Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
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 Eingangsbereich

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BeitragThema: Eingangsbereich   Sa 17 Jul 2010 - 21:08

das Eingangsposting lautete :

Der Eingangsbereich des Hauses Sonne ist eine aus grauem Stein bestehende Treppe. Die 8 Stufen werden zu ihrer rechten und linken von einem hohen Messinggeländer gestützt und führen hinauf zu den beiden schweren, braunen Flügeltüren.

Wenn man Haus Sonne beritt fallen einem sofort die hellen sandfarbenen Wände mit der dunklen Holzverkleidung auf. Auch die Weinrote Auslegware, die den Boden ziert ist nicht zu verkennen. Zudem gibt es, wenn man zur Decke schaut einen Ausblick auf einen zwar schlichten, jedoch schönen Kronleuchter.
Das Haus Sonne ist eher schlicht gehalten und sieht bei Weitem nicht so gehoben und elegant aus, wie der Eingangsbereich des Hauses Mond.
An den Wänden, rechts und links des Flures, nahe der Tür, erkennt man jeweils zwei schlichte Holztreppe, die den Weg in die höheren Etagen freigeben.

Schreitet man jedoch an diesen vorbei, so erkennt man rechts und links, zwei große Türen.
Wählt man die Linke, so erreicht man den Speisesaal des Hauses und erwählt man sich die Rechte, so betritt man den Aufenthaltsraum.


Zentral befindet sich eine breite Treppe, die erst nach oben führt, sich dann aber jeweils nach rechts und links teilt.
Links befindet sich der Flur im Mädchentrakt, rechts der Flur im Jungentrakt.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 1 Apr 2011 - 22:28

Und so öffnete Zero die Tür des Wohnheimes nur um es schließlich zu verlassen und draußen nach dem rechten zu sehen... Ja, die Arbeit hatte wieder begonnen und ehe man es sich versah, würde die Night-Class dem Unterricht wieder folgen. Sie würde aus dem Night-Dorm kommen, um schlussendlich in das Schulgebäude zu kommen. Eine nervige Phase des Tages, wusste der Silberne genau, ehe er hinter sich dir Tür des Saales wieder schloss.

(>>> Tor des Hauses Mond)

Akunin ~Daichi
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 1 Apr 2011 - 23:40

<- Flur 1.Stock

Sie hatte verpasst, wie Hina Suzuki aus dem Badezimmer kam und wieder im Flur spazierte, hatte verpasst, wie Sakura Kagi in den Gemeinschaftsraum eilte, war Ichiru Kiryu und Aiven Parker nicht begegnet, als diese nach oben verschwanden. Umi hatte nur gesehen, wie der silberhaarige Guardian sich aus dem Eingangsbereich nach draußen begab. Vermutlich ging jener Schüler, vor dem sich die meisten fürchteten, seiner Pflicht nach und patrouillierte, oder begleitete die Night Classler sicher zum Schulgebäude.
Erneut sah das Fräulein Hausvorstand auf die Uhr, die sie schnell aus der Hosentasche gezupft und genauso schnell wieder versteckt hatte.
Es ist ja auch schon Zeit.
Ihr Schritte, mit denen sie die Treppe aus grauem Stein hinab ging, waren ruhig und leise und sie konnte ihren langen Pferdeschwanz sanft gegen ihre Schultern schlagen spüren, während er hin und her wippte. Mit dieser Frisur hatte nur Taki sie gesehen und Far, der dieses Detail wahrscheinlich gar nicht aufgefallen und eh egal war. Das konnte man ihr auch nicht verübeln, außerdem wäre es zu eitel so etwas zu verlangen und Eitelkeit gehörte nicht zu Umis Charakter.
Am Treppenfuß standen zwei Jungen. Der eine hatte langes blond-gelbes Haar, was einem eigentlich direkt ins Auge sprang und von dem Rest von ihm ablenkte. Und der Zweite kam ihr furchtbar bekannt vor. Nein, Taki war es nicht, denn dessen Frisur gleicht lustigerweise oft einem Igel. Dieser Kerl da vorne war Akunin der Co.-Co.-Hausvorstand der Jungen.
Noch leiser als zuvor schlich sie die Stufen hinab und falls Daichi sie bemerkte, gab sie ihm mit Handzeichen und Grimmassen zu verstehen, dass er nichts sagen durfte.
Das Mädchen mit den freundlichen grünlichen Augen streckte ihre Arme aus, langsam wie eine Katze auf der Jagt. Ein breites Lächeln konnte sie sich dabei einfach nicht verkneifen und in ihrem Kopf spielte die Musik zu Mission Impossible.
Plötzlich umarmte Umi Akunin von hinten, als sie nur noch wenige Stufen von ihm entfernt war.
„Booo“, rief sie wie ein Geist aus- wie ein teilweise kichernder Geist- und schlang ihre Arme um seinen Hals. Seine pechschwarzen Haare kitzelten ihre Wange.
„Guten Abend der Herr!“, begrüßte sie den anderen Schüler hochachtungsvoll.
Mit einem Mal waren die Sorgen, die sie sich noch um Farkeon machte, unter einer Schicht aus Wiedersehendfreude verschwunden. Sie würde sich schon noch die ganze Nacht deswegen den Kopf zerbrechen, deswegen hatte es doch noch Zeit, oder?

RF: Akunin - Daichi - Umi
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   So 3 Apr 2011 - 17:52

Manchmal kam einem Menschen das Leben wie ein Film vor und Akunin zog verwundert die Augenbrauen hoch, weil er sich im Falschen fühlte. Kaum hatte er den Eingangsbereich betreten, gingen dafür Andere. Sogar Nanami, welche er begrüßt hatte, schien keine Notiz von ihm zu nehmen. Nicht, dass es den Schwarzhaarigen interessierte, aber es wäre ansatzweise freundlich gewesen, wenn sie ihn bemerkt hätten. Nur der Blonde hatte ihn beachtet und erwiderte daraufhin, dass Akunin ein Mädchen, welches den Raum zum Gemeinschaftsraum verließ, fragen sollte, um was es für ein Problem handelte. Doch Akunin brauchte es nicht zu hinterfragen, denn die ganze Schule wusste, dass Aiven Parker sehr begabt war und es auch zeigen konnte. So hatte er auf eine unangenehme Art und Weise Sakura bei einem Wettbewerb geschlagen und sie bildlich gesehen in den Boden gestampft. Der Schwarzhaarige wusste nicht, wie es ihr ging und ehrlich gesagt wollte er es sich nicht vorstellen, weil er genau wusste, dass jeder Mensch etwas hatte, wo er innerlich sehr verletzlich war und Aiven hatte bei Sakura diesen Nerv getroffen. Er fand es traurig, dass es Sakura deswegen nicht gut ging, anderseits war es im Leben üblich, dass man gewann oder verlor.
Er schaute Aiven abwesend hinterher. Bisher hatte sich der Brite immer noch nicht bedankt, dass ihm das Leben gerettet wurde.
Würde er das machen? Er wollte sich das Leben nehmen und wir haben genau das verhindert, wahrscheinlich würde er uns dafür hassen...
Schlagartig wechselte sein Gedanke zu Umi. Wie es ihr wohl ging? Er musste sich noch bei ihr bedanken, für das Kopfkissen. Ein schüchternes Schmunzeln umspielte seine Lippen. Er erinnerte sich an die Ferien zurück, wie viel Zeit er mit Taki, Umi und auch mit Takis Cousin verbracht hatte. Kazuya Tataku. Ein lustiger Geselle, der auch auf diese Schule ging.
"Hier gibt es nichts zu Lachen, was? Die Stimmung ist ja ziemlich erdrückend... Ob es an der Aufregung liegt, weil morgen der erste Schultag sein wird?", holte Daichi den Schwarzhaarigen zurück in die Realität und Akunin blinzelte, als wollte er den abwesenden Blick von sich schütteln und seine emotionslose Maske wieder auf das Gesicht. Der Co-Co-Hausvorstand musterte Daichi und er zog die Mundwinkel leicht hoch, als würde er ein Lächeln andeuten.
“Das Theaterstück... Wiedersehen nach den Ferien... Ich denke es ist nur die Anspannung...“, antwortete er und zuckte kurz mit den Schultern, als plötzlich jemand seine Arme um seinen Hals schlang und ihn von hinten umarmte. Er zog überrascht die Augenbrauen hoch, zuckte leicht zusammen, als hätte er sich wirklich erschrocken. Zum Glück war er ein Mensch, der nicht erröten konnte, sonst wäre er wahrscheinlich leicht rot angelaufen. Er erkannte die Stimme des Geistes und musste ungezwungen Lächeln, wobei er leicht den Kopf senkte und sein Gesicht unter seinem schwarzen Haar versteckte. Dabei kitzelten seine Haare noch mehr Umis Wangen, was er nicht wissen konnte. So eine Begrüßung hatte er nicht erwartet und freute sich.
Ein Luftzug hatte seinen Nacken gestreift und eine Gänsehaut bereitete sich aus. Er zog eine Hand aus der Hosentasche und streichelte kurz intuitiv ihren Arm um seinen Hals zur Begrüßung.
“Abend, Geist-chan“, begrüßte Akunin das Mädchen und räusperte sich. Zum Glück hatte sie sein Lächeln nicht gesehen, als befürchtete, es hätte ihn verraten.
Wie mochte es wohl für Außenstehende aussehen? Die Umarmung fand Akunin toll. Irgendwie schockierte es ihn. Sein Gedanke vertiefte sich plötzlich und er wand sich zu Umi um, wobei er ihr Gesicht musterte, als würde er eine Antwort suchen, auf eine Frage, die er sich selbst gestellt hatte und nur selbst beantworten könnte.
Erneut hob er die Augenbrauen hoch und bemerkte eine Veränderung an ihr.
“Der Pferdeschwanz sieht niedlich aus“, sprach er auch sofort seinen Gedanken aus und schenkte ihr folgenden Blick: ^_^

RF: Daichi - Umi - Akunin
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mo 4 Apr 2011 - 19:32

Nur einen Moment schaute er die beiden an. Sie scheinen sich sehr, sehr gut zu kennen. Vielleicht fehlte nur noch die rote Farbe im Gesicht Akunins. Mit einer gehobenen Braue schaute er schließlich zur Eingangspforte, wohindurch der Guardian verschwunden war und dann zum Gemeinschaftsraum, wo Sakura weilen dürfte. Ach, was soll's.

"Würdet Ihr mich einen Moment entschuldigen? Ich habe das Gefühl, dass ihr zwei hier allein herumturteln wollt." Neugierig schaute er in die Augen der beiden, um herauszufinden, was sie dachten- Hatte er Recht mit seiner Vermutung? Oder aber gab es da Dinge, von denen er eben nichts ahnte? Letzteres dürfte sicherlich nicht falsch sein, allerdings wäre es in diesem Augenblick fehl am Platze...
Mit der Hand kratzte er sich am Kopf und das lange Haar fiel zur Seite. "Bis später ihr beiden. Und schlaft gut. Wir werden uns wohl morgen schon wieder... sehen." So lief er die Stufen wieder hinauf. Das Wohnheim war ja um diese Zeit nicht mehr zu verlassen, was einem schon seltsam vorkommen konnte... Allerdings würde er sich wohlmehr vom Tag erholen und noch über dies und das nachdenken, ehe er schlafen würde.

Umi ~ Akunin

(>>> Daichis Zimmer)
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 5 Apr 2011 - 1:29

Die Mission Impossible Musik war nach dem offensichtlichen Erfolg in ihren Gedanken verklungen.
Wie gut so eine kleine Umarmung doch tat, obgleich Umi die war, die umarmte, und es eine Begrüßung war. Die erwiderte Begrüßung des Schülers, das Streicheln ihres Arms, ließ eine Gänsehaut über ihren ganzen Arm bis zum Rücken laufen. Ohne es zu bemerken, hatten sie beide in diesem Augenblick etwas gemeinsam. Akunin hätte sich deswegen erst recht nicht bewegen sollen. Sie hätte nichts dagegen gehabt, wenn sie noch ein wenig länger so bei jemandem stehen könnte, egal, ob jemand noch da war oder nicht. Eben dachte sie nämlich noch, dass die Welt in Ordnung sei, doch dann holte Far sie in einen bittere Teil der Realität zurück. Und jetzt, wo sie bei jemanden stand, der nicht weinte, weil er traurig und verzweifelt war und weil er sauer auf diese Welt war, war gerade diese Welt wieder in Ordnung. An diesem Auf und Ab konnte kein Mensch etwas ändern, aber er konnte seine Reaktionen beeinflussen. Auch Umi beeinflusste gerade ihre Reaktion auf das Unglück ihrer Zimmergenossin. Ihr Mittel zum Zweck war das Einfachste der Welt: eine schlichte, kleine Umarmung.
Schließlich wurde diese gelöst und Akunin wandte sich zu ihr um. Er musterte ihr Gesicht und sie seins, nur mit einem etwas hinterlistigen Blick. Er suchte nach einer Antwort, während sie sich fragte, wie er wohl aussehen würde, wenn man ihm ein Clownskostüm anziehen würde. Bestimmt niedlich :3
Für seinen folgenden Blick hätte sie ihm gerne mit lieben Absichten die Nase geknufft, doch auf sein Kompliment antwortete sie freundlich und dankbar: „Danke. Ich richte es der Verantwortlichen aus. Sie wird sich sicher freuen. Very Happy
Nun meldete sich Daichi. Seine Wortwahl war anerkennend höflich. Zu Anfang. Seine direkte Theorie, die er unter eine netten Gäste versteckte, ließ Umis Augenbrauen allerdings überrascht und fragend empor schießen. Wie er auf so was wohl kam? Gaben die beiden etwa ein solches Bild ab? Das war eigentlich nicht die Absicht des Mädchens gewesen.
„Wir turteln doch nicht.“, stellte sie deswegen klar. Gerüchte hatte diese Schule wegen der Night Class schon genug. Da würde eines über Day Classler zwar nichts ausmachen, aber es schien trotzdem fehl am Platz. Es müssten nur die falschen Personen eine falsche Idee oder Annahme äußern und schon könnte eine Lawine über die ganze Schule und Stadt hinweg brausen. Nein, das wäre wirklich nicht vom Vorteil.
„Du musst nicht gehen.“, meinte sie und doch ging Daichi Ito, der Schüler mit den goldenen Haaren. „Danke. Gleichfalls.“, rief Umi ihm noch hinterher.
Sie stand noch immer ein paar Stufen höher als der Vize. des Vizen des Hausvorstandes der Jungen und sah dem Schüler noch hinter her. Sein Gesicht war ihr fremd und ihr fiel kein Name zu ihm ein. War er neu, oder hatte sie ihn einfach nie bemerkt? Jemand, der so freundlich und guterzogen war, wäre einem doch sicher im Gedächtnis geblieben, oder nicht?
Letzten Endes schüttelte sie leicht ihren Kopf, als Daichi nicht mehr zu sehen war.
„Habe ich eigentlich etwas an mir, das alle verscheucht? Neulich im Tanzkurs mussten auch alle plötzlich abhauen, oder sie drängten sich in die Ecken und spielten >>Du siehst mich nicht<<. Zu erst dachten Taki und ich, wir wären einfach dermaßen schlecht, dass wir eine Bedrohung für die menschliche Rasse wären.“ Zum Ende des Satzes hin wurde ihre sanfte Stimme immer empörter.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 15 Apr 2011 - 12:58

Vielleicht war es die Tatsache, dass man ihn umarmt hatte – Akunin war solchen Gesten nicht gewöhnt -, vielleicht war es die Tatsache, dass er vorhin von Taki ein Geschenk von Umi erhalten hatte, vielleicht war es die Tatsache, dass auch er sich eingebildet hatte, sie würden jetzt wie ein Pärchen wirken, anderseits könnte es die Tatsache sein, dass Daichi diese Tatsache laut ausgesprochen hatte. Ooooder… Es war die Tatsache, dass Akunin nicht wusste, was gerade hier ablief. Daichi verabschiedete sich in gewählten Worten und irgendwie hatte es Akunin nicht gefallen. Als fühlte er sich angegriffen, verwandelte sich die kurzzeitig geschmolzene Maske wieder in den ernsten, unscheinbaren Schleier, welche an härte gewann, als auch Umi betonte, sie würden nicht turteln.
Was taten sie denn sonst? Der Ärger verwandelte sich in Bitterkeit. Allerdings konnte der Schwarzhaarige nicht Mal erklären, warum.
Auf welche Gedanken kommt er denn bitte…
Stumm hatte Akunin dem Jungen nachgeschaut und ein einfaches
“Bis dann“, hinterher gemurmelt. Ein kühles und schmerzendes Gefühl breitete sich in ihm aus und er schaute abwesend dorthin, wo Daichi verschwunden war. Er erinnerte sich zurück an das vergangene Jahr, an die Schulstunden und Ferien. Verbissen drückte er die Lippen zusammen und konnte durch den Nebel sehen. Es war genau das eingetreten, was nicht hätte eintreten dürfen. Doch das schlimmste hatte Daichi indirekt angedeutet.
„Danke. Ich richte es der Verantwortlichen aus. Sie wird sich sicher freuen“, hallte es in der Ferne und er nickte Umi abwesend zu.
“Kein Problem…“, murmelte er und legte die Hände wieder in seine Hosentaschen.
Abwesend blickte er zurück. Taki, Kazuya, Umi und viele Andere. Er hatte neue Freunde dazu gewonnen und das schlimmste war, er hatte wieder Menschen an sich heran gelassen.
Und dann entsteht der Eindruck… Nein. Es ist schlecht. Wenn man etwas wertvolles hat, umso einfacher ist es, es erneut zu verlieren. Ich möchte nicht noch ein Mal etwas verlieren… Ich möchte nicht, dass die Menschen… wieder unglücklich sind, dachte er und sein Blick ruhte die ganze Zeit auf Umi, die zu ihm gesprochen hatte:
„Habe ich eigentlich etwas an mir, das alle verscheucht? Neulich im Tanzkurs mussten auch alle plötzlich abhauen, oder sie drängten sich in die Ecken und spielten >>Du siehst mich nicht<<. Zu erst dachten Taki und ich, wir wären einfach dermaßen schlecht, dass wir eine Bedrohung für die menschliche Rasse wären.“
“Das ist falsch…“, hatte er eher zu seinen Gedanken gesprochen, wobei es ebenfalls zu Umis Aussage passte.
Er blinzelte wieder und schüttelte den Kopf.
“Ich denke ihr wart einfach zu gut“, erwiderte er vor sich hin murmelnd und verengte die Augen. Er kannte inzwischen Taki und den Rest so gut – es leben die Menschenkenntnisse – dass er wusste, dass Umi etwas bedrückte. Plötzlich fiel ihm das Puzzle zusammen, er verstand alles.
Du Idiot, hast etwas anderes vermutet…
Mit seinem ernsten, beherrschten Blick, nahm er eine Hand aus der Hosentasche und ließ sie locker hängen.
“Was ist los, Umi?“, fragte er sie direkt und man konnte an seinem Gesichtsausdruck erkennen, dass es nicht leicht sein würde, ihn anzuschwindeln.

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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 15 Apr 2011 - 22:21

Sie hatte während ihrer kurzen Geschichte noch ein wenig die leere Treppe gemustert und sich nur langsam zu Akunin wieder umgewandt.
>> „Das ist falsch...“<<, hatte dieser ausgesprochen. Sie hatte nicht bemerkt, dass er zuvor seinen eigenen Gedanken nachgegangen war, aber dass er sie die ganze Zeit angesehen hatte, hatte sie gespürt.
„Ja bestimmt. Da wird sich meine Schwester mal wieder freuen.“, sagte sie mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen, als Antwort auf die Erwiderung des jungen Mannes, welcher darauf seine Augen verengte und Umi verwirrt reagierte, indem sie ihre Augenbrauen hob und ihn fragend ansah. Da wurde Akunins Blick auch schon ernst und beherrscht. Umi wollte ihn deswegen fragen, ob etwas los sei, doch er kam ihr zuvor.
Ihre Augenbrauen fuhren zusammen, was zeigte, dass sie nicht sofort verstand, was er damit meinen konnte.
Die Schülerin sah ihrem Mitschüler in die Augen. In diese goldenen, schönen Augen, in die man sich glatt verlieben könnte, wie in die Sonne, und die aus heiterem Himmel alles, jedes Geheimnis, jede Antwort auf jede Frage, zu wissen schienen. In dem Mädchen kam das Gefühl hoch, als könnte sie ihm nichts vormachen, als hätte sie vergessen, dass man sie oft wie ein offenes Buch lesen konnte. Sie log und verstellte sich eben nicht gern. Das machte sie aus.
„Seh ich so aus, als wäre etwas los?“, stellte sie die Gegenfrage, versuchte dabei auszusehen als wäre alles wie immer und hatte dabei kurz zur Seite geschaut, zu der Tür des Gemeinschaftsraumes, um den Blick von seinem Gesicht abzuwenden, bevor ihre Augen sich erneut auf ihn richteten.
Auf die direkte Frage wurde von der jungen Dame von einer anderen Richtung aus eingegangen. Sie meinte, eben doch gar keine Anzeichen gemacht zu haben, dass etwas nicht stimmen konnte. Ja, sie war wegen der Sache mit dem Tanzkurz und jetzt auch wegen Daichi noch immer etwas empört gewesen und neigte bei so einer Sache lecht ein wenig dazu impulsiv zu werden. Das war normal. Das gehörte zu ihr.
Allerdings hatte Akunin wie ein Skanner wohl doch etwas bemerkt gehabt. Was mochte das sein? War ihm aufgefallen, dass ihr der linke Arm schmerzte, angespannt und gleichzeitig leblos und locker an ihrer Schulter hing? Bei der Begrüßungsumarmung hatte der Ellenbogen tatsächlich etwas geschmerzt, aber das war schnell ignoriert und schnell vergessen.
Vielleicht war ihm aufgefallen, dass in ihrem Kopf ständig die geplante Hochzeit ihrer Schwester hing? Alles sollte perfekt sein. Deswegen hatte Umi nun lange Haare. Sie sollte zu den anderen Brautjungfern passen. Deswegen war sie mit Taki in einem Tanzkurs gewesen. Sie sollten nicht wie talentlose Hühner auf der Tanzfläche umher tuckern.
War ihm womöglich die Sorge um Farkeon entgegengesprungen? Mit den Sorgen war schließlich der Drang sofort in das Zimmer zurück zu kehren verbunden.
Und desto trotz stand sie in diesem Augenblick hier. Bei ihm. Einem Freund, den man sich in den Ferien gemacht hatte. Lieb gewonnen hatte.
Bei Taki und Kazuya hatte sich schnell brüderliche Liebe entwickelt, aber Akunin war ein wirklicher Freund geworden. Zumindest dachte Umi so.
Sie wollte ihn nicht anlügen. Auch weil er ihr es mit diesem Gesichtsausdruck schwer machte. Sie wollte gerade nur wissen, was er dachte.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 15 Apr 2011 - 23:40

Akunin war der Meister der Masken, er spielte gern das Leben mit seinem Pokerface, vor allem er wusste, wann die Menschen sich verstellen, ihn anlügen und betrügen konnten. Wann sie schwindelten, wann sie etwas ernst meinten, wann sie sich über ihn lustig machten, wann sie ihm eine falsche Wahrheit auftischten, wann sie lediglich über ihren Schmerz nicht reden wollten, wann sie ihm die Schuld für etwas gaben, wann sie ihm klar machten, dass er unerwünscht war… Er konnte so vieles in den anderen Menschen deuten, dass er die einfachste Sache nicht wissen konnte. Was tat er? Wie fühlte er sich? Und vor allem, was sollte er aus sich selbst machen? Manchmal kümmerte er sich so sehr um andere, dass er sich selbst vergaß. Daher erkannte er, dass etwas mit Umi nicht stimmte, sodass er auf ihre Frage nickte.
“Ja, siehst du aus“, zuckte er kurz mit den Schultern und behielt weiterhin seinen Blick, der ernst und durchdringend war. Anderseits fragte sich Akunin, ob Umi mit ihm über ihre Probleme sprechen würde oder könnte, weil er nicht wusste, wie sie zu ihm stand. Wer erzählt eben von seinen Sorgen, wenn das Gegenüber kaum Kontakt mit dir hat.
Ja, sie sieht irgendwie bedrückt aus, dachte er leicht besorgt und zog eine Augenbraue hoch. Er fand es wichtig, sie darauf anzusprechen, weil er der Meinung war, dass Umi ein Mensch war, der anderen half, aber ebenfalls Hilfe verdient hatte.
“Du wirkst, als würde dich vieles bedrücken… Und ich finde es nicht gut, wenn du es in dich hineinfrisst“, begann er wie ein strenger Lehrer und stellte sich genau vor Umi, als wolle er wie ein bedrohlicher Berg ihr den Weg versperren.
“Du kannst gern mit mir reden, wenn etwas dich bedrückt…“, lächelte er plötzlich ganz freundlich und erwärmend, als wollte er Geborgenheit ausstrahlen. Das meinte er natürlich ernst.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Sa 16 Apr 2011 - 1:03

Sie sah ertappt aus. Eine bedrückte Ertappte und er beharrte darauf. Sie sah also wirklich so aus, als stimmte etwas nicht. Wie blöd von ihr. Vielleicht war Akunin auch einfach zu aufmerksam, als dass man ihm etwas vormachen könnte. Wie auch immer. Jetzt musste sie sich ihm stellen. Es war unausweichlich. Vor Akunin konnte man nicht einfach wegrennen. Das wollte sie eigentlich auch gar nicht.
Wie ein Kind, das getadelt wurde, stand sie da. Ihr Blick sank auf den Boden, auf ihre und seine Füße. Er belehrte sie wie ein Lehrer und stellte sich vor sie. Ihre Augen sahen ihm wieder in sein eigenes Puppengesicht.
Wieso konnte er ihr ansehen, ob etwas falsch war, aber sie ihm nicht? Nun fing sie an ihr Gegenüber zu mustern. Sie fand, dass er noch immer diesen allwissenden, starken Blick hatte. Und so wie er stand, breitschultrig und wie ein unerschütterlicher Berg... Das Bild war das eines Löwen, der eine Maus fangen oder ihr den Weg versperren wollte. Keine Chance zur ungewollten Flucht. Seine Worte aber waren der reinste Gegensatz.
Hier sah er also aus wie ein Löwe, aber er sprach wie ein gutmütiger Elefant.
Einer ihrer Mundwinkel hob sich an. Der junge Mann hatte recht. Wieso sollte er auch falsch liegen?
Ich hab eben Hunger., wollte sie beinahe scherzen. Weil sie es wiederum für unpassend hielt, ließ Umi es sein.
Ach wieso war so eine Wendung nur eingetreten? Eben hatte sie ihn noch überglücklich begrüßt und jetzt fühlte sie sich unwohl, wusste nicht so recht, wie sie reagieren sollte, wohin sie die Arme tun sollte, wohin sie schauen konnte, außer ihm in die Augen. Diese goldenen Augen.
>> „Du kannst gern mit mir reden, wenn etwas dich bedrückt…“<<
Und da hieß es, dieses Mädchen hier hätte Stimmungsschwankungen! Die bedrohliche Fassade war aufgeplatzt und Akunin war zu einer Sonne mutiert, die sich in seinem Blick wiederfinden lassen konnte.
Und wenn der Löwe die Maus nun einfach austricksen wollte?
An die Ferien konnte sich die braunhaarige noch gut erinnern. Dieser schwarzhaarige Herr hatte immer eine ernste Miene, oder eine, die ohne Aussage war. Und doch konnte sie strahlen und Akku fröhlich lachen.
Obgleich Umi eben noch die hilflose Maus zu sein schien, fühlte sie sich jetzt ganz plötzlich sehr wohl. Eben wegen dieser einen Person.
Das Fräulein seufzte und schlang von neuem ihre Arme um Akunins Hals, umarmte die Geborgenheit und Freundlichkeit. Es war so einfach seine Gutmütigkeit einzufangen. Es fiel einem so leicht, ihm zu vertrauen, diesem Kerl, bei dem man nie wusste, was er dachte.
Was macht er nur?
„Dankeschön.“, sagte sie flüsternd. „Es ist nichts, das sich nicht von selbst klären kann.“
Immer diese Umarmungen du Klammeraffe..., schimpfte sie sich selbst.
Bevor sie ihn los ließ, drückte sie ihn noch doller.
„ Ich geh wieder rauf. Hier ist ja sonst alles klar.“, sie drehte ihren Körper und schritt seitlich eine Stufe hinauf. „Gute Nacht, Akunin-kun. Bis Morgen. Schlaf schön.“, sprach sie die üblichen Redewendungen zum Abschied aus und wandte sich gänzlich um, damit sie mit nicht langsamen Schritten aus dem Eingangsbereich des Day Dorms verschwand.

-> Flur 1. Stock
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 6 Mai 2011 - 22:55

Manchmal machte sich Akunin Tsurenai Sorgen, irgendetwas Falsches zu sagen oder zu tun. Anderseits würde er am liebsten auf alles spucken. Doch in diesem Fall wollte er Umi ein guter Freund sein, immerhin hatte er ihr Kummer bemerkt. Zuerst wirkte sie bedrückt, anderseits war er ihre Zuneigung – wenn man ihre Umarmungen so bezeichnen durfte – nicht gewöhnt. Traurig erinnerte er sich daran, wie oft er jemanden umarmen wollte, als es ihm schlecht ging, er aber niemanden hatte. Vielleicht war es Umi so ergangen. Er wusste es nicht.
Vielleicht hat sie nur etwas Trost gebraucht…, überlegte er und legte vorsichtig und zaghaft seine Arme um sie, weil er nicht anders zu reagieren wusste.
Er konnte nicht anders, als ihre Umarmung erwidern. Es hätte sie womöglich verletzt, wenn er sie von sich gestoßen hätte. Das wäre unfreundlich gewesen, anderseits könnte man diese Geste auch als aufdringlich bezeichnen, aber der Schwarzhaarige wusste, dass Umi nicht zu der Sorte Mädchen gehörte, die rotzfrech war und Jungs mit ihren Finger umspielte, mit ihnen spielte. So arrogant schätzte er sie nicht ein. Aber Fakt war, dass er wusste, ihr ging es nicht gut. So wie es aussah könnte er sie sentimental so zu quatschen, wie er wollte, sie hätte wohl nicht zugehört.
Manchmal halfen Worte nicht, manchmal reichten Gesten aus.
So wie es auch aussah, wollte sie nicht darüber reden, vielleicht nicht mit ihm. Er hatte auch nicht das Recht zu verlangen, dass sie ihm ihren Schmerz ausschüttet. Er hasste es, das Gefühl, nicht zu wissen, was er tun sollte. Und kaum hatte sie ihn umarmt, riss sie sich sanft zurück und wand sich zum gehen um.
Die Arme hatte er zurückgezogen, die Hände legte er in seine Hosentaschen und schaute ihr nun wieder ernst und durchdringend hinterher, als gäbe es nie den besorgten und weichen Akunin Tsurenai, der wortwörtlich ein kaltherziger Bösewicht war.
Am liebsten hätte er Umi bei den Schultern gepackt und geschüttet.
Wieso versuchst du es zu vertuschen? Hätte er geschrien, oder, warum sie es in sich hineinfrisst. Es war besser, als nicht zu reagieren.
“Bis dann…“, murmelte er noch in Gedanken, unschlüssig, was er tun sollte.
Vielleicht wäre es viel besser, wenn er ihr nachlaufen würde, wieso auch immer, ihr zu zeigen, dass sie es nicht alleine lösen sollte. Verdammt noch Mal, sie soll nicht glauben, sie müsste etwas alleine lösen! Anderseits wollte sie ja vielleicht seine Hilfe gar nicht, gab es jedoch nicht zu, weil sie befürchtete, sie würde ihn damit verletzen.
Bitter presste der Schwarzhaarige die Lippen zusammen, ballte die Fäuste in seinen Taschen und lief mehrere Stufen auf ein Mal nehmend ihr hinterher, allerdings blieb er abrupt auf der obersten Treppenstufe stehen.
Du sehnst dich nach Vertrauen, Hilfe und Geborgenheit, nach jemanden der für dich da ist, und wenn du glaubst, diese Person gefunden zu haben, fürchtest du dich davor am meisten, schoss es ihm durch den Kopf und er geriet mit seinem Vorhaben ins Wanken.
“Verdammt… Was jetzt?“, dachte er verwirrt und schaute die Treppenstufen zu dem Mädchenflur hinauf.
Du hast ein Mal zugelassen, dass ein geliebter Mensch von uns leidet…, kam ihm ein weiterer Satz aus der Erinnerung und er presste die blassen Lippen aufeinander.
Akunin schwankte zwischen seinem Gefühl Umi hinterher zu laufen, weil er wusste, dass Freunde für einander da sein sollten, anderseits erinnerte er sich, dass er keinen Menschen an sich heranlassen wollte. Doch das hatte er bereits getan. Entschlossen stieg er die Treppen hinauf und folgte Umi.

=> Flur 1. Stock
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Sa 7 Mai 2011 - 19:38

(<<< vom Tor des Night-Dorm)

Später als Akunin hinaufgegangen war, kam Zero schließlich an und öffnete die große Pforte zum Eingangsbereich. Seufzend schloss er die knarrende Tür wieder hinter sich, und lehnte sich an das schwere Holz. Kein Unterricht der Night, keine Yuki überall und sonst war alle ruhig. Er war allein, wusste er genau und schaute sich den Raum genau an, in dem er nunmehr war. "Hm..." Mit der Hand fuhr er sich durch das silberne Haar und atmete tief ein. Es war vermutlich zu spät, als dass hier noch jemand wäre? Schließlich beginnt ja morgen auch schon der Unterricht für die Day... Dann würde er wohl auch zwangsweise seinen Zwilling wiedersehen, worauf Zero jedoch lieb und gerne hätte verzichten können. Manchesmal jedoch ließ sich das Schicksal eben doch nicht bezwingen und man musste hilflos zusehen, wie es sich erfüllen würde.
Einen Schritt nachdem anderen entfernte ihn schließlich vom Eingang selbst und er steuerte geradewegs die Stufen hinauf zum Jungstrackt an. Jedoch wusste er auch, dass seine Aufgabe noch nicht getan war... "Arg", entstieß es aus den Mund, als er kehrt machte, und sich schließlich auf eine der Stufen fallen ließ und sich setzte.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   So 15 Mai 2011 - 11:50

Ach... Auch wenn es regnet wird der Rundgang gemacht, ahnte Zero, als er wieder aufstand. Den Mantel enger um sich schnallend bemerkte er, dass er schon zu lange hier gesessen hatte und nichts tat. Dies musste jetzt geändert werden, und so trat er auf die Pforte zu, öffnete sie und trat direkt hinaus in das strömend regnerische Wetter.

(>>> Tor des Hauses Mond)
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mo 16 Mai 2011 - 22:30

<= Erster Stock

Atemlos stolperte Akunin die Treppenstufen hinab, sein Gesicht war bleicher als sonst, die ernste und emotionslose Miene eingefroren. Er wirkte sehr angespannt und zitterte, als befände er sich auf dem Nordpol ohne jegliche Kleidung. Es gibt keine Worte, um seinen Zustand beschreiben zu können, denn er fühlte sich plötzlich leer, als hätte man ihm zum zweiten Mal in seinem Leben alles weggenommen, was er nur besitzen könnte. Jegliche Gefühle wichen und es breitete sich in ihm ein nur all zu bekannter Schmerz aus: Schmerz, dass er jemanden verloren hatte. Leider nun zum zweiten Mal in seinem Leben.
Obwohl seine gefrorene Miene kalt und emotionslos wirkte, waren seine Wangen von Tränen bedeckt. Er fühlte sich so leer, dass er nicht Mal schluchzen oder schniefen musste. Mit einer zitternden Hand strich er sich über das Schlüsselbein, dort wo seine Narbe war, die er damals sich zugezogen hatte, als seine Schwester Jureru gestorben war. Damals hatte er jeden Tag bittere Tränen geweint, laut geschrien und seinem Schmerz freien lauf gelassen, doch jetzt, konnte er es nicht. Nicht hier, nicht jetzt.
Dass ihn auch noch jemand gesehen hatte, machte die Sache nicht leichter.
Bitte…, dachte er und wisch sich die Tränen weg. Bitterlich schluckte er und plötzlich hatte er seine Sorgen vergessen.
Ihm war nun alles egal. Jeder war ihm egal.
Wie ein unruhiger Löwe in einem Käfig, wusste er nicht, wohin er sollte. Er hockte sich kurz auf eine Treppenstufe, spürte wie weitere Tränen über seine blasse Haut flossen. Doch er zwang sich nicht wie ein kleines Kind auf den Boden zu werfen und zu weinen. Er wollte seine Schwäche nicht zeigen, seine verletzte Akunin-Seite, mit der er seit Jahren zu kämpfen hatte.
Das prasseln des Regens draußen weckte ihn und er erhob sich entschlossen. Er wollte hier raus, er musste heraus und er konnte es hier nicht ertragen. Der Tod seiner Mutter traf ihn sehr. Seine geliebte Mutter… von der er das Backen gelernt hatte… Ja, sein schokoladiger Geruch verband ihn sehr zu ihr.
Akunin riss die Eingangstüre auf und schaute in den Regen…
Ich liebe Regen…
Plötzlich erinnerte er sich, dass seine Mutter auch Regen geliebt hatte. Da konnte er seine Tränen nicht mehr zurück halten, schritt hinaus und weinte.

“Akku-chan? Was ist los? Es regnet und du bleibst stehen. Komm, sonst wirst du noch krank!“, rief damals an einem regnerischen Tag seine Mutter.
“Ich habe mich an Jureru erinnert… Wenn er regnet, denk ich an sie. Ich mochte früher keinen Regen, aber jetzt liebe ich ihn“, sagte er damals und man konnte seine Tränen nicht sehen.
“Ich liebe auch Regen, Akku-chan…Genau aus dem selben Grund“, lächelte sie und trat zu ihrem Sohn, der traurig auf den Boden schaute.
“Mama… wenn du mich verlässt… Dann lass mich im Regen stehen… den im Regen kann man keine Tränen sehen“, flüsterte er.
“Nein, Akunin. Ich werde dich nie verlassen…“


Heute wusste er es besser.

=> Tor Haus Sonne
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 17 Mai 2011 - 21:49

(<<< Flur 1. Stock)

Wo ist er jetzt? Was wollte er mir eben sagen? Ist er deswegen weg? Was wollte er mir sagen? Wo ist er?
Der Sturm hatte sie beinahe erreicht. Langsam kroch Panik ihr die Kehle hoch. Sie frage sich, ob er ihr etwas hatte sagen wollen, das dieses Geschehnis erklärte. Ständig flog sein Gesicht in ihrem Kopf herum. Dieser Ausdruck, den sie nie bei ihm zuvor gesehen hatte.
Ihre Augen waren geweitet. Sie suchten. Ihr Atem war regelmäßig und schnell. Der plötzliche Sprint und die Nachricht, die Hikari mit einer derart dramatischen Weise vermittelt hatte, hatte selbst das eigentlich so sportliche Mädchen mit einem Mal an eine Grenze katapultiert. Ihren verletzten Arm nicht zu vergessen. In ihrem Ellenbogen zeigte sich das Pochen ihres Herzens besonders deutlich. Auch die anderen jungen Verletzungen wollte auf ein Mal wieder einen Platz in ihrer Wahrnehmung haben.
Egal. Nicht jetzt.
Ist ihm etwas passiert?
Umi stolperte, als sie die von den Stufen auf die Ebene trat, lief jedoch weiter. Eilig hatte sie in der dunklen Cafeteria nachgesehen, auch im Gemeinschaftsraum. Schließlich riss sie die Tür auf. Die Kälte und der Wind klatschten ihr gegen den ganzen Körper.
Sie rannte hinaus in die Dunkelheit, in den Sturm.
Die Tür ging zu.

(>> Tor Haus Sonne)
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mi 18 Mai 2011 - 22:19

<<<--- 1. Stock Flur


Langsam humpelte sie die Treppen hinab, nahm nur eine, Stück für Stück, wie ein Kind, das zu kurze Beinchen hat, um große Schritte zu machen. Es stach und schmerzte, aber damit musste Hikari wohl auskommen, bis ihre Sehnen nicht mehr beleidigt waren.
Langsam schritt sie in die Mitte des Raumes und sah sich um. Letzten Endes musste sie sich eingestehen, dass sie keinen geeigneten Platz für dieses kleine Packet fand. Die roten Augen fielen auf das Treppengeländer. Es war nicht die beste Idee, aber eine vorübergehende Lösung. Sie hoffte nur, dass beide bald heil zurückkommen würden. Vorsichtig hängte sie zwei Handtücher an das Geländer, legte die drei Taschenwärmer darauf und kramte das Papier und den Stift aus ihrer Tasche. Daran hatte sie schon gedacht, bevor sie aus dem Zimmer geschlichen war, eigentlich seltsam. Anstelle einer Taschenlampe, nahm sie Schreibzeug mit... Ihr Gesicht hatte sich verfinstert, da es niemanden mehr gab, dem sie nicht von diesem Ereignis hätte erzählen dürfen. Vorsichtig legte sie den Zettel an die Wand und schrieb etwas hastig, da sie nicht wollte, dass sie von jemandem ertappt wurde. Ihre Schrift war auch nicht die Schönste, aber leserlich genug.
Hikari seufzte leise, als sie den Zettel zurück legte, auf die Taschenwärmer und die beiden Handtücher.

In Gedanken überflog sie den Brief nochmals, wobei sie nichts gehabt hätte, womit Hikari Schreibfehler ausbessern hätte können:

"Leichtisinnig von euch, einfach so in den Regen zu laufen!!! >___< Ich hoffe, dass ihr wohlbehalten zurück gekehrt seid. Hier habe ich etwas Warmes für euch. Umi, Akunin, erkältet euch nicht.
Und alle anderen!!! Finger weg von diesem Packet, oder ihr lernt mich kennen!!
lG; Hika-chan


Leise seufzend schritt die Briefschreiberin die Treppen hinauf, ganz langsam, um ihren Fuß zu schonen und verschwand wieder nachdenklich im Flur. Natürlich war ihr klar, dass sie nur ein Klotz am Bein wäre, für Umi, Akunin, ja, in ihrem derzeitigen Zustand sogar für Josef!!!
Ernst schauend verschwand sie in ihrem Zimmer

-->> Maria und Hikaris Zimmer
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   So 29 Mai 2011 - 19:11

<= Tor des Hauses Sonne

Mit hängendem Kopf war Akunin den Weg zu dem Dorm der Day Class zurückgeschritten. Es regnete unaufhörlich, doch das war ihm und den anderen Schülern wahrscheinlich egal, weil sie inzwischen komplett durchnässt waren. Regentropfen rannten über sein blasses und kaltes Gesicht, tröpfelten leicht auf den Boden und verschmolzen mit dem durchweichten Boden.
Bei den liegenden Einzelteilen seines Handys war der junge Mann stehen geblieben, fischte mit einer Handbewegung die Metallteile und legte diese unachtsam in seine Hosentaschen. Am nächsten Tag würde er diese schon irgendwie zusammenbasteln können, hoffte es irgendwo in der emotionslosen Seele, es war ihm aber irgendwie grundlegend egal.
So war ihm auch egal, dass er sich gerade wie ein Dramatiker verhielt und niemanden seien Kummer teilte.
Es war noch nicht die Zeit.
Nachdem er die armseligen Einzelteile seines Mobiltelefons gesammelt hatte, eilte er dann wieder zum Eingang des Day Dorms und betrat es sofort.
Zero und Umi hatte er schon beinahe vergessen und eilte auf das Treppenhaus zu, rutschte mit den nassen Fußsohlen beinahe auf den Stufen aus. Sein Blick glitt für einen Augenblick zum Treppengeländer, doch sein Interesse für die lieb gemeinte Geste von Hikari entging ihm in seiner Abwesenheit. Auch wenn ihm sein Körper für das flauschige, warme Handtuch dankbar gewesen wäre. Er schritt teilnahmslos vorbei.
“Ich schaffe ins Zimmer alleine“, murmelte er und musste mehrfach niesen. Er würde bestimmt krank werden, doch das war ihm in diesem Augenblick egal.

=> Flur der Jungs
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Do 2 Jun 2011 - 22:36

<<<Still war sie ihm gefolgt. Immer wenn sie etwas sagen wollte, hatte sie sich auf die Zunge beißen müssen, weil sie sich gedacht hatte, dass das, was sie sagen wollte, unpassend war, falsch war.
Also war sie still.
Akunin machte ihr Angst.
Also blieb sie still.
Sie betrachtete den Boden. Ihre feuchten Fußspuren würden bis morgenfrüh verschwunden sein, sodass niemand bemerken würde, dass die, die als Vorbilder dafür zu sorgen hatten, dass alle die Regeln befolgten, selbst besagte Regeln verstoßen hatten.
Oh wenn Umi doch nur wüsste, dass gerade überall die Regeln am laufenden Band gebrochen wurden. Schon am ersten Schultag. Sie wäre ausgerastet. Zum Teufel geworden!
Stattdessen bemerkte sie etwas anderes. Auf dem Treppengeländer lag ein Paket. Es schienen Handtücher zu sein und etwas anderes befand sich wohl noch auf ihnen drauf. Während Akunin einsam die Treppe hinauf ging und ohne Stopp von seiner Freundin beobachtet wurde, ging diese auf das Paket zu. Sie nahm den kleinen Zettel in die Hand und las ihn sich in Gedanken vor.
Ein Lächeln huschte über ihre von der Kälte noch etwas zitternden Lippen.
Umi und ihr Lächeln. Ihr fiel es nicht schwer die Mundwinkel in die Höhe schießen zu lassen. Es war so einfach sie dazu zu bringen. Sie brauchte so wenig um glücklich zu sein. Egal in welcher Situation. Es war schwieriger nicht zu lächeln.
Wunderbare Hikari. Umi müsste sich morgen so schnell wie möglich bei ihr bedanken und sie fragen, wie es ihrem Fuß denn ginge.
Akunin war schnell verschwunden. Ohne Verabschiedung, nur mit der indirekten Aufforderung ihn in Ruhe zu lassen. Und sie ließ ihn gehen, obwohl alles in ihr aufschrie mit dem Befehl ihm zu folgen. Morgen könnte sie ihm ja die Medizin bringen, die sie ihm schon einmal vor den Ferien gegeben hatte, als er krank geworden war. Morgen. Nicht jetzt. Akunin wollte allein sein. Er machte ihr noch immer Angst. Nicht jetzt folgen.
Jetzt wandte sie sich lieber an Zero. „Möchtest du vielleicht ein Handtuch und ein paar Taschenwärmer haben, Kiryu-kun?“ Lange wollte sie ihn nicht aufhalten. Er sollte viel lieber dem Co-Hausvorstand folgen.
Regentropfen kitzelten ihre Wangen und bereiteten ihre einen schlimmeren Schüttelfrost, als sie über ihren Nacken liefen. Ihre langen Haare waren schwerer geworden.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 10 Jun 2011 - 10:30

Zero hatte die Tür geschlossen, nachdem sie alle eingetreten waren. Der regen aber prasselte noch immer heftig gegen die hölzerne Pforte, sodass das Echo auch hier drinnen deutlich zu hören war. Als er sich umdrehte, war Akunin bereits verschwunden und Umi hatte ein Paket und einen Brief in der Hand.
Sie fragte ihn schließlich, ob er etwas brauchte, aber er schüttelte den Kopf, sodass auch einige der Tropfen sich lösten und auf den Boden fielen. Das Haar klebte im ganzen Gesicht und auf dem Kopf, aber das störte ihn nicht... Beziehungsweise durfte ihn jetzt nicht stören, denn er erkannte den Ausdruck in Umis Augen.

Er presste die Lippen aneinander und wandte den Blick ab, sodass die Ametystfarbenen die nächste Wand betrachteten - so als ob diese gar wichtiger wären. "Nein, vielen Dank. ich glaube ich bin nicht der, der gerade Hilfe braucht."
Zwar war sein gesamter Körper pitschnass und auch der Mantel schien beinahe schon ruiniert. Doch so streifte er ihn von den Schultern und hielt ihn mit ausgestrecktem Arm von sich. Wieder fielen dicken, nasse Tropfen auf den Boden, nachdem sie am Rande des Mantels entlangliefen. Nachdem ihm das aufgefallen war, erwiderte er weiter: "Wie gut kennst Du den Vize-Hausvorstand, hm?" Irgendwie musste er feststellen, dass er Fürsorge empfand. Aber weswegen nur? Schwer atmete er ein und schaute wieder zu dem Mädchen, das die Handtücher angeboten hatte. Dann legte er den Mantel etwas geknüllt über die Schulter, als wäre ihm das ganze Wasser egal.

"Es ist spät. Du solltest Dich ausruhen gehen. Wir können später noch einmal zu Akunin gehen... Denn es muss etwas schreckliches sein, das ihn beschäftigt." Mit der Hand winkte er ab, als ob er damit auch sagen wollte, dass er allein sein wollte. Es war schließlich schon weit nach Mitternacht und damit schon lange Zeit dafür, dass die Day-Class-Schüler endlich das Bett sahen. Auch machte er sich ein wenig darum sorgen, was Akunin tat. Hoffentlich findet er sein Zimmer und bleibt bis zum Morgen dort.


Umi ~ Zero
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Sa 11 Jun 2011 - 9:33

Auf seinem Weg aus den Fluren in den Eingangsbereich des Day-Dorm war ihm der Schwarzhaarige entgegengekommen, der nicht gerade sehr glücklich aussah. Aber was kümmerte es ihn? Dieser würde schon etwas sagen, wenn er Hilfe oder eine Gespräch bräuchte. Und so lange würde auch der Silberne nicht einen Ton sagen. Also missachtete er Akunin gekonnt und schlenderte an diesem vorbei die Stufen hinunter. Als sich die ametystfarbenen Augen zur Eingangspforte bewegten, sahen sie die beiden und für einen Augenblick der Stille vergrößerten sich die Pupillen des jungen Mannes. Dass Ichiru seinen Bruder so schnell finden würde, hatte auch er nicht erwartet. Ein schäbiges Grinsen setzte sich sofort auf seine Lippen und die Augenlider kniffen ein wenig enger zusammen. Da bist Du ja, Bruder.

Unmerklich stieg er den Rest der Stufen hinab, bis schließlich der Hausvorstand ein Päckchen hielt und Handtücher oder Taschenwärmer empfahl. Zero hatte schon geantwortet und auch bereits eine Gegenfrage gestellt. Aber auch das interessierte Ichiru keineswegs und erwiderte auf Umis Frage: "Aber ein Paar Taschenwärmer wären doch jetzt genau das richtige, nicht wahr?" Und so wurde auch die letzte Stufe genommen und er stand mit seinem trockenen Mantel vor den beiden. "Es ist schon mitten in der Nacht. Und ihr seid ziemlich nass... Ich frage mich, was ihr da draußen getrieben habt. Akunin schien auch ziemlich traurig..." Es waren nur sehr vage Andeutungen, die Ichiru da sagte, aber es amüsierte ihn, weswegen er das tun musste. Schließlich bot Umi Handtücher dem Guardian an. Und Akunin, der Vize, eilte nach oben... Allein. Da konnte man doch viel von denken, nicht wahr?

Doch er wollte nicht zu gemein sein, schließlich brauchte er es sich mit all den anderen Schülern hier nicht zu verscherzen. Also fragte er heuchelnd aber sehr freundlich: "Ist etwas passiert mit euch dreien?"
Ichiru aber wusste, dass es schon sehr sehr spät war, und dass sich alle Schüler im inneren ihres Zimmers aufzuhalten haben. Und er würde dieser Anweisung auch gleich folge leisten. Aber für den moment ging es nicht anders - er musste in der Gegenwart seines Bruder sein... Und sei es nur eine kurze Weile.

Umi ~ Zero ~ Ichiru
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mo 13 Jun 2011 - 14:48

Was für ein widerlicher erster Schultag. Heute Morgen bei der Empfangszeremonie waren alle noch so glücklich gewesen und voller Vorfreude. Und jetzt…
„Okay.“ hatte sie auf seine Antwort bezüglich der Taschenwärmer und Handtücher in einem freundlichen, dennoch leisen, Ton erwidert, doch auf die Frage seinerseits zuerst mit einer traurigen, nachdenklichen Miene reagiert.
Schon vor den Ferien hatte sie die Chance gehabt Akunin besser kennen zu lernen. Es war passiert, als Farkeon Endera den Gemeinschaftsraum verwüstet hatte und Aku parallel dazu krank geworden war. Das Fräulein Hausvorstand hatte ihm Medizin und Suppe gebracht gehabt, eigentlich um sich von Fars Aktion abzulenken und dem Jungen etwas Nettes zu tun, weil er den ganzen Abend lang beim Aufräumen des Gemeinschaftsraumes geholfen hatte. Zu Freunden aber, hatte das sie noch nicht gemacht. Die Ferien hatten hierbei zufällig nachgeholfen. Erst danach wurden sie alle dicke Freunde und eine Art Familie.
Allem Anschein nach waren sie noch nicht Freunde und Familie genug geworden, damit sich der Schwarzhaarige trauen konnte, sich sofort an Umi zu wenden.
Er will bestimmt lieber mit den Jungs reden, falls er überhaupt etwas sagen wird. Ist wohl auch besser so, überlegte sie.
Ehe sie dem Guardian schließlich eine Antwort darlegen konnte, erschien Ichiru Kiryu und fragte die zwei vom Regen noch immer nassen Schüler aus.
Am liebsten hätte sie ihn ebenfalls gefragt, wieso er denn noch so spät unterwegs war und ihm an den Kopf geworfen, dass er sich nicht in fremde Angelegenheiten mischen sollte, doch sie realisierte im selben Moment , dass sie genau das selbst gerade tat. Sie brach die Regeln und war drauf und dran gewesen sich in die Angelegenheiten ihres Freundes zu mischen.
„Etwas, das dich nicht zu beschäftigen braucht, vielen Dank, Kiryu-kun.“, sagte sie schließlich mit einer festeren Stimmt als vorhin. Langsam kamen ihre Kraft und ihr Mut wieder.
Sie wandte sich an den anderen Silberhaarigen: „Vielen Dank für deine Hilfe vorhin.“ Mit einer Verbeugung verabschiedete sie sich von beiden. „Ich wünsche euch eine gute Nacht.“
Sie hatte sich zwischen den Brüdern irgendwie fehl am Platz gefühlt. Ichiru zurecht zu weisen würde Zero wohl auch besser ohne sie schaffen. Mit kleinen Schritten hüpfte sie die Treppenstufen hinauf, die Sachen von Hikari fest im Arm haltend.

>>>Flur 1. Stock


Zero- Ichiru
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mo 13 Jun 2011 - 22:19

Kein Problem, Umi. Gute Nacht... Sie sah sehr nachdenklich aus... Zumindest war es das, was der Guardian aus ihren Augen lesen konnte. Mehr jedoch nicht, selbst dann, wenn er sich angestrengt hatte.
Dann aber wandte er sich dem Anderen zu, der sich eingemischt hatte. Ichiru war um diese Zeit auch noch wach, was absolut falsch war. Zunächst war Zero überascht ihn zu sehen und hatte mit einem neugierigen Ichiru gestutzt. Aber die Miene, der aufsetzte, die im allersten Moment noch ein wenig Freude ausdrückte, war im zweiten Augenschlag nur noch eine kalte und bittere. Zero wurde klar, dass Ichiru nur deswegen noch wach sein konnte, weil er ihn gesucht hatte... Warum war ihm nicht klar, aber der Silberne wollte darauf verzichten es überhaupt zu wissen... Umi hatte sich verabschiedet und würde hoffentlich schlafen. Akunin würde dies ebenfalls tun... wenn er sich überwinden könnte. Und Ichriu musste dass auch tun.
Es gab immernoch die sogenannte Geschwisterliebe zwischen den Beiden. Du solltest schlafen gehen, Ichiru. Es ist eine lange Nacht bereits gewesen, also bitte... Und in der Tat... Das Treffen mit Kaname, der Zwischenfall auf der Brücke... und der prasselnde Regen hatte den Guardian ziemlich angeschlagen. Wahrscheinlich würden morgen einige von ihnen krank die Schule betreten. Aber noch gab es keine Zeit darüber nachzudenken.

Den Mantel, der noch über Zeros Schulter hing, tropfte dann und wann und hinterließ eine kleine nasse Spur aus einzelnen Tropfen. Langsam schritt er auf den Bruder zu, nur um an ihm vorüberzuziehen und hinter sich zu lassen. Zero wollte nur noch eines... Ins Zimmer ohne einen Streit vom Zaun zu brechen. Das wäre das letzte, was er wollte. Nicht jetzt... Nicht mitten in der Nacht.
Ich leg mich auf's Ohr. Gute Nacht, Bruder. Wir sehen uns in der Schule. Schließlich stieg er die Stufen in den zweiten Stock hinauf ohne wieder nach hinten zu sehen. Ungern musste er Ichiru stehen lassen, aber momentan war es nicht anders möglich.

>>> Flur des 2. Stocks
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 17 Jun 2011 - 9:13

Wie schade, dass er sich denkt sofort wieder wegzumüssen. Vielleicht ist der Job eines Guardians ja doch anstrengender als er dachte? Dennoch huschte ein finsteres Schmunzeln auf seine Lippen, als Ichiru dem großen Bruder nachblickte, wie dieser bei den Stufen verschwand. Ein- oder zweimal hatte er geblinzelt und dann senkten sich die Augenbrauen tief ins Gesicht und verdeckten damit einen Teil der schönen ametystfarbenen Augen des Silbrigen. Aber grundsätzlich hatten sie wohl recht, wenn sie meinten, dass es schon spät in der Nacht wäre... Aber das war die Zeit, in der Vampire nunmal wach wären. Und deswegen verstand er Zero auch nicht. Er ging in die Day-Class und schlief über Nacht. Ein wirklich seltsames Verhalten für einen Blutsauger. Aber was kümmerte es ihn... Zumindest im Moment sollte es Ichiru eigentlich egal sein.

Gute Nacht, großer Bruder, flüsterte ihm hinterher. Der kleine der Beiden wusste, warum Zero so überrascht gewesen war, ihn zu sehen. Und er wusste auch, dass dieser sich über das Wiedersehen gar nicht so sehr aufgeregt sondern vielleicht gefreut hatte. Aber was brachte es sich darüber jetzt den Kopf zu zerbrechen, wenn doch das gesamte Wohnheim schlafen würde. Und Zero einen weiteren Besuch abzustatten, würde er sich wohl ersparen. Nicht mehr in dieser Nacht zumindest... Aber eines Tages zumindest, würde Zero fallen und wie eine Vase aus Glas, die auf dem Boden aufkommt, zerspringen - in all die kleinen Scherben, die dann noch übrig bleiben werden. Und Ichiru wollte dabei sein, wenn es endlich soweit wäre.

Nun aber machte er sich daran den Anderen zu folgen und stieg die Stufen wieder hinauf in den zweiten Stock, wo er das Zimmer hatte. Es wäre wirklich Zeit zum Schlafen...

(>>> Wohnheim 2. Stock)
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 15 Jul 2011 - 0:01

<------------------
Tor des Hauses Sonne

Im Day Dorm angekommen, war es ruhig und wieder war keiner da.
Akito hörte die Stimmen der Schüler, manche wurden lauter und manche bemühten sich anscheinend leise zu sein.
Immerhin, er war nicht alleine.
Der Jungwolf setzte sich auf die erste Stufe der Treppe und schaute sich im überaus hellen und freundlich wirkendem Day Dorm um.
Es war alles schlicht und doch hatte es etwas, was dem süßen Welpen gefiel.
Vielleicht würde er auf ein paar Schüler der Day Class treffen wen er hier warten und es sich gemütlich machen würde.
Also erhob sich Akito von der Treppe, tapste wenige Schritte und legte sich, mit einem flapp, auf eine der Sitzgelegenheiten.
Was für ein Leben!
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 15 Jul 2011 - 23:55

<= Flur

Sichtlich erschöpft schritt Akunin, sich am Geländer festhaltend, die Treppenstufen hinab. Er sah schrecklich aus und bleich wie ein Geist. Noch bleicher als sonst, mit rosa Wangen und triefender Nase. Seine Augen glänzten nicht wie üblich und es warm ihm warm. Ja, das war die Rache des Regens und seiner Trauer, dass er sich hängen lies. Es war ihm egal.
„Guten Morgen Tsurenai-kun. Musstest du grad eben herumschreien???“, beschwerte sich ein Mitschüler, den er wahrscheinlich grad eben geweckt hatte. Doch der junge Mann lächelte nur und winkte seinem Mitschüler nach.
Akunin lies sich mitten auf der Treppe nieder und legte den Kopf in den Schoß. Ihm tat der ganze Körper weh.
Ich will nur ins Bett…, dachte er und spürte wie ihm kalte Tränen über die Wangen liefen und sich mit seiner Hose verschmolzen.
Traurig und leer. Lasst mich doch in Ruhe, dachte er.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Sa 16 Jul 2011 - 0:38

Auf einmal hörte Akito Schritte, die Schritte eines jungen Mannes.
Neugierig, wie der Jungwolf nun mal war, hob er seinen Kopf und wartete.
Der Schüler erschien oberhalb der Treppe, doch ihn schien etwas zu beschäftigen.
Sein Blick war leer und Akito meinte eine Träne zu erkennen, ihm war so als könne er seinen innerlichen Schmerz spüren.
Der junge Mann setzte sich auf die Treppe und ließ seinen Kopf schwer, wie er schien, in den Schoß fallen. Er hatte Akito wohl noch nicht bemerkt.
Der Anblick des Schülers, der großen Schmerz verspürte, machte ihn nachdenklich.
Der Jungwolf erhob sich darauf langsam und sprang von der Sitzgelegenheit hinab.
Vorsichtig näherte er sich dem jungen Mann. Er wollte ihm helfen.
Also gesellte sich Akito zu ihm.
Nun stand er vor dem jungen Mann, nur zwei Treppen tiefer. Mit seinem Hundeblick schaute das Wölfchen ihn tröstend an und er hoffte, dass er dies nicht als störend empfand.
Vielleicht würde ihm die Gesellschaft von jemanden, der nichts sagte, nichts fragte sondern einfach nur da war, etwas motivieren.

Akunin - Akito

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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Sa 16 Jul 2011 - 10:30

(<<< aus den Fluren)

Als Zero ein Gebrülle gehört hatte, war er sich sicher, dass dies nur der Vize sein konnte. Und er sollte sich nicht getäuscht haben, als er die Stufen hinabstieg und Akunin am Ende sitzen sah. Der kleine Wolf Akito hatte sich wohl bereits zu ihm gesellt. Selbst das Tier hatte gemerkt, dass etwas mit ihm geschehen war. Gestern Nacht - erinnerte sich der Silbernhaarige - war irgendetwas mit Akunin geschehen und obwohl Zero schon ein Interesse daran hatte es wirklich zu erfahren, lag es nicht an ihm, um zu reden. Stattdessen stieg er die letzten Stufen weiterhin stumm hinab, während die Ametystfarbenen den Mitschüler musterten. Hoffentlich würde der nicht auf dumme Gedanken kommen und vielleicht irgendeinen Unfug anstellen...

So zog Zero an Akunin und Akito vorüber ohne ein freundliches Guten Morgen abzugeben. Stattdessen schlich er hinüber in Richtung des Ausgangs. Er spürte aber wie die Nase juckte, sodass er ein Niesen wohl kaum unterdrücken konnte. Und so durchstreckte dieses die gähnende Stille um die drei herum. "Entschuldigung", rief er noch, ohne die Anderen eines Blickes zu würdigen und legte die Hand auf die Türklinke, um schließlich das Haus ohne Frühstück zu verlassen. Doch er hielt einen Augenblick inne, ehe er den Kopf noch einmal zu Akunin wandte. Der kleine Wolf war ganz in der Nähe des Jungen, aber war das genug? Was war es, dass Akunin dermaßen niederschlagen konnte? Und nun musste er doch eine Frage stellen, ohne dass er es wirklich richtig gewollt hätte: "Es ist doch alles in Ordnung, oder Akunin?"


Akunin - Akito - Zero
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Sa 16 Jul 2011 - 15:04

Die Schülerinnen und Schüler, die inzwischen aufgewacht waren, strömten an Akunin Tsurenai, der auf den mittleren Treppenstufen des Erdgeschosses hockte, vorbei. Sie wirkten alle fröhlich und glücklich, präsentierten den Lebensstrom dar, der stets nach vorne trieb. Doch in mitten des Lebens hockte Akunin felsenfest auf seinem Platz, blickte weder auf, noch schien von seinen Mitschülern irgendeine Notiz zu nehmen. Voller Trauer schien er nicht mehr nach vorne gehen zu können, als hätte er jegliche Kraft des Lebensstroms verloren und nun in der Zeit verharrte. Jetzt fragte er sich, warum er ausgerechnet jetzt das Zimmer verlassen wollte, wo er Bettruhe unbedingt brauchte?
Trost spendende, warme und kuschelige Decke würde er wirklich sehr gern gebrauchen. Irgendetwas, was ihm ohne Worte Geborgenheit schenkte.
Das Treppenhaus war leer, glaubte er und schluchzte leise, während er sein durchnässtes Gesicht hob und mit dem Ärmel der Uniform trocknete, bevor ihn irgendjemand in diesem Zustand vorfinden würde. Er bemerkte etwas. Er spürte, dass er beobachtet wurde, spürte, dass irgendjemand in seiner Nähe war. Seine Augen blieben auf den unteren Stufen ruhen und er entdeckte den jungen Wolf.
Grau, schwarz, weißes Fell, welches 7 cm lang war. Akunin mochte Tiere und der junge Wolf wirkte auf ihn irgendwie… süß.
Moment… was macht hier ein Tier?, stellte er sich die Frage und trocknete sich die letzten Tränen ab, während er sich nach vorne beugte und vorsichtig seine Hand ausstreckte, um das süße Tier zu streicheln. Irgendwie schenkte ihm das Tier einen traurigen, mitleidsvollen Blick, als ob es seinen Kummer spüren würde. Akunin war schon immer der Meinung gewesen, dass man Gefühle vor Tieren nicht verstecken konnte, weil diese es so oder so spüren können.
“Wer ist dein Herrchen?“, fragte er Akito.
Die kurzzeitige Ruhe wurde unterbrochen und Zero Kiryu schritt die Treppen hinab, begrüßte ihn wie immer nicht. Das hatte Akunin auch nicht erwartet, verlangte es auch nicht von ihm. Nein, er fand es sogar gut, vor allem weil Zero den Tag zuvor Zeuge seines Gemüts wurde.
Was Akunin verwunderte, war, dass Zero nicht auf den jungen Wolf reagiert hatte.
"Es ist doch alles in Ordnung, oder Akunin?", stellte Zero doch eine Frage an der Türschwelle.
Da Zero zu den Guardians gehörte, im Grunde eine Erklärung für Akunins Verhalten des letzten Abend brauchte, atmete Akunin tief ein. Abwesend kraulte er den jungen Wolf.
“Der Unterricht findet bei dem Rektor statt, etwa nicht? Ich weiß nicht ob es nötig ist…“, begann er sehr leise, mit krächzenden Stimme, als ob ihm das Sprechen Schmerzen bereiten würde.
“…aber könntest du ihm ausrichten, dass ich nicht zum Unterricht kommen kann?“
Hustend erhob er sich und schenkte Akito ein trauriges, angedeutetes Lächeln.
“Meine Mutter ist gestorben“, fügte er leise hinzu und richtete seinen Blick auf den Boden, während er seine Hände in die Hosentaschen legte und sich zum Gehen abwandte.
“Tut mir leid wegen gestern… Behalte das bitte für dich…“, murmelte er flehend und schritt die Treppenstufen hinauf. Zerbrechlich wie er war, befürchtete er selbst, dass er zusammenbrechen würde.

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