Cross Academy
 


Die 'Cross Academy' ist eines der angesehensten Internate, sowohl für Menschen als auch die Kreaturen der Nacht. Tretet ein und lernt was es heißt, Seite an Seite zu existieren mit denen, die anders sind als ihr...
 
StartseiteForumAbout usFAQSuchenLoginAnmelden
Das Rollenspiel wird neu aufgebaut.

Teilen | 
 

 Die frühen Memoaren des Li Nian.

Nach unten 
AutorNachricht
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Die frühen Memoaren des Li Nian.   Fr 8 Mai 2009 - 20:03

Hier sind die Einträge in Li's Tagebuch, vor seinem Gefängnisaufenhalt.


Zuletzt von Kaname Kuran am Sa 9 Mai 2009 - 9:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Die frühen Memoaren des Li Nian.   Fr 8 Mai 2009 - 20:52

01.01.2000 (Jahr des Drachen)


Ich habe das Gefühl, dass das Jahr des Drachen das meine sein würde, obgleich ich glaube, das Mei immer noch nicht verstanden hat ‚was die Welt im Innersten zusammenhält’ Wie es der deutsche Autor Goethe gut formulierte.
Und obschon Vater wohl bald dahinscheiden wird, versteht er nicht was er mit seiner Macht anfangen sollte. Mei versteht nicht, dass er bald, der Oyabun der Baishe sein würde, damit Vater in Ruhe ein erfülltes Leben abschließen konnte.
Ich mache mir Sorgen, dass er dem Throne nicht würdig zu sein vermag, und ich habe Angst davor, dass er seine Aufgabe nicht gut macht, denn wenngleich ich jetzt schon ein Schoßhündchen bin, so werde ich seinen Zorn zu spüren bekommen.
So geschah es schon als Vater mich bestrafte anstatt Mei als er mich unsittlich berührt hatte....
Ich schrieb dies noch nicht, aus Angst er würde es finden, und dann würde er denken, dass es mir etwas ausmachte nur der Zweite zu sein, immer in Mei’s Schatten zu stehen, und niemals wie eine Blume jenes Sonnelicht sehen, welches er nahm.
Und die Schattenblume erfror in der Kälte.
Doch es macht mir das Gemüt schwer, und hiermit schwöre ich mir es ihm heimzuzahlen, ich kann mir das doch nicht weiter gefallen lassen. Nicht oder?
Es ist nur ein paar Tage her, kurz vor Neujahr war es, und erst jetzt im Jahre des Drachen, meinem Patron, finde ich die Kraft es mir von der Seele zu schreiben, denn reden kann ich mit niemanden, mir bleibt nur Alkohol und Schrift, wie armselig dies doch zu sein vermag.
Ich kam aus Knowloon zurück, da ich dort einen Auftrag zu erledigen hatte. Ich sollte einen Verräter erschießen, und tat dies auch ohne Gleichen.
Doch mir geschah etwas, was nicht vorhergesehen war, der Köter des alten biss mich in die linke Hand, und ich hinterließ einen Blutstropfen. Glücklicher Weise, tauchte ich in polizeilichen Akten nicht auf. Gott lob, wenn ich darin auftauchen würde, säße ich wohl jetzt schon im Gefängnis.
Ich kam wieder in Hong Kong an und tat mir Meis Launen an, ich erzählte ihm natürlich nichts von der Wunde. Dann rief und Vater zu sich.
Ich verbarg meine mittlerweile verbundene verletzte Hand hinter meinem Rücken, als ich in Vaters Zimmer trat, welcher in seinem Bett lag, und seine Söhne...obgleich ich nicht sein eigener bin, mit einem Friedlichen Ausdruck anblickte.
Er fragte mich wo ich gewesen war, und ich antwortete ich hätte in Knowloon etwas zu erledigen gehabt.
Mei trat hinzu, und strich Vater Lob ein...wie gut er doch sei, und, dass er gut darin war eine Führungspersönlichkeit zu sein. Doch es war ein stillschweigendes Vermächtnis zwischen Vater und mir, dass er lieber mich an der Spitze sehen wollte, doch was sollte ich tun, und hier setzt ein was ich nicht verstehe...Ich bin doch Vaters Lieblingssohn, wieso tut er dann nicht das, was ihm auf der Seele lag.
Wenig später verließen wir das Zimmer und ich zog mich um. Dann hatte mich Mei zu sich gerufen, er wirkte zornig, und ich wusste nicht wieso, war er noch einmal bei Vater gewesen? Dies weiß ich heute noch nicht, doch viel mehr schockt mich was er dann getan hat.
Er kam ganz nah auf mich zu, und griff mir auf einmal in den Schritt, ich wehrte mich doch er war stärker. Die nächsten Worte die er sagte brannten sich in mein Gedächtnis, wie ein Brandzeichen, ich kann alles sonstige nicht mehr ganz genau wiedergeben, da es genau das ist was mich schockiert.
„Man meint nicht, dass du einen Schwanz zwischen den Beinen hast, man könnte meinen du bist eine Frau.“ Und das nächste woran ich mich erinnere, ist die unheimliche Begierde in seinen Augen.
Ich blickte ihn schockiert an. Dann riss er an meinen Hemd, und zerriss es schließlich, ich schrie ihn an, er zog an meinem haar und dann wurde ich wütend. Ich trat ihn und stieß ihn von mir weg, dann zog ich meine Pistole und richtete sie auf Mei’s Kopf. Wie gerne hätte ich in deinem Augenblick abgedrückt.
Was hatte sich Mei dabei gedacht? Dann sagte er noch einen Satz.
„Li, sag mir wieso lässt du es nicht zu, dass ich dich mehr als einen Bruder begehre.“ Das ist was mir einfach nicht in den Kopf wollte.
Ich weiß, es klingt alles ein wenig zu nüchtern und konfus, doch...ich weiß nicht was ich sonst tun kann als Schreiben.
Nach diesem Satz, wurde Vater von einem seiner Untergebenen in einem Rollstuhl Hineingefahren, und er wirkte entsetzt. „Wieso streiten ich meine beiden Söhne...Li du wirst für eine Weile ins Nebenhaus ziehen, damit sich dein Gemüt abkühlt.“
Es ist so viel was ich nicht verstehe, was einfach nicht in meinen Kopf will und wie ein bleierner Vorhang auf mir liegt. Er ließ mich wegbringen. Und er scheint sich nicht dafür zu interessieren was passiert ist. Doch es soll mir nun gleich sein. Am gleichen Abend, nachdem ich mich losgerissen hatte, war ich gegangen, um mich in einer Bar zu betrinken, und ich hatte eine Begegnung. Ich begegnete Shouta. Ein Japaner, dessen Herkunft ich nicht genau kannte.
Der Rest des Abends liegt im Nebel, dann weiß ich nur noch wie ich in diesem Zimmer aufgewacht bin. Und jetzt bin ich immer noch hier...die Tür ist nicht verschlossen, doch ich weiß nicht wo ich hin soll...denn zurück geht nicht...

Li
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Die frühen Memoaren des Li Nian.   Di 12 Mai 2009 - 10:01

03.01.2000 (Jahr des Drachen)

Hong Kong Island (ein Hotelzimmer...)

Ich bin derartig durcheinander, dass es seines Gleichen sucht.
Dieser Mann bringt mich vollkommen um den Verstand, Ich bin immer noch in dem Hotelzimmer, und wage kaum es zu verlassen.
Die Häscher meines Bruders sind überall, sie wollen mich, seinen Söldner, seine Marionette zurückbringen. Er scheint nicht verstanden zu haben, dass ich dieses Leben nicht mehr will, dass ich nicht zurück will.
Im Augenblick ist alles so seltsam.
Was mich so verwirrt ist vor allem die letzte Nacht.
Shouta scheint auf irgendeine Art und Weise Gefallen an mir zu finden.
Doch es ist nicht so unangenehm wie in Mei’s Gegenwart.
Und ich wollte was er mit mir tat...gestern Nacht.
Wenngleich wir es nicht zu ende gebracht haben, so war es doch schön.
Seine weichen Lippen auf meinen, sein Hand in meinem Haar, und sein Körper auf meiner nackten Haut.
All das löste ein Feuerwerk der Gefühle in mir aus.
Und dann hielt er auf einmal inne, und ich sah ihn beinahe anklagend an.
„Ich will dich zu nichts zwingen,, was du nicht willst.“ Hatte er gesagt
„Aber ich will es.“ Hatte ich geantwortet.
Er sah mir ganz tief in die Augen und schüttelte dann den Kopf.
„Nein, du willst es nicht, dein Blick sagt es.“
Ich wusste nicht was er war, was er sah, doch musste ich es wohl oder übel akzeptieren. Er hielt mich jedoch weiterhin im Arm...wie es schien angetan von meiner bloßen Gestalt, und ich versteh das nicht, was ist denn schon besonderes an mir.
Diese Berührungen waren so sanft, wie ich es nie zuvor gekannt hatte.
Es ist ein wirklich seltsames Verhältnis, das wir haben, doch würde ich es niemals eintauschen wollen...denn das erste Mal erfahre ich so etwas wie Nähe und bin , und wenn ich ehrlich zu mir selbst sein darf., das erste Mal richtig glücklich.

Li

Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Die frühen Memoaren des Li Nian.   Sa 11 Jul 2009 - 12:04

05.01.2000 (Jahr des Drachen)

Hong Kong Island (Immernoch ein Hotelzimmer)

Ich bin immernoch in jenem Zimmer und wage nicht es zu verlassen, den überall lauern die Häscher, doch hier fühle ich mich sicher. Ich habe nun meine Entscheidung gefällt...ich werde nicht mehr zu Mei und meinem alten Leben zurückkehren, obgleich ich somit meinem Vater wohl einen Stich in sein altes Herz gebe, doch wenn ich ehrlich sein soll ist es seine eigene Schuld...Ich will keine Marionette sein, wollte es noch nie, doch ich hatte oft einfach keine Wahl. Shouta hat mir gezeigt, dass ich mir nicht alles gefallen lassen muss, es wird nach einundzwanzig Jahren endlich Zeit, dass ich erwachsen werde, und mich nicht mehr Unterkriegen lasse. Wer ist dieser mysteriöse Kerl...sein Name ist Shouta Matsuri, das hat er mir gesagt, wir haben lange geredet doch ich habe kaum mehr über ihn erfahren als ich über mich preisgab. Verlangt er einen austausch von Informationen...und obgleich ich nicht viel über ihn weiß, freue ich mich jedes Mal wenn er her kommt. Ich weiß das es aussehen muss als hielte er mich gefangen, doch das tut er nicht, mir steht frei zu gehen, doch ich wage es nicht, auch aus dem Grund, dass ich ihn nicht verlieren will... Ich bin im Zwiespalt, wie schon so lange. Ist er mein Demian? Und ich Emil Sinclaire...wird er wie am Ende Max Demian auch verschwinden, und werde ich dann wieder allein sein, und er nur eine erinnerung? Aus irgeneinem Grund will ich, dass er einfach bei mir bleibt, ich will nicht mehr allein sein. Wenn es irgendwo einen Gott gibt, dann möge er bitte dafür sorgen, dass ich nicht mehr leiden muss oder ich will nicht mehr leben....in Shoutas Gegenward will ich Leben sonst nicht, es ist ein neues Gefühl, jemanden zu vermissen...so wie ich ihn vermisse.

Li
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Die frühen Memoaren des Li Nian.   

Nach oben Nach unten
 
Die frühen Memoaren des Li Nian.
Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Cross Academy  :: Archiv und Analen :: Archiv :: Schreiberlinge :: Kaname-
Gehe zu: