Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
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 Shin Takahiro Akkenai

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BeitragThema: Shin Takahiro Akkenai   Mo 4 März 2013 - 15:49





SHIN TAKAHIRO AKKENAI
„Nomen est Omen“ – „Der Name ist ein Zeichen“

Nachname: AKKENAI

Der Nachname seiner Familie lautet 'Akkenai' und bedeutet unbefriedigend oder unzugänglich. Seltsamerweise passt es zu ihm.

Vorname: SHIN TAKAHIRO

Der junge Mann besitzt einen Zweitnamen. 'Shin' bedeutet Gentleman, wobei er eben so einer ist und 'Takahiro' adelig wohlhabend.

Spitzname: Shin

Sein Name ist schon kurz genug.

Geburtsdatum: 06. November

Alter: 18

Geschlecht: männlich

Rasse: Mensch

Klasse: Day Class

Schulstufe: Oberschule, 12

Herkunftsort: Tokio, Japan


Äußerlichkeiten

„Ein oberflächlicher Charakter wird nie eine Goldader entdecken.“
© Pavel Kosorin


Aussehen:
Kennt ihr den kalten Wind, der über die Erde einbricht, wenn der Herbst seinen Thron der nächsten Jahreszeit, dem Winter, übergibt und die letzten, abgestorbenen Blätter zerfallen? Wenn der Himmel träge wird, seine bunten Farben verblassen und schweres Grau sich über den Himmel legt? Fühlt ihr es auch, wenn die Welt müde wird, wenn der Winter beginnt und die Kälte uns zu Untertanen macht? 
Bereits der erste Frost lässt unser Herz gefrieren oder wenn wir an einem kalten Wintermorgen aus dem Bette steigen. Jede Bewegung wird träge und schwer, droht uns aufzuhalten, während wir selbst einrosten, nicht im Stande uns einen warmen Gedanken zu machen. Es ist wie die herankommende Bedrohung, die uns den Atem raubt, durchdrungen von einer Starre. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, die uns lähmt und unsere Taten überdenken lässt oder gar nicht mal etwas zu wagen. Genauso lässt sich das Gefühl beschreiben, wenn Shin Takahiro Akkenai auf der Bildfläche zu sehen ist, wenn er in Erscheinung tritt. Mit einem selbstsicheren und, anderen Menschen gegenüber gleichgültigem, Auftreten verkörpert er die Personifikation des Eiskönigs, der niemanden einen freundlichen Blick schenken würde. Er beweist wahre Größe mit der Ablehnung in der Körpersprache und der straffen Haltung seiner stolzen 1,73 Meter. 
Doch wie gefährlich er auch wirkt, wie viel Angst er auch immer bereiten könnte, trotz des sportlichen Körpers, war er kein Schläger, es sei denn man wollte, dass er einer wurde, auch wenn die breiten Schultern bereits durch reine Einschüchterung den Sieg erringen konnten.
Doch der muskulöse Oberkörper ist nicht der einzige Punkt, der den jungen Mann insgeheim zu einem Mädchenschwarm machen konnte.
Von der Kopfspitze bis zum Fuß ist Shin ein attraktiver, junger Mann, worauf seine Mutter besonders stolz war. Sein pechschwarzes, kurzes Haar ist voluminös und wild, was durch die einzelnen abstehenden Haarsträhnen betont wird. Seine helle und zarte Haut wird durch die fallenden Haarsträhnen um seine stets neutrale und desinteressierte Miene umrahmt. Lange und dünnere Augenbrauen bilden den Bogen seiner spitzen Gesichtsform, welche sehr oft zusammengekniffen über den schmalen Augen liegen, deren kaltes Blau, also Blau-grau eisig hervorsticht. Seine geformte Nase passt zu den langen, dünnen Lippen, die nicht oft zu einem Lächeln geformt werden, viel mehr zu einem spöttischen Grinsen. Trotz der hervorstechenden Abneigung und Ablehnung umgibt ein sichtbarer, geheimnisvoller Zauber um ihn, der nur gelöst und erkundet werden wollte, um das Herz des eisigen Königs zum schmelzen zu bringen und die Güte und Liebe seiner Miene erblicken zu können.
Shin trägt keinen Schmuck und man wird niemals eine Kette um seinen schlanken Hals sehen, lediglich ein Ring ziert seine rechte Hand und deren schlanke Finger, wie die eines Pianisten sind.
Doch wie perfekt seine makellose Haut auszusehen scheint, verbirgt sich hinter eine trügerisch schönen Illusion eine hässliche Seite, die auch Shin zu verbergen versucht. 
Wie stark sein Oberkörper auch Blicke fangen könnte, so könnte er nie seine Narbe verbergen, welche sich seitlich von seinem Rücken bis nach vorne unter der Brust hauchdünn hinzieht. Er mag es nicht darüber zu sprechen und verbindet nur schmerzliche Erinnerungen damit. Man sieht Shin daher selten Oberkörper frei laufen, meistens in einem Unterhemd, welches seine Muskel betonen konnte, doch auch an anderen Stellen seines Körpers lassen sich kleine Narben finden.
Widmen wir uns ganz seinem Kleidungsstil, hätte man behaupten können, er wäre ein großer Fan von Barney Stinson. Shin mag Anzüge und Uniformen, denn diese standen ihm und er wirkte wie eine Autoritätsperson, von der man sich fürchten aber auch respektieren musste. Vielleicht wurde auch von den 'Men in Black' beeinflusst, denn er trug gerne schwarze Anzüge, als sei es sein letzter Tag. Erst nach der Geschichte würden wir verstehen warum.
Generell achtet er nicht auf Mode und scheint auch nichts von dir dieser zu halten, denn wenn er keine Anzüge trägt, dann sind es leichte Hemden und einfache Hosen, aber auch Sweatshirts und bequeme Joga-Hosen. Auch das Schuhwerk ist besonders stilvoll außer es ist sein entspannter Tag, an dem er es sportlich mag.
Insgesamt hat Shin nicht nur eine eiserne und geheimnisvolle Aura um sich, er hat auch Stil, den man bei dem Herrn, der das Wort 'gentleman' im Namen hat, zu erwarten scheint.
Lernt man ihn jedoch persönlich kennen, dann weiß man, warum er eher der Eisenkönig, als Mr.Perfect agiert.

Größe: 1,73m

Besondere Merkmale und Kennzeichen:
Ring an rechter Hand
Immer Anti-Depressiva bei sich, ob er es einnimmt oder nicht
Narben am Körper, vor allem quer über den Rücken

Charakteristik

„Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.“
© Niccolò Machiavelli


Persönlichkeit:
Mit hoch erhobenem Haupt schreitet Shin Akkenai durch die Welt, aber nein, er ist nicht arrogant und selbstverliebt, nimmt sich für wichtig und drängt seine Person auf - Im Gegenteil. Er ist kalt zu den Menschen, genauso wie kalt er in seinem Herzen ist, so eingefroren, wie der Winter ihn erstarren ließ und ihn letztendlich vergessen hatte.
„Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein.“
Und das war Shin. Sein Interesse reichte nicht für Probleme Anderer oder ihre Sorgen. Gleichgültigkeit und Desinteresse waren sein täglicher Begleiter, der ihn von den Menschen absonderte, der ihn so Gefühls-eingefroren wirken lässt und jegliche Emotionen nicht erlaubt. Nicht Mal die Freude den Menschen absichtlich weh zu tun, sie durch reine, spöttische Worte zu verletzten, fand einen Platz, in dem Herzen aus Eis. Er verhielt sich wie ein Einzelgänger und das wollte er bleiben. Natürlich kannte er Freundschaft und hatte ein Mal Freunde gehabt, doch er hatte begriffen, dass es besser wäre keine zu haben. Viel zu groß war die Bürde jemanden vertrauen zu können und das tat Shin nicht. Vertrauen schenkte er nur einer handvoll Menschen, er war ein skeptischer Kritiker, der niemals sich ein Blatt von dem Munde nehmen lassen würde, wenn es um seine Meinung ging, denn er würde stets seine Meinung offen stellen, auch wenn diese gegen die Gesellschaft wäre. Er nimmt keine Rücksicht auf Gefühle, nur vielleicht wenn es um die Menschen ging, die er liebte, wenn er es tat. Doch Gefühle waren Dinge, die er niemals zulassen wollte.
Schon sehr früh hatte er begriffen, dass die Gefühle die Schwäche des Menschen war und sie am meistens traf, wenn diese in den tiefsten Emotionen baden konnten: Liebe. Er mied die Liebe, denn diese war wie das Gift oder der Dolch von Romeo und Julia, welches das Herz zum endgültigen Stillstand bringen konnte. Schon mehrmals wurde sein Herz zerrissen und in Stücke geteilt . Er interessierte sich daher nicht für Mädchen, als würde er nach einer Freundin suchen, aber für das gleiche Geschlecht interessierte er sich auch nicht, weil er nicht auf Männer stand.
Generell wirkte Shin nicht wie der freundliche Nachbar von nebenan, vermutlich würde er niemals Mehl ausleihen können, weil er nach dem Prinzip lebte, kein Mensch war es wert, Vertrauen geschenkt zu bekommen.
Doch der junge Mann war ein Mensch, er besaß Emotionen, auch wenn er wie erstarrt im Eis wirkte.
Jegliche positiven Gefühle schimmern stets in seinen Augen, dann nun diese eine Tür zur Seele bildeten. Fast gar nicht drückt er Freude durch ein Lächeln aus, nur eine gekünstelte Muskelbewegungen war in einem Fall hervor zu rufen. Seine Augenbrauen konnten Verachtung ausdrücken, wenn er die Linke nach oben zog,.
Die einzige Emotion, die Shin besaß und eindrucksvoll zeigen konnte, war Wut. So presst er die Lippen zusammen oder zeigte Zähne, während seine Augen eisig blau strahlten und dein Herz zu Tode gefrieren wollten. Seine Muskeln spannen sich meistens an und er flucht und schimpft. Manchmal erkennt man bei ihm den Unterschied zwischen Ärger und Wut nicht, da er doch beide Emotionen beherrschte.
Insgesamt besitzt er aber einen komplizierten Charakter, den man nur schwer durchschauen könnte.
Seine Wünsche und Sehnsüchte lassen sich nicht aus ihm ablesen, er war generell kein offenes Buch und wenn er eins war, dann in einer fremden, geheimnisvollen Sprache, die niemand sofort entziffern könnte.
Was war geschehen, dass er zu dem wurde, was er nun war?
Die beste und schlechteste Antwort war es wohl, es zu erfragen, doch das wiederum könnte ihn verärgern. Vielleicht gab es kein richtiges Schlüsselwort, das Eis zu schmelzen und nach dem Herzen zu greifen, weil der kalte Ort unauffindbar war.

Vorlieben:
 - Ruhe
- Pizza
- Spiele
- Klavier 
- Musik
- Unordnung
- Lilien
- Natur
Abneigungen:
- so ziemlich alles
- Tiere
- Kinder
- Ordnung
- Besserwisser
- (Vor-)laute Menschen
- Feigheit
- Krankheiten
- Romanzen
- Busse und andere öffentliche Verkehrsmittel
- Rosen

Fähigkeiten:
Der Eiskönig ist der geborene Schauspieler, wenn er sich doch auf Emotionen einlassen würde. Doch das Talent besitzt er leider nicht, er würde auch niemals für diese Kunstart Interessen zeigen. Mit seiner unverhofften und kalten Art, wäre er vermutlich der perfekte Arzt oder korrupter Wissenschaftler, dem die Gefahr eines Virus egal wäre, wenn dabei die halbe Menschheit sterben würde. In der Tat besitzt er forscher drang und einen klaren, deutlichen Verstand. Doch so, wie kaltherzig er ist, merkt man, dass so ein rücksichtsloser Kerl in die Rechtsabteilung gehört, auch wenn er leider keine Interesse hat, die Gerechtigkeit geltend zu machen, denn er hatte schon früh genug gelernt, dass Gerechtigkeit nicht auf dieser Welt herrschte. Wenn er also nichts von mochte, dann war er doch perfekt für die Politik, die meistens sowieso auf das Beste aus war, egal, wie es manchen ging. Doch wäre Shin der Umgang der Menschen wichtig gewesen, so wäre er bestimmt ein gute Typ geworden, der das Volk regierte. Die Anzüge hatte er für schon.
Shin interessierte sich jedoch für Naturwissenschaften, wie die Welt wirklich war. So zeichnen sich seine Fähigkeiten besonders in Physik oder Mathematik aus, während er kein Verständnis für Religion oder Ethik zeigte. Höre Mächte interessierten ihn nicht. Demnach kam es oft vor, dass er Schulfächer, die er nicht mochte, schwänzte und an den Tagen der Prüfungen trotzdem hervorragend abschnitt, weil er sich alles 'so oder so zusammenreimen kam, wie es ja auch sonst ist', ansonsten büffelt er zu Hause einige Stunden, immerhin besitzt er hervorragende Konzentrationsfähigkeiten und Spürsinn. Man könnte ihn auch einen Genie nennen, schließlich saugt er Informationen wie einen Schwamm auf, oft ist es einfach dank seinem überragenden Gedächtnis zu verdanken. Nachdem er jedoch auf die Cross Academy gekommen ist, entwickelte er auch Respekt Autoritätspersonen gegenüber, was er vorher nicht besessen hatte.
Man traut es dem Eiskönig jedoch nicht zu, dass er ein sehr guter Klavierspieler ist, denn immerhin fehlte ihm das Gefühl dazu, Emotionen zu zeigen.
Natürlich konnte er spielen, seit er bereits ein kleiner Knabe war und bevor er zu dem wurde, was er heute ist. Doch trotz des kalten Herzens gibt es Augenblicke, bei denen man den Kern des Eises durch einen Lichtschimmer erkennen kann. So war das Instrument sein heimliches Ventil, um ja nicht seine Gefühle anzu stauen und zu verzweifeln, doch niemand, wirklich niemand durfte davon erfahren.

Schwächen:
Das Konstrukt 'Shin Akkenai' war selbst eine Schwäche, genauso wie ein Haus aus Eis in der heißen Sonne. Die Frage war, wann dieses Konstrukt zusammenklappen würde.
Sein ganzer Charakter war eine Schwäche, schließlich hatte man es mit dem jungen Mann nicht leicht.
Er war auf den ersten Blick unfreundlich und abweisend, denn er wollte keinen Menschen an sich heranlassen. Er schützte sich dadurch am meisten selbst, denn niemand sollte jemals seine Gefühle beeinflussen können oder gar verletzten. Er war wie eine schöne Spore, die mit ihren Stacheln allen anderen wehtat, um sich zu schützen, sodass es nicht einfach war, diese anzufassen. Seine direkte Art trug natürlich nichts besseres dazu bei, weil er nun Mal auch unschöne Sachen über seine Lippen erlauben ließ. 
Was seine Vergangenheit oder sein ganzes Leben betrifft, spricht er nicht offen. Oder gar nicht. Nur wenige wissen, was ihn zu Eis erstarren ließ, sodass seine Emotionen niemals die kalte Oberfläche verließen. Deshalb staut er überwiegend Trauer, außer er lässt es am Klavier aus, doch niemand, niemand durfte wissen, dass er beinahe wie ein Mozart dieses Instrument beherrschte und es seine Disziplin nannte.
Es waren die Momente, in denen man sein Inneres schimmern sah, welches jedoch dann verletzlich war, als würde es bei einer Berührung zu Wasser schmelzen, wenn man mit seinen warmen Händen eine Schneeflocke hielt.
In der Schule stößt er oft mit dem Kopf an die Geisteswissenschaften, weil er Religion Blödsinn war und Ethik sinnlos. Auch von Politik hielt er nichts genauso von dem Recht, denn das Leben war ungerecht. Immer.
Es gab keine Freiheit, kein Recht. Er dachte eben radikal und das konnte man leider nicht ändern.
Ihr werdet nach der Geschichte verstehen, warum.
Seit seiner Vergangenheit hat er eine psychische Angst vor öffentlichen Verkehrsmitteln, die er nicht mehr benutzt und deshalb zu Hause herum gefahren werden muss.

Geschichte

„Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert immer das Rennen.“
© Thomas Stearns Eliot


Familie:
Vater: Akkenai Shinya, Ingenieur 40
Mutter: Kougami Akane, Dirigentin 39

Vergangenheit:
Geboren wurde Shin Akkenai mit dem Zweitnamen Takahiro an einem Herbsttag. Er blieb auch als einziges Kind der beiden Eltern Shinya und Akane, sodass er sorglos als wohlerzogener Junge seine Kindheit verbrachte und die Vorteile des Einzelkindes genoss. Bereits im Alter von sechs Jahren begann er auf dem Klavier zu spielen, was er bis heute sehr gut tat. Diese musikalische Ader verdankt er seiner Mutter, die als Dirigentin arbeitete. Natürlich waren seine Eltern wohlhabend und boten Shin alles, was er sich wünschte und es für seine Erziehung nötig war. Doch das Kind wurde nicht arrogant, viel mehr dankbar. Der Junge war wie jedes Kind auch - naiv, fröhlich und lebensfroh.
Er war 17 Jahre alt und ein Junge, der noch nicht wusste, welche Richtung sein Leben haben sollte. Natürlich wollte sein Vater einen Ingenieur aus ihm machen und seine Mutter einen Pianisten.
Doch auch der Beruf des Arztes gefiel ihm nicht auch nicht eines Wissenschaftlers.
Er interessierte sich für die Gerechtigkeit und das Recht, denn er wusste, dass er stets nur das Gute wollte. So würden die Wünsche der Familienoberhäupter gesegnet und er suchte sich eine Möglichkeit für sein Studium Geld zu verdienen.

Er wuchs zu einem ruhigen, aber offenem jungen Mann heran, der bald nicht mehr den Reichtum und die Großzügigkeit seiner Eltern ausnutzen wollte und in den langen Sommerferien Klavierstunden gab. Er fuhr daher jeden Samstag kurz vor dem Abend, bevor es dunkel wurdedurch die Innenstadt mit dem Downtownlinienbus durch Tokio an einen der äußeren Bezirke, um einem Mädchen das Klavierspielen beizubringen, dabei schien sie weder Können noch Interesse dafür zu zeigen.
Wie sehr er es doch hasste, dass die Tätigkeit, die ihn am meisten bewegte, Anderen aufgezwungen wurde, die es nicht zu schätzen wussten. Natürlich bezahlte man ihn mehr als gut, daher ließ er das Prozedere über sich ergehen.
Manchmal stiegen jedoch Zweifel in ihm auf, weiterhin dem Mädchen die Stunden zu geben, als plötzlich an einem Tag, während er im Bus saß und ein Mädchen dazu stieg.
Sie war wunderschön, einer Elfe gleich und gewann sofort sein Herz, welches voller Leben schlug. Shins Atem setzte aus und seine grau-blauen Augen folgten ihr.
Lächelnd blieb sie bei den noch teils leeren Sitzreihen vor ihm stehen und entschied sich den Platz neben ihm zu nehmen. Er bemerkte nicht, dass er sie anstarrte und sich in ihren, klaren, grünen Augen verlor. Ihr blondes, Schultern langes Haar war zu losen Zöpfen geflochten und lag auf ihren Schultern. In ihren Händen hielt sie einen Blumenstrauß aus Lilien, deren weiße Farbe der Reinheit dieses Engels ähnelte.
Einige Minuten schauten sie sich nur an und lächelten verlegen bis das Mädchen den Mund öffnete. Doch die Worte blieben für einen Moment verharrt in ihrem Munde, bis sie errötet murmelte:
“Was ist?“, überrascht, was ihr über die Lippen kam, erhob sich die Blonde mit hochroten Schopf und stieg an der nächsten Haltestelle auf.

Auch Shin schien überrascht zu sein, aber auch bezaubert, wie sanft doch ihre Stimme war.
Seit diesem Tag an, war er von dem Elfenmädchen bezaubert, unsterblich verliebt. Jedes mal, wenn er meinte, eine Blondine zu erblicken, glaubte es, dass sie es sei, sodass sein Herz unaufhörlich schlug, bis er sich nur schwer in den Griff bekam.
Auf dem Rückweg klebte er an der Scheibe des Busses, doch das Mädchen lies sich nicht blicken.
Eine Woche später, am selben Tag, saß er mit klopfendem Herzen und hoffte sie wieder zu sehen. Genau an der selben Haltestelle stieg das Mädchen ein und sie lächelten sich wieder verlegen zu.
Angespannt saßen sie erneut nebeneinander und dachten darüber nach, wie sie sich gegenseitig ansprechen sollten. Sie hatte wieder Lilien dabei, doch egal welches Thema Shin sich ausdenken wollte, kein einziges Wort wollte über seine Lippen weichen.
Erst als sie zögernd aufstand und die Türe ansteuerte, sprang er auf und rief:
“Lilie... Wie heißt du?“, traute er sich und errötete. Kichernd drehte sie sich um und sagte:
“Viola“, bevor die Türe sich schloss und der Bus davon fuhr.
Aufgeregt war Shin zu dem Mädchen gegangen, welches er das Klavierspielen verbrachte und die Zeit verging noch nie so schnell, wie in diesem Augenblick, als er immer wieder ihren Namen rief.
Viola.
Eine weitere Woche verging und aufgeregt wartete er, dass Viola in den Bus stieg.
Erneut mit einem Strauß Lilien stieg sie ein und beide glücklich sich gegenseitig zu sehen, saßen sie nebeneinander.
Doch verlegenes Schweigen herrschte zwischen ihnen und ihre Hände nebeneinander. Wie sehr er sich doch ihre Wärme wünschte, ihre Nähe. Doch diese Beklommenheit ließ beide erstarren.
“Wie heißt du denn?“, flüsterte Viola mutig und Shins Herz raste, so sehr, dass er nichts mehr als das Dröhnen seiner Ohren hörte.
“Shin...“, antwortete er und Viola erhob sich erneut, um an ihrer Haltestelle auszusteigen.
“Sehen uns wieder? Heute noch?“, fragte er und Viola lächelte glücklich.
“Mein Bus fährt in neunzig Minuten zurück“, rief sie, als sie den Bus verlies.
Er beschloss heute die Klavierstunde vorher zu beenden.
Konzentriert war Shin heute nicht und auch das Mädchen hatte er nur geduldig ertragen. Seine Sehnsucht galt Viola, seiner Lilie, seiner Elfe mit dem blonden Haar, welches er näher kennenlernen  wollte. Er hatte heute eindeutig zu früh die Klavierstunde beendet, um einige Busse vorher zu nehmen, um an Violas Haltestelle auszusteigen und auf sie zu warten. Seiner Mutter schickte er eine Nachricht, dass er sich verspäten würde. In der Nähe befand sich ein Friedhof und so glaubte er, dass Viola jeden Samstagabend hierher kam. In wenigen Minuten würde Viola kommen und fünf Minuten ihr Bus, als eine leise Mädchenstimme ihn umdrehen ließ.
“Hi“, lächelten sie sich gegenseitig zu und so stiegen sie dann in den Bus, der nur wenige Minuten früher kam. Sie setzten sich wie immer an ihren Standartplatz nähe der Tür und schwiegen verlegen. Jetzt sah er ihre Hände leer, ohne Lilien und so zart einer Fee. Sie würde sicherlich mit ihnen Klavier spielen können und er lächelte, als er einen goldenen Ring an ihrer Hand bemerkte und das Symbol 'Triforce' erkannte.
“Magst du 'The Legend of Zelda'?“, fragte er prompt aufgeregt und Viola strahlte.
“Ja! Mein Vater hat mir diesen Ring geschenkt“, lächelte sie und Shin nickte.
“Du siehst so wunderschön aus, wie Prinzessin Zelda“, flüsterte er und nahm ihre Hand.
Glücklich vereint saßen sie zusammen und schauten sich in die Augen, als dann der Bus plötzlich bremste. Ein Schuss zerstörte ihre Atmosphäre und der Fahrer sank zu Boden. Eine rote Flüssigkeit verteilte sich auf dem Boden, als vier Maskierte in den Bus kamen und die Menschen packten, die noch im Bus saßen und nach hinten zerrten. Die beiden Jugendlichen schauten sich verwirrt und erschrocken um, als einer der Männer Viola aus Shins Hand entriss.
“Viola! Bist du heute ohne deinen Papi unterwegs? Oder deine Aufpasser? Dummes Mädchen“, raunte der Mann zu und hielt dem Mädchen plötzlich eine Pistole an den Kopf.
Shin sprang auf, doch der Verbrecher stach mit einem Messer nach ihm. In letzter Sekunde konnte er ausweichen und einem richtigen Stich ausweichen. Ein Streifschlag verpasste ihm vom Rücken aus nach vorne unterhalb der Brust eine Wunde, welche seine leichte Jack in Blut tränkte.
“Vi..ola“, flüsterte er und krümmte sich am Boden, während Blut über seine Seite floss.
Das Mädchen kreischte und wurde nach vorne geworfen, damit ein anderer Kerl sie greifen konnte.
“Keiner regt sich oder dieser Bus jagt sofort in die Luft!“, schrie ein Entführer und der Bus setzte sich holprig in Bewegung, nachdem der tote Busfahrer herausgeworfen wurde, wie ein Müllsack.
Die anderen Passagiere weinten hinter Shin, der langsam auf dem Boden krabbelte. Viola durfte nichts geschehen, er musste sie retten. Sie war Prinzessin Zelda und er war Link. Sie war seine Lilie, seine Königin.
“Lasst... Sie gehen...! Sie ist doch...unschuldig“, keuchte er, als er sich endlich aufrichtete und sich noch am Geländer festhalten konnte, als der unfähige Entführer den Bus um die Kurve schleuderte. Sie schienen im Kreis zu fahren, denn er erblickte die japanische Großbank von Tokio zum zweiten Mal aus den Augenwinkeln.
Die Männer lachten herzlich und einer kam auf ihn zu, packte ihn am Kragen und schleifte nach vorne zu Viola. Sie sah schrecklich aus, sie weinte und zitterte. Manchmal verpasste der Mann ihr eine ohrfeige, sie solle nicht flennen. Blut lief ihr aus dem Mundwinkel.
Plötzlich telefonierten sie am Handy und man drückte Viola es an den Kopf.
“Papa... hilf mir... sie werden uns alle töten... sie haben Sprengstoffwesten... Sie fahren um die Bank“, schluchzte und weinte sie, während ihre Tränen unterlaufenen Augen auf Shin hafteten.
Sie wollte alle retten, also wollte sie, dass ihr Vater das tat, was die Entführer verlangten. Sie wollte nicht, dass jemand wegen ihr starb. Nicht Mal Shin.
Im festen Griff stand also Shin, voller Angst neben Viola, beide festgehalten.
Plötzlich ertönte ein Schuss und eine unschuldige junge Frau wurde erschossen. Die Entführten schrien auf und Viola begann heftig zu weinen. Schock breitete sich in Shins Körper aus, während er mit zitterndem Körper zusah, wie die vordere Türe des fahrenden Busses geöffnet und ihre Leiche herausgeworfen wurde. Doch die Türe blieb verklemmt.
“Mach die verdammte Tür richtig“, wurde Shin angeschnauzt und gegen die Halterung geworfen. Es wurde ihm schwindelig und wenn er auf den rasenden Asphalt starrte, überkam ihn eine Übelkeit.
Doch Shin wusste, dass es eine Möglichkeit war, zu entkommen. Er versuchte in seiner Benommenheit zu rütteln, während er mit verbundenen Armen an der Türe zog. Man hatte ihn genauso wie Viola und andere Insassen zusammengebunden, damit keiner die Arme bewegen konnte.
“Ich...brauche Hilfe... es klemmt“, stammelte er und wurde ausgebuht und angeschnauzt. Zum Glück waren die Entführer dumm und sie schmissen Viola in seine Richtung, damit sie zusammen ziehen konnten.
Sie schauten sich gegenseitig in die Augen, sie verstand was er plante.
Zusammen versuchten sie an der Türe zu zerren, zählten leise langsam ab, als plötzlich ein weiter Schoss ertönte und die Fensterscheibe vor ihnen platzte. Der Fahrer sank plötzlich mit einer Schusswunde im Kopf und der Bus geriet außer Kontrolle. Shin und Viola wurden zur Seite geworfen. Panik entstand in bei den Verbrechern und sie schrien, was los sei.
“Die Polizei... das war sie... wir müssen springen...“, schrie Viola und beide Jugendliche versuchten aufzustehen.
Ein anderer Schuss fiel und ein zweiter Entführer sank tot zu Boden. Es war der, der auf Shin aufgepasst hatte. Der Bus fuhr bei hoher Geschwindigkeit die lange Straße, der Sprung aus einem Bus wäre vermutlich schmerzhaft, doch sie würden es überleben. Shin ergriff Violas Hand und spülte den kalten Ring. Schwankend und ohne Gleichgewicht zog er sie zur offenen Türe und sie sprangen. Doch der Widerstand an Violas Hand tat ihm weh, doch Viola sprang nicht. Sie verkrampften sich und Viola hielt Shin fest, während seine Beine schmerzhaft am Asphalt schliffen. Er spürte, wie der Stoff seiner Hose abnutzte, erblickte in der Ferne ein verlassen stehendes Auto, während der Bus gefährlich hin und her schwankte.
Er hielt sich mit voller Kraft an Viola, welche von einem Entführer an der Taille festgehalten wurde.
“LOS... DRÜCK DEN VERDAMMTEN KNOPF!“, schrie der Verbrecher und kramte in seiner Jacke.
Tränen flossen über Violas Gesicht, als ihr Griff langsam locker wurde.
“Nein, Viola... Nein!“, schrie Shin und Viola lies ihn los. Nur noch ihr Ring blieb in seiner Hand, als er auf dem Boden prallte und rollte. Mehrmals schlug sein Kopf auf dem Asphalt auf und als er endlich auf dem Boden lag, ertönte eine für ihn entfernte Explosion.
Voller Blut lag Shin auf dem Boden, spürte jeden Knochen, jeden Schmerz seiner Muskeln, während seine Augen auf den Bus hafteten, in dem er vor wenigen Sekunden mit Viola gesessen hatte.
Der Sturz war wie in der Zeitlupe. Viola ließ ihn los, drückte ihn von sich, damit er überleben konnte. Ihr Ring blieb in seinen Fingern liegen, an dem er sich festkrallte, als würde dieser ihn an ihrer Hand halten können. Ihr Gesicht war blass und Tränen liefen über ihre Wangen. Ihre Lippen formten unhörbare Worte, während im Hintergrund der Entführer mit ihr im Arm zurückgeschleudert wurde. Es waren Wörter, die Shin immer selbst hören wollte, selbst sagen wollte.
“Ich liebe dich auch“, hatte er gleichzeitig erwidert. Die Sequenz unterbrach und kaum war er auf dem Boden geprallt erhellte eine Explosion sein blutverschmiertes Gesicht.
Die Teiles des Busses flogen in die Luft, vielleicht auch Körper. Eine Rauchwolke stieg gen Himmel empor.
“Viola... VIOLA! VIOOOOLAAAA!!!“, schrie der Schwarzhaarige, während er regungslos auf dem Boden lag und schluchzte.
Er spürte das warme Gold des Ringes, als er das Bewusstsein verlor.
Er glaubte, es war ihre Wärme.

Nachdem die Entführer sich in Kontakt gesetzt hatten, wurde die Polizei informiert. Die Straßen wurden sofort abgeriegelt und die Menschen außerhalb der Zone gebracht. Mehrere Scharfschützen wurden um die fahrende Entführerbus-Route gesetzt. Wenige Minuten später begannen sie diese auszuschalten. Doch sie hatten alles falsch eingeschätzt.

Shin lag mehrere Tage im Koma, als eines Nachmittages er die Augen öffnete. Jegliche Bewegung schmerzte, sogar das matte Licht tat ihm weh.
“Akane... er ist wach“, hörte man ein flüstern und der Raum regte sich. Taub richtete Shin seinen Blick hoch, er war eingewickelt, wie eine Mumie und war beinahe gelähmt und doch spürte er jede Faser der Verbände auf seinem Körper.
“Shin... Shin?“, schluchzte seine Mutter und wurde vorsichtig, liebevoll berührt.
“Wo... ist der Ring?“, fragte er und schlief ein.

Tage später, als er sich wieder einigermaßen unter Schmerzen rühren konnte, wurde er von Polizisten, Ärzten und seinen Eltern besucht. Seine Mutter und sein Vater blieben meistens abwechselnd den ganzen Tag mit ihm, doch er vernahm es nicht zu sprechen. Nur den Polizisten erklärte er alles, was vorgefallen und seine Eltern hatten nur weinend ihren Sohn in den Arm genommen.
Shin lag schon seit knapp zwei Wochen im Krankenhaus, als plötzlich ein im schwarzen Anzug gekleideter Mann sein Zimmer betrat.
“Guten Tag“, begrüßte er Shin und seine Mutter, welche sich sofort erhob und tief verbeugte. Wer war der Kerl? Shins Anwalt?
“Mein Name ist Iwasaki Yataru... Ich... bin Violas Vater“, begann der Mann, sichtlich völlig fertig mit den Nerven. Shins Mutter verließ vorzeitig den Raum. Schockiert blickte der junge Mann in die verweinten Augen des Mannes, der, wie er es jetzt bemerkte, einen Strauß Lilien in der Hand hielt und es in eine freie Vase steckte, zu den zahlreich anderen Blumensträußen.
“Ihre Mutter liebte Lilien... sie brachte ihr jeden Samstag einen Strauß zum Aoyama Friedhof, dort wo sie seit einigen Monaten begraben war. Sie erzählte mir, dass ihr ein junger Mann aufgefallen war und für welchen sie nun schwärmte. Sie erzählte mir, dass sie dich mochte und eines Tages nach Hause bringen würde... Sie war... so immer offen und lebensfroh... Du hast ihr sehr viel bedeutet und ich bin sehr dankbar... dass du...versucht hast...“, der Mann brach in Tränen aus und umarmte den Jungen, welcher ebenfalls zu weinen begann.
Doch Shin tat es weh, etwas zu sagen, also hielt er dem nun ganz einsamen Mann und reichte ihm Violas Ring.
Traurig lächelnd nahm Violas Vater den Ring und betrachtete ihn.
“Viola hatte so lange von dem Ring gequengelt, bis ich es ihr gekauft hatte. Bitte, behalte diesen“, schenkte der traurige Mann ihm den Ring und erhob sich.
Danach sah Shin ihn nie wieder.
Erst jetzt wurde es ihm bewusst, wer dieser Mann und wer Viola war.
Die Bank von Tokio wurde von diesem Mann verwaltet und Viola war seine Tochter.
Seit diesem Tag trug er den Ring an seinem Finger.

Zwei weitere Wochen später wurde Shin entlassen, doch es war nicht mehr der Shin, der er einst gewesen war. Er kehrte ins ich zurück, doch Viola würde er nie wieder sehen. Er besuchte ihre Grab und legte dort einen Strauß Lilien.
Schwarze Trauer hatte sein Herz in einen ewigen Winter versetzt. Die Liebe seines Lebens war vor seinen Augen gestorben, wie viele andere Menschen auch und er war der einzige, der es überlebt hatte.

Ein Jahr später war er soweit über den Schicksals-haften Tag hinweg, dass er an einem Samstag nicht weinend zusammenbrach. Er fuhr nicht mehr mit Bussen und kämpfte mit Ängsten, was Menschenmengen betraf. Er befand sich in psychologischer Betreuung und doch war sein Kummer nicht vorbei.
Er mochte den Wunsch nicht mehr Anwalt zu werden, er glaubte an keine Götter und er hielt nichts mehr von Politik. Wie konnte ihm so ein unschuldiges Wesen weggenommen werden? Wieso musste sie sterben?
Sie wurde genauso gewalttätig aus der Welt entrissen, wie seine Liebe zu ihr.

Er war nun 19 Jahre alt und zwei Jahre nach dem Unfall waren vergangen. Shins Emotionen waren eingefroren und er war der Herrscher des Winters. Auch seine Eltern hatten es gemerkt und trotz nach einem Therapie schien er nie wieder auftauen zu wollen.
Lassen Sie ihm Zeit, hatte man gesagt, doch Shins Gleichgültigkeit tat auch seinen Eltern weh.
Es ging ihm nicht gut, wenn er in der Stadt öffentliche Verkehrsmittel benutzen musste, also schlugen sie ihm vor, ein Internat zu besuchen, sodass sie ihn in den Ferien abholen würde,
Shin hatte zugestimmt und war dann zur Cross Academy gezogen.

Persönliche Daten

„Wo ein Anfang ist, muß auch ein Ende sein.“


Bildvorlage: Kougami Shinya (PSYCHO-PASS)

Zweitcharaktere:  Rektor

Probepost:
“Wie geht es dir heute, Shin-kun?“, fragte die Dame, deren Brille genauso sauber war, wie der Rest der sterilen Praxis. Ironischerweise sah es hier nach keinem Krankenhaus aus, doch der junge Mann hatte knapp einen Monat in einem verbracht, daher konnte er säuberlich sterile Räume irgendwelche Ärzten zuordnen.
Es war ein angenehmer, babyblauer Raum, dessen Farbe gezielt für Beruhigung Sorgen sollte. Er war nicht zu überfüllt eingerichtet. Shin saß auf einem großen, weißen Sofa, der in mitten des Raumes auf einem meerblauen Teppich stand, der auch den schweren Beistelltisch aus Eiche tragen musste. Beruhigungstee wurde ihm wie immer vorgesetzt, wenn Shin dann doch in einer Stunde seinen Nerven am Ende war. Die im gegenaüberliegendem, weißen Sessel sitzende Doktorin sorgte sich natürlich um Shins Geisteszustand, schließlich hatte sie anschließend die Entscheidung, ob der traumatisierte Junge jemals wieder gesund werden würde. Die letzten Monate schien er wieder aus seinem Trauma zu erwachen, doch die Nervenzusammenbrüche schienen niemals aufhören zu können.
Wir befinden uns vor zwei Jahren einen Monat nach der Tragödie der Tokio-Bank.
Der Geschäftsführer und Violas Vater hatte den Posten abgetreten und wenige Tage nach Violas Beerdigung und Shins Krankenhausbesuch sich zurückgezogen. Nun, vor wenigen Tagen, als die Akkenais glaubten, der Medienrummel hatte sich beruhigt, traf eine schwere Benachrichtigung ein, Violas Vater hatte sich das Leben genommen. Erhangen hatte sich der Witwer, der seine Familie verloren hatte.
Die Nachrichten waren wie Gift für den Schwarzhaarigen und zerriss seine Seele in tausend Stücke, die sich am Boden seiner selbst versammelten und zu Eis erstarrten. Angewidert erblickte er jeden Abend in den Nachrichten sein Gesicht und Bilder des fahrenden Busses, bis er bei den Bildern der Flammen und seines bewusstlosen Körpers im Fokus der Kamera des Hubschraubers ausschaltete. Die eingeblendeten Gesicht von Violas Familie und anschließend ihr selbst gaben ihm den Rest. Er krümmte sich schluchzend im Bett, während sein Körper vor Schock und den Erinnerungen zitterte und die Panik, das Blut und die Toten, besonders Violas Gesicht vor seinen Augen immer wieder starben.
Vier Monate, jeden Tag erlitt er immer wieder einem Nervenzusammenbruch, weinte und schrie. Seine Eltern bekamen dies nicht immer mit und doch war es ebenfalls unerträglich für sie.
Shin weigerte sich in die öffentlichen Verkehrsmittel zu steigen, in den ersten Tagen, an denen er wieder zur Schule ging, geriet er in Panik, erkannte in jedem Menschen einen Verbrecher und stürzte bei der nächsten Station heraus. Bald erkannten seine Eltern keinen Sinn darin und so wurde er gefahren.
Verschlossener wurde er, er sprach selten fröhliche und offene Worte, Freude existierte nicht mehr für ihn. Natürlich wussten Vater und Mutter, dass er dieses Mädchen gemocht hatte, er hatte ihn vor dem Unglück von ihr erzählt und so konnten sie gegen seinen Kummer nichts tun.
Sie glaubten, nachdem sich der Medienrummel gelegt hatte, dass ihm besser ginge, doch als Violas Vater sich selbst umbrachte, wurde Shins Zustand schlimmer.
Bis dieser einen Tag zuvor eskaliert war.

Satz der Woche: richtig by Rexi



Zuletzt von Shin Akkenai am Mo 18 Nov 2013 - 23:45 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Shin Takahiro Akkenai
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