Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
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Das Rollenspiel wird neu aufgebaut.

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 Speisesaal

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BeitragThema: Speisesaal   Sa 17 Jul 2010 - 21:09

das Eingangsposting lautete :

Im Untergeschoss des Day Dorms, befindet sich der Speisesaal, indem alle Schüler des besagten Hauses ihr Frühstück und ihr Abendbrot einnehmen.
Auch dieser Raum ist in hellen sandsteinfarbenden Tönen gehalten. Der Boden ist mit hellem Parkett ausgelegt und an den Wänden finden sich im unteren Bereich dunkle Holzvertäfelungen. Alles in allem ist der große Raum mit zahlreichen seinen wunderschönen großen Fenstern eine wahre Wohlfühloase, die nicht nur zum Schlemmen einlädt. Unter der oben entlang verlaufenden Balustrade findet sich eine lange Theke, an der man zahlreiche Speisen findet. Diese werden immer wieder von einer netten älteren Dame nachgereicht. Hat ein jeder die Speise seiner Wahl gefunden, so kann er sich an einen der vielen großen vierer Tische niederlassen.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 14 März 2013 - 11:04

Erblickt man einen Schrank mit offenem Vorhängeschloss, kommt es auf den Mensch an, der man ist. Ob man den Schrank einfach öffnet und sich ihm anvertraut oder ob man einfach daraus stielt. Yukio war eben offen und weil es verschiedene Menschen gab, reagierten sie verschieden auf seine Offenheit – deswegen hatte er es nicht unbedingt einfach, im Gegenteil. Jemand, der fröhlich und offen war, wusste meist nicht, was falsch gelaufen ist und sucht die Fehler bei sich, dabei hat er gar keine Schuld.
Da sich ein Hund sowieso angeblich schwarz-weiß sah, kümmerte er sich nicht um Farben von Tieren oder was auch immer. Mal gab es ein helles schwarz, mal ein dunkles weiß, Yukio wusste, dass die Welt nicht immer bloß aus schwarz und weiß bestand. Und er glaubte, zwei besonders interessante Grautöne vor sich zu haben. Deswegen nahm er es ihnen auch nicht übel, dass sie nicht wie erhofft auf seine Offenheit reagierten.
“Danke“, knurrte der andere und Yukio nickte bloß – es war ja nicht so, als hätte er das Knurren überhört.
„Bitte“, strahlte er. „Auch, wenn du nicht besonders dankbar aussiehst“, im Sinne von: Ärgert wen anderen, ich bin ein großer Bruder, mir macht das nichts.
Endlich folgte ein beherzter Schluck vom Kakao. Man sah es ihm vielleicht nicht an, aber Yukio trennte Flüssigkeit mit fester Nahrung. Zuerst die Speisen, dann die Flüssigkeit – wie ein Hund.
Interessiert rollten seine Augäpfel zwischen den beiden hin und her. Seine Frage, ihr Kopfschütteln. Seine Frage, ihr Kopfschütteln. Dabei fielen dem Hündchen verschiedenste Dinge auf.
1. Kin-chin hatte den anderen jungen Mann in der Hand, warum sonst würde er sie denn nach ihrer Meinung fragen, wie ein Bodyguard? (Das war nicht Yukios direkter Gedanke, der eigentliche war eher naiver: Sie hat auch einen Hund!)
2. Kin-chin genoss in vollen Zügen, ihre Fußnägel von ihm lackiert zu bekommen
und
3. Vom Herumgerolle der Augen bekam er Kopfschmerzen
Es war faszinierend, wie locker der Braunhaarige das alles nahm. So, wie es aussah, war er vielleicht kindlich, doch er konnte auch reifer sein, als jeder andere – verständnisvoller und geduldiger.
Nach gierigen Schlucken von seinem warmen Kakao zuckten seine Ohren, wie die eines Tieres auf der Jagd.
“Dann verzieh dich“, Hunde befolgten bloß Befehle von Menschen, denen sie vertrauten, vor denen sie Respekt hatten und von denen sie selbst respektiert wurden. Demnach fiel es dem Grünäugigen schwer, diese Worte auch nur in seine Hundesprache zu übersetzen da ihm dieses Gefühl, dieser Drang, den Befehl auszuführen, einfach fehlte. Die Kommunikation zwischen ihnen stimmte einfach nicht.
Bevor er auf die Idee kam, zu antworten, leerte er seinen Becher, stellte ihn zufrieden Schnurrend auf dem Tablett ab und rieb sich die rötlichen Wangen. Yukio liebte Kakao.
Als das wohlig warme Gefühl langsam abklang, sah er zu dem Schwarzhaarigen legte erst den Kopf schief, ehe er breit grinste. . Ein Grinsen von Unschuld und Freude, dass es schon beinahe höhnisch aussah. Ob es denn tatsächlich höhnisch war? Vermutlich. Als wollte er etwas sagen wie: Vertrauen und Freundlichkeit wird euch ohne Kleingedrucktem auf dem silbernen Tablett angeboten, wenn ihr nicht akzeptieren könnt, was euch gut tut, tut es mir leid, euch nicht mehr anbieten zu können.
„Nein“, kam dann über das Grinsen, das andere Menschen wohl mehr verdient hatten. Menschen, die es erhalten wollen, anstatt es zu vertreiben. Anders als diese Menschen dachte das Hündchen aber, hatten auch finstere Gestalten ein Lächeln verliebt.
Yuki wurde zwar wegen seiner Fröhlichkeit belächelt, ja, hatte sogar ein paar große Lieben verloren, mit der Begründung „Es ist nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen, dein Lächeln kotzt mich echt an“, doch Mikami dachte, weshalb sollte er Trübsal blasen? Die Welt war finster genug, da durfte man doch auch lächeln, nicht? Es war ja nicht so, als würde er Ernsthaftigkeit nicht verstehen, er machte aus Problemen einfach lösbare Probleme. Das brachte ihm Pluspunkte genauso, wie Minuspunkte. Doch das war auch eine Art „Filter“. Gute Freunde blieben ihm erhalten, schlechte Freunde blieben ihm Sieb hängen und er wurde zum glücklichsten Menschen – nie wollte er mehr, als Freunde, die zu ihm standen.
Es dauerte eine kleine Weile, doch langsam stand er auf und nahm sein leeres Tablett. „Tut mir leid, ich kann nicht länger bleiben, solltet ihr Hilfe benötigen, könnt ihr euch ruhig bei mir melden“ , man konnte andere nicht zu ihrem Glück zwingen, das musste auch der junge Mann lernen. Es stimmte ihn nur traurig, dass Menschen einfache Angebote abschlugen. Doch es war verständlich. Für verletzte und geschundene Menschen waren solche Angebote wohl schon zu einfach, so einfach, dass sie schon nach einem Harken suchen. Doch bei Yukio konnten sie lange suchen. Er hatte besseres zutun, als andere absichtlich zu verletzen, aus dem Alter war er schon lange herausgewachsen.
„Also, bis später“, winkte er ihnen freundlich zu, denn die Unterwäsche auf seinem Bett musste unbedingt weg. Ob sich etwas an ihm verändert hatte?
Aufgeweckt wie immer, mit dem, für ihn typischen, hüpfenden Gang ging er zurück zur Theke, um sein Tablett abzugeben.
Kurz darauf kramte er in seiner großen Tasche der lockeren Skaterhose eine geschmuggelte PSP heraus. Bluetooth, Internet, alles, was das Herz begehrte, die Technik war schon etwas tolles Fortgeschrittenes. So fortgeschritten, dass es schon beinahe angsteinflößend war. Sie konnten sogar kleine Robo-Hunde erfinden!!
Begeistert und voller Vorfreude begann er das Spiel „Fall of Duty“*, wobei er sich eingestehen musste, dass er alleine einfach nur mies war. Leise betete er in Gedanken, dass seine Freunde bald mit Verstärkung kommen würden.
In seiner Nachdenklichkeit als Scharfschütze konnte er kaum geradeaus sehen.


*Fragt mich nicht, wie ich darauf komme <.< Es ist ein Shooter, bei dem es darum geht, Missionen zu erfüllen, die Mitstreiter können dabei selbst entscheiden, je nachdem, wie sich die Moral des Teams entwickelt, ob sie Meuterei und Verrat begehen, sprich, schießt man aus Versehen auf einen Kammeraden, wird man als abtrünnig abgestempelt, deswegen „Fall“ of Duty, Fall der Pflicht quasixD


Shin-chan ~ Kin-chin

--->> Eingangsbereich
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 14 März 2013 - 13:48

Es musste mehr geben, damit Shin Akkenai andere Menschen hasste und dadurch die höchste Aufmerksamkeit seiner Gefühle bekamen. Vielleicht hatten sie dann Glück jeden Tag auf neueste diesem Gefühl zu begegnen und es war nicht schön. Beleidigungen machten Shin doch dann nicht zum gebürtigen Gentleman. Was empfand er eigentlich gerade? Also, wenn er ein Kerlchen wäre, der solche gezeigt hätte? Nun ja, teilweise war ihm die Anwesenheit dieses Typen egal, schließlich kannte er ihn nicht und der andere seinen Namen nicht. Da war es schon vorteilhaft, denn würde er ihm einen Haar krümmen wollen, wäre dies schon physisch geschehen, wenn ihr versteht was ich meine. Auch er bewies Geduld, doch diese wurde auf die Probe gestellt, weil dieser Typ nicht aufhörte zu quasseln. Das mochte Shin nicht, ja, er schaffte es, dass Shin etwas nicht mochte.
Und dann widersetzte er sich. Einfach so.
Woah, da musste jemand mutig sein, das fand der Schwarzhaarige interessant und setzte eins seiner seltenen Lächeln auf, die sich nur blickten, wenn er kurz davor war jemanden zu verprügeln. Es fehlte nur noch, dass er vom Stuhl aufstand.
Der Stuhl rückte und Shin erhob sich.
“Du gehst mir auf den Sack“, antwortete er und wurde kurzzeitig irritiert, als Mizu seinen Apfel klaute.
Sie.
Klaute.
Seinen.
Apfel.
Ich darf doch.
Klauen. Klauen war nicht erlaubt, was glaubte sie? Nur weil er in seinem Verhältnis zu ihr nett war, glaubte sie alles tun zu dürfen?
Langsam ging dem Raben alles tierisch auf die Nerven.
Verärgert wand er sich an Mizu:
“Sammal, seh ich wie die Wohlfahrt aus?“, es fehlte nur noch, dass er ihr den angebissenen Apfel aus der Hand riss oder mit der Faust auf den Tisch schlug. Deshalb wollte er keine Menschen kennenlernen. Korrigiere begegnen. Vielleicht war das ein total dämlicher Tag oder er hätte sonst was machen sollen.
Es kotzt ihn an und alle erlaubten sich irgendwas bei ihm.
“Krieg ich den Mantel wieder?“, schnaubte er und setzte sich hin, als wäre er ein genervtes, unzufriedenes Kind.
Er hoffte für sie, dass sie die Pillendose hatte.
Sonst würde der Apfel sonst wo landen.
Rawr.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 14 März 2013 - 14:35

Vielleicht würde zu der Reaktion des Hundes, ein Lied von Sido passen. Jaja. Rapper, grundsätzlich hört Ja-chan so was nicht, aber vor Jahren hatte sie auch mal einen Monat, wo sie Sprechgesang gehört hatte. Jedenfalls gab es ein Lied das hieß: Sie bleibt. Es ging um jemanden, den er einfach nicht los wurde. Um es kurz zusammen zu fassen. Und Yukio war auch keiner, den man los wurde, wenn man wollte. Er ging, wen er es wollte. Eben typisch für einen Hund. Irgendwie fand sie es gut, das er Willensstärke bewies. Das er nicht den Schwanz einzog und davon ging. Rückgrad schien das braunhaarige Kerlchen ja zu haben, eine gute Eigenschaft. Auch wenn es nichts änderte, das seine Art ihn nervte. Andererseits nervte sie eh jeder. Das lag eben an ihrer Einstellung und nicht nur an dem Verhalten, anderer. Doch sie hatte es sich ja selbst ausgesucht, immerhin hätte sie hier neu beginnen können und sich von ihrer Schokoladenseite zeigen. Darauf hatte sie ja aber keine Lust, also blieb sie eben ihrem Image treu. Meinu war eben eine Meinu.
Ihre blauen, hellen Augen beobachteten Shin und Yuki. Es war interessant. Auf der einen Seite dieser offene, freundliche Junge, auf der anderen Seite, einer der eigentlich ruhig war und gerade seine aggressive Seite unter Kontrolle hielt.
Irgendwie wirkte es gerade, als hätten die beiden ihre Persönlichkeit getauscht. Eigentlich war Mizu diejenige, die ohne Rücksicht auf Verluste an die Decke ging und Shin derjenige, der ruhig und geduldig sein konnte. Eine Begegnung am Bach und sie hatten sich schon so beeinflusst, die beiden wären doch wirklich die perfekten Freunde. Wohl nicht wirklich, sie bräuchten wohl jemanden, der sie runterholte und nicht noch aufstachelte. Der Schwarzhaarige schien kurz davor sein, aus zu rasten. Ein Grund mehr war es für sie gewesen, den Apfel zu nehmen. Das würde ihn ablenken. Im schlimmsten Fall, würde er ihr jetzt eine rein hauen. Ein Preis der okay war für einen Apfel, was für ein Unsinn. Aber er würde ihr keine rein hauen und wenn würde sie sich verteidigen können. Schnell war sie nämlich, gute Reflexe eben.
Die Situation wurde eh entschärft, denn Yukio ging um noch irgendwas zu erledigen. Witzigerweise erwiderte sie das Winken des Jungen. Sie musste ja auch ein bisschen Höflichkeit an den Tag legen und die Kombination von heißem Kakao und Apfel schien ihr wohl – abartigerweise – zu gefallen und sie freundlich zu stimmen. ``Du gehst mir auf den Sack´´ war lustigerweise ein Satz, der ihr wohl bekannt war. Denn es war so etwas wie ihr Standardsatz. Nicht das sie einen Sack hatte, nein nein, sie war eindeutig weiblich, aber es war eben eine Floskel. Anscheinend störte er sich doch ganz schön daran, das sie sich Obst genommen hatte. Für so eine Mimose hätte sie ihn gar nicht gehalten. „Zicke“, sagte sie knapp.
„Wenn du so frägst...nein eigentlich nicht“, meinte sie nur und stand mit einer eleganten Bewegung auf. Auf die Frage zu seinem Mantel ging sie gar nicht erst ein. Ihre Beine waren übereinander geschlagen, der eine Arm lag um die Stuhllehne und ihr Gesicht drehte sich zu ihm. Egal was kam, sie konnte es tragen. Immerhin war sie hart im nehmen. Ohne auf seine Art ein zu gehen, biss sie weiter vom Apfel ab und exte dann auch noch den heißen Kakao.
Ihr Kleid war ziemlich kurz und brachte ihre Beine zur Geltung. Das man dabei sogar Blick auf die ein oder andere kleine, zarte Narbe hatte, war doch egal. Ohne ihn an zu schauen oder was anderes zu sagen, ging sie mit ihrem Tablett zur Theke. Dort gab sie dieses brav ab und nahm sich einige Äpfel, mit denen sie zurück zum Platz ging und diese vor Shin stapelte. Es waren nur in etwa 7 Stück.
Kurzer Hand hielt sie ihm den angebissenen auch noch hin: „Oder willst du den wieder?“ Eine rhetorische Frage. Ihre Augen fixierten die seinen. Ob ihr Verhalten günstig war oder nicht, egal. Sie machte wonach ihr war. Denn so war sie, überhaupt, über Konsequenzen brauchte sie nicht nachdenken. Dann biss sie wieder in den Apfel, allerdings so das sie ihn mit dem Mund festhielt um ihren, korrigiere seinen, Mantel aus zu ziehen. Diesen legte sie dann über ihren Stuhl, dann könnte er ihn sich weg nehmen, sobald er mit Essen fertig war. Erst jetzt sah man sie in voller Montur. Kurzes, sexy Kleid mit Ausschnitt. Kniestrümpfe und Absatzschuhe. Viel zu sexy für den Speisessaal, denn sie spürte den ein oder anderen Blick auf sich ruhend. Provozieren und auffallend, so war sie wohl. Dann beugte sie sich etwas zu ihm runter, nahm den Apfel aus dem Mund und legte kurz die Hand auf seine Schulter. „Danke noch mal für den Mantel und den Apfel Shin-chan“, eigentlich nicht wirklich eine dankbare Stimme. Eher frech. Sie wollte ihn nicht aufziehen, na gut vielleicht ein bisschen, aber ihr war danach jetzt so zu reden. Die Hand nahm sie dann auch schon wieder von ihm weg, Körperkontakt auf solche Art konnte man auch gut vermeiden. War auch besser, denn manche bildeten sich wegen so was, etwas ein. Sollte sie gehen oder bleiben? Erst mal blieb sie noch da, Shin hatte noch nicht aufgegessen. Shiro beugte sich so, das sie sich an ihrem Stuhl und den darauf liegenden Mantel abstützen könnte. Von hinten musste das ein heißes Bild abgeben. Währenddessen aß sie weiter an ihrem Apfel.
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BeitragThema: Rückzug   Fr 15 März 2013 - 18:10

Der Appetit ging, genauso, wie er gekommen war und Shins Verlangen nach Gesellschaft genauso.
Das war genug Sozialität für heute, denn er hatte keinen Nerv mehr dazu.
Er glaubte die Kontrolle etwas erlauben zu lassen, die Kontrolle der anderen Menschen über sich und ihrem Verhalten ihm gegenüber. Er hatte sich geirrt.
Darth Vader hätte von Anfang an auf den roten Knopf drücken sollen, es machte keinen Sinn zu zögern und die Macht des Sternes nicht zu gebrauchen.
Sein Geduldsfaden hatte ein Ende und sein Gedanke an ein Bündnis mit dem Mädchen ebenfalls.
Der junge Mann hatte sein Frühstück noch nicht beendet, aber das hieße nicht, dass er noch hungrig war.Körperkontakt war jetzt definitiv nicht, was ihm gefiel und er erdolchte das Mädchen mit seinen Blicken.
Keine wagte es ihn anzufassen. Wirklich keine.
Er verzeichnete es als Bruch des Bündnisses und begann sein Geschirr zusammen zu suchen.
“Meinen Mantel, bitte, Viola“, sprach er gefasst und spürte, dass etwas nicht stimmte.
“Mizu“, korrigierte er sofort und seine Hände zitterten.
Vielleicht war heute der Tag, an dem er wieder Beruhigungsmittel nehmen musste. Schließlich hatte er noch einen kleinen Medizinschrank in seinem Koffer, falls seine Depression wieder an die Tür klopfen würde.
Anderseits wollte er auch nicht mehr Wurzeln hier schlagen und endlich seinen Zimmerpartner kennen lernen, um zu schauen, ob es sich lohnte ein einziges Wort an ihn zu richten, wie 'Hi' oder doch zwei, wie 'Nerv nicht'.
Ja, Shin war doch so offenherzig.
Gerade in diesem Moment bereute er es auf diese Mizu im Bach eingegangen zu haben, weil es sich doch wie egdacht anders herausstellte, als er geglaubt hatte. Es lohnte sich nicht und würde sich auch nicht mehr bessern. Sie erlaubte es sich dann noch zu scherzen und er war KEIN lustiger Kerl.

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BeitragThema: Re: Speisesaal   Fr 15 März 2013 - 18:57

< Eingangsbereich

Inzwischen war viel geschehen. Und alles hatte sie verpasst. Es war an ihr vorbeigerauscht, ohne sich irgendwie bemerkbar bei ihr gemacht zu haben. So war ihre Zimmernachbarin angekommen und auch ihr baldiger Bruder. Dass ihr Freund hoch oben in seinem Zimmer war, wusste sie ebenfalls nicht. Dass sich zwei Rebellen gefunden hatten und nun überdrehte Schüler verjagten, würde sich fremd in ihren Ohren anhören, würden es ihr jemand erzählen. War wohl auch besser so. Am Ende konnte Umi zwar Vampire töten, aber keine zwei Dickköpfe in Schach halten.
Sie spazierte an den Theken vorbei. Clazziquai Project begleitete sie dabei. Reis, Sushi und ein heißer Tee fand ihren Weg auf ihr Tablett, das sie mit zu einem Platz nahm, nah bei den Fenstern.
Noch immer war alles um sie herum taub. Sie nahm nur die Musik wahr, während sie anfing ihr bescheidenes Essen zu genießen.

Mizu - Shin
Umi
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Sa 16 März 2013 - 0:51

Shin schien wohl ziemlich launenhaft, er wechselte seine Stimmung schnell und ohne wirkliche Vorrausahnung. Es schien ja, als sei sie ihm schon zu anstrengend. Dabei hatte sie ihn ja auch nicht zu einer Konversation mit dem braunhaarigen Kerlchen gezwungen. Das er jetzt gereizt war oder von der Anwesenheit von Menschen im allgemeinen, so angenervt war, wäre für ihn noch sehr anstrengend. Dann hätte er womöglich nicht auf ein Internat gehen dürfen. Immerhin etwas, womit sich Mizu arrangierte. Ein Internat war zwar grundsätzlich ein Ort, an dem viele Menschen waren, aber sie hatte ihre Möglichkeiten diese zum Großteil zu meiden. Wenn nicht könnte sie diese weg starren, weg schlagen, weg pöbeln oder wie in diesem Fall sogar weg schweigen. Für jeden würde sie das passende Mittelchen finden, das Mittel um sie von sich fern zu halten. Diesen Grundsatz würde sie wohl auch wieder dem Schwarzhaarigen entgegen bringen, wie es schien, war er doch keine gute Idee. Keiner auf den man irgendwie bauen konnte oder eine Art von Bündnis eingehen konnte. Sicherlich, sie kannte ihn nicht und er sie ja auch nicht, aber manchmal reichten eben auch die ersten Eindrücke. Wie es letztlich am Ende alles kommen würde, stand ja so oder so nicht fest. Vielleicht gab es an dieser Schule ja irgendwo, irgendjemanden, der an ihren Kern appellieren können würde. Wohl kaum. Aber den Mitschülern musste man doch wenigstens das Gefühl geben, als ob. Nein, eigentlich nicht. Sonst wäre die Blondhaarige eben nicht mehr die, die sie nun mal war. Die sie gelernt hatte zu sein und die mit ihrem jetzigen Charakter durch aus zufrieden war. Keiner stellte Ansprüche an sie, keiner der sich beschwerte, wenn sie sich nicht meldete, keiner der sich auf sie verlassen musste. So wie sie es auch von keinem erwartete. Ein Leben, das Enttäuschungen wohl ausschloss, aber eben auch die positiven Dinge. Wobei für Shiro wohl andere Dinge ein positives Gefühl gaben. Sport zum Beispiel oder die Musik.
Der böse Blick, ließ sie jedoch völlig kalt und unberührt. Diese Art von Blicken war sie genauso gewöhnt, wie spöttische oder überhebliche. Alles normal, alles menschlich, alles etwas, das sie nicht mehr erreichte oder gar verletzte.
Nachdem er sich versprochen hatte, richtete sie sich auf und blickte ihn kurz nichtssagend an. dann nahm sie sich drei der sieben Äpfel vom Tisch und sagte auch nichts weiter dazu. Sie war niemand, den es interessierte, wer dieses Mädchen war. Wie es schien, hatte er ja eine Freundin. Ein Grund mehr, ihn vielleicht nicht mehr als etwas ``besonderes`` zu sehen. Überhaupt, das so Einer überhaupt eine Freundin hatte...naja vielleicht war diese ja genauso drauf. Oder was auch immer dieses Mädchen für ihn war, es war nicht ihr Bier. Wobei ihr der Name etwas sagte und es war keiner, der so geläufig war wie andere. Meinu hob lediglich eine Augenbraue, ihre Art, das ab zu tun. Solange es nicht öfters vorkäme, das er sie mit irgendeiner Viola verwechselte. Das Zittern seiner Hände, entging ihr nicht, aber sie wusste und wollte sich auch nicht näher damit befassen, wieso dieser Name so eine körperliche Reaktion hervorrief.
Jeder hatte sein Päckchen zu tragen, jeder hatte seinen eigenen Kampf zu kämpfen.
Mit den drei Äpfeln in der Hand drehte sie sich auch schon um und meinte nur noch: „Bis dann“.
Was sollte sie denn auch noch hier? Er hatte auf gegessen und sie hatten eine nette Unterhaltung gehabt. Was gab es sich denn mehr an einem Morgen wie diesen zu wünschen? Außerdem war er jetzt wohl alleine besser auf gehoben. Und falls er noch etwas von ihr wollte, konnte er sie ja ansprechen oder ihr nach gehen. Also ging das Goldlöckchen durch den Speisesaal, kümmerte sich nicht um die Blicke oder Sprüche der Anderen und ging aus dem Raum hinaus. Oberflächlichkeit war etwas, das sie nicht leiden konnte, obwohl sie es selbst vielleicht auch in gewisser Hinsicht war. In der Hinsicht, das sie andere nicht an sich heran ließ. Wohl auch eine Art Oberflächlichkeit.

---> Eingangsbereich
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BeitragThema: Schlaf   So 17 März 2013 - 21:35

Eine verlorene Seele fand nicht schnell wieder den Weg zurück, trieb sich im Strom aus verschiedenen Gassen und Umwegen, vielleicht war sie nicht wirklich verloren, vielleicht war es eher viel mehr etwas, was den Illusion ein anderen Welt zeigte, etwas vielleicht, was uns zeigte, dass wir gar nicht wirklich die Welt wahrnahmen und vielmehr uns in einem tiefen Schlaf befanden.
Vermutlich befanden sie sich in einer lügen umwobenen Welt, in der Matrix, die nicht existierte und nur in ihrem Kopf.
Vermutlich verhielt sich auch Shin so, bildete sich etwas ein, um sich einzureden, den tatsächlichen Schmerz zu vergessen und nichts von der schrecklichen Wahrheit zu wissen.
Mag sein, dass er den Tod nicht akzeptierte, doch die Wahrheit kannte er, er konnte sich nur mit den Gedanken nicht anfreunden.
Also erträumte er sich eine Welt abseits der Wahrheit, einen Schmerz mildernden Traum.
So wie in Matrix.
Darth Vader im Traum der Maschinen.
Lustige Idee.
Genauso, dass er eine Freundin hätte.
Wäre viel zu schön für ihn.
Liebe hatte er nicht empfunden.
Nicht mehr. Vielleicht war es etwas, was sein Herz einfrieren ließ? Menschen, die nichts für ihn gezeigt hatte und wenn, Vorgeheucheltes, Imaginäres, Nichts.
Nichts hatte er empfunden, niemand hatte ihm Aufrichtigkeit gezeigt... heul heul heul.
Nichts davon, der Eisprinz war einfach er, so wie er war, Gefühle hatten ihm zu viele Verluste eingebracht, er wollte es nicht mehr, denn so würde sein Herz nur zersplittern.
Angespannt war Shin, als er das Mädchen anschaute, sie sich seine Äpfel krallte und ging.
Den Mantel ließ sie da, was seine größte Sorge war, aber auch eine, dass die Kleine wohl empfindlich reagiert hatte.
Ohhhh, wurde ihr wildes Herz gebrochen?
Armes Ding, schien wohl mal auf einen bösen Typen gekommen zu sein?
Natürlich zog er ihre Reaktion ins lächerliche, vielleicht hatte er es gut gefunden, jemanden um sich zu haben, der wohl auch viel Scheiße zu sehen bekommen hatte. Offensichtlich war für ihn ihre Reaktion.
Doch im Grunde waren es immer die, die ein gebrochenes Herz hatten.
Seines war auch.
Der junge Mann erhob sich und ließ seine Tablett und Co. stehen, wie es war. War ihm eben egal, wozu arbeiteten die Kantine-Frauen?
Nah okay, manieren hatte er, also blieb er stehen, schnappte sich seinen Mantel und das Tablett, um es wegzustellen.
Er zog seinen Mantel an und dachte nach, was er nun machen sollte.
Sollte er sich in sein Zimmer gehen oder vielleicht sich in der Schule umschauen?
Vielmehr interessierte ihn das Musikzimmer, welches es in der Schule gab, also legte er die Hände in die Manteltasche und ging aus dem Saal.

==> Eingangsbereich
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 19 März 2013 - 13:19

<= Eingangsbereich

Jeder Tag war ein guter Tag, man musste nur hoffnungsvoll beginnen. Kazuya und Misa betraten gemeinsam den Speisesaal, Seite an Seite, wie Joker und Quinn, das neugeborene, böse Duo, welches nur Unheil bringen konnte. Der junge Mann führte grinsend das Mädchen durch den Saal, seine Sorgen vergessen, die Müdigkeit zurück gestellt und ließ Misa vor an die Theke, während er selbst fieberhaft überlegte, was er essen wollte.
Ehrlich gesagt, hatte er seit Tagen kaum gegessen. Verständlich, wenn man wie er, sehr viel an den Nerven hing. Sein Blick glitt über den Raum, es war leer und doch konnte er zwischen den Gesichtern, ein bekanntes erkennen: Umi.
Kazuyas Weg führte entlang der Theke und er ließ sich das meiste auf das Tablett stellen.
“Ich muss sagen, für eine Kantine schmeckt hier alles köstlich“, kommentierte er und lächelte.
Reis, Suppe, Tee und viel Obst und Gemüse auf den Tellern verließen sie den Thekenbereich.
Die Frage war nur noch, wo sie sich hinsetzen sollten. Einerseits konnte er dem Mädchen, welches er sehr mochte, ja mal Umi vorstellen, oder beide Parteien wollten ruhen und nur mit Misa alleine speisen.
Er entschied sich Umi zu verschonen, da würde Akunin heute ihr genug Herzrasen bereiten.
Kazuya kicherte und führte das Mädchen an einen freien Tisch, wo sie sich setzten konnten.
“Wie waren denn deine Ferien?“, erkundigte sich und wusste nicht mehr, ob denn er diese Frage schon mal gestellt hatte und Na-chan nicht mehr wusste, ob sie das Thema schon Mal hatten..


Misa - Kazuya
Umi
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 19 März 2013 - 14:39

Die Braunhaarige hatte nichts dagegen eine Katze zu sein. Katzen waren doch toll. Sie waren nicht nur verschmust und verspielt sondern konnten auch wild und unberechenbar sein. Das zählte zu allem, nicht nur für die Angelegenheiten im Bett.
Im Eingangsbereich hatte sie auch gegrüßt, auch wenn sie sich nicht näher damit beschäftigt hatte. Denn was mit den Beiden die bei den Treppen saßen war, ging sie ja auch nichts weiter an. Auch wenn sie sich wegen der rumliegenden Gegenstände dann doch etwas gewundert hatte.
Es war ein schönes Gefühl so Hand in Hand mit ihm in den Speisesaal zu gehen. Aber auch ein sehr ungewöhnliches, so etwas kannte sie nicht wirklich. Beziehungsweise sie kannte das schon, Jun und die anderen Jungs hielten sie auch bei der Hand oder kitzelten sie durch, doch mit Kazuya fühlte sich das alles anders an. Erst an der Theke ließ er sie los, damit sie beide sich essen holen konnten. Misa hatte auch großen Hunger, aber wohl nicht nur aufs Essen. Sie hatte ihn wirklich vermisst, aber in mehr als nur einer Hinsicht. Ihr Körper sehnte sich nach seinem und bei jeder Berührung von ihm, erkannte er ihn und erinnerte sich an ihre gemeinsame Nacht. Witzig nicht, sie war das Mädchen und irgendwie war sie so etwas wie die Notgeile der Beiden. Denn ihn schien sie nicht so sehr zu reizen, wie er sie. Es zuckte sie in den Fingern ihn zu berühren, ihn zu streicheln, ihn zu liebkosen. Ihr Unterbewusstsein wollte sogar da weiter machen, wo sie aufgehört hatten. Dabei wollten sie es doch langsam angehen. Jedoch waren sie körperlich ja schon weit gegangen und daran erinnerte sich der Körper eben und er war auch gerne bereit, es bald wieder zu erleben.
Sie hatte sich auch von vielerlei auf das Tablett stellen lassen. Nudeln in Suppe, Obst und Joghurt, ein Glas Orangensaft. Sie mochte süße Sachen.
Dem Joker überließ sie die Platzwahl und sie folgte nur stumm. Am liebsten würde sie ihren Körper zum Schweigen bringen und diese Reaktionen und Bedürfnisse unterbinden. Das passte und gehörte jetzt einfach nicht hier her.
Am Tisch angekommen, setzte sie sich neben ihn. Seine Frage zog ihre Aufmerksamkeit auf ihn, wobei diese ja nie von ihm abgelegen gewesen war.
„Meine Ferien waren schön und deine?“, antwortete sie. Weil diese Aussage aber nicht viel verriet, entschied sie einfach ein bisschen zu erzählen, er hatte gefragt also interessierte es ihn doch auch. „Wenn ich die Zeit nicht mit meiner Familie und vor allem meinen kleinen Geschwistern verbracht habe, war ich mit Mel, Jun, Hinata und Tayson unterwegs. Das sind meine Freunde die ich schon seit Jahren kenne. Wir haben zusammen gezockt, waren auf dem Feld, im Hallenbad oder in der Stadt. Es hat mir viel Spaß gemacht und es war toll sie mal wieder zu sehen, meinen wilden Haufen“, sagte sie grinsend und freudig. Ob es ihn stören würde, stören würde das sie ihre meiste Zeit mit drei Jungen und nur einem Mädchen verbracht hatte? So mal sie ihm ja auch noch nicht gesagt hatte, das sie ganz viel und intensiv an ihn gedacht hatte. Dann begann sie schon mal mit ihrer Suppe und wünschte einen „Guten Appetit“ und wartete auf seine Ferienbeschreibung oder auf weitere Fragen.

Umi
Kazuya ~ Misa
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BeitragThema: Re: Speisesaal   So 24 März 2013 - 16:47

Es war schön wieder auf der Schule zu sein. Hier fühlte sich Kazuya heimisch hier gehörte der Joker her. Schon lange war es zu seinem zu Hause geworden und so würde es auch sein.
Mit Misa an seiner Seite genoss er diesen Brunch, denn es war schon für Frühstück viel zu späte, aber für Mittagessen zu früh. Der erste Tag war angenehm und seltsamerweise gab es keinen Unterricht. Naja, viel eher gut für sie.
Lächelnd begann er seine Suppe zu verspeisen und hörte diesem Mädchen zu. Er wollte alles über sie wissen, sie kennenlernen und mit ihr die Welt in Angst und Schrecken verjagen. Seine freie Hand vergrub er hinter seinem Ohr, während er sich auf dem Kopf abstützte. Langsam, nach und nach wurde er wacher, aber die Erschöpfung blieb da.
“Danke, gleichfalls“, wünschte er Misa, hatte an diese Tischmanieren nicht gedacht. Wie auch? Er war hungrig und wollte unbedingt dieses Problem beseitigen.
Aufmerksam hörte er ihr zu, nickte und versuchte sich die Namen ihrer Freunde einzuprägen. Seltsamerweise war es recht unüblich, denn er war der Mensch, der sowieso sich keine Namen merken konnte.
Kazuyas Lippen schenkten dem Mädchen erneut einen breiten Grinser und er nickte.
“Das klingt nach einer super Zeit“, kommentierte er und wand sich weiter seiner Suppe zu, wobei seine helle Miene etwas dunkler wurde.
Tja, seine Ferien waren nun mal nicht ganz wundervoll.
Nachdenkend überlegte er, der lieben Misa nur das gute der Medaille mit zwei Seiten zu erzählen.
Letztendlich hatte der ehemals Grünhaarige keine gute Zeit gerade und musste seufzen.
“Mein Familie ist schon seit langen...zerrissen. Seit neustem ist mein Vater anders als sonst... naja... zu früher besser... Liegt daran, der hat'ne neue Frau und es gab Stress. Hab aber überwiegend dann mit meinen Freunden Mikado, Toru, Kyo und Setsuna verbracht. Wir waren eigentlich wie immer nur auf dem Skatingplatz“, erzählte er matt und schenkte Misa einen entschuldigenden Blick.
Er war halt einer, der Pech und Glück gleichzeitig hatte, es machte nicht wirklich einen Unterschied, sie waren so nah aneinander.
“Weißt du, ich fühle mich hier eher zu Hause, als in Tokio, daher toll wieder hier zu sein“, erklärte er dann grinsend und voller Reis im Mundo, um dann dem Mädchen einen Löffel anzubieten und sie zu füttern.
“Wir haben heute keinen Unterricht, oder?“, beugte er sich zu ihr und lächelte geheimnisvoll, um dann nach ihrer Hand zu greifen.
“Ich würde meine Harley Quinn dann gern in die Stadt entführen“, beschloss er verführerisch in ihr Ohr säuselnd und strich ihr Haar hinters Ohr.


Misa - Kazuya
Umi
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BeitragThema: Re: Speisesaal   So 31 März 2013 - 22:33

Wieder zurück in der Schule zu sein, war natürlich schön, es war eine Art zweite Heimat. Hier fühlte sie sich wohl, auch wenn sie ihre engen Freunde vermisste und auch manchmal ihre Familie, dafür war hier jemand, der ihr eine ganz eigene, schöne, vertraute Art von Geborgenheit schenken konnte und auch schenkte. Der Joker, war eine ganz besondere Person, die sich schnell einen Weg in ihr Herz erschlichen hatte und dessen sich beide wohl noch nicht ganz bewusst waren. Grundsätzlich hatte sie nie erwartet, das es so schnell gehen könnte, alleine so schnell mit dem verlieben, aber wenn es klick machte, machte es wohl einfach klick und wenn es passte, wozu dann noch lange rumeiern?
Das es ausgerechnet am ersten Schultag nach den Ferien, keinen Unterricht gab, war schon seltsam, vielleicht verspäteten sich zu viele, als das er sich gelohnt hätte oder es war einfach, damit sie erst einmal in aller Ruhe wieder ankommen konnten und nicht gleich wieder dem Alltagsstress unterworfen worden wären.
Kazuya hatte wirklich eine amüsante Art zu essen, den Kopf abstützend löffelte er die Suppe und hörte ihr zu. Ein braver junger Mann, der eben wussten das man den weiblichen Geschöpfen dieser Welt, sein Gehör schenken musste. Der Braunhaarigen entging es nicht, das er erschöpft schien, vielleicht würde es ja aber bald weg gehen oder aber er könnte sich hinlegen gehen. Es gab genug Möglichkeiten.
Tischmanieren hin oder her, es war irgendwie etwas selbstverständliches, was ganz nebenbei passierte. Sie wünschte immer einen guten Appetit, wenn sie mit jemanden am Tisch saß, da spürte man wohl die gute Erziehung ihrer Mutter, die noch viel wert auf Höflichkeiten legte, was ja im Grunde auch gut so war und seine Richtigkeit hatte.
Wenn sie so von ihren Freunden sprach und erzählte, konnte man manchmal das Gefühl haben, als wäre man life dabei gewesen, wohl so etwas wie eine Fähigkeit dieser Frohnatur, sie konnte andere in ihren Bann ziehen, sie fesseln und quasi entführen.
So wie Kazu jetzt grinste, erwärmte es ihr Herz und es verbreitete sich eine wohlige Wärme in ihr. Was gab es denn schöneres? Was brauchte man mehr zum leben, als das ehrliche Lächeln eines geliebten Menschen?
Ebenfalls breit grinsend, nickte sie zurück, als er meinte, es klänge nach einer super Zeit. Fast unmerkbar, wich ein Teil seiner Helligkeit und er wirkte nachdenklich.
Wohl war ihre Frage etwas unüberlegt gewesen, sie hatte ja nicht vergessen, was er für schwierige Familienverhältnisse hatte, immerhin hatte er ihr am Ball einen Einblick in sein Leben und seine Verhältnisse gewehrt und ihr bereits ein bisschen erzählt, doch zu spät darüber nachgedacht, hatte sie ihn eben nach seinen Ferien gefragt.
Sein Seufzen, ließ es um ihr Herz ganz schwer werden und irgendwie wollte sie die Frage schon zurücknehmen, in Gedanken tadelte sie sich für ihre Unbedachtheit, das Problem war nur das sie oft gleich aussprach, was ihr in den Sinn kam und erst danach begann zu denken. Fröhlich und direkt, Grundeigenschaften ihrerseits.
Aber eines war jawohl klar, egal was käme, er könnte ihr immer alle Seiten von sich zeigen und müsste ihr keine vorenthalten oder ihr schön reden, sie wollte alles von ihn annehmen und zwar genauso, wie es eben kam.
Nachdem er erzählt hatte, strich sie ihm durchs Haar, fast als sei er ein süßes Hündchen.
„Tut mir Leid, ich hoffe es legt sich bald und das alles gut wird“, meinte sie aufmunternd und mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen. „Aber ich muss sagen, ich würde dich gerne mal auf dem Skateboard sehen und irgendwann mal deine Freunde kennen lernen“, fügte sie ganz ehrlich hin zu. Denn irgendwie fand sie die Vorstellung von einem skatenden Kazuya dann doch ganz schön toll und irgendwann seine Freunde zu kennen, auch. Sie würde sich dann wohl noch enger mit ihm verbunden fühlen.
Wenn sie ihn jetzt so sah, matt lächelnd, bestärkte sich ihr Wunsch, ihn und sein Lächeln zu bewahren, für immer. Ob in Zeiten von Glück oder Pech, das würde nichts ändern.
Zu seiner nächsten Erklärung, erwiderte sie sein Grinsen, es war doch schön, das die Academy für ihn wie ein zu Hause war und ja, es war auch schön weil sie somit automatisch ein Teil davon wurde.
Etwas überrascht, ließ sie sich füttern. Immerhin wusste sie auch noch, das er Essen nicht oft teilte und es somit etwas besonderes war, also würde sie es wohl niemals ablehnen, wohl selbst dann nicht, wenn es ein Löffel voller Gift wäre, solange er von ihm kam...
Kauend nickte sie nur bestätigend, als Antwort auf die Frage. Als er ihre Hand ergriff, war der Mund auch schon wieder leer und dieses geheimnisvolle Lächeln machte sie neugierig.
Im Grunde reichte schon das Wort meine vor Harley Quinn, um ihr ein breites Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Er hätte auch meine Stinkesocke sagen können, letzteres hätte sie in diesem Moment einfach gekonnt ignoriert.
Das Säuseln am Ohr, kombiniert mit dem zurückstreichen ihres Haares, brachten sie noch mehr zum Lächeln. Diese Wärme, diese Vertrautheit, diese Nähe.
Während der Ferien und der kurzen Zeit zuvor, waren ihre Haare sogar ein bisschen gewachsen, es war wohl wieder an der Zeit zum Friseur zu gehen.
Die rotbraunen Augen strahlten und sie antwortete: „Gerne doch, aber was bist du nur für ein Entführer, der seinen teuflischen Plan verrät? Das müssen wir wohl noch mal üben“. Beim letzten Teil musste sie eindeutig neckend klingen. „Sollte ich mich davor noch mal umziehen?“, fragte sie ihn und kraulte ihn kurz am Nacken ehe sie ihm in die Augen sah.

Kazuya ~ Misa
Umi
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 3 Apr 2013 - 11:51

Die Müdigkeit wich, seine typische Energie befiel seinen Körper, ein Drang etwas zu tun, stieg in ihm auf. Der Tag war so jung und schön, da musste er etwas unternehmen, was ihn weiter treiben lässt. Er blickte sich um und entdeckte niemanden, den er kannte. Nur Umi schien abwesend und weit weg von ihm ihr Frühstück zu genießen. Keine Spur von Taki oder Akunin.
Abwesend stocherte er in seinem Reis, wusste, dass der heutige Tag vielleicht einer der seltenen Werktage war, welches frei wurde. Anderseits konnte er nicht wissen, dass die Night Class Unterricht haben würde.
Kazuyas grinste, als Misa von ihren Freunden erzählte, sie wirkte niedlich, wenn sie von diesen erzählte, schien ihre Begeisterung auf ihn zu übertragen und verlieh ihm das Gefühl sofort mit dabei zu sein, als wäre er von Anfang an in die Gruppe integriert.
Schulternzuckend lächelte er matt, während sie ihm durch das Haar fuhr.
“Schon okay“, erwiderte er. Seine Familienverhältnisse waren nie besser gewesen, wieso sollte sich schlagartig alles ändern? Eigentlich hatte er sich schon lange daran gewöhnt, der einsame Witzbold zu sein, der so ziemlich allen auf die Nerven ging. Bei Misa fühlte er sich allerdings pudelwohl, wusste, wohin er gehörte und dass sie seine Art willkommen hieß.
“Ich kann es dir gern zeigen, wenn du magst“, grinst er freudig und nickte. Er wusste, dass auch die Jungs Misa am liebsten kennen lernen wollten, aber das hatte alles seine Zeit.
Sie würden noch viel Zeit in der Welt haben, wenn da nicht das blöde Schicksal war.
Grinsend erhob er sich, nachdem sie fertig gegessen hatten und legte den Kopf schief.
“Zu dir bin ich noch als Entführer sehr höflich, ich hätte dich auch packen können, aber hier sind zu viele Zeugen“, erwiderte er frech und lachte.
“Nö, du bist hübsch, wie du bist“, antwortete er. Er hätte am liebsten erwidert, sie könnte auch ruhig nackt gehen, aber das war nicht der passende Ort seine Gedanken mitten in der Cafeteria auszusprechen.
“Von mir aus kannst du auch halbnackt gehen“, wir haben vergessen, dass Kazuya doch dann so ziemlich alles tat, was er nicht hätte tun sollen. Die Tabletts weggebracht, nahm er Misas Hand und zog sie an sich.
“Oder möchtest du dich noch umziehen?“, fragte er skeptisch, während seine Augenbraue skeptisch sank.

=> Eingangsbereich mit Misa
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 22 Apr 2013 - 21:23

<== Eingangsbereich

Der entthronte Prinz schritt durch die Pforte seines Schlosses des Speisesaals. Langsam wurde der große Raum durch die strömenden Schüler belebter, als wäre die Geisterschule zum Leben erweckt worden. Er hatte dieses Treiben zwar vermisst, aber anderseits wurde ihm auch schon wieder alles zu viel. Sehr oft hing Akunin zwischen dem Gefühl sich der Welt entziehen zu wollen, anderseits der kalten Einsamkeit, welche sein Herz zu erfrieren drohte. Doch anders als Shin, den er noch ausgiebig kennenlernen würde, hatte er sich und das Universum nicht ganz aufgegeben. Er hatte eben eine liebevolle und fleißige Umi, die ihn verstand und das Eis zu schmelzen wusste. Er konnte sich genauso auf sie verlassen, wie sie auf ihn, er war ihr kaltherziger Bösewicht und sein Gegenstück, die belebte Superheldin. Hand in Hand regierten sie die Dorms und schafften Recht und Ordnung. Er war der böse Bulle, sie der gute Bulle.
Wenn sie doch wüssten, wie schwer ihre Beziehung noch auf die Probe gestellt wird. muhahahahahahaharharhar
Der junge Mann schritt in den Saal hinein und blickte sich ein wenig um, während er sich hinter den letzten in der Warteschlange stellte, um sein Brunch-Menü auszuwählen. Eine all zu bekannte Person fiel ihm ins Augen und er musste innerlich lächeln, als wäre er ein kleines Kind, geschmeichelt von dem großen Weihnachtsgeschenk, aber im inneren kurz vor der emotionalen Explosion von Freudengefühles. Dieses Deutsch.
Der Hausvorstand holte sich lediglich eine Suppe, schließlich wollte er den Magen nach der Horror-haften Autofahrt nicht zu sehr belasten und schritt auf Umis Tisch zu. Leise stellte er einen Tisch davor seine Suppe auf den Tisch, schlich sich an das Mädchen heran und legte ihr seine Hände um die Augen.
Er wusste, sie hörte Musik, sodass seine Über-vorsichtigkeit im Grunde überflüssig war, aber er wollte eben etwas fies sein. Dann zog er ihr die Kopfhörer aus dem Ohr und begrüßte sie mit einem freundlichen Gesichtsausdruck.
“Tagchen“, holte seine Suppe wieder und setzte sich dem Mädchen gegenüber.
Die Haltung des jungen Mannes war weiterhin so schüchtern und zurückgehalten, als wäre er ein Kind im Kindergarten, welches dem Mädchen, welches er mochte und mit welcher er so oft gespielt hatte, sein Lieblingsteddy anbot und mit ihr teilte, denn vielleicht war er insgeheim ein kleiner Junge, der seine Gefühle nicht oft hervorholte. Sein Blick blieb Mal an ihren Augen hängen, Mal blickte er verstohlen weg.
“Wie geht es dir, Fräulein Hausvorstand“, fragte er sie und begann nervös mit dem Löffel in der Suppe zu rühren. Als wären sie seit zwei Minuten ein Paar. Womöglich konnte er es immer noch nicht fassen, dass er Umi als 'Sein' bezeichnen durfte. Anderseits würde er nicht der Typ sein, der jeden anderen Kerl wie ein krankhaft eifersüchtiger Howard Wolowiz bedrängen würde. Er war einfach der ruhige Kerl, der Umi vertrauen schenkte. Vielleicht würde ihm das missfallen, er würde reden können, aber er wusste, was er an Umi hatte. Sicherlich würden die beiden gegenseitig zu viele Sorgen haben, als wären sie darauf bedacht bloß nichts falsches zu machen. Das tolle an Liebe war, dass wenn man sie sicher hatte, man sich entspannen und diese genießen sollte.
Akuninlein, mach dir nicht zu viele Sorgen.


Umi - Akun
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 24 Apr 2013 - 19:11

Sie hatte Kazuya nicht bemerkt. Ihn und seine Freundin, von der sie noch nichts wusste. Sie wusste lediglich, dass Hikari und er auseinander gegangen waren. Es war wohl auf dem Ball am Abend der Theateraufführung zu diesem unschönen Ereignis gekommen. Die Erinnerung an Hikari war noch da gewesen, als sie das über vier Wege erfahren hatte. Sie erinnerte sich noch an das besorgte Bild, das die Weißhaarige abgegeben hatte, als sie Umi und Akunin überrascht hatte. Vielleicht hätte sie doch mit der Mitschülerin gehen sollen, sich in ihre Angelegenheiten mischen sollen, um den Ärger zu minimieren, der zwischen ihr und Kazuya gebrodelt hatte. Ob das dann überhaupt funktioniert hätte? Kazuya war stur und hitzköpfig, temperamentvoll und unerschütterlich, wenn er wollte. Auf Umi hätte er sicher nicht gehört. Sie bezweifelte, dass wenn er wirklich aufgebracht und wütend gewesen wäre, auch Taki oder Akunin sich darin schwer getan hätten, ihn wieder zu beruhigen.
Und wenn sie mitgegangen wäre? Wenn sie Akunin an dem Abend alleine stehen gelassen hätte, wäre es dann passiert, dass sie sich endlich näher waren, als zuvor? Eine Gelegenheit wie damals, hätte es kein zweites Mal gegeben. Wäre sie gegangen, wären sie sicher noch heute einfache Schüler, die den anderen mochten, ohne, dass der andere jemals davon erfahren würde, wie sehr.
Es war ein zwiespältiges Thema. Sein Glück über das eines anderen zu stellen, war keine freundschaftliche Geste. Und doch. Sie wüsste nicht, ob sie dann so heiter sein könnte, wie sie es nun war. Sie wüsste nicht, ob die Freude über das Glück eines anderen Paares, sie so weit trösten konnte, dass sie es nicht bereuen würde, sich diese Chance entgangen gelassen zu haben – als Opfer.
Am Ende ließ Umi es darauf beruhen, dass es wohl besser so war, wie es gekommen war. Wenn man sich zwang an der Seite einer Person zu bleiben, damit es einen unglücklich machte, hatte es so oder so keinen Sinn. Für keinen von beiden.
Mit einer langsamen Bewegung schob sie das Tablett etwas von sich weg. Die Schüsseln waren leer, lediglich das Glas war noch zur Hälfte mit warmen Tee gefüllt.
In ihren Händen hielt sie ihr Telefon. Während sie gegessen hatte, hatte ihr ihre Schwester Fotos geschickt. Fotos von sich in ihrem Hochzeitskleid.
„Bin bei der Schneiderin, um es abzuholen!“, lautete ein Kommentar von vielen, die unter den Bilder aufpoppten.
Ein sanftes Lächeln ruhte auf ihren Lippen, während Imagine Dragons in ihren Ohren sang. Ihre große Schwester war wunderschön. Das funkelnde Kleid saß ihr wie angegossen. Und das breite Grinsen auf den Bildern, steckte das jüngere Geschwisterchen an. Die Welt um sie herum existierte gerade nicht. Die vergangenen Sorgen gab es nicht mehr. Ihr ging es gut. Allen ging es gerade einfach gut. So fühlte sich die Welt gerade an.
Plötzlich wurde diese Welt aber dunkel, und eine unerwartete Berührung ließ sie etwas erschrocken einsacken. Das Handy klapperte stumpf, als es auf dem Tisch landete, um dann in ihren Schoß zu fallen. Sanfte, große Hände verschleierten ihre Sicht, ehe sie ihren Kopf in den Nacken legte und in ein Gesicht sehen konnte, dessen Erscheinen sie von allen am meisten begeisterte.
„Hallo., grüßte sie ihn ebenso freundlich zurück und lächelte ihn an, während er sich vor sie setzte. Ihr Blick sank bei seiner Frage. Noch immer lächelnd betrachtete sie ihre Hände, mit denen sie das Handy wieder aus ihrem Schoß hob.
„Mir geht es wunderbar, danke. Und die, Herr Hausvorstand?“, entgegnete sie friedlich und sah wieder zu ihm auf, während ihre Finger, die Musik ausschalteten und die kleinen Stöpsel aus ihren Ohren zogen.
Es war irgendwie anders. Mit ihm zu sprechen fühlte sich irgendwie anders an, als es sonst getan hatte. Es war nicht dasselbe, wie vor dem Abend, an dem er ihr eine Rose überreicht hatte, wie ein Gentleman, der das richtige Gefühl für Romantik hatte.
„Bist du schon lange hier?“, fragte sie.
Bis zu jenem Abend war trotzallem immer eine Distanz zwischen ihnen. Es gab da immer eine Grenze. Wahrscheinlich gab es auch jetzt noch welche, die unsichtbar waren, klein und biegsam, sodass man sie nicht merkte. Doch diese Nähe, die sie beide mit einem Schlag umarmt hatte, fühlte sich so anders an. So neu.
Ihre dunklen Augen fixierten wieder das Handy, welches sie nun ausschaltete und auf welchem sie das dünne Kabel der Kopfhörer aufzuwickeln begann.
Sie hatte, wonach sich ihr Herz gesehnt hatte, aber sie wusste noch nicht recht damit umzugehen.

Akunin - Umi
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 25 Apr 2013 - 14:27

Was wäre wenn, wenn Umi ihr eigenes Glück vernachlässigt und Hikari und Kazuya geholfen hätte. Es gäbe viel zu spekulieren, viel zu diskutieren und doch war es eindeutig, welche Seiten eine Münze haben konnte. Entweder wären Hikari und Kazuya zusammen, aber Akunin und sie nicht, oder umgekehrt. Ganz ehrlich, hätte Umi die Seite von Kazu und Hika gewählt, dann wäre Akunin ganz verärgert gewesen. Vermutlich weil er sich genauso wie in einem Mädchenmanga vorgekommen wäre, wenn seine Liebste blind vor Liebe nicht erkannte, wenn sie ihre Gefühle zeigen und sich ihrem Schwarm widmen musste, statt ihn in der Lage des Liebesgeständnisses zu verlassen und die Welt zu retten den anderen zu helfen. Doch auch sie musste bald endlich egoistisch sein und ihr Glück bei den Händen packen und würgen, wobei Akunin gar nicht gewürgt werden wollte.
Ehrlich gesagt hätte noch mehr Hikari nicht gemocht, wenn es so gekommen wäre. Ob Kazuya nun mit ihr oder anderem Mädchen zusammen war, war ihm aus dem Sinn gekommen. Zwar hatte er mit Kazuya telefoniert, aber die neue Schnecke an Kazuyas Seite hatte er glaubte er noch nicht kennengelernt, auch wenn er als Hausvorstand so einige Menschen vor dem Auge hatten.
Etwas hatte sich vielleicht verändert, das spürte Akunin, aber dennoch fühlte er sich kaum verändert. Nur ständig aufgeregt, als wollte sein Herz aus seinem Körper fliehen.
Mir fällt auf, wie lange wir nimmer zusammen gepostet haben. Das ist fast Entwöhnung!
Wie lange haben wir schon die Leser auf die Romanze warten lassen? Vermutlich schon so lange, dass Akunin nicht mehr weiß, wie er gespielt wird.
Auf jeden Fall begann er vorsichtig die Pekingsuppe zu löffeln und blickte dabei ab und zu zu Umi. Irgendwie waren sie wie Romeo und Julia, heimliche Liebe, obwohl es doch so offensichtlich war. Ziemlich neu für beide und es machte sie zu so einem verdammt süßen Paar.
X3
Abwesend schüttelte er den Kopf und aß vorsichtig die heiße Suppe, als befürchtete er, dass diese ihn nicht verbrennen sondern fressen würde.
“Vor einigen Stunden angekommen, und du?“, beantwortete er ihre frage. Schon seltsam mit dem Mädchen zu reden, welches er doch so lange gekannt und geliebt hatte und jetzt offiziel mit ihr zusammen zu sein.
Ehrlich gesagt war es auch seine erste Freundin und wie er sich verhalten sollte, wusste er irgendwie nicht. Als hätte ihm jemand das Hirn abgestellt und so wusste er nicht wirklich,w as er hätte sagen sollen.
“Mir geht es auch super, danke der Nachfrage“, vermutlich passte es dem Bild eines meetings eher, als das eines Paares. Nein ehrlich, als wären sie sprachlos und wüssten kein einziges Wort im Hirn.
Hoffentlich würde Kazuyas nächster, dramatischer Notfall sie wachrütteln. Denn das war genau das, was ihre Beziehung auf die Probe stellen wird. Aber was würde Romeo nicht ohne seine Julia machen? Ja, sich vergiften.
“Und wie laufen die Hochzeitsvorbereitungen? Hast du die anderen schon getroffen?“, genau Akunin, laber irgendetwas, versuche Normalität zurück zu gewinnen.
Och mist. Vergiss jedoch nicht, wie man isst, Mann mit Herz aus Stahl.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Fr 26 Apr 2013 - 22:10

Es war also okay. Mal an sich gedacht zu haben, war in Ordnung gewesen. Nun. Sie hätte Akunin am Ende ja auch ungern wütend erlebt. Nicht noch einmal. Dass er an jenem Abend so laut geworden war, hatte sie schließlich doch irgendwo ganz schön erschrocken. Natürlich hatte sie Verständnis dafür gehabt. Sie selbst war ja auch ganz gehetzt und panisch geworden, nachdem er sie mit der Weißhaarigen alleine gelassen hatte. Zögerlich und unsicher war sie dann zu ihm zurück gestolpert. Wenn die Geschichte dann auch noch einen anderen Ausgang gefunden hätte, hätte sie allerdings glatt mit ihm schreien und alles und jeden schlagen können.
Ein bisschen Glück hatte doch jeder verdient, oder nicht? Zu viel hatte sich ihrem gemeinsamen Glück schon in den Weg gestellt. Ja, viel zu viel Zeit hatte sich ihr Schicksal gelassen. Und nun war alles in Ordnung. Zwischen ihnen war endlich alles mehr als nur gut. Es war wundervoll und rosarot. Ein neues Kapitel war damit gestartet worden. Wir freuen uns.
Umi freute sich darüber, dass es ihm gut ging. Ihr Lächeln vermochte es dabei nicht aus ihrem Gesicht zu weichen. Es wunderte sie noch immer, dass seine Nähe, seine Stimme, und einfach alles an ihm, sie so positiv beeinflussten. So war es also, wenn man aufrichtig verliebt war.
Es gefiel ihr.
„Bin auch schon früh hier gewesen. Ich hatte eigentlich dich und die anderen Jungs suchen wollen, aber irgendwie habe ich auf dem Weg zu euch Hunger bekommen.“, sagte sie etwas beschämt und zugleich amüsiert. Das Handy, um welches sie die Kabel ihrer Kopfhörer gewunden hatte, legte sie beiseite, um stattdessen ihre Hand nach der halbvollen Teetasse zu strecken. Der Behälter war noch warm. Zufrieden wärmte sie daran noch ein wenig ihre Finger. Ihre Augen waren im selben Moment auf die Oberfläche gerichtet. Weiße Dampfwölcken gab es nicht mehr. War ja auch nicht schlimm.
Viel schlimmer wäre es, wenn Kazuya wie von der Tarantel gestochen hier auftauchen würde, um sie zu necken, zu nerven und sich einen Spaß zu machen. Noch viel schlimmer wäre es, wenn ein Drama über sie hereinbrechen würde, wie ein kalter Platzregen, der aus dem Nichts kam und nur langsam wieder verschwand, nur langsam den Sonnenstrahlen wieder erlaubte es hell werden zu lassen.
Sie mochte Platzregen nicht. Gegen normalen Regen hatte sie nichts. Nur, wenn er so grässlich stark wurde, fing sie an ihn ätzend zu finden.
Also bitte, lasst es nicht regnen. Andererseits, würde es verhindern, dass es hier langweilig wurde…
Akunin stellte erneut Fragen. Es waren zwei völlig unterschiedliche gewesen, ohne jeglichen Zusammenhang. Kurz zog sie deswegen ihre Augenbrauen nachdenklich zusammen, ohne ihr heiteres, sanftes Lächeln verschwinden zu lassen. Ob etwas los war? Womöglich wollte er ja die standardisierten Floskeln unter Freunden schnell hinter sich bringen, um irgendetwas anzusprechen, oder zu erzählen? Genauso möglich war es aber auch, dass sie da einfach etwas fehlinterpretierte.
Sie mögen zwar verliebt ineinander sein und nun zueinander gehören, doch es gab noch immer eine Menge an anderen kennenzulernen, obwohl sie sich nicht gerade erst seit kurzem kannten.
„Nein, hab leider keinen hier vorbeigehen sehen.“ Hätte sie ihre Augen einen Moment vom Handybildschirm abgewandt, und sich lieber in dem Raum umgesehen, aufmerksam alle Schüler für einige Sekunden angestarrt wie eine Irre, die ihre Schäfchen observierte, dann, ja dann wäre ihr wenigstens Kazuya aufgefallen.
„Taki-chan schrieb mir, dass er später kommen würde, weil zuhause noch etwas zu erledigen war. Bestimmt hat er es dennoch rechtzeitig geschafft und irrt hier irgendwo herum.“ Wahrschein in ihrem Zimmer, dass auch Megumis Zimmer war. Sie wollte nicht nachsehen.
„Mit den Vorbereitungen läuft aber alles glatt.“, fügte sie hinzu. „Heute Morgen hat sie das Kleid von der Schneiderin abgeholt.“ Sie Rede war natürlich von ihrer Schwester. „Dafür, dass es noch etwas zu ihrer Volljährigkeit hin ist, ist sie mit der Planung schon ganz schön weit fortgeschritten.“ Sie nahm einen Schluck ihres Tees. Es ging ganz schön schnell, dass sie nichts mehr zu erzählen hatte. Ihn mit dem ganzen Mädchenzeug nerven wollte das Fräulein eben auch nicht.
Die gläserne Tasse war leichter geworden und wurde sogleich auf dem Tisch wieder abgestellt.
In ihren Gedanken kreiste es aufgeregt. Was könnte sie ihn denn noch fragen, um das Gespräch am Laufen zu halten?
„Ist bei dir in den Ferien dennoch etwas schönes passiert?“ Etwas intelligenteres fiel der Braunhaarigen leider nicht ein.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 15 Mai 2013 - 15:10

Jetzt waren nur noch sie beide hier, endlich nach so viel Stress und so vielen Steinen, hatten sie endlich zu einander geschafft. Diese vorsichtige Einstellung der Beiden war einfach niedlich. Sie waren ein zuckersüßes Paar und doch noch nicht wie wilde Tiere.
Es war natürlich und gleichzeitig schön.
Natürlich sättigte sich der junge Mann eher an dem lieblichen Lächeln des Mädchens, als seines Essens. Ohne dabei sich peinlich zu werden, stellte er fest, dass er die richtige Wahl getroffen hatte. Sie war liebevoll, nett und die warmherzigste Person. Sie würde noch ganz andere Seiten von ihm wiederbeleben, kennenlernen, von welchen, die er noch nie gehört hatte.
“Ja, seltsam“, murmelte Akunin plötzlich beunruhigt. Irgendetwas Dunkles legte sich um seine Gedanken, er begann sich sorgen zu machen. Normalerweise waren die meisten der Truppe sofort auf dem Weg zu ihren Freunden, zumindest haben Herr und Frau Hausvorstand zueinander gefunden. Dass Umi zu erst essen wollte, nahm er ihr nicht übel, also löffelte er genüßlich in seiner eigenen Suppe und ließ seinen Blick prüfend durch den Raum gleiten. Sie waren die Hirten und die Schüler ihre Schafe.
Er hätte es nicht geglaubt jemals etwas zur Schulpolitik beizutragen oder sich den Leiter einer AG aufdrängen zu lassen. Jetzt gehörte er tatsächlich zu voll integrierten Schulversammlung und er mochte es sogar. Es machte in seinem Leben irgendeinen Sinn. Leider machte ihm dann das Leben einen Strich durch die Rechnung und beförderte ihn in Lagen, in denen er sich nie gut gefühlt hatte.
Vermutlich sagte ihm etwas im Unterbewusstsein, dass bald Umis Platzregen eintreten würde und seine Sorge um seine Freunde war berechtigt gewesen. Es würde ihn vermutlich einen guten Freund kosten.
“Klingt gut. Je früher etwas fertig ist, desto weniger Stress gibt es später... Wobei bei Hochzeiten Stress immer da ist“, antwortete er ihr zunickend und rührte abwesend in seiner Suppe, eher er Umi ins Gesicht blickte.
Hmm... Waren seine Ferien schön? Naja, nicht wirklich. Eher langweilig. Sein Bruder war nicht heim gekommen und sein Vater hatte ihn dann wieder verlassen.
“Nicht wirklich. Ich war eigentlich die meiste Zeit alleine und durfte ausschlafen“, schmunzelte er leicht amüsiert und man wusste, dass es bei ihm eigentlich das größte Glück sein konnte. Er liebte es zu schlafen, wie seine Erschafferin selbst.
“Ansonsten hab ich am ersten Tag bei den Kaerus gegessen, wobei Nyoko-san bei ihnen über die Ferien da war“, erzählte er Schultern zuckend und stellte die Suppenschüssel zur Seite, um dann in seine Hosentasche zu greifen und seine Hand dem Mädchen entgegen zu strecken. Als er die Handfläche öffnete, glänzte ein Schlüsselanhänger im Licht. Es war eine Katze, wobei ihre Augen aus glänzenden Steinen war. Akunin wollte Umi etwas schenken, aber er war nun mal ein Kerl, der nicht ganz romantisch war, um ihr eine Kette mit einem Herzen zu schenken, oder so. Er war da wohl noch ganz unerfahren, aber er hatte sich zumindest angestrengt.
“Ich hoffe du magst Katzen“, sprach er leicht vor sich hin brabbelnd und legte den Anhänger auf den Tisch.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   So 19 Mai 2013 - 21:06

Und er. Warum musste es er sein? Sie konnte darauf keine Antwort geben, mit der man zufrieden sein konnte. Oft genug hatte sie sich diese Frage gestellt. Oft genug hatte sie sich zusammenreißen müssen, sich beherrschen müssen, um nicht diesen fremden rosaroten Weg zugehen, zu dem sie gefunden hatte, weil sie nichts mit ihm anzufangen wusste. Und irgendwann war er doch zu verlockend gewesen. Neben ihm herzugehen war ihr irgendwann einfach lästig geworden. Und so war sie hier gelandet. Und zu ihrem Glück, war er dort gewesen. Natürlich war er dort gewesen. Er war ja auch der Grund, wieso es überhaupt möglich war, dass dieser komische Weg überhaupt aufgetaucht war.
Am Ende gab es viele Gründe, die sie einfach nicht in Worte fassen konnte. Sie konnte sie nur wahrnehmen, genießen und sich über sie freuen. Er war auch für sie der Richtige.
Leider verdüsterte sich die Miene dieses richtigen Kerls. Doch als das Gespräch weiter ging, schien sie sich wieder aufzuhellen.
„Wobei sie bei der Vorausplanung auch ein wenig übertreibt.“, belächelte sie das Geschehen. Richtig. Z.B. wäre es nicht nötig gewesen, Umis Frisur zu verändern, nur um zu sehen, ob die Outfits zu langen Haaren besser passten, als zu kurzen. Und wer wusste schon, ob einem auch in einem Jahr die Erdbeertorte besser schmecken würde, als die aus Schokolade und Banane?
Als sie das vor ihrer Schwester angesprochen hatte, bekam das Fräulein Hausvorstand eine sehr lange Rede zu hören, deren Hauptaussage darin bestand, dass selbst, wenn sich der Geschmack ihrer Schwester verändern würde, es doch gar kein Problem wäre, spontane Änderungen in die Wege zu leiten.
Sie würde ihrer Schwester nie wieder ihre Meinung sagen. Es hatte einfach keinen Sinn.
„Ausschlafen klingt wundervoll.“, sagte sie wieder in ihre Tasse hinein. Von Schlaf hatte sie dank gewissen vielen Personen leider nicht viel gehabt. Dass Akunin aber die meiste Zeit für sich war, fand sie schade. So etwas musste selbstverständlich durchaus auch sein. Vor allem, wenn man sonst immer von irgendjemandem umgeben war.
Vielleicht hätte sie ihn ja über die Tage einladen sollen.
Wobei. Wie hätte das wohl geendet?
Die möglichen peinlichen Vorstellungen, die das Mädchen automatisch bekam, stellte sie lieber schnell ab.
„Wie schön.“ Stimmte ja. Sie waren Nachbarn, meinte sie sich zu erinnerte, war sich aber nicht mehr sicher. Dass Nyoko dabei war, wunderte sie gar nicht so sehr. Sie und das blonde, süße Mädchen waren inzwischen wohl gute Freunde geworden.
Sie hob ihren Blick von ihrer nun leeren Tasse und betrachtete die zur Faust geschlossenen Hand, die der junge Mann vor sie hielt und dann landete das glänzende Ding auf dem Tisch.
Wieder ein Lächeln. Ein glückliches, erfreutes, neugieriges Lächeln.
Jetzt streckte sie ihre Hand nach diesem kleinen Gegenstand, hob ihn hoch und betrachtete ihn interessiert. Mit so etwas hatte sie nicht gerechnet.
„Vielen Dank.“, sagte sie. „Sie ist wirklich schön.“ Zwischen ihren Fingern drehte sie das kleine Objekt, sodass das Mittagslicht in den Augen der Katze brach und funkelte.
Sie war gerührt, wie ein kleines Mädchen, dem man eine Krone geschenkt hatte.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 27 Mai 2013 - 9:44

Die Wege konnten gepflastert sein, angedeutet oder steinig sein. Letztendlich entschieden wir selbst, welchen wir gingen und wohin wir folgten. Genug Sackgassen, dachte Akunin.
Er versuchte damals Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr gegen die Wand zu laufen und erst viel zu spät hatte er bemerkt, dass es ihm noch erlaubt war, umzukehren und einen anderen Weg einzuschlagen. Vielleicht hatte er Angst nur einen neuen Weg einzugehen, anderseits fürchtete er sich zu verlaufen und nie wieder sich zurechtzufinden in dem Labyrinth, was Leben hieß.
“Hmmm... Es ist ein wichtiger Tag in ihrem Leben“, kommentierte Akunin. Woher sollte er denn so etwas wissen? Eigentlich war es doch ziemlich einleuchtend, dass die Hochzeit ein sehr wichtiger Faktor in dem Leben einer Frau war. Sie durfte eine reines, weißes Kleid tragen, was für den Mann vermutlich so teuer wäre, dass er sich einen Sportwagen hätte leisten können, von der Menge bestaunt werden und an diesem Tag sich keine Sorge machen, was sie und wie viel sie essen und trinken konnte. Doch das Beste an diesem Tag war, sie würde mit ihrem Mann eine wunderschöne Reis antreten und nichts nach der Feier aufräumen dürfen.
Dafür gibt es vor der Hochzeit sehr viele ausraubende Momente, welche die Menschheit davor kurz vor einen neuen Weltkrieg an den Wahn treiben.
Frauen.
Vermutlich war der Schwarzhaarige noch nicht bereit, sich in den Verstand eines Mädchens zu versetzen, anderseits hatte er nun ein einzigartiges Exemplar vor sich, mit welchem er sich noch beschäftigen durfte und sehr viel Zeit hatte, das Ticken einer Frau kennen zu lernen.
Plötzlich erinnerte er sich wieder an seine Schwester. Er hatte sich schon lange nicht mehr an Jureru zurück erinnert.
Mädchen seien zarte Blüten, hatte sie gesagt, man(n) musste sie pflegen, denn erst nach einer Zeit, nachdem man sich um sie gekümmert hatte, würden sie wirklich aufblühen.
Über Umis Freude schien der Hausvorstand zufrieden zu sein und löffelte seine Suppe weiter die anscheinend in einem unendlich tiefen Teller zu sein schien.
Und dann kehrte plötzlich dieses peinliche Schweigen und das leere Hirn ein, was er dem Mädchen jetzt sagen könnte.
War es denn vorher anders gewesen? Ehrlich gesagt war Akunin nun nicht ein Kerl, der aktiv viel sprach, anderseits war er kein stummer Fisch. Und in einer Beziehung war er noch nie gewesen.
Was nun, Sherlock?
“Da wir keinen Unterricht haben... was hast du so... vor?“, ja, was hatte Umi vor und was zum Teufel hattest du mit dieser dummen Frage in der schüchternen Art vor?!
Plötzlich vibrierte Akunins Handy in seiner Hosentasche, sodass er sich entschuldigte, es herausholte und eine Nachricht von Takeshi las:
"Meine Schwester ist in der Stadt und es gibt irgendwelche Probleme" las er und runzelte verwundert die Stirn. Ein fragender Blick glitt zu dem Mädchen.
"Hast du Yoshiko-san in die Stadt gehen sehen?", fragte er, mit dem Gerät in der Hand. Er hatte sich ein neues geholt, nachdem er sein altes zerschmettert hatte.
Die Erinnerung an diesen Abend schoss ihm durch das Knochenmark, als würde er immer noch auf der Brücke sitzen und im Regen nass werden, würde spüren, wie die Kälte erneut sein Herz erreichte und es zerdrückte. Es war ein grauenvoller Abend mit einer grauenvollen Nachricht.

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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 12 Jun 2013 - 18:29

“Jap. Jap.“, bestätigte Umi nur den Kommentar über den wichtigen Tag in dem Leben ihrer Schwester und lächelte weiterhin. Das mochte schon sein, dass es ihr unheimlich wichtig war, aber irgendwann war es auch zu viel des Guten. Es war ja nicht nur ihr wichtig, sondern ihrer gesamten Familie. Und nicht nur ihrer. Von Taki hatte sie auch schon mitbekommen, dass sein Bruder es gelegentlich schwer hatte seine Verlobte wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, weil dessen Mutter so viele schöne Ideen hatte, die sie mit ihrer baldigen Schwiegertochter ja unbedingt teilen wollte. War okay. Es war ja auch der Tag der Braut. Da hat der Mann nichts zu sagen. Und dennoch. Es war übertrieben. 70% davon würden so oder so sicher schief gehen. In dieser Familie war alles viel zu perfekt, als das einfach nichts schief gehen konnte.
Was auch immer. Ihr war dir Lust vergangen noch länger daran denken zu müssen. Ob sie sich genauso verhalten würde? Wohl eher nicht, wenn sie schon mal dabei war, sich das auszumalen. Sie glaubte, sie würde alles ruhig angehen. Sich die Zeit nehmen, wenn es sein musste. Doch dann wär auch Schluss.
Wer wusste schon, ob sie überhaupt heiraten würde? *hust hust*
Verträumt drehte sie den Schlüsselanhänger erneut zwischen ihren Fingern und betrachtete das Kätzchen. Ein Griff zu ihrem Handy und sie war schon dabei es an der kleinen Schleife zu befestigen, die vorher schon an ihrem Telefon gehangen hatte. Momentan war da kein Schlüssel, den sie damit schmücken konnte. Und das Handy hatte sie inzwischen deutlich öfter in der Hand. Es passte demnach perfekt, sodass sie es auch ansehen konnte, wenn sie es nicht gerade brauchte. Das kleine Geschenk gefiel ihr wirklich sehr. Es gefiel ihr, weil es von ihm kam, weil er an sie gedacht hatte. Und das machte sie glücklich.
Gerne hätte sie auch etwas für ihn mitgebracht. Doch an so etwas zu denken, wäre Luxus in den Ferien gewesen. Und eine Möglichkeit, etwas zu beschaffen, hatte sich auch nicht so richtig ergeben. Generell hatte sie ja auch nicht damit gerechnet, dass man ihr überhaupt so eine niedliche Überraschung bereiten würde.
Beim nächsten Mal. Bei der nächsten Gelegenheit, würde auch sie ihren Freund überraschen.
Während sie an der Katze und ihrem Telefon weiter hantierte, wurde ihr eine Frage gestellt. Und sie wusste keine so richtige Antwort.
„Mh. Eigentlich… gar nichts…so richtig.“ Dafür, dass diese Frage und diese Antwort so verflucht normal und alltäglich waren, hatte sie den Eindruck, als wäre das hier einer dieser berühmten, peinlichen Momente unter Liebenspaaren, in denen keiner von beiden so richtig ein Wort rausbrachte, und sie keine Ahnung hatten, was sie alles mit dem anderen anstellen könnten. *hoho*
Und erneut ein Lächeln. Immerzu musste sie wegen ihm lächeln. Das war doch herrlich, wie sie hier saßen und plötzlich nichts von diesem Mut an den Tag legten, wie in der Nacht in dem Garten.
Ein Blick ruhte auf ihr, den sie bemerkte und wegen jenem sie selbst ihren Kopf etwas hob. Vorhin hatte er nach seinem Handy gesehen. Er sah nicht so aus, als würde alles in Ordnung sein. Genauso wie er, runzelte auch sie die Stirn.
„Nein, habe ich nicht.“, schüttelte sie leicht den Kopf. „Ich habe auf niemanden geachtet, tut mir leid,  und abgemeldet hat sich auch keiner bei mir.“ Er würde nicht frage, wäre es nichts wichtiges.
„Ist es passiert?“, wollte sie wissen, war sich allerdings nicht so sicher, ob sie es wirklich hören wollte.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 20 Jun 2013 - 2:02

Menschen kamen, Menschen gingen, doch wahre Freunde werden in deinem Herzen weiter klingen. Wer wusste schon, was richtig oder falsch war, kannte genau, dass man den nächsten Freund heiraten würde? Dass die Liebe, eine Liebe, für ewig halten könnte. So etwas war selten und doch sehr stark. Doch dachte man mit frischen 18 Jahren an Heirat?
Akunin war so eigentlich nicht. Klar, er war ein Kerl, aber schon diese Liebe zu Umi war so neu und frisch, dass es gleichzeitig verletzlich, ohne sich dabei das Gefühl eingestehen zu müssen, dass es ihn doch schwindelte, als würde er sich aus einem Fenster hinauslehnen. Er dachte nicht daran, wann tat er es denn schon, schließlich war er jemand, der von hier und jetzt lebte.
Würde Akunin über seine jetzige Lage nachdenken, dann hätte er sich eingestanden Umi heiraten zu wollen.
Dabei konnte er nicht Mal ohne rot zu werden ihr in die Augen schauen!
Dabei hatte sich doch gar nichts geändert? Vermutlich hatten sie schon von Anfang an gewusst, dass etwas zwischen ihnen stand, wie ein großes, knuffiges Monster. Paradox, denn das Monster war nur lediglich die erklärbare Angst, welche ihnen kalte Füße bereitet hatte.
Doch jetzt, als die Katze aus dem Sack war, wurde Akunin plötzlich bewusst, dass sie nun sich näher waren, als sonst. Als hätten sie in ihrer Weitsichtigkeit eine Brille aufgelegt, um die kurze Distanz sehen zu können.
Doch war es etwas Gutes, wenn Akunin und Umi nichts mit sich machen konnten?
Vielleicht schon aber auch nicht. Er hoffte, dass Umi nicht zu viel erwartete.
Erwartete, von einer Jungfrau von Mann.
*thehe
“Wenn du Lust hast, könnten wir was unternehmen... Eis essen und so“, fragte er, während seine Augen unschuldig abwesend auf ihrem Gesicht ruhten. Er hatte so starkes Sausen, dass er irgendwie die Frage viel zu ernst stellte und am Ende ein Schmunzeln aufbrachte, welches einer hässlichen Grimasse ähnelte. Och du. Du wusstest nicht Mal, wer du warst.
Hatte ein Mädchen dein Leben so stark verändert?
Jap.
Vielleicht gab es am Ende eines dunklen Tunnels für jeden einen hellen Lichtstrahl, der die Kälte nahm.
Doch heute war nicht so ein Tag.
Heute war kein Tag, an dem beide das Turtelpaar spielen konnten.
Heute würden sie das strenge Hausvorstand-Duo spielen, welches zusehen würde, wie einer ihrer Freunde von einem Wagen angefahren ins Koma fällt und anschließend ins Krankenhaus abtransportiert wird. Vielleicht würden sie auch nur noch das Chaos danach sehen, doch eins würden sie erleben: Aufgebrachte und den zerrissenen Nerven ihrer Mitschüler.
Heute würde man Akunin und Umi auf die Probe stellen, man wird sie prüfen.
Als Paar, Freunde und Menschen.
Ein besorgter Blick auf dem Gesicht des ernsten jungen Mannes, während er, der Turtelei vergessen, verdrossen Umi mitteilte:
“Es gibt ein Problem, Housten“, murmelte er und erhob sich.
Takeshi und Akunin wurden Freunde, als der Schwarzhaarige auf die kleinen Geschwister aufpassen musste. Zwar war Takeshi dann selten da, doch beide hatten sich auf eine kalte Art verstanden. Als Akunin sowieso den Monsterzwillingen das Leben gerettet hatte, wurde er als Babysitter in die Familie aufgenommen.
Jedenfalls kannten sich die Nachbarn. Und Akunin wusste, was Takeshis Familie betraf, für Take war immer alles ernst.
“Takshi-kun hat mir geschrieben, irgendetwas stimmt mit seiner Schwester in der Stadt nicht“, begann er mit einem entschuldigendem Blick und blieb stehen.

“Sollen wir zusammen hin nachsehen... Ich hab kein gutes Gefühl“, erzählte er, wie der Alte, und blickte wieder auf das Display in der Hand.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Fr 28 Jun 2013 - 20:49

„Klingt toll.“, sie lächelte erfreut über diesen Vorschlag. Auch, wenn es noch recht frisch vor der Tür war, brach das richtige Wetter zum Eis-Essen langsam sehr wohl ein. Und wenn sie spontan Hunger auf heiße, knusprige Waffeln bekommen würden, wäre das sicherlich auch kein Problem. In welchem Laden servierte man denn ausschließlich Eis? Der Gedanke, mit ihm alleine etwas zu unternehmen, erweckte wieder dieser neugierige, aufgeregte Kribbeln in ihrem Bauch zu leben. Sie freute sich darauf. Sie freute sich auf dieses Date. Es war doch ein Date? Niemand würde dieses Wort aussprechen, aber das war es. Und wenn nicht, bildete sich Umi diesen Schwachsinn liebend gern ein, weil er es war, mit wem sie später Zeit verbringen würde.
Die Freude und Sorglosigkeit verschwand leider genauso schnell, wie sie gekommen war, als Akunin aufstand und ihr mitteilte, dass irgendwo Schwierigkeiten warteten.
Das taten sie doch immer.
„Besser wäre es.“, unterstützte sie seinen Vorschlag. Das Handy, an dem das funkelnde Geschenk hing, landete in der Hosentasche, bevor sie sich vom Tisch hochdrückte.
Der Schüler war wieder so ernst geworden. Die verliebte Nervosität floh aus der Atmosphäre um sie herum. Jetzt waren sie wieder der Vorstand und Freunde, die sich um andere zu kümmern hatten.
„Am besten jetzt sofort.“, sagte sie. „Draußen ist es noch verflucht kalt.“ Egal, was es war, sie sollten keine Zeit verlieren. Die Jacke zu holen, kostete sie vielleicht nur fünf Minuten.
Mit ihm zusammen verließ sie den wundervollen, warmen Speisesaal. Der Duft nach Frühstück begleitete sie hinaus.

>> Mit Akunin in den Eingangsbereich
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 3 Dez 2013 - 21:47

→ Einangsbereich

Kurz nach Aiven betrat auch Ouin den Speisesaal und blickte einmal Oberflächlich über die Plätze die belegt und die, die nicht belegt waren. Er erkannte seine Mitschülerinnen und Mitschüler wieder und fing an sie Anzulächeln. Er hatte sich in der Zeit, die er nun schon hier war, einige Bekannte gemacht. Er schätzte sie und sie schätzten ihn. Gegenseitiger Respekt war hierbei der Schlüssel zu dem Ganzen. Er erinnerte sich, wie er letztes Jahr erst mit Yusaku um die selbe Zeit hier her gekommen war und sie sich fast noch in den Haaren hatten wegen des geöffneten Fensters. Ein Schmunzeln legte sich wieder auf die Lippen Ouins und er ging durch die Reihen. Ein ums andere mal blieb er stehen um den Jungen und Mädchen begrüßungen entgegen zu bringen. Die Schüler, die neu waren, bekamen gleich von der Schulstufe über ihnen oder den Klassenkameraden Ouin vorgestellt. Es freute ihn, dass er wieder neue Menschen kennen lernen durfte und er prägte sich die Namen genaustens ein. Dann schaffte Saji es endlich bis zu der Essensausgabe. Er nahm sich eine Tasse und schenkte sich Kaffee ein, dann holte er sich ein Deftiges Brot und wollte gerade zu einem Tisch gehen, da stockte er, drehte sich wieder um und grinste SIE an.
„Hallo Sadako-tan“, rief er aus, lehnte sich über den Tresen und umarmte die leicht korpulente kleine Dame hinter jenem. Er hatte hier hin und wieder mal ausgeholfen zu kochen und hatte somit eine enge Bindung mit der Köchin der Cross. Nachdem sie einige Worte getauscht hatten, drehte er sich erneut, streckte sich kurz und Balancierte dann sein Tablett durch die Reihen und setzte sich an einen leicht befüllten Tisch. Es gab zwar auch leere, doch war er lieber unter Menschen. Erst jetzt viel ihm auf, dass er bisher einer der einzigen war, die das Abschlussjahr besuchte. Außer ihm vielleicht 3 weitere Oberschüler waren hier und unterhielten sich regsam. Gegenüber sowie links von Ouin waren noch einige Plätze frei und er ließ sich überraschen, wer denn noch so vorbei kommen würde.
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BeitragThema: Die Rückkehr   Mi 4 Dez 2013 - 10:55

Der König kehrte in sein Schloss zurück. Mit einem kalten Blick schaute er denen ins Gesicht, die seinen Weg kreuzten, andere würdigte er keines Blickes. Er hatte sich gefreut, nach Hause zu kehren, die Stadt des stetigen Treibens zu sehen und jede Gefahr an jeder Ecke zu fürchten. Es war nervenaufreibend, doch es war es wert. Jetzt, war jedoch dahin zurück gekehrt, wo er jeden Mitschüler, als seelenlosen Untertan betrachtete, so wie es im Schloss seines Herzens nun war: Eisig und kalt, leblos und leer.
Die drei stündige Fahrt überlebte er zum Glück nur, weil er sich mit Schlaftabletten ins Auto gesetzt hatte. Gegen Morgen weckte ihn seine Mutter und er verabschiedete sich von den Eltern Akkenai, die ihren Sohn umarmten. Gott, er kam jetzt in das letzte Jahr der Oberschule und doch bemütterten sie ihren Liebling, wie den damals fröhlichen und lebensfrohen Shin, der heute nur noch vermutlich im betrunkenem Zustand erscheinen könnte.
War es jemals möglich ein schönes Lächeln von seinen Lippen erscheinen zu sehen?
Vermutlich nicht.
Der junge Mann hatte seine Koffer auf sein Zimmer gebracht, sein Zimmerpartner nicht da - hätte ihn auch gewundert, wenn Baskettballkopf wieder mit ihm in ein Zimmer gekommen wäre. Schade eigentlich, dabei hatten sie sich doch so prächtig verstanden.
Irgendwie amüsierte Shin der Gedanke und er musste beinahe schmunzeln, während er durch dein Eingangsbereich schritt. Ohrstöpsel baumelten um seine Schultern, doch heute hörte er keine Musik. Vor kurzem hatte er sogar mutig seinen Klingelton geändert. In den Ferien hatte seine Zeit mit einem neuen Spiel vertrieben, welches es ihm tatsächlich angetan hatte.
Mit einer geschmeidigen Bewegung öffnete er die Türe zum Speisesaal und steuerte die Essensausgabe an, wo er nur die Damen hinter der Theke freundlich benickte.
Doch auch heute würden sie ihm kein fröhliches Lachen entlocken, wie nett ihre Komplimente auch gewesen waren.
Seufzend wand sich der junge Mann mit dem europäischen Frühstück und blickte sich bereits im vollem Raum um.
Wo kamen die ganzen Schüler her?
Mittelstufenschülerinnen kicherten in seiner Nähe und er blickte die Mädchen mit einem finsteren Blick hinterher.
“Du könntest ein Herzensbrecher sein“, schoss es ihm durch den Kopf, als er an die erste Bekanntschaft dachte. Hoffnungsvoll blickte er sich um ÜBERHAUPT jemanden zu sehen, den er schon mal gesehen hatte und zuckte mit den Schultern, um sich auf den nächst besten Stuhl fallen zu lassen.
Wie das Glück es wollte - oder Nata - landete er an einem Tisch mit Ouin Shishi, dessen Namen der liebe Eiskönig weder wusste noch jemals gehört hatte.
Mit einem kurzen Blick zu dem jungen Mann, einem bedeutungslosen Nicken - Shins Art neutral andere zu begrüßen - wand er sich seinem vollen Tablett zu. So benahm man sich nun aber auch nicht vor einem Senpai, Shin!
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi 4 Dez 2013 - 16:14

Ouin blickte auf, als sich gegenüber von ihm jemand auf einen freien Platz fallen ließ. Seine Augen wanderten blitzschnell über die wesentlichen Merkmale der Person, die ihm zu nickte. Er erfasste die Gesichtsform, Nase, Augenbrauen sowie die Augen selbst, Haare Lippen, Ohren... Jede kleine Einzelheit speicherte sein Hirn separat und verglich mit den Daten seiner Erinnerung. Der Moment in dem sich die Augen der beiden Jungen trafen schien lange zu dauern, auch wenn es nur der Bruchteil einer Sekunde war, nicht aber für Ouin. Tief blickte er in die schwarze Pupille, welche von der blau-grauen Iris geschützt war und es schien für den Moment, als wolle er die Informationen, die sein Gehirn ihm sagen sollte, aus der Seele des Mannes ihm gegenüber ziehen. Kurz hingen die Augen noch an den von Ouin, wurden jedoch von dem sich herabsenkenden Kopf mitgezogen, sodass der Shishi in die dunklen Haare blickte. In diesem Moment meldete sich etwas in seinem Unterbewusstsein. Er hatte sich das Gesicht gemerkt, allerdings konnte er nicht viele Informationen darüber abrufen. Akkenai Shin, Oberschüler in der inzwischen 12. Klasse. Ouin hatte ihn, wie könnte es anders sein, schon einige male gesehen. Er ging, soweit er wusste sogar mit Aiven, seinem lieben Zimmernachbarn, in eine Klasse. Aiven! Den hatte er gar nicht gesehen, und das, obwohl sie zusammen hier her gegangen waren. Innerlich schüttelte Saji langsam den Kopf, während seine Synapsen wieder begannen sich in Richtung Shin zu bewegen. Akkenai, ein Name der Vorurteile anzog. Unbefriedigte Menschen schienen oft Rebellisch, sich nichts sagend oder Herrschaftlich, hochnäsig und .. unzugänglich. Shin dagegen sagte eine Stärke aus, die auszukosten jeder gewillt war. Der Gentleman versprach Ehrlichkeit und einen Gerechtigkeitssinn, sowie das verlangen, sich anderen gegenüber freundlich und zuvorkommend zu verhalten, doch lebte Shin auch das, was sein Name aussagte?
Seit dem kurzen Blickkontakt waren bisher 4 Sekunden vergangen, solch schnelle Gedankengänge hegte Ouin zu pflegen und nun war es an ihn, seinen Blick zu senken und wieder zu seinem Tablett zu sehen. Er griff zu der Tasse und trank einen Schluck seines geliebten Kaffees. Die heiße Flüssigkeit ließ einen Aromatischen geschmack zurück, nachdem er sie geschluckt hatte und erfüllte ihn mit wärme. Ein lächeln Zeigte sich auf Ouins Lippen. Heute schmeckte er leicht blumig und erinnerte ihn an einen Sommer vor einiger Zeit, dann kamen seine Eindrücke langsam wieder auf das hier und jetzt zurück. Er zwinkerte einmal und sah dann wieder hinauf zu dem jungen Herrn, der sich ohne viele Worte an den Tisch gesetzt hatte. War es wohl an Ouin, ihn begrüßen zu müssen? So richtig Gentle schien ihm das nicht von Shin.
„Ohayo Akkenai-san.“, sprach Saji mit warmer und freundlicher Stimme und suchte erneut Blickkontakt mit den blauen Augen Shins. Der Schüler eine Stufe unter ihm war ein wenig kleiner als die Brünette, wenn er auch glaubte, gleich alt wie Shin zu sein was allerdings nichts weiter aussagte. Ouin blickte Shin erwartungsvoll an, während er auf eine Reaktion hoffte.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 5 Dez 2013 - 10:53

Manchmal fragte sich Shin Takahiro Akkenai, ob er sich wegen jeder Kleinigkeit irgendwelche Gedanken machen musste, schließlich genügte oft das notwendigste. Aber was sollte er schon dagegen machen, wenn man sich immer wieder in den Ketten von Benimmregeln verhalten musste in dem Glauben frei zu sein? Immerhin hat jeder die Wahl in einem Moment etwas zu tun oder eben durch besondere Umstände eben nicht.
Und so früh am Morgen auf Gepflogenheiten zu achten gehörte Shins Meinung nach zu so einem Moment. Er spürte einen haftenden Blick auf sich und blickte auf, während er sein Essen arrangierte. Der junge Mann vor ihm begrüßte ihn, samt Namen und der Schwarzhaarige zog die Augenbrauen zusammen. Sein Gehirn suchte nach einem Namen, während seine eiskalten Augen den Brünetten musterten. Natürlich war er dem jungen Mann begegnet, schließlich hatte sein Hirn irgendwo das Gesicht des anderen gespeichert, allerdings wusste er einfach nicht den Namen.
“Ohayo, Sempai, dessen Namen ich gerade nicht kenne“, erwiderte er dann nach kurzen, überlegten Blinzeln ehrlich und direkt, schließlich interessierte es ihn nicht, ob er damit wohl eine Etikette zerschnitt, aber es gab schlimmeres. Er hätte Ouin auch ignorieren können, aber die Schlaftabletten und die Nachwirkung machten ihn immer noch schummerig, was zu Ouins Vorteil lag. Abwesend runzelte der Schwarzhaarige die Stirn und stocherte in seinem Spiegelei herum, eher Brot nahm und etwas hineintunkte.
Ja, er war nun Mal jemand, der nicht gern mit anderen Sprach, doch die Erinnerung an Viola brannte stets auf, ermahnte ihn, nie wieder so ein Risiko einzugehen.
Vielleicht sollte er da Akunin Tsurenai aufsuchen, dieser könnte ihm vom Verlust vieler nahestehender Menschen sehr viel erzählen.
Abwesend legte Shin wieder den Kopf.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 9 Dez 2013 - 0:04

Ouin legte den Kopf schief als er die Antwort Shins hörte. Ein Grinsen legte sich auf die Züge der Brünette und aufmunternt pflegte er die Konversation ein wenig. „Shishi Ouin, oder Genpou Saji, wie du es beliebst. Ich gehe mit Parker-san auf ein Zimmer.. Nun ja, noch, Haha.“, sprach er und kicherte ein wenig. Er versuchte die Atmosphäre ein wenig zu lockern, denn die Antwort Shins schien ein wenig gepresst hervor zu kommen. Er war nun schon der zweite, der den Etiketten der japanischen Gesellschaft ein wenig trotzte. Ouin schien heute wohl die Art von Menschen kennen zu lernen, denen die erste Woche der Schule zuwider war. Doch der Shishi kam auch noch mit solchen Situationen zurecht. Er wollte nicht oberflächlich wirken, so blieb er freundlich und zuvorkommend. „Wie waren deine Ferien Akkenai-san, wenn ich Fragen darf? Warst du auswärts?“ Diese persönliche Frage war dennoch wieder eine Eigenart Ouins'. Er sprach frei heraus was er dachte und brachte sich dem ebenso nicht ganz so in die Japanische Gesellschaft mit ein. Doch das lag an seiner Vergangenheit und er wollte darüber nicht weiter denken.
Der Kaffee in seiner Tasse leerte sich, je mehr er davon trank und bereits nach einigen Zügen machte das Prozelan in seiner Hand einen recht leeren Eindruck. Er würde ich einen weiteren Kaffee holen müssen, allerdings hatte das noch ein wenig Zeit. Er legte primär seine Priorität auf dieses Gespräch. Vielleicht würden dabei noch so einige Sachen heraus kommen, die man voneinander Wissen musste, und vielleicht würde sich eine neue Bekanntschaft aufbauen. Hinter Ouin drängte sich ein etwas korpulenterer Junge vorbei, der ehrfürchtig an den beiden Oberschülern vorbei maschierte. Auf seinem Tablett war ein ganzes Buffet zusammen gestellt, dabei unterschied er wohl nicht unter Europäischer und Asiatischer Küche, denn ein Brot mit Nuss Nougatcreme zusammen mit einem Bottich Reis waren wirklich Geschmackssache. Kurz stolperte er noch unbeholfen, konnte sich jedoch zum Glück noch einmal Fangen, bevor er sein Tablett auf dem Boden verteilte. Saji richtete sene Aufmerksamkeit wieder auf Shin, ja er war wirklich Interessiert, was für ein Mensch er doch war.
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