Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
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 Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]

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BeitragThema: Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Do 22 Nov 2012 - 23:00

Der Mond schien hell am Himmel, während der Wind mit einem Rascheln seinen Weg durch die Blätter der Bäume suchte. Es war eine schöne Nacht, so wie man sich keine zweite Vorstellen konnte. Die Sterne schienen miteinander um die Wette zu funkeln und ein junger Mann starrte zu ihnen hinauf und erfreute sich an diesem herrlichen Anblick. Sein weißes Haar schimmerte im Mondlicht und sein Haar wiegte sich im Einklang mit den Blättern im Wind sachte hin und her, beinahe spielerisch, während die gelben Augen, die der einer Katze glichen und ziemlich spitz zuliefen, starr zum Himmel gerichtet waren.
Mitsunari Ishida war der eigentliche Name des jungen Mannes. Seine Mutter war keine besondere Frau gewesen, im Gegenteil. Sie war ein einfacher Mensch gewesen. Mitsunari hatte sie abgöttisch geliebt, doch sie fiel einem Reinblüter zum Opfer und wurde schlussendlich getötet. Das hatte den damals noch recht kleinen Mitsunari ziemlich zugesetzt. Noch heute dachte er fiel an sie, doch ihren Namen trug er nicht mehr, stattdessen hatte er den Namen seines Vaters erhalten. Ichika. Sein Vater war ein Adelsvampir mit sehr hohem Ansehen. Er hatte viel von seinem Aussehen geerbt, bis auf seine Art und Weise, seine körperliche Statur und die Gesichtsform. All das glich eher seiner Mutter.
Mitsunari seufzte und wandte den Blick ab. Sie waren auf einem Ausflug, der die Night und die Day betraf, eine Art Camping. Mitsunari war nicht gerade begeistert gewesen, doch aufgrund Ichijous Drängen, dass einige mitkamen, damit er auch mit durfte, beschloss er doch mit zu kommen. Natürlich nervte es ziemlich, aber wenn Ichijou der einzige gewesen wäre der mit wollte, hätten sie ihn vermutlich nicht gelassen. So traf es sich, dass sämtliche Schüler der Night und Day hier waren.
Mitsunari fuhr sich durch die Haare und entspannte sich auf seinem hohen Ast. Das Rauschen der Blätter entspannte sein Gemüt und er schloss die Augen um kurz in dieser herrlichen Stille zu versinken.

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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Do 22 Nov 2012 - 23:32

Anfangs war das Mädchen nicht sicher, ob sie sich tatsächlich am Ausflug beteiligen sollte. Natürlich, Camping klang amüsant und lustig. Allerdings wusste sie nicht, ob sie in freier Wildbahn schlafen konnte - natürlich konnte sie das, immerhin war sie ein Siebenschläfer.
Müde saß sie im Zelt, neben der schlafenden Tokuni, die Hikaris Nachthemd im Schlaf gepackt hatte. Beruhigend strich sie dem Mädchen mit Heimweh über das Haar und las ein Buch.
Dabei handelte es sich um eine Horror-Geschichte, die ihr einen Schauer über den Rücken laufen ließ. Jedesmal, wenn sie außerhalb des Zeltes ein Knachzen oder Krächzen hörte, horchte sie auf und sah sich erschrocken um. Doch sie konnte nie etwas erkennen. Lediglich die düsteren Schatten der Bäume trieben Schattenspielchen mit ihren schwachen Augen.
Von Kopfschmerzen und Unbehagen geplagt, stand sie auf und schluch aus dem Zelt. Sie wollte frische Luft schnappen gehen. Es war eine warme und angenehme Nacht gewesen, weshalb sie nur eine kurze Hose und ein ärmelloses Top trug. Das Gras unter ihren nackten Fußssohlen kitzelte ihre Zehen und schmiegte sich an ihre blasse Haut. Die roten Augen sahen als erstes hoch, zum Himmel empor.
"Wunderschön...", flüsterte sie leise und drehte sich vorsichtig im Kreis, mit dem Kopf in den Nacken gelegt.
Neugierig folgte sie dem geschützten Weg etwas hinein in den Wald und lauschte dem Flüstern der Blätter, das ertönte, strich der Wind duch die Baumkronen. Es klang wunderschön und ihr kurzes Haar wurde vom Wind getragen.
Hikari schaltete die Taschenlampe ein, die sie mitgenommen hatte und sah sich um. Dunkler Wald umgab sie, von weitem konnte sie die gelben Zelte der Mitschüler erkennen.
Sie hörte ein weiteres Geräusch und sah sich um. Es machte ihr keine Angst, immerhin lag es auf der Hand, dass es in einem Wald Geräusche gab. Trotzdem klopfte ihr Herz und sie war aufgeregt, ja, neugierig.
Sie leuchtete in die Baumkronen und musterte sie, leuchtete in den sternenreichen Himmel, als sie einen menschlichen Schatten auf einem Ast sah.
Neugierig leuchtete sie jenen mit der Taschenlampe an.
"Hallo? Was tun Sie dort oben?", es schien so, als erkenne sie ihn noch gar nicht, aber sie war sich sicher, dass es ein Mensch war. Wohl auch ein Schüler der, wie sie, noch nicht schlafen wollte. "Können Sie nicht schlafen?"
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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Mi 5 Dez 2012 - 16:12

Ausflug? Camping? Tagsüber durch den Wald laufen? Wie hatte er sich gewehrt. Ein Hanabusa Aido geht nicht zelten. Doch, gerade sein Cousin Akatsuki hatte ihn davon überzeugt und als Kaname mitgehen wollte, folgte natürlich die ganze Night Class. Die komplette Day Class war ebenfalls unterwegs. So schlimm wie er es sich bisher immer vorgestellt hatte, war es gar nicht, es war sogar irgendwie amüsant. Er vermisste zwar die helfenden Hände, vor allem die wundervolle Köchin des Mond Wohnheims, aber das Lagerfeuer war gemütlich und als er jetzt den zum Teil etwas ängstlichen Day Class Schülern beim Lauschen und Erzählen von Gruselgeschichten zuhörte, beschloss er, dass ihm diese Exkursion gefiel.
Am Nachmittag war das Wetter angenehm warm gewesen, wenn er nicht so müde gewesen wäre, hätte er auch den Avancen einiger Mädchen mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Nur ein leichter Wind erschwerte das Aufbauen der einfachen Zelte. Die äußert auffällige Farbe war wahrscheinlich eine Wahl des Rektors, Quietscheentchen gelb, hatte der Vampir bei sich gedacht, während er ungesehen einen Hering mit seinen Fingerspitzen in den Boden drückte. Es fiel ihm sehr schwer sich wie ein Mensch zu benehmen, in seinen Augen war dadurch jede Handlung so langsam und kompliziert, doch natürlich durfte keiner mitbekommen wie besonders einige Schüler an der Cross Akademie waren, erst recht nicht die zahlreichen Uneingeweihten.
Als die Nacht hereinbrach und der fast volle Mond den Himmel erleuchtete, begannen die Menschen am Lagerfeuer zu singen und sich Geschichten zu erzählen, die immer mehr erschrecken und gruseln sollten. Eine lustige Tradition, der sich gerne einige der Night Class anschlossen. Es war sehr seltsam für ihn die Schüler direkt zusammen zu sehen, Vampir Schulter an Schulter mit Mensch. So nah und so ähnlich, dass man kaum noch bei dem flackernden Lichtschein einen Unterschied bemerkte. Er hoffte, Kaname und der Rektor Cross wussten was sie taten, denn wenn jetzt was passieren würde, er wollte schon gar nicht darüber nachdenken.
Etwas später verschwanden dann alle in ihre Zelte, um sich in ihre Schlafsäcke einzurollen und zu nächtigen oder es scheinbar zu tun, denn nur wenige der Vampire konnten wirklich zu dieser Uhrzeit schlafen, aber auch einige der Menschenkinder schliefen definitiv nicht. Die Meisten waren hellwach und unterhielten sich leise oder gingen anderen Beschäftigungen nach.
Er nahm nur halbherzig am Gespräch seiner Freunde Akatsuki, Takuma und Ruka teil, vielmehr wollte er nach draußen, er bekam schon langsam Platzangst, diese Zelte waren aber auch wirklich verdammt klein, und gedachte bei der Gelegenheit einen Spaziergang zu machen. Als er es einfach nicht mehr aushielt, stolperte er unter den fragenden Blicken seiner Kameraden nach draußen und sah zufällig gerade noch einen kleinen Lichtschein in einiger Entfernung im Wald verschwinden. „Wer war da denn unterwegs?“, fragte er sich leise und gepackt von Neugier folgte er diesem ohne wirklich nachzudenken.
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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Mi 5 Dez 2012 - 19:03

Eigentlich hatte Mitsunari seine Ruhe haben wollen, aber wie es so immer war, gönnte man ihm diese nicht. Der Vampir wurde geblendet von dem Licht einer Taschenlampe und fiel prompt vom Baum. Natürlich fing er sich rechtzeigtig ab, sodass der silberhaarige Junge noch immer galant und schön wirkte. Jeder andere hätte wie ein Idiot bei so einer Bruchlandung ausgesehen.
"Ein bisschen unhöflich, nicht? Einfach ohne Vorwarnung so zu erscheinen und mich direkt mit der Taschenlampe an zu strahlen. Nachdem ich mich so an die Dunkelheit gewöhnt hatte bin ich wieder halb blind.", murrte der Night Class Schüler und strich sich seine Kleidung glatt, die ihm wie immer perfekt stand. Seine gelben Augen musterten ein Albinomädchen, nicht gerade besonders in den Augen von Mitsunari, schließlich fiel er mit seinem Aussehen auch aus dem Standard heraus.
"Ich schlafe um diese Zeit generell noch nicht, junge Frau, dennoch bin ich eher einer derjenigen, die deren Ruhe auskosten. Was raubt dir den Schlaf, dass du zu so später Stund noch herum läufst?", fragte Mitsunari mit einer wie immer ziemlich bitter wirkenden Miene. Die spitzen Augen schienen wie der einer Katze zu sein. Die Art wie er sie musterte war eher kühl und abschätzend. Mitsunari gab sich nicht mit Frauen ab. Schon gar nicht mit menschlichen. Es war ein seelischer Riss der dies verursachte, doch das ging niemanden was an.
Mitsunari ärgerte sich, dass er sie nicht früher bemerkt hatte. Sonst hätte er sich noch unbemerkt verdrücken können, doch aus dieser Situation kam er vorerst nicht so schnell raus. Er seufzte während der Wind sein Haar durcheinander wehte. Er lehnte sich lässig an einen Baum und wartete auf die Reaktion von diesem Mädchen. Bis jetzt schien ja alles noch okay zu sein. Mitsunari ging es noch gut.
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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Mi 5 Dez 2012 - 22:13

Etwas fiel vom Baum und das Mädchen sprang erschrocken, wie ein Rehkitz, zurück. Was war das denn für ein Wesen gewesen? Sie hatte es nur flüchtig erkannt, allerdings sah es wirklich menschlich aus. Die roten Augen blinzelten hilflos, als sie versuchte, das Gesicht, das sie vor sich sah, zuzuordnen.
„Oh, Ichika-san! Sie sind das! Tut mir leid, ich wollte Sie nicht blenden, ich selbst konnte nur kaum etwas sehen und war auch etwas unsicher, wenn ich ehrlich bin“, die Albino legte erschrocken eine Hand an ihre Lippen und verbeugte sich.
Er war ein wunderschöner Mann gewesen. Doch das waren alle Männer aus der Night Class. Wunderschön. Nur Hikari hatte es aufgegeben, andere nach ihrem Aussehen zu beurteilen, seitdem sie diesen Gendefekt erlitten hatte. Seit ihrer Geburt, um genau zu sein. Sie hatte sich nie um das Aussehen gekümmert. Doch selbst sie musste zugeben, dass er zu schön für einen Mann war.
„Un, eine Nachteule also, ein guter Fund!“ , schmunzelte sie leise, als er meinte, er schliefe generell zu dieser Stund noch nicht.
Die Rotäugige war sich nicht sicher, weshalb er sie nach dem Grund ihrer Unruhe fragte. Denn er schien nicht der besorgte Typ zu sein, seine Augen waren kühl, allerdings war es nicht so, als fühlte sie sich in seiner Nähe unwohl. Seine Augen erschienen zwar kalt, doch das, was er sagte, erschien unglaublich warm und darum bemüht, sanft zu sein. Das war es, das Hikari glauben wollte.
„Es ist nichts Ernstes! Nur schwache Kopfschmerzen und… auch ein bisschen Heimweh, um ehrlich zu sein. Aber das wird wieder! Außerdem denke ich… dass man den Wald auch bei Nacht gesehen haben muss, sonst hat man was verpasst“ , meinte sie stolz darauf, in der Lage zu sein, ihn so zu sehen und knipste das Licht der Taschenlampe aus. Das Mädchen legte seinen Kopf in den Nacken und betrachtete den leuchtenden Sternenhimmel, der heller erstrahlte, als ihre Augen. Es war ein wundervoller Anblick, an den man sich in der Stadt nicht in diesem Ausmaß ergötzen konnte.
„Außerdem waren die Gruselgeschichten wirklich gruselig, ich hab immernoch Gänsehaut“ , lachte sie leise, während sie weiterhin gebannt in den Himmel starrte.
Der sanfte Wind liebkoste ihr Gesicht, strich durch ihr sehr kurzes Haar und sie schloss genießend die Augen, als sie die Arme ausbreitete und den erfrischenden Sommerwind über ihre Haut streicheln ließ. Es war ein schönes Gefühl gewesen.
Bis sie etwas hörte, das sich anders als das übliche Rascheln der Blätter war.
Rasch wand sie sich um, ihre nackten Fußsohlen strichen über das Gras, als sie sich vom Gebüsch zurückzog, weiter in Mitsunaris Richtung und erneut ihre Taschenlampe zückte, um den Fleck zu beleuchten, vondem das Rascheln kam.
Sie konnte etwas gelbliches im grünen Teil der Wildnis sehen und schnappte nach Luft. Ein Löwe!!! Doch das war doch eigentlich unmöglich!! In diesem Wald konnte es doch keinen Löwen geben!
Die Weißhaarige zog sich verunsichert zurück, suchte bei dem jungen Mann Schutz.
Vermutlich war es kein Löwe, der auf sie wartete, allerdings war es sehr wohl eine andere Bestie, die auf sie wartete. Eine, die sie mit ihrer Schönheit täuschen und heimlich verschlingen konnte, wenn sie nur wollte.
„Ich-…. Ichika-san… haben Sie das gehört?“
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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Do 6 Dez 2012 - 23:19

Der Wald ist aber ziemlich düster, dachte er sich, während er der Spur weiter folgte, das kleine Licht war schon vor einiger Zeit verschwunden und nun musste er sich ganz auf seine Sinne verlassen. Doch die barfüßigen Fußstapfen waren für ihn gut genug zu sehen und auch ein lieblicher Duft hing in der Luft, ein Mädchen, schoss es ihm durch den Kopf.
Kleine Zweige strichen über seine Kleidung, er war nicht wirklich gut für einen Ausflug gekleidet, eine leichte Hose und Hemd waren wohl nicht das geeignetste für diese Exkursion durch den dichter werdenden Wald. Um sich und seine Kleidung zu schützen, wendete er einen kleinen Trick aus seiner Kindheit an. Er überzog Äste und Zweige mit Stacheln oder ähnliches mit einer feinen Eisschicht und machte sie damit harmlos. Früh hatte er das gelernt, um seine heimlichen Ausflüge in die freie Natur außerhalb des Aido Anwesens zu verbergen.
Da war es. Plötzlich konnte er den Lichtschein wieder wahrnehmen und er wurde mit jedem Schritt immer größer, doch trotzdem noch ein gutes Stück entfernt. Sie ist stehengeblieben. Warum?, fragte er sich selbst und ein paar Meter später, konnte er sie endlich auch sehen, Hikari Kamikizu die Day Class Schülerin mit den außergewöhnlichen Augen, fiel es ihm sofort ein. Und nicht nur Hikari-kun, da war noch ein junger Mann bei ihr, den er erst nicht genau erkennen konnte.
Unvermittelt wurde er etwas langsamer, er wusste nicht, ob sie ihn schon sehen konnte, er definitiv. Mitsunari war ebenfalls ein Vampir und hatte offensichtlich nicht die beste Laune.
Ihre Worte ließen ihn erstarren und er lauschte in die Nacht, was sie denn gehört haben mag, erst mit dem zweiten Gedanken kam ihm, nachdem er absolut nichts bemerkte was ungewöhnlich gewesen wäre, dass sie wahrscheinlich ihn selbst meinte. Geistig schlug er sich mit der Hand gegen den Kopf.
Sollte er sich jetzt einen Spaß erlauben, murmelte er leise vor sich hin und rannte plötzlich los, nur um direkt vor Mitsunari zu stoppen und „BUUUUH!“ zu rufen.
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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Fr 7 Dez 2012 - 10:05

Mitsunari entging der Blick nicht mit dem das Mädchen ihn bedachte. Seine blasse Haut schimmerte leicht im seichten Licht der Sterne und seine Augen spiegelten ihren Glanz wieder. Sie sagte sie hätte leichte Kopfschmerzen und Heimweh, sodass sie nicht schlafen könne. Außerdem wollte sie den Wald bei Nacht sehen. "Du scheinst mir ziemlich verträumt zu sein..., sagte er während er schon längst die Presenz eines anderen Vampirs verspürte, der bereits auf dem Weg zu ihnen war. Innerlich verdrehte die Augen denn die leichte Frische in der Luft verriet sogar wer es war.
Während Hikari sich zurück zog und ausgerechnet bei ihm Zuflucht suchte, wo er doch eigentlich viel schlimmer war als der, der nun auf sie zu kam. Er wollte antworten, doch da kam Aidou schon heraus gesprungen und rief ein lautes Buh! Direkt in sein Gesicht.
Es vergingen einige Sekunden, bevor der Vampir überhaupt reagierte, denn er hatte Aidou vorher eine ganze Weile mit einem Blick angesehen, der sagen sollte: "Wirklich?". Prompt hohlte er aus und schlug Aidou eins auf die Glocke. So ein Kindergarten.
"Aidou! Was soll der Mist!", fragte er den Blonden und regte sich ziemlich auf. "Ich dachte wir sind aus dem Kindergarten raus? Und jetzt lauerst du hier im Dunkeln und erschreckst Day Class Schüler? Tolles Idol.", sagte er und wandte sich ab, während er sich an die Stirn fasste und versuchte sich zu beruhigen. Er war schon immer leicht reizbar gewesen, doch die unerwünschten Nebenwirkungen blieben aus. Wie ziemlich oft. War auch gut so.
"Ich lebe mit Idioten zusammen...", brummte er und fuhr sich durchs Haar, während sein Blick auf Hikari fiel. "Vor dem da brauchst du keine Angst zu haben. Das ist höchstens ein Baby-Löwe, der dich anknabbern könnte.", sagte Mitsunari. Er war nicht gerade der freundlichste, aber was sollte es. Er wurde sehr streng erzogen und dies hatte halt auch jetzt noch Wirkung. Die Wutanfälle und Schläge seines Vaters hatten ihn stumpf gemacht. Emotionslos. Sein Vater war ein Tyrann. Er hatte kein Mitleid für andere, Mitsunari hatte er nur aus Eigennutz aufgenommen, ansonsten hätte er ihn auf der Straße sitzen lassen. Er wollte nicht wie sein Vater andere schikanieren oder niederträchtig behandeln also waren Gefühle in seiner Welt verboten. Bis auf Hass, Wut, Depression und Einsamkeit gab es nichts was Mitsunari empfand. Belustigung ab und an, wenn er sich über die Dummheit anderer erfreute, aber das wars auch schon. Mitsunari war deshalb auch eher zurück gezogen. Man sah ihn selten und wenn dann immer allein. Er schloss sich nicht der Gruppe von Anhängern Kanames an, denn der Reinblüter machte ihm Angst, zurecht, denn Mitsunari wusste so einiges über ihn, wenn er auch nichts verriet. Sein Vater als Mitglied des Senats wies ihn in viele alte Geschichten ein. Die der Kurans war Mitsunari nicht unbekannt. Er war ungefähr auf dem selben Stand an Wissen wie Takuma. Doch wen interessierte es. Je weniger Mitsunari mit Kaname zu tun hatte, umso weniger wurde er von ihm eingezogen. Ein Bauer, der nutzlos am Rande des Feldes steht und sich nicht ein Feld bewegt, so könnte man Mitsunari bezeichnen. Er seufzte und der Wind raschelte durch die Bäume. Lieber dachte er nicht an all dies. Er hatte das Gefühl, dass sein Vater ihn gezeichnet hatte. Aber im Gegensatz zu ihm versteckte sich Mitsunari nur hinter dieser kalten Hülle um nicht verletzt zu werden.

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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Fr 7 Dez 2012 - 19:37

Die Angesprochene verschränkte die Arme hinter dem Rücken und legte den Kopf schief, während ihre tiefroten Augen den jungen Mann musterten.
„Na, ab und zu zu träumen kann ja nicht schaden. Vorallem, wenn man Träume verwirklichen kann“, philosophierte sie wieder und starrte erneut in den Himmel. „Außerdem bleibt Leuten wie mir meist nichts anderes übrig, als zu träumen…“, flüsterte sie leis und der erfrischende Sommernachtswind wehte ihre Stimme hinfort, an einen Ort, wo man diesen Satz nie hören sollte. Manchmal fühlte Hikari, dass sie einfach nicht an diesen Ort passte. Und so kommt es, dass sie an einen anderen dachte. Einfach so. Um die Langeweile oder die Trauer in ihrem Herzen zu besiegen, denkt sie sich an einen anderen Ort, tief in ihren Innersten, um sich selbst besser kennen zu lernen.
Doch das Rascheln hatte selbst sie aus ihrer Traumwelt gezerrt. Allerdings lieft alles zu schnell ab, als dass sie reagieren könnte. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich auf das unbekannte Rascheln, als sie die Augen das nächste Mal wieder öffnete, stand jemand vor Mitsunari-san und starrte ihm ins Gesicht. Die Albino selbst konnte nichts anderes, als zu blinzeln, in dieser kurzen Zeit. Es lief alles so schnell, dass sie selbst kaum merkte, rückwärts in das sanfte Gras gefallen zu sein.
Die Schülerin blinzelte beide Männer nur verwirrt an, es dauerte eine Weile, bis ihr langsames Menschenhirn alles verarbeitet hatte. Als es aber seine Arbeit getan hatte, lachte sie auf.
„Er scheint nicht nur Day-Classler zu erschrecken… sondern auch Sie, Ichika-san“ , meinte sie und zog die Knie an um ihr Knie schmunzelnd darauf zu betten. Der Waldboden war sanft und angenehm, sie machte sich auch keine Sorgen um Tierchen, das wäre Zeitverschwendung. Tierchen würde es überall geben. Genauso wie Menschen. Zu fliehen wäre Zeitverschwendung.
… Tolles Idol."
Das Lächeln verschwand urplötzlich und sie starrte das grüne Gras an. Ein Idol, wie? Hikari wusste nicht, ob der blonde Junge seine Rolle als Idol mochte. Aber sie wusste, wie sie davon denken würde. Sie würde es hassen. Sich zu verstellen, um von allen gemocht zu werden, war einfach nur grauenvoll. Zumal es eine dämliche Lüge sein würde. Sie wäre nicht besser, als die Lügner, die sie selbst verletzten.
„Das macht doch nichts, oder, Ichika-san? Wenn Aido-san sich dafür entscheidet, heute einmal ausnahmsweise nicht das Idol zu sein, ist das doch völlig in Ordnung. Auch Sie können sich dafür entscheiden, heute Abend einmal nicht wütend zu sein und einfach nur in den Himmel sehen“ , die Kamikizu streckte ihre Beine aus und stützte sich neben sich mit den Armen ab um in den schwarzen und glänzenden Himmel zu blicken.
Erneut kicherte sie leise. „Auch Baby-Löwen sind nicht zu unterschätzen. Immerhin sind die es, die zu prächtigen Tieren heranwachsen“ , alles und jeden zu respektieren, das war es, das sie wollte. Aber manchmal musste auch sie einsehen, dass es Wesen gab, die sich selbst nicht respektierten. Und somit konnte auch Hikari sie nicht respektieren.
Ein sanftes Lächeln huschte über ihre Lippen, als sie Hanabusa musterte. Er ähnelte etwas ihrem besten Freund, Yukio, dem aufgeweckten Hund in ihrem Freundeskreis. Nein… sie waren alle ihre Familie. Trotzdem hatte dieser blonde Mann vor ihr etwas eiskaltes an sich, obwohl er sonst immer warm erschien. Seine Augen schienen der Aura, die er ausstrahlte, zu widersprechen. Und doch strahlten sie Ruhe aus.
Wie das Eis um Hikaris Herzen.
„Da wir uns alle hier zufälligerweise versammelt haben… denke ich, dass wir alle unsere Sorgen haben, dank denen wir nicht schlafen können. Warum setzen wir uns dann nicht einfach her, reden etwas, genießen die ruhige Nacht und warten, bis der Schlaf von alleine kommt? Wir könnten uns Geschichten erzählen oder einfach nur dasitzen“ , die Weißhaarige wusste nicht, wie die Beziehung zwischen den beiden Männern war. Aber das ging sie auch nichts an. Das war auch nicht relevant für einen kleinen Spaziergang im nächtlichen Wald.
„Oder aber wir erkunden den Wald und erinnern uns an die nostalgischen Zeiten von unserem Kindergarten“ , Hikari war nie im Kindergarten gewesen. Doch es reichte, wenn sie sich Kindheitsgeschichten erzählten, oder sich nur an sie erinnerten. Hikari selbst wusste, dass es Zeiten waren, die man nie vergessen sollte. Denn, vergaß man sie, vergaß man auch die Liebe, die man von den Eltern erfahren hatte.
Blöd war es dann nur, wenn es keine Liebe gab, an die man sich hätte erinnern können. Allerdings bedeutete das nicht, dass man diese Liebe nicht in der Gegenwart erfahren kann, sodass man sich in der Zukunft an sie zurückerinnert.
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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Sa 8 Dez 2012 - 15:38

Es war wohl doch keine so gute Idee gewesen, dachte er sich, während er sich die schmerzende Stelle am Kopf rieb und unsicher kurz lächelte. Der dunkle Wald, die Erinnerung an seine heimlichen Ausflüge, all das hatte ihn für einen kurzen Moment wieder ein unbeschwertes Kind sein lassen. Und er hatte den mehr oder weniger warnenden Blick von Mitsunari ignoriert.
„Musst du gleich so rabiat sein?!“ So schlimm war es doch auch wieder nicht gewesen, dachte er sich und stemmte dabei seine entstandenen Fäuste heftig in die eigenen Körperseiten, um nichts schlimmes mit ihnen anzustellen. Hätte er versucht Hikari zu erschrecken, dann wäre es verdient gewesen. Sie hätte wahrscheinlich wirklich furchtbar Angst bekommen, so war es doch nur ein kleiner Scherz. Auch ihn als Idioten zu bezeichnen, fand er nicht sonderlich toll. Wenn sie alleine gewesen wären, hätte er ihm wahrscheinlich gezeigt, wie besonders idiotisch Eis sein kann, wenn er den Gelbäugigen damit am Boden fest gefroren hätte. Doch sie waren es nicht und nur einen kurzen Augenblick kochte eine altbekannte Wut in ihm auf, welche nie seine Augen erreichte und sich sofort auflöste, als er das ins Gras zurück gefallene Mädchen ansah. War er doch zu schnell gewesen, fragte er sich. Sie hatte gar keine Angst, wie ungewöhnlich. Sofort entspannte sich seine ganze Körperhaltung, er war wirklich albern, sich mal wieder so leicht provozieren zu lassen. Die Albino schien wirklich außergewöhnlich zu sein für einen Menschen und nicht nur ihre auffällige Haut und Augen.
Als sie ihn auch noch vor dem Weißhaarigen verteidigte, war er sprachlos und bemerkte auch ihre nicht unangenehme Musterung seiner selbst. Was sie wohl über ihn dachte, ging ihm durch den Kopf während er für sich selbst die überraschend netten Worte wiederholte …Baby-Löwen … wachsen zu prächtigen Tieren heran... Wenn sie nur wüsste wie gut ihm solch einfache Worte getan haben.
Nachdenklich blickte er zu Mitsunari zurück, der wie gerne mal seinen eigenen Gedanken nachhing, warum verschloss er sich nur so, die Cross Akademy war eine gute Schule und beinahe alle hatten versucht ihn herzlich zu empfangen, doch irgendwie konnte noch keiner so wirklich mit ihm warm werden, sofern er es wusste. So schade, es schien gerade so als beabsichtigte der Gelbäugige geradezu allen aus der Night Class aus dem Weg zu gehen, warum nur?
Die liebliche Stimme Hikaris lies ihn wieder sie ansehen und er musste ein bisschen lachen, bei der Formulierung `bis der Schlaf von alleine kommt´. Schlafen? Jetzt? Vielleicht bei Sonnenaufgang, ein schneller Blick in den Himmel verriet ihm, dass dieser noch einige Stunden entfernt war.
Als sie implizierte, dass sie sich doch alle hinsetzten sollte, folgte er der kleinen Aufforderung direkt und pflanzte sich beinah direkt neben sie, in das flache grüne Gras. Irgendwie übte ihre Stimme, ihre roten Augen, ihr ganzes Verhalten eine gewissen Faszination auf ihn aus und er wollte unbedingt mehr über sie erfahren. Außerdem, wann bekam er schon mal die Gelegenheit sich mit einem Day Class Schüler zu unterhalten ohne eine Waffe von Zero auf ihn gerichtet zu bekommen.
„Ich... ich war nie in einem Kindergarten.“ murmelte er und blickte seine beiden zufälligen Begegnungen abwechselnd an, um damit zu sagen, dass sie doch etwas erzählen sollen, denn er mochte jetzt nicht der Erste sein der redet, sondern lieber mal den Augenblick genießen und zuhören.
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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Fr 15 Feb 2013 - 20:22

Das Mädchen schien wirklich sehr verträumt. Ichika war ebenfalls einmal sehr verträumt gewesen, doch diese Art hatte er vor langem abgelegt und nun war er so kühl wie ein Eisblock. Keiner war bisher in der Lage gewesen sein kaltes Herz mit Wärme, geschweige denn Liebe zu füllen. Trotz dessen, dass der Wind die weiteren Worte des Mädchens davon trugen, verstand Mitsunari jedes einzelne davon. Schon blöd. Eigentlich wollte er nur ein bisschen Ruhe zum Nachdenken haben und dann kam so etwas dabei heraus. Nicht nur einen Menschen, sondern auch Hanabusa hatte er am Hals, der ihm ziemlich auf die Nerven ging mit seiner komischen Art, welcher sich auch gleich beschwerte, weil Mitsunari handgreiflich geworden war. Dieser setzte ein falsches Lächeln auf, als er zu Hikari sah und Hanabusa gekonnt ignorierte. "Ich bin nicht so schnell zu erschrecken, nur leider habe ich eine leicht aggressive Ader geerbt, auch wenn ich lieber nichts von meinem Vater hätte... Verzeiht..., sprach Ichika und sofort schwand das falsche Lächeln wieder, während er den Blick abwandte. Das weiße Haar wehte leicht in der Brise und die mysteriösen gelben Augen funkelten kurz im Licht der Sterne. Die weiteren Worte Hikaris ignorierte er, er rieb sich die Stirn und schüttelte den Kopf. Er bemerkte Hanabusas Blick und funkelte ihn mit einem recht fraglichem Blick an. Zu gerne wüsste er, was in dem Kopf des Mannes vor sich ging. Natürlich konnte er nicht in dessen Kopf gucken, doch er wusste trotzdem, dass Hanabusa sich schon so einige Fragen über den abweisenden Ichika stellte.
Da sich Beide auf den Boden legten, wollte Mitsunari nicht so sein und setzte sich im Schneidersitz auf den Boden und betrachtete ebenfalls den Himmel. Die Erinnerung an eine Kindheitsfreundin kam zurück und er wandte den Blick schnell ab, zu schmerzhaft war diese Erinnerung. So schnell wie er gesessen hatte, stand er auch schon wieder. "Ich finde die Idee eines Spazierganges schon recht akzeptabel...", sprach er und lief zwischen den Bäumen entlang, während das Gras unter seinen Füßen raschelte. Der Geruch eines ausgebrannten Feuers lag in der Luft und ein leichter Anflug von dessen Hitze wehte noch zu ihm herüber. Sämtliche Wesen gaben ihre Laute von sich und Mitsunari lauschte jeder einzelnen Stimme von diesen und sah kurz zu Hanabusa und Hikari zurück. Etwas Trauriges schlich sich in seinen Blick und er wandte ihn wieder ab.
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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Fr 15 Feb 2013 - 22:43

Die Frage, ob diese Jungs vielleicht nichts erzählen wollten, schoss ihr in den Kopf und vielleicht war es doch keine so gute Idee gewesen. Vermutlich war es auch töricht gewesen, zu erwarten, dass alle reichen Jungs aus der Night eine wundervolle und geborgene Kindheit hatten.
Die Weißhaarige schmunzelte Hanabusa vorsichtig an, als er ihre Worte widerholte. So war es. So unschuldig und tollpatschig sie auch erschienen, so wuchsen die Jungen eines Löwen zu kräftigen, starken und erhabenen Tieren heran.
„Un“, nickte sie. „Wir können auch auf diese Weise wachsen, wie Löwen“, davon war sie überzeugt.
Das Mädchen seufzte, als sie den wohligen, sanften Wind auf ihrer Haut fühlte. Vielleicht hatte sie mit diesen Jungs doch mehr gemeinsam, als sie dachte. Dies fiel ihr auf, als sie Mitsunari aufmerksam lauschte. So, wie es schien, hatte auch er etwas geerbt, auf das er lieber verzichtet hätte. Doch, wer hat das nicht?
Kamikizu kicherte leise über seine Aussage.
„Aggressiv hört sich so böse an. Wie wäre es mit „reizbar“? Außerdem…“, der Wind fuhr ihr durch das Haar und, als wollte sie ihn bitten, damit aufzuhören, starrte sie in den Himmel. „Erben wir doch alle etwas, das wir lieber nicht hätten. Aber das ist es wohl, dass uns zu uns macht. Das ist doch völlig in Ordnung, nicht? Dann liegt es eben an uns, aus dem, was wir haben, seien diese Eigenschaften auch noch so schlecht, das Beste daraus zu machen. Und, solange man Reue empfindet, ist und bleibt man ein guter Mensch“ , Machtlosigkeit wurde ihnen zum Glück noch nicht vererbt. Jeder hatte sich, sein Selbst und sein Leben in der Hand.
Verträumt schloss das Menschenkind seine Augen und sog gierig die frische Waldluft in seine Lungen. Solch frische Luft war man als Stadtkind nicht gewohnt. Sie liebte es.
„Hm“ , sie zuckte nur mit den Schultern. „Ich war auch nie im Kindergarten. Mein Leben begann erst als ich sechs war, sozusagen und seither bin ich es gewohnt, dass sich meine Eltern um mich kümmern. Aber, nicht im Kindergarten gewesen zu sein, bedeutet ja nicht, keine Kindheit zu haben. Ich, zum Beispiel, war ein äußerst wildes Kind“ , sie lachte leise. „Ich lief meinen Eltern ständig davon, lief im Wald herum oder sammelte Blumen für meine Familie. Doch meine Brüder fanden mich immer wieder, ganz gleich, wo ich auch war. Sie hätten mich auch am Ende des Weltalls wiedergefunden“ , schlagartig ergriff sie die starke Hand des Heimwehs. Sie vermisste das Lächeln ihrer Familie, die Umarmungen ihrer Brüder und die Neckereien untereinander.
Kamikizu wusste nicht, ob jemand von beiden an ihrer Geschichte interessiert war. Doch glaubte sie, sie würden sich mehr trauen, etwas zu erzählen, wenn sie etwas erzählte. Ihre Vorgehensweise erinnerte an einen vorsichtigen Tierpfleger, der sich an verletzte Tiere herantasten wollte. Denn schlussendlich hatte jeder seine Gründe und Wunden.
Und schon glaubte die Weißhaarige, Trauer in Mitsunaris Gesicht zu erkennen. Nun, sie könnte sich auch getäuscht haben, immerhin war es doch recht finster gewesen. Konnte sie denn mehr tun, als nur zu sehen?
Wunden zu berühren und zu heilen, das war nicht ihre Aufgabe gewesen. Doch, selbstverliebt wie sie war, machte sie es doch immer wieder zu ihrem Lebenssinn. Schmerzte das Herz anderer, tat es ihr weh. Vermutlich lag es an ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.
Die Albino wollte den jungen Weißhaarigen aufhalten, doch merkte sie, dass dies wohl besser so war.
„Er hat recht“, meinte sie dann munter zu dem Blonden neben sich und sprang auf. Wer rastet, der rostet. Immerhin war sie es doch gewesen, die den Spaziergang vorgeschlagen hatte.
„Komm auch mit“ , es war noch lange kein Befehl, eher eine nett ausgedrückte Bitte. Eine Einladung, mehr nicht.
Ehe sie Mitsunari hinterherlief, warf sie dem Aido ein ermutigendes Lächeln zu. Vermutlich war es keine gute Idee gewesen, direkt darüber zu sprechen. Dann eben auf Umwegen.
„Hmm“ , dachte sie nach, während sie neben Mitsunari herlief und Hanabusa immer wieder Blicke zuwarf. „Ich weiß:
Der Schrein ohne Deckel, Schlüssel, Scharnier,
birgt einen goldenen Schatz, glaub' es mir.“
, es war ein Rätsel. Intensives Denken würde sie, hoffentlich, von allen schlimmen Gedanken ablenken, die bei tiefster Stille kamen. Denn in der Stille waren Gedanken am lautesten.
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BeitragThema: Re: Hanabusa - Hikari - Mitsunari [Mini-RPG]   Sa 16 Feb 2013 - 20:18

Wie schaffte es dieser junge Mann nur immer ihn mit ein, zwei Worten und oder einer Geste auf die Palme zu bringen. Da war er doch gerade wieder so friedlich gewesen und schon wollte er seinem Gegenüber das falsche Lächeln aus dem Gesicht prügeln. Einatmen, ausatmen und der Moment ist vorbei. Wie ein Mantra dachte er sich die Worte immer wieder, nur um nichts falsches zu tun. Ein sanfter Wind fuhr ihm über die Haut und er konzentrierte sich wieder auf seine beiden zufälligen Begleiter.
Gespannt lauschte er der nun sprechenden Albino und verglich sie mit dem Weißhaarigen. Sie waren wie Feuer und Wasser, auch wenn sie sich ein bisschen ähnelten mit den weißen Haaren und der blasen Haut. Mitsunari war wild, bis aggressiv und absolut verschlossen, er war wie immer, dachte der Blonde bei sich. Dagegen war Hikari ruhig und sensibel, sie versuchte sogar zwischen den beiden Jungen zu vermitteln und entschärfte die Situation damit deutlich. Für Aido wirkte es, als hätte sie eine unglaublich beruhigende Art, wie sie so freimütig von sich selbst und ihrer Kindheit erzählte, wie gern hätte er das auch gekonnt. Es wäre interessant das ungläubige Gesicht des Mädchens zu sehen, wenn er die Wahrheit sagen würde. So schwieg er lieber, um nicht lügen zu müssen.
Nachdenklich blickte er in den Himmel und verlor für einige Augenblicke das Jetzt aus den Augen. Seine Kindheit, eigentlich konnte er sich nicht beschweren, er hatte alles was man sich nur wünschen konnte. Eine ihn liebende Mutter, einen strengen, aber fürsorglichen Vater, erträgliche Geschwister und seine Familie hatte Ansehen und Geld. Ihm hatte es nie an etwas gefehlt. Und den Spass den er in jungen Jahren mit seinen Cousin und Ruka hatte, würde er um nichts in der Welt verpasst haben wollen. Und erst recht nicht seine Zeit hier an der Schule, ja, ihm ging es sogar richtig gut. Warum überkam ihn dann manchmal eine solche Melancholie, fragte er sich auch jetzt wie schon viel Male zuvor. Lag es an den Tabletten? War er nicht richtig glücklich ohne frisches Blut?
Plötzlich wurde er von den abrupten Bewegungen des Weißhaarigen aus den Gedanken gerissen.
„Mh.“ entkam es seinen Lippen. Mit den Beiden jetzt spazieren gehen, ob das eine so gute Idee ist, schoss es ihm durch den Kopf. Ein Blick zu Mitsunari verriet ihm die Wahrheit. Nein. Der andere Junge wollte definitiv seine Ruhe haben. Warum folgte ihm dann Hikari, fragte Hanabusa sich, merkte sie das nicht oder wollte sie es nicht bemerken. Menschen, manchmal verstand er sie einfach überhaupt nicht, wie auch die meisten Vampire.
Kurz überdachte er seine Optionen. Hier noch ein bisschen die Nacht genießen und dann zurückkehren zu Akatsuki und den anderen, aber das würde bedeuten das er das unschuldige Mädchen mit dem leicht zu reizenden Weißhaarigen alleine lies. Wie weit konnte er dem anderen Vampir vertrauen, er wusste es nicht, hätte er ihn nur besser gekannt, so hatte er eigentlich keine Wahl mehr. Er könnte sich es niemals verzeihen, wenn etwas passieren würde und er es verhindern hätte gekonnt.
Aber wirklich zum Aufstehen bewegt, hatte ihn erst die Bitte von Hikari.
So stand er zähneknirschend mit den Worten auf: „Das kann ja noch lustig werden...“ und schloss schnellen Schrittes zu den Beiden auf.
„Hikari, was war das für ein Rätsel?“
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