Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
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BeitragThema: Krankenhaus   Fr 8 Jan 2010 - 21:04

beschreibung kommt noch
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Do 28 Jan 2010 - 22:23

Nach langer Zeit eines nicht enden wollenden Schlafes bereitete sich endlich wieder das Bewusstsein in dem schwachen, menschlichen Körper aus, welcher in einem sterilen Raum lag, angeschlossen an ein paar piepsende und summende Geräte.
Nach ein wenig vergangener Zeit regte sich zaghaft etwas unter den Augenlidern und nach noch etwas mehr Zeit öffneten sie sich langsam und gaben ein paar hübsche, jadegrüne Augen preis. Jedoch schlugen diese im selben Moment sofort wieder zu, da das gleißend helle Licht im Raum quälend blendete. Nach ein paar erneuten erfolglosen Versuchen klappte es dann endlich und Ryou Okinawa wurde wieder vom Leben begrüsst.
"Was ...", entfuhr es dem jungen Mann leise als er ein Beatmungsgerät auf seinem Mund spürte und er richtete sich langsam auf, doch sofort fuhr ein stechender Schmerz quer durch seinen Körper, beginnend in seinem Kopf und nach der Wanderung durch den Körper wieder in selbigen zurück, ohne jedoch dort enden zu wollen.
"Mein Kopf.." Mit einem gequälten Geischtsausdruck fuhr seine Hand nach oben und ertastete einen Verband.
Was ist nur passiert..?
Obwohl Ryou noch einige Bilder vor Augen hatte, konnte er sich doch nicht mehr an Einzelheiten erinnen, geschweige denn was passiert war und wer daran beteiligt war.
Schemenhafte Gestalten, Kälte, Schnee und der Geschmack von Blut.. Das war alles was ihm noch im Kopf geblieben war. Jedoch drangen diese Bilder und Gefühle umso intensiver auf ihn ein, als wollten sie ihn dazu auffordern sich zu erinnern.
Angestrengt dachte der junge Mann nach. Doch je mehr er versuchte sich zu erinnern, umso schneller schienen die Erinnerungen zu verschwinden.
Verdammt! Schon hatte er sich in alter Manier das Beatmungsgerät vom Mund gerissen, voller Ärger über sein Unwissen.
Dabei hatte er nicht bemerkt, dass die Tür geöffnet worden war und jemand in den Raum trat.
"Wie ich sehe bist du endlich aufgewacht?!", erklang dann eine sonore Stimme und schon näherte sich ein Mann mittleren Alters mit schwarzem, längerem Haar und einem kleinen Bart am Kinn. In seinem Gesicht fand sich ein erleichtertes Lächeln.
"Ich bin Dr. Kenichi Takahashi."
Ein Moment verging ehe Ryou antwortete: "Ich bin im Krankenhaus! Warum? Was ist passiert?"
"Ich hatte gehofft, dass du mir das erklären könntest, Ryou! Aber sag mir erst einmal wie du dich fühlst!"
Dr. Takahashi kam näher und blieb kurz vor Ryou's Bett stehen. Mit einem kurzen Blick auf das abgenommene Beatmungsgerät hob er kurz die Hand und hinter ihm kam eine Schwester zum Vorschein, die Ryou beim reinkommen gar nicht bemerkt hatte. Diese machte sich ohne ein Wort daran, alle anderen Maschinen und Kabel von dem Rothaarigen zu lösen und verschwand dann so schnell wie sie gekommen war.
Der junge Patient liess sie gewähren und setzte erst wieder an, als sie raus war: "Ich weiß nicht. Ich bin ein wenig verwirrt und mein Körper schmerzt, vor allem mein Kopf." Wie um dies zu bestätigen, entfuhr ihm ein leises Stöhen. "Ich erinnere mich an kaum etwas. Ich weiß nur, dass es kalt war. Und Schnee meinte ich zu spüren. Dann waren da diese schemenhaften Gestalten und ich habe Blut geschmeckt. Mehr weiß ich nicht."
Nickend hörte sich der Arzt Ryou's kurzen Bericht an.
"Du warst schwer verletzt. Klar, dass du Schmerzen hast, aber die werden vergehen. Und was dein Erinnerungsvermögen betrifft: Ich denke du leidest unter einer vorübergehenden Amnesie. Deshalb kannst du dich nicht erinnern. Aber das wird wieder. Mit der Zeit.."
"Und wann? Ich weiss nicht was geschehen ist, warum ich hier bin und wie ich hier herkam."
"Die Erinnerungen werden noch eine Weile brauchen ehe sie zurückkehren, aber wie du hier herkamst, kann ich dir erklären. Ein Passant hat dich blutend in einer Gasse in der Stadt gefunden. Wenn er nicht gewesen wäre, wärst du jetzt tot."
Einen Augenblick lang schwieg Dr. Takahashi, dann setzte er wieder an.
"Du warst in einer Art komatösem Zustand, schwebstest in akuter Lebensgefahr. Wir haben dich an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen. Dann blieb uns nur noch zu warten. Warten darauf dass du von allein wieder hochkommen würdest. Und das hast du zum Glück geschafft."
Wortlos hörte der Schüler dem Arzt zu.
"Wie lange bin ich schon hier?", warf er dann ein.
"Lange. Es ist schon eine ganze Weile her, dass du hier eingeliefert worden bist. Du warst die ganze Zeit über nicht bei Bewusstsein."
"Und wann kann ich hier wieder raus?"
"Nun, etwas wirst du dich noch gedulden müssen, aber es wird nicht mehr lange dauern. Ein paar Tage vielleicht noch, bis wir sichergehen können, dass du wirklich komplett genesen bist."

"Weiß die Schule was vorgefallen ist?"
"Ja, ich habe dem Schulleiter Bescheid gegeben."
Darauf folgte ein längeres Schweigen.
"Ich weiß nicht wer dir das angetan hat, aber derjenige hatte keine Skrupel. Im Gegenteil. Ich glaube er hatte sogar vor dich zu töten", durchbrach dann Dr. Takahashi's Stimme die Stille, die zum ersten Mal etwas bedrückt und abwesend klang, als spräche er mehr zu sich selbst, als zu Ryou. Auch seine Haltung zeigte deutliches Mitgefühl.
"Ich hoffe sie kriegen denjenigen." Dann wandte er sich zum Gehen um.
Als er die Tür erreicht hatte, drehte er sich noch einmal dem Rothaarigen zu. "Ruh dich noch ein wenig aus. Ich werde nachher nochmal nach dir sehen. Wenn was ist, neben dir ist eine Fernbedienung. Drück den roten Knopf wenn du irgendwas brauchst."
Dann verschwand er und Ryou blieb allein zurück.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Di 27 Apr 2010 - 22:59

Weiß. Er hasste weiß. Und er hasste dieses Zimmer, vor allem weil es eben weiß war! Schon seit mindestens vier Tagen lag Kazuya einsam in einem Zimmer und durfte die Zeit tot schlagen. Zumindest für eine kurze Zeit, denn bald musste er zurück an die Cross. Doch was war geschehen, dass er hier lag? In der Tat sein Vater hatte ihn auf diese Schule geschickt ohne ihn zu fragen. Wahrscheinlich war es die „Rache“ dafür, dass er immer noch sein grünes Haar behielt. Anderseits bestand er immer noch darauf, dass er später die Firma übernimmt und er schickt ihn deshalb auf die, schon beinahe, berühmte Cross Academy.
Das lass ich aber nicht wirklich mit mir machen!, dachte Kazuya damals und beschloss sich dem Willen seines Vater nur deshalb zu beugen, weil er nicht zu Hause sein musste. Ein Trostspendender Gedanke, der ihn zumindest ein wenig optimistisch stimmt.
Aber wenn Kazuya sich sein vergipstes Bein so anschaut, bezweifelt er selbst seinen Optimismus. Manchmal glaubte er doch, dass der Tod der einzige Ausweg aus seinem grauenvollen Leben war. Aber es war vielleicht wirklich dumm gewesen, ohne nach zu denken auf den Inlineskates durch die Stadt zu fahren und anschließend beinahe vom Auto erfasst zu werden. Zum Glück war er noch rechtzeitig ausgewichen. Zwar hatte er sich beinahe das Bein gebrochen, aber die nicht so erfreuliche Nachricht würde seinen lieben Vater etwas „verärgern“. Gut, er hatte sich noch den Kopf auf dem Bordstein aufgeschlagen und mehrere Schrammen eingefangen, aber zum Glück gibt es Helme und Schoner.
Ohne den Helm wäre ich tot, wiederholte er den Gedanken, der in seinem Kopf herumspuckte wie ein Geist und seufzte. Vielleicht wäre es ihm wirklich besser, wenn er einfach tot wäre. Nur dieses schlechte Gewissen hockte ihm ständig auf den Schultern, denn nachdem sein Vater nicht nur den ältesten Sohn sondern auch seine Frau verloren hatte, würde er bei dem Tod seines letzten Sohnes in ein tiefes Loch stürzen – in ein tieferes als er jetzt schon war. Die Nachricht würde ihn zwar schocken, aber das machte Kazuya zufrieden genug. Die letzten Tage musste er alleine in diesem Zimmer leben und nicht schon genug Folter, die Fernsehzeit war in diesem Krankenhaus begrenzt. Zum Glück hatte er einen funktionierenden mp3-Player, der jederzeit aufladbar war, damit er einigermaßen die Zeit nutzen konnte. Aber nach vier Tagen hatte er inzwischen seine 8 GB Musiksammlung wirklich durch.
Ohne Kyoko wäre ich aufgeschmissen…, kommentierte er sich selbst und blätterte durch eine Zeitung, die auf seinem Oberkörper ausgebreitet lag. Die Krankenschwester Kyoko brachte ihm manchmal ein paar Zeitungen oder Magazine. Manchmal schickte er sie mit etwas Geld zu dem Kiosk des Krankenhauses. Bereits ein Tag zuvor hatte er sich angefleht einen Zimmerkameraden zu finden, damit er mit anderen Menschen kommunizieren konnte. Auf diese Bitte hatte sie sich empört umgedreht und war gegangen.
So hatte ich es nicht gemeint!
Seufzend packte er das Papier zur Seite und deckte sich zu, als würde er frieren. So gut es nur gehen konnte, wälzte er sich vorsichtig zur Seite, damit er aus dem Fenster schauen konnte. Grüne Strähnchen umrandeten sein blasses Gesicht und schauten Tentakelähnlich unter seinem Kopfverband heraus. Die Ärzte haben ihm nicht gesagt, wann er wieder entlassen werden würde, weil sie ihn unter Beobachtung haben wollten.
„Er scheint psychisch ein wenig durcheinander zu sein…“, hatte damals Kyoko geflüstert, das wusste er ganz genau.
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mi 19 Mai 2010 - 12:31

<------ Campus

Mr. Parker wurde auf dem Gelände der Cross in den Krankenwagen verladen, und ohnmächtig wie er war ins Krankenhaus verfrachtet. Dass er getan hatte was er getan hatte war Beweiß dafür, dass er ,schon wieder, allen seinen Lebensmut eingebüßt hatte, und das Projekt Japan, den Neuanfang den er eigentlich hatte machen wollen als gescheitert betrachtete. Er wollte das nicht mehr, wollte sich nicht ständig Vorwürfe machen müssen. Wollte nicht in ständiger Sehnsucht nach denen Leben die er liebte.. Er wusste nicht mehr was er tun sollte als seinem Leben ein schnelles Ende zu setzen, und es hätte ja klappen können, aber da sein Körper schon so an das Beruhigungsmittel gewöhnt war was er eingenommen hatte hatte es nicht ganz gereicht um seinen Puls und seine Hirnaktivität auf null herunterzufahren. Ein grausamer Gedanke wenn man so darüber nachdachte, der Junge war gerade einmal siebzehn Jahre alt und hatte das Leben schon über beide Ohren satt, gut seit einigen Jahren hatte er ja auch nichts mehr zu lachen, wenn es ihm denn überhaupt möglich gewesen war.
Im Krankenhaus wurde ihm der Magen ausgepumpt und er wurde wieder ins Bewusstsein geholt. Wahrscheinlich würden sie ihn einfach wieder in die Psychiatrie abschieben und diesen hochintelligenten jungen Mann der wohl großes hätte vollbringen können einfach vor sich hin vegetieren lassen. Was hatte das Leben noch für einen Wert?
Das dachte er als er auf einem harten weißen Bett liegend zu sich kam. Sein kopf fühlte sich an als würde er von Presslufthammern bearbeitet... Er lag auf diesem Bett in einem Zimmer welches auch vollkommen Weiß war... hatten sie ihn also schon dort hin verfrachtet? Er wartete ja nur noch auf das Gefühl, das seine Arme und Beine ans Bett gefesselt waren. Aber das blieb zum Glück aus, er öffnete die blauen Augen und erblickte noch einen anderen jungen Mann, den Elan zu reden hatte er allerdings nicht.

Kazu~ Aiven
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Do 20 Mai 2010 - 13:14

Der Aufenthalt im Krankenhaus war wie eine Trance und zog sich durch die Langweile und Einsamkeit in die Länge. Manchmal verlor Kazuya Tataku, Patient mit einem gebrochenen Bein, sogar das Zeitgefühl und musste die Krankenschwestern fragen, was für ein Tag und wie spät es sei. Manchmal lachte der Arzt, der ihn regelmäßig besuchte und schüttelte den Kopf, bevor er das Zimmer verließ: „Das hast du mich schon vor wenigen Stunden gefragt, Tataku-kun!“
Abgesehen vom Essen fand der junge Mann den Aufenthalt ätzend. Auch lief nichts Interessantes im Fernsehen, wenn er die Röhre anstellen durfte. Manchmal schaltete er sich durch die Programme, bis er einschlief oder auf einen angenehmen Musikkanal stieß. Auf Grund der unbequemen Liegeposition, musste er sich wie ein desorientiertes Kind im Bett wälzen, weil ihm nach kürzester Zeit der Hintern weh tat. Auch das Schlafen in der Nacht war unbequem und so dauerte es eben viel länger bis er in das Land der Träume glitt, als sonst.
Mir geht es gut… Das ist es den Meisten egal… also? , hatte er zuletzt gedacht, bis er irgendwann eingenickt war. Manchmal fragte er sich, ob er nicht irgendwelche Beruhigungsmittel bekam, damit sie ihn und seinen aufbrausenden Charakter lähmten oder es war einfach diese Wirkung der Schmerzmittel, damit er nicht vollzählig dem Elend unterging.
Im laufe des Tage wurde die weiße Türe seines Zimmer geöffnet und ein im Bett schlafender junger Mann wurde hineingeschoben.
„Sie werden sich gut verstehen…“, hatte Kyoko gemurmelt, leise wie es nur ging, damit weder der Schwarzhaarige noch Kazuya selbst geweckt wurde. Langsam kam auch der Grünhaarige zu sich, stellte sich immer noch schlafend. Er spürte, dass die Krankenschwester seine Werte und seine Verbände untersuchte, sich entfernte und ging. Kazuya wachte schließlich endgültig auf und reckte sich. Es wunderte ihn, dass er genauso lag, wie er eingeschlafen war: Zum Fenster gerichtet. Diesmal entdeckte er ein kleines Packt auf seinem Nachttisch, doch seine Aufmerksamkeit galt immer noch dem Neuling. Er musterte den jungen Mann mit dem schwarzen Haar. Er sah europäisch aus und er war noch blasser als diese weiße Wandfarbe. Wahrscheinlich sah er noch fertiger aus, als Kazuya nach seiner Einlieferung.
Endlich mal jemand… Sonst wäre ich verreckt…, dachte er und griff vorsichtig nach dem Päckchen, welches er neugierig betrachtete. Es sah eher nach einer Geschenkkiste aus. Er wusste, dass sein Vater ihm noch etwas schicken wollte, damit der Aufenthalt angenehmer war. Natürlich wurde das am Ende des letzten Briefes mit einer kleinen Fußnote erwähnt, weil sich sein Vater hauptsächlich schriftlich aufgeregt und beschwert hatte.
Nachdem der junge Mann den Deckel geöffnet hatte, zog er den Inhalt heraus.
Ein Buch… wow…, dachte er enttäuscht und verwundert zugleich. Der Grünhaarige betrachtete den Umschlag. Es war sein Buch, das er neulich gekauft hatte, bevor er den Unfall hatte. Gelesen hatte er es noch nicht. Neugierig öffnete er die erste Seite und begann zu lesen.
Einige Seiten später wurde auch sein Zimmerkamerad wach und öffnete die Augen. Kazuya hatte noch nie einen Menschen mit so welchen blauen Augen gesehen. Man merkte, dass er ein typischer Japaner war. Er blickte kurz auf und ließ sein Lesezeichen auf der richtigen Zeile ruhen.
“Hi“, begrüßte er Aiven freundlich und willkommen, merkte jedoch das der Andere kaum eine Unterhaltung führen wollen würde. Er fand es zwar schade, musste damit klarkommen. Ihm blieb also nichts anderes übrig, als Schultern zuckend sich erneut in das Buch zu vertiefen…

RF: Aiven - Kazuya
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Sa 22 Mai 2010 - 0:03

<= Campus
Es war eine lustige Fahrt ins Krankenhaus gewesen. Natürlich nicht so gemeint, wie es war. Vielmehr war man sich jetzt nicht sicher, ob der liebe Rektor einen Herzinfarkt oder eher einen Nervenzusammenbruch kriegen würde. Im Krankenwagen war er ja schon gewesen, da machte es nicht viel aus. Da würde man ihn auch schon versorgen könne.
Doch der Schein trügt. Er, der Mann, der wie der tollpatschigste Tollpatsch wirkte, war ein ernster, besorgter Mann in diesem Moment. Seine Gesichtszüge wirkten hart, sein Zopf hatte sich halb aufgelöst und hing ihm teilweise ins Gesicht. Mit einer sanften Geste hatte er sich die Brille ausgezogen und passierte sich den Nasenrücken.
Es musste ja irgendetwas kommen… Erst Ryou-kun, dann Tataku. Jetzt Farkeon und Aiven… Wie soll ich das dem Elternrat erklären…, überlegte er und wirkte durch die fehlende Brille etwas gefährlicher. Seufzend hatte er Aiven angestarrt, bis er Kopfschüttelnd die Brille aufsetzte und sich an Taki und Far wand.
“Es ist der falsche Moment, aber kann mir bitte jemand von Euch erklären… *lange Pause um Luft zu holen* Farkeon… Warum hast du den Gesellschaftsraum verwüstet?“, fragte er ernst und beherrscht. Er signalisierte damit, dass mit ihrer Antwort ihre Zukunft auf der Cross Academy auf dem Spiel stehen würde. Kaien Cross achtete – versuchte zumindest – auf seine Schüler zu achten, daher schmiss er nicht grundlos seine Schüler aus dem Internat.
“Ich wäre gezwungen deinen Eltern einen Brief zu schreiben, außer du bist ehrlich zu mir!“, setzte er fort und seufzte wieder. Plötzlich wurde ihm wieder bewusst, dass er sich mehr um seine eigenen Kinder kümmern sollte, die wahrscheinlich Wind von der Sache mitbekommen hatten.
Ich bin wahrscheinlich ein lausiger Vater oder Rektor…, dachte er und lächelte ein trauriges Lächeln, sodass sich feine Grüppchen bildeten. Kaum zu fassen, dass dieser Schönling mehr als zweihundert Jahre alt war, was niemand wusste außer der wenigen Ausnahmen.
Schrecklich, langsam konnte er das Krankenhaus in die Schule integrieren. Er freute sich – ironischerweise – auf die beklagenden Eltern.
Was für ein Pech hatte er bloß verdient, ganz, ganz Großes.
Inzwischen waren sie im Krankenhaus angekommen und er stieg aus, half Far und schaute zu wie Aiven in Windeseile weggebracht wurde. Eine nette Krankenschwester führte Taki, Far und Kaien in ein freies Behandlungszimmer, wo sie nun warten mussten.
Gleich mache ich einen Rundgang…, dachte er seufzend.

Aiven - Kazuya
Ryou
Taki - Far - Rexi
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Sa 22 Mai 2010 - 18:13

<-Campus

Taki Anhso war durch vielerlei Dinge an Krankenwagen, Notärzte und Krankenhäuser gewohnt. Zu erst waren da ein mal seine Hobbys. Loopings mit dem Rad und Drag-Bike waren sein Leben. Bis er aber einen Salto geschafft hatte, hatte es natürlich gedauert und ein paar Kratzer eingebracht hatte es erst recht. Er machte sogar schon bei einigen Shows und Veranstaltungen mit. Bei so etwas ging immer mal etwas schief. Damit rechnen alle Extremsportler. Sogar bei Profis, wie den Leuten von Nitro Circus, geht immer mal was schief. Zudem kam es nicht selten vor, dass irgendetwas nach einem Streit mit seinem Bruder Hizashi oder bestem Freund Yamamoto, am Ende ausgerenkt war! Doch die Ärzte, bei denen er war, waren Meister auf ihrem Gebiet. Seine Haut hatte nirgendwo eine Schramme oder Narbe. Seine Knochen vielleicht, aber nicht seine Haut! Und wenn man an seine Krankenschwester denkt, dann kein Wunder, dass die Narben gut verheilt waren!
Doch dies war nur ein Grund. Der weitere Grund war, dass er auch immer die Begleitung spielte, wenn seinen Freunden und Kollegen etwas passiert war, oder auch seiner Mutter.
Heute war er auserkoren worden, wieder den Begleiter zu spielen! Es wird was zu lachen geben, wenn das irgendwer bei ihm zu hause erfährt, denn bevor er zur Cross Academy gekommen war, hatten sie scherzhaft gewettet, dass man ihn hier so verwöhnen würde, dass er selbst das Wort Krankenhaus vergessen würde.
Dazu wäre es wohl auch gekommen, wenn der Zufall nicht gewesen wäre.
Farkeon hatte so genervt geschaut, als sie geschmollt hatte. Den Schmerz, egal wie stark und stur sie war, konnte man ihr jedoch ansehen.
Einer von Takis Freunden hatte es geschafft, sich beide Arme zu brechen. Er war nach einem Flug über von Rampe falsch aufgekommen, sodass er durch die Wucht der Landung abrupt vom Lenkrad nach vorne flog. Der Sturz brach ihm das rechte Handgelenk und einen Knochen des linken Unterarms, was noch ziemliches Glück war. Anstatt sich helfen zu lassen, ist er aufgestanden und weg gegangen. Bei jedem Schritt den er machte, wuchs der Schmerz, weil der Schock verflog, bis er dann zusammenbrach. Hätte er sich helfen lassen, hätte er sich tragen lassen, wäre es vielleicht weniger schmerzhaft gewesen.
Kopfschüttelnd stand er zu erst da. Dann warf Akunin Far seine Meinung an den Kopf und er musste zustimmend nicken.
Nun waren er, der Rektor und Far also in einem Krankenhaus, in einem Behandlungszimmer, um genau zu sein. Taki stand neben einem kleinen Regal. Durch die gläsernen Fensterchen konnte er die verpackten Spritzen sehen. Ihm lief es kalt den Rücken herunter. Da war es egal, wie oft er schon eine bekommen hatte, jedes mal bekam er bei dem Gedanken, wie die Nadel durch Haut und Gewebe in eine Ader oder Vene lief, einfach Gänsehaut.

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Far – Rexi - Taki
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Di 25 Mai 2010 - 20:14

Nachher kam und ging, ebenso wie die Tage kamen und gingen. Viel zu viele Tage. Dr. Takahasi sah oft nach Ryou dessen Zustand sich für kurze Zeit verschlechtert hatte. Mittlerweile ging es ihm jedoch wieder besser und es wurde langsam Zeit dass er aus dem Krankenhaus rauskam, so dachte er zumindest.
Der Winter hatte sich bereits verzogen und der Frühling war angebrochen. Viel zu lange schon war der Rothaarige nun hier gewesen. Oft hatte er seine Zeit damit verbracht zu schlafen, wenn er jedoch wach war schaute er entweder TV (was bei fünf Programmen eine Meisterleistung war, darum liess er den Fernseher meist aus) oder er starrte aus dem Fenster. Dies bestand aus zwei mannhohen Scheiben, daneben hingen einfache weiße Vorhänge, die man bei Bedarf zuziehen konnte.
Eigentlich hatte der Schüler erwartet in einem fensterlosen Raum zu liegen. Dass er hier aber den Ausblick geniessen konnte kam ihm ganz gelegen, wusste er doch nicht wie er die Zeit sonst totschlagen konnte. Zwar lag ein Buch neben ihm auf dem Beistelltisch, jedoch verspürte der junge Mann keinen großen Drang einen derart kitschigen Frauenroman zu lesen.
So war er darauf angewiesen sich allein auf die Fenstersicht zu beschränken. Und auch wenn es ein Krankenhaus war, so bot diese einen herrlichen Ausblick auf eine kleine typisch japanische Gartenanlage. Kirschbäume befanden sich dort und säumten einen kleinen Kiesweg. Zu beiden Seiten befand sich eine Rasenfläche. Rechts vom Kiesweg, in kurzer Entfernung konnte Ryou einen steinernen Springbrunnen erkennen und eine kleiner Wasserstrahl trat daraus hervor und plätscherte in das Auffangbecken. Um ihn herum standen auf einer größeren Kiesfläche hölzerne Bänke, die zum ausruhen und entspannen dienten. Gegenüber – auf der anderen Seite vom Kiesweg – war ein kleiner Schrein errichtet worden, mit einer Buddha-Statue die in der Mitte thronte, für jene die beten wollten. Alles in allem ein hübscher Privatgarten, der in den späten Frühlings- und Sommermonaten wohl bei den Langzeitgästen besonders beliebt war, zumal dann dort sämtliche Blumen und Sträucher in voller Blüte standen.
Neben den Pflanzen erwachten nun auch die Tiere zu neuem Leben. Ryou konnte kleine Käfer, Schmetterlinge, Ameisen und noch viele andere Insekten entdecken. Auch viele Vögel kamen und suchten Futter oder nahmen am Springbrunnen Wasser zu sich. Gezwitscher und Gesänge erfüllten den kleinen Garten und ein ums andere Mal wäre der junge Mann gerne draussen in der Sonne gewesen. Doch er musste leider noch immer das Bett hüten.
So verbrachte er Tag um Tag. Doch irgendwann wurde ihm auch der Anblick aus dem Fenster Leid. So wandte er sich dem Raum zu. Obwohl dieser steril weiß war und viele Geräte herumstanden, hatte es auch ein paar wohnliche Aspekte. So erkannte er Ryou an der Wand, die direkt gegenüber seinem Bett lag, ein großes Bild mit einem schönen Sonnenaufgang unmittelbar hinter dem Fuji-san. Die Rot- und Cyantöne hüllten den Raum in eine behagliche Wärme.
Auch sonst war liebevoll versucht worden alles etwas gemütlicher zu gestalten. Eine grüne Pflanze stand unmittelbar unter dem Bild auf einem schmalen Tisch und neben sich auf dem Beistelltisch war eine Vase vorhanden, in welcher ein paar frische Blumen standen. Auch wenn sie mit dem Buch total daneben gegriffen hatten fand der Rothaarige, dass sie sich schon ordentlich Mühe gegeben hatten, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Nachdem er sich aber auch sehr schnell an diesen Anblick gewöhnt hatte, war die restliche Zeit im Krankenhaus für den jungen Rothaarigen die reinste Quälerei. Nicht die geringsten Aussichten auf irgendetwas Interessantes.
Nicht nur einmal hatte er daran gedacht einfach abzuhauen. Als er sich jedoch immer dann aus dem Bett erhoben hatte, spürte er wie wenig Kraft er noch hatte und er beschloss zu bleiben, auch wenn er dann vor Langeweile sterben würde. Der einzige Vorteil war, dass er nun immer ausgeschlafen war.
„Klasse“, murrte er und setzte ein schiefes Grinsen auf.
So vergingen noch einige Tage und eines Morgens war Ryou gerade im Begriff den frischen Strauß Blumen zu zerrupfen, als es an der Tür klopfte.
“Herein!“, rief er und kaum hatte er ausgesprochen wurde auch schon die Tür geöffnet und Sensei Takahashi trat ein.
“Hallo Ryou! Wie geht es dir heute?“, wandte er sich sofort an den Rothaarigen.
“Gesundheitlich ganz gut, aber seelisch verkümmere ich vor Langeweile. Wann komm ich endlich hier raus? Ich bin schon viel zu lange hier!“, entgegnete dieser.
„Nun, das wollte ich dir ja eben mitteilen. Ich hab soeben erfahren, dass der Rektor deiner Schule hier ist und ich werde gleich mal mit ihm sprechen.“ Er hielt kurz inne. “Er kann dich heute wieder mitnehmen, Ryou!“
Ungläubig blinzelte Ryou. "Ich komme also endlich hier raus?"
"Ja, Ryou. Du kannnst heute gehen. Ich werde mit deinem Rektor sprechen, dass er dich wieder mit zur Akademie nimmt“
Es dauerte eine geraume Weile bis der Schüler endlich den Sinn der eben genannten Worte begriff und langsam zeigte sich ein Lächeln auf seinen Lippen, gesteigert in ein erleichtertes Lachen.
Ich komme hier raus!
Ob der Freude, die man bei dem jungen Mann nur selten sehen konnte, legte Sensei Takahashi seinerseits ein sanftes Lächeln auf. “Ja, aber einen Moment musst du dich noch gedulden. Ich muss erst deinem Rektor Bescheid geben“, bremste er Ryou’s Euphorie etwas. "Ich lasse dich jetzt nochmal allein. Gleich kommt eine Schwester und löst die letzten Verbände. Dann kannst du schonmal deine Sachen packen. Ich bringe den Rektor dann zu dir." Damit wandte er sich um und verliess das Zimmer. Nur einige Augenblicke vergingen, dann kam auch schon besagte Schwester. Kaum hatte diese ihre Arbeit verrichtet, erhob sich Ryou. Er war nach dem langen Aufenthalt noch ziemlich wacklig auf den Beinen, doch er brauchte nicht lange um diese Unsicherheit wieder abzulegen. Schon hatte er sich an seinen Sachen zu schaffen gemacht und packte diese in seine Tasche. Dann setzte er sich auf das Bett und wartete auf den Rektor.

Aiven - Kazuya
Ryou
Far – Rexi - Taki
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Di 13 Jul 2010 - 19:17

Konnte der Tod tatsächlich so unglaublich unbequem sein?
Hieß es nicht eigentlich, dass man dann nicht mehr leiden mussten?
Als er die Augen öffnete fühlte sich sein Kopf an als würde er mit Presslufthämmern bearbeitet...
Gnadenlos strahlte eine Neonröhre auf ihn hernieder, und erst jetzt realisierte er, dass er in einem Bett, in einem Zimmer lag... weiße Wände... weiße Bettwäsche, ein komplett weißes Zimmer...
Ihm drehte sich der Magen um... Nein! Er konnte doch nicht... oder doch?
Dann doch lieber tot...
Alles bloß nicht wieder Psychiatrie...
Alles bloß nicht wieder die geschlossene...
Nein, nein, nein, das durfte nicht wahr sein.
Blaue Augen sahen müde umher, dann merkte er in seinem Linken Arm eine Nadel... eine Infusion... wahrscheinlich Beruhigungsmittel... nein, es war Kochsalzlösung... er sah sich um, hatte aber noch keine Kraft den Kopf zu heben... Die Zimmer sahen echt alle gleich aus. Aber das hier war keine Psychiatrie... Hier gab es Telefone und Fernseher und andere Dinge mit denen Mann jemanden Rufen konnte, oder sich verletzten... das hier war ein Krankenhaus..
Er blickte müde auf als er eine Stimme hörte die ihn mit 'Hi' begrüßte...
"Hi" seine Stimme wollte noch nicht ganz gehorchen... wieder ein missratener Versuch diesem Jammertal zu entrinnen....
Na wunderbar...

Kazuya - Aiven
Ryou
Far – Rexi - Taki


Zuletzt von Rektor Kaien Cross am Di 13 Jul 2010 - 20:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : RF)
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mi 14 Jul 2010 - 20:12

Irgendwann hatte sie aufgehört sich mit Worten zu wehren, hatte geschwiegen und sich fast wie ein beleidigtes, eingeschnapptes Kleinkind, das man ihren Lolli gestohlen hatte, benommen. Sie wollte nach wie vor nicht mit ins Krankenhaus, trotzdem hatte sie sich nicht wiederholt und im Krankenwagen selbst nur sinnlos ins Leere gestarrt.
Sie hatte nicht wirklich mitbekommen, was mit Aiden passiert war, jedoch war es ihr auch ziemlich egal. Wenn der Kerl sich umbringen wollte, sollte er es tun. War seine Sache, solange er sich nicht andere Leute mit hineinzog war alles in Ordnung, dann sollte er tun was er wollte. Farkeon hatte ihn nur flüchtig gekannt und ja, er war sympathisch gewesen, auch wenn er immer unglaublich ungesund aussah. Aber das war nicht ihre Sache, nicht ihr Problem.
Im Moment hatte sie genug eigene Probleme, die auch dazuführten, dass sie sich wie ein egozentrisches Arschloch aufführte. Aber sie konnte sich wenigstens halbwegs beherrschen. Statt irgendjemand krankenhausreif zu prügeln, hatte sie eben randaliert. Für Far war das ein unglaublich großer Fortschritt, was wohl niemand hier bemerken oder einsehen würde.
Irgendwie mussten die Angestauten Aggressionen und Depressionen eben abgebaut werden. Aggressionen und Wutausbrüche waren gar nicht so schlimm, wie man immer sagte. Sie waren sogar ziemlich wichtig.
Ohne sie würde Far wohl vollkommen durchdrehen.
Sie hätte die Fahrt über geschwiegen, hätte der Direktor sie nicht angesprochen. Far mochte diesen Mann und dachte sie so darüber nach, tat es ihr vielleicht minimal leid, dass sie ihm weiteren Stress verursachte. Aber ihr tat nicht leid, dass sie sich hat gehen lassen.
Er fragte sie, klang ernst und Fars blaue Augen hatten ihn, während er mit ihr gesprochen hatte, angesehen, danach wendete sie den Blick ab, starrte irgendwo hin. Sie würde nicht lügen, so etwas tat sie nicht. Far stand zu ihren Taten, egal wie schlecht sie auch für ihre Zukunft waren.
Er würde ihren Eltern einen Brief zukommen lassen müssen. Far dachte kurz an ihre Mutter, schluckte die aufgestiegene Übelkeit in ihrem Bauch hinunter und antwortete schließlich mit einer emotionslosen Stimme.
Ich war wütend“, erklärte sie. Sie war wütend gewesen. Auch sich selbst. Das war alles gewesen.
Im Krankenhaus angekommen schwieg sie wieder. Sie hatte keinen Grund zu reden, sie wollte auch nicht hier sein. Far mochte Krankenhäuser nicht.
Ihre Knöchel und ihr Knie pochten noch immer, jedoch hatte sie sich schon lange an den Schmerzen gewöhnt.

Kazuya - Aiven
Ryou
Rexi - Taki - Far
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mi 14 Jul 2010 - 20:16

Kazuya Tataku hatte nur einen Abschnitt mehr gelesen, als sein Zimmerkumpane ihn zurückgrüßte. Es verwunderte den Grünhaarigen natürlich, schließlich hatte er sich sogar auf Ignoranz eingestellt, umso mehr freute es ihn, als der Blasse seine Stimme hob. Mit einem dumpfen Geräusch klappte er das Buch zu und legte es auf seinen Schoß. Er schaute besorgt und leicht mitleidig zu Aiven, seufzte leicht und grinste aufmunternd.
“Du brauchst nicht zu reden, wenn es schwer fällt. Nach fast einer Woche bin ich nur froh nicht einsam in diesem verdammten Zimmer zu liegen…“, begann er erleichtert zu sprechen, als hätte er wieder einen lang vergessenen Freund getroffen, verstummte jedoch zum Satzende. Wahrscheinlich zeigte er seine Freude zu sein. Er schaute plötzlich abwesend und in sich gekehrt aus dem Fenster, betrachtete das Wetter draußen. Ein Sturm zog auf, denn dunkle schwere Wolken hingen über der Stadt. Es kam ihm vor, als wären diese schweren Wolken aus seinem Herzen Realität geworden. Der junge Mann legte sein Buch bei Seite und rekelte sich, weil es ziemlich unbequem war, wie er mit dem Bein da so lag.
Plötzlich interessierte es ihn, warum der Europäer eingeliefert worden war, anderseits ahnte er nicht, dass es sich um so was wie Überdosis an Tabletten handeln könnte. Er selbst lag nur mit einpaar Schrammen und einem gebrochenem Bein im Bett. Kazuya seufzte leise und strich sich die Strähnen, die aus dem Verband herausschauten, weg, da sie ihn kitzelten.
Er wusste, dass er bald zur Cross gehen würde, doch Lust hatte er darauf nicht.
Kyoko kam plötzlich herein, steckte jedoch eigentlich nur den Kopf ins Zimmer.
„Euer Rektor kommt gleich euch besuchen!“, sagte sie und verschwand auch wieder.
Kazuyas Miene wurde noch dunkler, als zuvor. Toll, der Rektor kam vorbei, um Beide zu besuchen und wahrscheinlich sich ein Bild von dem ganzen Desaster zu machen. Toll, gleich gab es schon die erste Begegnung mit dem Boss, leider in einem Krankenzimmer.
“Bist du auch auf der Cross?“, fragte Kayzu Aiven so beiläufig wie möglich, obwohl er sichtlich überrascht war. Cool, dann kannte er zumindest jemanden, bei dem er sich möglicherweise melden könnte, wenn er keine Orientierung haben würde.

Aiven - Kazuya
Ryou
Rexi - Taki - Far

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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Sa 17 Jul 2010 - 20:26

Kaien Cross hasste Krankenhäuser genauso wie manch Andere. Unter anderem war er hier öfters wegen heftigen Verletzungen gewesen, anderseits wegen etwas anderem. Ein Geheimnis, das niemanden aufgefallen war. Niemanden. Und es würde sicherlich niemand erfahren. Er hasste die Krankenhäuser, er hasste Medizin und Chemie. Alles.
„Ich war wütend“, hatte Far kurz und knapp geantwortet. Für einen Moment wirkte Kaien zerknirscht und wie ein alter Mann. Seine Stirn legte sich in Falten, doch er müsste sich nie Sorgen machen, wie er aussah. Nie. Mit einer sanften Bewegung hatte der Rektor die Brille auf seiner Nase zurechtgerückt und seufzte.
“Wir sprechen noch später Far-san“, ließ er von sich verläuten und peinigte mit seiner ernsten Miene. Letztendlich hatte er sich abgewandt.
Er hasste Krankenhäuser, weil es Orte des Leidens, der Gesellschaft und des Zusammenhalts waren. Kranke, Verletzte und Verwundete litten genauso heftig wie ihre Familienangehörigen, die innerlich zerfressen wurden. Anderseits führte ein Krankenhaus Familienmitglieder zusammen, ließen sie den kurzen Streit vergessen. Es war ein Ort des Zusammenhalts, der erst die Heilung vorantreiben konnte.
Es dauerte nicht lange und ein Arzt war hereingekommen, um Far zu behandeln.
“Vielen Dank“, hatte der Rektor gelächelt, als der Doktor eine Röntgenaufnahme verordnete.
„Wenn Sie draußen warten könnten?“, wurde der Rektor herausgeschickt, der sowieso das Zimmer verlassen wollte.
“Taki-kun, pass auf sie auf“
Kaiens Weg führte nach der Auskunft einer Krankenschwester am Informationsstand zu dem Zimmer der zwei Schüler Kazuya Tataku und Aiven Parker. Kazuya war ein Schüler, der zum Ende des Schuljahres wechseln würde. Allerdings war ihm ein Unfall passiert, sodass er wohl im Bett liegen musste.
Aiven hatte er ja gerade eben begleitet.
Seufzend strich sich der sichtlich erschöpfte Rektor die Haare aus dem Gesicht und öffnete die Türe des Zimmers. Es sah natürlich nicht anders aus, als die anderen Räume.
Kazuya schien wohlauf zu sein, während Aiven eher einer bleichen Leiche ähnelte. Er konnte allerdings nicht vor Kazuya über Aiven reden. Eigentlich fände er es besser, dass der Brite ein Einzelzimmer bekommen würde, doch da er wusste, was zu diesem Leid geführt hatte, fand der smarte Rektor die Idee gut. Kazuya hatte noch keine Freunde und Aiven schien über Kamuis Abgang ziemlich … fertig zu sein. Wie dem auch sei.
“Ich bleibe nicht lange…“, lächelte er und schloss die Türe hinter sich. Für einen kurzen Moment wirkte er sprachlos, fand jedoch die Worte schnell.
“Tataku-kun, ich vermute, dass du in wenigen Tagen entlassen wirst, aber das wirst du so bald wie möglich selbst erfahren. Wie geht es dir?“, begann der Smalltalk, während der Blonde seine Augen auf Aiven ruhen ließ. Er konnte vielleicht nicht ganz nachvollziehen, wie es ihm ging, doch er konnte sich die Folgen vieler Verluste ausmahlen, denn Aiven gehört zu den Menschen, die wirklich viel gelitten haben. Er fand es traurig, nicht aus Mitleid, weil… Es war kein Mitleid, aber was es genau war, wusste er selbst nicht. Wahrscheinlich das aufsteigende, rebellische Gefühl, dass die Welt ungerecht war. Das Leben ist ungerecht, leider so ist das Leben.
“Aiven-kun, du wirst vorübergehend hier bleiben…“, wand er sich letztendlich an den Briten.
“Nun gut… Ich muss dann wieder, aber macht euch keine Sorgen, ich versuche mich genauso gut um euch zu kümmern, wie das Krankenhauspersonal… Gute Besserung“, verabschiedete er sich und verließ das Zimmer.

Ryou’s Fall hatte Kaien vorsichtiger werden lassen. Deshalb wurden die Kontrollen um die Schule herum strenger. Es war eine schreckliche Nachricht in Mitten der Nacht gewesen, als er von Ryou’s Unfall erfahren hatte. Endlich war der Hausvorstandvorsitzende der Jungen aufgewacht. Er lebte zum Glück.
Einige Fluren weiter blieb der Rektor noch vor einer Türe stehen und öffnete diese.
Ryou saß bereits fertig auf dem Bett.
“Ryou!“, begrüßte er den Schüler erfreut und sichtlich erleichtert. Zumindest etwas Positives an diesem Tag, doch eine weitere Nachricht würde heute endgültig alles zerstören. Das ahnte er noch nicht.
“Wie geht es dir?“, fragte er fröhlich, als wäre es ein ganz normaler Besuch, um den Jungen abzuholen.

Aiven - Kazuya
Ryou - Kaien
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Sa 17 Jul 2010 - 21:58

"Ja, ich gehe auf die Cross...aber wie lange noch ist die Frage..." sein müder Blick glitt aus dem Fenster.. er wollte diese verdammte Infusion loswerden, die Nadel im Arm störte er, er fühlte sich wie ein Drogensüchtiger... Gut, das war er ja im Endeffekt auf. Er war tablettensüchtig, das wusste nur keiner... Denn er brauchte die Medikamente ja zur Vorbeugung der psychogenen Krampfanfälle...
Er hörte wie eine Tür aufging, und da stand nun tatsächlich der Rektor, den er bisher auch nur ein Mal persönlich getroffen hatte, und das war bei seiner Ankunft in der Schule, denn er war ja eine Art Attraktion gewesen..
Er sah Cross' finsteren Blick, und es schien auch eine anklagende Note darin zu liegen..
Warum hast du das gemacht?
Das gibt doch keinen Sinn?
Warum willst du dein Leben beenden? Es ist doch viel zu wertvoll...

Ja, das sagten sie immer... Immer, das war überall gleich... Sie verstanden es nicht... Niemand verstand ihn... Kamui war auf dem besten Wege gewesen ihn ansatzweise zu verstehen, doch nun war sie ja auch weg... Und er wettete, dass es nur eine frage der Zeit war, bis er wieder hier landen würde, und dann wahrscheinlich in der Psychiatrie...
Er wollte einfach nicht mehr, wollte nicht dieses stetige Talfahrt ertragen, die nur mit kleinen Bergaufetappen gespickt war. Er hatte aber auch echt verfluchtes Pech... verlor an einem Tag seine Familie, und konnte deshalb nicht mehr lachen... und scheinbar konnte er jetzt auch Projekt: Japan als gescheitert betrachten... Er sollte wohl lieber nach London zurückgehen... oder er sollte es endlich verdammt nochmal beenden...
Er würde also eine Weile hierbleiben... was war eine weile... eine Woche? Zwei Wochen?
Ob der Relktor ihm wohl noch eine Standpauke halten würde?
Er konnte es nicht genau sagen, aber der schien irgendwie der Typ dafür zu sein...
Er blickte wieder aus dem Fenster.. als die Tür dann ins Schloss fiel kauerte er sich zusammen, zog die Beine eng an den Körper, er wollte weinen... jetzt und hier.... aber es ging nicht, es funktionierte einfach nicht...

Kazuya - Aiven
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Sa 17 Jul 2010 - 23:08

Kyu mied Krankenhäuser eigentlich immer. Die Gründe lagen klar auf der Hand: Hier gab es viel zu viele Menschen und der Blutgeruch hing überall. Die Sinne des Vampirs waren unglaublich gut ausgeprägt und er würde sich gut kontrollieren müssen. Viel schlimmer war aber wohl, dieses Piepsen, das von jedem Raum zu hören war. Kyus hatte ein absolutes Gehör und diese vielen Geräusche konnten einen mit der Zeit in den Wahnsinntreiben.
Aber im Moment ging es nicht um Kyus eigenes wohl und außerdem hatte er zur Sicherheit nicht nur eine Bluttablette eingeschmissen, bevor er sich auf den Weg hier her gemacht hatte. Er würde von Kaito persönlich gebeten diesen Parker zu besuchen. Es ging das Gerücht herum, dass er bewusstlos, halbtot auf dem Campus gefunden wurde, möglicherweise ein Selbstmordversuch, aber das war nur Getuschel und der Halbblüter wollte sich auf nichts festlegen. War ihm eigentlich auch egal. Nein, eigentlich nicht. Dieser Aiven war ebenfalls ein Musiker mit Leib und Seele und für dieses Theaterstück bildeten sie quasi ein Team. Das klang vielversprechend und der Vampir freute sich darauf, weil er für die Musik lebte, weil er dort aufging. Und bei diesem Menschen schien es nicht anders zu sein.
Also war es auch in Ordnung, dass Kaito ihn hier her geschickt hatte. Er sollte ihm seine Geige und die Notenblätter überreichen, damit der Kerl nicht vor Langeweile im Krankenhaus starb und vielleicht sogar üben konnte. Wenn er so wie Kyu war, würde er ohne seine Musik sicher nicht lange überleben können. Wenn es etwas in dem Leben des Halbblüters war, das alles Lösen konnte, dann war es Musik. Egal, wie dreckig es ihm ging, mit der Musik konnte er einfach alles ausdrücken. Alles. Und deswegen sprach er auch kaum.
Aber nun würde er sprechen müssen, wenn auch nur ein paar Worte. Nun gut, Kaito hatte gesagt, dass das auch eine gute Gelegenheit wäre, sich irgendwie mit ihm anzufreunden, immerhin mussten sie sich gut verstehen. Aber wenn dieser Kerl Musik mochte, konnte er gar nicht schlimmer sein.
Kyu glaubte, dass sie das schon hinbekommen würden.
Das Krankenhaus war schnell erreicht und nachdem er an der Auskunft nach Parker gefragt hatte, wurde ihm auch gleich gesagt, in welchem Zimmer er ihn finden würde.
Es war schwer durch die Gänge zu gehen und sich nicht dem Geruch des Blutes hinzugeben. Es war unglaublich verführerisch, aber Kyu konnte sich gut beherrschen. Die Frage war nur, wie lange das gehen würde. Er durfte hier nicht zu lang bleiben, redete er sich ein.
An dem Zimmer angekommen, klopfte er schließlich an und betrat das Zimmer.
Er trug noch seine Schuluniform und seine schwarzen Haare waren offen, fielen ihm teils über die Schultern. Seine Lider waren halb gesunken und seine grauen Augen musterten den Raum sofort, nahm alles in sein Gedächtnis auf. Er erkannte Aiven sofort, auch wenn er ihn zuvor noch nie gesehen hatte. Die Beschreibung traf unglaublich zu und wenn Kyu seine Haut musterte, konnte man fast auf den Gedanken kommen, er wäre ein Vampir, der zu lange kein Blut mehr zu sich genommen hatte.
Und Parker war nicht alleine. Ein junger Mann lag ebenfalls in dem Zimmer und Kyu schenkte auf ihm einen kurzen Blick, nickte.
Hallo“, begrüßte er schließlich beide und lief dann langsam, mit wiegenden Schritten in die Richtung Aivens Bett. Er lächelte nicht, das Kyu allgemein wenig und im Moment hatte er auch keinen Grund dazu, fand er.
Kaito-Senpai schickt mich“, sagte er knapp, stellte den Geigenkoffer auf das Nichttischchen und legte den Ordner, in dem die Notenblätter waren, daneben.
Kyu Itsuwari“, stellte er sich mit seiner monotonen Stimme vor, „Ich kümmere mich ebenfalls um die musikalische Begleitung bei dem Theaterstück.“ Er redete viel mehr als üblich. Viel zu viel, vielleicht klang es deshalb auch unglaublich lieblos, aber daran konnte der Halbjapaner beim besten Willen nichts ändern.
Ich sollte dir das vorbei bringen“, er macht eine kurze Handbewegung zu der Geige und den Noten.


(Kazuya) - Aiven - Kyu (Ich bin so frei um Kazuya einzuklammern, da Kyu und Aiven sich nun wohl etwas unterhalten werden Smile )
Ryou - Kaien
Taki - Far
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Sa 17 Jul 2010 - 23:23

Er tauchte schlagartig unter der Decke auf als es unvermittelt an der Tür klopfte...dann sah er den jungen Mann der hineintrat. Mann, das war ja heute hier wie auf dem Bahnhof... Und dann auch noch NIGHT CLASS! Dem guten Mr. Parker filen beinahe die Augen heraus, und als der Besucher dann auch noch seine GEIGE dabei hatte war bei ihm alles zu Ende...
Er hütete diese Stradivari wie seinen Augapfel. Nicht weil sie teuer war, was sie zweifelsohne gewesen war, Nein, hier überstieg der Wert den Preis um ein vielfaches... Er hatte sie einst von seinem Großvater bekommen, der auch bei dem Unfall ums Leben gekommen war...
Das Theaterstück... das hatte er um den ganzen Trubel schon wieder verdrängt, nun ja, an sowas dachte man nun nicht gerade wenn man sich gerade umbringen wollte...
Es fiel ihm wieder ein Kaito hatte sie ja für ein Team eingeteilt...
"Hallo..." antwortete er mit immer noch müder Stimme, versuchte aber nicht ganz so mitleidig auszusehen... Auch ein Aiven Parker hatte schließlich seinen stolz und man musste nun wirklich nicht sehen, dass er gerade versucht hatte sich umzubringen. Oh Gott, das würde noch Gerüchte geben... aber sowas von, das konnte er wetten...
Er rutschte ein wenig im Bett hoch, und zog das langärmlige Shirt hoch, das ihm zu groß war und an einer knöchrigen Schulter herunter gerutscht war. Blaue Emotionslose Augen lagen auf dem Neuankömmling. Er hatte ihn bisher nur im Literaturunterricht gesehen und das auch nur flüchtig. Er grapschte förmlich nach seiner Geige und öffnete den Kasten... Dann seufzte er erleichtert auf... Seinem Schatz war nichts passiert. Poliertes Mahagonie. Diese Geige war seit Jahrzehnten in Familienbesitz.....
Er strich beinahe liebevoll über den Corpus, dann sah er Kyu wieder an...
"Danke.." Man konnte ihn wirklich als Wortkarg bezeichnen... aber was sollte man mit einem Night Class Schüler den man nicht kannte schon reden.. Er nahm die noten in die Hand und sah sie durch...Das alles konnte er locker vom Blatt spielen...

(Kazuya)- Kyu - Aiven
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Sa 17 Jul 2010 - 23:40

Dem Halbblüter waren die Blicke Aivens auf seiner eigenen Geige sofort aufgefallen. Wie es aussah teilten die beiden sich doch ein paar Gemeinsamkeiten. Musik war eben auch etwas schönes, das konnte keiner abstreiten. Man musste ja nicht jede Musikgenre mögen, aber es gab so viele Dinge, die fremde Herzen berühren konnten, nur durch die Existenz. Kyu liebte das. Seine Musik, das was er damit ausdrücken konnte und vor allem mochte er es, wenn es anderen gefiel, auch wenn er prinzipiell nur für sich spielte. Das war ein wunderschöner Nebeneffekt, so sollte es auch sein.
Aiven sah unglaublich ungesund aus, dass es Kyus Augen fast schmerzte. Dabei wäre er sicher ein hübscher Junge, wenn er nicht so mager wäre. Aber vielleicht hatte er Krankheiten, das konnte man heutzutage ja nicht ausschließen. Ihm, als Vampir, konnte so etwas nicht passieren und wenn er den Engländer musterte, war er unglaublich froh darüber.
Vielleicht tat ihm Aiven etwas leid, aber das war er sich selbst nicht so sicher. Immerhin kannte er ihn nicht und er wusste auch nicht, ob er sich das mit Absicht zufügte, oder ob er nichts dafür kannte. Wie es aussah, hatte er jedoch probiert, sich mit Absicht umzubringen.
Kyus Augen wanderten kurz zu dem anderem Junge und überlegte, ob er es ansprechen sollte, fand es dann aber besser zu schweigen. Das ging ihn nichts an, das war nicht seine Sache, redete er sich immer wieder ein.
Aiven griff zu der Geige, strich sanft über sie und Kyu lächelte für einen kurzen, ungesehenen Moment. Und dann bedankte sich der Kranke und Kyu nickte nur leicht. „Nicht für das“, sagte er, seine Stimme klang immer noch tonlos.
Dann sah er sich um, erspähte einen der Stühle, war sich dann jedoch nicht sicher, ob er die beiden wieder allein lassen sollte, oder ob er versuchen sollte, ein Gespräch anzufangen. Letzteres würde Aiven vielleicht gut tun. Er wirkte nicht unbedingt glücklich. Und genau so wortkarg wie Kyu. Vielleicht hatten sie doch mehr gemeinsam, als ihm bewusst war.
Ich“, er stockte kurz, „ich kann die Tage erneut vorbei kommen. Zum Proben, auch wenn das Stück nicht schwer ist.“ Für ihn war es nicht schwer, Kyu wusste nicht, wie es Aiven ging. Und vielleicht wollte er seine Gegenwart auch nicht, das würde der Halbitaliener akzeptieren.
Wenn wir das hier können..“ Immerhin waren sie in einem Krankenhaus, aber wenn Aiven laufen konnte, hatten sie hier sicher irgendwo einen Platz, wo man Musik machen konnte. Und wenn es den Mitschüler nicht stören würde, wäre dann sicher auch kein Problem, das hier zu machen.
Das Piepsen drang langsam immer weiter in den Hintergrund und auch der Blutgeruch wurde leichter zu ertragen.

(Kazuya)- Aiven - Kyu
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   So 18 Jul 2010 - 18:52

Er mied den Blick seines Gegenübers und studierte immer noch die Notenblätter... "Das ist leicht, ich kann das vom Blatt spielen... " Er hatte Angst, dass wenn ihm jemand in die Augen sah, dass er seine wahren Absichten erkannte... die Absichten, die ihn im Endeffekt dazu gebracht hatten hier zu sein... Er wusste nicht was ihn geritten hatte... Ach quatsch... fadenscheinige Ausflüchte... natürlich wusste er was ihn dazu verleitet hatte... der Wunsch nicht mehr allein zu sein. Dieser junge Mann war psychisch krank, und das wusste er, und wenn sich das Krankenhaus seine Akte aus London schicken lassen würde, was es zweifellos tun würde, dann würde es nicht lange dauern, bis die Akte an den Rektor ging, und bis er schließlich endgültig bei jedem nur als der Psycho abgestempelt wurdxe... Das war auch ein Grund gewesen, dass er aus London weggegangen war.. Sie hatten ihn in der Schule mitmitleidigem Blick angesehen, als er nach zweijähriger Abwesenheit zurück kam, und trotzdem in der Klasse weitermachte in der er angefangen hatte... er hatte es nur wenige Tage ausgehalten, hatte dann recherchiert und war auf die Cross gestoßen, dann nichts wie weg...
Verdammt, warum war er nur so ein verdammter Feigling...
Sein Blick wanderte kurz zu Kyu allerdings ohne Augenkontakt aufzubauen, er legte seine rechte Hand auf den linken Unterarm in dem die Kanüle steckte.. dann kam eine Schwester hinein... "Guten Abend Paker-san.." lächelte sie, und AIven wollt bei ihrem Ton einfach nur kotzen..
Sie hielt ihm das Tablett mit den Medikamenten hin zusammen mit einem Glas Wasser... Er nahm das Zeug ein... Und für Kyu musste sein Blut entsetzlich danach stinken, wovon er selbstverfreilich nichts wusste....
Sie kontrollierte die Infusion und ging... Wenn das raus kam, dass er tablettensüchtig war, sie zwar brauchte, aber dennoch, würden sie ihn wohl einweisen, oder ihn einem Betreuer unterstellen, der die normgemäße Einnahme der Tabletten gewährleistete... oh Gott, ihm graute schon davor...

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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mo 19 Jul 2010 - 21:16

Sein Blut stank fürchterlich. Kyu hatte das natürlich schon sehr lange bemerkt, jedoch war er sich nicht sicher gewesen, ob es wirklich von Aiven selbst kam, oder irgendetwas anderes war. Immerhin waren sie hier in einem Krankenhaus und die Gerüche, die er wahrnahm, strömten von jeder Ecke herbei.
Aber es wunderte Kyu nicht. So wie Aiven aussah, konnte er gar kein gesundes und schmackhaftes Blut haben. Wenigstens erleichterte genau diese Tatsache Kyu ungemein. Da war das verlangen, ihn zu beißen, nicht so groß. Am Ende hätte er nur selbst dieses ganze, widerliche Tablettenzeug in sich. Darauf konnte er verzichten. So etwas brauchte er nicht. Seine Sucht war die Musik und das reichte dem Halbitaliener völlig.
Aiven sah ihm nicht in die Augen, auch das entging ihm nicht. Vielleicht hatte er Angst. Augen gaben so viel frei, erzählten so viel. Der Spiegel zur Seele, wie man sagte. Und wenn es stimmte, das Aiven sich wirklich umbringen wollte, konnte Itsuwari nur verstehen, wieso er mied ihn anzusehen. Vielleicht war es aber auch ein anderer Grund.
Aber der Halbblüter sollte sich deswegen keine Gedanken machen, das war nicht sein Problem.
Er konnte es vom Blatt spielen, da es leicht war. Kyu nickte nur zur Zustimmung. Das war richtig, für ihn war es ebenfalls einfach.
Aivens Blick wanderte zu ihm und Kyu wollte gerade fragen, ob er gehen sollte, als eine Schwester das Zimmer betrat. Kyu blickte zu ihr, blieb stumm und betrachtete schließlich, wie sie ihm die Medikamente gab. Kyu zog seine Augenbrauen minimal zusammen, als er Aiven dabei betrachtete.
Es dauerte nicht lange, bis die Krankenschwester wieder verschwand und Kyu schloss kurz die Augen, atmete durch. Er kam sich überflüssig vor und reden tat er von Hausaus nicht viel.
Ich gehe wieder“, kündigte Kyu an udn versuchte Aiven ein leichtes Lächeln zu schenken. Er sah zu Kazuya, nickte ihm ebenfalls zu.
"Gute Besserung." Mit diesen Worten verschwand er schließlich aus dem Zimmer und kurz darauf auch aus dem Krankenhaus

-> Schule

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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Di 20 Jul 2010 - 23:20

Sein Entschluss stand fest, nachdem er Kyu hatte gehen sehen. Er würde nicht hier bleiben. Ganz sicher nicht, er brauchte keine Kochsalzlösung und er konnte ganz gut auf sich selbst aufpassen... und da war er wieder... dieser unbändige Wille.. dieser Wille doch nicht ganz auf zu gebe, zwar ein verzweifelter Wille... aber ein Wille.
Er betätigte den Klingelknopf und entfernte sich die Kanüle, das hatte er schon öfter gemacht, weshalb er wusste wie...
Die Schwester kam angelaufen als er sich noch ein wenig wackelig erhoben hatte und gerade seinen Gürtel schloss.. "Aber Parker-san, sie müssen liegen blieben." deklarierte sie...
"Ich muss gar nichts, und ich will hier raus, ich gehe auf eigene Verantwortung." Manche mochten es als töricht bezeichnen, doch früher oder Später würde Aiven hier wahnsinnig werden, wahnsinniger als er ohnehin schon war.
Da konnte sie gar nichts mehr sagen.
"Was stehen sie da rum, hübsche Frau, holen sie mir das Formular, ich unterschreibe jede Verzichtserklärung." Er würde keine Minute länger hier bleiben... nicht eine.
Ungefähr eine STunde später war der kränkliche junge Mann dabei das Krankenhaus zu verlassen... Er war sowas gewohnt, und strapazierfähiger als man es ihm im ersten Moment zuzutrauen vermochte.
Zwar hieß hier keiner gut, dass er ging, und es war obendrein auch gegen jeden ärztlichen Rat.
Aber er ging, die Jacke gegen die kühle Abendluft. Man glaubte kaum, dass er erst gestern versucht hatte sich umzubringen.


---> Day Dorm


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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Di 27 Jul 2010 - 14:42

Es dauerte noch eine geraume Weile, doch dann wurde endlich die Tür geöffnet und Kaien Cross - seines Zeichens pazifistischer Rektor der Cross Akademie - trat ein.
Obwohl Ryou nicht viel von der Akademie und den Erziehungsmethoden des Rektors hielt, legte sich doch Erleichterung in die Miene des jungen Mannes, als er den hochgewachsenen Blonden erblickte. Alles war besser als weiter in diesem Krankenhaus zu verrotten.
"Sensei", begrüsste Ryou seinerseits den Rektor und es war wohl das erste Mal, dass sie sich gegenseitig erleichtert und halbwegs zufrieden begegneten.
"Mir geht's gut. Ich bin froh, endlich hier rauszukommen", entgegnete er dann auf die Frage des Pazifisten.
"Wie geht es Ihnen?" Aus reiner Höflichkeit stellte Ryou Kaien diese Frage, doch eigentlich wollte er die Antwort nicht wissen. Zumindest jetzt nicht. Ohne wirklich abzuwarten sprang er vom Bett, langte nach seinem Koffer und trat auf den Blonden zu. Reden konnten sie gleich auch noch, wenn sie sich auf dem Weg zur Akademie befanden.

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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Fr 30 Jul 2010 - 13:25

Kaien Cross sah alles andere als gut aus, dennoch konnte er das mit seinem Auftreten sehr gut tuschieren. Er war ein Künstler des Schauspiels, die langen Jahre die er gelebt hatte, waren reinstes Improvisieren. Kaum zu glauben, dass er bereits 200 Jahre alt war, doch das wusste niemand – außer Toga.
“Ich bin auch erfreut, dass du endlich zurückkehren kannst. Mir geht es gut, danke der Nachfrage. Lass uns jedoch schnell gehen. Ich kann mich mit diesem Gebäude kaum anfreunden“, antwortete der Rektor mit leicht abwesenden Ton und wand sich um, um wieder die Türe zu öffnen und es seinem Schüler auf zu halten. Er wusste nicht wirklich, ob Ryou wirklich so sehr freute ihn zu sehen oder überhaupt auf die Schule zu kommen. Dort musste er sowieso so einiges klären und hoffte Akunin und Umi kamen klar.
“Die ersten Wochen musst du dich nicht um den Job des Hausvorstandes kümmern. Finde dich erst wieder ein und dann sehen wir weiter“, sprach er noch mal auf den Posten an, erinnerte sich, dass Akunin den Stellvertreter des Stellvertreter spielte. Nachdem die Zwei das Zimmer verlassen hatten, schloss er die Türe zu und schritt gemeinsam mit dem Schüler den Gang entlang. Er musste noch nach Taki und Far sehen.
“Du musst dich ein wenig gedulden, heute ist reinster Krankenhausausgang. Es sind noch zwei Schüler hier, auf die wir warten müssten“, seufzte er und schritt an die Informationstheke zu.

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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Fr 30 Jul 2010 - 23:10

Die folgende Geschichte bei Farkeon und Taki war sehr einfach und eigentlich ziemlich unnötig.
Der Rektor ging. Der Doktor kam. Far wurde geröntgt und Taki hat die Nase von einer Krankenschwester beinahe gebrochen bekommen.
Am Ende waren die beiden Schüler, eine Krankenschwester und der Doktor wieder in dem Zimmer, in dem die Geschichte begonnen hatte, und studierten die Röntgenbilder.
„ Ist das ein Bruch?“, fragte der schwarzhaarige Junge und deutete an eine Stelle, während er sich ein Kühlpack an die Nase hielt.
„Ja, richtig. Der Ringfinger der rechten Hand ist gebrochen. Ihre Gelenke sind stark mitgenommen. Die Prellungen sind auch vom Feinsten.“
„Man könnte ihr die Hände aufschneiden und mit den Drahtkonstruktionen die Knochen und Gelenke stabilisieren. Sie würde zwar drei Wochen lang nichts mehr mit den Händen anfangen können bis man sie wieder entfernt, aber danach würden ihre Hände viel gerader sein. Da wäre jeder Orthopäde sprachlos.“
„Hoho. Sollen wir vielleicht deinen Kopf untersuchen, der Schlag mit der Tür ist wohl genauso heftig gewesen, wie er ausgesehen hatte.“
„Nö, nö. Nicht nötig. Ich besuche Krankenhäuser einfach zu oft.“
Doktor und Hobbydoktor lachten wie die besten Freunde, während die Krankenschwester neben Far stand und ihr Schmerzmittel reichte.
„ Da haben sich ja zwei Verrückte gefunden. Bestimmt hatten die zu viel Morphium“, meinte sie zu Far und bereitete danach kleine Schienen und Gips vor.
Der Doktor drehte sich zu Far. „ Du hast Glück gehabt. Wir stabilisieren deine Hände und dein Knie ein wenig, dann müsste der Bruch in spätestens zwei bis drei Monaten verheilt sein. Die Schäden sind allerdings unglaublich sauber, was die Heilung beschleunigt“, lächelte er.
Gesagt getan.
„Na, machen die Schmerzmittel munter?“, fragte Taki, nachdem der Doktor gegangen war und die Krankenschwester die letzten Handgriffe an ihren Händen machte. „ So. fertig“, hieß es dann, worauf die ältere Dame meinte, dass sie nachfragen würde, ob und wo der Rektor auf sie warten würde und dass sie darauf wieder kommen würde.
Taki sah inzwischen in einen Spiegel und betrachtete sein Gesicht. „Wieso warst du eigentlich so wütend?“


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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Sa 7 Aug 2010 - 17:01

Ryou war froh darüber, dass auch der Direktor das Krankenhaus schnellstmöglich verlassen wollte. So liess er sich nicht zweimal bitten und trat auf die Türe zu.
Als Kaien Cross ihm dann auch noch verkündete, er müsse sich vorerst nicht um den Posten den Hausvorstandes kümmern, war der Rothaarige sichtlich erleichtert. Immerhin eine Bürde, die ihm abgenommen wurde.
Auch wenn er keine Lust hatte zurück zur Akademie zu gehen, so war er in einem kleinen Maße doch ganz froh, gleich wieder dort einzutreffen.
Zumindest hätte er dann keine Langweile mehr, auch wenn er nicht darauf erpicht war, sich mit den anderen abzugeben.
Außer vielleicht.. Ryou stutzte. Warum kam ihm ausgerechnet jetzt Maria in den Sinn? Er hatte die ganze Zeit über nicht an sie gedacht. Warum jetzt?
Machte sie sich Sorgen um ihn? Und wenn ja, warum hatte sie ihn nicht ein einziges Mal besucht?
[Sie ist auch nur wie all die anderen..], ging es ihm in alter Manier durch den Kopf, wenn er von irgendjemandem enttäuscht wurde. Dass sich das Mädchen zu den Zeitpunkt schon lange nicht mehr in der Akademie befand, ahnte der junge Mann nicht.
Ihr Brief lag noch immer ungelesen auf seinem Bett.

Vollkommen in Gedanken war Ryou dem Rektor gefolgt und nun machten sie an der Informationstheke halt, um zu erfahren, dass noch zwei weitere Schüler mit zurück zur Akademie kamen.
"Ich hoffe sie beeilen sich", gab der Rothaarige leicht genervt zurück und lehnte sich lässig an eine Säule, neben der Theke.

Kazuya
Ryou - Kaien
Far - Taki

(OCC: Rexi, ich brauch noch ein Zimmer ^_^)
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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Sa 4 Sep 2010 - 19:59

Kazuya Tataku merkte, dass er ebenso ein Teil der Krankenhaus Deko spielte, nachdem ein junger Mann das weiße Zimmer betreten hatte und so wie es aussah, war er ein weiterer Mitschüler seiner zukünftigen Schule. Nachdem er festgestellt hatte, dass er nie die Namen seiner Kameraden erfahren würde, widmete er sich seinem Buch zu. Ab und zu lauschte er den wenigen Gesprächsfetzen zu, schließlich ging ihn das Ganze nichts an, und stellte erneut fest, dass es hierbei um Musik geht. Da er natürlich nicht das geringste Können in diesem Fach vorreichen konnte, schaltete er entgültig ab. Seite um Seite las er sich durch das Buch und hatte die ganze Welt um sich vergessen. Erst als der Besucher gegangen war, erinnerte er sich, dass er nicht alleine in diesem Zimmer lag und so wie es aussah, würde er bald wieder alleine in diesen Zimmer sein, denn sein Zimmernachbar beschloss das Krankenhaus zu verlassen. Der Grünhaarige wurde plötzlich müde und klappte das Buch zusammen und bevor Aiven entlassen worden war, schlief er ein.

Eine sanfte Stimme weckte den jungen Mann aus seinem tiefen Schlaf. Es war eine junge Frau und wahrscheinlich eine andere Krankenschwester.
„Tataku-kun, ich bin erfreut dir zu sagen, dass du morgen entlassen wirst! Dein Bein ist fast vollständig geheilt, du bekommst jedoch eine Stütze für die nächsten Wochen“, begann ihn der dabeistehende Arzt die gute Nachricht zu verkünden, nachdem Kazuya seine Aufmerksamkeit auf die Zwei gerichtet hatte. Die Krankenschwester strahlte den Grünhaarigen voller Freude an, als erwarte sie, dass er ihr diese Emotion entgegenbringen konnte, doch sein Gesicht zeigte überhaupt keine einzige Regung. Erst als ihm der Arzt mitgeteilt hatte, dass sein Vater am nächsten Tag vorbei kommen würde, konnte man Kazuya leicht schlechte Laune erkennen.
„Freust du denn dich nicht?“, fragte ihn die Krankenschwester verwundert, nachdem der Arzt das Zimmer verlassen hatte.
“Nein“, raunte er ihr zu und sah zu, wie sie ihm das Bein von der Halterung herunter zog und überprüfte. Sie untersuchte die Verletzungen und packte letztendlich eine Halteschiene um sein Bein. Hin und wieder tat es weh, doch im Grunde konnte er das Bein wieder einigermaßen bewegen.
Der leere Raum hüllte sich nicht nur mit Einsamkeit, sondern auch Schwärze. Kazuya hatte kein Lust in diese Academy zu gehen, er wollte seinen Vater nicht sehen, überhaupt. Er wollte am liebsten sterben. Immerhin konnte er sich jetzt einigermaßen bewegen, er fand es jedoch allerdings schade, dass er keinen Sport treiben durfte.
“Na super“, knurrte er wütend und lies das Buch, das neben seinem Kopfkissen gelegen hatte, achtlos auf den Boden fallen. Alles war plötzlich über ihn herabgefallen, wie Scheiße. Fehlte nur noch die versteckte Kamera, dann wäre alles wirklich perfekt.

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BeitragThema: Re: Krankenhaus   Mo 13 Sep 2010 - 21:55

Far bekam nicht wirklich mit, was alles um sie herum und mit ihr passierte. Ihre Gedanken waren irgendwo, nur nicht in dem Krankenhaus, deren Gestank sie fast zu erdrohen drückte. Sie fühlte sich elendig, obwohl sie, kurz nachdem sie eine unglaubliche Zerstörung hinterlassen hatte, ein Gefühl der Erleichterung gespürt hatte. Das war irgendwie gegangen seitdem Taki und Akunin aufgetaucht waren.
Man hatte ihre Hände geröntgt und der Doktor, sowie die Schwester, waren dabei die Bilder zu studieren. Far saß auf der Bahandlungsliege, ihre Hände lagen (inzwischen war die Blutung gestoppt) regungslos und pochend in ihrem Schoß, und betrachtete ihre Knie, hin und wieder die kaputten Hände.
Ihre rechte Hand war stärker mitgenommen, als die linke. Hatte sie sich fast gedacht, immerhin war ihre Linke um einiges stärker und zäher als die rechte. Far war Linkshänderin, obwohl sie so gut wie alles mit der rechten Tat. Ein Ausgleich sozusagen, sie wollte mit beiden Händen gleichgut sein, jedoch war ihr Geschriebenes mit der rechten Hand kaum zu lesen, während das mit der linken wenigstens leserlich war. Sie störte das nicht, aber wahrscheinlich gab es genug Lehrer die sie dafür verfluchten. Dafür, dass sie eine schlimmere Schrift als ein Junge hatte, obwohl sie eigentlich deutlicher schreiben könnte.
Takis Gespräch mit dem Doktor folgte sie nicht wirklich, selbst als die Krankenschwester kam und anfing alles für den Gips vorzubereiten, blieb sie stumm. Ihr war nicht zum Grinsen zumute und das war – wenn man Far kannte – eigentlich eine verdammte Seltenheit. Sie war eine Person, die eigentlich immer mit einem lässigen Grinsen durch das Leben schritt und eine unglaubliche Lebensfreude und Energie ausstrahlte. Davon war im Moment nicht wirklich irgendetwas zu sehen. Sie fühlte sich schlecht, leer und vor allem unglaublich einsam.
Der Doktor wendete sich schließlich zu ihr, während sie die Schmerzmittel mit einem Kopfschütteln ablehnte. Far mochte keine Medikamente. Der Körper war ohne Chemie geboren und würde so auch wieder heilen können. Vielleicht mochten Medikamente ihre Wirkung zeigen, aber sie hatten immer Nachteile. Weil sie nicht natürlich waren und weil Chemie nichts im Körper verloren hatte.
Far schwieg die ganze Zeit über, drückte ihre Lippen aufeinander und spürte inzwischen nicht mehr, dass selbige unglaublich trocken waren und wortwörtlich aufeinander klebten.
Schließlich waren ihre Hände versorgt und Far würde die Tage wohl irgendeine Person brauchen, die ihr irgendwie halbwegs beim Essen helfen müsste. Ätzend. Na, würde sie auch irgendwie alleine schaffen, sie wollte nicht auf fremde Leute angewiesen sein.
Irgendwann verschwand auch die Krankenschwester und nur noch sie und Taki waren in dem Raum. Far hob ihre blauen Augen erst von dem dunkelblauen Verband über ihrem Gips, als er eine Frage stellte.
Und dann schnaubte sie abfällig, öffnete ihren Mund. „Als würde es dich interessieren.“ Ihre Stimme war voller Abfälligkeit und ihre blauen Augen wanderten schließlich wieder auf den Gips, ehe sich ihre Mundwinkel etwas gegen den Boden wendeten.
Sie hatte große Lust zu weinen.

Kazuya
Kaien - Ryou
Taki - Far
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