Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
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 Speisesaal

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BeitragThema: Speisesaal   Sa 17 Jul 2010 - 21:09

das Eingangsposting lautete :

Im Untergeschoss des Day Dorms, befindet sich der Speisesaal, indem alle Schüler des besagten Hauses ihr Frühstück und ihr Abendbrot einnehmen.
Auch dieser Raum ist in hellen sandsteinfarbenden Tönen gehalten. Der Boden ist mit hellem Parkett ausgelegt und an den Wänden finden sich im unteren Bereich dunkle Holzvertäfelungen. Alles in allem ist der große Raum mit zahlreichen seinen wunderschönen großen Fenstern eine wahre Wohlfühloase, die nicht nur zum Schlemmen einlädt. Unter der oben entlang verlaufenden Balustrade findet sich eine lange Theke, an der man zahlreiche Speisen findet. Diese werden immer wieder von einer netten älteren Dame nachgereicht. Hat ein jeder die Speise seiner Wahl gefunden, so kann er sich an einen der vielen großen vierer Tische niederlassen.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 29 Okt 2012 - 9:48

Der junge Mann lehnte sich seufzend zurück und rieb sich den Nacken. Er fühlte sich ignoriert. Von einem Mädchen. Das stimmte ihn verlegen, war das denn schon mal vorgekommen? Nun, es wat ja nicht so, als müsste er sich kränken, immerhin waren Mädchen so. Kaum waren sie bei ihrer Freundin, war alles andere egal. Plötzlich verging ihm die Lust auf alles. Der arme hatte eine Niederlage nach der anderen einstecken müssen, da war das kein Wunder. Allerdings nahm er so manches zu ernst.
„Oi, Inu, nachdem ich mich umgezogen habe, da mich jemand ganz bestimmtes mit Essbaren beworfen hat, wollte ich Kari überreden, ob sie nicht mit uns einen Kuch- Ktschi!“, zu seiner Überraschung, nieste er synchron mit dem Hund. Daraufhin musterte er ihn überrascht. Er hatte das Gefühl, dass irgendjemand schlecht über sie redete – oder zumindest dachte.
Seufzend über seinen Ausrutscher musterte er sein Tablett. „Ich will euch nicht unterbrechen, aber vielleicht solltet ihr, wenn ihr es vorhabt, nicht ganz alleine in die Stadt gehen. Sie ist noch größer als diese Schule. Nur, damit ihr jemanden habt, der euch den Weg zeigt“ , meinte er und nickte wissend. Er rechnete damit, mit Blicken angesehen zu werden, die ihn des Stalkens bezichtigten. Obwohl es ihm ja egal sein konnte, er hatte sich sowieso dafür entschlossen, seiner Freundin beim Backen zu helfen, da er den beiden reizenden Schülerinnen den zweiten Wahnsinn – Hikaris Gebäck – zu ersparen. Die kleine Muffinkönigin hätte damit sicher eine Freude, steinhart wie das Gebäck ist. Nein, er schätzte sie sicher nur falsch ein, das Mädchen würde sicher niemanden etwas zu leide tun.
Andererseits kannte er auch Mädchen, die sich über seine Anwesenheit freuen würden. So, wie es schein, konnte man sich aber nicht alles mit Geld und Aussehen erkaufen. Darüber war der Blauhaarige zutiefst erschüttert gewesen, war das doch die Religion gewesen, die ihm sein Vater immer gepredigt hatte. Oder er würde sich die Aufmerksamkeit doch erkaufen können, nur stellte er sich zu ungeschickt an?
Masamori seufzte und fühlte sich plötzlich nicht mehr in seiner eigenen Haut wohl. Also beschloss er, die Tabletts von sich und seinem Freund zurück zu tragen. Also gab es auch solche Mädchen.
Zu nachdenklich, um aufzupassen setzte er sich neben Rin, aber mit mehr Platz dazwischen, sodass sie ihren Freiraum hatte.
„Kurze Umfrage! Nennt mir eure Top three fruits!! Inu, du bist nicht umfrageberechtigt”


Yukio - Rin - Hotaru -Yusaku
Umi -Hikari
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 29 Okt 2012 - 11:06

Der Hund musterte das Mädchen entsetzt. „Und was, wenn es wichtig ist?“, Yukio mochte es nicht, wenn seine SMS auf später verschoben werden. Immerhin sind sie wichtig, bei etwas unwichtigen kommt er die Person selbst besuchen. Seltsam, eigentlich sollte es ja umgekehrt sein. Es war nur leider so, dass er bei ernsten Themen anderen nur selten ins Gesicht sehen konnte.
Der Blauhaarige musste den Satz nicht einmal aussprechen. „Tschi!! Klar! Ich liebe Kuchen und die Küche ist mein Element! Ich wurde sogar in einer geboren. Meine Mutter brauchte nur das Wort zu sagen und ich erblickte das Licht der Welt!“ , das war natürlich alles erstunken und erlogen, aber er erzählte diese Geschichte immer wieder gerne.
„Jupp, in der Stadt wird es jetzt wohl niedliche Wintermode für Mädchen geben“ , seufzte der junge Braunhaarige schwärmend. Irgendwie mochte er die Wintermode eher, als die Sommermode und Bikinis.
„Stimmt! Hätte ich nicht so eine gute Spürnase und Yusaku so einen eigenen Geruch, hätte ich mich schon einige Male verlaufen!!“ , und Yusaku fragte sich, wie er immer wieder, egal wo er ihn auch stehen ließ, zurückfand…
Der Grünäugige merkte erst später, dass Yusaku nicht so ordentlich wie sonst gekleidet war. Schon wurde sein treudoofes Gesicht zu einem höhnischen.
„Man hat dich mit Essen beworfen? Was hast du denn angestellt? Hast du ein Mädchen verärgert?“ , doch der Angesprochene antwortete nicht darauf. Mikami meinte es nie wirklich böse, er neckte andere nur gern.
Seufzend streckte er sich und versuchte, die Müdigkeit abzuschütteln.
„Jedenfalls kann ich euch die Stadt wärmstens empfehlen! Dort gibt es Winterkleidung für Mädchen, so süß, dass man nur durchs Ansehen zunimmt. Sie geben Wärme eine Form“ , meinte er dramatisch und fasste sich an sein schneller schlagendes Herz. Man könnte ihm glatt zutrauen, dass er ein Perverser war, doch für sowas war er zu unschuldig. Er hatte die Winterkleidung oft an seinen beiden Freundinnen gesehen und wusste daher, wovon er sprach.
„Vom Gebäck ganz zu schweigen“ , und schon war er in seiner eigenen Welt.
„Oh, sei still, das Wort gibt es gar nicht!! Und ich bin kein Hund!“ , meckerte er und pustete die Wangen auf. „Hotaru-chan!“ , das kam plötzlich. Er sah die Angesprochene mit großen, tränengefüllten Hundeaugen an. „Denkst du auch, dass ich ein Hund bin?“ , dem Blick nach zu urteilen… ja.

Rin - Hotaru -Yusaku -Yukio
Umi -Hikari
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 31 Okt 2012 - 20:34

Rin beschäftigte sich mit der letzten Suppe, die sie nur noch auf dem Tablett hatte und rührte lustlos im Teller. Vielleicht sollte sie sich schlafen legen, weil es ihr sicherlich noch schlecht von gestern sein musste.
Lächelnd legte sie den Kopf schief und nickte.
“Ich bin auch erst mal für ein Nach-dem-Essen-Nickerchen“, freute sie sich wieder und fuhr sich durch das Haar.
“Gesundheit“, sagte Rin blinzelnd und wunderte sich. Waren die zwei verwandt? Wirkte zumindest nicht so. Herausfordernd lehnte sich Rin zurück und grinste.
“Bietest du dich als Touristenführer an, Yusaku-kun?“, Rins Augen funkelten herausfordernd und die junge Frau erhob sich, entschuldigte sich und brachte ihr Tablett weg.
Nun kamen wir zu Rin'schen Essensanalyse.
Merkwürdigerweise schmeckte es für 'Kantinenessen' ziemlich gut, es war weder zu heiß noch zu kalt und das Essen sah auch genauso aus, wie man es auch erwartete: Tomate sah aus wie Tomate und nicht danach, wie eine Tomate aussah, wenn man es schon ein Mal gekaut, ausgespuckt, noch Mal gegessen, unappetitlich ausgeschieden hatte.
Ja, Rin gefiel es hier. Das Essen lies sich schmecken. Nachdenkend überlegte sie, was sie auf Yusakus Topliste erwidern würde.
“Erdbeere, Kirsche und Himbeere“, antwortete sie prompt und hoffte, dass es Früchte wahren.
Abwesend spielte die junge Dame mit ihren Zöpfen und betrachtete Yukio. Ein aufgeweckter Junge. Zu viel Energie für diese Zeit, so ihre Meinung.
“Ich stehe nicht auf Shoppen“, erwiderte sie gelassen, was Winterkleidung betraf und lächelte Yukio zu. Dann musterte sie beide Jungs und lachte:
“Yusaku-kun ist nur einem lebenden Orkan begegnet, persönlich war es nicht. Er hat sich bisher sehr vornehm und vorbildlich gezeigt“, lobte sie den Blauhaarigen und nahm ihn in den Schutz.
Schon setzte sich der junge Mann neben sie und lächelte ihm nur kurz zu, bevor sie ihren müden Kopf in den Händen abstützte.

Hotaru -Yusaku -Yukio - Rin
Umi -Hikari
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Sa 3 Nov 2012 - 23:03

Ihr war erst jetzt aufgefallen, als er sie so entsetzt ansah, und sie irritiert das Gesicht deswegen ein wenig hinter ihren Rollkragen zog, dass seine Augen eine unübliche Farbe hatten. Als hätte man ihm Pupillen aus Gold eingebrannt und das Grün einer saftigen Wiese in dem Rest seiner Iris eingefangen. Solche Augen wünschte sie sich manchmal den Helden ihrer Geschichten. Augen, in denen etwas Magisches lag und etwas Besonderes. Sie würden so herrlich zu einem stolzen Elfenkrieger passen, oder zu einem erbarmungslosen Drachenreiter. Vielleicht auch zu einem Geist, der verdammt war und Ruinen des prachtvollsten Schlosses bewachen musste.
Nein. Halt. Sie durfte jetzt nicht in ihre Fantasiewelt abdriften. Sie musste sich gegen diesen Schüler behaupten. Oder es vielleicht noch ein wenig weiter hinauszögern nach ihrem Handy zu greifen und unter seinem strengen Blick die Nachrichten zu lesen, die sie erhalten hatte. Würde er sie nämlich weiterhin so ansehen und anstacheln, würde sie sich wahrscheinlich irgendwann noch ganz schuldig dafür fühlen, das Handy mitgenommen zu haben und dann nicht zu kontrollieren, ob dringliche Dinge zu klären waren.
“Wenn es wichtig wäre, hätte man mich direkt angerufen.“, murmelte sie zögerlich und musterte seinen Blick, dem sie nicht lange standhalten konnte. Die Teetasse vor ihr war ihr hundert Mal lieber. Sie war schließlich stumm und wärmte sie, anstatt sich für Dinge zu interessieren, die sie nicht zu interessieren hatten.
Brave Tasse.
Es war ja nicht so, als fände sie diesen lauten Schüler nicht nett. Nur konnte sie mit lauten Schülern so schlecht umgehen. Sie wurde direkt zu diesem schüchternen, verunsicherten Kind, weil sie mit deren Freude und deren Abenteuerlust und deren Kommunikationsdrang einfach nicht umgehen konnte.
Bei Rin war es anders gewesen. Sie war zwar auch sehr offen und sie war auch diejenige gewesen, die Hotaru angesprochen hatte, doch sie schien auf einer ähnlichen Ebene zu sein wie ihre Zimmergenossin. Außerdem rückte sie niemandem auf die Pelle – bzw. fast niemandem.
„Okay.“, bestätigte sie über die keinen Wölckchen hinweg, die aus der Tasse emporstiegen, wie Gespenster. Sie würden also auf ihr Zimmer gehen. Gut.
„Gesundheit., wünschte auch sie brav den Mitschülern.
Yusaku war ganz fürsorglich, was die beiden Mädchen betraf. Wo er ihnen eben noch ein Angebot machte, um ihnen beiden die Schule zu zeigen, oder beim Unterrichtsstoff zu helfen, warnte er sie jetzt schon vor der Stadt.
Während Yukio fröhlich über die Mode trällerte. Das war fast schon so ungewöhnlich wie seine Augen. Aber nur fast. Kerle, die sich mit Mode auskannten, waren in Hotarus Welt nichts, das sie zum ersten Mal in ihrem Leben sah. Nein. Auch nicht Kerle, die etwas von Mädchenmode verstanden.
„Weintraube, Melone, Kirsche.“, antwortete sie über die Frage ganz verwundert, nachdem die andere Dame am Tisch ihre liebsten Früchte aufgelistet hatte. Wieso er das wohl wissen wollte?
>>Hotaru-chan!<< Die angesprochene zuckte wieder zur Seite. Dieser Ausruf ihres Namens hatte sie erschrocken. Sie mochte es so gar nicht erschrocken zu werden.
Überrumpelt sah sie ahnungslos den Jungen an.
Tatsächlich hatte er wirklich viel von einem Hund. Allein dieser traurige Blick. Wäre er wirklich ein Hund, hätte sie ihn längst in ihre Arme geschlossen und geknuddelt.
„Du-du willst ein „Nein“ hören, oder? … Nein.“
Etwas zwitscherte wie ein Vogel.
Jemand hatte ihr eine dritte Nachricht geschickt.
Verdammt. Sie hätte es wirklich oben lassen sollen.

Yusaku - Yukio - Rin - Hotaru
Umi - Hikari
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BeitragThema: Re: Speisesaal   So 4 Nov 2012 - 1:05

Erschöpft vergrub der Blauhaarige sein Gesicht in den Händen. Er ertrug diesen Wirbelsturm so früh einfach nicht.
Wenn er ehrlich war, hatte Yusaku nicht vor gehabt, die Mädchen herumzuführen, zumindest nicht so bald. Der junge Mann bedankte sich und rieb sich die gerötete Nase.
„Wenn euch sonst keiner lieber wäre, habe ich nichts dagegen. Irgendjemand muss ja auf euch aufpassen“, aber er war flexibel. Er zwinkerte beiden zu, um ihnen verständlich zu machen, dass es ein Scherz gewesen war und verschränkte die Arme am Tisch.
Nachdenklich sah er zwischen den beiden Mädchen hin und her. Die Frucht, die sie gemeinsam hatten, war also die Kirsche? Dann würde wohl eine Kirschtorte daraus werden.
"Seltsam. Dabei war ich mir sicher, dass eure gemeinsame Frucht die Erdbeere ist. Also wählen die Mädchen ihren Geschmack nicht nach dem, wie sie sich selbst sehen?“, woher hast du denn den Mist! Dubist was du isst? Vermutlich war es nur ein weiterer Versuch es ihnen angenehm wie möglich in dieser Schule zu gestalten.
Wenn der Masamori ehrlich war, dann wusste er nicht, wie er sich sonst verhalten sollte. Normalerweise gingen Mädchen mehr auf ihn ein, besonders, wenn es Frauen waren. Dann war er der Hund zwischen den Beinen seiner Herrinnen. Doch diesmal wurde er von der Leine gelassen. Was sollte er mit soviel Freiheit anstellen?
Die rosahaarige lobte ihn, dies verhalf ihm wieder in seine gewohnte Rolle. Er schmunzelte sie charmant an, sah ihr direkt in die Augen und kicherte.
„ Das war dann wohl der harmloseste und niedlichste Orkan, den ich je gesehen habe. Ist ja nicht so, als könnte ich mich anders verhalten, bei charmanter Begleitung“ , gelogen war das nicht. Immerhin konnte er sich tatsächlich nicht anders verhalten.
„Aber vielleicht komme ich euch nur so vorbildlich vor, weil ihr den Hund dort kennen gelernt habt. Das ist eigentlich Standard bei uns“ , Lügner. Die blauen Brauen schossen in die Höhe.
„Da wundert es mich, dass wir keinen Host Club haben, wie in Ouran Highschool Host Club“ , das wäre der perfekte Ort für Leute wie Yusaku. Yusaku wusste nicht, dass es auch falsch sein konnte, sich dermaßen für das Glück der Frauen einzusetzen.
Anschließend sah er flüchtig auf die Uhr, würgte kurz darüber, wie früh er doch aufgestanden war und sah dann wieder zu den anderen.
„Also könnten wir euch die Stadt zeigen, nachdem ihr euer vorzeitiges Mittagsschläfchen gehalten habt. Bis dahin beschäftige ich unser Energiebündel damit er der armen Hotaru-san nicht zu sehr auf die Pelle rückt“


Yukio - Rin - Hotaru- Yusaku
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 5 Nov 2012 - 17:36

Früher machte sich der junge Hund schreckliche Gedanken darüber, wie Menschen über seinen Gendefekt sprachen. Sie meinten, es wäre gruselig, weil er keine typische Pupille hatte, wie die anderen. Es war ein Phänomen, wie das passieren konnte, doch vielleicht waren seine Augen ein Zeichen dafür, dass er ein recht ungewöhnlicher Mann war. Doch das interessierte ihn schon lange nicht mehr.
Als Hotaru ihn so angesehen hatte, glaubte er, ihr wären seine Augen unangenehm. Daher lächelte er breit. Mit zugekniffenen Augen. „Hotaru-chan?“, fragte er grinsend und ergeben.
„Oh, da hast du recht“ , auch er wand den Blick ab und musterte die Tischplatte. Vielleicht… sollte ich sie nicht zu viel ansehen.
Nein, Yukio kannte sich nicht mit Mode aus. Manchmal wünschte er sich nur, ein Mädchen zu sein, damit er diese niedliche Winterkleidung tragen konnte.
„Du-du willst ein „Nein“ hören, oder? … Nein.“
„Ja, das will ich“ , kicherte er verspielt und offen, während er seine Arme auf dem Tisch verschränkte und den Kopf auf diese bettete. Dabei hörte er nicht auf, sie anzugrinsen.
Yukio bedankte sich für den Beistand der Schwarzhaarigen und es war beinahe zu sehen, wie sein Schweif erfreut hin und her wedelte und seine Ohren zuckten.
„Hotaru-chan, du musst dich nicht hinter deinem Schal verstecken, sag einfach, wenn ich dich zu sehr anstarre“ , die offene Art des Mikami war schon beinahe verwunderlich. Aber so war er eben, wenn er merkte, dass sich andere in seiner Nähe unwohl fühlen. Aber wer konnte denn ein warmes Hundeherz brechen?
Der erste, der auf das Zwitschern reagierte, war wohl Yukinu. Weshalb? Weil er darauf gewartet hatte. Er war sich relativ sicher, dass die Schwarzhaarige mehr von diesen Nachrichten bekommen würde.
„“Sie haben eine neue Nachricht“, zwitscherte mir gerade ein süßes Vögelchen zu“ , schmunzelte er verspielt, erneut ziemlich treudoof. Erst das Wort „Mittagsschlaf“ riss ihn aus seiner Traumwelt.
„Eh?! Schlafen, schon wieder? Wirklich?“ , seine goldenen Pupillen fixierten Rin, dann Hotaru. Yukio war der einzige Mensch in dieser Runde, der weniger als zwei Stunden Schlaf benötigt.
„Wird das nicht auf Dauer langweilig? Dabei sind wir gerade erst so schön ins Gespräch gekommen“ , das siehst nur du so, Yukiolein.
„Na, dann werde wir ebenden Kuc-…“, plötzlich spürte er einen dumpfen Schmerz im Schienbein und legte seine Stirn vor Schmerz auf die Tischplatte. Yusaku hatte ihn getreten. Übermut tut eben selten gut.
„Ich sehe ein Licht TT-TT“


Rin - Hotaru- Yusaku - Yukio
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 7 Nov 2012 - 19:43

Rin lehnte am Tisch, als wollte sie sofort darauf schlafen, allerdings beherrschte sie sich. Sie saß nur noch, um sich mit den Schülern zu unterhalten und lächelte.
“Hotaru-san, du kannst ruhig deine Nachrichten lesen, wir benehmen uns“, lächelte sie erneut und fuhr sich durch das Haar, während sie sich sichtlich an Yusaku wandte:
“Es ist unfreundlich zu sagen 'Wenn euch sonst keiner lieber wäre.... Irgendjemand muss auf euch aufpassen'“, sagte sie etwas ernster und unterdrückte den Ärger.
Es übermittelte ihr, dass er nichts mit ihnen zu tun haben wollte, aber dazu gezwungen war. Solche Art mochte sie. Nicht mehr. Er war zu gar nichts verpflichtet.
Seufzend schüttelte sie den Kopf und unterdrückte ihren Ärger, wobei sie Yusakus Frage überhörte.
Sie verstand Jungs nicht mehr. Yukio hier schien entweder insgeheim ein Mädchen zu sein oder aufgeregt. Rin wusste es nicht.
“Yusaku-kun... du wirst kein Mädchen glücklich machen, wenn du versuchst nach ihrer Pfeife zu tanzen“, beugte sich Rin zur Seite, als wollte sie ihm das wie ein Geheimnis verraten und lächelte.
Das angebrochene Thema gefiel ihr jedoch nicht nicht mehr.
Rin erhob sich laut von ihrem Stuhl.
“Mir ist es lieber, dass Menschen sich so verhalten, wie sie sind und nicht so, wie ich es von ihnen erwarte“, Rin wand sich an Hotaru.
“Hotaru-san, ist es in Ordnung, wenn ich schon Mal gehe oder möchtest du zusammen hoch gehen?“, fragte sie das Mädchen.
Rin wusste, dass sie vermutlich wie eine Zicke wirkte, aber sie wollte nicht, dass das Theater weiter geht.
Yusaku war so nett zu ihr, aber sie hatte Angst er verstellte sich.
Sie wollte mit keiner Lüge leben.

Hotaru - Yusa - Yukio - Rin
Umi - Hika
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 8 Nov 2012 - 0:10

Und so entstanden großartige Geschichten. Es reichte ein Missverständnis, ein fehlinterpretierter Blick und schon ergab sich eine vielfältige Palette aus den verschiedensten Reaktionen und den buntesten Möglichkeiten, welchen Verlauf der Weg in dieser Story nehmen könnte.
Yukio dachte, dass sie sich vor seinen Augen fürchtete, dabei war sie von diesen für einen Moment so angetan gewesen, dass sie sich einen Helden, einen tapferen Krieger vorgestellte hatte, der in ihren Geschichten vorkommen könnte. Hätte sie gewusst, dass sie ihn dabei etwas zurückgedrängt hatte, dass sie ihn damit dazu bewegt hatte, sie nicht mehr so anzusehen wie vorhin, hätte sie ganz sicher versucht diese Sache wieder klar zu räumen!
Doch so entstanden Geschichten.
Eine ganz andere Geschichte, bzw. eine andere Entwicklung, die diese Gespräche untereinander genommen hatten, gefiel Hotaru irgendwie nicht. Es gefiel ihr nicht, weil den anderen wohl aufgefallen war, dass sie sich hat zurückschrecken lassen. Dass sie sich hat von diesem fröhlichen Grinsen einschüchtern lassen. Es ärgerte sie, dass man ihr solche Dinge so schnell ansehen konnte.
„Das ist kein Schal. Das ist ein Kragen.“, sagte sie. „Und er ist kuschelig, also kuschele ich mich in ihn ein.“, erklärte sie. Na ob sie so die Feststellung des Jungen korrigieren konnte. Am besten rannte sie jetzt oft genug so herum, dass man ihr Gesicht nicht mehr sehen könnte, eben weil sie den Kragen einfach bis zur Stirn hochziehen würde.
Amüsanter Gedanke. Das Bild sollte sich vielleicht merken.
Die Offenheit irritierte das Mädchen allerdings nicht so sehr, wie man vielleicht gedacht hätte. Solches Verhalten kannte sie nun mal von zu Hause her und auch bei Rin waren sie schon ganz offen miteinander gewesen, hatten zugegeben, dass sie beide schon ein wenig das bewehrte Zuhause vermissten.
Was sie mehr irritierte, war die Tatsache, dass solches lautes, extrovertiertes, fröhliches Verhalten wirklich der Standard sein sollte. War er wirklich jeden Tag dermaßen lustig drauf? Kein Mensch konnte immer glücklich sein. Genauso wenig wie ihr Vater nicht jeden Tag ein Gesicht ziehen konnte, als würde er gerade den Plan schmieden am nächsten Morgen irgendetwas zu treten.
Ja. Sie hatte wirklich witzige Eltern, wenn man sich mal etwas näher mit ihren Charakteren und Gewohnheiten befassen würde.
Eine dieser Gewohnheiten war es, ihr immerzu eine SMS zu schicken. Egal wo sie war. Egal wie viel Uhr es war. Wann immer sie Lust darauf hatten, schickten sie ihr eine SMS. Sie erwarteten nicht einmal mehr eine Antwort von ihr. Genauso wenig wie sie nicht mehr erwartete, dass es etwas sinnvolles sein würde, was man ihr denn dort schrieb.
Sie lächelte Rin freundlich zu und wagte es nicht wieder zu ihrem Sitznachbern zu sehen, der ihr das unter die Nase gehalten hatte.
Diesen seltsamen Dialog zwischen Yusaku und Rin, hatte sie dabei nur unaufmerksam verfolgt.
Nachdem sie den Bildschirmschoner (Einen Schädel vor blauem Hintergrund und rotleuchtenden Augenhöhlen) verschwinden ließ, meldete sich schon ein Feld vor dem Hintergrund, das sie berührte.
Die erste Nachricht war von Miki. Es war ein einfaches „Guten Morgen, mein Engelchen.“, das Hotaru dazu brachte etwas in ihren Kragen hinein zulächeln. Egal, wie sehr das alles schon Gewohnheit war. Genau das, hellte immer wieder ihr Gemüt etwas auf.
Währenddessen setzten sich die anderen Gespräche fort. Es ging darum schon wieder ins Bett zu gehen, es ging darum den Hund zu beschäftigen. Dabei hatte sie kurz aufgesehen von der zweiten SMS, als man ihren Namen genannten hatte. Verlegen hatte sie von Yusaku kurz angesehen, als wolle sie ihm ein kleines Danke zu flüstern, bevor sie wieder hinab zu ihren Händen sah, und mit den Fingern über das Glas strich.
„Hoffentlich läuft alles gut bei dir!“, stand wieder geschrieben und von derselben Person.
Sie öffnete die nächste Nachricht, die von ihrem leiblichen Vater Katsu war. Rin, welche aufgestanden war, stellte ihr dabei eine Frage, wegen der sie nur die halbe Nachricht lesen hatte können.
„Ich habe schon dein Geburtstagsgeschenk eingepackt. Dein Papa begeht einen Fehler eben nicht fünf Mal.“, flackerte die Ankündigung auf, bevor der Bildschirm schwarz wurde.
„Ich würd gern mitkommen.“, antwortete sie und stand ebenfalls auf.

Yusaku - Yukio - Rin - Hotaru
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Fr 9 Nov 2012 - 23:19

Zu Beginn hatte sich der Blauhaarige noch wohl gefühlt. Er dachte, würde er nichts sagen und einfach nur so reagieren, wie man es ihm verlangte, würde es schon gut laufen. Dem war leider nicht so, wie es schien.
„Damit meinte ich: Wenn ich euch gut genug bin, ist es in Ordnung“, meinte er nur und lehnte sich erschöpft zurück. Urplötzlich erschien ihm die Welt trüber, greller und unangenehmer, als sonst. Dennoch bemühte er sich um ein Lächeln. Noch. Er konnte nicht ahnen, dass dieses Mädchen eines von der anderen Sorte war.
“Yusaku-kun... du wirst kein Mädchen glücklich machen, wenn du versuchst nach ihrer Pfeife zu tanzen“
Die Gesichtszüge des Mannes wurden härter, sein Lächeln verschwand augenblicklich und er starrte sie nur an. Vorwurfsvoll und verständnislos. Sie war also eine von der Sorte, die nicht damit leben konnte, glücklich zu sein. Warum konnte sie sich nicht einfach damit abfinden, dass er nach ihrer Pfeife tanzen würde, wenn es auch nur vorläufig war? Die blauen Augen sahen ihn an, als wolle er sagen: Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht.
“Mir ist es lieber, dass Menschen sich so verhalten, wie sie sind und nicht so, wie ich es von ihnen erwarte“
Dies streute Salz in die Wunde. Ein unangenehmes Gefühl breitete sich in Yusakus Bauch aus und er fühlte sich schrecklich unwohl in der Nähe des Mädchens.
Es lief alles falsch. Er hatte sich alles anders vorgestellt, hatte es anders geplant, als es tatsächlich ablief.
„Dann musst du dich damit abfinden, niemals glücklich zu werden. Die wahren Gesichter der Menschen sind verstümmelte Fratzen, die sie mit einer Lüge vertuschen. Kennst du diese Fratzen einmal, wirst du niemals in der Lage sein, Glück zu empfinden“ , flüsterte er ihr eiskalt zu, wobei das Gebrüll des Hundes dafür sorgte, dass es nur die Rosahaarige es hören konnte.
Seufzend stand er auf. „Entschuldigt mich, aber ich muss euch leider verlassen. Ich werde einen Abstecher in mein Zimmer machen, man sieht sich“ , sie wollte den tatsächlichen Yusaku? Dann sollte sie ihn bekommen.
Yusaku war nämlich der letzte, der den Frauen einen Wunsch verwehren würde.

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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 15 Nov 2012 - 21:54

Entrüstet sah der Braunhaarige die Mädchen an und sprang auf.
„Ihr wollt wirklich schon gehen? Langweilig!“, und als Yusaku dabei war, zu gehen, wurde sein Blick noch trauriger. Wollten sie ihn tatsächlich alleine lassen? Da blieben ihm noch zwei Möglichkeiten. Entweder, er hielt sie auf, oder er suchte sich ein anderes Opfer.
Schnell lief er zu einem Tisch, an dem zwei weitere NPC Schüler saßen und aufgeregt plauderten.
„Yusaku, warte!“, rief er dem Blauhaarigen hinterher, doch der bemühte sich nicht darum, Yukio auch nur anzusehen. Der Hund knirschte verärgert mit den Zähnen, da schnappte er sich die Reisschüssel des anderen Schülers, formte den Reis zu einem Ball und warf ihn Yusaku hinterher. „Nimm das!“
Es wäre schön, wenn er Yusaku tatsächlich getroffen hätte. Aber dann gäbe es keinen Spaß.
Wie es der Zufall wollte, war ein anderer Schüler nämlich gerade dabei, gedankenversunken aufzustehen. Richtig. Der Reisball traf ihn mitten ins Gesicht.
Ou, das ist mies, er zuckte zusammen, als er merkte, dass er den falschen erwischt hatte und stellte die Reisschüssel rasch weg. Entrüstet sahen ihn die finsteren Augen des Angeschossenen an. Es wäre auch schön zu lesen, wenn Yukio offen und ehrlich zugegeben hätte, dass er den Reisball geworfen hatte und somit ebenfalls dreckig geworden wäre.
Doch da wäre er, wie eben gesagt, dreckig geworden. Also deutete er reflexartig in die Richtung der beiden Mädchen. Reflexartig. Er hatte es eigentlich nicht vorgehabt. Vermutlich dachte der junge Mann, es wäre nicht schlimm, immerhin würde niemand eine Frau bewerfen, nicht wahr?
So dachte er zumindest. Yuki konnte ja nicht ahnen, dass dieser Schüler ein mieser Bösewicht war, der soeben mit einer Ladung Reis ausholte und Hotarus wundervolles, weiches, schwarzes Haar im Visier hatte.
Reflexartig lief er auf das Mädchen zu. „Achtung!!“ , so zeigte er, wie kräftig seine Beine waren und wie schnell Hunde laufen konnten. Eine Hetzjagd begann. Das Mädchen durfte nicht getroffen werden!! Er wollte sich als menschliches Schutzschild opfern, doch dabei stolperte er über seine eigenen Beine. Der Reisball zischte an seiner Wange vorbei – ein Glück, dass er stolperte, sonst wäre er zu langsam gewesen und der Ball hätte ihn tatsächlich getroffen.
Der Braunhaarige hatte oft Unglück im Glück. Glück, dass er nicht getroffen wurde, Unglück, dass er versuchte, sich an etwas festzukrallen und dabei das falsche erwischte.
Seine Arme umfassten einen zarten Körper, wobei sein eigenes Gewicht den zerbrechlichen Körper mit sich zog. Er hatte Hotarus Bauch umfasst und war mit ihr – mit dem Ohr an ihrem Bauch – umgefallen.
Yukio hatte die grünen Augen zusammengekniffen, als erwarte er einen Schmerz. Als dieser jedoch nicht zu spüren war, blinzelte er fragend und war durch den plötzlichen Wandel der Perspektive irritiert. Wie war er gefallen? Worauf war er gefallen?
Dass seine Stütze warm war, ließ ihn stutzen. Als er es dann endlich verstand, weiteten sich seine Augen. Oje.
Langsam, nur ganz langsam richtete er sich auf und setzte sich stumm neben das Mädchen. Langsam, nur ganz langsam schoss ihm das Blut in die Wangen, sie glühten. Verlegen wand er den Blick ab und rieb sich den Nacken, während er nach passenden Worten suchte.
Er umarmte gern andere. Aber es war noch nie dermaßen überraschend gekommen, sodass er nicht einmal selbst darauf vorbereitet war. Für gewöhnlich war Yukio immer auf Umarmungen vorbereitet, weil er es war, der die Initiative ergriff. Doch in diesem Moment…
Es war ein seltsames Gefühl… Sein Herz raste, sein Puls stieg rapide und er atmete unregelmäßig. Einem fremden Mädchen urplötzlich so nahe zu sein, war ihm völlig fremd. Er kam nicht mit der Situation klar und konnte sie demnach auch nicht wirklich lösen. Er hoffte nur, dass er ihr nicht allzu sehr wehgetan hatte. Immerhin war dieser Körper… so zerbrechlich.
Nein! Er durfte nicht daran denken, wie zerbrechlich er sich eigentlich angefühlt hatte! Ganz anders, als der eines Mannes. Aber, als er darüber nachdachte, fiel ihm auf, dass sich der Körper aller Mädchen, die er umarmt hatte, so angefühlt hatten.
„S-…..“, er schluckte. „Sorry…. Hab ich dir weh getan?“
Erst nach einer Weile spürte er, wie die Kraft in seine Beine zurückkehrte und stand vorsichtig auf.
Als er auf sie herabsah, spiegelten seine Augen Reue und Sorge wider. Vorsichtig reichte er ihr seine Hand und hoffte, sie würde nicht allzu verschreckt sein. Es war ja nicht so, als wollte er sie irgendwie anfallen, oder so… Er wollte auf keinen Fall, dass sie das dachte!!!
„Es… tut mir wirklich, wirklich leid. Denk bitte nichts falsches!!", erneut errötete er, sah sie aber dennoch ernst an. „Ich wollte dir nichts tun! Ich wollte dich nur vor diesem Reisbällchen retten…“


Rin - Hotaru - Yukio
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 20 Nov 2012 - 20:42

No milk today. Heute gab es keine Milch für Yusaku. Aber auch nicht für Rin. Kurze Zeit darauf hin auch nicht für Yukio. Einzig alleine Hotaru war brav an diesem Kindertisch voller Leute mit der Einstellung eines Dickköpfigen Kindes.
Zwischen Stühlen und Tisch stehend wirkte Rin nicht passend zu dieser Atmosphäre dieser gut gelaunten Schülern, wobei Yukio wohl gute Laune für Alle zu haben schien.
Normalerweise gefiel es der klar denkenden Rin bei anderen Menschen, allerdings waren sie halt nicht ihre Freunde und generell kannte sie sie ja kaum. Außerdem benahm sich dieser Yusaku eigenartig, was ihr nicht geheuer war.
“Achso, klar, gern“, antwortete sie ihm dann daraufhin, als er sie aufklärte, was er gemeint hatte. Doch ihr Lächeln, welches sie ihm kurzzeitig zeigte, wich, als Yusakus Züge harter wurden und er verärgert zu sein schien.
“Hör mal, das ist nun Mal meine Meinung, woher willst du das wissen?“, knurrte sie ihn dann sofort wütend zurück an und stemmte die Arme in die Hüfte, auch wenn der junge Mann nur ihr alles zuflüsterte.
“Glück ist etwas, Dinge und Tatsachen, Menschen, so wie sie sind, akzeptieren zu können. Denn das ist ausschließlich die Wahrheit. Wenn du keine Ahnung hast, warum meine Meinung so ist, dann musst du nicht sofort unfreundlich zu werden!“, flüsterte sie prompt zurück und drehte den Kopf, um verärgert ihre Zöpfchen zappeln zu lassen.
Was erlaubte er sich eigentlich? Wer lebte bitte mit einer Lüge glücklich, auch wenn man nichts von dieser Lüge wusste. Irgendwann, so war es Rins Meinung, würde man einige Dinge logisch nicht zusammenspielen können, daher würde man alles in Frage stellen, sich fragen und unwohl fühlen.
So etwas ertrug Rin nicht, es schmerzte zu sehr, sich an so eine Zeit erinnert zu werden, denn so wurde am schlimmsten verletzt.
“Nur Feiglinge handeln so!! Nichts ist ehrlicher als die schlimmste und hässlichste Wahrheit!“, rief Rin Yusaku nach und hätte am liebsten ebenfalls ihm etwas hinterher geworfen.
“Ich gehe auf mein Zimmer“, stampfte sie wütend auf und schritt dem Brummbär hinterher, während nur wenige Zentimeter an ihrem Kopf vorbei ein Reisbällchen vorbeiflog.
Ach, dumm eine Essensschlacht anzufechten, während Hausvorstand Umi dabei war und Hausvorstand Akunin gerade auf dem Weg mit Co-Hausvorstand war.
Da würde doch der Schokoboy gern ausrasten <3
Rin stampfte wütend durch den Raum, während das Essen um sie flog und sie die unangefochtene Amazone war, die völlig unbeeindruckt durch das Schlachtfeld ging, als plötzlich sie auf einem Reisball ausrutschte und ihr Gesicht doch noch eine Begegnung mit dem Boden hatte.
Schimpfend und fluchend richtete sich auf.
“JETZT HÖRT ABER MIT DEM KINDERGARTEN AUF!“, kreischte sie und eilte aus der Cafeteria, mit hochroten Kopf und zitternden Händen.
Sie würde diesem dummen Yusaku hinterher gehen und ihm gehörig die Meinung geigen!
Jawooollll!!!!!

=> Yusaku hinterher

Hotaru - Yukio
Umi - Hika
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 28 Nov 2012 - 17:41

Es machte ihr Spaß mit einer Mitschülerin am Frühstückstisch zu sitzen und zu plaudern. Es mit ihrer Familie zu tun, war zwar auch schön gewesen, aber mit jemand anderem war die Atmosphäre doch eine andere. Sie war viel freundschaftlicher und freier. Sie war angenehmer und flexibler.
„Das sind doch keine Umstände. Ich komme nachher einfach bei deinem Zimmer vorbei. Wenn du nicht da bist, stelle ich dir das Fläschchen einfach hin, okay?“, sagte sie lächelnd und bat gleichzeitig um die Erlaubnis ein fremdes Zimmer betreten zu dürfen. Sie tat es gerne, wenn es dem Mädchen helfen würde, was sie hoffte.
„Gesundheit.“, wünschte sie ihr und aß ihre Speisen langsam auf. Eigentlich hatte alleine schon das bisschen Aufregung, dass sie noch immer spürte, sie schon voll und ganz gesättigt.
Als sie den letzten Bissen nahm, schüttelte sie freundlich den Kopf.
„Danke, ich mach es gleich selber.“ So viel Zeit war noch, dass sie es selbst machen konnte, auch wenn Hikari etwas nettes hatte machen wollen.
Die Art und Weise, wie die Weißhaarige, sie dann fragte, ob sie mit ihr backen wollen würde, war so unglaublich niedlich gewesen! Zu erst dahin gestammelt und dann schnell aufgesagt. Umi schmunzelte und fing dann an zu grinsen. Dabei stand sie ebenfalls auf und griff nach ihrem Tablett. Doch noch ehe sie eine Antwort hätte gebeten können, wurde sie von einer kurzen Showeinlage abgelenkt. Es wurde gerufen. Gekreischt. Es wurde geworfen. Er wurde niedergerungen.
Der Hausvorstand betrachtete verwirrt die Szene, die sich ihm bot. Erst, als Umi wirklich realisierte, was dort so eben geschehen war und dass ausgerechnet sie nun eingreifen musste, rührte sie sich, indem sie zu aller erst ihr Tablett wieder abstellte.
„Das bringe ich gleich weg. Sorry Hikari-chan. Ich glaube ich sollte an unserem freien Tag wohl doch noch etwas Drache spielen.“, lächelte sie entschuldigend und schritt auf die gefallenen Personen zu.
Im Gehen sah sie zu dem Jungen hinüber, der getroffen worden war und dann zurückgeworfen hatte. Zu ihm würde sie gleich gehen. Er war nicht so wichtig wie die beiden, die sich versuchten aufzurappeln.
„Du hättest sie erst gar nicht retten brauchen, hättest du nicht damit angefangen, Mikami-kun.“, sagte sie ernst, als sie in einem ernsten Tonfall, bevor sie in ihrer Nähe stehen blieb.
Hotaru saß noch auf dem Boden und sah unschlüssig zwischen Yukio und der Schülerin hin und her. Ihre Wangen waren rot geworden und sie brachte keinen Ton heraus.
„Ist denn wenigstens alles in Ordnung mit euch? Die Landung war nicht ohne gewesen.“ Die Ernsthaftigkeit wich nicht aus ihrer Stimme, sie teilte sich nur ihren Platz mit ehrlicher Sorge und aufrichtigem Interesse.
Hotaru war inzwischen ganz von allein aufgesprungen und ging einen Schritt zögerlich zurück. Verlegen starrte sie auf den Boden, ohne auf die Entschuldigungen von Yukio von vorhin noch einmal einzugehen.
Sie musste wohl einen ganz schönen Schreck bekommen haben, war die Schlussfolgerung gewesen. Dass dies durchaus peinlich sein konnte, stand ebenfalls außerfrage, wenn man ihr Gesicht betrachtete, dass sie hinter ihrem Pony und der Brille zu verstecken versuchte.
Auf Umis Frage hatte sie nur kurz genickt.
Besser man ließ das Mädchen laufen.
„Hidokei-san. Du wolltest eben doch mit Tomimoto-san los, oder? Du kannst ihr gerne hintergehen.“, gestatte das Fräulein freundlich und verständnisvoll. Die Angesprochene hatte kurz gezuckt und sich dann tief verbeugt, bevor sie eilig den Weg entlang lief und durch die Tür verschwand.
Langsam wandte sich wieder an den Jungen. Das friedliche Lächeln, dass sie Hotaru geschenkt hatte, war verschwunden.
„Wieso machst du das an einem so schönen Tag, Mikami-kun? Und dann involvierst du auch noch die Neue. Der Sturz sah zwar aus wie ein Unfall, aber das mit dem Reisbällchen hätte nun wirklich nicht sein müssen.“
Sie schrie ihn nicht an. Im Gegensatz, sie redete in einer völlig normalen Lautstärke. Nur klang sie halt nicht wirklich begeistert.

Hotaru >>> Eingangsbereich

Yukio - Umi
Hikari
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 3 Dez 2012 - 20:11

Ihm war, als befände er sich in einer vollkommen anderen Welt, als er zu dem erröteten Mädchen hinabsah. So, wie es schien, wusste sie sich nicht anders zu helfen. Er hatte sie verschreckt und war auch nicht besonders gut auf ihre Unsicherheit eingegangen. Gut gemacht, Yukio.
Das hast du wirklich gut gemacht.
Betreten sah er zu Umi auf, als hätte er einen schweren Verlust hinter sich. Als wollte er sie um Verzeihung für eine schreckliche Tat bitten. Als wollte er weinen.
„Ah… Hotaru-chan“, er sprang auf, wollte ihr hinterher, entschied sich aber dafür, es nicht zu tun. Er hatte sie angefallen, wie ein Tier, das wusste selbst er. Also war es nicht richtig gewesen, sie noch weiter zu verfolgen. Das war wohl das Beste gewesen, sonst würde sie ihm nie mehr verzeihen und nur noch Angst empfinden, wenn sie ihn ansah.
Mit gesenktem Kopf wand er sich zu Umi um. Alles, das er tat war, auf den Boden zu starren, als könnte er alleine mit seinen Gedanken ein Erdbeben erschaffen. Der Scham alleine war Strafe genug.
„Tut mir leid…“, murmelte er halbherzig. Natürlich dachte er mehr an Hotaru als an Umis Standpauke.
Yukio fragte sich, ob die Schwarzhaarige schreckliche Angst vor ihm hatte. Wenn er ehrlich war, beschäftigte es ihn sehr, wenn andere Angst hatten. Immerhin waren die meisten Ängste unbegründet… selbst die Angst vor einen Hund, wie ihn.
Er ballte seine Hand zur Faust und biss sich auf die Unterlippe. Und das alles nur, weil er es pflegte, alles mit purem Körpereinsatz zu lösen. Der Braunhaarige könnte es sich nie verzeihen, würde Hotaru wegen ihm Angst vor Jungs haben.
„Bitte!!“ , seine Stimme wurde plötzlich kräftiger, als zuvor. Er tat sogar einen Schritt auf sie zu, wäre beinahe auf die Knie gefallen. Er kannte diesen Blick – nicht selten hatte er ihn gesehen. Der Blick, der sagte: „Du verdienst Strafe!“
„Umi-chan! Ich bitte dich! Nur diesesmal, kannst du Hotaru-chan meine Strafe wählen lassen?“

Hah?
Ah! Wenn sie ihn bestrafen würde und er die Strafe ohne Murren ausführen würde, würde er sie vielleicht sehen, dass er doch ein ehrenhafter Mann sein konnte. Dass sie sich nicht vor ihm fürchten muss, immerhin ist sie diejenige, die einen wilden Straßenköter wie ihn bestrafen darf.
Immerhin fürchtet man sich nicht vor einem Hund, dem man die Leine anlegen kann, einfach so. Er dachte, vielleicht würde das ihrem Selbstvertrauen einen Schub geben.
Die grünen Augen glühten vor Entschlossenheit - hätte Hotaru dieses Glühen gesehen, wäre sie wohl schreiend geflohen. Aber ihm war es sehr ernst, von seiner kindischen Naivität verleitet, wollte er dem Mädchen helfen - außerdem sollte sich Umi an ihrem freien Tag keine Strafe einfallen lassen.
Aber er wollte die Hausordnung der Schule auch nicht 50 mal abschreiben.



Umi - Yukio
Hikari
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 3 Dez 2012 - 22:17

Es war wirklich blöd gelaufen. Nicht nur für Hotaru, die ausgesehen hatte wie ein verschrecktes und peinlich berührtes Kaninchen, aber auch für Yukio. Man konnte ihm ansehen, dass er das irgendwie anders geplant hatte und vor allem, dass er der neuen Schülerin wirklich keinen Ärger hatte machen wollen. Umi kannte den tollkühnen Helden nicht so gut wie es seine Freunde taten, wie Hikari es tat oder Yusaku, aber sie hatte sehr wohl bemerkt, dass er einfach nicht der Typ dafür war, wenn es darum ging Ärger zu machen und nicht dafür gerade zu stehen. Er hatte einen Charakter, der diese kleinen Fehler, die manchmal passierten, wieder gut machen wollte.
Sie betrachtete den gute sieben Zentimeter größeren Jungen, der zum Boden starrten.
Sie war der Hausvorstand. Sie musste hierfür irgendeine Lösung finden, damit am Ende alle wieder glücklich waren.
Aber wie? Sicherlich, indem sie mit Hotaru sprach und indem Yukio mit Hotaru sprach. Nun wusste die Braunhaarige natürlich nicht, wie nachtragend das verjagte Mädchen war, oder wie geschickt der Schüler die Sache händeln könnte. Umi könnte es schlimmer machen, obwohl sie es friedlich klären wollte. Yukio könnte es vermasseln, obwohl er sich nur entschuldigen wollte.
Am Ende müssten sie es einfach wagen. Es zu versuchen war doch schlauer als zu warten, bis Gras über dieses Ereignis gewachsen war.
Und wer wusste schon, wie lange das jetzt wieder dauern könnte.
Die kräftige Stimme ließ die junge Dame aufzucken, weil sie so unerwartet gekommen war. Sicher blieb sie dennoch vor dem jungen Mann stehen und sah ihn erwartungsvoll an. Er schien etwas im Schilde zu führen. Es blieb abzuwarten, ob es eine gute, oder schlechte Idee sein würde, die er ihr vorstellen wollte.
Zumindest klang es danach, als wollte er etwas in diese Richtung machen. Wieso sonst sollte er dann einen Satz mit einem Wort der Bitte anfangen?
Nachdem er es ihr allerdings verkündet hatte und ihre Annahme, dass er etwas vor hatte, bestätigt hatte, sah sie ihn nur stutzig an. Verwunderte blinzelte sie die grünen Augen mit diesen einzigartigen goldenen Pupillen an.
Es klang eigenartig.
Hörte man es zum ersten Mal, dann klang es irgendwie eigenartig.
Überlegte man es sich aber genauer und beachtete man diese verbissene Ernsthaftigkeit, mit der er es ihr gesagt hatte, verstand man es.
Sie verstand es, interpretierte und verstand es.
Er wollte es wirklich wieder gut machen. Es reichte ihm nicht, dass ihm der Hausvorstand eine Strafe auferlegte. Es sollte die Person sein, die unfreiwillig das Opfer geworden war.
„Klingt fair.“, sagte sie schließlich. Richtig gehört. Sie war einverstanden.
„Ich suche sie gleich und frage sie, was sie davon hält.“, sie lächelte aufmunternd und wandte sich ein wenig um.
„Entschuldige dich bitte noch bei dem Schüler, dem du einen Headshot mit einem Reisbällchen verpasst hast.“, erinnerte ihre freundliche Stimme noch an den namenlosen Nebencharakter. Fragwürdig, woher sie solch einen Ausdruck wie Headshot kannte. Fehlte nur noch, dass sie unbekümmert über Kills, Scores und Mana sprach. Unglaublich, dass sie doch das liebe, bücherfressende Mädchen von nebenan war, das niemandem etwas tat. Inzwischen hatte sie sich wohl doch zu einem seltsamen Drachen entwickelt, dessen Gefolgsleute alle samt Ritter von der dunklen Seite des Macht waren.
„Die Antwort gebe ich dir dann sofort weiter. Wo wirst du sein, damit ich nicht lang nach dir suchen muss, Mikami-kun?“, wollte sie wissen, bevor sie sich von ihm wieder entfernen wollte.


Yukio - Umi
Hikari
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Sa 8 Dez 2012 - 13:19

Dem Braunhaarigen war es ernst. Natürlich. Er wusste, wie es war, in Angst zu leben. Daher wollte er niemanden solch ein Leben wünschen. Man konnte es als „Trauma“ bezeichnen, das er erlitten hatte. Allerdings schränkte es seinen Lebensstil nicht ein, wie bei so manch andere.
Das junge Mädchen musterte ihn verwundert. Das war nicht das erste Mal, dass man ihn derartig angesehen hatte. Doch das machte ihm nichts, sein ernster und entschlossener Blick veränderte sich nicht. Er wollte ihre Verwunderung mit seinen Elan und seiner Entschlossenheit davon überzeugen, dass sie es ihm erlauben konnte. Nein. Sie musste es erlauben, sonst würde er keinen Frieden finden. Allerdings musste selbst er zugeben, dass es eine seltsame Bitte war. Woher sollte denn Umi-chan wissen, dass das Opfer ihn tatsächlich bestrafen wollen würde? Wenn sie sich dagegen wehren würde, ihn zu bestrafen, könnte es dazu kommen, dass er ungestraft davonkommt. War das denn wirklich in Ordnung?
Allerdings war die Rache, die das Opfer empfand, deutlich stärker als der Gerechtigkeitssinn des Strafenden. Daher wusste er, dass es fairer und deutlich effektiver war, würde das Opfer ihn strafen. Nicht nur das, so konnte er seine Schuldgefühle vergessen, weil er wusste, das Opfer hatte ihn schon bestraft. Er hatte die Strafe erhalten, die ihm das Opfer wünschte.
Und somit entflammte in seinen Augen der Wunsch, alle zufrieden zu stellen. Deshalb musste sie es einfach erlauben.
„Klingt fair.“
Seine Muskeln entspannten sich sichtlich und sein erfreutes Lächeln schlich sich über die zarten Lippen des Kindes. Er boxte in die Luft, streckte sich erfreut und kicherte liebenswert. Er war eben doch noch halb Kind.
„Wundervoll!! Genial!!! Du solltest nicht der Hausvorstand der Mädchen sondern der Jungs sein!“, meinte er und erinnerte sich an Akunin. „Du bist eine ziemliche Kriegerin! Oh… tut mir leid… das bedeutet nicht, dass du nicht weiblich bist! Mädchen wie dich sollte es öfters geben!“ , na, wenn das mal nicht ein Selbstvertrauens-Boost war.
Doch, Halt. Sagte sie gerade…
„Headshot? Oi, wir sollten mal Call of Duty spielen!! Du gemeinsam mit Akunin gegen Kari und mich, was sagst du? Keine Sorge, Kari stellt sich ziemlich dämli-…“
Plötzlich kicherte er verlegen und rieb sich den Hinterkopf. Er fühlte den Blick der Rotäugigen, der sich in seinen Rücken bohrte. Sie stand direkt hinter ihm und hatte ihn ihren Stahlfinger in die Rippen gebohrt.
Deser lebende Geist... war urplötzlich da gewesen...
„Was ist? Sprich weiter…“
„Aaaaaaaaaaaaaaaaaah… Kari-chiiiiiin!“ , er wusste, dass es besser war, nichts zu sagen und sich einfach nur um ihren Hals zu werfen, seine Wange an ihre zu reiben. Das Mädchen hatte sich in der Zwischenzeit einen Reisball geholt und mampfte glücklich, wobei man dieses Glück nur ihren roten Wangen ansah. Sonst war ihr Blick abwesend.
„Du wirst ihn hören. Und wenn nicht, kannst du mich einfach anrufen, ich werde ihn heute nicht mehr von der Leine lassen“
„Eehhhheeeeeeeeeehh!!! Warum nicht?“
„Du warst nicht brav….“
„EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEH???“
„Tut mir leid, Umi-chan, ich dachte mir, ich könnte ihn bei Yusaku lassen, dass er dann plötzlich Amok läuft, damit habe ich nicht gerechnet. Ich werde auf ihn aufpassen, das ist meine Pflicht als Frauchen“
Der Braunhaarige blieb einfach nur ruhig und entschuldigte sich leise bei Hikari. Aber er wollte sie ablenken. Von all dem Schrecklichen, das sie erfahren hatte, wollte er sie ablenken.
„Ich werde mich bei ihm entschuldigen, versprochen!! Tut mir leid, Umi-chan, dass ich dir dadurch deinen Tag vermiest hab! Ich werde das alles wieder gut machen!! Ich werde dich auf eine heiße Schokolade einladen, dir niedliche Handschuhe mitbringen, oder dir einen Entschuldige-Muffin machen!! Ich könnte aber auch mit dir mitgehen, dann müsstest du nicht nach mir suchen~“
Die grünen Augen strahlten sie an und baten um Vergebung. Er ertrug es nicht, zu wissen, dass böses Blut zwischen ihm und jemanden herrschte, obwohl er wusste, dass es auch Menschen gab, die ihn nicht mochten.
Aber solange er von denen gemocht wurde, die er mag, war das in Ordnung.

Umi - Yukio - (Hikari)
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 13 Dez 2012 - 19:16

Er lächelte und kicherte. Obwohl die Aufgabe, ihm eine Strafe zu erteilen, einfach weitergereicht worden war, also nicht beseitigt, oder gemindert worden war, schien genau das den jungen Mann so glücklich und zufrieden zu machen, als hätte man ihm gesagt, dass man ihm ein Geschenk überbringen wollen würde. Er müsse nur noch ein wenig warten, weil man es oben vergessen hätte.
Umis Vermutung schien allerdings richtig gewesen zu sein. Er war erfreut darüber, eine Chance zur Widergutmachung erhalten zu haben. Daran erkannte man seinen ehrenvollen Charakter, der anderen Menschen offen entgegen kam.
Vielleicht sollte sie der Sache aber doch nicht trauen. Es könnte doch auch sein, dass Yukio sich dadurch einfach eine etwas angenehmere Bestrafung sichern wollte. Hotaru war offensichtlich niemand, der jemandem etwas böses antun konnte. Und er dort drüben war schließlich nicht dumm. So eine ausgefuchste Idee konnte man sich sicherlich vorstellen. Andererseits war Yukio doch viel zu ehrlich für so etwas. Das wäre zu egoistisch für seine Verhältnisse.
Schnell schüttelte Umi diese doofen, misstrauischen Gedanken ab. So sollte sie nicht wagen über ihn zu denken. Das war falsch. Es passte nicht zu ihm. Wenn die Strafe doch zu nett ausfallen würde, könnte sie im Fall der Fälle ja noch immer eingreifen, weswegen gar kein Grund zur Sorge bestand. Fair war fair und würde auch fair bleiben. Darüber hinaus wollte sie ihr Wort nicht brechen wie eine heuchlerische Politikerin. Sie hatte seine Bitte angenommen und der würde sie auch folgen.
Der Hausvorstand sah sein Gegenüber mit einem verwunderten Blick, jedoch lächelnd an. Machte er ihr da gerade wirklich ein Kompliment? Tatsächlich er machte eines. Und das auch noch ziemlich direkt. Irgendwie kam es ihr bekannt vor. Hatte Hikari heute Morgen nicht auch gesagt, wie bewundernswert Umi den Job machte? Sie hatte sie sogar mit einer großen Schwester verglichen, die sie für alle sein sollte.
Entweder denken sie gleich, wollen mich um den Finger wickeln, oder ich mache wirklich etwas richtig…
„Danke.“, entgegnete sie am Ende nur mit einem leichten, zarten und verlegenem Gesichtsausdruck. Sie wusste nie so recht, wie sie auf Komplimente reagieren sollte. Vor allem, wenn solche Worte über Akkunins Lippen schlichen. Da wurde sie ganz glücklich und rot. Hier schien sich ihr Herz aber nicht sonderlich zu rühren. Natürlich nahm sie es dennoch positiv auf, obgleich es ein wenig von dem Regelbruch von vorhin abzulenken begann. Nur gut, dass die Weißhaarige dazukam, und sie auf den Boden der Tatsachen zurückbrachte. Und die Art und Weise, wie und wann Hikari zu ihnen kam, stellte sich als ganz schön amüsant heraus.
Glücklicherweise musste Umi wenigstens nicht mehr auf Yukios Vorschlag eingehen. Eine Antwort auf die Einladung hätte sie gar nicht gewusst. Gott weiß, wie das geendet hätte. Am Ende wäre sicherlich Kazuya aufgetaucht und hätte gewonnen.
Sie verbrachte wirklich viel Zeit mit den Jungs. Das war selbstverständlich nichts schlechtes – diese Szene bestätigte dies sogar – doch komisch wäre schon geworden, NOCH mehr Jungs um sich zu haben. Nunja. Die Frauengruppe ihrer Familie – anstrengende Erinnerungen an Hochzeitsplanungen flackerten auf – war viel schwieriger zu überstehen. Bei den Schülern hatte sie dagegen viel mehr Spaß.
Ein leises Lachen entfloh ihrem Mund.
„Ihr seid witzig. Ist doch nicht deine Schuld, Hikari-chan. Mikami-kun kann doch auf sich selbst aufpassen. Und von Strafen rennt er ja auch nicht weg, wie du siehst.“, winkte sie freundlich ab.
Der Jungs, über den gesprochen wurde, sah sie inzwischen an und hatte selbst die Stimme wieder erhoben.
„Du- du brauchst so etwas nicht machen. So schnell lässt sich ein freier Tag nicht vermiesen, Mikami-kun. Der Muffin ist bestimmt lecker, aber den solltest du lieber Hotaru-chan schenken, meinst du nicht? Und...“, sie überlegte, ob er mitkommen sollte. Ob die Schwarzhaarige ihn denn überhaupt schon so schnell wiedersehen wollte?
Große, grüne Augen strahlten sie an.
Vielleicht würde sie sich ja seltsam dabei vorkommen, wenn Yukio dabei sein würde.
Große grüne Augen baten sie um Vergebung.
“…ob das so eine gute Idee ist, dich direkt wieder vor das Mädchen zu führen, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht ist ihr das ja noch immer peinlich und sie traut sich kein Wort zu sagen, wie vorhin.“ Sie hatte eben gehen wollen, doch nun hatte sie sich wieder zu den Mitschülern gewandt. Ihre Arme waren ineinander verschränkt. Sie sah wie eine nachdenkliche, junge Dame aus, die eine wichtige Entscheidung treffen musste.
„Dich zu suchen macht mir außerdem nichts aus.“, sagte sie. Zwischen ihnen kochte kein böses Blut. Sie waren zwar keine Freunde, aber deswegen auf ihn wütend zu sein, würde Umi niemals sein. Der Ärger darüber war längst verflogen. Zu seinem Glück natürlich, dass sie nicht lange böse auf jemanden sein konnte.

Yukio / Hikari - Umi
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Fr 14 Dez 2012 - 22:48

Yukio pfiff unschuldig, als Umi meinte, er könne auf sich selbst aufpassen und Hikari ihm dabei einen anklagenden Blick zuwarf. Natürlich konnte er auf sich aufpassen und, wenn nicht, dann stand er dafür gerade. So war er eben.
Die grünen Augen strahlten, als er das Wort Muffin und Hotaru-chan in einem Satz hörte. Er begann aufgeregt Hikaris Arm an seine Brust zu drücken und auf und ab zu wippen.
„Ja! Lass uns Muffins backen, Kari!!“, die Weißhaarige seufzte nur leise und wies auf ihre „Berührungsängste“ hin.
Doch Umis Aussage ließ ihn in seinen Bewegungen inne halten, seine Gesichtsmuskel entglitten ihm und er sah kaum noch halb so fröhlich aus. Sie hatte Recht. Vermutlich wollte Hotaru ihn gar nie wieder sehen!!! Nachdenklich ließ er den Kopf hängen.
Der Weißhaarigen fiel dieser Blick natürlich auf und sie legte ihre Finger an sein Kinn um seinen Kopf zu heben. „Nicht den Kopf hängen lassen. Wenn Umi-chan mit dir zu ihr geht, dann kann sie ja nicht so viel Angst haben. Immerhin ist sie dann nicht mehr mit dir alleine“, meinte sie und musterte die Braunhaarige bittend.
Yukio wusste, dass Hikari auf ihn aufpasste. Sie würde alles für ihn tun und er würde alles für sie tun. Daher durfte er sich diese Gelegenheit, die sie ihm bot, nicht einfach entgehen lassen.
„Und der Kuchen, den ich mit dir backen soll?“ , sie winkte nur ab und lächelte ihm aufmunternd zu. Statt eine Antwort zu geben, streckte die Weißhaarige ihren Arm feierlich aus und deutete gebieterisch auf die Tür, hinter der sich Yukios Glück befinden sollte. Yukios zweite Chance. Sie stemmte dabei eine Hand in die Hüfte und spielte eine tiefe Stimme vor.
„Los, mein treu ergebener Schoßhund! Begleiche deine Schuld, bereite mir und meinen Erziehungsmethoden alle Ehre und bringe den Sieg nach haus!“
Der Braunhaarige war kein Kind mehr. Er wusste, dass sie das alles nur tat, um abzulenken, aufzulockern und Mut zu machen. Nichts war so heiß, wie es gekocht wird, probieren geht eben über studieren. Yukio wusste auch, dass es Leute gab, die anderen halfen, obwohl sie selbst nicht gerade das große Los erwischt hatten. Deshalb meinte er, es ihnen schuldig zu sein, sein Bestes zu geben und zu siegen!!
Er salutierte feierlich vor seiner Herrin, meinte ein diszipliniertes „Ja, Herrin!!“ , und zischte ab. In seiner Eile hatte er vollkommen vergessen, sich bei diesem Jungen zu entschuldigen…

Hikari lächelte dem Jungen nur hinterher. „Tut mir leid, Umi-chan, dass ich es ihm einfach erlaubt habe, zu gehen. Aber, weißt du: Er hätte es sowieso getan. Hättest du es ihm nicht erlaubt, wäre er genauso losgestürmt, wie wenn du es ihm erlaubt hättest. Ich spreche einfach nur seine Wünsche aus“ , meinte sie, schon beinahe stolz und musterte die Tür. „Das ist es, was eine Herrin ausmacht“ , die Albino wusste schon, was sie mit ihrer Freizeit anfangen wollte. Sie würde den Kuchen für die Neuen backen um sie herzlich willkommen zu heißen. Wenn sie ehrlich war, hatte sie dabei schon eine egoistische Absicht. Sie wollte nämlich allen ermöglichen, sich gut einzufinden, vorallem Ryou-kun – ihrem Spiegelbild. Ihrem Spiegelbild, das ihr ähnelte, aber ihr auch sehr unähnlich war.
„Aber Umi-chan, ich denke, ohne deine helfende Hand wird er es nicht schaffen. Ich werde hoffentlich diesen Kuchen backen dürfen, währenddessen. Ich vertraue dir unseren kleinen Welpen na, ja?“


-> Eingangsbereich (Yukio)

Hikari - Umi
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Sa 29 Dez 2012 - 23:40

Umi sah dem Schüler hinterher, wie er fröhlich und voller Tatendrang zur Tür lief und hinter ihr wieder verschwand.
Ob das so eine gute Idee war? Zuvor war sie doch auch zu ihm und Hotaru gestoßen, hatte das Mädchen nicht mit ihm allein gelassen, und trotzdem war kein Ton aus dem Mund der neuen Schülerin gekommen.
Nun gut. Wenn es stimmte, was Hikari ihr da stolz und mütterlich erklärte, dann hatte sie wohl von Anfang an wirklich keine Chance gegen diesen jungen Mann gehabt.
„Verstehe. Er ist stur.“, fasste sie den Charakter zusammen und drehte sich dann zum Gehen. Besser sie folgte ihm, bevor er noch mehr anrichtete, selbst wenn es wieder nur aus guten Absichten hervorgehen würde, wie bei der Sache mit dem Reisbällchen. Dieser „Welpe“, wie ihn Hikari nannte, könnte das Ziel vielleicht ja schon gefunden haben.
„Dann mache ich mich mal auf den Weg. Dir viel Spaß beim Kuchen backen. Später bringe ich dir noch wie versprochen die Medizin.“,, winkte Umi und setzte darauf einen Schritt nach dem anderen. Bevor sie aber gänzlich aus dem Saal verschwand, war sie dann diejenige, dich sich bei dem Jungen, der unter Yukios Attacke hatte kurz leiden müssen, für den Unruhestifte entschuldigte, was der aufgebrachte Grünäugige schließlich ganz vergessen hatte. Sie tat dies, damit wenigstens eine Sache schon mal erledigt war. Später würde sie Yukio daran vielleicht noch erinnern, würde sie es nicht vergessen.

>>> Eingangsbereich

Hikari
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 12 März 2013 - 22:03

<---- Mizus Zimmer

Mizmiz war also in den Speisesaal geschlendert. Der Raum war schön, viele große Fenster ließen Licht einfließen. Die Theke war wie man es erwartete, reichlich gefüllt, mit allerlei leckerem Essen. Es gab sogar Nahrungsmittel aus verschiedenen Nationen, was gut war, denn die Schule war doch auch recht gemischt. Im Saal waren schon einige Schüler zugange, aßen und redeten. Wahrscheinlich erzählten sie sich von den Ferien, was sie erlebt hatten und so was eben. Wohl etwas, das man so machte, wenn man Freunde oder Mitschüler wieder sah. Also etwas, das sie nicht tun würde. Zum Glück schien Niemand sich besonders für sie zu interessieren, aber bis jetzt war sie auch eher unauffällig und die Anwesenden ins reden vertieft.
Ihr erster Gang war zur Teke, sie holte sich ein Tablett und blickte die Leckereien an. Was würde sie wohl nehmen? In jedem Fall hatte sie großen Hunger, also würde ihr Tablett vollgeladen werden. Mizu war nicht der Typ Mensch, der noch mal ging um sich essen zu holen. Denn ihren Hunger konnte sie gut einschätzen und wenn sie sich überschätzte, würde es dennoch aufgegessen werden. Die Blondine nahm sich drei Scheiben Brot, zwei gekochte Eier, einen Teller mit Käse, Wurst, Marmelade und Butter, dazu einen Quark, ein Glas Orangensaft und ein Glas Kakao. Es wirkte eigentlich als würde sie für sich und jemand anderes das Frühstück holen. Tatsächlich war das aber alles nur für sie. Und ja, heute hatte sie auf ein eher europäisches Essen Lust. Denn immer nur Reis, das war nicht wirklich ihr Ding. Um die Wahrscheinlichkeit, angesprochen zu werden, deutlich zu verringern, setzte sie sich an den hintersten Tisch im Raum. Sie setzte sich auch gleich mit dem Rücken zum Rest des Raumes. Der Mantel machte es ihr schön warm und sie sah von hinten jetzt auch irgendwie ganz schön angezogen aus. Langsam begann sie ihr erstes Brot mit Wurst zu belegen, das Zweite würde mit Käse und das letzte ein Marmeladenbrot sein. Zwischendurch würden die Eier auch dran glauben. Hungrig nahm sie den ersten Bissen.
Ob Shin auch schon auf dem Weg hier her war? Ob er sie sehen oder erkennen würde? Immerhin hatte sie ihre Haare jetzt geschlossen und saß nicht wirklich so, das man sie leicht fand. Außer er dachte wie sie, dann wäre es leicht. Und sie trug ja seinen Mantel noch, wobei sie diesen definitiv demnächst ausziehen würde. Hier drin war es immerhin warm. Überhaupt wieso machte sie sich Gedanken ob der Junge kam oder nicht? War doch eigentlich egal. Doch irgendwie schien es nicht ganz so egal zu sein, wie es ihr eben sonst egal war. Mürrisch vernichtete sie die Hälfte des Brotes, ehe sie einen Schluck Orangensaft trank. Pah, war doch egal ob er kommen würde oder nicht und genauso egal, ob er sich zu ihr setzen würde oder sich seinen eigenen Tisch suchte. Das blöde war nur, das die Tische als Vierertische gedacht waren. Naja. Immerhin hatte sie noch ihre Ruhe, sie sah ja nicht, das bereits der ein oder andere Blick auf ihr lag. Die Mädchen tuschelten wer sie war und waren teils neidisch auf ihre schönen Haare und manche Idiotenjungs, freuten sich wohl schon auf eine neue Beute oder so. Aber jetzt konnte sie erst mal in Ruhe weiter essen.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 13 März 2013 - 10:14

<<< 2. Stock; Flur


Vorsichtig öffnete sich die Tür zum Speisesaal, man hätte wohl mit einem Mauerblümchen gerechnet, so unsicher wie der Schwung wirkte. Doch, nein, es war Yukio der vor Nachdenklichkeit die Energie nach und nach verlor.
Ich hab da wohl nur etwas falsch verstanden. Teru und Hikari sind ja wie Geschwister und bei Geschwistern ist sowas normal, versuchte er sich zu überzeugen, dass er wohl doch nur etwas falsch verstanden hat und es schien sogar zu wirken. Fröhlicher spazierte der junge Hund in Richtung essen. Morgens war sein Magen äußerst begierig, weshalb er sich mehrere Brote auf einen Teller stapeln ließ, dazu kamen drei, vier Eier, verschiedene Arten von Wurst und ein Kakao.
Die grünen Augen wanderten durch den Speisesaal, ob sie nach etwas suchten?
Der Saal war ungewöhnlich leer, hier und dort saßen ein paar Grüppchen, doch die meisten schienen wohl noch mit dem Auspacken beschäftigt zu sein, Mikami selbst hatte es noch nicht hinter sich gebracht. Verstreut auf seinem Bett lag noch seine Kleidung, Unterwäsche und Schuhe – ein peinlicher Anblick, weshalb er nicht gewollt hatte, dass Hikari in sein Zimmer kommt, sonst hätte er ja nichts dagegen. Aber Yuki wollte dem Mädchen diesen grauenhaften Anblick einfach ersparen.
Ehe es zu merken, schritt das Hündchen auf einen Tisch zu. Golden schimmerte etwas im künstlichen Licht des Saales, wie die Sonne. Es war der typische Instinkt eines Hundes, sich der Sonne und damit der Freiheit nähern zu wollen. Licht war er ja gewöhnt, seine Freunde hatten es ihm doch gezeigt. Doch solch blendendes Haar hatte er erst bei Toki-chan kennengelernt.
Und schon stand er vor dem Tisch, an dem das Gold strahlte. Wie in Trance musterte er das Haar, erst der grimmige Blick des Mädchens riss ihn aus den Gedanken, sodass er sich fragte, weshalb er eigentlich hier war. Der braune Kopf wurde rasch suchend hin und her geworfen, als hätte man den armen Jungen aufgeweckt und als versuche er, sich zu orientieren. Himmel, er wurde verführt, ohne es gemerkt zu haben. Doch es war seltsam. Kannte er dieses Mädchen denn?
Neugierig stand er vor der jungen Dame, hatte aufgehört, nach etwas zu suchen, das ihm aus der Patsche helfen könnte und beschloss, einfach ehrlich zu sein. Das musste doch einen seltsamen Eindruck auf das arme, bedrängte Mädchen machen, nicht? Es tat dem Braunhaarigen schon wieder leid, aufdringlich zu wirken…
Vorsichtig lehnte er sich etwas vor, seine Nasenflügel bebten, das wohl ein Zeichen dafür war, dass das Hündchen versuchte, den Geruch zu erkennen. Unbekannt und doch bekannt. Der Geruch nach einer fremden Frau. Nein, er kannte sie nicht.
Ein unschuldiges und offenes Lächeln legte sich auf die schmalen Lippen.
„Dein Haar sieht aus, wie die Sonne“, natürlich hätten alle anderen gemeint, es wäre ein billiger Anmachspruch gewesen, tatsächlich aber war der Junge bloß ehrlich – und das sah man seinem Lächeln auch an. Es war keines, das Eindruck schinden wollte, sondern eines, das offen sagte: Yo, dein Haar sieht schön aus. Also genau das, was er auch gesagt hat.
„Bist du neu hier?“, unbewusster Anmachspruch Nummer zwei, Yukio war mit seiner Unschuld auf verlorenem Posten – vorallem ohne seine Freunde.
Der Grünäugige selbst war ein äußerst offener Mensch, weshalb er sich nicht vorstellen konnte, dass es jemanden stören könnte, würde er sich zu diese Person setzen. So kam es, dass er sich einfach gegenüber von ihr niederließ – es war zwar überall genug Platz, aber, wenn er schon mit anderen sprach, konnte er sich doch auch zu diesen jemanden setzen, richtig? Vermutlich war es diese Unschuld, die andere dazu veranlasste, kein gutes Bild von Yukio zu haben.
„Guten Appetiiiiiiiiiiiiiiit!“
Darauf folgte ein beherzter Bissen in sein Brot und nur kurz danach hatte er sein drittes Brot vor Freude strahlend aufgegessen. Wenn er hungrig war, aß er gesund und viel. Immerhin musste er seinen Muskeln Nahrung geben.
Die große Menge auf dem Teller des Mädchens störte ihn nicht, er war mit Mädchen befreundet, die viel essen konnten, demnach war er an sowas gewöhnt.
Wer Yukio kennt, kann sagen, dass etwas nicht mit ihm stimmte. Für gewöhnlich war er lauter und aufgeweckter. Ob das an der Gesellschaft eines Fremden lag? Ach nein, ist Yukio etwa schüchtern? Eine Seite, mit der selbst Je-chan nicht gerechnet hätte, die ihn aber umso niedlicher wirken lässt.
„Ich bin Yukio! Freut mich, deine Bekanntschaft zu machen, Kin-chin*!!“, der junge Mann brauchte keine Namen, er hatte für jeden auf dieser Welt einen Spitznamen – niemals einen unfreundlichen, muss man dabei erwähnen.


*Kin 金 bedeutet Gold
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BeitragThema: Darth Vader   Mi 13 März 2013 - 12:41

Shin betrat den Speisesaal.
Seltsamerweise musste Na-chan kurz an den 'Imperialen Marsch' dabei denken.
Seltsamerweise wäre es sogar passend. Er war einst Anakin Skywalker gewesen, ein mächtiger und begabter Jedi-Ritter, doch nachdem er alles verloren hatte, was ihm wichtig gewesen war, stürzte er in die Dunkelheit und wurde der gefürchtete Antiprotagonist in Star Wars. Aber nur war die Frage, ob er diesem Darth Vader doch so viel ähnelte.
War nicht jede Entscheidung, welche uns für die böse oder gute Seite führte?
Also musste es an Shin selbst liegen, wie er sich entscheiden würde.
Für einen Moment glitt Shins Blick über den Raum. Der Sandstein war wohl die Lieblingsfarbe der Schule, aber sollte ihm doch egal sein. Er steuerte die Theke an, dort wo eine kleine Schlange sich bildete von Neuankömmlingen, die gerade eben dazugekommen waren.
Shins Magen knurrte wieder, aber da musste er sich wohl gedulden. Seltsamerweise hielt er Ausschau nach dieser Mizmiz, welche alleine einen Vierertisch für sich eingenommen hatte. Genauso hätte er auch gehandelt, er hatte sich jedoch überlegt, ob er nun zu ihr gehen oder doch Abstand suchen sollen. Anderseits haben sie sich vorhin unterhalten und es klang, als hätte sie nicht dagegen mit dem Verbündeten an ihrer Seite zusammen zum Speisesaal zu gehen. Doch diese Offenheit würde keiner zugeben.
Endlich kam es in der Schlange voran und der junge Mann holte sich ein ordentliches Frühstück mit Reis, Suppen, Gemüse, Obst zum Nachtisch und Tee.
Abwesend und sich Besteck holend, überlegte er, wo er sich setzen sollte.
Er blieb daher stehen und blickte sich um. Seine Augen ruhten auf Mizu und den dazu gekommenem braunhaarigen jungen Mann, der von ihr keinen netten Blick geschenkt bekommen hatte.
Schmunzelnd im Inneren dachte er an ein Gedicht aus Deutschland, von Heinrich Heine:
[...]
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.
[...]
Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.


Lustigerweise passte es wirklich zu Mizu, denn der arme Schiffer wusste gerade nicht, dass er auf einen Felsen zufuhr und zerschellte.
Seltsamerweise gefiel Na-chan der Vergleich von Mizu mit Heines Loreley: Wunderschön und verlockend, aber ein qualvoller Tod, wenn man ihr zu nahe kam.
Hoffentlich kam das nicht unhöflich, ansonsten verzeih, Ja-chan.
Aber hey, Darth Vader war gerade nicht besser, oder mächtiger Anakin vor dem Kampf mit Obi Wan.
Ach, die Frage war nur, wann sein Todesstern die Rebellen zurückschlagen würde.
Wortlos und ohne Emotion setzte er sich an Mizus Tisch, welche nun auch mit Yukio teilte.
Er setzte sich dazu.
Er war Darth Vader.
Er konnte das.
Einfach so.
Während er sich einen Reisball in den Mund schob, blickte er Mizu ohne etwas im Gesicht zu zeigen an und Yukio einen grimmigen und bösen Blick, wie er es eben tat, wenn er auf neue Menschen traf.


Mizu - Yukio - Shin
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 13 März 2013 - 13:58

[Falls sich hier Sinnlosigkeit einschleicht, bitte ich um Verzeihung, mein Kopf macht nicht ganz mit und die Musik die ich gerade höre, passt noch nicht ganz.]
Die Daylerin aß bereits an ihrer zweiten Scheibe, wie angekündigt hatte diese Käse drauf. Man könnte meinen, sie dachte wie ein Schwabe. Erst etwas herbes und danach musste was süßes sein. Tatsächlich war sie jedoch zum Großteil Japanerin und zu einem geringen Teil Norwegerin. Was auch ihr Aussehen erklärte, bei den Haaren und den Augen hatte sich eindeutlich die mütterliche Seite durchgesetzt. Dann exte sie den restlichen Orangensaft, als wäre es ein Wodka-O.
Wo war der Alkohol, wenn man ihn am Dringensteen brauchte? Wo war die Wahrscheinlichkeit, wenn man sie am meisten erwartete und darauf hoffte? Wo blieb die Gerechtigkeit dieser Welt, wenn man gekonnt den Kontakt zu anderen, vermeiden zu versuchte? Ja wo blieb der schwarze Humor des Universums?
Er ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Wie auch, das wäre ja zu einfach. Und wahrscheinlich auch nicht halb so lustig, naja zumindest für Ja-chan, Mizu fand es nämlich nicht so witzig. Wie sehr sie sich doch manchmal Fähigkeiten wünschte. Sei es eine um sich unsichtbar zu machen oder eine, die ein Loch vor ihr erscheinen ließ, durch das sie gehen konnte. Vielleicht wäre aber auch hier, eine große Menge an Alkohol von Vorteil.
Denn auf einmal befand sich ein fremdes Wesen an ihrem Tisch. Von welchem Planeten, hatte man ihn denn bitte zu ihr geschickt? Hatte das Universum Lust auf eine wütende Katze? Wenn es so weiter machte, würde es die haben können. Ganz unverbindlich und gratis, verstand sich.
Zunächst ignorierte sie den Fremdkörper gekonnt. Ignorierte, das er da stand, so halb in Trance. Was hatte der denn genommen? Wieso stand er denn da? Wieso glotze der so?
Ein Talent von Shiro, sie konnte ignorieren und dennoch alles registrieren. Eine sehr gekonnte Fähigkeit, die manchmal ganz nützlich war. Sofern es die denn überhaupt wirklich gab oder nicht jeder darüber verfügte.
Das Kopf schütteln entging ihr auch nicht, ein Grund mehr für einen kurzen Moment die Augen zu schließen um dem Unheil zu entkommen. Irgendwie war dieser braunhaarige Kerl ja schon etwas seltsam. Als sich ihre blauen Augen wieder öffneten, sah sie aus dem Augenwinkel wie...wie seine Nasenflügel bebten? Ja war er denn ein Hund? Es wirkte, als wolle er eine Fährte erschnüffeln, einen bekannten Geruch verinnerlichen oder irgendwie so was. Was Hunde eben auch machten. Wobei sich diese Tiere ja auch am Hintern beschnüffelten, um sich wieder zu erkennen, falls er auf die Idee käme, ihr am Hintern zu schnüffeln...würde er im Krankenhaus aufwachen. Aber so was macht auch kein normaler Mensch, also bestand Hoffnung für Yukio.
In ihrem Kopf ermahnte sie sich einfach weiter, ihn nicht zu beachten, ihn zu ignorieren und sich aufs Essen zu konzentrieren. Was ihr auch gut gelang, solange er nicht reden würde, war das alles kein Problem. Richtig, solange er es nicht würde...
Dein Haar sieht aus, wie die Sonne“, war der erste Satz den er an sie richtete. Zum Glück hatte sie gerade nichts im Mund, sonst hätte sie los prusten müssen, um nicht zu versticken. Ohne das sie ihn ansah, hatte er es dennoch kurz geschafft Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Was war denn das für ein Spruch? Pah, Shin hatte vorhin noch gemeint, sie würde pöbeln und ob man ihr nicht beigebracht hatte, nicht mit Fremden zu reden. Daher lieber Yukio, was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen? Man sprach fremde Menschen nicht an, sie könnten dich kippneppen, dich bestehlen, dir weh tun. Davon ging zwar kein normal denkender Mensch aus, aber dennoch, man musste mit allem rechnen.
An sich war sein Gesagtes, ja was nettes, ein Kompliment wenn man so wollte. Aber es klang auch mindestens gleichermaßen nach einer richtig billigen Anmache. Fehlte nur noch, das er sie im Klassenzimmer fragen würde: Na, kommst du öfters hier her? Das war wohl mit der dümmste Anmachspruch, aller Zeiten. Andererseits gab es genügend die sich die Klinke in die Hand geben konnten. Idiotensprüche gab es zur Genüge, so viel, wie Sand am Meer.
Eines musste man dem Fremdkörper lassen, er wirkte nicht wie einer, der sich über die tatsächliche Wirkung dieser Worte bewusst war. Er wirkte eher wie ein unschuldiges Kind, oder ein fremdes Alien, das noch nicht viel von der Erde und den darauf lebenden Menschen wusste. Dann jedoch erlaubte er sich einen zweiten Anmachspruch Bist du neu hier?“ – oder mit Pervoll gewaschen, um eine Werbung auf zu greifen. Hatte er denn nicht so etwas wie einen Babysitter? Fühlte sich denn Niemand für diesen unschuldigen Jungen verantwortlich? Kam keine Durchsage, das jemand seinen kleinen Schatz vermisste? Er war definitiv ein komischer Typ. Und das, obwohl Mizu selbst wohl mehr als komisch war.
Noch nahm sie sich ein Herz, beachtete ihn nicht und ging auch nicht auf sein Geschwätz ein. Weder mit Mimik, Gestik noch einer Antwort. Offene Menschen musste es geben, sonst ginge diese Welt unter. Aber es gab eben auch Menschen wie diese Blondine einer war.
Einzelgänger. Dickköpfe. Assis.
Ja-chan hatte ja irgendwie das Bedürfnis sich Yukio auf den Schoss zu ziehen, ihn zu durch zu knuddeln und anschließend zu füttern. Bei Mizu sah das wohl mehr als anders aus. Ihr Bedürfnis war es wohl eher, ihm die Haut ab zu ziehen, den Mund zu zu nähen und ihn irgendwo in einem dunklen Loch verrotten zu lassen. Klang das hart, zu hart? So war sie aber eben, Menschen nervten sie eben. Da konnten sie noch so niedlich und unschuldig und rein daher kommen. Letztlich waren diese Exemplare, die Schlimmsten.
Denn langsam reiste ihr Geduldsfaden und sie schaffte es nicht mehr in zu ignorieren. Dieser Hund setzte sich doch allen ernstes einfach ihr gegenüber hin. Wäre sie nicht so beherrscht, hätte sie jetzt wohl ein O: Gesicht.
Gut.
Ruhig Blut.
Er sitzt einfach da und isst sein Frühstück. Noch war die Welt in Ordnung. Nur bitte braunhaariger Junge, mach dein Mund nicht mehr auf. Wer das Spiel mit einem Vulkan begann, musste damit rechnen, das dieser ausbrechen konnte und das man sich an der heißen Lava verbrennen würde.
Wäre ja auch zu einfach, wenn er einfach aufgegessen und von Dannen gezogen wäre. So jemand schien er nicht zu sein. Er war jemand, der wert auf andere legte und sich wohl über neue Bekanntschaften freute. Jemand der sich nicht scheute, jemanden an zu sprechen, mit dem Risiko demjenigen ganz schön auf den Keks zu gehen. Eigentlich eine sympathiesche Art, aber nicht für eine Kampfkatze. Katzen waren Einzelgänger, suchten nur dann den Kontakt zu Anderen, wenn sie es wollten oder brauchten. Alles im allem, kamen sie aber super alleine klar. Anders wie die Hunde. Ein Hund der einmal gut von einem Menschen behandelt worden war, konnte ohne die Zweibeiner nicht mehr. Nicht umsonst war er der beste Freund des Menschen. Nicht umsonst, war es nicht, die temperamentvolle, eigensinnige Katze.
Wenn das Yuki in der schüchternen Variante war, was Mizu ja nicht ahnen konnte, wie war dann erst der normale Yuki? Noch anstrengender, ging das denn? Es gab eine Steigerung von allem, also von daher. Nur nicht vom Tod. Man konnte ja auch schlecht toter, als tot sein.
Langsam sah man ihr, ihre schlechte Laune an. Sie aß ihr Brot ja kaum noch, sie zeriss es ja fast schon wie ein Tiger, ein Stück Fleisch zerfleischte. Für einen kurzen Augenblick, bebten ihre Augenbrauen. Klar, der Spitzname war furchtbar süß und niedlich, jeder würde sich über so eine freuen. Aber verdammterweise, war Meinu nicht jeder. Sondern so dermaßen eigen.
In ihrem inneren schmiss sie ihm bereits sämtliche Dinge an den Kopf. Das er nervte, das er sie nicht so nennen sollte, Ausdrücke ect...also eigentlich ihr Standartprogramm, wenn man so wollte. Warum sie ihm das nicht laut sagte? Vielleicht hoffte sie noch darauf, er würde einfach verschwinden, wenn sie schwieg, wobei er mit seiner kindlichen Art, wahrscheinlich denken würde, sie konnte nicht sprechen und war stumm. Vielleicht hoffte sie auf irgendein Wunder, das sie von hier weg brachte. Vielleicht war es aber auch ihrer Meinung nach, die beste Art mit ihm umzugehen. Manche Leute freuten sich über Worte, egal wie verletzend diese auch waren. Manchmal war Schweigen die schlimmste Strafe überhaupt. Vielleicht hielt sie ihn aber auch nicht für stark genug, um mit ihren Worten klar zu kommen. Sucht euch einfach was aus.
Ganz schön unhöflich dieses Püppchen hier, aß weiter und schaute ihn nicht mal an.
Doch das war ja noch nicht witzig genug, der nächste einsame Prinz fand zu ihnen. War heute irgendein besonderer Tag? Sah die Blondine heute so scharf aus? Hatte sie einen Magneten, der Jungs anzog? Hatte sie einen Knopf, mit dem sie irgendwie andere manipulierte, wenn ja wo zum Teufel konnte man den ausstellen?
Das Witzigste an der ganzen Sache, war ja eigentlich auch nur eines. Die Anwesenheit von Shin störte sie nicht sonderlich. Er konnte ruhig sein, er war ihr etwas ähnlich. Anscheinend hatte seine Art auf sie abgefärbt, denn normalerweise rastete sie aus und wurde wild, jetzt versuchte sie es auf die ruhige Art. Allerdings würde sie über kurz oder lang doch noch etwas sagen. Noch prodelte ihre Lava, jederzeit bereit auszubrechen. Denn sie war die böse Schönheit, die andere wohl – unbeabsichtigt – anzog. Sie war die Assibraut, die vor nichts scheute und ihre Meinung raus hauen würde. Sie war diejenige, die zuschlagen würde. Ihre Art, ihre Aura konnte für jene, die harten Felsen sein, an denen sie zersprangen und verenden würden. Denn sie musste sich nicht zurück halten, sie hatte nicht vor sich hier Freunde zu machen oder gar einen guten Eindruck zu hinterlassen. Der nächste der sie ansprach, zündete das Pulverfass. Ganz egal wer es sein würde.
Der Schwarzhaarige der sich neben sie setzte, irgendwie akzeptierte sie ihn. Er war wohl in Ordnung, weil er nichts von ihr erwartete oder sich von ihr erhoffte. Der perfekte Verbündete. Wenn er Darth Vader war, wer war dann sie? Eigentlich sind mir aus Star Wars nur Lea, Luke, Joda, der nichtssprechende Bär, R2D2 ...okay, ein paar sind mir ein Begriff. Vielleicht war Mizu die weibliche Form von dem bösen Gegenspieler von Luke. Oder sie war einer dieser kleinen, süßen Bärchen, die mit Dreck warfen. Die waren doch irgendwie cool.
Etwas überrascht war die Katze dann schon, das sich Shin zu ihnen setzte, auch wenn man ihr das nicht ansah. Andererseits hatten sie sich wohl auch indirekt hier verabredet. Etwas das Beide auch niemals zu geben würden. Genauso wenig diese schon irgendwie bestehende Vertrautheit bzw. Offenheit.
Weil sie von dem Braunhaarigen angenervt war, kam ihr auch schon die rettende Idee. Nachdem sich ihr Bekannter, neben ihr niedergelassen hatte, setzte sie das strahlenste Lächeln aus, das sie finden konnte. Wahrlich musste sie jetzt aussehen wie die Sonne selbst. Dann nahm sie seinen Arm und schmiegte ihren Kopf ganz vergnügt an seine Schulter. Schmussig und anhänglich, wie ein süßes Kätzchen es sein konnte, wenn es wollte. Ihr Blick glitt zu seinen kühlen Augen und sie setzte eine Art Schmollgesicht auf, nur um ihre Worte zu untermalen: „Schatz!! Wo warst du nur so lange? Dieser komische Typ da hat mich einfach so angesprochen und er geht einfach nicht!“ Ein Satz der so viel sagte wie: Mach ihn tot, er hat immerhin dein Mädchen angequatscht. Beschütze deine arme, schwache Prinzessin, mit der lodernden Leidenschaft, wie sie nur ein (Eis)Prinz wie du sie haben kannst!
Selbstverständlich alles nur Blödsinn! Alles ab Weil...also der letzte Abschnitt.
Mizmiz hatte in der Zwischenzeit zwei Brote, beide Eier und den Orangensaft vernichtet. Beim Marmeladenbrot, ließ sie sich mehr Zeit. Zum einen weil Akkenai jetzt neben ihr aß, zum – wichtigeren - anderen, weil sie sich bei süßem immer mehr Zeit ließ. Das Gesicht das er ihr schenkte, war ausdruckslos und doch eine nettere Geste, als das, welches Yukio abbekam. Irgendwie konnte sie das schon gut deuten, das war seine Art sie wieder zu begrüßen, wahr zu nehmen. Deswegen nickte sie ihm leicht zu und aß anschließend weiter. Dabei späte sie auf sein Tablett. Sah lecker aus, was er sich darauf geladen hatte. Vor allem das Obst.

Yukio ~ Shin ~ Mizu
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 13 März 2013 - 17:38

Alien, Hund, Idiot, nennt ihn, wie ihr wollt, doch, eines steht fest – er kommt in Frieden.
Niemals wollte Yukio andere bedrängen, sie verschrecken oder ihnen gar Unwohlsein bereiten. Leider war er meist eben zu zutraulich und naiv um zu merken, welche Gefühle er in anderen auslöste. Es war ja nicht so, als wüsste er nicht, dass es freundlichere und unfreundlichere Menschen gab, ein Hund wusste sowas eben. Manchmal wurde er gestreichelt und gelobt, manchmal geschlagen und misshandelt. Und trotzdem blieb er sich und anderen treu, weil er eben im Hier und Jetzt lebt, sich nicht einschüchtern und abhalten lässt, andere zu lieben.
Wie ein abgeschobenes Haustier wartete er auf eine Antwort ihrerseits, doch, als nichts über ihre Lippen kam, ahnte er schon, dass er derjenige war, der etwas falsch gemacht hatte. Yukio kannte solche Leute nur zu gut. Es waren die, die ihn ablehnten.
Taktlos und naiv wie er war, konnte man ihm nicht ansehen, dass er es schon lange verstanden hatte, bevor sie es auch nur sagen konnte.
Warum schweigst du? Schieb mich doch einfach ab, wenn ich dich störe, Mikami war dumm und offen, wohl zu offen. Doch in eindeutigen Situationen merkte selbst er, was los war. Da verstand er nicht, wie Menschen noch lügen oder schweigen konnten, wenn die Wahrheit doch sowieso schon auf der Hand lag – vielleicht lag es ja daran, weil beide schon insgeheim wussten, dass man es nicht mehr aussprechen musste. Er wusste es und trotzdem lächelte er. Es war weder gelogen, noch gespielt, sondern ehrlich und aufrichtig, wie zuvor. Wie konnte er lächeln, wusste er doch, was sie dachte? Ganz einfach: Yukio dachte, dass jeder Mensch eine gute Seite hatte. Wenn die schlechte Seite also gemein zu einem war, dachte er, wäre es unfair, wütend zu sein – immerhin gab es auch eine gute Seite. Das war eine Logik, die nur er verstand und nur er besaß diese Stärke, sich an diesen Grundsatz zu halten. Mit anderen Worten, er konnte einfach nicht böse sein, wenn man ihn nicht offensiv angriff. Weil noch „Was wäre wenn…“ oder „Vielleicht…“, „Aber…“ in seinem Kopf herumspukten.
Aber es stimmte. Alleine wäre er auf verlorenem Posten, was nicht bedeutete, dass er alleine nicht zurechtkam. Dann würde er eben die Stellung halten, bis Verstärkung eintreffen würde.
„Ich kann verstehen, wenn du unsicher bist, oder so, immerhin ist es nie einfach, in eine neue Schule zu wechseln“, ach du liebes Bisschen...er dachte, sie sei schüchtern… Nun, das war eines dieser „Was wäre wenn…“, das ihm wohl lieber wäre, als die Tatsache, dass sie ihn einfach nur loshaben wollte.
Nach und nach kam er sich vor, wie eine Zirkusattraktion. Als Shin-chan dazukam, störte ihn der grimmige Blick zwar nicht, im Gegenteil, er lächelte auch ihn offenherzig an, doch langsam wurde auch ihm klar, dass er fehl am Platz war. Wie war das? Gleich und gleich gesellt sich gern? Oder Gegensätze ziehen sich an? Wie man es auch nennen mochte, Yukio war weder Gleich noch Gegensatz, er war fehl am Platz (Uh, das reimt sich sogar=3)
Wie man zu jemand so offenes gemein sein konnte, ist wohl vielen ein Rätsel, immerhin war das so, als würde man Kindern den Lolly mopsen – nicht jeder mochte Kinder und nicht jeder mochte Hunde. Geschmäcke waren verschieden, niemand bekam das mehr zu spüren, als der Braunhaarige. Er hatte schon erlebt, dass seine Offenheit neuen Schülern sehr geholfen hatte, allerdings hatte er auch schon Erfahrungen mit Leuten gemacht, die ihm ins Gesicht schlugen, in den Rücken fielen, ohne, dass er wusste, was Sache war.
Reue war zwar nicht sein Ding, doch er musste sich eingestehen, dass er es in diesem Moment empfand.
Immerhin war es nicht einfach, von zwei Menschen grimmig angestarrt zu werden.
Anschließend wünschte sich auch der junge Mann eine Durchsage, die ihn retten würde, doch natürlich war nichts zu hören. In den schlimmsten Momenten musste man nämlich auf Hilfe verzichten. Und sein Frauchen war bei seinem Zwillingsbruder. Ob er nun gänzlich alleine war?
Warum passiert immer mir sowas?
Es war schon richtig, die freundlichsten Menschen waren die einsamsten. Seltsam war, dass Yukio nicht einsam war. Er hatte seine besten Freunde, nur war es so, dass er sich in diesem Moment besonders einsam fühlte.
Wahrscheinlich dachte der junge Hund zu viel nach und die stumme Art der beiden war tatsächlich nur Scham oder Unsicherheit.
Als er merkte, dass zu wenig Essen auf seinem Teller war, musterte er ihn verwundert und seufzte bloß leise - dies war wohl sein größtes Problem in dieser Situation.
Darauf schenkte er den beiden erneut ein fröhliches Lächeln, immerhin hatten sie ihm ja noch nichts getan.
Ein neuer Anlauf, nett sein zu wollen - sollte man ihn auch zum wiederholtem Male ignorieren. Ganz gleich, wie oft er gegen eine Wand laufen würde, er würde es wohl nochmals versuchen. Aus welchem Grund auch immer. Der niedliche R2D2 machte sich nichts daraus, verletzt zu werden, er war immer freundlich. Sein vergeblicher Versuch, freundlich zu sein war schon beinahe traurig anzusehen und man wollte ihn bloß noch darum bitten, damit aufzuhören sich selbst zu verletzen, ihn zu umarmen und in den Schlaf zu wiegen.
Doch vermutlich war er selbst zu taktlos, um seine eigenen Gefühle zu erkennen. Oder aber er wollte nicht aufgeben und sich nicht von den finsteren Blicken der Leute besiegen lassen, die ihre Träume bereits aufgegeben hatten.
„Willkommen, ihr zwei!!“

Shin-chan ~ Kin-chin ~ Yukinu

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BeitragThema: Eiskönigs Macht   Mi 13 März 2013 - 21:49

6Shin war der Stille, der Beobachter einer Situation, in die er sich freiwillig begeben hatte. Es war eben wie eine Soap oder eine Serie, die er im Fernsehen verfolgt hätte, wenn er doch so etwas geschaut hätte. Ihm war es egal, was die Menschen von ihm, hier an diesem Tisch dachten, es war ihm vermutlich auch egal, dass Mizu seine alte Pillendose gefunden hatte. Es war ihm egal, dass dieser Schüler wohl die Neulinge in die Gesellschaft integrieren wollte. Es war ihm egal.
Wirklich. Darth Vader verbrachte lieber seine Zeit damit die Reisröllchen zu begutachten und unter einem skeptischen Blick zu mustern, als wollte das arme Röllchen ihn töten.
Hund traf auf Katze, Katze ertrug die verspielte Töhle, bis sie bald ihre Krallen ausfahren würde.
Was ist dann aber Shin in diesem Tierkreis? Er war vermutlich der Rabe, den dieses Spiel nicht interessierte. Ja, Rabe passte zu ihm. Er war ein wunderschöne Vogel, doch da er kein gewöhnlicher Paradiesvogel war, symbolisierte er mit dem schwarzen Gefieder den kalten Tod, der an seinen Federn haftete. Er war ein wunderschöne, gefürchteter und nicht all zu gern gesehener Vogel. Und das passte zu ihm.
Der braunhaarige Typ quasselte was von er würde es kennen, wie man sich fühlte, wenn man an einer neuen Schule war und wie schwer es wohl sein konnte, Anschluss und Freunde zu finden.
Alles Bullshit. Wenn man sich natürlich nicht wie Otto-Normalmensch an die Gesellschaft binden wollte, dann war es einem schlicht und einfach egal. Ja, das war ihm.
Shin befürchtete, dieser Typ würde sich für etwas wichtiges halten, dass er Mizu und vielleicht Shin inklusive einen Gefallen getan hatte, freundlich zu sein und sie angesprochen zu haben. Pure Lüge dieses Verhalten, nur damit er sich am Abend im Bett nicht schuldig fühlen musste, da er eine gute Tat vollbracht hatte. Die Menschen waren doch meistens gleich - Heuchler, die sich durch Illusionen eine schöne Welt dachten und sich nur von der guten Seite ins Licht stellten. Meistens waren sie aber enttäuscht, wenn sie kennenlernten, dass das Leben nicht nur aus der goldenen Seite bestand. Sie waren doch alle gleich. Sobald sie realisierten, dass der Andere auch negative Aspekte besaß, zogen sie ihren Schwanz ein und verzogen sie sich, weil sie ein unheiliges Trümmerfeld hinterließen. Am Ende blieb Shin nichts anderes, als die Sauerei liegen zu lassen.
Umgekehrte Psychologie, schoss es ihm durch den Kopf.
Viele Menschen zeigen sofort ihre dunkle Seite, denn sie wissen, diejenigen, die es am Anfang nicht vertragen, sind es nicht wert, ihre Guten zu sehen, weil sie sich schon ganz am Anfang mit denen negativen Seiten nicht auseinandersetzen können. Traurig, dass es diese Menschen zu den Einzelgängern macht.
Doch einsam fühlt sich Shin nicht. Tat Darth Vader ja auch nicht.
Wie ein Gentleman trank er vorsichtig vom heißen Tee, legte die Fingerkuppen aneinander und betrachtete seine zwei Mitmenschen. Anscheinend bewahrte Mizu gerade sehr viele Nerven und so wie er sie einschätzte, sammelte sie entweder Kraft, um Yukio Krankenhausreif zu schlagen oder ihm sämtliche Einrichtung an den Kopf zu donnern.
Das wusste Na-chan zu verhindern!
Das wusste Shin annähernd zu verhindern! Nicht Yukio wegen, sondern weil ihm dieses Kerlchen ebenfalls nervte.
Ihm stand schon 'Optimist' auf der Stirn und...
Shin nieste.
Dagegen war er allergisch.
Nein, ehrlich. Diese Euphorie, diese Nettigkeit, dieses für die Neulinge da sein wollen... Er glaubte, dass ihm gleich alles hochkommen würde, was er schon gegessen hatte und das 'Nichts', was er noch essen würde.
Yukios Freundlichkeit gefiel Na-chan - aber nicht SHIN.
Die Welt war doch voller Heuchler und Arschrkriecher und...
Shin nieste noch ein Mal, bevor er einen weiteren Schluck trank.
Dagegen war er allergisch.
Genug der Passivität räusperte sich Shin:
“Danke“, knurrte der junge Mann, als man ihn begrüßt und willkommen geheißen hatte, auch wenn seine Stimme keinen Anflug von Dankbarkeit zeigte.
Er wand sich an Mizu, die weiterhin nichts sagte und trank vom Tee:
“Kennst du den Typen?“, fragte er das Mädchen, welches er am Bach begegnet - richtig gelesen, BEGEGNET, und nicht, wie Shin es hier betont, und NICHT KENNENGELERNT hatte.
Mit Ja-chans Erlaubnis erwähne ich, dass Mizu nur lediglich den Kopf kurz geschüttelt hatte.
“Wolltest du, dass er hier sitzt?“, stellte er erneut eine Frage und sie wieder nur den Kopf schüttelte.
“Möchtest du noch mit ihm reden?“, fragte er, als hätte sie mit ihm, während er sich dazu gesetzt hatte, ausgiebig unterhalten und Shin von Mizu wieder ein Kopfschütteln bekommen hatte.
Die Situation in Na-chans Kopf wirkte lustiger, weil Shin dann folgendes Tat:
Nachdem er sich also erkundigt hatte, blickte er zu Yukio hoch und sagte:
“Dann verzieh dich“, ehrlich und direkt. Schöner hätte er es nicht ausdrücken können und Yukio schien das ja nicht anders zu erwarten.
Na-chan tat das Hündchen leid und Shin wand sich dann ohne etwas weiteres zu sagen, seinem Frühstück.



Mizu - Yukio - Shin
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 13 März 2013 - 23:03

Wahrhaftig wirkte Yukio wie ein Hund. Er schien treu zu sein, fast schon etwas treudoof. Naiv, denn er würde wahrscheinlich alles machen, was Frauchen von ihm wollte. Unschuldig, weil ein Hund eben so war. Er würde nicht verstehen, wenn man ihn strafte, aber darüber grübeln, warum er bestraft worden war. Er würde sich vielleicht zurück ziehen, nur um dann doch wieder mit einem Schwanzwedeln zu kommen. So waren Hunde. Furchtbar treu und ergeben, sie konnten aber auch nachtragend sein oder ein schlechtes Gewissen verspüren. Wenn aber eine Weile vergangen war, versuchten sie es erneut, erneut das Herz ihres Besitzers zu gewinnen. Und das gelang ihnen, denn wer konnte dem berühmten Hundeblick wiederstehen? Wer konnte seinem Hündchen denn böse sein, wenn es einen mit großen Augen anschaute. Ja-chans Hund hatte sie auf jeden Fall immer wieder rum gekriegt. Wahrscheinlich das einzige Wesen auf dieser Welt, das man eigentlich nur lieben konnte, vorrausgesetzt man war eine Hundefreund und kein Hasser.
Während auf der anderen Seite Mizu wie eine Katze wirkte. Vielleicht nicht wie eine typische Hauskatze, wohl eher eine Mischung mit einem Luchs zum Beispiel – und ja das gibt es tatsächlich, allerdings sehr selten. Sie war eigensinnig, kratzsüchtig, nur sich selbst treu und man konnte sie schnell auf die Palme bringen. Katzen waren eben auch so. Sie kamen nur, wenn sie es von sich aus wollten. Wenn du wolltest, tja dann Pech. Sie brauchten dich nur dafür, das du sie fütterst, ihnen trinken hinstellst, sie streichelst – richtig, wenn sie es wollten – und wenn es sein muss zum Arzt bringst, was nicht hieß das sie Ärzte mochten, aber wer mochte die denn auch schon? Man konnte sie leicht ärgern, was bedeutete, man spürte Krallen. Auch wenn sie einen nicht schlimm verletzten, immerhin waren sie nicht zum töten von Menschen ausgelegt. Würden sie auch nicht, dazu waren sie dann doch noch zu nett. Aber man mochte Katzen, wegen ihrer Eigenheit, ihrer Stärke und ihres Stolzes. Sie wirkten elegant, nicht umsonst gab es das Wort ´katzenhaft´. Und doch merkten sie es eben auch, wenn es dir nicht gut ging. Dann kamen sie, um sich auf ihre ganz eigene Weise, um dich zu kümmern. Für Katzenliebhaber, gab es nichts besseres als diese schönen Geschöpfe, aber es gab auch Katzenhasser.
Aber es gab ja auch Menschen, die Beide liebten und schätzten.
Wenn Shin also ein Rabe war, war er äußerst faszinierend. Es gab viele Mythen und Geschichten zu dem Vogel im schwarzen Federgewand. Meistens war er der Vorbote des Unglücks, die personifizierte Gestallt des Todes, ähnlich wie der schwarze Wolf. Anscheinend assoziierten wir Menschen mit schwarz, automatisch etwas schlechtes. Vor allem dann, wenn es in Kombination, mit einem vielleicht grusselig wirkenden Aussehen einher ging. Tatsächlich übten diese Tiere aber eine Faszination auf uns aus. Es interessierte uns, wieso man es ihnen nachsagte oder wo die Geschichten ihren Ursprung her hatten. Ja-chan selbst war als Kind auch sehr von Raben fasziniert, hatte sie aber wahrscheinlich oft mit Elstern (sind doch die mit dem orangenen Schnabel?) verwechselt. Wobei sie das irgendwie schade fand, weil sie Raben irgendwie cool fand.
Shin hatte aber auch Potential zu einer Katze. Er wäre eine auf den ersten Blick eine faul, chilig und ruhige Katze. Oder so eine in der Art zumindest. Bleiben wir doch besser beim Raben.
Ob Yuki dumm war? Nein das war er nicht, naiv, ja das war er. Aber man brauchte auch Menschen die so süß und unschuldig wie er waren, vielleicht würde ihm ein bisschen weniger davon gut tun, aber das würde wenn dann im Laufe der Zeit ergeben. Solange hatte er mit Sicherheit Freunde, die ihn beschützten. Vor Gefahren oder Fettnäppchen, die er selbst nicht gleich erkannte. Doch wo waren diese Menschen, in dem Augenblick, wo er sie eigentlich brauchte? Wenn es Shiro danach war, könnte sie ihn verbal in der Luft zerfetzen. Ob er es abkonnte oder nicht, das war dann nicht mehr weiter wichtig.
Es war nicht einfach, in eine neue Schule zu wechseln? Für normal denkende Menschen, mit gesunder Menschlichkeit und dem Bedürfnis nach Nähe, ja für die war es hart. Immerhin mussten sie ihre Zelte abbrechen, ihre Freunde und Bekannten zurück lassen und darauf hoffen, das es ihnen schnell gelang am neuen Ort, wieder Anschluss zu finden. Gleichzeitig war es schwierig, mit den alten Kontakt zu halten. Meistens überlebten Freundschaften, einen Orts- oder Schulwechsel nicht. Denn zum einen war die Entfernung schuld, zum anderen, weil man sich eben etwas neues aufbaute. Beides spielte für sie keine Rolle. Die Assibraut war immerhin freiwillig gegangen, hatte mit Absicht dieses Internat ausgesucht und war froh ihre Zelte abgebrochen zu haben. Nicht das sie vor hatte, sich hier einen besseren Ruf zu schaffen – denn ihr schlechter Ruf fehlte ihr im Moment, denn er verhinderte das Angesprochen werden – aber es war gut, weg von den Idioten zu kommen. Weg vom Ort der Erinnerungen, weg von den Lehrern, die sie los werden wollten. Weg von ihren Eltern, denen sie keinen Kummer bereiten wollte, obwohl sie es doch tat.
Maren würde sich wahrscheinlich darüber freuen, das sich bereits zwei Jungen um ihre Tochter kümmerten. Dabei war egal, das sie männlich waren und auch, das es ihrer Tochter auf den Nerv ging. Mütter dachten ja eh immer anders wie ihre Kinder bzw. meistens.
Es mochte ein Rätsel sein, wieso man zu so einem aufgeschlossenen, fröhlichen, offenen Teenager gemein sein konnte. Aber es war keines, wenn man darüber nachdachte. Nicht alle Menschen wollten von jemanden angesprochen werden. Nicht alle Menschen brauchten jemanden, der nett zu ihnen war. Nicht alle Menschen brauchten jemanden, der sie rettete. Auf den ersten Blick wirkte es so, als wolle das jeder, aber man durfte die Einzelgänger nicht vergessen. Und letztlich hatten ja auch Shin und sie noch ihre Bezugspersonen, ihre Eltern. Es war ja nicht so als seien sie absolut gefühlsgefickt und alles und jeden hassend. Doch es gab eben solche und solche Menschen und eine wie Mizu, fand eben auch so einen lieblichen Hund nervig und hatte kein Interesse an ihm.
Vielleicht hatte er auch Pech und sie sah in ihm ein bisschen mit Ai. Ai war auch nett gewesen, treu und fröhlich. Letztlich waren es aber genau diese Menschen es, die einen am meisten abfickten und verletzten. Die, von denen man es am wenigsten erwartete. Die, von denen man niemals damit gerechnet hatte. Aber kein Wunder, offene Menschen, hatten kein Problem damit, schnell wieder neue Leute um sich zu versammeln. Und überhaupt und sowieso, Vertrauen war etwas unnötiges. Etwas was im Endeffekt immer auf eine Enttäuschung hinauslief. Wobei wir das bei Kasai ja auch schon oft genug gehört/gelesen haben.
Fürs erste wartete die Blondine noch ab. Sie versuchte sich innerlich einfach nicht darauf ein zu lassen, ihre Gedanken von ihm weg zu lenken. Ihr Vulkan prodelte, wahrscheinlich würde sie ihm demnächst einen Stuhl an den Kopf werfen. Eine übertriebene Reaktion wohl, aber naja, wie soll man sagen? So war die Dame eben. Etwas schnell aufbrausend und schnell auf 180, sobald ihr Geduldsfaden riss, hatte man ein Problem.
Anscheinend hatte das Shin auch bemerkt, denn er begann zu reden und die Sache in die Hand zu nehmen. Egal was käme, es wäre das Glück für den momentan streunenden Hund. Auch wenn Ja-chan ihn am liebsten immer noch knuddeln würde, ihm Leckerlis geben, weil er so herzerweichend rein und süß war, ihn vor diesen Menschen beschützen und davon tragen wollte. Immerhin bedankte sich Shin, in Punkte Höflichkeit war der Schneemann ihr also schon voraus. Sie aß bereits an ihrem Quark und als er ihr Fragen stellte, schüttelte sie nur ihren Kopf. Zum einen weil sie gerade wortkarg war, zum anderen, wollte sie den Quark genießen. Ein niedliches Bild, sie mit einem Löffel im Mund und neutral blickend und den Kopf schüttelnd. Jedoch immer nur dann, wenn sie etwas gefragt wurde.
Richtig, sie hatten sich nicht kennen gelernt, zum KENNEN lernen, brauchte es mehr Zeit. Wobei man Menschen letztendlich nie ganz kennen lernte, weil man nie alles von ihnen erfuhr. Bzw. weil man immer wieder etwas entdeckte, immer wieder etwas verheimlicht wurde oder sich die Person änderte.
Die Fragerei verstand sie noch nicht ganz, auch nicht, was er damit bezweckte. Aber es war egal. Es lenkte sie ab und brachte ihre Gedanken zum abkühlen. Nach seinem letzten Satz jedoch, begriff sie, wieso er sie gefragt hatte. Seine Art sie zu unterstützen, wahrlich ein guter Verbündeter. Er verhinderte den Ausbruch des Vulkans und löste ihren Kampf. Etwas das ihr eigentlich nicht ganz gefiel, eigentlich trug sie ihre Kämpfe alleine aus, allerdings war das hier auch kein Kampf und sie hatte ja auch überhaupt nichts gesagt, also von daher. Eigentlich waren Shin und Yukio diejenigen, die sich unterhielten und sie der stumme Zuschauer, also war es reintheoretisch auch nicht ihr Kampf. Was wiederum hieß, das sie kein Problem mit dem hatte, was der Schwarzhaarige eben tat.
Der Blick von ihr änderte sich nicht, auch wenn sie wohl ein bisschen gespannt darauf war, wie das Hündchen auf diese knallharte Ehrlichkeit reagierte. Ob er so eine Direktheit überhaupt gewohnt war?
Ihr Quark war leer und sie spähte erneut auf das Tablett ihres Nebensitzers. Da lag ein Apfel, der sie anlachte. Ein kurzer Blick zu ihm ins Gesicht und sie entschied sich, ihn zu nehmen. Kurz bevor sie reinbiss, meinte sie: „Ich darf doch“. Wahrscheinlich war das frech. Würde er rum heulen, würde sie ihm einen neuen holen. Überhaupt er hatte noch genug zu essen, wir vergessen jetzt natürlich, das Mizu selbst sich bereits mehr als genug reingeschaufelt hatte. Dann nahm sie den ersten Biss und einen Schluck vom Kako. Über diese Kombo brauchen wir nicht streiten, ich finde sie auch nicht sonderlich lecker wirkend.
Kin-chin konnte also immerhin reden, es wurde ja auch Zeit das sie mal ihren Mund aufmachte. Egal ob es sonderlich was zur Sache tat oder eben nicht. Ihre Stimme war im übriegen sehr klar und rein klingend, eine gute Singstimme, auch wenn sie bei ihrem Gesagten eher gelangweilt/normal klingt.

Yukii ~ Shin ~ Mizu
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 14 März 2013 - 11:04

Erblickt man einen Schrank mit offenem Vorhängeschloss, kommt es auf den Mensch an, der man ist. Ob man den Schrank einfach öffnet und sich ihm anvertraut oder ob man einfach daraus stielt. Yukio war eben offen und weil es verschiedene Menschen gab, reagierten sie verschieden auf seine Offenheit – deswegen hatte er es nicht unbedingt einfach, im Gegenteil. Jemand, der fröhlich und offen war, wusste meist nicht, was falsch gelaufen ist und sucht die Fehler bei sich, dabei hat er gar keine Schuld.
Da sich ein Hund sowieso angeblich schwarz-weiß sah, kümmerte er sich nicht um Farben von Tieren oder was auch immer. Mal gab es ein helles schwarz, mal ein dunkles weiß, Yukio wusste, dass die Welt nicht immer bloß aus schwarz und weiß bestand. Und er glaubte, zwei besonders interessante Grautöne vor sich zu haben. Deswegen nahm er es ihnen auch nicht übel, dass sie nicht wie erhofft auf seine Offenheit reagierten.
“Danke“, knurrte der andere und Yukio nickte bloß – es war ja nicht so, als hätte er das Knurren überhört.
„Bitte“, strahlte er. „Auch, wenn du nicht besonders dankbar aussiehst“, im Sinne von: Ärgert wen anderen, ich bin ein großer Bruder, mir macht das nichts.
Endlich folgte ein beherzter Schluck vom Kakao. Man sah es ihm vielleicht nicht an, aber Yukio trennte Flüssigkeit mit fester Nahrung. Zuerst die Speisen, dann die Flüssigkeit – wie ein Hund.
Interessiert rollten seine Augäpfel zwischen den beiden hin und her. Seine Frage, ihr Kopfschütteln. Seine Frage, ihr Kopfschütteln. Dabei fielen dem Hündchen verschiedenste Dinge auf.
1. Kin-chin hatte den anderen jungen Mann in der Hand, warum sonst würde er sie denn nach ihrer Meinung fragen, wie ein Bodyguard? (Das war nicht Yukios direkter Gedanke, der eigentliche war eher naiver: Sie hat auch einen Hund!)
2. Kin-chin genoss in vollen Zügen, ihre Fußnägel von ihm lackiert zu bekommen
und
3. Vom Herumgerolle der Augen bekam er Kopfschmerzen
Es war faszinierend, wie locker der Braunhaarige das alles nahm. So, wie es aussah, war er vielleicht kindlich, doch er konnte auch reifer sein, als jeder andere – verständnisvoller und geduldiger.
Nach gierigen Schlucken von seinem warmen Kakao zuckten seine Ohren, wie die eines Tieres auf der Jagd.
“Dann verzieh dich“, Hunde befolgten bloß Befehle von Menschen, denen sie vertrauten, vor denen sie Respekt hatten und von denen sie selbst respektiert wurden. Demnach fiel es dem Grünäugigen schwer, diese Worte auch nur in seine Hundesprache zu übersetzen da ihm dieses Gefühl, dieser Drang, den Befehl auszuführen, einfach fehlte. Die Kommunikation zwischen ihnen stimmte einfach nicht.
Bevor er auf die Idee kam, zu antworten, leerte er seinen Becher, stellte ihn zufrieden Schnurrend auf dem Tablett ab und rieb sich die rötlichen Wangen. Yukio liebte Kakao.
Als das wohlig warme Gefühl langsam abklang, sah er zu dem Schwarzhaarigen legte erst den Kopf schief, ehe er breit grinste. . Ein Grinsen von Unschuld und Freude, dass es schon beinahe höhnisch aussah. Ob es denn tatsächlich höhnisch war? Vermutlich. Als wollte er etwas sagen wie: Vertrauen und Freundlichkeit wird euch ohne Kleingedrucktem auf dem silbernen Tablett angeboten, wenn ihr nicht akzeptieren könnt, was euch gut tut, tut es mir leid, euch nicht mehr anbieten zu können.
„Nein“, kam dann über das Grinsen, das andere Menschen wohl mehr verdient hatten. Menschen, die es erhalten wollen, anstatt es zu vertreiben. Anders als diese Menschen dachte das Hündchen aber, hatten auch finstere Gestalten ein Lächeln verliebt.
Yuki wurde zwar wegen seiner Fröhlichkeit belächelt, ja, hatte sogar ein paar große Lieben verloren, mit der Begründung „Es ist nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen, dein Lächeln kotzt mich echt an“, doch Mikami dachte, weshalb sollte er Trübsal blasen? Die Welt war finster genug, da durfte man doch auch lächeln, nicht? Es war ja nicht so, als würde er Ernsthaftigkeit nicht verstehen, er machte aus Problemen einfach lösbare Probleme. Das brachte ihm Pluspunkte genauso, wie Minuspunkte. Doch das war auch eine Art „Filter“. Gute Freunde blieben ihm erhalten, schlechte Freunde blieben ihm Sieb hängen und er wurde zum glücklichsten Menschen – nie wollte er mehr, als Freunde, die zu ihm standen.
Es dauerte eine kleine Weile, doch langsam stand er auf und nahm sein leeres Tablett. „Tut mir leid, ich kann nicht länger bleiben, solltet ihr Hilfe benötigen, könnt ihr euch ruhig bei mir melden“ , man konnte andere nicht zu ihrem Glück zwingen, das musste auch der junge Mann lernen. Es stimmte ihn nur traurig, dass Menschen einfache Angebote abschlugen. Doch es war verständlich. Für verletzte und geschundene Menschen waren solche Angebote wohl schon zu einfach, so einfach, dass sie schon nach einem Harken suchen. Doch bei Yukio konnten sie lange suchen. Er hatte besseres zutun, als andere absichtlich zu verletzen, aus dem Alter war er schon lange herausgewachsen.
„Also, bis später“, winkte er ihnen freundlich zu, denn die Unterwäsche auf seinem Bett musste unbedingt weg. Ob sich etwas an ihm verändert hatte?
Aufgeweckt wie immer, mit dem, für ihn typischen, hüpfenden Gang ging er zurück zur Theke, um sein Tablett abzugeben.
Kurz darauf kramte er in seiner großen Tasche der lockeren Skaterhose eine geschmuggelte PSP heraus. Bluetooth, Internet, alles, was das Herz begehrte, die Technik war schon etwas tolles Fortgeschrittenes. So fortgeschritten, dass es schon beinahe angsteinflößend war. Sie konnten sogar kleine Robo-Hunde erfinden!!
Begeistert und voller Vorfreude begann er das Spiel „Fall of Duty“*, wobei er sich eingestehen musste, dass er alleine einfach nur mies war. Leise betete er in Gedanken, dass seine Freunde bald mit Verstärkung kommen würden.
In seiner Nachdenklichkeit als Scharfschütze konnte er kaum geradeaus sehen.


*Fragt mich nicht, wie ich darauf komme <.< Es ist ein Shooter, bei dem es darum geht, Missionen zu erfüllen, die Mitstreiter können dabei selbst entscheiden, je nachdem, wie sich die Moral des Teams entwickelt, ob sie Meuterei und Verrat begehen, sprich, schießt man aus Versehen auf einen Kammeraden, wird man als abtrünnig abgestempelt, deswegen „Fall“ of Duty, Fall der Pflicht quasixD


Shin-chan ~ Kin-chin

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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 14 März 2013 - 13:48

Es musste mehr geben, damit Shin Akkenai andere Menschen hasste und dadurch die höchste Aufmerksamkeit seiner Gefühle bekamen. Vielleicht hatten sie dann Glück jeden Tag auf neueste diesem Gefühl zu begegnen und es war nicht schön. Beleidigungen machten Shin doch dann nicht zum gebürtigen Gentleman. Was empfand er eigentlich gerade? Also, wenn er ein Kerlchen wäre, der solche gezeigt hätte? Nun ja, teilweise war ihm die Anwesenheit dieses Typen egal, schließlich kannte er ihn nicht und der andere seinen Namen nicht. Da war es schon vorteilhaft, denn würde er ihm einen Haar krümmen wollen, wäre dies schon physisch geschehen, wenn ihr versteht was ich meine. Auch er bewies Geduld, doch diese wurde auf die Probe gestellt, weil dieser Typ nicht aufhörte zu quasseln. Das mochte Shin nicht, ja, er schaffte es, dass Shin etwas nicht mochte.
Und dann widersetzte er sich. Einfach so.
Woah, da musste jemand mutig sein, das fand der Schwarzhaarige interessant und setzte eins seiner seltenen Lächeln auf, die sich nur blickten, wenn er kurz davor war jemanden zu verprügeln. Es fehlte nur noch, dass er vom Stuhl aufstand.
Der Stuhl rückte und Shin erhob sich.
“Du gehst mir auf den Sack“, antwortete er und wurde kurzzeitig irritiert, als Mizu seinen Apfel klaute.
Sie.
Klaute.
Seinen.
Apfel.
Ich darf doch.
Klauen. Klauen war nicht erlaubt, was glaubte sie? Nur weil er in seinem Verhältnis zu ihr nett war, glaubte sie alles tun zu dürfen?
Langsam ging dem Raben alles tierisch auf die Nerven.
Verärgert wand er sich an Mizu:
“Sammal, seh ich wie die Wohlfahrt aus?“, es fehlte nur noch, dass er ihr den angebissenen Apfel aus der Hand riss oder mit der Faust auf den Tisch schlug. Deshalb wollte er keine Menschen kennenlernen. Korrigiere begegnen. Vielleicht war das ein total dämlicher Tag oder er hätte sonst was machen sollen.
Es kotzt ihn an und alle erlaubten sich irgendwas bei ihm.
“Krieg ich den Mantel wieder?“, schnaubte er und setzte sich hin, als wäre er ein genervtes, unzufriedenes Kind.
Er hoffte für sie, dass sie die Pillendose hatte.
Sonst würde der Apfel sonst wo landen.
Rawr.
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