen an Deck.", sagte Dieser und tätschelte ihm den Kopf. Stumm sah Sebastian diesen Typen an. Wer war er? Und wieso sprach er so herablassend mit ihm?
"Wer bist du?", fragte Sebastian, dabei wusste er nicht mal genau wie er selbst hieß, irgendwie so wie Sebastian war der doch gewesen...
"Haha! Ich bin der berüchtigte Billi BlackEnd!", sagte der Mann. Er zog seinen Hut und setzte ihn wieder auf. Sebastian schmunzelte.
"Und wo sind wir?", fragte er. Der Pirat wandte sich um. "Ich glaub du hast ihm eine zu viel auf die Nuss gegeben, der weiß nichts mehr."
Ein breitschultriger Mann mit vielen Tattoos zuckte mit den Schultern grinste aber breit.
Der Pirat vor Sebastian schüttelte den Kopf und wies Sebastian an ihm zu folgen.
"Das sind Jez und Bart. Sie Beide sind wie du Schiffsjungen. Sie werden sich deiner annehmen.", sagte er und ließ sie alleine.
"Hi!", sagten Beide. Sebastian lächelte scheu.
"Schön dich kennen zu lernen. Wie du schon weißt, heiße ich Jez und das ist Bart, eigentlich Bartholomäus, aber keiner nennt ihn so."
Der andere Junge lächelte. "Ist ja auch viel zu lang...", sagte er. Dann boxte er Jez in die Seite und wurde von diesem gleich überwältigt und sie prügelten sich ziemlich wild. Sebastian musste lachen.
"Ihr seid zwei!", sagte er. "Wir sind das Freibeuter Dou!", sagte Jez.
"Trio! Er gehört doch jetzt auch dazu!", sagte Bart und lachte. "Wie heißt du überhaupt?", fragten die Beiden.
"Ich glaube Sebastian.", sagte er verwirrt.
"Wir werden dich einfach nur Sebbi!", sagte Jez und boxte nun auch Sebastian auf die Schulter. Dieser lachte.

Zusammen lernten die drei die Welt neu kennen. Sebastian, der weder genau wusste, wer er war, wo er her kam und wofür er eigentlich kämpfte, baute Sebastian sich ein neues Leben ohne Sorgen auf. Jez und Bart waren gute Kerle. Obwohl es öfter zu Kämpfen kam, hielten sich die drei meist heraus, doch bei einem war Jez verschwunden.
"Wo ist der Kerl nur?", knurrte Bart. Sebastian zuckte mit den Schultern, als Jez schon die Treppe herab stürmte.
"Schaut mal! Das habe ich einen Piraten abgeluchst habe! Das ist bestimmt eine Teufelsfrucht!", sagte Jez und alle starrten begeistert auf das, was er in der Hand hatte.
"Wollen wir auslosen, wer sie essen darf?", fragte Bart. Jez nickte, Sebastian zögerte, stimmte aber zu.
Bei Schere, Stein und Papier gewann Sebastian und zögerlich nahm er die Frucht entgegen. "Du hast ehrlich gewonnen, also gebührt dir die Ehre.", sagte Jez, um ihn zu ermutigen.
Sebastian schluckte, dann vertilgte er die Frucht so schnell er konnte und wartete ab. Als nichts passierte sahen sich die anderen beiden an.
"Vielleicht war es ja keine?", sagte Bart. Doch Jez schüttelte den Kopf. "Ich habe doch gehört, wie sie nach der Frucht geschrien haben.", sagte er und betrachtete Sebastian.
"Vielleicht dauert es ja ein bisschen, bis sie wirkt.", vermutete Sebastian und sah auf seine Hände. Irgendwie kamen sie ihm seltsam vor. Sandig. Und da passierte es auch schon. Allmählich zerfiel sein Körper zu Sand. Er schloss die Augen, hoffte, dass es aufhörte und als er sie öffnete war alles vorbei.
"Das war ja krass.", war alles was Jez hervor bringen konnte.
Sebastian konnte nur nicken. Das war alles verdammt krass. Er konnte zu Sand werden. Jetzt musste er nur noch lernen damit um zu gehen.

Wie es das Leben so wollte, trieb es den ehemaligen Fähnrich zur See nach Alabasta. In einer Bar amüsierten sich Jez, Bart und Sebastian blendend. Doch alles lief anders, als sie plötzlich unterbrochen wurden. Eine junge Kellnerin stoppte vor ihnen und ließ ihr Tablett fallen. Sie kam Sebastian so bekannt vor. Wer war sie?
"Se... Se... Sebastian?", fragte sie. Verwundert musterte sie der junge Mann und fragte sich woher sie ihn wohl kannte, als sie auch schon weg rannte.
"Wer war die denn?", fragte Jez und wandte sich wieder seinem Getränk zu. Sebastian starrte ständig in die Richtung, in die das Mädchen gerannt war. Woher kannte er sie... Plötzlich tauchte sie wieder auf, zusammen mit zwei jungen Männern. Sebastian durchlief ein Schock. Er kannte sie. Es kannte sie alleman. Langsam erhob er sich und versuchte sich zu erinnern.
"Celle? Drake? Loren?", fragte er die Namen ab, die ihm plötzlich in den Sinn kamen.
Loren lächelte. Celle grinste breit. Drake streckte ihm die Zunge heraus.
"Hast uns 'nen ganz schönen Schrecken eingejagt.", sagte Drake.
"Ich kenne eure Namen, aber woher...", fragte Sebastian. Die drei sahen sich an.
"Du bist Sebastian Sakura no Hana. Du bist bei der Marine und wir sind deine Freunde.", sagte Celle. Sebastian erinnerte sich und sprang plötzlich auf. Er erinnerte sich an seine Familie, wer er war und wofür er kämpfte. Mit einem Schlag holte ihn alles wieder ein. Jez und Bart hinter ihm waren aufgesprungen.
"Du bist von der Marine?", fragten sie wütend und zogen ihre Waffen. Sebastian nahm seinen Hut und seinen Mantel von Celle entgegen und drehte sich langsam um.
"Leider ja. Naja, was heißt leider? Ich bin gerne bei der Marine. Den kleinen Gedächtnisschwund haben meine Freunde jetzt korrigiert. Wird Zeit dort zurück zu kehren, wo ich hin gehöre."
"Du lügst doch!", fuhr Bart ihn an. Sebastian drehte sich um.
"Ich habe euch nie angelogen.", sagte Sebastian und es stimmte ja auch. Die Beiden waren seine Freunde gewesen, doch dass sie sich jetzt gegen ihn wandten war rein ihre Entscheidung.
"Dir glaube ich kein Wort mehr!", schrie Jez. Sebastian seufzte. Lieber hätte er sich nicht gegen sie gewandt, doch nun konnte er es nicht mehr ändern. Seine Hand wurde zu einer Art Sichel. Er hatte inzwischen gemerkt, dass sein Sand Flüssigkeit aufnahm und somit seine Gegner austrocknete. Seltsamerweise war es aber auch seine Schwäche. Wenn er nass war konnte er sich nicht verwandeln.
Die Beiden griffen ihre Waffen fester und rannten blind auf ihn los. Während alle anderen bei Seite sprangen, blieb er ungerührt stehen, und ihre Waffen bohrten sich tief in seinen Körper. An den Stellen wo sie raus raus schauten, lief ganz feiner Sand herab. "Scheiß Logia-Nutzer!", fluchte Jez, während er seine Waffe zurück zog. Doch plötzlich schrie er auf. Sebastian hatte seine Sandsichel auf ihn nieder gehen lassen und saugte ihm die Körperflüssigkeit aus. Mit einem Mal vertrocknete Jez und sein Körper wurde zu Sand. So wollte Sebastian das aber nicht. Vielleicht konnte er ja auch Flüssigkeit dem Boden entziehen? Da er Barfuß war ließ sich das ganz leicht heraus finden. Tatsächlich. Langsam zerbröselte alles unter ihm zu Sand. Bart sah böse zu ihm. "Was machst du für 'nen Scheiß!", fragte er und versuchte sich einen Reim daraus zu machen.
Wenn er jetzt noch die gestohlene Flüssigkeit benutzte um den Sand feucht zu machen und somit in Treibsand zu verwandeln. Tatsächlich. Der Sand wurde immer feuchter und schließlich zu einem verschlingenden Grab, dass den fluchenden Bart in die Tiefe zog. Verzweifelt versuchte er daraus zu entrinnen, doch es ging nicht. Schließlich war er darin verschwunden und der Boden schloss sich wieder über ihn.
Müde sank Sebastian in sich zusammen. Celle umarmte ihn."Du hast das Richtige getan. Lieber hast du sie auf dem Gewissen, als jemand Schlimmeres, den du nicht kennst.", versuchte sie ihn zu trösten.
"Du hast Recht. Lass uns gehen. Ich will hier nicht mehr sein.", sagte Sebastian und erhob sich wieder. Sein Mantel wehte wild um ihn herum als er sich umdrehte um die Bar zu verlassen. Wie für einen letzten Dank wirbelte eine Rose aus Sand auf dem Boden.

Sebastian genoss das Gefühl wieder da zu sein, wo er hingehörte. Glücklicherweise hatten sie ihm seinen vorherigen Rang gelassen und er segelte wieder als Offiziersanwärter über die Meere. Seine Miene war heiter, denn ein breites Lächeln zierte sein Gesicht. Die vertrauten Gesichter um ihn herum haben ihm Kraft jeden weiteren anstrengenden Tag zu überstehen und den Tod, den er selbst herbei geführt hatte, an seinen ehemaligen Freunden zu überwinden. Das Freibeuter Trio existierte nicht mehr, aber es würde ihm immer in Erinnerung bleiben. Zwar waren nicht alle Piraten schlecht, aber auch viele nicht gut. Dennoch würde sein Leben weiter gehen. Und er würde die Piraten, die nur das Böse wollten, bei Seite schaffen um eine bessere und gerechtere Welt zu schaffen, so wie es sein Vater getan hätte.
Doch plötzlich wurde Sebastian je unterbrochen in seinen Gedanken, die er hegte. Drake kam zu ihm. In der Hand ein Zettel.
"Sieh es dir an.", befahl der Mann. Sebastian sah es oberflächlich an. "Das ist ein Steckbrief.", sagte er ungerührt.
"Gut. Und jetzt schau genauer hin und ließ den Namen.", befahl er weiter. Sebastians Blick wanderte zu dem Bild. Das Mädchen darauf war schön und kam ihm sehr bekannt vor. Und seine Welt brach zusammen als er den Namen las. Sakura no Hana.
Fluchend riss er den Zettel aus Drakes Hand, sah ihn sich immer wieder an. Nein! Nein! Wie konnte sie ihn nur so verraten? Wie konnte sie so ihren Vater verraten? Ihre Mutter? Wieso? Immer wieder hatte er sie darum gebeten sich nicht den Piraten zu zu wenden und nun war sie einer. Er schrie seinen Frust heraus und zerriss den Steckbrief. Das konnte nicht wahr sein, das KONNTE NICHT WAHR SEIN! Wütend raste er an Drake vorbei. Seine Welt zerbrach und bitter waren die Tränen die er nun weinte.

Buch IV - Zurück daheim

Sebastian hatte es geschafft beurlaubt zu werden. Er hatte das schnellste Schiff zurück zu den Blues gewählt um so schnell es ging zum Windmühlendorf zurück zu kehren.
Am Hafen angekommen grüßte er nur beifällig bekannte Gesichter. Sein Weg führte die Straße entlang, zurück zum Haus ihrer Eltern. Der Ort, an dem sie groß geworden waren. Doch als er hinein trat, erwartete ihn staubige Stille. Es war keiner mehr da.
Sebastian schluchzte. Und dann schrie er. All sein Frust lag daran. Die Vögel flogen kreischend fort und Sebastian brach zusammen. All das war letzten Endes zu viel für ihn.

Am Grab seiner Mutter kniete Sebastian schuldbewusst und betrachtete die längst verdorrten Blumen darauf. Sein Gesicht war von den Tränen leicht gerötet, er wirkte müde und leicht gereizt. Schon seit Stunden verharrte er still vor dem Grab und las immer wieder die eingemeißelten Worte, die der Name ihrer Mutter war, zusammen mit ihrem Geburts- und Todestag. Sanft strich er über diesen Namen und seufzte.
"Verzeih mir Mama. Ich habe es nicht geschafft. Ich habe sie immer beredet, sie gewarnt... Und nun... Ist sie Pirat und ich weiß nicht was ich tun soll. Was passiert, wenn ich ihr gegenüber trete? Was ist, wenn ihr etwas passiert, sie jemand verletzt? Ich will sie nicht selber töten, geschweige denn sie von anderen töten lassen, ich kann es nicht! Ich habe mich immer lieb um sie gekümmert. Sie wusste, dass ich zur Marine gehe, warum tut sie mir dann so etwas an? Hat mein Leben denn überhaupt noch einen Sinn? Wenn ja, verrat mir welchen! Verrat es mir!"
Sebastian kauerte sich auf den Boden. Es hatte keinen Sinn. Er schrie schon einen Grabstein an. Aber dann spürte er einen Hauch. Sein Blick wanderte zum Hafen und dort zu einem Schiff. Seine Augen weiteten sich konnte es sein? War es wahr? Schnell stand er auf und lief zu dem Hafen herab.
Die Person, die dort zu ihm kam war niemand anderes als sein Großvater. Er erkannte ihn sofort, auch wenn er ihn noch nie gesehen hatte, denn er sah wie seine Mutter nur viel älter und männlich.
"Opa!", rief Sebastian und stürmte auf den Mann zu, der sich nicht weiter bemühte weiter zu gehen, sondern einfach stehen blieb. Sebastian rannte, bis er vor diesem stand. Atemlos blickte er dem Mann ins Gesicht. Streng blickte dieser auf seinen Enkel herab, doch dann füllte sich sein Gesicht mit Tränen und er riss den Jungen an seine Brust, um ihn zu umarmen.
"Du siehst feines lieben Mutter so ähnlich... Aber das Haar und der Wille deines Vaters.", sagte der ehemalige Konteradmiral stolz und strich dem Jungen über das blonde Haar. Es war das erste Zusammentreffen zwischen Enkel und Großvater. Der Mann ließ Sebastian los, der nun auch weinte.

"Ich bin zu alt geworden um noch weiter für Recht und Ordnung zu sorgen. Die jüngere Generation hat mich inzwischen schon eingeholt. Meine Augen werden trüb und meine Knochen machen nicht mehr mit. Doch ich habe gute Dienste geleistet, sonst wäre ich nicht so hoch gekommen. Auch du wirst es schaffen mein Junge, denn dir liegt es im Blut.", erzählte der alte Mann. Er war sehr freundlich und Sebastian mochte ihn. Zusammen mit ihm saßen sie in einer gemieteten Unterkunft eines Gasthauses und genossen die Wärme des Kamins im Zimmer. Das Holz knackte leise und die Flammen knisterten. Würde Sebastian weiter in die Flammen starren, würde er noch einschlafen, also wandte er seinen Blick dem Älteren zu.
"Was gedenkst du jetzt zu tun? Du hast heraus gefunden, dass deine Schwester, meine Enkelin, Pirat geworden ist. Willst du dennoch weiter gegen Piraten kämpfen oder wählst du den selben Weg wie sie mein Junge? Egal wofür du dich entscheidest, die Menschen um dich herum werden dich immer lieben. Auch ich, selbst dein Vater wäre stolz. Auf dich, aber auch deine Schwester.", sagte der Mann und grinste breit. Hoffnung war ein guter Freund in schlechten Zeiten. Sebastian lächelte, denn diese Worte berührten ihn und die Hoffnung in ihm erstrahlte wieder auf.
"Ich habe viel ertragen müssen, dennoch werde ich weiter kämpfen, denn ich habe meiner Mutter einst versprochen so wie Vater zu werden. Und ich könnte mir nichts anderes mehr vorstellen, als das Leben in der Marine, auch wenn ich die Erfahrung seitens der Piraten gemacht habe.", sagte Sebastian und Stolz schwang in seiner Stimme mit. Nichts brachte ihm mehr von seinem Ziel ab. Er wollte Admiral werden, einer der größten Leute in der Marine.
"Ich bin sehr stolz auf dich Sebastian. Deine Mutter wäre es sicher auch. Und dein Vater erst recht. Egal wo er ist, ich denke er wird wissen wie es dir geht und wie deine Karriere verläuft."
Sebastian sah aus dem Fenster. Sein Gesicht spiegelte sich darin. Trotz dass er so jung war, kam er sich selbst im Spiegelbild ziemlich alt vor. Das Leben war hart, doch man durfte sich davon nicht runter ziehen lassen.
"Tust du mir ein Gefallen Junge?", fragte der Mann. Sebastian nickte.
"Bring mich zu meiner Tochter."

"Verschüttet...", murmelte der ältere Mann leise, als er vor dem Grab seiner Tochter stand. Tränen liefen in Bächen über sein Gesicht. Für Eltern war es das Schlimmste sich vor dem Grab ihrer eigenen Kinder zu stehen, in dem Wissen älter zu sein und mehr vom Leben gehabt zu haben.
Traurig seufzte er und legte neue Blumen auf das Grab. Es waren Kirschblüten, von jenem Baum, der über ihr wuchs. Sebastian hatte ihn gepflanzt, zusammen mit seiner Mutter, ein Zeichen für die Familie Sakura no Hana.
"Sebastian?", erschallte plötzlich eine Stimme. Dieser drehte sich um und blickte seiner früheren Liebe, die ihm immer noch am Herzen lag ins Gesicht.
"Majo? Was machst du denn hier?", fragte er verwundert, während er die stürmische Umarmung der blond gelockten Dame entgegen nahm.
"Das Selbe könnte ich dich auch fragen, Sebastian. Ich habe dich so vermisst.", hauchte sie und lauschte dem ruhigen Pochen seines Herzens, dass auch sie beruhigte. Das hatte es schon immer getan und seit ihrer Trennung merkte sie, wie sehr er ihr gefehlt hatte.
"Wer ist das, Majo?", fragte plötzlich eine dritte Stimme. Ein junger Mann, edel gekleidet kam langsam auf sie zu. Sehnsüchtig ließ Majo Sebastian los und rannte den anderen jungen Mann entgegen und ließ sich sanft von ihm küssen. Ein Stich ging Sebastian durch das Herz. Er merkte, dass es Eifersucht war.
"Darf ich vorstellen? Das ist Sebastian. Sebastian, das ist mein Verlobter Kai.", stellte sie die Beiden einander vor. Als sie sich die Hand reichten funkelten sie sich gegenseitig wie Rivalen an.
"Sehr erfreut.", sagte Kai, sichtlich bemüht um einen freundlichen Ton.
"Ebenfalls.", sagte Sebastian mit eisiger Stimme. Majo schien es zum Glück nicht gemerkt zu haben.
"Ich denke es ist okay, wenn ich dich eine Weile hier alleine lasse, oder nicht Großvater?", fragte Sebastian und sah zu dem Älteren. Dieser winkte ihn scheuchend fort, als Zeichen, dass er ruhig gehen sollte. Zufrieden nahm Sebastian Majo bei der Hand und ignorierte bewusst den bitteren Blick von Kai, der sich ihm in den Rücken bohrte.

Majo fragte viel über Sebastian aus. Bis sie letztendlich bei den Geschichten, die er erzählte einschlief. Sebastian verließ den Raum zusammen mit Kai. Schweigend liefen sie neben einander die Treppe herab.
Als sie vor der Haustür standen packte Kai Sebastian am Kragen und drückte ihn gegen die Wand. Dieser sah herablassend auf sein Gegenüber herab.
"Wehe, du nimmst sie mir weg! Du hast sie einmal weg geworfen, du wirst ihr nicht ein zweites Mal weh tun! Du wirst mir MEINE Majo nicht nehmen!", fuhr er Sebastian an. Dieser grinste.
"Du machst dich gerade Strafbar. Im Namen der Marine hätte ich jetzt das Recht dich gefangen zu nehmen.", sagte Sebastian genugtuerisch, "Und wer eine Person als sein Eigentum ansieht, ist nicht besser als ein Pirat."
"Du wagst es mich mit einem Pirat gleich zu stellen, du Elender!", schimpfte Kai, seine Augen loderten wie Feuer. "Gut, wenn du es so willst, dann werde ich dein Feind sein! Ich werde Pirat, ich suche und finde dich und dann töte ich dich.", sagte er noch zorniger.
"Und ich fange gleich damit an dich auseinander zu nehmen!", schrie er weiter, zog eine Flasche und goss sie über Sebastian aus, der sich nicht wehrte. Als er dann ein Messer zog, flackerte für einen kurzen Moment Panik in seinen Augen auf. Doch sie wich sofort in Zorn. Er spürte, wie das Messer heiß über seine Haut glitt, aber es war nicht das Messer, dass heiß war, sondern das Blut, dass nun floss. Sein rechtes Auge. Er sah nichts mehr darauf. Das letzte Bild, dass er gesehen hatte, war das Blitzen der Klinge und die Zufriedenheit in der Grimasse seines Gegners. Sebastian trat ihn von sich. Er taumelte. Seine rechte Hand spaltete sich in vier Klingen, die er bedrohlich nach oben hielt. Als er damit Kai attackierte, wich dieser gekonnt aus. Anscheinend war er nicht ganz so unerfahren, wie Sebastian gedacht hatte.
Er sprang an der Fassade des Hauses hoch und krachte in ein Fenster. Sebastian fragte sich was das sollte, als er einen markerschütternden Schrei hörte.
"MAJO!", schrie er und wollte los hoch zu ihr, doch er kam wieder ein selbstgefälliges Grinsen auf dem Gesicht. "Wenn ich sie nicht haben la dann du erst Recht nicht.", sagte er und ließ etwas fallen. Sebastian fing es auf und merkte, dass es Majos Kopf war.
Nun war er wütend. Sehr wütend. Sanft legte er den Kopf auf den Boden, atmete tief ein und sah zu Kai, der nun auf dem Boden landete.
"Im Namen der Marine und zur Sicherheit alles lebender Kreaturen dieser Welt, wirst du nun von mir, Obermaat Sakura no Hana hingerichtet.", sagte Sebastian unheilvoll mit tiefer Stimme und ließ hob seine Hand. Er blickte direkt in das Gesicht von Kai, dann sagte er leise etwas und plötzlich brach ein tosender Sandsturm los. All sein Frust ließ er in diesen Sandsturm fließen und merkte, wie er mehr und mehr die Kontrolle darüber verlor.
Doch dann hielt ihn jemand fest. Er spürte die Wärme, die ihn mit einem Mal erfüllte. Er schloss die Augen und entspannte sich. Auch der Sandsturm verschwand mit einem Mal, aus welchen Grund auch immer. Zitternd stand Sebastian einfach nur da und weinte. Zu viele Geliebte verlor er Tag für Tag. Und dies war einer der weiteren Gründe, warum er für die Marine kämpfte.
Als er die Augen öffnete, war alles mit Sand bedeckt. Sein Gegner war fort, aber gewiss nicht tot. Das spürte er.
"Sebastian, alles wird gut.", sagte Celle und klammerte sich in sein Oberteil.
"Ich weiß. Ich selbst werde dafür sorgen. Keiner nimmt mir wieder etwas weg. Keiner.", schwor er sich.

Sebastian stand im Hafen. Ein Schiff der Marine erwartete ihn bereits. Beleidigt kam Drake auf ihn zu.
"Sag mal, warum passiert immer dann etwas Spannendes, wenn wir nicht dabei sind?", fragte er und verzog die Lippen.
Sebastian lächelte traurig. "Sei froh, dass du nicht dabei warst. Ich hätte sonst auch dir Schaden zugefügt.", sagte Sebastian und marschierte einfach ohne ihn zu beachten, an Deck.
"Leutnant Sakura no Hana!", rief jemand. Sebastian drehte sich um und sah einen Matrosen an, der ihm einen Mantel reichte.
"Ja?", fragte Sebastian.
"Eure neue Uniform ist eingetroffen.", sagte der Matrose und reichte Sebastian ein Bündel, zusammen mit einem Mantel. Sebastian betrachtete es. Tatsache. Er war befördert worden, doch wofür? Er sah zum Hafen, wo sein Großvater ihm lebe wohl sagend winkte. Sebastian winkte zurück. Danke war das einzige, was er ihm noch sagen konnte.
Schnell rannte Sebastian unter Deck. Freudig wie ein kleiner Junge probierte er seine Sachen an. Sie passten perfekt. Er drehte sich vor dem Spiegel und betrachtete, wie gut er doch aussah. Er strich sich durch die Haare und ging nach oben. Nun war er ein richtiger Offizier. Ein Leutnant zur See.

Buch V - Impel Down

Sebastian sah das riesige Tor empor. Er hatte etwas Angst keine Zweifel. Schließlich war Impel Down nicht umsonst das gefürchtetste Gefängnis der Welt. Sebastian schickte gerade einige Piraten in den Tod.
Die Tore öffneten sich laut und ihr Schiff schwamm fast seelig dazwischen hindurch, und schon bald legten sie an.
Als Sebastians Füße den Boden berührten, war es, als hätte ihn der Schlag getroffen. Dieser Ort behagte ihm nicht.
"Ich bin Damien. Ich werde euch leiten, wenn sie mir bitte folgen würden.", sagte ein kleiner seltsamer Bursche, der mit ganz kleinen Schritten vorwärts lief.
"Da zur Rechten bitte.", sagte er und bog ab. Zwei Gestalten erschienen. "Sie werden euch die Gefangenen ab nehmen. Vielen Dank.", sagte der Mann, als plötzlich Alarm los ging. Da war sie. Eine Blauhaarige Dame, ebenfalls von der Marine, die einen seltsamen Typen hinter sich her zog. Die Zwei waren auf der Flucht. Sebastian wollte ihnen folgen, wurde aber von mehreren Leuten, die nun in Panik gerieten umgerannt. Der Typ, der sie geführt hatte, wusste definitiv nicht, was zu tun. Plötzlich öffneten sich auch noch alle Zellen. Sebastian merkte, dass er hier bleiben musste. Da waren die anderen Beiden Nebensache.
Sebastian stellte sich zwischen die Gefangenen und ihre Freiheit. Bei seinem Anblick blieben sie stehen und zögerten, während sich die Tore hinter ihm langsam schlossen. Sebastian hob die Hand, bereit mit einem Sandsturm alles zu beenden.
"Keiner geht hier raus, es sei denn, er will dem Sand zum Opfer fallen!", drohte er mit ernster Stimme. Gelächter erfüllte die Halle und sie stürmten auf ihn zu.
Mit einem Mal stand alles für Sebastian still. Seine Konzentration stieg und plötzlich war auch alles vorbei. Die Halle war fast leer. Die neuen Gefangenen, die in die Halle traten, blieben schockiert stehen. Überall lag Sand. Nur Sand. Von den Gefangenen, die fliehen wollten keine Spur.
"Ich hatte euch gewarnt.", sagte Sebastian leise und ließ seinen Arm wieder normal werden.

"Die Maßnahmen die du angesetzt hast waren ziemlich drastisch Sebastian Sakura no Hana, aber du hast damit ein riesiges Chaos verhindert und das Ansehen von Impel Down gerettet. Das Personal wurde komplett erneuert. Was mit dem alten Personal geschehen ist, solltest du lieber nicht fragen. Jedenfalls hast du dir deinen Rang und nahmen rechtlich verdient. Willkommen in der Klasse der Staabsoffiziere. Du bist ab heute ein Korvettenkapitän.", sagte ein Mann der Weltregierung, der schon viele Jahre auf dem Buckel hatte zu Sebastian und reichte ihm seine Kleidung, sowie einige Papiere. Sebastian strahlte über das ganze Gesicht.
"Es ist mir eine Ehre der Weltregierung beistehen zu können.", sagte Sebastian und neigte leicht den Kopf. Er war stolz auf sich selbst und das, was er geleistet hatte. Es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis er letztendlich ein Admiral war.

Der 25-Jährige starrte gebannt auf das Meer. Hinter ihm stand Celle, seine Begleiterin, ebenso verschwiegen. Es war viel passiert. Loren wurde entführt. Und nun war es seine Aufgabe ihn wieder zu finden, denn schließlich war Loren sein Freund und seine Freunde ließ Sebastian nie im Leben im Stich. Mit ernsten Blick drehte er sich um und marschierte unter Deck.
"Was gedenkt ihr zu tun Admiral Suna?", fragte Celle. Admiral Suna. Bei der Bezeichnung musste Sebastian lächeln. Sie hatte es ihm als ihren persönlichen Spitznamen für den Wüstenteufel auserkoren und Sebastian ließ sie ruhig machen. Schließlich musste es auch einmal Besonderheiten geben, die aus der Reihe tanzten. Den Namen Sakura no Hana konnte er meist schon nicht mehr hören.
Sebastian kratzte sich am Kopf. Er wusste es selbst nicht so genau. Dann aber kam ihm eine Idee. Sein Blick wanderte zur Seite und traf den von Drake. Sofort sah dieser ihn erschrocken an. "Vergiss es du Mistkerl!", fuhr er ihn sofort an, aber keine halbe Stunde später stand Drake im Kleid und Perücke vor ihnen. Sebastian musste sich ein Lachen verkneifen.
"Für einen Kerl siehst du unglaublich attraktiv aus.", sagte Sebastian und stieß ihm mit der Elle in die Seite.
Brummig sah dieser zu Sebastian. "Halt bloß die Klappe!", zischte er, "Es war schon schlimm genug, dass ausgerechnet du mir dabei helfen musstest mich in dieses Ding hier herein zu quetschen."
Drake deutete auf sein Kleid, unter dem er ein Korsett trug. Er hatte ziemlich gelitten, als Sebastian die Schnüre fest gezogen hatte. Letzten Endes hatten sie ihm noch eine Perücke aufgesetzt und frisiert.
Sebastian hatte ihn gequält und das Stöhnen seines freundes ignoriert, als er das Korsett um die Taille immer enger zog, bis Drake einigermaßen weiblich rüberkam.
Wütend stapfte er geradeaus und fiel hin. Die hohen Stöckelschuhe taten ihmgar nicht gut. Davon würden sien Füße nur Wund werden, Blasen kriegen, wenn nicht sogar blutig werden. Der Frust ergriff ihn noch fester und beinahe wollte er die ganze Sache schweifen lassen, doch als er Sebastians drohenden Blick sah, entschied er sich anderes, atmete tief ein und aus und marschierte los den Hafen entlang.
Nicht weit entfernt war das Schiff, auf dem Loren gefangen war. Sebastian folgte unauffällig. Er trug eine rote Perücke und einen Bart, der ziemlich krazte, aber notwendig war. Statt seiner üblichen Kleidung, lief er barfuß und ziemlich zerlumpt herum. Noch nie hatte sich Sebastian so dermaßen geschämt, aber was tat man nicht für die lieben Freunde, wenn man sie retten wollte.
"Hey! Du da! Komm her und hilf gefälligst!", donnerte ihn plötzlich ein Mann an und zwang ihm eine riesige Kiste auf. Sebastian war durch seine Teufelskraft faul geworden und das hatte er nun davon, denn schon lange hatte er nicht mehr trainiert und jetzt würgte er sich an einer Kiste ab.
Nachdem er sie an Deck gebracht hatte, sah er sich unauffällig um.
"Was machen wir mit diesem Kopfgeldfuzzi?", fragte ein Pirat. Natürlich bekam Sebastian nun große Ohren.
"Wir fordern vom Admiral Lösegeld für unsere Geisel ein, wenn er nicht darauf an springt, stirbt er halt, weil er keinen Wert mehr für uns hat.", erklärte ein anderer dem Fragenden.
Sebastian war geschockt. Solch Skrupel war nichts für ihn, ein Glück, dass er bei der Marine war. Gerechtigkeit musste geschaffen werden. Nun da er wusste, was sie mit Loren vor hatten, musste er nur noch heraus finden, wo er gefangen war.
"Und wo soll ich den Typ jetzt hin bringen?", fragte der andere wieder.
"Hol ihn rauf.", sagte der Zweite.
Sebastian grinste in seinen Bart, bevor er wieder darüber fluchte wie sehr der Bart kratzte.
Da entdeckte er Drake. Er gab ihn ein Zeichen. Gleich würde es los gehen. Sebastian nickte.
Kaum war Loren an Deck, machte Drake ein riesiges Theater, dass die Meute ziemlich belustigte.
Sebastian nutzte die Chance und schlich sich hinter Loren. Er schlug den Piraten nieder und stellte sich an seiner Stelle neben Loren.
Schmunzelnd sah dieser Sebastian an, welcher nur breit und verschwörerisch grinste. Loren musste ebenfalls grinsen, setzte dann aber eine ziemlich ernste Miene auf, denn ein weiterer Pirat erschien.
"Hm... Kenn ich dich? Ich habe dich noch nie hier gesehen? Gehörst du überhaupt zu uns?", fragte der Mann laut, und alle Blicke wandten sich dem Trio zu. Unauffällig zerschnitt Sebastian mit seiner Sandkraft die Fesseln.
"Ich bin neu.", sagte Sebastian mit verstellter Stimme, um sich aus der Gefahr zu bringen, doch die misstrauischen Mienen zeigten die Ungläubigkeit, die sie erfüllte.
Da schlug plötzlich Loren zu, direkt in das Gesicht des Piraten. Seine Nase begann zu bluten und hing etwas schief im Gesicht des Piraten, der sie nun zornig, sowie verwirrt musterte.
"ANGRIFF!", rief jemand und die Meute stürzte sich auf Sebastian und Loren.
Loren sprang nach oben, Sebastian zur Seite. Sein Arm formte sich zu einer Sichel, die er durch die Menge zog. Schreie waren zu hören, als plötzlich alle vertrockneten und zu Staub zerfielen.
"Das ist der Admiral!", schrie jemand und auf einmal zogen sich alle zurück, denn die Angst ergriff sie alle.
"Dann sind die Geschichten also war, über den Teufel aus Sand, der mit seiner Kraft ganze Armeen ausschaltet.", sagte eine mehr als Bekannte Stimme zu Sebastian und obwohl sie hinter ihm war, drehte sich Sebastian nicht um, sondern riss sich lässig den Bart und das komische Haarteil von seinem Kopf. Die beiden Dinge hatten ihn sowieso nur genervt, und deswegen war er froh sie los zu werden.
"Hallo Captain BlackEnd. Ich hatte gehofft ihr wärt so schlau gewesen und hättet euch von mir fern gehalten.", sagte Sebastian mit einer leisen Drohung in der Stimme, die mehr als ernst gemeint war.
"Haha! So was schimpft sich Marine! Piraten wegen Mordes erhängen, aber selber Morde begehen, gar jemanden wie mir drohen!", lachte der große stinkende Pirat, sodass sich bei Sebastian eine Gänsehaut bildete, die deutlich sichtbar war.
"Deine Loyalität zur Marine ist bewundernswert. Ich habe bisher keinen gesehen, der sich so hart an solch eine Bestimmung klammerte.", sagte der Mann.
Sebastian schnaubte. "Ich tue das, was mir schon von Anfang an bestimmt wurde. Ich kämpfe für meinen Vater weiter, dort, wo er aufgehört hat, damit ich ihn später wieder finden kann. Und zusammen mit ihm, werde ich meine Schwester bekehren und auf den Boden der Tatsachen wiederholen.", erklärte Sebastian mit
Stolz in der Brust.
Er drehte sich endlich um und sah dem Mann mit dem schwarzen Bart direkt ins Gesicht, denn nun stand er direkt vor ihm und lächelte ihn mit fauligen Zähnen an. Sein Bauch schwabbelte bei jedem Schritt und seine Klamottom starrten vor Dreck.
"Du bist ein verkommener Lump geworden.", sagte Sebastian voller Ernst in das Gesicht des Mannes und spuckte ihm direkt ins Gesicht.
"Du kleiner verdammter...", begann BlackEnd und wollte ihm eine schallende Ohrfeige geben, da löste sich Sebastian schon in Sand auf und verschwand. Loren blickte von oben herab umher, als Sebastian plötzlich neben ihm stand.
"Erschreck mich doch nicht jedes Mal so!", beschwerte sich dieser und griff sich ans Herz, als würde es gleich aussetzen.
Sebastian lachte, dann sah er über Deck. "Hey, ich bin auch noch da!", beschwerte sich die Dame im Kleid.
"Sag nicht, dass das da hinten Drake?!", sagte Loren voller Hohn.
"Und wie ich Drake bin! Wehe, du lachst jetzt, dann reiß ich dir deinen Kopfgeldjägerarsch auf, egal was Sebastian macht, denn du bist eine verdammte Ratte und ich mache diesen Mist nur für dich!"
Drake ging wirklich an die Decke. Er riss sich das Kleid vom Leib, zog sein Schwert und begann wie ein Berserker zu wüten. Sebastian setzte sich gelassen auf den Boden und trank einen Tee, während Loren scheinbar sehr interessiert ein paar Taue musterte.
"Sagt mal! Wollt ihr nicht helfen?", fragte Drake wütend und schnaubte.
Sebastian und Loren pfiffen unschuldig. "Du machst das gerade so schön...", sagte Sebastian, doch wurde sogleich ernst. "Nein, Spaß bei Seite, jetzt gehts erst richtig los!", sagte Sebastian und hob unheilvoll den Arm.
"Beweg deinen süßen Weltregierungsarsch da weg, sonst blas ich dich mit weg.", sagte Sebastian und Drake wollte dies nicht zwei Mal hören, sondern schwang die Hufe, während die Piraten nun sichtlich verwirrt hoch zu Sebastian starrten, dessen neue Augenklappe sich nun löste. Das rote Auge strahlte auf einmal gelb und ein Sandsturm kam auf, riss mit seiner Wucht die Haut und das Fleisch von den Knochen der Männer, die verzweifelt um Gnade wimmerten. Sebastian drehte die Hand um und zog sie zu. Sofort war alles, als wäre nichts gewesen, nur die Männer saßen klagend mit roter aufgeriebener Haut auf den Planken. Noch nie hatte Sebastian Männer weinen sehen. Diese würden nun freiwillig mit Sebastian kommen, ohne sich zu wehren, denn besser man wartete im Impel Down auf den richtigen Tod, als langsam und voller Qual zu sterben, indem man das Gefühl von hundert glühenden Eisen auf der Haut ertrug, das sich immer mehr verschlimmerte, bis das letzte Bisschen, dass davon noch übrig war verschwand.

Nachdem Sebastian seine Aufgaben erfüllt hatte, lief er mit einem breiten Grinsen durch die Straßen von Sabaody Archipel. Ein Lied auf den Lippen und mit dem guten Wetter auf der Seite, fühlte der Admiral sich sehr wohl, sogar mehr als sehr.
Nie im Leben hätte er gedacht, dass so etwas passieren würde, wie es die Welt noch nie gesehen hatte.
"Welch hübscher Bursche, der sich Admiral nennt...", erklang eine seltsame Stimme. Sie klang leicht rauchig, aber trotzdem verführerisch. Sebastian drehte sich langsam um und blickte in das Gesicht einer Frau mit langen Haaren, die so dunkel wie die Nacht waren. Genau wie er selbst trug sie eine Augenklappe, was Sebastian seltsamerweise belustigte.
"Wer bist du? Wo kommst du her?", fragte Sebastian die mysteriöse Dame. Er kannte sie nicht.
"Hitsugi. Ich komme von weit her aus dem North Blue, unsere Insel ist der Welt nicht bekannt.", sagte sie.
Sebastian drehte sich gänzlich zu ihr um und musterte sie interessiert.
"Was führt dich zu mir?", fragte er und lachte leicht in sich hinein. Frauen kamen nur aus zwei Gründen zu ihm. Entweder hatten sie ein Problem oder wollten sich seiner annehmen, denn was Sebastian anging, konnte er ein kleiner Casanova sein.
"Vieles führt Menschen zusammen. Vielleicht sollte ich auch anders herum fragen. Was würde dich zu jemanden wie mir führen."
Dass die Dame in Rätseln sprach, machte Sebastian etwas wuschig, doch ließ er den Anschein trügen, denn er wollte nicht, dass vor allem eine Frau ihn so seltsam sah.
"Was mich zu jemanden wie dir führen würde? Warum fragst du? Du bist eine hübsche junge Dame, die vielleicht Hilfe gebrauchen könnte, egal was sie bedrückt.", sagte Sebastian und setzte ein typisches Draufgängerlächeln auf. Was Frauen anging war Sebastian ein ziemlicher Versager, dennoch wollte er sich eine Chance nicht entgehen lassen und ließ sich von dem Mädchen um den Finger wickeln.
Diese kam nun auf ihn zu. Langsam, aber mit Bedacht schrat sie auf ihn zu. Sebastian verharrte still auf der Stelle. Der Wind blies sein Haar wild ins Gesicht und kitzelte ihn leicht. Unter der Augenklappe schwitzte er ziemlich, dennoch zog er sie nicht ab. Von dem Schwerthieb von damals war eine rosa Narbe geblieben. Sein Auge hatte sich durch die erhöhte Blutkonzentration rot verfärbt, weshalb Sebastian sich ziemlich seltsam vorkam. Eher wie ein Monster. Vom Aussehen her könnte er glatt ein Pirat sein, dennoch galt sein Leben einzig und allein der Marine, der Organisation, der auch sein Vater gedient hatte.
Erinnerungen, die Sebastian tief in sich vergraben hatte, kamen wieder hoch. Sein Vater saß mit ihm an einem Tisch, sie bauten zusammen ein Schiff.
"Weißt du, als Admiral haben viele ein eigenes Schiff. Sogar mehrere. Wie würdest du dein Schiff nennen, wenn du eines haben würdest?", fragte sein Vater den Jungen, der ihn mit großen Augen ansah.
"Die Golden Justice.", sagte Sebastian voller Stolz, denn er wusste, dass sein Vater den Namen mögen würde.
"Die goldene Gerechtigkeit.", murmelte der Mann vor sich hin. "Ein schöner Name."
Irgendwie musste Sebastian daran denken.
"Ich würde nur allzu gerne die Gedanken kennen, die durch deinen Kopf wandern.", sagte das Mädchen und lächelte.
"Ich habe an meinen Vater gedacht. Er ist seit langer Zeit verschollen.", sagte Sebastian.
"Das tut mir Leid.", sagte Hitsugi. Sebastian starrte in die Ferne.
"Ich habe auch kurz danach meine Mutter verloren. Sie starb bei einer ihrer Ausgrabungen.", erzählte er und ließ seine Traurigkeit heraus.
"Meine Mutter starb bereits bei meiner Geburt. Ich habe sie nie kennen gelernt, aber sie soll ein gutes Mensch gewesen sein.", erzählte das Mädchen nun von sich und stellte sich direkt neben Sebastian.
Irgendwie erfüllte Sebastian etwas, dass er sich nicht erklären konnte. Dann griff sie nach seiner Hand. Sebastian war zwar sehr erstaunt, dennoch griff er sie und drückte leicht zurück. Zusammen schweigend betrachteten sie alles in der Ferne, keiner Sprach. Doch dann zog das Mädchen ihn mit.
"Komm, ich will dir etwas zeigen. Wir können es nur sehen, wenn es dunkel ist, allerdings dauert es sowieso eine Weile, bis wir da sind.", sagte das Mädchen und zog ihn durch die Straßen.

Zusammen saßen Sebastian und Hitsugi am Hafen und warteten, bis die Sonne unterging. Sie schwiegen, denn keiner von Beiden wusste, was er sagen sollte, schließlich wussten sie nicht genug von einander.
"Was meinst du, was wir gleich sehen werden?", fragte sie Sebastian.
Dieser krazte sich fragend am Kopf.
"Woher soll ich das wissen? Schließlich wolltest Du Mir etwas zeigen und nicht umgekehrt.", sagte er leicht verwirrt von den Taten dieser Frau.
"Hast du den Himmel schon mal bei Nacht genauer betrachtet?", fragte sie ihn.
Sebastian überlegte. Nicht oft. Mal die Sterne gesehen ja, aber so richtig hatte er ihn nie betrachtet. Deswegen war er auch so bezaubert, als er diese Nacht mit Hitsugi den Himmel betrachtete. Sie zeigte ihm bestimmte Sternzeichen und Sebastian machte ein paar Witze, die sie zum Lachen brachten, was unglaublich schön klang in seinen Ohren.
"Warum tust du das eigentlich?", fragte Sebastian.
"Ich... Ich... Du siehst jemanden sehr ähnlich, der mir sehr am Herzen lag. Er ist tot weißt du. Und als ich dich sah, so munter wie Er es einst war, hatte ich das Bedürfnis dich an zu sprechen und mit dir die selben Dinge zu unternehmen, die ich auch mit Ihm genossen habe.", sagte sie und blickte ihn mit ihrem blauen Auge an.
Sebastian musterte ihr Gesicht. Sie hatte so schöne Augen und weiche volle Lippen. Tränen schimmerten wie Morgentau auf ihren Wimpern und sie beugte sich hervor und küsste ihn. Sebastian war sehr überrascht, doch er wehrte sich nicht. Im Gegenteil, er zog sie enger an sich und zum ersten Mal im Leben fühlte er sich schwerelos und frei von allem Sorgen erlöst, während sich beide dem anderen hingaben.

Als Sebastian erwachte, wusste er zuerst nicht, was überhaupt los war, WO er überhaupt war und wieso, doch als er sich aufsetzte und seine Umgebung sah, fiel ihm alles wieder ein. Nur das Mädchen war fort. Hitsugi hatte sie geheißen.
Sebastian strich sich das Haar aus der Stirn. Wie weich ihre Haut gewesen war, wie heiß ihre Berührungen, voller Gier hatten sie einander verschlungen. Sebastian lächelte glückseelig. Naja, wenigstens hatte er sie vom Hals, denn länger als eine Macht verbrachte er meist nicht mit Mädchen, als plötzlich irgendwoher Stimmen erschallten. Sebastian blickte auf die Stadt.
Schreie? Feuer? Sebastian sprang wie vom Donner gerührt auf und rannte los. Es konnte wer weiß was passiert sein und er hatte hier hinten faul gelegen und sich Gedanken um eine vermutlich gefährliche Frau gemacht, die ihn wie Watte um den Finger gewickelt hatte, um ihn von all dem hier abgelenkt hatte. Sebastian fluchte wild.
Und seine Augen verengten sich zu Schlitzen, als er am Marktplatz ankam. Denn Sie war hier. Sie, die ihn verführt hatte.
Sie drehte um und lächelte. Schön und gefährlich sah sie aus und Sebastian musste sich zusammen reißen.
Er griff auf den Boden und plötzlich fing alles zu Sand zu zerfallen an.
Nach kurzer Zeit hatte Sebastian eine kleine Wüste geschaffen. Das Mädchen starrte ihn unverwandt an.
"Du hast nach meinen Namen und meiner Herkunft gefragt, nicht nach meiner Zugehörigkeit. Lerne Weise mit diesem Fehler zu werden und akzeptiere deine Niederlage.", sagte sie bloß, dann erhellte ein Feuer alles und Sebastian versank in der Finsternis, die danach erschien.

"Sebastian? Sebastian!", drang von weiter Ferne eine Stimme an Sebastians Ohr. Blinzelnd setzte sich der schwer bandagierte junge Mann auf und musterte seine Umgebung. Er befand sich in einem sterilen Raum, der vollkommen in weiß gehalten war. Ein Krankenlager, war das Erste, das in seinen schmerzenden Kopf kam.
"Nachdem die Piratenkapitänin dich angesprochen hatte, schien sie überall her Feuer zu nehmen und hat es rund um sich herum in einem Kreis umher geschleudert und dich schwer getroffen. Der ganze Sand, er hat sich in Glas verwandelt.", erklärte Celle.
Sebastian sah auf seine Hände herab. Seine Brust, seine Beine, alles war in weißen Mull gehüllt. Er fühlte sich seltsam.
"Du hast schwere Verbrennungen erlitten, keiner weiß wieso. Du als Logia Nutzer hättest von dem ganzen Flammenspektakel doch keinen Schaden nehmen können, oder doch?", fragte nun Drake.
"Anscheinend schon. Hohe Temperaturen verschmelzen Sand zu Glas, das ist wohl bekannt, also schadet mir Feuer genauso wie Wasser...", stellte Sebastian fest und drehte ungläubig seine Hände hin und her.
Sebastian hasste es untätig herum zu sitzen und versuchte auf zu stehen.
"Leg dich lieber wieder hin Sebastian...", warnte ihn Celle. Seine kleine Celle. Auf einmal wollte Sebastian sie in den Arm nehmen, denn manchmal erinnerte sie Sebastian an seine Schwester.
Bei den Gedanken an Sakura verkrampfte sich Sebastian schlagartig. Er hasste es über sie zu sprechen, geschweige denn über sie nach zu denken, egal wie sehr er sie liebte. Was sollten nur ihre Eltern denken, wenn sie noch am Leben wären, was bei ihrem Vater ja noch ungewiss war.
Wie gerne würde Sebastian jetzt mit ihm sprechen, ihn um Rat fragen und wissen, was los war, was sie tun konnten, als so machtlos im Zwiespalt mit sich selbst zu stehen.
Aber egal was passieren würde, Sebastian wusste, dass er ein Zusammentreffen mit seiner Schwester bestimmt nicht vermeiden konnte. Sollte er sich entscheiden müssen, den Weg als Pirat zu wählen und seiner Schwester bei zu stehen, oder seinem Vater zu folgen und bei der Marine zu bleiben, würde er einen Kampf mit sich Selbst ausfechten müssen, obwohl die Marine sein Leben war und es auch weiterhin sein sollte.
Nein. Das Blut war nichtig, sondern die Zugehörigkeit zählte. Seine Schwester war ein Pirat und wenn sie solch einer sein wollte, so sollte es sein. Da würde Sebastian keine Ausnahmen machen, egal wie sehr sie einst geliebt hatten. Sie durften nicht zurück schauen, nicht in die Schatten der Vergangenheit, sondern in die Zukunft, denn hier hält es zu überleben. Fressen oder gefressen werden, lautete die Devise und Sebastian entschied sich lieber der Jäger, als der Gejagte zu sein.
"Wir müssen so bald wie möglich wieder los. Wir haben zu tun, und ich kann nicht die ganze Zeit den armen kranken Admiral spielen, dass würde mich meinen Rang kosten. Ich habe sowieso schon versagt, was eine Schande ist, also muss ich es auch wieder ausbaden.", sagte Sebastian im Befehlston. Die drei anderen nickten bestätigten, denn sie wussten, wechselte Sebastian in den Chef-Modus, war keine Widerrede gestattet, definitiv nicht, es sei denn, man war wirklich scharf darauf sich eine Predi vom Feinsten an zu hören.
Schnell halfen sie Sebastian auf die Beine. Eine Schwester kam alarmiert angerannt.
"Admiral, sie können noch nicht aufstehen! Sie waren zu schwer verletzt und sind es immer noch!", warnte sie ihn, doch Sebastian ließ sich nicht aufhalten.
"Ich bin ein Admiral, der seine Aufgaben erledigen muss, das heißt, ich lasse mich von nichts und niemanden abbringen der Marine nehmen Dienst zu tun, den ich ihr schuldig bin!", sagte er mit strenger Stimme, die erst recht keine Widerrede duldete.
Die Frau nickte schuldbewusst, dann trat sie bei Seite, damit sie dem Admiral nicht länger im Weg stand.
Mit stolz erhobenen Haupt und geschwellter Brust schrat Sebastian seines Weges. Es wäre doch gelacht, würde er sich nun wie ein kleines Kind bemuttern lassen, weil er sich ein wenig verbrannt hatte, doch irgendwie schien es ihm schlimmer zu zu setzen, als er erwartet hätte. Sebastian keuchte und sank auf die Knie. Voller Schrecken konnten ihn seine Freunde gerade noch so auffangen.
"Bleib noch eine Weile hier, das bringt nichts!", fuhr ihn Drake an. Sebastian schüttelte den Kopf.
"Du kannst mich Mal, kreuzweise!", sagte Sebastian und schubste alle fort, denn er kam gut alleine klar. Schnell stand er wieder und bevor jemand was sagen konnte, stürmte Sebastian schon zur Türe heraus.


Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Sebastian Sakura no Hana   Do 26 Apr 2012 - 17:54

Buch VI - Ein wahrer Admiral

Sebastian schrat stolz erhobenen Hauptes voraus, nichts achtend, auch wenn jede Zelle seines Körpers vor Schmerz schrie und ihm des Öfteren schwindelte. Er war kein Weichei, deswegen würde er sich zusammen reißen.
Betreten folgten ihm Celle, Loren und Drake, die alle nicht die geringste Ahnung hatten, was sie sagen sollten, weshalb sie lieber in Schweigen verharrten, bevor sie etwas Falsches sagten und somit Sebastians Zorn auf sich richteten, denn er schien wahnsinnig wütend zu sein, weshalb auch immer.
Doch seine miese Laune sollte bald weichen, denn am Hafen erwarteten sie bereits eine Traube von Menschen und ein Mann, der eine riesige Schere in der Hand hielt.
"Überraschung!", kam es von überall her. Sebastian sah sich verwirrt um. Was ws los? Was wurde hier gespielt?
Hinter ihm vergnügtes Kichern. Als Sebastian sich umdrehte, wurde er von seinen drei Freunden stürmisch umarmt.
"Alles Liebe und Gute zum Geburtstag Sebastian!", sagten sie alle im Chor. Sebastian lachte.
"Ich wusste nicht mal, dass ich Geburtstag habe!", sagte er unter Tränen, "Ich weiß nicht einmal, wann ich meinen letzten gefeiert habe!"
"Es war ziemlich schwer heraus zu finden, wann du geboren wurdest, aber zum Schluss haben wir es doch erfahren können.", sagte Celle.
"Ja, und weil du so viel durchmachen musst und so'n geiler Typ bist, bekommst du im Namen aller, die dich lieben das da!", sagte Drake und zeigte auf ein Schiff.
"Die Golden Justice...", las Sebastian den Namen, "Aber woher...?"
Ein ganz lieber Mann gab uns den Tipp, mit dem Namen. Er hat auch gesagt, dass er stolz auf dich ist und das ihr euch bald wieder sehen werdet.", sagte Celle sanft, die anderen nickten. Sebastian brach in Tränen aus. Im Moment war er einfach nur glücklich.

Sein Schiff war ein prächtiges Schiff. Zwar unterschied es sich nur in wenigen Punkten von den anderen Schiffen der Marine, dennoch war es ein sehr schönes Schiff. Ein besseres Schiff konnte sich Pfar nicht vorstellen.
Die Wellen schlugen seicht gegen den Bug des Schiffes und schienen das Meer zu spalten. Sebastian stand am Heck des Schiffes und beobachtete das Glitzern im Wasser, was ihn ziemlich schläfrig machte.
Schon seit ein paar Tagen schien überhaupt nichts los zu sein. Sebastian war tierisch gelangweilt. Dann kam Celle.
Sie stellte sich neben ihn an den Bug des Schiffes und betrachtete nun ebenfalls es Wasser.
"Wir haben schon einiges zusammen erlebt, nicht wahr?", fragte sie mehr sich selbst, als Sebastian.
"Ja. Wir haben viel hinter uns. Genug, um zu sagen, dass wir gelernt haben zu schätzen, was wir besitzen, auch wenn es nur ein Rang oder Name ist.", sagte Sebastian und lehnte sich an den Reling und genoss die Sonne, die hell auf sein Gesicht herab schien.
"Was meinst du. Was wird uns noch alles passieren, auf hoher See?", fragte Celle nun.
"Viel. Sehr viel. Kaiser, Piraten, Revolutionäre und viel mehr schwirrt da draußen herum und wartet darauf uns auf zu lauern. Wir werden sie mit offenen Armen empfangen.", sagte Sebastian und grinste leicht.
Ja, das würde er, denn um Gerechtigkeit zu schaffen, musste man die Ungerechtigkeit entfernen und wenn sie nicht freiwillig zu einem kam, musste man sie suchen.
Doch plötzlich ging eine Erschütterung durch das Schiff. Sebastian stolperte und fiel fast hin. Alle schrien verwundert auf, als das Schiff plötzlich leicht kenterte.
Schnell fasste Sebastian Fuß und rannte nach Steuerbord. Sein Blick wanderte umher, doch er erfasste nichts. Panik überrollte ihn und er trat zurück. Nun war alles wieder still. Das Schiff fuhr einfach weiter, als wäre nie etwas gewesen.
Doch Sebastian ahnte, dass dies eine Warnung war, vor einem großen Unglück.
"Sind deine Wunden verheilt?", fragte eine Sebastian sehr bekannte Stimme. Sein Blick wanderte den Mast hinauf, weit nach oben, wo sie saß, die Maid, die ihm so schwer geschadet hatte.
"Du weißt, dass du hier nicht erwünscht bist. Hitsugi.", sagte der Admiral streng, vor allem, um sich selber von dieser Frau fern zu halten, doch sie ließ sich nicht beeindrucken.
Schnell ließ sie sich fallen und landete direkt in Sebastians Armen. Bevor dieser auch nur den Hauch einer Chance hatte, küsste sie ihn und Sebastian wurde ganz heiß zu Mute. Schnell schubste er sie fort von sich und wirschte sich mit dem Handrücken über die Lippen.
"Ich fall nicht mehr auf dich rein!", sagte er zornig und blickte sie mit warnenden Blick an.
Traurig trat sie einen Schritt zurück. "Du bist ein stürmischer junger Mann, du gefällst mir. Warum kommst du nicht mit mir? Ich könnte jemanden wie dich gut gebrauchen.", sagte sie sanft und streckte ihre Hand fordernd aus. Sebastian schüttelte den Kopf.
"Versteh doch! Mein Platz ist hier an der Front der Marine. Dort gehöre ich hin und werde ich auch bleiben, denn ich versprach es meinem Vater."
"Warum? Ist es allein das Versprechen, ers dich an die Marine bindet? Oder auch dein eigener Wille, der dich leitet."
Zum ersten Mal hegte Sebastian Zweifel an der ganzen Sache, seiner Arbeit in der Marine und vielem mehr, dennoch wollte er sich nicht von seinem bisherigen Pfad abbringen lassen.
"Mein eigener Wille ist es, der mich führt.", sagte Sebastian.
"Ich sehe Zweifel in dir.", widersprach ihm die Frau.
"Du siehst falsch.", entgegnete Sebastian, wofür er nur Kopfschütteln erntete.
"Du lügst. Du lügst nicht nur dich Selbst an, sondern alle anderen um dich herum auch, was sehr traurig ist.", sagte sie und wagte es wieder zu ihm zu kommen, doch diesmal ließ sich Sebastian nicht einlullen.
"Was willst du wirklich hier? Was willst du von MIR?", fragte Sebastian ernst und verzog keine Miene dabei.
"Was ich will?", fragte sie nun mysteriös, dabei zog sie eine Waffe, die aussah wie ein Schwert, doch jemand anderes schob sie bei Seite. Seine lila Augen schreckten Sebastian nicht ab, dennoch hatte dieser Mann etwas an sich, dass Sebastian Angst machte.
"Geh zurück auf das Schiff, ich hole schon, was du verlangst.", sagte er und zog ein seltsames Schwert, dass Sebastian ebenfalls für seltsam hielt. Wenigstens passte es zu seinem Träger.
"Erinnerst du dich an zwei Jungen?", sie waren einst Freunde meines Captains. Du hast sie getötet, nun will ich sie für meine Kaiserin rächen.", sagte der Mann und schwenkte das Schwert locker um sein Handgelenk.
"Warum hat sie es nichts selbst getan, als sie die Möglichkeit hatte?", fragte Sebastian und wollte nach seinem Schwert greifen, doch es war nicht da, wo es sein sollte.
"Weil du aussiehst wie ihr Bruder und sie tötet niemanden, der ihren Liebsten ähnlich sieht.", sagte er und legte Sebastian das Schwert an die Kehle. Beide sahen sich mit brennenden Blicken an. Die Spannung in der Luft konnte man schon schmecken.
Und das letzte was Sebastian spürte, war die scharfe Klinge, die sich komplett über seine Brust zog.

Sebastian schreckte hoch, in der Hoffnung, dass alles ein schlechter Alptraum gewesen war, ein schlechter Witz, doch das Brennen seiner Brust verriet, dass irgendetwas daran war sein musste.
Eine Hand drückte sie sanft an der Schulter hinab auf das Bett zurück. Er blickte hinauf und sah in das Gesicht der Frau mit den dunklen Haaren.
"Ich frag mich, warum du ihn gerettet hast.", sagte der Mann, der Sebastian verletzt hatte.
"Wie hast du das gemacht? Das war unmöglich? Warum hast du mich verletzen können?", fragte Sebastian aufgebracht.
Der Mann lächelte und strich sich sein Haar hinter das Ohr. Doch er sagte nichts, sondern verließ den Raum.
"Nimm es ihm nicht übel. Er ist immer so.", sagte die Frau namens Hitsugi. Sie blickte dem Mann kurz hinterher, wendete sich aber gleich wieder Sebastian zu.
"Ich habe dich vorerst unter meine Gewahrsam genommen.", sagte sie.
"Das habe ich schon mitbekommen.", sagte Sebastian ziemlich sauer.
"Du fragst nicht wieso?", fragte die Frau verwundert.
"Sollte ich? Aber damit du zufrieden bist, wieso?", fragte Sebastian immer noch ziemlich unfreundlich.
"Ich habe so meine Pläne gemacht, ich werde mich gegen einen Feind stellen, der mir ein Dorn im Auge ist, aber wenn mir die Marine hier dazwischen funkt, habe ich ein riesiges Problem, vor allem wenn du in der Nähe bist. Also schicke ich dich fort, damit die Marine nach dir sucht, schließlich gibt sie einer ihrer wichtigsten Leute doch nicht so einfach auf, oder?", fragte die Frau und strich Sebastian über die Stirn.
Dieser zog lediglich eine Braue in die Höhe. Diese Frau sollte einer verstehen. Sie war genauso dumm wie diese Miss BerryBlue, die sich als Möchte-Gern Kaiserin aufspielte und nur Ärger machte.
Die Kaiser waren doch alle gleich. Immer nur Probleme machten sie und Sebastian hatte die Schnauze voll von diesen großkotzigen Piraten, die meinten sich als Herren der Meere auf zu spielen.
Doch im Moment war Sebastian zu geschwächt, um zu kämpfen, außerdem wollte er sich nicht mit diesen komischen Typen anlegen, der mit dem Schwert.
"Sei froh, dass ich gnädig mit dir bin, Admiral. Ich kann auch anders. Den Zorn einer Göttin hast du ja bereits gespürt, also pass auf, was du tust und sagst.", warnte ihn die Frau und schob seine Augenklappe hoch, um in sein rotes Auge zu sehen.
"Wie ist das passiert?", fragte sie neugierig.
Sebastian seufzte. Damit er nicht alleine sein musste, auch wenn es eine Plage war, die bei ihm saß, erzählte er von diesem jungen Mann, der sich einst gegen ihn gewandt hatte.
"Du meinst er lebt noch? Vielleicht hast du Recht. Irgendwo da draußen lauern noch viele Gefahren, zeit schlimmer als ich.", sagte die Piratin und zog ihre Augenklappe ab. Interessiert betrachtete Sebastian das ebenfalls andersfarbige Auge.
"Nun erzähl du. Was ist mit Deinem Auge.", fragte Sebastian.
"Nun ja. Auf der Insel, der ich entstamme gibt es alle 50 Jahre ein Tunier, womit der Stärkste der Insel bestimmt wird. Ich war eine Teilnehmerin..."

Das kurze Haar der jungen Frau wehte unheilvoll im Wind, der durch die dschungelartige Umgebung blies. Ihre Miene war ernst, denn all das hier bewies ihr nun, wie stark sie geworden war, wenn sie die Stärksten dieser Insel besiegen konnte.
Auf den Rücken trug sie eine schwertähnliche Waffe, die unheilvoll und blau schimmerte. Genau wie ihr Haar.
Ein Signal ertönte und sie rannte los. Um sie herum waren nur Bäume und Gebüsch, die Sicht war schwer und auch der Weg nicht einfach. Sie musste schnell machen, denn wenn sie zögerte, wurde sie entweder das Opfer eines anderen Teilnehmers oder eines der Tiere, die man in diese Arena gelassen hatte, doch sie wollte Beides nicht.
Ein erster Schrei ertönte. Der erste Kampf hatte begonnen.
Hitsugi kletterte auf einen Baum und sah sich um. Nur Dschungel, sonst nichts konnte sie erkennen. Fluchend kletterte sie zurück auf den Boden, als plötzlich sie etwas griff und in die Luft wirbelte. Der Schrei, der zu hören war, klang unmenschlich und schrill und zerriss der Frau fast das Trommelfell, doch sie ließ sich nicht entmutigen und zog ihre Waffe, um den Feind ins Auge zu sehen.
Es war eine Nachtschatteneule. Mit großen schwarzen Augen sah sie Hitsugi an, welche mit einer schnellen Umdrehung galant auf dem Boden landete. Das Vieh flog weiter auf sie zu, Hitsugi holte aus und spürte einen scharfen Schmerz in der Schulter. Sie zog einen Pfeil heraus und drehte sich kurz um, um einen hämisch lächelnden Jungen zu sehen. Als ein Rauschen ertönte, duckte sich Hitsugi schnell nach unten und der Raubvogel erfasste den Jungen. Angewidert wandte Hitsugi den Blick ab und trat einige Schritte zurück in den Wald. Sie wollte nicht sehen, wie dieser Vogel mit seinem Schnabel den Körper des Jungen komplett auseinander nahm. Sie wollte ihr letztes Essen noch bei sich behalten, denn wer wusste, wie lange sie hier sein würde. Nur einer dürfte überleben. Einer von 13 auserwählten Kriegern.

Zwei Tage lang irrte Hitsugi in diesem Wald umher, fast wahnsinnig, denn überall sah sie ihren Feind. Oder ihre Freunde.
Ein Rascheln ertönte hinter ihr. Sie drehte sich schnell um, doch nicht schnell genug und plötzlich raubv ihr etwas die Sicht. Blut lief ihre Wange herab und ihr rechtes Auge brannte wie Feuer.
"Jetzt steht mir nichts mehr im Weg, außer dir!", sagte ein groß gewachsener Mann, doch am Ende war es Hitsugi, die siegte.


"An diesem Tag verlor ich ein Auge, aber gewann mir meinen wohl verdienten Respekt im Volk, sowie bei meinen Freunden.", sagte Hitsugi.
"Dein Freund meinte, es wären die gewesen, die ich getötet habe.", sagte Sebastian trocken.
"Sie waren ein paar davon. Sie hatten sich nie viel genommen. Sie wollten eigentlich nur die Welt sehen. Bart und Jaz waren zwei tapfere Burschen. Aber ich will und kann dich irgendwie nicht töten. Ich weiß nicht wieso, aber ich habe das Gefühl, dass unsere Schicksale mehr als nur durch Kampf und Feindschaft verbunden sind. In unseren Sagen gibt es viele Götter. Einer davon ist Dragon, der Herr der Waffen, auch hier bekannt als Kaien Cross. Der andere ist Kalona, der Herr der Wüsten. Und er sieht aus wie du.", erzählte Hitsugi.
"Schwachsinn.", behauptete Sebastian.
"Meinst du die Menschen, die diese Statuen vor Jahrhunderten gebaut hatten kannten dich? Definitiv nicht. Diese Statuen sind keine Lüge Admiral. Ich werde es dir beweisen.", sagte die Frau und stand auf, um ihn alleine zu lassen.

Als Sebastian nach ein paar Tagen an Deck trat, tat er so, als hätte er den Wirbel der letzten Tage nicht bemerkt und lief äußerst verschlafen umher. Die Ringe unter seinen Augen zeigten, wie unruhig er in letzter Zeit schien. Nicht bei der Marine zu sein machte ihn kaputt.
"Wir sind bald da.", sagte Hitsugi, die plötzlich hinter Sebastian stand, welcher erschrocken zusammen fuhr.
"Erschreck mich nicht so.", sagte dieser kleinlaut und rieb sich die Augen. Ein Brennen war in ihren und die strahlende Sonne verstärkte es nur noch. Am liebsten wäre Sebastian wieder unter Deck gegangen und hätte sich schlafen gelegt, denn nichts täte er im Augenblick lieber als das.
"Verzeih. Kommt nicht wieder vor.", sagte die Frau und schwieg des Weiteren. Müde lehnte sich Sebastian an einen Masten und schloss die Augen.
"Was will diese dumme Kuh mit dir bloß anstellen?", sagte eine schneidende Stimme und sofort war Sebastian hellwach.
Feindseelig betrachtete er den Mann vor sich, der ebenso feindseelig zurück starrte.
"Weiß ich doch nicht, und was willst du von mir?", fragte Sebastian gereizt.
"Am liebsten würde ich dir deinen dürren Hals umdrehen, du Möchte-Gern Admiral. Was meinst du wer du bist in dieser Welt? Nichts! Rein gar nichts!", beschimpfte ihn der Mann, der anscheinend Kaien hieß.
"Und was meinst du gibt dir das Recht, mich als Abschaum zu beschimpfen, wo du doch selbst nicht besser bist?", fragte Sebastian und fragte sich insgeheim, woher er dieses Gesicht so plötzlich erkannte.
"Selbst nicht besser? Niemand ist besser als irgendjemand. Nur weil du den Titel Admiral tragen tust, heißt es noch lange nicht, dass du deines Amtes würdig bist. Keiner wäre das, denn das was ihr Gerechtigkeit nennt, ist die Waffe der Weltregierung! Schon mal darüber nachgedacht?", schrie der Mann nun fast. Seine lila Augen schienen unheimlich zu glühen. In Sebastians Kopf machten sich unerträgliche Kopfschmerzen bereit.
"Wir kämpfen für die Menschen, die von euch ausgeraubt und geschändet werden!", warf Sebastian diesem Typen ins Gesicht.
"Ach ja, warum tötet ihr dann ebenfalls unzählige Menschen?", fragte der Vize nun kühl und emotionslos.
"Wir töten nicht, solange es nicht nötig ist.", sagte Sebastian nun leise.
"Also war der Tod von Jaz und Bart notwendig? Haben sie so viele Verbrechen begangen, dass es wert war sie zu töten?"
Sebastian wurde fast wahnsinnig. Sein Blick brannte beinahe Löcher in die Kleidung des Mannes vor ihm, dennoch riss er sich zur Vernunft.
"Man, du hast Recht, es war falsch so dramatisch vor zu gehen, dennoch ist es im Namen der Gerechtigkeit gewesen. Und sei froh, dass ich es war und nicht die Wärter von Impel Down, die verstehen sich gut darin Menschen langsam und voller Qual sterben zu lassen.", gestand Sebastian und sofort ließ Kaien ihn los, als er Impel Down erwähnte und verschwand so schnell, wie er gekommen war.

Als sie auf der Insel ankamen, machte Sebastian keine Anstalten zu fliehen. Kaien Cross schien darüber nicht begeistert zu sein.
Mit Freuden wurde die junge Frau empfangen. Sebastian konnte nur schnauben. Schließlich war sie doch nur ein Pirat, oder? Aber nein, diese hier war die Prinzessin eines mächtigen Landes, zusammen mit acht Geschwistern.
Sebastian seufzte. Ihre Piratenbande schien aus geldgierigen Adeligen zu bestehen. Jetzt war das Dass wahrlich am überlaufen. Überall Piraten, Piraten und wie könnte man nicht drauf kommen, Piraten. Sebastian konnte nicht mehr. Die Übermacht dieser Banausen reizte ihn und könnte man es sehen, würde Sebastian kochen, doch sein äußeres verriet nichts über seine Gedanken und Gefühle. Im Gegenteil, sie zeigten Fröhlichkeit, er lächelte stumm vor sich hin, brachte aber auch keinen Ton heraus.
Plötzlich hielt ein seltsames Vieh vor ihnen. Sebastian wollte gar nicht erst wissen, was es war, also fragte er auch gar nicht erst. Es sah aus wie ein in ein Farbtopf gefallener Vogel, nur dass es ganz schön viele Farbtöpfe gewesen sein musste.
Kaum war Sebastian auf dem Vogel, wandte er ihn in entgegn gesetzte Richtung und ließ ihn laufen. Er spürte, dass ihn viele verfolgten, dennoch trieb er seinen Vogel immer weiter an, während er in seiner Jacke nach einer Teleschnecke suchte. Irgendwo musste sie sein. Und er fand sie.

Derweil im Marinehauptquartier. Eine Teleschnecke gab ihr nerviges Klingeln von sich. Der Großadmiral nahm ab.
"Was ist denn jetzt wieder kaputt?", fragte er.
"Hier ist Sebastian Sakura no Hana, Großadmiral.", meldete sich eine gehetzte Stimme am Telefon.
"Wo sind sie? Wir suchen sie schon seit wer weiß wann und sie treiben sich irgendwo in der Weltgeschichte herum!", beschwerte sich der Mann.
"Ich habe gerade mit einer ganz schwierigen Bande von Piraten zu tun, alleine kann ich da nicht viel ausrichten, diese Frau, Hitsugi nennt sie sich, sie hat es irgendwie geschafft mit ihrem Vize meine Kräfte zu blockieren und mich schwer zu verletzen. Sie haben mich auf meinen eigenen Schiff angegriffen! Jedenfalls sitze ich hier nun auf einer Insel namens Isle of Skye fest und komm auch erst mal nicht weg.", erklärte Sebastian entschuldigend.
"Diese Frau hat uns schon einige Probleme bereitet und dieser Vize war einmal bei der Revolution mit dabei...", sagte der Großadmiral nachdenklich.
"Halte die Stellung, ich schicke dir Verstärkung, die dich abholen soll.", befahl er nun.
"Sehr wohl, Herr Großadmiral.", sagte Sebastian und somit war das Gespräch beendet.

Die Verstärkung traf schneller ein, als Sebastian erwartet hätte. Mehrere Schiffe kamen sogar. Die Piratin hatte die Insel nicht verlassen. Sie suchte zu verzweifelt nach Sebastian, der sich geschickt immer wieder aus einer brenzligen Situation rettete.
"Admiral Sakura no Hana!", rief jemand und instinktiv schreckve Sebastian zurück und flüchtete sich kurz ins Dickicht.
"Admiral?", kam es nun fragend. "Er war doch eben noch hier?"
Sebastian materialisierte sich direkt hinter den fünf Neuankömmlingen und erschreckte sie.
"Endlich! Ich warte schon ziemlich lange auf euch, aber wir dürfen keine weitere Zeit verschwenden. Diese Person, mit der wir es zu tun haben, ist nicht zu unterschätzen, genauso wie ihr Begleiter.", warnte Sebastian und lauschte, ob sich jemand näherte, doch es war absolut still.
"Am Besten wir greifen sie einzeln an. Du da mit den weißen Haaren und die junge Dame ihr begleitet mich, wir nehmen uns die Frau vor. Der Rest kümmert sich um den anderen. Wenn es nicht hilft, weiß ich nicht weiter.", bestimmte Sebastian geradewegs aus dem Gefühl heraus und winkte die zwei genannten zu sich.
"Und so was nennt sich Admiral, nicht in der Lage höflich mit anderen um zu gehen.", beschwerte sich der Weiße.
"Verzeih, ich kenne deinen Namen nicht und wir haben keine Zeit für Streitigkeiten!", sagte Sebastian sarkastisch.
Der weiße Teufel gab sich nicht zufrieden. "Trotzdem kann man selbst in Krisensituationen Höflichkeit und Respekt wahren.", beschwerte er sich weiter. Sebastian bekam einen zu viel.
"Entweder SIE kommen jetzt her, oder ich sorge dafür, dass sie ihren Rang verlieren, weil sie uns aufhalten! Wie gesagt, wir haben nicht viel Zeit und unsere Gegner suchen uns und sind nicht zu unterschätzen! Also entweder du leistest Folge und kommst mit mir, oder du trägst später die Konsequenzen dafür.", schrie Sebastian fast.
Schweigen. Sebastian schnaubte zufrieden und erklärte weiter.
"Am Besten, wir sorgen dafür, dass sie sich trennen. Ich werde die Kaiserin zu mir locken, während du...", begann Sebastian und zeigte auf einen anderen Mann mit braunen Haaren.
"Verzeihung, ich bin Vize Admiral Itashiwa.", stellte sich der Mann vor.
"Okay. Während Itashiwa und seine Leute sich um die Ablenkung ihres Begleiters kümmern."
Zustimmendes Nicken. Sebastian rieb sich stolz die Hände. Rache war Blutwurst.

Der Wind, der über die Insel wehte war angenehm warm, die Sonne senkte ihr Haupt dem Meer entgegen und beschloss sich schlafen zu legen. Sebastian stand mit dem Mädchen namens Luciana und einem jungen Mann namens Sajin da und beobachtete die Stadt vor ihnen. Es war eine ziemlich große Hafenstadt, wurde von den Einwohnern aber lediglich Distrikt 10 genannt. Oder so ähnlich. Es gab jedenfalls viele davon.
Sebastian hatte dem anderen Team den Befehl gegeben sich dem Distrikt von der anderen Seite zu nähern. Sebastian gab ein Zeichen und sie rannten los. Um diesen Fall müssten sie als Admirale allein klären, denn schließlich konnten sie ihre Leute nicht gegen so starke Gegner aufhetzen.
Sebastian und sein Gefolge durchkämmten die Stadt, natürlich nicht mit einem Kamm, aber sie fanden die Frau nicht.
"Sie muss sich außerhalb des Distrikts befinden.", stellte Sebastian fest.
Doch als sie am Marktplatz ankamen, fanden sie die anderen drei vor. Einer hatte eine schwere Wunde am Bein, die anderen bemühten sich den fluchenden Mann fest zu halten, da er unentwegt versuchte zu entkommen.
Sebastian klopfte dem verwundeten Vize Admiral auf die Schulter.
"Gut gemacht Itashiwa.", sagte er knapp und der Vize Admiral stellte sich schnurgerade hin und zeigte seinen Stolz, diese Aufgabe gut erledigt zu haben.
"Jetzt müssen wir nur noch warten, bis unser Vögelchen anbeißt. Itashiwa, du hälst mit deinen Leuten die Stellung. Luciana und Sajin, folgt mir bitte, wir halten uns vorerst im Hintergrund, bis die Kaiserin sich zeigt."
"Sehr freundlich erscheinst du mir immer noch nicht.", sagte Sajin murrend. Sebastian hasste diesen Kerl schon jetzt. Bestimmt würden sie sich nie gut verstehen.
"Du würdest mir BITTE einen riesigen Gefallen tun und aufhören meine Nerven zu strapazieren!", sagte Sebastian und knirschte mit den Zähnen. Sein Blick wanderte zur Seite und erfasste den weißen Teufel.
"Wieso sollte ich dir Respekt zollen, wenn du diesen mir auch nicht zollst. Außerdem welcher Admiral trägt schon schwarz?", provozierte der Weiße Sebastian weiter.
"Weil ich gerne Schwarz trage, punkt.", sagte Sebastian und achtete nicht mehr auf die weiteren Kommentare. Ansonsten würde er an die Decke gehen.

Die Situation war gespannt, doch rühren tat sich selbst nach Stunden nichts. Der Begleiter schien aufgegeben zu haben. Sein Blick war gesenkt und er rührte sich nicht mehr.
"Wartet es ab.", murmelte er.
"Wartet, bis sie kommt, dann werdet ihr schon sehen."
"Halt die Klappe!", brauste einer der drei auf und trat dem Begleiter fest in die Seite, sodass dieser voller Schmerz aufschrie. Und dieser Schrei hallte entsetzlich laut umher.
"Houki!", war der Name, den er schrie. Sebastian konnte sich keinen Reim darauf machen, sondern runzelte die Stirn. Der Mann der getreten hatte würde Konsequenzen tragen müssen, schließlich misshandelten die Leute der Marine ihre Gefangenen doch nicht.
Doch die Wirkung war verheerend.
Mit gehetztem Blick erschien Histugi und schrie wutentbrannt auf, als sie die drei sah, die Kaien fest hielten. Sebastian merkte, dass die Situation zu eskalieren begann.
"Urteil vollstrecken! URTEIL VOLLSTRECKEN!", schrie Sebastian. Hitsugi drehte sich um, sah Sebastian verwirrt an, murmelte seine Worte, bevor sie verstand, was sie meinten.
"Verzeih meine Fehler, Houki!", schrie der Begleiter noch unter Tränen, während Itashiwa sein Schwert hob.
"NEIN!", hallte die Stimme der Frau noch über den Platz. Sebastian wollte sie überwältigen, sie mit Seestein außer Gefecht setzen, als eine Hitzewelle ihn zurück drängte.
Um die Frau bildete sich ein Kreis, der immer weiter sich vergrößerte und größer wurde, dass Sebastian immer weiter zurück schreiten musste.
"LASST IHN LOS! GEHT DA WEG!", schrie Sebastian. Sofort ließen sie den Vize los, welcher sich sofort mit seinem Schwert aus der Ziellinie flüchtete, doch die anderen drei starrten wie gebannt auf den riesigen Feuerball, den die Frau geschaffen hatte, wichen nicht zurück, sondern blieben starr an der Stelle stehen.
"HAUT ENDLICH AB!", versuchte Sebastian sie zu bewegen, rannte schon in ihre Richtung, doch es war zu spät.
Mit einem Schrei warf die Frau ihren Ball auf die drei Admirale und sie starben in einer Hölle aus Flammen.
"Das ist genug! Das können wir uns nicht bieten lassen! Unsere Ehre wäre damit nichtig!", sagte Sajin wütend und sein Körper verflüssigte sich.
Auch Luciana machte sich bereit. "Genau, das können wir nicht dulden, wir die der Marine angehören!", sagte sie und machte sich ebenfalls bereit.
"Zeigen wir denen, wer wir sind und wozu wir fähig sind!", schrie Sebastian und legte seine Hand auf den Boden. Die Frau kniete mehrere Meter vor ihnen, doch das machte nichts.
Sebastian entzog mit aller Kraft die er hatte die Flüssigkeit aus dem Boden und sog sie in sich auf. Alles begann seine Form zu verlieren. Innerhalb von 30m wurde alles zu Sand.
Sebastian lächelte. Dann sah er zu Sajin. "Ich brauche dich. Mach das alles mal ein bisschen nass.", sagte Sebastian. Sajin nickte und tat wie geheißen. Der Sand wurde nass und klebrig und Sebastian tat auch noch seine Wirkung dabei. Die Frau schrie auf, als sie plötzlich zu sinken begann.
Sie strampelte wild, doch es brachte sie nur tiefer in den Schlamm. Ihr Vize erschien. Sein Blick wütend. Er rammte sein Schwert in die Fassade eines Hauses und band ein Seil darum herum. Was er vor hatte, konnte Sebastian sich nicht vorstellen.
Doch das sollte er gleich wissen, denn der Mann trat mit angewiderten Gesicht hinein in das Schlammbad, wobei er das Seil schnell um seinen Bauch wickelte.
"Fass meine Hand!", rief er der Frau zu, als plötzlich eine zweite und eine dritte erschien, die seine eigene aufhielten. Ein weiteres paar versuchte den Knoten um seinen Bauch zu lösen. Der Mann ließ sich das aber nicht gefallen. Schnell riss er sich los, zog einen Dolch und stach auf die Arme ein, die nicht ihm gehörten.
Hinter Sebastian keuchte Luciana auf. Alarmiert drehte sich Sebastian um und sah, wie Luciana das Gesicht verzog.
Sajin betrachtete das Spektakel mit einer Mischung aus Belustigung und Zorn. Sebastian hatte die Nase voll, wollte all dem ein Ende bereiten, als plötzlich der Mann es schaffte die Frau heraus zu ziehen und warf sie regelrecht fort. Sie rollte noch etwas über den Boden und blieb reglos liegen. Der Mann zog nun auch sich aus dem Schlamm, fasste sein Schwert und zog es ebenso mühelos heraus, wie er es hinein gesteckt hatte.
Sebastian fluchte. Jetzt waren sie wieder da, wo sie angefangen hatten.
"Ich übernehme den Typen mit Luciana, du kümmerst dich um die Frau da hinten.", ergriff Sajin das Wort.
Sebastian nickte und rannte los, denn die Frau begann langsam auf zu stehen.
Ihr Blick war der einer Wahnsinnigen, das Haar hing ihr wild und voller Dreck ins Gesicht.
"Hätte ich dich bloß schon früher getötet!", schrie sie ihn an, Feuer loderte um sie herum auf, doch Sebastian wich dieses Mal nicht zurück. Trotz der Hitze. Sein eisblaues und sein rotes Auge starrten auf die Person vor sich herab. Respekt empfand er nun keinen mehr vor dieser Frau. Für ihn war sie einfach nur töricht und dumm.
"Gib auf, du bist am Ende deiner Kräfte.", forderte Sebastian die Frau auf.
"Je mehr du dich wehrst, desto schwerer machst du es uns, du schaffst es eh nicht mehr."
"Wie falsch du da liegst.", sagte jemand hinter Sebastian. Schnell sprang Sebastian zur Seite und sah dem Begleiter ins Gesicht und dann zur Seite. Sajin saß am Boden, hielt sich den Arm fest an die Seite. Zwischen seinen Fingern quoll Blut hervor. Vor ihm lag Luciana. Sie rührte sich nicht.
Wut staute sich in Sebastian auf. Er riss sich die Augenklappe vom Gesicht, sie nervte ihn und warf sie auf dem Boden.
Dann murmelte er etwas und seine Hand wurde zu scharfen Klingen. Vier an der Zahl. Schnell ließ er sie hinab sausen, sie bohrten tiefe Schneisen in den Boden, so scharf waren sie.
Hitsugi und Kaien sprangen zur Seite. Zum ersten Mal sah er erstaunen, sowie Furcht in ihren Augen. Sebastian schrie auf. Schnell raste er auf dem Vize zu ließ seine Klinge nieder gehen und der Mann wurde verletzt.
Voller Triumph drehte sich Sebastian um. Die Frau starrte ihn mit großen Augen an.
"Wie?", stammelte sie.
"Ich bin Sebastian Sakura no Hana, Admiral der Marine. Hiermit nehme ich dich im Namen der Gerechtigkeit fest, damit du im Impel Down deine gerechte Strafe absitzen kannst.", sagte Sebastian und zog seinen Hut zurecht.
Doch die Frau dachte nicht daran. Sie schickte Sebastian eine Feuerwelle entgegen, die ihn dazu brachte sich zu ducken und verschwand. Sebastian blieb allein zurück. Allein, mit drei Toten und zwei schwer verletzten Vize Admiralen. Sebastian zog seine Teleschnecke, forderte einige Hilfstruppen an und setzte sich wartend auf den Boden. Deprimiert musste er eine Niederlage akzeptieren, denn nun war er am Ende.
"Admiral Sakura no Hana!", riefen eine Truppe von Marine Matrosen. Sebastian seufzte. Auch Celle, Loren und Drake lösten sich aus der Menge. Ein paar halfen Sajin hoch. Sebastian lief los und schnappte sich die auf einmal sehr zerbrechlich wirkende Luciana.
"Ich möchte mich persönlich um sie kümmern.", sagte Sebastian. Sie sah so blass aus. Und irgendwie erinnerte sie Sebastian an seine Schwester. Traurig seufzte er und trug die Vize Admiral-Dame zu seinem Schiff. Ihr Arm hing leblos herab, ihr Atem ging so flach, dass Sebastian ihn kaum hörte, geschweige denn spürte.
Seine Schuld. Es war alles seine Schuld. Hätte er sich vorerst um den Vize gekümmert, anstatt der schwachen Piratin noch den Garaus zu machen, wäre das nicht passiert. Den es schien, als wäre er der schlimmere Feind. Seine Kaiserin nur das Oberhaupt.

Sebastian legte Luciana auf ein Krankenlager, direkt neben dem, auf dem Sajin saß.
"Wieso hat er mich verletzen können?", fragte er sich immer wieder fassungslos.
"Das nennt man Haki.", sagte Loren. "Das einzige, was Logia Nutzern die Fähigkeit sich auf zu lösen um einer Waffe zu entgehen, neben Seestein natürlich.", erklärte er knapp. "Aber dieses ist noch harmlos. Kennt ihr das Tyrannen Haki?", warf Drake ein.
Sebastian schüttelte den Kopf. Drake räusperte sich.
"Das Tyrannenhaki, auch Königshaki genannt, ist eine Hakiart, die nur sehr wenige und sehr starke Personen besitzen.
Es ermöglicht ihnen ihre Seele so zu verwenden, dass sie die Personen um einen herum psychisch angreift. Kopfschmerzen, die an die Grenzen gehen, Übelkeit, die zum Erbrechen führt. Man kollabiert regelrecht, wird wahnsinnig davon. Personen die es beherrschen müssen aber ein gutes Selbstbewusstsein haben und viel Stärke aufweisen, denn sonst beherrscht es kaum einer.", erzählte Drake und Sebastian nickte zwischendurch kurz zustimmend.
"Au!", schrie Sajin auf. "Ich hoffe, dass meine nächsten Gegner nichts so sind, denn diese Wunden tuen ziemlich weh.", sagte er mürrisch und verzog dabei sein Gesicht.
Sebastian stand auf und klopfte seinem Kameraden tröstend auf die Schulter.
"Ich habe es auch auf sehr schmerzhafte Weise erfahren müssen.", sagte Sebastian.
Ein Rascheln. Sebastian drehte sich um.
Luciana setzte sich auf und blickte verwirrt umher.
"Was ist passiert? Wo sind wir?", fragte sie, dann traf ihr Blick den von Sebastian.
"Haben wir es geschafft?", fragte sie weiter.
"Nein, sie sind entkommen. Nachdem Kaien, der Begleiter von dieser Frau dir einen Schwerthieb über die komplette Brust versetzt hat, bist du zusammen gebrochen. Sajin wollte dir helfen, doch er musste schmerzvoll erfahren, dass auch er verwundet werden kann.", klärte Sebastian sie auf.
"Wir befinden uns nun auf dem Weg zum Marinehauptquartier, um den Großadmiral Bericht zu erstatten. Es ist wichtig, schließlich handelt es sich um eine Person, die drei Vize Admirale getötet hat.", sagte Sebastian ernst und seine Miene wurde finster. Dies war kein Spaß mehr.
Die Zeiten der kleinen Piraten, die sich nach einer Weile schon festnehmen ließen war vorbei. Eine neue Ära trat ein, die Kaiser ließen ihrer Macht nun freien Lauf und machten der Marine schon wieder alles mögliche kaputt, vor allem da diese an starker Unterbesetzung litt. Kaum einer wollte in der Marine dienen. Sebastian verstand es nicht. Zwar war das Leben bei der Marine auch gefährlich, aber war es nicht wesentlich erfreulicher zu wissen, dass einem weder die Weltregierung, noch die CP9 oder Kopfgeldjäger im Nacken hingen?
Sebastian war jedenfalls sehr froh darüber. Zwar hatte er auch die Weltregierung und Kopfgeldjäger im Nacken, aber diese zwei einzigen waren seine treten Freunde und nicht sein Feind. So war es besser als alles andere. Und selbst wenn seine Schwester vom Kurs abgekommen war, so war es für ihn nichts besonderes mehr. Hauptsache, sie war glücklich mit ihrem Leben. Das allein war es, das zählte.

Im Marinehauptquartier war viel los, als Sebastian zusammen mit der schwer verletzten Luciana und dem inzwischen wieder fitten Sajin auftauchte. Sebastian gestattete den Beiden ihm zu folgen. Sie betraten das große Gebäude und machten sich auf zum Großadmiral.
"Nun will ich mal hören, was ihr zu erzählen habt.", sagte er kühl und gelassen.
Sebastian nickte.
"Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, heißt die Frau, mit der wir es zu tun haben Shinonono Houki, bezeichnet sich selbst aber als Hitsugi. Sie ist eine sehr große Frau, ich habe es geschafft ein Bild von ihr zu bekommen. Sie ist unterwegs mit einem Mann namens Kaien Cross, welcher mit Schwert kämpft und Haki beherrscht.", begann er die Grunddaten zu erzählen.
"Weiter, ich will wissen, was passiert ist Admiral Sakura no Hana.", befahl der Großadmiral.
"Wir haben uns in zwei Gruppen geteilt. Itashiwa kümmerte sich um den Begleiter der Frau, zusammen mit zwei weiteren. Als die Kaiserin auftauchte, traten Sajin, Luciana und ich aus dem Hintergrund heraus und versuchten die Kaiserin zu schnappen, doch die Situation eskalierte letztendlich. Die Kaiserin tötete drei unserer Kameraden, indem sie ihre Teufelskraft, das Feuer, gegen uns einsetzte.
Nachdem wir erfolglos versucht haben sie zu fangen, indem ich ein Treibsandgebiet schuf, schaffte es ihr Vize sie zu befreien. Ich wollte die Kaiserin schnappen, doch ihre Begleiter schaffte es Luciana und Sajin zu verwunden. Sie beide haben sich tapfer geschlagen.", sagte Sebastian.
"Letztendlich habe ich es geschafft den Begleiter zu verwunden, danach griff mich die Piratin noch einmal an und verschwand.", sagte Sebastian noch zum Schluss.
"Das reicht. Du und Luciana ihr dürft gehen, ich kümmer mich um den Rest. Mit Sajin möchte ich noch einmal alleine sprechen.", befahl der Großadmiral und schickte die Beiden dort. Sebastian nickte, half Luciana auf und entfernte sich aus dem Büro.

Sebastian trug Luciana auf den Schultern umher, setzte sie schließlich auf einen Stuhl in der Kapitänskajüte seines Schiffes ab. Sie hatte gebeten noch eine Weile mit ihm reisen zu dürfen, solange sie noch geschwächt war. Sebastian konnte einer Dame ihren Wunsch nicht ausschlagen und stimmte zu.
"Wie heißt du? Ich meine mit vollen Namen.", fragte Sebastian.
"Ich bin Luciana Bellemore.", antwortete sie und sah ihn mit ihren schönen blauen Augen an. Irgendwie ließen sie in ihm ein Gefühl wach werden, dass Sebastian nur sehr selten spürte.
"Bist du schon lange als Vize Admiral tätig? Ich habe noch nichts von dir gehört.", fragte Sebastian weiter, während er einem Mann einen Zettel überreichte.
"Nein, ich wurde erst vor kurzem ernannt.", sagte sie. Sebastian nickte bestätigend, gab kurz einen Befehl an den Bootsmann weiter, bevor er sich wieder Luciana zuwandte.
Nach seiner eben erst von statten gegangenen Wasser-Sand Schlacht mit Sajin war im Marine Ford nichts mehr zu sehen. Sebastian brauchte ja nur noch mit der Hand zu winken und weg war alles, schließlich gehörte der Sand ja zu ihm und er nutzte seine Kraft gerne. Vor allem um herum zu albern. Genau wie dieser Sajin wahrscheinlich, denn er hatte angefangen und Sebastian mit einer zur Wasserpistole geformten Hand angegriffen. Ekelig, aber war. Sebastian jedenfalls hatte sich das nicht gefallen lassen und sofort hatten alle Beide ein riesiges Feld aus Sand-Schlamm geschaffen, das jeden 5-jährigen schon amüsiert hätte.
Nun denn letztendlich hatten sie es ja wieder entfernt und wenn man Erwachsen war, durfte man sich sowas nicht erlauben, aber trotzdem diese Regel brechen. Weil Ausnahmen bestätigen sie ja.
Doch Sebastian wollte nicht länger in Gedanken verweilen, denn sein Blick galt einzig und allein Luciana. Sie war wirklich sehr hübsch. Wenn man sie so ansah, konnte man nicht denken, dass sie eine so hoch gestellte Person war, wie Sajin bis eben noch.
Das ausgerechnet dieser Quatschkopf Admiral befördert wurde. Sebastian konnte nur den Kopf schütteln. Dieser Freak war ihm eine Nummer zu hoch. Er will und konnte ihn nicht sonderlich verstehen.
"Nun ja. Da du mir offensichtlich noch eine Weile zur Seite stehst, sollten wir uns vielleicht besser kennen lernen, deswegen wundere dich nicht, wenn ich dich ab und an etwas frage.", sagte Sebastian und setzte ein freundliches Lächeln auf. Dann wandte er sich seiner üblichen Arbeit zu.
Befehle erteilend und die einzelnen wichtigen Punkte abgehend, wanderte Sebastian über das Deck und fragte sich, wie es wohl weiter gehen würde. Sebastians Trumpf gegen den komischen Typen namens Kaien war zwar nur eine kleine Errungenschaft gewesen, allerdings ließ diese Frau dies nicht auf sich sitzen, vor allem, da Beide anscheinend ein Liebespaar waren, so wie sie miteinander gesprochen hatten und wie sie einander verzweifelt festhielten. Sebastian dachte an das Geschehen zurück.
Kaien hatte die Kaiserin um Verzeihung gebeten. Warum? Sie hatte darauf hin kollabiert und drei Vize Admirale mit diesem riesigen Feuerball platt gemacht. Danach war sie platt gewesen. Diese Attacke musste enorme Kraft gekostet haben. Sebastian schmunzelte. Seine Attacken haben ihn bisher nur gering geschwächt, bis auf wenige Male, wo er schlapp in sich zusammen gesunken war. Ob es ihm möglich war eine stärkere bessere Attacke zu finden, die er einsetzen konnte?
Grübelnd lief Sebastian hin und her. Vertieft in seine Gedanken bemerkte er nicht das Schiff, dass in der Ferne aufgetaucht war.
An Bord dieses Schiffes stand ein Mann mit einer großen Narbe im Gesicht. Sein wettergegerbtes Gesicht hatte eine ernste Miene. Er wirkte alt. Vielleicht reichte sein Alter schon an die 50. Graue Haare waren in dem sonst schwarzen Haar zu sehen. Es war Lysian Krack, ein Revolutionärskommandant.
Sebastian spürte einen kalten Wind aufkommen, der ihn aus seinen Gedanken riss. Sein Haar wehte im wild ins Gesicht und sein Blick wandte sich zur Seite. Eine schreckliche Vorahnung weckte ihn aus seiner Trance und sofort ließ er die Alarmglocken leuten, als er das Schiff sah.
"Revolutionäre?", fragte ein Vize-Admiral, der Sebastian neben Luciana ebenfalls begleitete.
"Ja.", sagte Sebastian grummelnd. Das hatte gerade noch gefehlt. Sie hatten auf den Marine Ford zugesteuert. Dumme Idee bei lediglich drei Schiffen, auch wenn diese Giganten zu sein schienen, Sebastian hatte ein ebenso großes Schiff.
Die Spannung stieg. Sebastian stand weit vorne am Bug des Schiffes und blickte dem Revolutionär direkt in die Augen.
"Ich habe gehört du sollst ein ganz schön zäher Bursche sein, Admiral Sakura no Hana. Dein Vater wäre sicher stolz auf dich.", sagte der Mann spöttisch. Lautes Lachen erschallte hinter ihm und er hob die Hand, damit es stoppte.
"Komm. Lass uns ein Spiel spielen. Wer gewinnt, darf entscheiden wie es weiter geht.", sagte der Revolutionär.
Sebastian zog eine elegant geschwungene Augenbraue hoch und sah sein Gegenüber skeptisch an.
"Es gibt keine Spiele. Nicht in diesem Bereich.", sagte Sebastian verwirrt.
Der Mann zog einen hässlichen Krummsäbel und ließ ihn vor Sebastian niedergehen, welcher die Hände zusammen klatschte und die Klinge abfing.
"Doch. Der Kampf ist mein Spiel!", sagte der Mann und riss das Schwert aus Sebastians Händen.
Celle warf ihm ein Schwert zu. Sebastian erinnerte sich an die Zeit, in der er noch trainiert hatte und begann sich ein Gefecht aus Klirren und Klappern zu liefern.
Sebastians Blick war eisern. Sein Wille zum Sieg war groß, denn so oft, wie er in letzter Zeit versagt hatte, durfte er sich das nicht erlauben.
Doch die Müdigkeit zerrte noch an ihm. Seine Bewegungen wurden lustloser und einmal gelang es seinem Gegner fast ihn zu erwischen.
"Was ist? Machst du schon schlapp? Du und deine Bande von Versagern habt nichts drauf, ich wusste es ja!", provozierte der Revolutionär Sebastian und die gewünschte Wirkung trat ein.
"MEINE FREUNDE UND ICH SIND KEINE VERSAGER!", sagte Sebastian und ließ seiner Wut freien Lauf.
Sein Schwert sauste nieder und der Mann trat lachend zurück. Sebastian attackierte ihn blind weiter, während die Revolutionären ihren Kommandanten anfeuerten den Admiral zu besiegen.
Seine Wut hatte ihre Grenzen erreicht und wütend mit einem Aufschrei, ließ Sebastian seiner Teufelskraft freien Lauf.
Schnell zeigte er, dass er es nun wirklich ernst meinte. Seine Kralle aus Sand schnitt durch das halbe Schiff. Einige schrien verwundert auf, Sebastian spürte nur den Triumph.
"Wer die Konfrontation der Marine sucht, kann sich auch drauf gefasst machen, dass diese nicht einfach sein wird!", sagte Sebastian und griff erneut an, diesmal aber nicht den Kommandanten sondern seine Leute. Wie die Fliegen starben sie und schließlich war nur noch der Kommandant übrig, der mit großen Augen zu Sebastian sah. "Du bist kein Mensch!", sagte er. Sebastian grinste und schob seine Augenklappe zurecht.
"Das stimmt. Ich bin ein Teufel!", sagte Sebastian und beendete dieses lächerliche Millieu.

Sebastian legte die Füße hoch und seufzte wohlig. "Urlaub! So was schönes, dass ich das noch genießen darf!", sagte Sebastian fröhlich und grinste breit.
"Naja, in letzter Zeit ist es auch seltsam ruhig.", sagte eine sehr bekannte Stimme. Sebastian schob seinen Hut nach oben und sah direkt zu Luciana. Sein Gesicht färbte sich flammend rot und er zog die Mütze wieder tiefer.
"Was ist?", fragte die Dame kichernd. Sebastian pfiff vor sich hin.
"Nichts meine Liebe, nichts.", wich er aus, "Aber Gegenfrage... Was ist los, was dich zu mir führt?", fragte Sebastian lächelnd und merkte, wie alles wieder normal wurde.
"Naja... Ich...", begann das Mädchen zu stottern.
"Ichwolltemichnurbedanken,dassdumichbeidirmitgehenhastlassenunddassichbeidirbleibendurfte,alsichverletztwar!", sagte sie in einem Zug.
"Was?", fragte Sebastian irritiert. Das was zu schnell für ihn gewesen.
"Ich wollte mich nur bedanken, dass du mich bei dir mitgehen hast lassen und dass ich bei dir bleiben dürfte, als ich verletzt war. Das habe ich gesagt.", sagte sie nun etwas langsamer.
Sebastian setzte sich in seiner Hängematte auf und sah zu ihr. Ein fröhliches Lächeln zierte seine Lippen.
"Das war doch nichts besonderes.", sagte er ausweichend.
"Für mich schon.", sagte Luciana und sah zu Boden. Ihre Stimme zitterte leicht. Sebastian verstand, wieso sie sich so verhielt. Seine Wangen wurden wieder rot und auch er sah betreten zur Seite.
Er hatte schon viel erlebt hier auf der Grand Line, doch so richtig verliebt war er nur einmal gewesen und dieses Mädchen was ermordet worden. Was mit dem Mörder passiert war, wusste Sebastian nicht. Nur dass er noch am Leben war. Aber das hier fühlte sich anders an. Nicht diese jugendliche Verliebtheit, sondern eine richtige Verbindung. Liebe. Ein Gebiet, in dem er so gut wie keine Ahnung hatte.
So wie Luciana da stand, so scheu und süß, wurde Sebastian ganz warm um das Herz.
"Komm ruhig her...", sagte Sebastian leise. Luciana sah schüchtern auf, trat einen Schritt nach vorne, stolperte aber über ihre eigenen Füße und fiel fast hin, wäre Sebastian nicht sofort aufgesprungen und hätte sie aufgefangen.
Ihre Blicke trafen sich. Ihr Gesicht war dem Seinen so nah, sein Herz drohte zu zerspringen. Nur wenige Zentimeter trennten sie. Sebastian fasste seinen Mut und küsste Luciana. Er schloss seine Augen, genoss die Süße ihrer Lippen und zum Ersten Mal verstand er, was es hieß den Himmel auf Erden zu haben.

Buch V - Die Rache einer Kaiserin

Seidige schwarze Haare bewegten sich sanft in der leisen nächtlichen Brise. Melancholische Augen, ein schlanker, wohl proportionierter Körper, ein atemberaubend schönes Gesicht... Die Besitzerin all dieser Attribute stand genau vor Sebastian, der Blick voller Hass.
Auch wenn dieses unerwartete Ereignis Sebastian total durcheinander brachte, stellte er sich schnell seelisch und moralisch auf den bevorstehenden Kampf ein, den sie nun zu gewinnen erhofften.
Im sanften Mondlicht war die komplette Gegend getaucht. Enies Lobby sollte eine Erschütterung wie nie da gewesen spüren.
"Was führt dich her Kaiserin? Du weißt, dass du hier nicht erwünscht bist, im Gegenteil hier findest du nur Menschen, die dich einsperren wollen. Jemand wie du hat hier überhaupt nichts zu suchen, nicht einmal im Traum.", sagte Sebastian.
Aus dem Schatten trat eine vertraute Gestalt. Sebastian lächelte breit.
"Schön dich zu sehen, weißer Teufel.", sagte Sebastian und nickte höflich.
"Schön auch dich zu sehen. Wie es mir scheint, bist du nun höflicher geworden, schwarzer Teufel.", sagte Sajin.
"Nun denn. Da hier fast alle Admirale versammelt sind, kann ich der Marine ja einen Strich durch die Rechnung machen.", sagte die Kaiserin tee trat einen Schritt zurück.
Sie hob ihre Hand, die sofort Feuer fing und flüsterte etwas. Dann riss sie ihre Hand einmal komplett herum und eine Schneise aus Feuer kam auf die Beiden Admirale zu und sie sprangen zur Seite.
Ein Schnitt zog sich durch die Straße und er qualmte ziemlich. Sebastian und Sajin ließen sich nicht davon beeindrucken. Schnell schufen sie zusammen eine Straße aus Sandschlamm. Sebastian schlitterte darauf wie auf Eis hin zur Kaiserin, die nach hinten sprang um den Beiden auszuweichen.
Sie ließ einen Regen aus Feuer auf sie niedergehen. Sebastian wich den Feuerbällen locker aus. Sie hinterließen schwere Krater im Boden. Sebastian schaute wütend zu ihr hoch.
Sie landete wie eine Katze auf einem Dach und hockte sich hin.
"Was habt ihr? Ihr wollt Admirale sein?", spottete sie über Sajin und Sebastian.
Diese sahen still zu ihr hoch. Dann sah Sebastian zu Sajin. "Versuch sie nass zu machen. Wenn sie mit Flüssigkeit in Berührung kommt wird sie ihr Feuer wahrscheinlich nicht einsetzen können.", sagte Sebastian. Sajin nickte.
Sebastian lief nun nach rechts Sajin musste nach links rennen. Die Kaiserin überlegte, wem sie folgen sollte, entschied sich aber für Sebastian und rannte ihm hinterher.
Murrend wich dieser einer Flamme nach der anderen aus. Sajin sollte gefälligst hinne machen.
Nachdem Sajin notiert hatte, dass diese komische Möchte-Gern Kaiserin Sebastian folgte und ihn, Sajin, als geringere Gefahr einstufte, wendete Sajin und folgte den anderen Beiden. Unhöflich von dieser Frau zu denken, dass sie nichts drauf hatten.
"Achtung!", rief er Sebastian als Warnung und schleuderte eine Fontäne aus Wasser vorwärts. Die Kaiserin wurde nass. Sajin schrie triumphierend auf, rutschte aber auf seiner eigenen Flüssigkeit.
Als er Sajin aufschreien hörte, drehte sich Sebastian verwundert um. Er sah Sajin auf sich zurasen, wedelte wild mit den Armen, damit er stehen blieb, doch er raste mitten in Sebastian hinein und Beide landeten unsanft auf dem Boden, wo sie noch ein Stück weiter rutschten. Sebastians Augen waren vor Schreck geweitet, sein Hut rutschte etwas zur Seite, bevor er auf den Boden fiel. Für einen Moment küsste ihn Sajin nämlich und sein Herz setzte dramatisch aus.
"Sag mal, sehe ich so schwul aus, dass du mich gleich abknutschen musst?", beschwerte sich Sebastian bei Sajin, den er von sich geschoben hatte. Auch dieser sah nicht gerade begeistert aus.
"Du schmeckst sowieso nicht.", sagte dieser und wischte sich mit der Hand über die Lippe.
"Ach ja? Was meinst du, wie du schmeckst? Deine Zunge hättest du ruhig drinne lassen können!", beschwerte sich Sebastian weiter, woraufhin Sajin ziemlich sauer wurde.
"Wenn man schreit, hat man halt den Mund auf, so wie du auch, also kann ich das Selbe bei dir behaupten!", fuhr Sajin Sebastian an.
Sebastian packte Sajin beim Kragen. "Du! Ich kann sowieso viel besser küssen als du!", sagte Sebastian wütend.
Sajin grinste teuflisch. "Beweise!", sagte er herausfordernd.
"Kannst du gerne haben!", sagte Sebastian und küsste Sajin erneut.
Die Kaiserin starrte verblüfft zu den Beiden. Klatschnass klebte ihr Haar in der Stirn, aber es schaffte nicht, dass sie diese Verblüffung verbergen konnte.
"Ihr seid doch nicht schwul, oder? Einen Knall habt ihr ja, aber das ist ja die Hölle.", wagte sie zu sagen.
"Schweig du unhöfliches Weib!", sagte Sebastian. Und erhob sich, während Sajin zitternd am Boden saß. Dieses Ereignis würde ihm noch sehr sehr lange Alpträume bescheren.
Die Kaiserin schüttelte sich kurz, selbst sie würde das Ereignis nicht so schnell vergessen.
Sebastian klopfte sich den Dreck vom Mantel und sah wieder auf. "Lieg nicht so faul darum, wir beide haben eine Pest zu beseitigen.", sagte Sebastian und schaute zur Kaiserin, als er plötzlich eine Faust im Gesicht hatte. Sebastian schlitterte durch die Flüssigkeit von Sajin noch einige Meter weiter und raste frontal in ein Haus hinein.
Sebastian lag zuerst wie tot da. Schutt fiel von oben auf ihn herab. Sein Kopf was seltsam nach hinten gelehnt, man hätte meinen können, dass er sich das Genick gebrochen hätte.
Aber schnell erhob sich Sebastian wieder. Er sank nach vorne und stützte sich auf seine Knie. Sein Kopf war nach unten gerichtet. Die Haare hingen schmutzig und leicht feucht herab.
"Das hat ziemlich weh getan.", sagte Sebastian ziemlich daneben.
Sein Blick wanderte nach oben. Die Kaiserin hatte einen ganz schön festen Schlag. Sebastian rieb sich mit dem Gesicht über die komplette Stirn. Na gut. Sie hatte es nicht anders gewollt, diese eingebildete Schnepfe. Jetzt würden Sajin und er voll Gas geben.



Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Sebastian Sakura no Hana   Do 26 Apr 2012 - 17:56

Sebastian sah nun ziemlich ernst drein. Jetzt würde er zu miesen Tricks greifen, scheïß auf Ehre und Gerechtigkeit, den diese Situation erforderte harte Maßnahmen. Doch Sebastian konnte seine Trickkiste erst einmal vergessen. Denn Sajin hatte andere Pläne. Wie ein Surfer kam er an, genoss die Welle, auf der er ritt. Mit großen Augen starrten Sebastian und Houki hinauf zu dem Wellenreiter und Sebastian begann zu lachen. Er rollte sich am Boden und zeigte mit dem Finger auf Sajin, der wahrscheinlich versuchte cool aus zu sehen, aber kläglich daran scheiterte. Sebastian konnte nicht mehr. Lachend hielt er sich den Bauch und versuchte nicht gleich zu heulen. Verwirrt sah die Kaiserin hin und her. Sie dachte sich ihren Teil dazu. Schließlich war die Welt nur von Verrückten bevölkert.
"Ihr seid doch Beide nicht ganz dicht oder?", fragte sie und zeigte den Beiden einen Vogel.
"Du siehst gerade wie voll der Macho aus, Kollege!", lachte Sebastian weiter. Es war zu viel für ihn. Immer noch am Boden liegend versuchte er sich zu beruhigen, aber ein weiterer Lachkrampf ließ ihn wieder zu Boden sinken.
"Scheibenkleister Mann! Ich kann nicht mehr! Ich könnte sterben!", lachte Sebastian.
"Dann sterb entweder oder hilf mir!", schrie Sajin nun aufbrausend. Dieser Volltrottel von Admiral ging ihm langsam echt auf den Keks. Einfach so eine Nummer ab zu ziehen. Wahrscheinlich sollten sie demnächst doch lieber getrennt kämpfen, sonst endete es wie damals im Marinehauptquartier. Sajin schüttelte den Kopf, als ihn ein Schlammball mitten ins Gesicht traf.
Sebastian lachte noch viel lauter, als der Ball Sajin von der Welle riss und dieser direkt auf der Kaiserin landete, mit dem Gesicht in der Brust. Mit roten Wangen sah diese zu Sajin, der sich wütend erhob und aus dem Matsch am Boden einen weiteren Ball formte und diesen Sebastian an den Kopf warf.
"Du hirnloser Banause!", warf Sajin Sebastian an den Kopf, dem der Matsch aus dem finsteren Gesicht tropfte.
"Das. Gibt. Rache.", sagte er und wischte den Schlamm aus dem Gesicht.
"Matschballmaschine!", rief Sebastian und ließ einen Regen aus mehreren Bällen aus Sand über die Kaiserin und Sajin ergehen. Sajin ließ sich das nicht gefallen und so lieferten sich beide eine Schlammschlacht vom Feinstem.
Ein Ball traf Sebastian direkt ins Gesicht. Er kippte nach hinten und lachte lauthals los. Selbst Sajin konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, denn schließlich war dies der falsche Moment und der falsche Ort. Irgendwann einmal würden sie sich in der Wüste von Alabasta austoben. Das würde ein Fest werden.
Sebastian erhob sich wieder und diesmal hatte er einen gigantischen Schlammball in der Hand. Sein Grinsen wurde immer breiter und dann warf er ihn.
Die Kaiserin versuchte Sajin von hinten an zu greifen. Dieser aber duckte sich weg und sie bekam den gesamten Matsch ins Gesicht geschleudert.
Sebastian sah ziemlich betreten aus. "Sorry.", brachte er nur heraus. Die Kaiserin kippte um.
Sajin setzte sich neben sie und piekste sie in die Seite.
"Die sieht aus wie tot.", sagte er und betrachtete sie weiter. "Und riecht auch so."
Sebastian musste wieder lachen. Tränen liefen über sein Gesicht und hinterließen eine weiße Spur im Dreck.
"Tatsächlich?", fragte er. Sajin griff sich an die Nase und wedelte mit der Hand.
"Matrose! Du da hinten!", rief Sebastian. Ein junger Bursche erschien.
"Ja, Admiral Sakura no Hana?", fragte er.
"Schnapp dir eine große Menge Leute und macht ffw Dreck mal bitte weg.", sagte Sebastian und zeigte auf die Häuser, die Straßen und alles weitere, dass voller Sandpampe war. Der Matrose schluckte.
"Alles, Sir?", fragte er zitternd.
"Alles. Ich und Admiral Sajin müssen eine Plage entfernen.", sagte Sebastian.
"Am besten du trägst sie.", sagte Sajin.
"Spinnst du?", fragte Sebastian seinen Kollegen.
"Ich schlepp die bestimmt nicht!", sagte Sebastian und wandte sich zum Gehen.
"Du da!", sprach er einen aus dem Reinigungstrupp an. "Helf uns mal das Paket da hinten zu schleppen.", sagte Sebastian.
Der Mann nickte und mühte sich mit der Frau ab. Sebastian und Sajin liefen voraus.
"Wir sollten Mal duschen gehen. Du stinkst, ich stinke, wir sind voller Matsch.", sagte Sajin leicht pikiert.
"Du bist doch nicht umsonst aus Flüssigkeit?", fragte Sebastian.
Und sofort spülte Sajin sie Beide wieder sauber bevor sie sich auf das Schiff traten.

"Sebastian!", rief Luciana und rannte stürmisch auf den admiral zu, der seine Arme für die geliebte ausbreitete, um sie fest in seine Arme zu schließen. Schluchzer schüttelten sie.
"Geht es dir gut? Ist dir nichts passiert?", fragte sie besorgt.
"Keine Sorge, mir geht es blendend.", sagte Sajin und lief an dem Liebespaar vorbei, während er eine ziemlich miese Miene zog.
"Ach du Armer. Soll ich dich auch trösten?", fragte Luciana gespielt mitfühlend, wobei sie sich ein bisschen fester an Sebastian klammerte, der schon entsetzt nach Luft schnappte.
Luciana murmelte eine Entschuldigung und kuschelte weiter. So anhänglich dieses Mädchen.
"Sag mal Sebastian. Wie kommt es, dass du mir bisher nicht gesagt hast...", begann sie.
"Was?", fragte Sebastian vollkommen außer Plan, während Sajin zusah, dass er seinen Weg von dem Paar entfernte.
"Ja, dass du...", begann sie wieder und stoppte.
"Ich was? Dass ich dich?", begann Sebastian.
"Ach vergiss es.", sagte Luciana beleidigt. "Komm einfach mit.", sagte sie, griff aber diesmal nicht nach seiner Hand, was Sebastian erstaunte.
"Was ist?", fragte er wie immer recht verpeilt.
"Nichts.", sagte Luciana und wirkte so fröhlich wie vorher auch schon. Sebastian nahm dies schulterzuckend hin.

Wieder ein paar Tage auf See. Vollkommen übermüdet hing Sebastian am Reling, neben ihm eine betretene Celle.
"Was ist mit dir los?", fragte er sie. Ihre Hände verkrampften sich und klammerten sich festes an den Reling, bis die weißen Knöchel deutlich hervor stachen.
"Ich... Sebastian... Ich... Ich liebe dich.", platzte sie heraus und sank unter Tränen zusammen. Sebastian kniete sich neben sie, versuchte sie zu trösten, doch war er selbst nicht ganz da. Er konnte es nicht, denn wie sollte er denn wissen wie?
"Celle, ich...", begann er, hielt sich aber selbst vom weitereden ab. So ging das nicht.
"Celle. Es fällt dir bestimmt schwer, meine Worte werden nicht wirklich aufbauend sein, aber...", begann Sebastian. Seine Stimme zitterte. Wie sollte er diesem Mädchen erklären, dass sein Herz einer anderen gehörte?
"Ich habe in dir immer eine Schwester gesehen, und tue es auch jetzt noch. Aber ich könnte so sehr ich es wollte nie eine Beziehung mit dir eingehen.", sagte Sebastian.
Celle nickte traurig. Ihr Herz war so schwer. Erst durch die Zeiten, mit denen sie von Sebastian getrennt war, war ihr vollkommen bewusst geworden, was sie eigentlich für ihm empfand. Schließlich hatte sie jede Nacht nicht schlafen können, sogar geweint, sie war viel krank gewesen, aber immer wenn er wieder kam, ging es ihr wieder besser.
Nur jetzt. Jetzt ging es ihr so elend, dass sie am Liebsten sterben würde. Aber die tröstende Wärme Sebastians tat so gut, dass sie diese für einen Moment nicht hergeben wollte.
Oben am Reling stand Luciana. Ihr Blick war ernst, ihre Miene bitter. Sie deutete die Situation falsch, hörte die Worte nicht. Und deswegen würde sie gegen dieses Mädchen namens Celle vorgehen.

Sebastian seufzte. Zusammen mit Loren saß er in seiner Kajüte und wusste nichts mit sich an zu fangen.
"Wie wärs, wenn wir Riesendominosteine aufstellen?", fragte Loren. Sebastian zog eine Augenbraue hoch. Gar nicht mal so schlecht erscheint eine solch alberne Idee, wenn man Langeweile hatte.
Nur erwies sich das schwieriger als gedacht, weil Sebastian immer mit dem Fuß hängen blieb und sich blöd anstellt und somit die Arbeit nicht gerade voran brachte. Schließlich gaben sie es auf.
"Eigentlich müssten wir bald im Marinehauptquartier G8 ankommen.", murmelte Sebastian.
"Komm! Ich habe eine lustige Idee, die deine weibliche Seite hervor bringen könnte.", sagte Drake hinter Sebastian. Dieser sah ihn mit großen Augen an. Er ahnte, dass jetzt Drake dran war ein Mädchen zu zaubern.
Sebastian saß vor einem Spiegel. Sein Gesicht war mit Rouge geschminkt, die Lippen knallrot, die Wimpern nachgezogen und die Brauen gezupft. Sebastian schüttelte nur den Kopf, als er eine goldene Lockenpracht aufgesetzt bekam. Er sah wirklich aus wie ein Mädchen. Nicht wie ein in ein Kleid gesteckter Mann, sondern wie ein echtes hübsches Mädchen.
Er blinzelte und verzog die Lippen. Besser hätte es nicht einmal eine Frau hinbekommen können. Loren saß in einer Ecke und kicherte in sich hinein.
"Sebastian im Kleid!", sagte er als. Sebastian konnte nur den Kopf schütteln.
Sebastian stand auf. Diese hohen Schuhe waren nichts für ihn, denn er fiel fast hin. Plötzlich kam Luciana herein.
"Wo ist Sebastian?", fragte sie und nickte diesem kurz verwundert zu, denn sie hielt ihn für ein Mann.
Sebastian warf sich in Pose. "Sebastienne ist hier!", sagte er mit verstellter Stimme und Luciana fielen fast die Augen aus dem Kopf, als sie das sah, doch nicht lange und sie musste kichern wie verrückt. Loren giggelte ebenfalls vor sich hin und auch Drake musste grinsen.
"So. Und so trittst du nun den anderen entgegen.", sagte Drake und zerrte Sebastian hoch, wo sie gerade im G8 angekommen waren.

"Guten Tag, die Dame.", sagte ein Marineoffizier höflich und gab Sebastian einen Handkuss, der ganz rot im Gesicht wurde. Wenn diese ganze Sache vorbei war, würde er Drake erhängen.
"Guten Tag!", sagte Sebastian, als hätte er ein Stück Kreide gegessen.
Der Mann sah ihn schief an, da kam Drake dazwischen. "Sie hat ein bisschen was mit dem Hals, deshalb quietscht sie so.
Am liebsten hätte Sebastian Drake in seinen breiten Ársch getreten, doch das wäre zu viel des Guten.
Plötzlich kam "er" um die Ecke. Sajin, stolz wie eh und je und sein Blick landete direkt auf Sebastian. Und halb auf der ausgestopften Oberweite, die Drake ihm gezaubert hatte. Sebastian hätte ihm in diesen Moment fressen können.
"Schön, dass uns mal eine liebreizende Dame wie Ihr besucht!", schleimte er sich sofort höflich ein.
"Schön einen Ársch wie dich wieder zu sehen.", sagte Sebastian und sah Sajin finster an, der ihn nun vollkommen verblüfft anschaute. Er rieb sich die Augen, hoffte, dass dies ein Traum war, doch er erkannte die Züge seines Kollegen wieder und musste lachen. Sebastian warf ihm zur Strafe eine Mango an den Kopf, die Drake ihm in die Hand drückte.
"Willst du es wieder auf ein Schlammbad wagen?", fragte Sebastian sauer und riss sich das Kleid vom Leib, bis er wieder in seiner alten Kleidung da stand, bei der er sich geweigert hatte sie aus zu ziehen. Die Schuhe warf er ins Wasser, genauso wie das Kleid und alles weitere, das er kurz vorher noch dazu benutzte, sich die ganze Schminke aus dem Gesicht zu entfernen.
"Sehr hübsch.", sagte Sajin grinsend. Sebastian hätte ihm am Liebsten eine Gewackelt.
"Was ist mit der Kaiserin von damals passiert.", fragte Sebastian nun, denn das war jetzt wichtiger.
"Die Kaiserin, nun ja... Sie ist verschwunden. Keine Ahnung wie, ich habe nur kurz nicht hingesehen und sie war weg.", gestand Sajin zerknirscht. Sebastian klopfte ihm auf die Schulter. "Ich hasse sie auch, diese verdammten Kaiser. Die Ärgern einen nur.", gestand Sebastian und sofort grinsten sich Beide an. Langsam begannen sie sich zu verstehen, aber nur langsam.
Sebastian sah in Sajin so etwas wie einen Zwilling. Umgekehrt war es bestimmt genauso.
"Weißt du was? Das nächste Mal machen wir so richtig platt!", sagte Sebastian.
Sajin nickte. "Dann steht die nicht mehr auf."
Sebastian grinste noch breiter. "Klar, der schwarze und der weiße Teufel machen das schon! Da sieht Smithy wie Altinventar aus!", sagte Sebastian voller Elan.
"Klar und alle Piraten dieser Welt auch.", feierte sich Sajin. Und während sie noch etliche Pläne schmiedeten, wie ihre glorreiche Zukunft aussehen könnte? Begann die Sonne unter mt gehen.

Sebastian schnappte nach Luft und drängte einen Gegner zurück. Seine Stirn war in Falten gelegt, sein Blick ernst. Dieses verdammte Piratenpack ging ihm tierisch auf die Nerven und er hasste es, immer wieder beweisen zu müssen, dass er sie noch ein bisschen fester in den Ársch trat, damit sie kapierten, dass er ein Admiral war.
Im Moment konnte er seine Teufelskräfte nicht einsetzen, denn irgendein Ïdiot hatte es geschafft ihn komplett nass zu machen. Es war ein unangenehmes Gefühl, wie die Kleidung am Körper klebte und das Wasser kalt den Rücken herab lief. Sebastian hasste es.
Das Wetter war auch noch miserabel, also konnte der Tag ja nicht schlimmer werden. Jedenfalls hoffte Sebastian das, denn noch tiefer wollte Sebastian nicht wirklich sinken, als ohnehin schon.
Sebastian zog die Klinge, die ihm Celle gelassen hatte mit einem schnellen Ruck nach oben. Er hasste es, wenn er Waffen benutzen musste. Schon lange hatte er nicht mehr mit diesen trainiert und diese Situation zeigte ihm, dass er dies wohl dringend wieder aufholen sollte, denn sonst war er so ziemlich am Ende.
Natürlich hatte er jetzt auch keinen Plan, wie er seinen Gegner davon abhalten konnte ihn in zwei Teile zu spalten, wie ein Atom, allerdings wollte er auch nicht angreifen, denn sonst wäre seine Deckung hin. Sebastian saß in der Klemme und er hasste es erst recht, wenn er das tat, schließlich war er ein starker Mann und diese steckten nicht in der Klemme wie holde Jungfrauen, die von Drachen gefangen wurden, um dann später von edlen Rittern gerettet wurden.
Fluchend zog Sebastian die Klinge weg und wich einem Hieb aus. Er attackierte in einer Folge von Schwerthieben und drängte den Gegner zurück, der alle Hiebe mühelos parierte. Sebastian merkte, er zu trocknen begann. Ein verstohlenes siegreiches Grinsen zog sich über sein Gesicht. Jetzt oder nie. Und als er so selbstsicher begann seine Attacken zu setzen, wich sein Gegenüber immer mehr zurück, bis er mit den Rücken zum Meer stand.
Langsam hob er die Hände und ließ die Klinge fallen. Sebastian senkte seine leicht.
"Du hast gewonnen, Admiral.", sagte der Piratencaptain. Sebastian sagte nichts. Schließlich gab es für ihn nichts zu sagen.
"Und nun. Was wirst du machen. Es ist gleich, ob du uns jetzt tötest oder im Impel Down absetzt. Sterben tuen wir sowieso.", sagte der Mann.
Sebastian fluchte innerlich. Immer wieder kamen sie ihm mit dieser Masche. Sebastian hatte die Nase gestrichen voll.
"Ich kann euch nicht töten. Die Regel lautet den Gegner gefangen zu nehmen und der Justiz aus zu liefern.", sagte Sebastian und gähnte müde. Diese ewige Leier schlauchte allmählich und Sebastian verlor die Lust daran. Früher hatte er immer gedacht Admiral zu sein wäre voll cool und alles wäre toll, aber jetzt erst sah er, was für ein Knochenjob dies war.
Mit einem Wink befahl er die Festnahme aller Piraten und machte sich auf nach Impel Down.
"Es wird Zeit, dass ihr dahin geht, wo selbst die Hölle wie ein Kinderspielplatz aussieht.", sagte Sebastian und meinte es ernst. Er hasste diesen verdammten Ort, aber was sollte er machen? Job war Job, egal wie man es machte, es führte kein Weg daran vorbei.

Zum ersten Mal in seinem Leben durfte er bei einem Ball von Adeligen dabei sein. Sebastian wusste nicht wieso, aber ein Befehl von ganz oben zwang ihn dazu hier zu sein.
Wie immer gänzlich in Schwarz gekleidet, lief der Admiral durch eine große Halle voller Frauen in Kleidern. Luciana war nicht mit dabei, diese hatte leider an einem anderen Ort zu tun, auch wenn Sebastian nicht wusste was.
Ein junges Mädchen beobachtete ihn die ganze Zeit. Es dauerte eine Weile, bis sie zu ihm kam. Einen Moment verbannte er den Lärm des Ball aus seinem Bewusstsein und konzentrierte sich auf ihrer zitterige Stimme.
"Ähm... Würdet ihr mir die Ehre erweisen mit mir zu tanzen?", fragte sie scheu.
Sein Blick wanderte direkt auf ihre Augen, sein Herz machte einen Satz. Wie sehr sie doch nach Lucianas aussahen. Er konnte die Unsicherheit in ihren Augen erkennen. Es sah ganz so aus, als befürchtete sie schon abgelehnt zu werden.
"Nun ja, wir können auch nur reden.", sagte sie. Sebastian seufzte.
"Sorry. Ich kann nicht gut tanzen. Und außerdem erwarte ich noch jemand anderen.", log Sebastian und ließ das enttäuschte Mädchen zurück.
Doch sie schien hartnäckig zu sein. Sie bahnte sich einen Weg durch die tanzenden Paaren mit wehenden Kleidern und lief zurück zu Sebastian. Als sie seine Hand ergriff, drehte er sich um und stieß direkt in sie hinein.
Sein Gesicht flammte rot auf, als sein Blick hinab glitt und eigentlich ihr Gesicht treffen sollten, aber direkt in ihrer prallen Oberweite landeten.
Das Mädchen kicherte. "Welch ungezogener Admiral du doch bist, mir so tief in den Ausschnitt zu schauen.", sagte sie.
Sebastian schob sie sanft etwas fort. "Tut mir Leid, aber das war nicht beabsichtigt, ihr standet etwas ungünstig und außerdem habe ich eine Freundin.", sagte Sebastian, wurde aber gegen die Wand gedrückt.
Das miese an dieser Situation war, dass Sebastian sich nicht wehren konnte, geschweige denn durfte, weil es zu sehr auffiel.
Ihre Finger wanderten seine Brust herauf, glitten unter sein Jacket und Sebastian fluchte, als ihn eine unbändige Hitze erfüllte. Da dieses Mädchen anscheinend so versessen auf ihn war, zog Sebastian sie mit und gab ihr das, was sie verlangte, auch wenn er damit einen schlimmen Fehler begang.

Mit einem schnellen Schritt durchquerte Luciana den Saal. Ihr Blick war stets auf der Suche nach Sebastian. Doch seltsamerweise war dieser nirgends zu sehen.
Luciana hatte ihn mit ihren Besuch überraschen wollen, doch anscheinend war er schneller fort, als sie kommen konnte. Enttäuscht ließ sie sich auf eine Bank an der Seite des Saales hinab.
Ein junger Mann kam auf sie zu, das Gesicht maskiert. Sein Haar war schwarz. Irgendwoher kannte sie diese Gangart, die eitele Haltung und die dünne Statur, doch sie erinnerte sich nicht mehr genau daran.
"Wie kann es sein, dass eine so schöne junge Dame so ganz allein hier sitzt?", fragte er lächelnd.
Luciana seufzte. "Ich wollte meinem Geliebten eine Freude bereiten und entgegen seiner Erwartung zu diesem Fest hier auf das Schiff kommen, doch anscheinend ist er nicht mehr anwesend.", sagte sie.
"Erlaubt Ihr mir euch mit einem Tanz auf zu heitern?", fragte der Mann. Luciana zuckte mit den Schultern. Um die Zeit zu vertreiben, würde es schon möglich sein.
Der Mann zog sie auf die Tanzfläche und tanzte mit ihr, so wie Luciana noch nie getanzt hatte. Sie ließ los, fühlte sich frei, als sie plötzlich hinter einen Vorhang in einen Gang gezerrt wurde. Ihr blieb nicht mal Zeit zum Schreien, als der Mann sich als Kaien Cross heraus stellte und sie betäubte, bevor sie es überhaupt merkte.

Sebastian floh regelrecht aus dem Zimmer, in dem dieses verfluchte Weibsbild schlief. Seine Hände zitterten, als er seinen Mantel über die Schultern zog. Es war doch alles verdammter Wüstendreck. Sebastian hasste sich für das, was er getan hatte, vor allem, da er dabei auch noch Vergnügen empfunden hatte.
Sein Blick wanderte zum Boden. Dort lag eine blonde Strähne, die leicht rosa schimmerte und Blut war zu sehen.
"Luciana!", keuchte Sebastian und rannte los. Egal wohin er ging, er fand nicht die geringste Spur.
Sein Weg führte ihn an Deck, wo er zwei Gestalten im Dunkel sah. Langsam schlich er sich an diese heran. Es waren zwei Stimmen zu hören. Die eine weiblich und voller Schmerz, die andere männlich und voller Gier und Freude.
Das was Sebastian sah, raubte ihm den letzten Verstand. Er schrie auf. Alarmiert trat der Mann zurück, ließ Luciana los, die auf dem Boden zusammenbrach. Sebastian zog sein Schwert. Immer wieder drosch er auf Kaien ein. Er hasste ihn. Er hasste ihn so sehr und immer weiter schlug seine Klinge auf seine nieder und Kaien taumelte weiter zurück. Sebastian holte zum letzten Hieb aus, da ließ sich der Feigling über den Reling ins Meer fallen.
Sebastian zögerte nicht lange und rannte zu der schluchzenden Luciana, die zitternd am Boden saß.
Sanft legte er seine Arme um sie und zog sie an sich. Ihr schönes Kleid sah zerschnitten und zerfetzt aus. An ihren Armen waren blaue Flecken zu erkennen. Wieso hatte sie sich nicht gewehrt? Sebastian fragte sie.
"Er hat meinen Seestein benutzt, um mich zu lähmen.", schluchzte sie, "Ich habe ihn verloren gehabt. Und er hat ihn benu..."
Der Rest ihrer Worte blieben ihr im Hals stecken. Sebastian küsste sie sanft. Allmählich beruhigte sie sich in seinen Armen. Nie wieder würde es einer wagen dürfen Sebastians geliebte Luciana an zu fassen, das schwor sich Sebastian, denn in diesen Situationen merkte er, wie sehr er sie liebte.

Die Sonne prallte vom Himmel herab. Sebastian kehrte zu seiner Heimat zurück, um wie jedes Jahr seine Mutter zu besuchen. Dieses Mal hatte er sich Luciana mit genommen.
Er saß auf dem Boden und erzählte ihr von den Tagen, an denen seine Mutter noch gelebt hatte, wie fröhlich und nett sie war. Und das erste Mal erzählte Sebastian, von seiner Schwester Sakura, dem Mädchen mit dem rosa Haaren und den selben blauen Augen wie er. Sie war immer ein kleiner Wirbelwind gewesen und Sebastian vermisste die Tage, an denen sie ihm auf die Nerven ging.
Auch seinen Vater vermisste er, genauso wie seinen Opa. Seine Oma kannte er nicht. Aber seine liebe Mutter. Sie vermisste er am Meisten.
Sebastian merkte nicht, wie ihm die Tränen über das Gesicht liefen. Erst als Luciana ihn in ihre Arme schloss, merkte er überhaupt, dass er weinte. Und zum ersten Mal tat er es richtig. Er weinte, weil er zu sehr Kummer litt, weil das Leben ihn als Spielball für das Schicksal benutzte und weil es einem mehr nahm, als gab. Sebastian fühlte sich im Moment so einsam und verlassen wie noch nie. Nur Luciana war wie ein Anker, der ihn noch am Leben hielt.

Sebastian wurde zurück ins Marinehauptquartier beordert. Er hatte keine Ahnung wieso, aber es herrschte eine ziemlich miserable Stimmung dort, weshalb er lieber die Klappe hielt und zuhörte, als dass er redete und einen Anpfiff bekam. Sebastian hatte wenig Lust etwas zu tun, dennoch rief seine Pflicht und dies ging vor, schließlich wollte Sebastian ein Admiral bleiben und nicht seinen Rang wegen Befehlsverweigerung verlieren, nur um später als Pirat abgestempelt zu werden und elendig im Impel Down zu verrecken, schließlich hatte Sebastian ein klares Ziel vor Augen, welches er auf alle Fälle nicht aufgeben wollte.
Seine Schritte hallten in den menschenleeren Gängen umher und ein unbehagliches Gefühl erfüllte Sebastian von Kopf bis Fuß. Am liebsten hätte er sofort kehrt gemacht und alles hinter sich gelassen, aber nein. Er zwang sich weiter gerade aus, und klopfte zögerlich an die Tür.
"Kommen sie herein Admiral Sakura no Hana, ich habe sich schon dringlichst erwartet.", sagte eine Stimme, die deutlich machte, dass deren Besitzer eindeutig mieser Laune war. In Sebastian sträubte es sich diese Tür zu öffnen und doru hinein zu gehen, aber wer handelte schon nach Sebastian. Kaum einer. Selbst diese dummen Matrosen bekamen nichts gescheites mehr zu Stande und irgendwie schien sich Sebastian nur von Idioticas umgeben zu fühlen.
"Ihr hattet mich zu euch bestellt?", fragte er höflich.
"Ja, sonst wärst du nicht hier. Was treibst du dich eigentlich so in der Gegend herum. Wenn wir dich brauchen, musst du einsatzbereit sein Sebastian, dass ist das A und O der Marine, an das sich jeder halten muss. Unzuverlässiges Personal kann ich nicht gebrauchen, also sieh zu, dass du den Auftrag, den ich dir gebe auch erfüllst, ansonsten sehe ich mich gezwungen dich zu degradieren! Du weißt, was das heißt?", donnerte der Großadmiral.
Sebastian stand kerzengerade da. Das war das letzte, was er wollte. Degradiert werden. Sebastian nickte eifrig.
"Dann haben wir uns ja verstanden.", sagte der Großadmiral nun in einem wesentlich ruhigerem Tonfall und Sebastian seufzte innerlich glücklich auf. Noch einmal gerade so davon gekommen.
"Uns ist vor einiger Zeit ein Schiff aufgefallen. Ein schwarzes Schiff. Das Schiff der Shinto Piraten. Zweites Flaggschiff, meines Wissens nach, doch ohne die Blue Legacy, das müssen wir ausnutzen, denn die Kaiserin befindet sich laut der Forschungen von James L. Armstrong nicht auf diesen Schiff, wird stattdessen gesucht. Von einem Informanten aus Las Camp weiß ich, dass sie zuletzt dort gesehen wurde, zusammen mit dem Venom Demon, dem Samurai. Sie werden sich vermutlich auf den Weg zum Marine Ford.", sagte der Großadmiral.
"Wenn du die Black Swan hinter dir hast, möchte ich, dass du dich auf den Weg zum Marine Ford machst und die Beiden empfängst, so wie es sich gehört. Wenn nicht, werde ich einen Vertreter für dich hin schicken.", sagte der Großadmiral.
Sebastian nickte. "Gut. Du kannst gehen mein Lieber.", sagte der Großadmiral.

Sebastian grummelte vor sich hin. Jetzt konnte er auch noch den Kindergarten von dieser Miss BerryBlue einfangen. Das konnte spaßig werden. Sebastian hatte ehrlich gesagt keine Lust darauf.
"Sie sind auf den Weg nach Little Garden.", sagte ein Schnösel, der auf dem Schiff spinniert hatte. Diese Cipherpol 9 behagte Sebastian nicht und dieser James erst recht nicht. Er war ein ziemlicher Schleimbeutel und Sebastian konnte ihn nicht ausstehen, so wie er mit seinem komischen Stock da herum wedelte und Befehle erteilte, als wäre er der Größte.
Natürlich war er nur als Weltregierungsbeamter bekannt, nicht als Agent. Aber Sebastian konnte es sich denken, schließlich verriet es sein Name schon. Der Agent Neil M. Armstrong war ihm nämlich sehr bekannt und dieser Junge sah ihm ziemlich ähnlich. Was hieß ziemlich. Er war eine perfekte Kopie von diesem Mann. Sogar von der Größe her. Die Armstrongs waren bekannt dafür, dass sie nicht gerade Riesen waren.
"Little Garden. Jetzt besuchen wir auch noch einen Dinosaurier-Zoo. Juhu!", sagte Sebastian mit ironischer Freude. Auch das noch. Sebastian hasste sein Leben. Und diesen Freak da hinter sich.
"Keine Sorge, ich mag den Kerl auch nicht.", sagte Sajin, der aus dem Nichts aufgetaucht war und nun direkt neben Sebastian stand. Dieser fiel fast um vor Schreck. "Habe ich dir nicht schon Mal gesagt, dass du das lassen sollst?!", fragte Sebastian sichtlich sauer. "Das ist unhöflich!", fügte Sebastian zu, womit er einen wunden Nerv von Sajin getroffen hatte, denn schließlich war Höflichkeit für ihn das A und O. Und jetzt hatte er selber seine höchste Regel gebrochen. Enttäuscht zog er sich zurück.
Sebastian seufzte. Das letzte was er gebrauchen konnte war ein Haufen nerventötender Idioten, die ihn zur Weißglut brachten, wo er doch schon so ziemlich schlechte Laune hatte.
Sebastian verzog die Lippen zu einem miesen Grinsen, denn irgendwie hatte er nun richtig Lust jemanden zu Ärgern.
"Sag Mal du Ársch.", begann er und drehte sich zu dem Mann hinter sich um. Sajin beobachtete die Situation sichtlich amüsiert. Selten legte sich ein Mann der Marine offen gegen jemanden der Weltregierung an. Sebastian funkelte den Herzog an, der mit ebenso bösen Blick zurück starrte.
"Was willst du?", fragte er bissig.
"Ich würde gerne etwas von dir wissen.", fragte Sebastian mit breitem Grinsen voller Hohn. "Nämlich, warum du so ein verdammt kleiner Wicht bist, wo du doch so eine große Klappe zu haben scheinst.", sagte Sebastian und Sajin musste sich ein Lachen verkneifen musste.
Der Mann erhob sich rasend schnell und funkelte Sebastian nun wutentbrannt an. Sein Stock donnerte er ständig auf Sebastians Brust.
"Wenn du es noch einmal wagen tust mich zu beleidigen, zeige ich dir, wo wahre Größe steckt!", sagte er voller Zorn. "Ich hasse es auf Grund meiner Größe herab gesetzt zu werden! Schließlich bin ich nicht anders als du und der Rest dieses Vereins!", sagte er und verzog sich.
Sajin konnte sich nicht mehr halten und lachte laut los, als der Typ unter Deck verschwand.
"Dem hast du gezeigt, dass es genauso aus dem Wald schallt, wie es herein schallt!", brachte er unter Tränen hervor.
Sebastian grinste und streckte den Daumen in die Höhe. "Klar doch!", sagte er voller Elan und fühlte sich gleich viel besser, nachdem er jemanden einfach mal beleidigt hatte. Sebastian wünschte sich, es wäre schon immer so einfach gewesen, doch leider war dem nicht so.
"Hey, du da! Komm mal bitte her!", sagte Sebastian und winkte einen blonden jungen Mann heran.
"Wie heißt du?", fragte Sebastian höflich.
"Takage, Sir.", sagte der Mann. Sebastian schmunzelte.
"Gut. Taka. Hol mir mal bitte Luciana her.", befahl er dem jungen Mann und dieser rannte los.
Sebastian spürte einen Stich im Herzen, als er Luciana mit diesem Schnösel kommen sah, so vertraut, so lebhaft und fröhlich, als würden sie sich ewig kennen.
Sebastian knirschte mit den Zähnen. Das wurde langsam zu viel für ihn. Er atmete wieder tief ein, zählte bis zehn und wieder aus. Dann setzte er ein strahlendes Lächeln auf und zog Luciana zu sich.
Er gab ihr einen zärtlichen Kuss auf die Stirn und strich ihr sanft durch die Haare. "Schön dich bei mir begrüßen zu dürfen. Ich habe dich vermisst.", sagte Sebastian und lächelte sie sanft an.
Luciana kicherte, als er sie etwas in die Seite piekste. "Lass das!", sagte sie lachend und wich etwas zurück, schließlich waren noch etliche Leute anwesend. Zusammen in einer Gruppe standen Sebastian, Sajin, Luciana, Takage und James auf dem Achterdeck.
"So. James erzähl uns mal, was du über die Bande herausgefunden hast.", befahl Sebastian, woraufhin der Adelige die Lippen verzog, aber tat wie geheißen.
"Es handelt sich tatsächlich um die Bande der ehemaligen Admiralstochter Kokayashi. Anwesende sind Kira Mordio, dessen Schwester als einfacher Pirat in den Blues bekannt ist und Liz Mordio heißt und ein gewisser Mr. SilverStar, ein junger Mann namens Izuma, der Geliebte von Miss BerryBlue, wie sich die Kaiserin nennt.
Jedenfalls sind das die Bekanntesten. Nixa D. Arbe ist ebenfalls auf dem Schiff. Sie war schon Mal Pirat, wurde aber von der Regierung zur Samurai erklärt, als sie sich dieser anschloss. Später schloss sie sich der Kaiserin bei der Flucht aus unserem Hochsicherheitsgefängnis Impel Down an und agiert als deren Ärztin. Des weiteren befinden sich auch viele Unbekannte an Bord, aber auch einige andere, deren Kopfgeld ziemlich hoch ist.", sagte der Mann.
"Sie suchen eine große Rennente, deren Name Kuze ist. Sie ist das Tier der Kaiserin. Diese wollen sie nun auf Little Garden suchen.", erzählte er weiter.
Sebastian überlegte. "Am Besten wir finden ihren Standpunkt heraus und nähern uns von der anderen Seite der Insel, sodass wir sie überraschen können. Wenn wir die Überraschung auf unserer Seite haben, könnten wir eine Chance haben, ach nein! Wir haben es alles schon so gut wie in der Tasche.", sagte Sebastian. "Bei zwei Admiralen, zwei Vize-Admiralen und einem Mann der Weltregierung, was soll schon schief gehen!"

Sebastian beobachtete den jungen Mann namens Takage schon seit einer geraumen Weile. Er erinnerte ihn an Bart. Mit seiner Art und Weise hätten die Beiden Geschwister sein können und der Gedanke an den Piraten versetzte Sebastian einen Stich ins Herz. Er sah zur Seite, dort hing ein Schwert, dass er selten verwendete. Eigentlich war es zu Schade es nur als Dekoration zu verwenden.
"Takage! Bitte antreten!", befahl Sebastian. Der Blonde kam natürlich sofort und blickte Sebastian fragend an.
"Ich würde gerne etwas mit dir reden. Komm mit, wir laufen etwas umher.", sagte Sebastian.
Natürlich fragte sich der Vize-Admiral natürlich, was Sebastian von ihm wollte, zumal er nicht sonderlich spektakuläres getan hatte, dass diesen dazu veranlassen konnte mit ihm sprechen zu wollen.
"Ich habe ein kleines Geschenk an dich Takage. Ich ziehe schon seit einiger Zeit durch diese Meere, habe schon so einiges albernes erlebt, sogar es geschafft, eine Kaiserin mit einem Schlammball auszuschalten.", sagte er fast lachend, als ihm die Erinnerung an jenen Tag zurück kam, bei dem Sajin und er ihre Admiralkräfte dazu ausgenutzt hatten Enies Lobby in ein einziges Schlammfeld zu verwandeln. Sebastian grinste.
"Sajin und mir gingen an dem Tag die Ideen für einen Sieg gegen die Kaiserin aus und statt uns um diese Frau zu kümmern, haben wir uns mit Sandmatsch beworfen.", sagte Sebastian und sah den blonden Mann direkt an.
"Jedenfalls, ich weiß nicht, wie gut du dich damit auskennst, aber ich möchte dir das hier übergeben.", sagte Sebastian und schnallte seinen Gürtel, mit Schwert ab und reichte ihm den konfusen Vize-Admiral.
"Das kann ich nicht annehmen!", stammelte er und reichte Sebastian das Schwert zurück.
"Doch, weil ich es nicht mehr zurück nehmen will. Ich gebe dir hiermit ein kleines Versprechen. Du passt auf mein Schwert auf, dafür tue ich dir einen Gefallen.", sagte Sebastian und ließ den perplexen Takage zurück.

Die Sonne ging unter und färbte den Himmel nach und nach in einem dunklen blau, welches Sebastian liebte.
Die Gedanken des Admirals kreisten um seine Vergangenheit, die Dinge, die er erlebt hatte. Schon seit Ewigkeiten hatte er seine alten Freunde nicht mehr gesehen. Sehnsucht kam in Sebastian auf. Celle, die immer etwas aufgedreht war, Loren, der mit seiner Schweigsamen Art Seelen heilen konnte und Drake mit einem blöden Spruch nach dem anderen auf den Lippen.
Luciana und Takage setzten sich links und rechts neben Sebastian hin.
"Man weiß so gut wie nichts von dir. Erzähl doch etwas. Vielleicht fühlst du dich dann besser, denn du siehst, obwohl es keiner zu bemerken scheint, immer sehr traurig aus.", sagte seine Geliebte und lehnte sich an Sebastian.
Takage nickte. "Ich kann dich vielleicht auch ein bisschen besser verstehen, wenn ich dich besser kenne, aber wenn du nicht willst, oder ich gehen soll, dann sag es ruhig.", sagte dieser und lächelte kurz.
"Ich bin gerade in Zwiespalt mit mir selbst. Mein Leben begann auf der Insel auf der das Königreich Goa liegt. Dort ist ein kleines Dorf, das auch Windmühlendorf genannt wird.", begann Sebastian zu erzählen.
"Zuerst wuchs ich dort sechs Jahre mit meiner Mutter und zum Teil mit meinen Vater auf. Mein Vater war von der Marine. Er wollte, dass ich wie er zur Marine geh, weshalb er mich immer mit zum Hafen genommen hatte, damit ich mir die Schiffe ansehen konnte. Irgendwann einmal beschloss ich wie mein Vater zur Marine zu gehen.
Wie das eben so ist mit der Marine, musste mein Vater bald wieder zu seinem Dienst zurück kehren. Es war das letzte Mal, dass ich ihn sah.", erzählte er weiter.
"Wenn er bei der Marine war, wieso jetzt nicht mehr? Ich meine wenn er es noch wäre, wärst du ihm doch bestimmt begegnet, oder?", fragte Takage.
Sebastian nickte. "Du hast Recht, aber warte ab. Nachdem mein Vater wieder ging, kehrte der Winter ein. Meine Mutter war schwanger gewesen, von dem Kind hat mein Vater nie erfahren. Ich habe bei eisiger Kälte den Arzt geholt und später hatte ich eine kleine Schwester, die noch keinen Namen trägt, außer Sakura no Hana. Blüte der Kirsche.", sagte Sebastian und dachte an die quengelnde Sakura, die sich Mal wieder darüber beschwerte, dass er schon wieder trainieren musste.
"Eines Tages bekamen wir einen Brief von der Marine. Es war ein Bescheid, dass unser Vater verschollen war.", Sebastians Stimme wurde immer leiser. Er stockte kurz.
"Meine Mutter hat als Archäologin gearbeitet. Bei einer ihrer Ausgrabungen wurde sie verschüttet. Seit dem änderte sich viel.", sagte Sebastian voller Wehmut. Sein Herz begann zu schmerzen, denn die Trauer nagte daran.
"Wir bekamen eine Betreuerin. Sie war seltsam, aber eigentlich recht nett. Als plötzlich Feuer in unserem Haus brannte. Meine Schwester hatte gekocht und das Feuer vergessen. Bei dem Versuch es zu löschen, fiel die Decke von oben auf mich herab. Dank meiner Schwester habe ich überlebt.
Ein paar Tage, Wochen später, habe ich meine Sachen gepackt und mich zum Hafen aufgemacht. Ich wollte zur Marine gehen. Das war das letzte Mal, dass ich meine Schwester gesehen habe."
"Was ist mit ihr passiert?", fragte Luciana.
"Ich habe ihr wie versprochen geschrieben, doch es kam nie ein Brief zurück. Und dann... Dann habe ich ihren Steckbrief gefunden. Sie ist Piratin geworden. Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wäre Pirat zu sein. Dann müsste ich sie nicht jagen, sondern würde sie begleiten und beschützen können.", sagte Sebastian und lächelte.
"Du bist ein gutherziger Mensch. Das Leben eines Piraten wäre nichts für dich.", sagten Luciana und Takage im Chor.
"Danke.", sagte Sebastian bloß, "Danke, dass ihr mir zugehört habt. Auch du du Spanner!", sagte Sebastian und Sajin trat betreten hinter den drei Leuten vor.
"Sorry.", sagte er und setzte sich Rücken an Rücken mit Sebastian und lehnte seinen Kopf an seinen.
Sebastian musste lächeln. Welch friedliches Quartett sie doch abgaben. Niedlich musste die Szene wirken.
Sebastian lächelte. "Lacht ihr mich aus, wenn ich euch sage, dass ich euch alle verdammt gerne habe?", fragte er ehrlich und erwartete schon Gelächter.
"Nein.", kam es einstimmig zurück. "Denn wir würden es auch sagen."
Die Stille der Nacht war drückend. Nach und nach schliefen alle ein, nur Sebastian blieb wach. Takage lehnte wie Sajin an seinem Rücken und schnarchte mit ihm um die Wette, während Luciana auf Sebastians Schoß auf der Wolke Sieben schwebte. Sebastian kam sich vor wie ein lebendes Kuschelkissen, bewegte sich aber nicht, da er sie alle nicht wecken wollte, auch wenn ihm Nacken und Rücken allmählich weh zu tun begannen. Sein Blick wanderte zum Himmel, der klar und voller Sterne war. Sebastian genoss es die Sterne zu zählen, als ihm die Erinnerung an diese Kaiserin kam.
"In den Sternen kannst du viele Bilder sehen.", sagte Sebastian und suchte umher. Er fand einige und musste lächeln. "Vier Sterne und ein ganz besonderer. Sieht aus wie ein Wagen.", sagte Sebastian zu sich selbst. Und dann benannte er jeden Stern nach einen von ihnen. Nur der letzte blieb offen. Der würde für seine Schwester sein.

Nachdem die anderen sich bequemten am nächsten Morgen endlich auf zu stehen und Sebastian zu erlösen, der die ganze Nacht nicht schlafen konnte, weil es ihm zu unbequem und schmerzhaft gewesen war. Seine Augen hatten tiefe Ringe und sein Haar stand in alle Richtungen zu Berge. Sehr hübsch an zu sehen, wenn man auf Sturmfrisuren stand.
Sebastian erhob sich und ächzte. Seine Knochen knackten wie bei einem alten Opa und seine Bewegungen waren steif. Die anderen drei stützten ihn, weil er so zittern tat.
"Ihr schnarcht nachts so laut Jungs, dass ich mich wundere, warum wir noch ein Schiff unter den Füßen haben, so wie ihr nachts sägt.", beschwerte sich Sebastian sogleich unter dem Gelächter von Luciana, die trotz des Konzeptes hinter Sebastian sehr gut geschlafen hatte. Sebastian musste sogleich lächeln und küsste sie kurz, zerzaust und wuschelig wie er war, bekam aber einen Kuss zurück. Er griff ihre Hand, schubste die anderen Beiden zur Seite und lief die Treppe zum Deck herab, wobei ihm die zwei anderen folgten wie Hunde.
Takage sagte etwas zu Sajin und beide mussten lachen, was Sebastian eigentlich gar nicht interessierte. Das einzige, was er jetzt eigentlich wollte, war ein schönes heißes Bad und ein kuschelig warmes Bett. Mehr nicht.
Luciana war so freundlich ihn ein Bad ein zu lassen und schob ihn ins Bad.
"Komm zieh dich aus, in die Wanne und ich schrub dich.", bot sie an. Sajin grinste.
"Ich würde auch gern baden.", sagte er. Luciana stach ihm mit dem Finger in den Bauch, woraufhin er pfeifend die Luft ausstieß.
"Du musst dich hinten anstellen.", sagte sie. Sebastian grinste.
"Lass mal zwei Hände auf meinem Kopf wachsen!", bat er und verschwand zwischen Schaum und Wasser. Luciana zuckte mit den Schultern und zwei Hände erschienen im Wasser, schwammen hin und her, bis Sebastian raus schaute und rief: "Ich bin ein Seerenntier!", sagte er und alle mussten lachen.
Luciana ließ die Arme einen Schwamm packen und sofort wurde Sebastian ordentlich geschrubbt. Das Sajin dabei war, störte ihn nicht. Für ihn war er sowas wie ein Bruder geworden und umgekehrt war es wahrscheinlich genauso, denn so, wie Sajin grinste, musste er einfach lachen. Und jemand hatte Sebastian gesagt, dass Freunde nur dann wahre Freunde waren, wenn sie einen zum Lachen brachten.
"Ich geh dann Mal, Takage ärgern.", sagte Sajin grinsend und lief voraus, wobei er sorgfältig die Tür schloss.
Eine Hand erschien an der Tür und schloss ab. Sebastian sah zwischen all dem Schaum zu Luciana, die sich nun ebenfalls auszog. Sebastian schmunzelte, wandte den Blick aber nicht ab.
"Spanner.", sagte sie kichernd und stieg nun nackt zu Sebastian ins heiße Wasser, dass Sebastian gleich noch eine Spur heißer vorkam.
Luciana kuschelte sich an ihn heran. Sebastian hätte jede einzelne ihrer schönen Wimpern zählen können, doch er schloss die Augen und genoss lieber ihre zarten Lippen auf den Seinen, ihre Hände in seinem Haar und die weichen Kurven, die sich an ihn schmiegten. Jeder Mann fände Luciana reizlos, weil sie weniger Kurven als andere hatte, doch für Sebastian war sie die schönste Frau der Welt, die er um nichts hergeben würde.

"Sebastian? Was ist Liebe?", fragte ihn einst seine kleine Schwester Sakura. Sebastian lächelte und strich der Kleinen zärtlich über den Kopf.
"Liebe ist, wenn es jemanden gibt, für den du sterben würdest. Jemand, der genau das alles ist, was du magst. Eine ganze Welt sogar.", versuchte er zu erklären.
"So wie Mama?", fragte sie. Sebastian nickte und drückte sie an sich. "So wie Mama.", wiederholte er und küsste sie auf die Stirn.
"Na ihr zwei Hübschen?", fragte die helle Stimme ihrer Mutter. Sebastian lächelte, als Sakura aufsprang und auf die Frau zu rannte, um sie kräftig in den Arm zu nehmen.
"Mama!! Ich liebe dich!", sagte Sakura und die junge Mutter lachte.
"Das darfst du doch nicht zu mir sagen, sondern zu einem Jungen, den du gerne hast.", sagte sie und umarmte ihr Kind zurück.
"Du meinst Sebastian?", fragte sie und schaute Sebastian skeptisch an. Dieser lachte und schüttelte den Kopf.
"Nein, zu einem Jungen, der dir ganz viele Küsschen gibt!", sagte ihre Mutter und begann die lachende Sakura von Oben bis Unten ab zu knutschen.
Sakura lachte laut auf und wehrte sich gegen die Knutschattacke ihrer Mutter. Sebastian lachtre lauthals auf.
"Na warte! Du bist auch dran!", sagte die Mutter und ließ ihre Tochter los. Sie stürzte sich auf ihren Sohn und knutschte auch ihn unter lauten Protesten ab.
Sakura wollte sich das Alles natürlich nicht entgehen lassen und stürzte sich mit in den haufen.
Lachend lagen sie alle am Boden und sahen zum Himmel und beobachteten die Wolken.
"Schau Mal, die sieht aus wie eine Ente!", lachte Sakura.
"Die da sieht aus wie ein Schiff.", sagte Sebastian und zeichnete die Linien nach.
"Seht ihr diese Wolke da?", fragte ihre Mutter und zeigte auf eine ganz große Wolke.
"Stellt euch vor, dies wäre ein Gesicht. Und das drum herum wild im Wind wehendes Haar.", sagte sie mit leichter Sehnsucht in der Stimme.
"Die sieht aus wie Sebastian.", sagte Sakura.
"Nein, wie Vater.", sagte Sebastian und zum ersten Mal fiel ihm die Ähnlichkeit zwischen ihm selbst und seinen Vater auf. Begeistert betrachtete er die Wolke. Die Züge ähnelten seinen sehr, nur wirkten sie viel älter und erfahrener. Sebastian musste lächeln, als er sah, dass auch dieser zu lächeln schien, bevor der Wind seine Züge verwischte und es wieder eine normale Wolke war.
"Wo er wohl gerade ist.", fragte sich Sebastian. Seine Mutter seufzte.
"Egal wo er ist, ich bin sicher, er denkt an uns.", sagte sie und stand auf.
Sakura und Sebastian blieben noch liegen und starrten weiter zu den Wolken.
"So ihr zwei, ich habe hier ein paar Kekse und etwas Milch für euch.", sagte ihre Mutter fröhlich und stellte ein Tablett ab.
Sebastian ließ sich die Kekse natürlich nicht entgehen, denn er liebte Kekse und könnte dafür sterben.
Auch Sakura gierte nach den Keksen und zusammen vernichteten sie alle.


Sebastian seufzte in Gedanken an die schöne alte Zeit und sah hinauf zum sonnigen Himmel. Es war nicht mehr weit, vielleicht ein paar Stunden und sie waren endlich da. Sebastian drehte sich um und sein Mantel umwehte seine Knöchel im wilden Wind, der auch sein Haar durcheinander brachte.
Luciana saß am Boden und betrachtete ihn. "Du siehst traurig aus.", sagte sie. "Liegt das daran, dass du an deine Schwester denkst?", fragte sie fürsorglich und Sebastian hätte sie am liebsten umarmt.
"Ja. Ich ertrag den Gedanken nicht ihr Feind zu sein.", sagte Sebastian und seufzte erneut. Seine Hand wanderte zur Stirn, als hätte er Kopfschmerzen. Sebastian hatte nie die Absicht gehabt gegen seinen eigene Schwester zu kämpfen. Nie hatte er gedacht, dass es so weit kommen musste.
"Das sie ausgerechnet einem Kaiser dient ist es, dass mich so fertig macht, schließlich ist dies noch schlimmer, als würde sie einem normalen Piraten dienen. Da könnte man wenigstens noch über einiges hinweg sehen, aber so? Ich will nicht gegen meine Schwester kämpfen, ich kann das nicht? Ich will nicht derjenige sein, der sie in das Hochsicherheitsgefängnis einliefern muss. Ich will meiner Mutter nicht noch Kummer aufbringen, auch wenn sie schon tot ist.", sagte Sebastian und hatte begonnen wild auf und ab zu laufen. Sein Kopf schmerzte inzwischen tierisch und wenn das so weiter ging, würde sein Kopf noch anfangen zu qualmen.
"Admiral Sakura no Hana!", rief Takage und rannte so ziemlich außer Puste auf Sebastian zu.
"Was ist denn Vize-Admiral Takage?", fragte Sebastian.
"Wir haben Nachricht vom Hauptquartier bekommen. Die Kaiserin, die euch damals entkommen ist, sie ist am selben Tag gestorben.", sagte er. "Ein Mann der Cipherpol 9 war es, der, der auch hier auf dem Schiff ist.", sagte Takage.
"Er sagt, er habe sie erwischen können, als sie Admiral Sajin entwischt war.", erzählte Takage. Sebastian nickte. Das war gut, sehr gut sogar.
Innerlich jubelnd drehte sich Sebastian zum Horizont. Wenigstens eine gute Nachricht. Dann war sie vor 7 Jahren also gestorben. Das war gut. Eine Plage weniger. Und ihren Vize hatte er bestimmt auf dem Gewissen, den er schien seinen Wunden erlegen zu sein.
Geschah diesem Pack nur Recht. Sebastian räusperte sich und deutete in die Ferne. Dort war ein Schiff, ein schwarzes und es war kein anderes als die Black Swan.

Als sie ankamen, ließ Sebastian das Schiff durchsuchen. Es war leer. Kein Wunder, denn die Piraten mussten sie schon bestimmt gesehen haben und wrem daraufhin auf die Insel geflüchtet, auch wenn diese gefährlicher war als man annahm. Ein großer Dschungel war zu erkennen und Sebastian stöhnte bei deren Anblick auf.
Mit einem düsteren Blick auf die Bäume gerichtet, überlegte er, wie sie eine Horde Piraten ausgerechnet hier finden sollten. Der Großadmiral hatte die Info gegeben, dass die Mitglieder der Besatzung schon als tot erklärt worden. Eine Frau, deren Stimme mit Kiras identisch war, hatte sich unter Tränen bei der Blue Legacy gemeldet und die schwere Nachricht verbreitetet.
Das passte. Die Kaiserin würde an dieser Nachricht zerbrechen und sich schließlich dem Tod übergeben, wenn sie schlau war, da sie jetzt die Hälfte ihrer Crew verlor, wenn nicht noch mehr.
Sebastian pfiff einige Matrosen zu sich. Er befahl ihnen sich zu bewaffnen und an zu fangen die Insel zu durchkämmen, damit sie voran kamen. Sebastian selber ging unter Deck des Schiffes. Seine Schritte führten in einen Gemeinschaftsraum, den er sich genau besah. Ganz hinten war eine Tür. Mit schnellen Schritten ging er darauf zu. Als er sie öffnete, machte sich vor ihm ein langer Gang breit. Er lief an der ersten Kreuzung weiter und auch an der zweiten hielt er nicht, sondern lief geradeaus, bis zum Ende des Schiffes, wo er vor einer schönen Tür hielt. Mit seinen Fingern fuhr er ein Muster, wie man es von Teufelsfrüchten kannte nach und überlegte.
Nach einer Weile griff er nach dem Henkel und drückte die Tür auf, wie zu erwarten war der Raum leer.
Ordentlich sah es hier aus. Mehrere Werkzeuge lagen in einer Kiste. Wahrscheinlich war die Kommandantin dieses Schiffes der Kaiserin hier zu Gange gewesen. Alles schien ordentlich und aufgeräumt.
Sebastian öffnete mehrere Schubladen, fand Unmengen von Schmuck und Geld, die achtlos hinein geworfen waren, wahrscheinlich kümmerten sich diese Piraten nicht sonderlich darum, sondern stahlen zum Spaß und um die Marine zu ärgern.
Sebastian musste bei diesem Gedanken schmunzeln. Piraten, die nur aus Langeweile stahlen. Sebastian verstand so etwas nicht. Sie hätten genauso gut zur Marine gehen können.
Gerade wollte Sebastian sich umdrehen, da erschreckte ihn ein Keuchen und er drehte sich um, um direkt in das Gesicht eines jungen Mannes zu sehen, der nun alles was er trug fallen ließ und davon rannte.
"Stehen geblieben!", fauchte Sebastian und lief hinterher, machte sich bereit den Mann zu fangen.
Dieser zog zwei Pistolen und schoss hinter sich. Sebastian fluchte, als ihn eine Kugel ins Bein traf, weshalb er taumelte und etwas langsamer als vorher war. Der Mann lief hoch an Deck und sprang über Bord.
Sebastian lief zum Reling und suchte ihn. Als er ihn gefunden hatte, nahm er ein Gewehr von einem Matrosen, der neben ihm stand, zielte und schoss.
Mit einem freudigem Grinsen sah er, dass er getroffen hatte, den Blut begann das Wasser rot zu färben. Der Mann tauchte auf und schaffte es gerade so an Land. Elendig kroch er in die Büsche und war verschwunden.
Sebastian rieb sich das schmerzende Bein. Sein Schuss hatte es an der Seite aufgerissen und es brannte. Sofort kam ein Mediziner und bat Sebastian es verbinden zu dürfen.
"Mach schnell, wir dürfen keine Zeit verlieren.", sagte er und zog die Hose soweit hoch, dass man die Wunde verbinden konnte.
"Wer war das?", fragten Sajin, Luciana und Takage, als hätten sie es einstudiert gleichzeitig zu sagen.
"Das war der Typ, der der Kaiserin am Nahesten steht, es ist ihr Geliebter. Ich kenne ihn nur deshalb, weil er damals mit der Kaiserin aus Impel Down fliehen konnte. Dieser Mann muss nicht ungefährlich sein, wenn er das geschafft hat.", erklärte Sebastian und erinnerte sich an den Vorfall von damals. Danach war er nämlich befördert worden, weil er noch das Ansehen von Impel Down gerettet hatte.
Sajin nickte. "Taktisch wäre es also klüger, wenn wir ihn als einen der Ersten ausschalten?", fragte er Sebastian, der wesentlich länger im Amt eines Admirals stand als er selber.
Sebastian nickte. "Allgemein sollten wir die "Elite", wie sich der Freundeskreis der Kaiserin nennt, zuerst ausschalten.", sagte Sebastian.
James kam hinzu. "Ich begleite euch. Ich kann euch nämlich auch helfen.", sagte er und stampfte mit dem Stock auf.
"Soweit ich weiß, müssten noch der Vize, die Verräterin Nixa D. Arbe, Mr BurningBird alias Kosuke Hizoni, Kira Mordio und Izuma, alias Mr. SilverStar auf dem Schiff sein. Sie sind als engste Vertraute des Kaiserin bekannt.", erklärte James und wedelte mit einem Haufen Steckbriefe herum.
"Die haben ja alle ein ziemlich schickes Kopfgeld...", murmelte der Admiral, während er alle Steckbriefe der genannten Personen durch blätterte.
Die Namen, die James genannt hatte stimmten, die Bilder waren leicht ein zu prägen. Ein weiterer Mann fiel auf. Ein Fischmensch.
"Wer ist das?", fragte Sebastian.
"Das ist ein Mann namens Mister Red, er scheint einer der Shintos zu sein, aber es existiert auch eine Madame Red, die den Tsukiyamis angehören soll. Ob die Beiden einmal miteinander zu tun hatten, kann ich nicht sagen, da keine Fakten über diese Personen vorhanden sind. Diese Madame Red soll aber eine gefährliche Person sein, denn sie führt eine seltsame Art von Meerjungfrauen an, die sich selbst Nixen nennen. Sie hat in Whiskey Peak ziemlich viel Schaden angerichtet und einen Konteradmiral auf dem Gewissen, sowie mehrere Schiffe versenken lassen.", erzählte James munter drauf los. Er als Agent der Weltregierung musste ja bestens informiert sein.
"Weitere Mitglieder sind Kira Mordio. Sie ist ein Mädchen, dass von der Alabaster-Frucht gegessen hat und auch so weich und glatt wie dieser Stoff ist. Sie besitzt mehrere Waffen, wie Schleuder, Hammer und ein Schwert. Mr. SilverStar besitzt keine Teufelsfrucht. Er hat Pistolen und scheint sich in Haki gut zu verstehen, was für euch alle, da ihr Teufelsfruchtnutzer seid zum Verhängnis werden könnte. Mr. BurningBird ist der Navigator der Truppe, er hat die Fähigkeit sich in einen Phönix zu verwandeln, was ihm eine schnelle Heilungsmöglichkeit bietet. Er kämpft mit Krallenfäusten und Pistolen. Nixa D. Arbe hat eine Liebes-Frucht gegessen. Sie kann Menschen in Stein verwandeln, also Vorsicht. Mister Red kämpft mit Degen und Tritttechnicken, eine Teufelsfrucht ist nicht bekannt, er scheint aber recht linke Tricks an zu wenden, weshalb auch er nicht zu unterschätzen sein sollte.", erklärte James.
Also Seestein wäre nicht schlecht. Sebastian murmelte vor sich hin, wie sie das am Besten hinbekommen sollten. Wer konnte sich um wen kümmern? Sebastian wusste es nicht. Am besten sie griffen einfach mal an.
"Gibt es sonst noch etwas zu wissen?", fragte Sebastian nachdenklich.
"Nein, das war es erst Mal, mehr konnte ich nicht in Erfahrung bringen.", sagte James entschuldigend, schließlich war es schon schwer genug gewesen all diese Infos zu bekommen ohne das man einen Verdacht gegen ihn heite.
James seufzte. Das man immer gleich das Beste von ihm erwartete.
Sebastian spähte zum Strand. Jetzt mussten sie diese erst einmal finden. Als Sebastian ein unmenschliches Brüllen hörte, seufzte auch er. In einem Dschungel voller Dinosaurier würde das einen Heidenspaß machen, welch Ironie des Schicksals.





Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Sebastian Sakura no Hana   Do 26 Apr 2012 - 17:57

Sebastian mochte den Dschungel schon nicht, als ihm die erste Liane ins Gesicht hing und mit einem Wisch bei Seite fegte Sebastian diese weg und grummelte vor sich hin.
"Ich mag Katzen, aber diesen Dschungel hasse ich. Ich mag Katzen, aber diesen Dschungel hasse ich. Ich mag Katzen, ABER DIESEN BEKLÖPPTEN SCHEISS DSCHUNGEL HASSE ICH SO SEHR, DASS ICH IHN MIT EINEN BUSTER CALL AN DEN ÁRSCH DER WELT PUSTEN KÖNNTE!", schrie Sebastian seinen Frust heraus und hackte mit einem Schwert auf alles ein, was ihm zu viel im Weg stand. Diese ganze Situation hier brachte ihn zur Weißglut und Sebastian hätte am Liebsten seinen Wunsch war gemacht und einen Buster Call mit seiner goldenen Teleschnecke gestartet, doch diese sah ihn so mitleidig an, dass er sie sofort wieder weg steckte. Als er sich umdrehte, sahen ihn seine Verfolger mit großen Augen an.
"Ruhig Blut, Großer!", sagte Sajin und winkte ab. "So weit muss es noch nicht kommen."
Sebastian nickte. "War nur eine Idee.", sagte er und sah sich weiter um. Dschungel, Dschungel, Dschungel überall. Sebastian hasste es, auch wenn er sich das jetzt zum 50. Mal sagte, aber er würde es immer wieder sagen.
Sebastian hing plötzlich fest. Etwas hatte sich um sein Bein geschlungen und er fiel hin. Um ihn herum schnappte plötzlich etwas zu und er war in einer Fleisch fressenden Riesenpflanze eingesperrt.
Sebastian hockte dort drinnen und verzog angewidert das Gesicht.
"Ich hasse dich Dschungel.", sagte er nun zum 51. Mal und schrie auf. Auf seine Teufelsfrucht konnte er nichts mehr ausrichten, denn ein äußerst appetitlich riechender flüssiger Schleim bedeckte Sebastian. Er griff an die Stelle, wo zuvor sein Schwert gewesen war, stellte aber fluchend fest, dass er es ja Takage überreicht hatte. Dann versuchte er seinen Dolch zu finden. Er griff ihn und riss ihn von unten nach oben, woraufhin ein Riss sich durch die Pflanze zog, die aber noch enger wurde und Sebastian in seinen Bewegungen einschränkte.
Doch dann riss etwas die Pflanze auseinander. Luciana stand mit konzentrierten Gesicht vor ihm und mehrere Hände begannen die Pflanze immer weiter zu öffnen.
Schnell sprang Sebastian heraus und die Pflanze schnappte wieder zu, doch alles was sie fassen konnte waren rosane Blüten, die wie ein feiner Regen über sie fiel.
"Danke Schatz.", sagte Sebastian. "Sajin, ich brauch dich mal. Ich will nicht mit Pflanzenkotze am Leib umher laufen, also bitte, ja?", sagte Sebastian.
"Kein Thema Seb, ich dusch dich gern.", sagte Sajin und übergoss Sebastian mit seiner Wasserartigen Flüssigkeit, die er natürlich auch wieder aus seinen Kleidern heraus holte, damit er trocken war. Denn nass nützte Sebastian ihnen nicht viel. Sebastian war glücklich, dass Sajin nicht sein Feind war, denn sonst hätte er üble Probleme gehabt.
Doch Sajin blieb nicht lange. "Eh Seb, sorry, aber ich werde dringend wo anders gebraucht. Kommt ihr alleine klar?", fragte er. Sebastian nickte.
"Wird schon gehen.", sagte er, auch wenn ihn der Gedanke grauste jetzt ohne Sajin hier weiter zu machen, aber so konnte er halt mehr Ruhm für sich selber einheimsen.
Sebastian lief weiter. Seine Schritte führten durch das Dickicht hindurch. Aber kaum hatten sie das erste Problem hinter sich, kam das zweite. Ein Dinosaurier. Sebastian blickte einem Tyrannosaurus Rex direkt in die Augen. Der Dino schnaubte. Sebastian tat es auch. Feindseelig starrten sie sich Ewigkeiten an, dann legte Sebastian los.
Seine Sandklingen durchfuhren den Körper des Dinos wie Butter und Sebastian lachte feixend, als dieser in Scheiben geschnitten vor ihm lag. Wie ein König fühlte er sich und sang friedlich vor sich hin, dass er doch ein Champion sei.
Die Anwesenden hinter ihm betrachteten den durchgeknallten Admiral voller Argwohn und fragten sich, wieso er überhaupt so eine Stelle inne hielt, doch im nächsten Moment wurde Sebastian wieder ernst.
"Wir müssen weiter.", sagte er und meinte Stimmen zu hören. "Leise."

"Wir müssen hier verschwinden!", sagte Kira Mordio mit Panik in der Stimme. Izuma verzog das Gesicht, als die ehemalige Samurai Nixa D. Arbe ihn seine Wunde säuberte.
"Wir gehen gleich, doch erst muss ich das hier desinfizieren, sonst entzündet es sich und Izuma könnte daran sterben.", sagte die erfahrene Ärztin und tupfte die Wunde weiter ab. Sie ahnten allesamt nicht, dass die Marine sie bereits umstellt hatte. Sebastian lächelte. Sie saßen in der Falle.
"Ja, aber was ist, wenn die Marine auftaucht! Wir sind geschwächt vom letzten Kampf und wir könnten nicht wirklich gegen sie bestehen.", sagte Kira und lief unruhig hin und her.
"Godammed Shit...", murmelte Mister Red. Mr. BurningBird seufzte und las seine Karten durch.
"Selbst wenn wir entkommen würden, würden sie uns bestimmt noch lange verfolgen. Wir sitzen tief in der Klemme und unser Schiff wird bestimmt bewacht.", sagte der Navigator und betrachtete durch seine Brille die anderen.
Sebastian sah zur Seite. Takage schien niesen zu müssen. Schnell legte er einen Finger unter seine Nase und der Drang legte sich, doch kaum zog er ihn weg, entfuhr Takage der Nieser und sie waren enttarnt, denn sofort sprangen alle alarmiert auf und Sebastian schrie nur noch.
"ANGRIFF!"
Sebastian stürzte sich auf Mister Red, der ihn mit einen breiten Grinsen ansah. Seit seinem letztem Treffen in Water Seven mit der Nixe Demonika Melodrama war er nicht lange weg geblieben, sondern sofort zurück gekehrt, denn hier brauchte man ihn, dass hatte er von Anfang an gewusst.
Sebastian wich einer Reihe von Hieben und Schlägen aus, fing sie zum Teil selber ab, denn neben seiner Teufelskraft war auch Schnelligkeit seine Stärke. Sebastian fing eine weitere Attacke ab, hielt die Faust des Gegners fest umschlossen und wirbelte ihn über die Schulter direkt in den Boden, wo er ihn tief in diesen Grub und ein Krater entstand.
Dreck wirbelte umher und traf Sebastian und diesen Typen ins Gesicht. Mit großen grünen Augen sah dieser Mann ihn an. Sebastian erinnerte sich ihn vielleicht irgendwo gesehen zu haben, aber das interessierte ihn nicht. Stattdessen presste er seine Hand direkt auf die Kehle des Mannes und er begann zu zerfallen. Schließlich hatte Sebastian nur noch Sand zwischen den Händen.
Plötzlich traf Sebastian ein Hammer in den Rücken. Als er sich umdrehte, sah er direkt in die Augen einer weißhaarigen Schönheit, die ihn mit Tränen in den Augen ansah.
"Ihr meint ihr kämpft für Gerechtigkeit, doch ihr seid nichts, nichts als blöde Idioten, die meinen sie könnten Leben rauben, ohne dafür bezahlen zu müssen, während wir dafür bestraft werden, wenn wir uns wehren!", sagte sie und griff Sebastian erneut an, diesmal schlug ihr Hammer in den Sand.
Sebastian erschien hinter ihr und legte seine Hand an ihre Kehle, doch sie glitt ab. Das Mädchen entwand sich schnell seinem Griff und flüchtete sich ins Buschwerk. Viele waren verschwunden, denn die anderen waren in den Dschungel verschwunden.
Nixa beobachtete Sebastian mit ernstem Blick. "Du hast dieses Leben nicht umsonst genommen!", sagte sie streng und küsste mehrmals auf ihre Hand. Sebastian verwandelte sich in Sand und die Attacke der Nixa ging im Nichts auf.
Fluchend schimpfte sie über die Logia Nutzer, die sich auf dieser Erde befanden und davon die Meisten auch noch in der Marine, sowie Sajin, Takage und Sebastian, aber auch Rico Smith, der Eisadmiral. Sebastian hatte zwar noch nicht das Vergnügen mit ihm, dennoch würde er ihn sicher bald mit ihm treffen.
"Stell dich mir, du Sandteufel! Oder bist du zu feige einer Frau ins Angesicht zu sehen?", sagte diese Frau mit irrem Blick und überlegte wo sich dieser befand. Sebastian tauchte weit hinter ihr auf.
Der Boden wurde zu Sand, als er seine Hand darauf legte und diesem die Flüssigkeit entzog.
Nixa sah verwirrt nach unten, als sich die Dichte des Bodens veränderte und sah dann hinter sich.
Sebastian schlug wie bei einem Karate-Schlag auf den Boden und eine Schnittwelle aus Sand raste auf die Frau zu und traf sie frontal.
Ihr Blut befleckte den Boden und Sebastian seufzte. Normal wollte er es nicht so weit kommen lassen, doch diese ließen ihm keine Wahl.
Sebastian marschierte weiter. Inzwischen war es um ihn herum totenstill und Sebastian mochte diese Stille nicht.
Dann hörte er einen Schrei. Sofort rannte er los.
Auf einer Lichtung stand James, Izuma vor ihm gebeugt am Boden, die Arme auf den Rücken gefesselt. Kira wurde von Takage mit Hilfe von Seestein gebändigt. Der Phönix die anderen waren verschwunden.
"Wenn wir mit dir eine Plage weniger loswerden, werden wir es auch durchziehen.", sagte James gehässig und zog an dem Griff seines Stockes, wobei ein langes Schwert zum Vorschein kam. Das hatte es also mit diesem Stock auf sich. Sebastian schmunzelte.
"Was hast du vor, James?", fragte Sebastian diesen und er wandte seinen Blick zu ihm.
"Ich richte ihn hin. Er ist nicht von Nutzen für uns und macht nur Ärger!", sagte James.
"James, dass muss nicht sein, dass weißt du. Lass ihn uns lieber nach Impel Down bringen, dort wo er hin gehört.", sagte Sebastian und Takage nickte.
"Es wäre besser so.", sagte auch er.
"Ich als Beauftragter der Weltregierung habe die Befugnis selber über Leben und Tod der Gegner der Weltregierung zu entscheiden und ich habe für ihn den Tod gewählt.", sagte James und hob sein Schwert.
"Nein! Lasst ihn am Leben, bitte! Ich tue auch alles was ihr wollt, aber tötet ihn nicht! Bitte!", schrie Kira und versuchte sich von Takage zu befreien, was kläglich scheiterte.
"Kira. Lass los.", sagte Izuma und alle richteten den Blick auf ihn. Kira jammerte.
"Ich kann nicht, Izuma. Ich will nicht, denn ich liebe dich.", sagte sie und ihre Stimme wurde immer leiser dabei. Sebastian konnte nicht mit ansehen, wie dieses Liebespaar zerrissen wurde, denn auch Luciana begann zu weinen, da diese Zähne sie ebenfalls berührte und sie sich vorstellte, wie es wäre, wenn sie selbst und Sebastian in dieser Situation wären.
"Sebastian! Lass das nicht zu!", bat sie ihn unter Tränen. Sebastian trat vor James und versteckte den Mann hinter sich.
"Lass es James. Dass musst du den Anwesenden hier nicht antun.", sagte Sebastian beruhigend, doch der Agent der Cipherpol 9 ließ sich nicht davon abbringen.
"Meinst du ich verschone das Leben eines armseeligen Piraten, nur weil es das Herz einer Frau bricht? Meine Mutter wurde von einem wie diesen ermordet als ich noch ein Kind war und hätte mich auch nicht verschont, wieso sollte ich es jetzt auch tun?", fuhr James Sebastian an und drückte ihn sein Schwert gegen die Kehle.
"Außerdem kann ich dich dafür bestrafen lassen, wenn du dich weiter für diesen Mann einsetzt und als Pirat abstempeln lassen.", sagte er gehässig und schob Sebastian weg.
"Und jetzt bei Seite, ich habe einen Job zu erledigen.", sagte der Mann und hob erneut sein Schwert.
Ein Mann schubste ihn bei Seite. Kosuke Hizoni alias Mr BurningBird war gekommen, um seinen Kameraden zu retten und Sebastian seufzte innerlich auf und auch Luciana schien sich zu beruhigen, denn dieses Drama wollte sich keiner antun. Takage machte den Fehler Kira los zu lassen, um James zu helfen, diese rammte ihn einen Hammer ins Rückgrad, woraufhin er in Papier zersplitterte.
Kira schnappte sich Izuma, sah zu Sebastian, welcher ihr kurz zunickte. Einen kleinen Vorsprung konnte er ihr gewähren mehr nicht. Schnell machte sie Izuma los und Beide rannten los.
Sebastian zählte bis fünf und machte sich an die Verfolgung.
Äste und Zweige trafen die Leute der Marine ins Gesicht, sie mussten durch Bäche und Flüsse springen. Luciana blieb im Gestrüpp hängen und schrie Sebastian zu, er solle weiter laufen, sie käme zu Recht.
Sebastian nickte und hoffte, dass sie Recht behielt. Seine Schritte folgten den Beiden vor sich und sie brachen auf einer Lichtung durch, wo James schon lauerte. Sebastian konnte sich nicht vorstellen, wieso dieser schon dort war, wahrscheinlich war er vor Sebastian los gelaufen.
Kira schrie erschrocken auf, Izuma zog eine Waffe und zielte zitternd auf James. Dieser grinste und lief um die Beiden herum, wobei der Lauf seiner Pistole den Beiden folgte.
"Hast du Angst, Pirat?", fragte er an Izuma gerichtet. Sebastian verstand nicht, wieso ausgerechnet er?
Izuma schüttelte entschlossen den Kopf. "Tod.", sagte er bloß, auch wenn es für Sebastian verwunderlich war.
"Ja, der Tod ist schon was Schlimmes.", murmelte James.
"Und auch die, die ihn bringen sind es. Nicht wahr Izuma. Erinnerst du dich an die Zeiten, wo du einst in einer Gilde von Assasinnen gearbeitet hast? Es war ein schöner Abend. Eine junge Frau saß am Bach und spielte mit einem kleinen Hund. Ein junger Mann beobachtete sie mit liebevollen Blick, als ein seltsamer Fremder erschien. Er beugte sich zu der Frau herab, sagte etwas. Dann ertönte ein Schuss und er begann davon zu laufen. Der Junge im Schatten lief los, um den Mann abzufangen, damit er ihn für diese Tat bestrafen konnte, denn diese ermordete junge Dame war seine Geliebte gewesen. Als er dort ankam, ritt ein junger Mann direkt auf ihn zu, als er den jungen Mann sah, weiteten sich seine Augen vor Schreck, und seine Kapuze, die ihn vor Blicken schützte rutschte herab. Es warst du, der der junge Reiter war. Und ich, der ihm ungläubig nachstarrte, als er mich fast mit seinem Pferd umgerannt hätte.", sagte James und blickte dabei Izuma fest in die Augen. Der Hass und die Trauer waren ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.
Sebastian verstand jetzt sein Verhalten. Er tat es aus Rache um eine verlorene Geliebte. Aber Sebastian wusste, dass dies Falsch war. Rache war ein falscher Freund. Er wollte schon auf James zugehen, als Izuma folgendes tat. "Fehler.", sagte Izuma und senkte die Waffe. Kira schrie wieder auf. "Lass ihn nicht aus dem Visier! Izuma!", rief sie, doch Izuma sagte nichts. Sein Blick war voller Trauer, als schien er an seine Vergangenheit zu denken. Sebastian sah, wie dieser junge Mann daran zerbrach.
James lächelte. Seine Rache schien perfekt zu werden. Er preschte vor und sein Schwert durchbohrte den jungen Mann. Er hustete und spuckte Blut, während er mit dem Schwert in der Brust auf den Boden sank. Kira schrie auf. Sie ging auf ihn zu, doch Izuma schrie auf. "Verschwinde!", rief er, damit Kira sich in Sicherheit brachte. Diese schüttelte immer wieder den Kopf und Tränen traten in ihre Augen. "Nein! So darf es nicht enden!", rief sie und trat vor, doch James nächste Tat ließ sie zurück schrecken.
James zog sein Schwert unter einem Schmerzschrei von Izuma aus dessen Körper heraus.
"Stirb Elender!", schrie James, sein Schwert schien in Zeitlupe vorwärts zu schwingen und trennte den Kopf vom Leib des Mannes, welcher nun zusammen brach, da ihn kein Gedanke und kein Leben mehr hielt.
Kira hatte die Hände vor das Gesicht geschlagen. Kosuke war inzwischen fort. "Ihr Monster!", schrie Kira. Sie schüttelte den Kopf und weinte hysterisch, sie war zerbrochen, doch statt sich zu ergeben und ebenfalls den Tod zu fordern, rannte sie auf Izuma zu, ungeachtet der Personen um sich herum, schnappte sich seinen Körper und seinen Kopf und rannte fort. Sebastian und James standen still gegenüber.
Sebastian merkte nichts mehr. Nicht einmal, dass er weinte. Diese Szene hatte ihm viel Kraft geraubt und er wollte einfach nur nach Hause. Sein Herz klopfte wild und in seinem Hals steckte ein riesiger Kloß, während er weiter auf das Blut am Boden starrte, wo James jetzt kniete und ziemlich deprimiert wirkte.
"Ich habe gedacht, wenn ich ihn töte, wird es mir besser gehen. Und tatsächlich habe ich einen Moment in Euphorie geschwebt, doch irgendwie habe ich jetzt das Gefühl einen Fehler gemacht zu haben.", sagte James und zog seinen Hut vom Kopf.
"Du hättest ihn nicht töten sollen.", sagte Sebastian und trat direkt vor den Mann, der selber zerbrochen am Boden saß.
"Töte mich, ich will so nicht leben.", bat er Sebastian. Dieser schüttelte den Kopf.
"Ich habe nicht das Recht einen Mann wie dich zu bestrafen. Du hast einen schweren Fehler gemacht, bist dich diesem bewusst geworden und musst damit leben.", sagte Sebastian und drehte sich um. Er musste Luciana finden.

Luciana hing so ziemlich in den Seilen. Sebastian befreite sie schweigsam. Als er sie los gemacht hatte, sah sie ihn hoffnungsvoll an.
"Haben sie es geschafft? Sind die Beiden entkommen?", fragte Luciana mit zitternder Stimme. Der Gedanke daran, dass es anders geendet war, jagte ihr Schauer über den Rücken.
Sebastian schüttelte den Kopf. "James hat Izuma getötet.", sagte Sebastian.
Lucianas Blick wurde weich. Sie begann zu weinen. Sebastian drückte sie sanft an sich und wiegte sie hin und her. Auch er weinte. Und er betete zu Gott, dass dies alles ein Ende fand. Alles. Und dass ihm dieser Alptraum nie passieren würde. Würde Luciana sterben, so würde auch er sterben wollen. Nichts würde ihn noch hier halten. Der Wille dieses Mädchens beeindruckte ihn. Er musste sofort an seine Mutter denken.
Damals hatten sie den Brief der Marine bekommen, der besagte, dass ihr Vater verschollen war. Auch wenn sie zusammen gebrochen war, hatte sie sich zusammen gerissen und jeden Tag gekämpft, in der Hoffnung ihr Mann kehre eines Tages zurück. Einer Tages. Aber dieser junge Mann würde niemals zurück kommen, denn sein Leben war auf Ewig vorbei. Und dieses Mädchen litt darunter.
Ein schlechtes Gewissen plagte Sebastian, und er lehnte seinen Kopf an Lucianas. Takage erschien keuchend.
"Oh...", entwich es ihm. Sebastian lächelte schwach und kurz.
"Ist es... Vorbei?", fragte Takage und sah die Beiden perplex an. Sebastian nickte.
"Vorerst ist es vorbei.", sagte er.
Takage nickte.
"Was machen wir jetzt?", fragte er.
"Wir kehren zum Marinehauptquartier zurück.", sagte der Admiral und ließ Luciana los, welche aber noch nach seiner Hand griff.
Dass sie jetzt nicht alleine sein wollte, konnte Sebastian verstehen.
James tauchte auf. Seine Schritte waren schleppend. "Kann ich bei euch bleiben?", fragte er mit zitternder und trauriger Stimme.
"Komm mit.", sagte Sebastian und winkte ihn hinter sich her und zusammen machten sie sich auf zum Strand.

Die kleine übrig gebliebene Truppe schaffte es nur mit Mühe zum Schiff. Allesamt waren sie fertig von den kürzlich passierten Ereignissen. In der Ferne war noch das Schiff der Shintos zu sehen. Jedenfalls das, was von ihnen noch übrig war, denn auch sie hatten hohe Verluste gemacht. Es würde Sebastian nicht verwundern, wenn die Bande daran zerbrach.
Luciana weinte immer noch. Takage und James zogen lange Gesichter und jeder einzelne verkroch sich in seine Kajüte, bis auf Sebastian, welcher mit trüben Blick am Reling stand und überlegte, wie es nun wirklich weiter ging. Sein Herz schmerzte, denn das was eben passiert war, war schlimmer als Diebstahl und der Versuch sich gegen jemanden zu wehren, wie diese Kira behauptet hatte.
Sie schienen eine Affäre gehabt zu haben, denn eigentlich war der Rothaarige als Geliebter der Kaiserin bekannt.
Sebastian sah zu den Leuten, die ihn alle hoffnungsvoll anstarrten. "Die tiefgründigen Ereignisse dieses Tages sind und bleiben ein Geheimnis. Wir haben unsere Arbeit als Marine getan und die Shintos schwer geschädigt. Mehr gibt es nicht zu sagen, habt ihr das verstanden?", fragte Sebastian. Die Matrosen salutierten. "Aye!", sagten sie einstimmig. Sebastian seufzte. Dann war das wenigstens geklärt und würde es für immer bleiben. Hoffentlich.


Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Sebastian Sakura no Hana   Do 26 Apr 2012 - 18:01

¤KÄMPFERISCHE DATEN:

Teufelsfrucht:
Sebastian aß einst von der Suna Suna no Mi, auch unter den Namen Sand-Frucht bekannt ist und zu der Gattung Logia gehört, welche als Stärkste der Teufelsfrüchte gewertet wird.
Der Nutzer dieser Frucht ist in der Lage seinen Körper komplett in Sand verwandeln zu können und diesen auch über Technicken zu erschaffen.
Ein Spezial dieser Frucht ist, dass sie kombiniert mit Schnelligkeit und Geschick auch gut eingesetzt werden kann, wie zum Beispiel mit Klingen aus Sand.
Ein weiteres Plus ist die Fähigkeit der Umgebung, sowie Lebewesen Flüssigkeit einziehen und diese auch in bestimmten Fällen wieder abgeben zu können. Die Gegend, bzw. der Gegner zerfällt bei zu viel Flüssigkeitsentzug zu Sand.
Ein Nachteil dieser Frucht ist, dass Sand zusammen klebt, wenn er befeuchtet wird. Sebastian kann seine Teufelskräfte in diesem Fall nicht verwenden.

Kampfstil:
Sebastian vertraut fest auf seine Teufelskräfte, die er auch immer im Kampf verwendet, dennoch ist er immer darauf bedacht sich in der Defensive zu halten, da er weniger Verluste als Gefangene haben will, weshalb er seine Gegner mit Tricks in Fallen lockt, die er mit Hilfe von seiner Teufelskraft stellt.
Waffen verwendet Sebastian sehr selten und wenn meist nur ein Schwert oder Gewehr, aber ohne bestimmte Technicken, sondern einfach aus dem menschlichen Überlebensinstinkt drauf los, was aber sehr selten vorkommt.
Sebastian hält meist Abstand von seinen Gegnern, da er nicht auf den Nahkampf spezialisiert ist. Er beschränkt sich lieber darauf seine Gegner von der Ferne an zu greifen, so ist die Wahrscheinlichkeit angegriffen, nass gemacht und getroffen zu werden, als wenn er direkt mit Körperkontakt angreifen würde. Außerdem funktionieren seine Technicken meist nur aus einer gewissen Entfernung, damit er nicht selber getroffen wird.
Stärken:
  • Teufelsfrucht:

    Da Sebastian viel auf seine Teufelskräfte vertraut, hat er diese auch dem entsprechend ausgeweitet.
    Er kennt viele Technicken, kann aber viele noch nicht anwenden, weil er diese noch nicht gut beherrscht und damit mehr Eigenschaden anrichtet, als dem Gegner zu Schaden.
    Durch seine Fähigkeit als Logia-Nutzer ist es ihm natürlich auch möglich nicht mit Haki oder Seestein verstärkten Waffen entgehen zu können, indem er die getroffenen Körperstellen in Sand auflösen lässt. Auch Schläge und Tritte kann man somit schnell und einfach entgehen, da sie einfach durch einen hindurch gehen, was sehr praktisch sein kann.
    Außerdem kann er alles um sich herum zu Sand zerfallen lassen, was ihm ein leichteres Spiel verschafft.

  • Denkfähigkeit/Konzentrationsfähigkeit/Taktik:

    Sebastian ist sehr intelligent, auch wenn er meist das Gegenteil beweist, aber im Kampf ist er meist in der Lage einen kühlen Kopf zu bewahren und sich auf das Geschehen zu konzentrieren.
    Er kann innerhalb weniger Augenblicke seine Taktik ändern und weiß wie er einen Gegner schnell und effektiv außer Gefecht setzen kann, wenn er diesen eine Weile beobachtet hat.
    Während eines Kampfes konzentriert er sich aber nicht nur auf seine Gegner, sondern auch auf seine Umgebung, denn es kann immer etwas oder jemanden geben, was ihm von Nutzen sein könnte.

Schwächen:
  • Seestein & Haki:

    Wie alle Teufelsfruchtnutzer erliegt auch Sebastian den Wirkungen seiner natürlichen Feinde dem Seestein und dem Haki, wobei Ersteres ein geringeres Problem für ihn darstellt, da Sebastian selber von der Marine ist und nur diese Seestein bei sich trägt.
    Haki wiederum ist überall zu finden und kann Sebastian ziemlich schaden, da er bei Seestein und Haki die Fähigkeiten seiner Teufelskraft verliert.

  • Wasser

    Wie auch alle anderen Teufelsfruchtnutzer hat Sebastian Probleme mit den Wasser. Ein weiterer Nachteil, der mit seiner Teufelsfrucht zustande kommt ist, dass sobald er feucht ist, dass er seinen Körper nicht in Sand verwandeln und somit auch keine Technicken einsetzen kann.

  • Auge:

    Sebastian ist auf einem Auge blind. Er hat dadurch ein ziemliches Gleichgewichtsproblem und schlägt auch gerne Mal daneben, da es mit allein mit einem Auge nicht leicht ist sich zu orientieren, zumal sich das Bild des Betrachters, wenn auch nur in geringen Maßen, um einige Grad verschiebt und somit nicht realitätsgemäß ins Hirn gesandt wird, was halt dazu führt, dass Sebastian seine Angriffe so starten muss, dass sie sich wie sein Blickwinkel um einige Grad verschieben muss, um einen Gegner genau zu treffen, was er aber in öfteren Fällen gern vergisst, da er sich schon ziemlich dran gewöhnt hat, dass er nur auf einem Auge sehen kann.

Inventar:
Man kann sagen, dass Sebastian so einiges mit sich herum schleppt, was aber eher unwichtiger Kram ist.
Meist sind seine Taschen voll von verschiedenen Steckbriefen. Als einer der bestorganisierten Leuten der Marine, hält er sich immer auf den Neuesten Stand der momentanigen Situation.
Wie jeder andere Admiral besitzt auch Sebastian eine goldene Teleschnecke, mit der man einen Buster Call ausrufen kann, welche er aber sorgfältig versteckt hält, weil dies ein recht gefährliches Spielzeug ist und diese Teleschnecke die Angewohnheit hat einen ziemlich mitleidigen Blick zu haben, weshalb Sebastian sie nicht wirklich einsetzen würde.
Ansonsten trägt er mehrere Zigaretten, Zigarren, Feuerzeug und eine Menge Kaugummi mit sich herum, aus welchen Grund auch immer, denn rauchen tut er sehr selten, fast nie und Kaugummi dreht er so ziemlich jeden an, den er mag.

¤ATTRIBUTE:

B- & K- Haki & Tyrannenhaki:
Sebastian beherrscht noch kein Haki.

Tyrannenhaki auswürfeln:
Nein.


Zu vergebene Punkte: 112 [über 38k Wörter]
Stärke: 20
Schnelligkeit: 25
Geschicklichkeit: 10
Willenskraft: 20
Widerstandskraft: 7
Kenbunshoku: -
Busoushoku: -
Tyrannenhaki: -
Teufelsfrucht: 30

¤TECHNICKEN:

Name:
Ground Death
Art:
Unterstützung/Angriffsvorbereitung
Reichweite:
Sebastian ist der Mittelpunkt. Das betroffene Gebiet kann einen Radius um ihn herum von ca. 5-15 Metern haben.
Beschreibung:
Sebastian muss mit der bloßen Haut den Boden berühren können, um diesen komplett seine Feuchtigkeit zu entziehen, bis dieser beginnt zu Sand zu zerfallen. Diese Vorbereitung braucht er für einige seiner Technicken, wie zum Beispiel Desert Girasole.

Name:
Desert Girasole
Art:
Diese Attacke dient zur Gefangenname gehört also eher zu den defensiven Attacken.
Reichweite:
Je nachdem wie weit sein vorbereitetes Feld aus Sand ist, kann er auch diese Attacke in einem Radius bis zu 15m anwenden.
Beschreibung:
Nachdem Sebastian dem Boden die Flüssigkeit entzogen hat, benutzt er diese nun, um seine Umgebung in ein einziges Treibsand gebiet zu verwandeln.
Je mehr man sich bewegt, desto schneller sinkt man hinein. Sebastian hat die Technick so konzipiert, dass seine Gegner nicht im Schleim ertrinken, aber bis zur Brust darin gefangen sind. Er selber wird von der Attacke verschont, da er sich mit seiner Kraft einen eigenen Weg durch den Sand bahnen kann.

Name:
Suna Wave
Art:
Diese Technik ist ein direkter Angriff, wird in Kombination mit Ground Death eingesetzt.
Reichweite:
Die Attacke kann bis zu 5m weit reichen.
Beschreibung:
Man stelle sich vor, wie ein Mann versucht ein Brett beim Karate zu zerschlagen, genaupe beginnt Sebastian seine Technik. Er schlägt zu und lässt eine flache Schnittwelle, die auf senkrecht geht, wie der eines Schwertes gleich, entstehen, die eine Höhe von 5m erreichen kann und selbst Stein zerschneidet, wenn sie mit Schnelligkeit kombiniert wird.

Name:
Sables Pechado
Art:
Dies ist eine Technick der Offensive.
Reichweite:
Die Technick kann bis zu 10m weit reichen.
Beschreibung:
Sebastian zielt mit den Händen auf einen Gegner und beschwört einen Sandsturm herauf, der auch auf den Gegner losgeht und großen Schaden anrichten kann, zum Beispiel in dem der Sand durch Reibung die Haut aufscheuert, was wie Feuer brennt.

Name:
Barchan
Art:
Eine Technick der Offensive.
Reichweite:
Die Technick reicht von näherer Umgebung bis zu allerhöchstens 5m.
Beschreibung:
Sebastian formt seinen Arm zu einer Sichel aus Sand, die ca. 0,8 m lang sein kann. Diese entzieht beim Treffen dem Gegner viel Feuchtigkeit und schwächt ihn somit ab, wenn nicht macht sie ihn sogar kampfunfähig. Sonstigen Schaden richtet sie nicht an, das sie nicht mit der Wirkung von Desert La Spada eingesetzt wird.

Name:
Desert La Spada
Art:
Dies ist eine offensive Technick.
Reichweite:
Diese Technik kann in einem Radius von 1 - 3m eingesetzt werden.
Beschreibung:
Sebastian formt seinen Arm zu viel gleich großen, ca. 1m langen und 4cm breiten Sandklingen, die in Kombination mit Geschwindigkeit die Schärfe eines Schwertes erreichen können und beim Treffen brennende Schnittwunden verursachen.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Sebastian Sakura no Hana   

Nach oben Nach unten
 
Sebastian Sakura no Hana
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Sebastian Michaelis
» Was ist nur los..
» Mein Irrenhaus xD
» Happy Birthday Sakura Heave
» Fitzek, Sebastian - Flugangst 7a

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Cross Academy  :: Archiv und Analen :: Archiv :: Schreiberlinge :: Takumas Privatbibliothek-
Gehe zu: